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Sechs Opfer

den Ergebenheitstelegramme gesandt.

Lin SA-Mann von einem Wanderburschen

eines grauenvollen Raubmordes in USA.

Aufsehen erregt in Neuyork ein

sind größtenteils unter- ) nicht damit, daß Men-

Unglaubliche Zustände in österreichischen Konzentrationslagern

Ende Mai dieses Jahres soll erstmals Gelegenheit geben, eine künstlerische Veranstaltung größeren Formats im Münchener Künstlerhaus zur Durchfüh­rung zu bringen.

erstochen.

Tirschenreuth in der Bayrischen Ober-

Deutschland ab. An den von Hindenburg

Hitler, Reichsbischoff

B e r l i n, 27. März. (DNB.) Der Leiter Personalabteilung des Reichspostministeriums Zahlen über die Auswirkungen des Gesetzes Wiederherstellung des Berufsbeamtentums bei Deutschen Reichspost. Danach wurden entlassen bzw. zur Ruhe gesetzt 230 Beamte des höheren Dienstes (13,2 v. H. des höheren Dienstes), rund 2000 Beamte des gehobenen mittleren Dienstes (5 v. H.). 1900 Beamte des weiblichen Dienstes (6,2 v. H.) und 3700 Beamte des unteren Dienstes (3,2 v- H ).

Ungeheueres

grauenvoller Raubmord, der sich in dem am Stillen Ozean gelegenen Staat Washington in der Nähe der Stadt Bremerton abgespielt hat. An

worden. Die letzten Wagen des Zuges wurden von der Rangierlokomotive zertrümmert. Etwa 50 Per­sonen wurden verletzt, davon 14 so schwer, daß sie ins Hospital gebracht werden mußten. Ein Teil der Verletzungen ist darauf zurückzuführen, daß der Zug sich gerade aufeinem Viadukt be­fand, so daß Holz- und Eisenteile von den zer­trümmerten Wagen zwischen die Straßen- Passanten hinunterstürzten. Unter den 600 Fahr­gästen befanden sich viele Adventisten, die am Nach­mittag an einer großen Versammlung in der Albert- Hall teilnehmen wollten. Nach dem Zusammenstoß knieten die Adventisten, insbesondere viele Frauen, auf offener Straße nieder, um im Gebet für das Wunder ihrer Rettung zu danken.

Ein zweiter Eisenbahnunfall hat sich bei Glasgow zugetragen. Dort fuhr eine Lokomotive von hinten in den letzten Wagen eines Personen­zuges hinein und beschädigte ihn erheblich. 21 Personen wurden verletzt, von denen sechs ins Krankenhaus gebracht werden muhten. Bei Hulmfirth in Porkshire wurden bei einem Z u - sammenstoß zweier Kraftwagen fünf junge Männner getötet und drei leicht verletzt.

Blutiges Unterwelt-Drama in Marseille.

In einer übelbeleumundeten Bar von Marseille wurden drei Männer von vier plötzlich eintre­tenden Personen niedergeschossen. Die Täter sind unerkannt entkommen. Die Bluttat, die man zunächst mit der Prince-Angelegenheit in Zusam­menhang brachte, scheint ein Racheakt rivalisie­render Zuhälter zu sein. In der Nacht zum Ostermontag wurde nämlich auf einen gewissen D a l e st in Marseille ein Messeranschlag verübt. Auch hier ist der Täter noch unbekannt. Die Polizei vermutet daher, daß die Unterweltler Dalest u m - bringen wollten, weil er Verrat geübt haben soll, als er von der Polizei als Zeuge über die Ermordung der drei Marseiller vernom-

Oie Auswirkung des Beamtengesetzes bei der Reichspost.

^eickspräfidenten

den Reichskanzler Adolf , , , ..

Müller, sowie an den Gustav-Adolf-Derein wur-

pfalz wurde der verheiratete SA.-Mann Uebel- oon dem auf der Wanderschaft befindlichen

Waschgelegenheit sei äußer st primi- t i v und entbehre des warmen Wassers. Daß nur eine Toilette für die elf Erkrankten zur Verfügung stehe, habe die unerträglichsten Folgen gezeitigt. Da die Gefahr bestehe, daß die Erkrankten weiteren Schaden durch Erkältung usw. erleiden könnten, müßte vom Bundeskanzleramt eine sofortige A b st e l l u n g dieser Zustände verlangt werden.

Der Delegierte des amerikanischen Hilfskomitees für Zentraleuropa, G i l d e m e e st e r, der die Ab­sicht hatte, die Konzentrationslager zu besichtigen, er­klärte, für die Befreiung der politischen Gefangenen ohne Unterschied von Partei und Richtung tätig sein zu wollen. Diese Aktion sei eine Vorbedingung für die Entspannung der politischen Lage. Wie ver­lautet, ist jedoch dem amerikanischen Delegierten eine Besichtigung der für die österreichischen Natio­nalsozialisten angelegten Konzentrationslager nicht möglich gewesen, obwohl die sanitären Zu­stände in den Konzentrationslagern sich derart ver­schlechtert haben das fortgesetzt zahlreiche Gefangene wegen schwerer Erkrankungen in die Hospitä­ler gebracht werden mußten. Insbesondere soll in zwei Konzentrationslagern eine Ruhrepide- m i e ausgebrochen sein und mehrere Nationalsozia- lichen lebensgefährlich erkrankt darniederliegen.

In diplomatischen Kreisen wird daher die Frage erörert, ob nicht im Hinblick auf diese unhaltbaren Zustände ein Einschreiten des internatio­nalen RotenKreuzes zugunsten der Gefange­nen notwendig geworden sei.

wartet. In diesem Jahre, das ein besonderes Schil­ler-Gedenkjahr ist, stehenKabale und Liebe",Wil­helm Tell" und derPrinz von Homburg" auf dem Spielplan. Den festlichen Teil der Hauptversamm­lung bestritt die Vortragskunst des Weimarer Ober- spieileiters und Staatsschauspielers Max Brook. Er bot selten zu hörende Proben aus Schiller, wo­bei vor allem die VorlesungDie Schaubühne als moralische Anstalt" einen tiefen Eindruck hinterließ.

Die Reichskammer der bildenden Künste übernimmt das Münchener Künstlerhaus.

Die Wünsche des Führers und des Reichsmini­sters für Dolksaufklärung und Propaganda erfül­lend, übernimmt die Reichskammer der bildenden Künste am 1. April 1934 das Münchener Künstler­haus. Das Münchener Künstlerhaus soll zu den Ver­anstaltungen mehr repräsentativer Art den Rahmen geben, während die Geschäftsstelle in Berlin mehr der Sitz der geschäftlichen Zentrale sein soll. Die Einberufung des Verwaltungsbeirats der Kammer

Aus aller"

Ein Aprilscherz.

Unsere Leser werden sich wohl Gedanken gemacht haben über die seltsamenM enschenwelle n", denen man, wie im Bild in unserer Osternummer berichtete, in Island auf die Spur gekommen sein will. Inzwischen hat es sich herausgestellt, daß auch in Island die elektrischen Ausstrahlungen des Men­schen vorerst nur am 1 April photographiert wer­den können und die Theorie Professor Kohlmanns, der die Wellen nach den menschlichen Charakteren klassifizierte, leidergekohlt" ist.

Vulkanausbruch auf Island.

Wien, 31. März. Von elf im Wiener Neustädti­schen Hospital untergebrachten Gefangenendes Wöllersdorfer Konzentrationslagers ist an das Bundeskanzleramt ein Schreiben gesandt worden, in dem es u. a. heißt, daß die rsache der Erkrankung, ohne Zweifel in den unhygientschen Zuständen des Lagers und der Verpflegung liegt. Während die zuerst in das Krankenhaus Eingelieferten in ordent­lichen Spitalräumen untergebracht wurden, mußten nach Einlieferung der letzten Erkrankten sämtliche Kranken in eine Notbaracke übersiedeln. Die Unterzeichneten protestieren schärf st ens gegen diese Art der Unterbringung, die den einfach­sten Begriffen der Hygiene und der Krankenfürsorge widerspricht. Die Baracke, in der sie untergebracht sind, ist eine Notbaracke mit einfachen Preßspann­wänden, sehr zugig und in der Nacht ä u ß e r st kalt. Die Heizung wird durch zwei kleine eiserne Oefen versehen, die viel Staub und Ruß erzeugen. Die Kranken können nicht ge­nügend mit Tee und Wärmflaschen versorgt wer­den, da die Baracke über keine Kochge­legenheit verfügt. Es lagen sechs Leute mit Bauch- und Magenkrämpfen darnieder und für diese standen nur zwei Wärmflaschen zur Verfügung. Eine besondere Ungeheuerlichkeit stelle es dar, daß die T o i l e t t e n a n l a g e jeder Hygiene Hohn spreche. Sie befinde sich in einem kleinen Vorbau der Baracke, habe keine Wasserspülung und noch nicht einmal eine Senkgrube. Die Luft in der Baracke sei dementsprechend ekelerregend. Auch die

schwefelhaltiger Asche bedeckt. Man fürchtet, daß durch die Asche die D e g e t a t i o n in dem betroffenen Gebiet stark in Mitliedenschast ge­zogen wird. Der Breite-Fluß, der infolge des Schmelzwassers bereits am Samstag aus den Ufern trat, soll inzwischen eine Breite von zehn Kilometer erreicht haben. Es bildeten sich ver­schiedene Nebenarme des Flusses. Mächtige Eisblöcke wurden vom Hochwasser talwärts getragen.

(Ein deutsches Heim in Syrien.

In Beiruth fand die Weihefeier des Heimes für den Stützpunkt Syrien der NSDAP, statt. Der Leiter des Stützpunktes Pg. Korvetten­kapitän a. D. Rooden-Bock sowie Dizekonsul Dr o o n W a l t h e r als Vertreter der Reichsregie- runa und Pg. Christian Bitzer hielten Ansprachen. Die Feier vollzog sich in sehr würdiger Form. Das neue Heim wird nunmehr den Mittelpunkt für das sehr rege Leben dieses Stützpunktes des Deutsch­tums in Syrien bilden.

feierliche Einweihung der deutschen evangelischen Kirche in Athen.

In Gegenwart des deutschen Gesandteni Ei se n . lohr des Stellvertreters des Reichsbischofs, Bischof Heckel, des griechischen Außenministers Maxim os, der Gattin des griechischen Minister­präsidenten T s a l d a r i s, sowie zahlreicher Per­sönlichkeiten des griechischen Klerus und des Fi­nanz- und Kultusministeriums fand am Ostersonn­tag unter feierlichem Glockengeläut die Einweihung der deutschen evangelischen Kirche statt, der.ersten und einzigen deutsch-evangelischen Kirche Griechen­lands. Bischof Heckel übergab zunächst das neue Gotteshaus der Obhut der deutschen Gemeinde in Athen. In der anschließenden Predigt wies der Pfarrer der evangelischen Gemeinde Dr. Kinder- m a n n u. a. auch auf die herzlichen Beziehungen der deutschen Kirche zur griechischen Orthodoxen­kirche hin und legte ein freudiges Treuegelobms

Metzger Kopp erstochen. Nach dem Polizeibericht hatte Kopp in einer Gastwirtschaft eine Ausein­andersetzung mit der Bedienung und belästigte auch die anwesenden Gäste. Nachdem Kopp die Wirt­schaft verlassen hatte, ersuchte ihn Uebelacker um seine Papiere und wollte ihn zur Polizeiwache brin­gen. Ohne einen Wortwechsel st a ch darauf Kopp auf Uebelacker ein und verletzte ihn durch einen Stich ins Herz tödlich. Uebelacker schleppte sich noch ungefähr 180 Meter weit bis zur Tür seiner Wohnung, wo er nach wenigen Minuten verschied. Kopp ging flüchtig, wurde aber von einer SA.-Streife aufgefunden und ins Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. Der erstochene SA.-Mann hinterläßt eine Witwe und drei un­mündige Kinder.

Blutige Folgen einer Auseinandersetzung.

In Oberhausen kam es in der Nacht zum Ostermontag auf der Ruhrorter Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Motorrad­fahrer, dessen Beifahrer und mehreren Passanten. Als der Streit hitzig wurde, feuerte der Bei­fahrer zwei Schüssse ab. Der Motorrad­fahrer wurde in den Kopf getroffen und brach tot zusammen. Don der zweiten Kugel wurde ein Passant leicht verletzt. Der Täter wurde fest­genommen.

Drei Personen bei einer Segelpartie ertrunken.

Bei einer Segelpartie aus dem Löwentien- S e e in Ostpreußen sind am ersten Osterfeiertag- nachmittag der Architekt Otto Born, der Zahnarzt Arnold Baumann und dessen Verlobte Gertrud Clos ertrunken. Das Boot, in dem sich fünf Personen befanden, geriet etwa 1000 Meter vom Ufer entfernt in eine Böe und kenterte. Ein Reichswehrsoldat, der den Unfall bemerkt hatte, holte Hilfe herbei. Bevor jedoch die Retter bei dem gekenterten Boot eintrafen, waren die drei ge­nannten Personen bereits untergegangen und ertrunken. Nur mit Mühe gelang es, die beiden anderen Personen zu retten.

Schweres TNolorradunglück bei Heidelberg.

Auf der B e r g st r a ß e ereignete sich am ersten Osterfeiertag kurz vor Heidelberg ein schwerer Unfall. Ein aus Frankfurt kommendes Motorrad stieß mit einem Stuttgarter Personen­auto zusammen. Hierbei erlitt der Fahrer des Motorrades, der 23jährige Schmuck aus Kel­sterbach a. M. einen schweren Schädelbruch dem er auf der Stelle erlag. Der auf dem So­zius mitfahrende 48jährige Vater des Schmuck erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und sonstige Verletzungen; er wurde in bedenk­lichem Zustand ins Heidelberger Krankenhaus em- geliefert. Von den Insassen des Autos wurde nie­mand verletzt, doch kam der Lenker des Au­to s bis zur Klärung der Schuldfrage in Haft. Er soll vorschriftswidrig gefahren sein.

Fünfzig verletzte bei einem Eisenbahnunfall in einem Londoner Vorort.

Auf der Nordost-Eisenbahn ist ein Zug, der Sonntagausflüglern von Nottingham nach London bringen sollte, in dem Vorort Kilburn beim Warten auf das Einfahrtssignal von einer Rangierlokomotive gerammt

Der im südöstlichen Teil der Insel gelegene V u l- kan Skeidar Jo ekel ist wieder in Tätig­keit getreten. Bereits End-' der vergangenen Woche konnte eine starke Veränderung am Skeidar-Glet- scher beobachtet werden. Riesige Eismassen stürzten in den Skeidar-Fluß und ließen diesen zu einem reißenden Strom anschwellen. Noch von Reykjavik aus, das etwa 250 Kilometer von dem Vulkan entfernt liegt, sah man ei-ne riesige Feuersäule zum Himmel lodern, deren Höhe am Ostersonntagabend auf mehrere tausend Meter geschätzt wurde. Innerhalb von zwanzig Minuten wurden allein 7 8 Blitze gezählt. Gleichzeitig hörte man ein unterirdisches Grollen. In der Nacht zum Ostermontag setzte ein Aschen­regen ein, von dem auch der nördliche Teil der Insel betroffen werden dürfte, da sich inzwischen die Windrichtung geändert hat. Der Skeidar Fluß führt zum Teil kochendheißes Wasser mit. Die Telegraphenoerbindungen si brochen. Man rechnet jedoch schenleben in Gefahr sind, da die Gegend südlich des Vulkans nur sehr dünn besiedelt ist Am Sonntag war in Breidal der Boden dick mit

einem Nebenarm des Puget-Sound in der Nähe von Bremerton besaß der Millionär Frank F. Leider eine große Villa mit Park. Am Ostersonn­tag wurden nun der Besitzer, seine Frau, das Dienstmädchen und drei Herren, die zu Ostern als Gäste geladen waren, ermordet aufgefunden. Das Innere des Hauses bot einen furchtbaren Anblick. Offenbar haben sich die überrumpelten Hausinfasfen noch zur Wehr gefetzt. Sämtliche Wände des Zimmers waren mit Blut bespritzt. Die Leichen der Opfer waren entsetzlich entstellt. Anscheinend ist auf sie in der brutalsten Weise eingeschlagen worden, ehe sie dann ein Schuß van ihrem Leiden erlöste. Auf Grund der ersten Ergebnisse der polizeilichen Nachforschungen nimmt man an, daß zwischen der Bluttat und ihrer Ent­deckung etwa 36 bis 48 Stunden verflossen sind. Sämtliche Räume waren o e r m ü ft e t. Schränke und Behälter erbrochen und ausgeräumt. Die Räu­ber hatte ihre Opfer nicht nur an Händen und Fü­ßen gefesselt, sondern ihnen auch, um sie am Schreien zu hindern, den Mund mit Heftpflaster- i streifen zugeklebt.

Die Türkei will Jnsull an Amerika ausliefern.

Wie Reuter aus Ankara meldet, hat das tür­kische Kabinett am Montag beschlossen, dem Er­suchen der amerikanischen Regierung nachzukommen und den Millionenbetrüger Insul! auszuliefern. Das Gesuch Jnsulls, auf den DampferMaiotis" zurückkehren zu dürfen, wurde abgelehnt. Jnsull war am Nachmittag des Oster­sonntags vor einem türkischen Gericht verhört worden. Ein Vertreter des amerikanischen Konsulats war bei dem Verhör nicht zugegen. Das Gericht hatte festgestellt, daß Jnsull st a a t e n l o s sei, da er keinen amerikanischen Paß, sondern lediglich einen griechischen Personalausweis besitze und schließlich erklärt, Jnsull könne gehen, wohin er wolle. Jnsull gab an, er wolle aufs Schiff zurückkehren, wurde aber in Polizeigewahrsam genommen Sein türkischer Rechtsanwalt hat Beschwerde eingelegt. (Ein Flugzeug der ,,Tscheljuskin"-Rellungserpedilion abgestürzt.

Der Vorsitzende der Rettungsaktion für die Tfcheljufkin"-Mannschaft, Kommissar Uschakow, der mit dem Flieger Lewanewski von Nome nach Kap Vankarem gestartet war, um von dort aus die Rettungsarbeiten zu leiten, ist in der Nähe von Kap Urman a b g e ft ü r 3 t. Als das von Lewanewski gesteuerte Flugzeug in eine Nebelbank geriet, stieg der Pilot bis zu etwa 2500 Meter Höhe. Dort über» zog sich die Maschine innerhalb von zehn Minuten miteinerdicken Eiskruste, begann die Ge­schwindigkeit zu verlieren und zu stürzen. Dem Piloten gelang es, noch im letzten Augenblick das Flugzeug abzufangen und eine Katastrophe zu ver­hindern. Lewanewski trug nur einige Verletzungen im Gesicht davon, während Uschakow unverletzt blieb. Wir aus dem Lager Prof. Schmidts gemeldet wird, unternahm der im Lager befindliche Flieger Babuschkin die ersten Probeflüge mit dem Kleinflugzeug, das bei dem Un­tergang derTscheljuskin" geborgen wurde. Die Flüge sind gut verlaufen, obwohl die Maschine sehr gelitten hatte Der geplante Flug Babuschkins an die Küste mußte jedoch wegen Verschlechterung des Wetters verschoben werden.

Ein mandschurischer Güterzug von Banditen aus- geplündert.

30 Banditen eröffneten auf einen Güterzug ein Gewehrfeuer, nachdem sie ihn durch Zerstörung des Gleises zum Entgleisen gebracht hatten. Sie überwältigten die militärischen Begleitmann­schaften und nahmen sie als Gefangene mit, nach­dem sie den Zug beraubt hatten. Zwei Personen wurden bei dem Ueberfall getötet und viele ver­wundet.

Abenteuerliche Ballonfahrt zweier französischer Ingenieure.

Eine abenteuerliche Ballonfahrt, die am Montag­abend in Candas bei Amiens ihren Abschluß fand, haben zwei französische Ballonfahrer hinter sich. Zwei junge Ingenieure waren am Ostersonntag in d e r Nähe von Amiens aufgestiegen, ohne anscheinend über besondere Erfahrungen auf dem Gebiete der Ballonfahrt zu verfügen. Als sie in den Abendstunden in unmittelbarer Nähe von Amiens landen wollten, stießen sie m i t d e r G 0 n - del gegen eine elektrische Leitung. Der Anprall war so heftig, daß einer der beiden In­sassen, der als einziger einige Führerkenntnis be- saß, herausgeschleudert wurde. Der Bal­lon, der dadurch wesentlich erleichtert war, gewann sofort wieder an Höhe und trieb d i e ganze Nacht über der Gegend einher. Erst am

Montag sackte er langsam ab. Hierbei stieß die Gondel gegen eine Baumkrone, so daß der Ballon vollkommen vernichtet wurde. Der übrig gebliebene Insasse erlitt leichte Verletzungen, konnte sich aber noch zur nächstliegenden Gendar­meriestation begeben, wo er Bericht über seine abenteuerliche Fahrt erstattete. Die Leiche sei­nes unglücklichen Begleiters wurde nach langem Suchen gefunden.

Schwere Unfälle in den bayerischen Bergen.

Der 24jährige Mechaniker Johann Maier aus Stuttgart stürzte am Ostersonntag bei einer Be­steigung des etwa 1900 Meter hohen Aagenstein ab und blieb mit schweren inneren Verletzungen und einer schweren Kopfwunde liegen. Noch auf dem Transport in das nächste Krankenhaus ist der Ver­unglückte gestorben. Arn Ostersonntag verstiegen sich zwei Bergsteiger aus Frankfurt am Main in den sog. Seewänden bet Ober st darf im Allgäu. Auf ihre Hilferufe, die in Eythalhaus gehört wurden, wurde eine Rettungs­mannschaft alarmiert, der es gelang, die Berg­steiger am nächsten Morgen zu bergen. Die alpinen Sanitätsmannschaften wurden während der Feier­tage auch ins Kleine Walfertal gerufen, wo zwei Skiläufer aus Stuttgart bei einer Ski­abfahrt Beinbrüche erlitten hatten. Im Ne - belhorn- Gebiet trugen drei Skifahrer am Ostersonntag Schenkel- und Armbrüche davon.

Durch Rauchen von Kindern 28 Bauernhöfe eingeäscherl.

In einem Dorfe in der Nähe der ungarischen Stadt Miscolcz rauchten Kinder in einem Wirtschaftsgebäude, während sich die Eltern in der Kirche befanden. Das Wirtschaftsgebäude geriet durch ein fortgeworfenes Streichholz i rt Brand. Das Feuer breitete sich infolge star­ken Windes rasch aus. Es entstand ein riesiges Flammenmeer, in dem insgesamt 28 Bauernhöfe vernichtet wurden. Ein Bauer erlitt bei den Löscharbeiten erhebliche Verletzungen, die zum Verlust des Augenlichtes führten. Gegen die Eltern der Kinder ist wegen Fahrlässig­keit eine Untersuchung eingeleitet worden.

Schwerer Bombenanschlag aus persönlicher Rache.

In der südbulgarischen Ortschaft M a b a n wurde in der Nacht zum Ostermontag ein schwerer Bombenanschlag verübt. Die Täter warfen in die Wohnung des Bauern Museff drei große Bomben, die das Haus fast vollkommen zerstörten. Museff und seine Frau wurden in schwerverletztem Zustand aus den Trümmern ge­zogen. Der Frau war durch einen Bombensplitter ein Arm abgerissen worden. Die Polizei konnte die Täter zwei Ortsbewohner fest- nehmen; sie wollen aus persönlicher Rache ge­handelt haben.

Drei Fremdenlegionäre bei einem Kraftwagen­unglück In Marokko umgekommen.

In Agadir (Marokko) raste ein Militärkraft, wagen kurz vor der Einfahrt in die Stadt gegen einen Baum und stürzte in einen tiefen Gra­ben. Die Insassen, drei Fremdenlegionäre, Meyer, Lebe! und Bindijonk, wurden auf der Stelle getötet.

Erhöhte Bautätigkeit

Der Umsatz im Baugewerbe um mehr alS die Hälfte gestiegen.

Die Arbeirsbeschaffungsmaßnahmen der Regierung Hitler waren u. a auch daraus bedacht, das Baugewerbe als Lchlüisel- aeroerbe wieder in Gang zu bringen. Gegen- über dem Jahre 1928 waren die Umsätze in der Bauwirtschaft zur Zeit der Re- gierungsübernahme Hitlers auf den Mer­ten Teil gesunken. Im vierten Vierteliahr 1933 war der Umsatz wieder mehr als doppelt so hoch. Gin Beweis dafür, daß tue Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der na­tionalsozialistischen Regierung m vollem Umfange erfolgreich waren. Dabei sind die Mittel, die zur Belebung des Bau­gewerbes zur Verfügung gestellt wurden noch lange nicht aufgebraucht. Es steht zu erwarten, daß mit Einsetzen des mil­deren Wetters eine weitere Belebung tm Baugewerbe eintritt.

Wettervoraussage.

Nach wie vor bestimmt hoher Druck unsere Wet­terlage, der sich mit verschiedenen Kernen von Js- land über Skandinavien bis nach Polen hin erstreckt. Dem Jsobarenoerlauf entsprechend herrscht östliche bis südöstliche Windrichtung vor, so daß bei Zu- fuhr vorwiegend kontinentaler Luft das überwiegend sonnige und trockene Wetter noch anhält.

Aussichten für Mittwoch: Ueberroiegenb heiter, vereinzelt auch dunstig oder leicht bewölkt, trocken, tagsüber warm, nachts Temperaturen stel- lenweise in Gefrierpunktnähe.

Aussichten für Donnerstag: Noch keine wesentliche Aenderung.

Lufttemperaturen am 2. April: mittags 20,3 Grad Celsius, abends 10,5 Grad; am 3. April: morgens 2,7 Grad. Maximum 22,8 Grad, Minimum0,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2 April: abends 9,7 Grad; am 3. April: morgens 5,4 Grad. Sonnenscheindauer 10 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiten Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. ©., sämtlich in Gieße«,

Leistung der deutschen BouwirtschaFt

1933

I Vierteljahr

34,5

I Vierteljahr

43,8

U Vierteljahr 48,?

1932

E Vierteljahr

39,3

§ Vierteljahr

5?,5

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