Der Gießener Hausbesitz imWre 1933
Gießen ernannt Mit dieser Ehrung soll der aufrichtige Dank des Vereins und feine warme Anerkennung der großen Verdienste des Vereinsführers in treuer Verbundenheit bekundet werden. — Die Versammlung bestätigte einstimmig die Ernennung des Herrn Launspach zum Ehrenvorsitzenden und erhob sich zu seinen Ehren von den Plätzen.
Der Vereinsführer Launspach brachte in feinen Dankesworten #um Ausdruck, daß die Ehrung, die feine Mitarbeiter im Vorstand und der Verein ihm bereitet haben, ihn aufs tiefste rührte. Er betonte, daß er in den verflossenen 25 Jahren fein Wirken immer nur nach dem Gesichtspunkt des Idealismus und des Gemeinnutzes eingestellt habe und daß ihm die rein ehrenamtliche Tätigkeit stets eine Selbstverständlichkeit gewesen sei. Er yabe seine Arbeit immer in dem Sinne aufgefaßt und
nungen von dieser Miethöhe an nicht mehr dem Wohnungsmangelqesetz unterliegen. Am 15. Dezember kam eine neue Kündigungssperre bis zum 31. Dezember 1934 für alle neuen Hypotheken heraus, somit kann keine Hypothek vor diesem Zeitpunkt gekündigt werden.
Am 24. Januar stellte das Reich erneut 50 Millionen und am 21. September weitere 500 Millionen zur Instandsetzung des Althausbesitzes und zur Wohnunqsteilung zur Verfügung. Während bei den 50 Millionen die Bezuschussung erst bei Arbeiten von 250 Mark an erfolgte, wurde der Zuschuß bei den 500 Millionen bereits schon bei Arbeiten von 100 Mark an gegeben. Diese Arbeiten konnten sich aus das ganze Haus verteilen, der Zuschuß hierfür betrug 20 v. H. des Rechnungsbetrages: bei Wohnungsteilung oder Einbauten wurden 50 v. H., jedoch im Einzelfalle höchstens 1000 Mark gewährt. Außerdem wurden noch auf sechs
Geschäftliches.
Der heutigen Gesamtauflage liegt ein Werbeblatt der Vogtschen Privat-handelslehranslalten Giehen- Herborn bei 1316V
Die Werbewoche des deutschen Handwerks im Oktober gab in der breiten O öffentlich keit der berechtigten Forderung Ausdruck, daß dem fleißigen und tüchtigen Handwerker, der vielfach auch Besitzer von Grund und Boden ist, in seiner Rot wieder die Möglichkeit zum wirtschaftlichen Aufstieg gegeben werden müsse.
Die Zahl der Kundgebungen der Treue und der Zustimmung des deutschen Volkes zu der schicksalsschweren Entscheidung unserer Reichsregierung, die von unserem Volkskanzler Adolf Hitler geführt wird, war groß.
Auch der deutsche haus- und Grundbesitz, als wichtiger Grundpfeiler unseres Staates, ist am 12. November geschlossen für die nationale Regierung eingetreten. Durch diese Volksabstimmung hat das deutsche Volk seinem Führer den Dank abgestattet für seine befreiende Tat und weil er vor der ganzen Welt für einen wahren Frieden auf der Grundlage von Ehre und Gleichberechtigung eingetreten ist.
Dem deutschen Haus- und Grundbesitz sind in der Kriegs- und in der Nachkriegszeit Riefenlaften auf- gebürdet worden; er hat sie getragen in der Hoffnung, daß es einmal in Deutschland wieder anders werden und daß dann auch die große Steuerlast von ihm genommen würde. Diese Zeit ist nun gekommen.
Selbstverständlich können die schweren Steuerlasten, vor allem die Hauszinssteuer, in Hessen Sonder st euer genannt, nicht von heute auf morgen beseitigt werden, da ja bekanntlich Reich,
deutsche Volksgemeinschaft bezeichnet; seine Arbeit habe auch immer dem Bestreben gegolten, dem Interesse der Vereinsmitglieder, zugleich aber auch dem Interesse der ganzen Gießener Bevölkerung förderlich zu sein. Er habe sich dabei immer bemüht, in Ruhe und Frieden, keinem zuliebe und keinem zuleide zu wirken. Heute sehe er, daß dieser Grundgedanke feiner Arbeit während der verflossenen 25 Jahre der einzig richtige war. Für ihn sei es selbstverständlich gewesen, daß er imme^ auf nationalem Boden mit starkem sozialem Verantwortlichkeitsgefühl sich betätigte, auch in der schlimmsten Zeit des Marxismus, vor dessen Drohung er nie zurückgeschreckt fei. Solange er seine Kraft zur Verfügung habe, werde er vor wie nach im Interesse des Vereins und seiner Mitglieder tätig fein. Den Tag der Ehrung durch den Verein werde er
(nie vergessen. (Großer Beifall.)
Anschließend wurde in die Tagesordnung eingetreten. Zuerst beschäftigte sich die Versammlung mit
Länder und Gemeinden durch die frühere verkehrte Finanzwirtschaft heute aus den Eingang dieser Steuern nicht ohne weiteres verzichten können.
Erst wenn der hausbesitz wieder frei über sein Vermögen verfügen kann, wird er in der Lage fein, seinen Besitz vollständig lnstandzusehen, und dann wird er wieder der größte Arbeitgeber sein, der er auch vor dem Kriege bereits gewesen ist.
Für den Hausbesitz ist eine umfassende Senkung der Zinsen und Steuerlasten in Aussicht genommen. Durch die Bezuschussung bei Jnstandsetzungs- und Umbauarbeiten, durch Steuererlaß bei Ersatzbeschaffungen usw. sind für den Hausbesitz bereits große Erleichterungen eingetreten.
Am 1. April wurde das Wohnungsmangelgesetz vollständig aufgehoben, so daß von diesem Zeitpunkt ab alle Wohnungen, Geschäftsräume usw. frei vermietet werden konnten. Am 7. April kam ein neues
ausgeübt, den man heute als gute und wahre1 folgendem
Bericht des Veremsfiihrers Launspach für 1933
Das verflossene Jahr brachte für Deutschland einen Umbruch in einer Größe, wie sie die Weltgeschichte noch nie erlebt hat.
Als am 30. Januar 1933 unser Führer Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, war die Begeisterung in ganz Deutschland groß, denn jeder hoffte, daß es nun unter seiner Führung besser in unserem deutschen Vaterland werden würde. Und wahrlich, ungeheuer groß sind für Deutschland die Ereignisse des vergangenen Jahres. Mit die erste Arbeit unseres Führers war das große Aufräumen in unserem durch Korruption verseuchten Staat.
Die Kommunisten und Marxisten, die sich einst so mächtig fühlten, find 1)0llstänLig ausgerottet worden, und die anderen Parteien, die sich durch ihre Kompromißschließungen mit den Marxisten unmöglich gemacht hatten, mußten sich eine nach der anderen selbst auflösen.
Das Wohl und die Zukunft Deutschlands liegt bei der Reichsregierung und beim deutschen Volk. Am 1.2Nai v. 3. hat das deutsche Volk durch seine Massenbeteiligung an der Feier des ersten Tages der nationalen Arbeit gezeigt, wie eng es mit der Reichsregierung und seinem
Führer verbunden ist.
Durch großzügige Arbeitsbeschaffung ist es der Regierung gelungen, die Arbeitslosenzahl um zweieinhalb Millionen zu vermindern, und es'wird auch weiterhin die erste Pflicht der Regierung bleiben, dafür Sorge zu tragen, daß auch der letzte Arbeitslose wieder Arbeit findet.
Kündigungsrecht für Beamte, Rechtsanwälte usw. heraus, wonach diese Mieter im Falle ihrer Absetzung ihren Mietvertrag lösen konnten, selbst wenn dieser noch längere Zeit bestand. Am 1. Juni wurden die Mieteinigungsämter aufgehoben und gingen auf die Amtsgerichte über. Am 12. Juni kam eine neue Zahlungsfrist für Aufwertungshypotheken heraus; oer Schuldner konnte, falls er nicht in der Lage war, die Hypothek zurückzuzahlen, erneut Antrag auf Zahlungsfrist stellen. Am 1. Juli trat eine weitere Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft ein, wonach in Gießen Wohnungen von 800 Mark Friedensmiete an nicht mehr dem Mieterschutz- und Reichsmietengesetz unterlagen. Wohnungen von 600 Mark Friedensmiete an können ebenfalls gekündigt werden, wenn sie nach dem 1. Januar 1932 neu vermietet waren, da von diesem Zeitpunkt ab Woh-
Der Hausbesitzerv^erein Gießen hielt am Donnerstagabend im Saale des „Hindenburg feine 27. Hauptversammlung unter Leitung des Vereinsführers H. Launspach ab.
Ehrung des Bereinsführers.
Vor Eintritt in die Tagesordnung erinnerte Architekt PH. Nicolaus daran, daß der Vereinsführer H. Launspach vor etwa vier Wochen auf feine 25jährige Tätigkeit im Vorstand zurückblicken konnte. Davon wirkte Herr Launspach mehr als 20 Jahre in der Stellung des Vorsitzenden bzw. Führers des Vereins. In feine Amtszeit fielen die Jahre der schwersten Kämpfe, die der Verein zu erleben hatte: die Kriegszeit, die Jnfla- tionsjahre und die Zeit der marxifttschen Herrschaft, in der man den Hausbesitz fast als den größten Feind des Volkes bettachtete und stets geneigt war, das Recht des Hausbesitzers von Jahr zu Jahr mehr zu schmälern, zum Schaden der Volksgemeinschaft und des deutschen Volkes. In diese Jahre fiel die HaupttäDgkeit des Dereinsführers Launspach. Große Anforderungen wurden dabei an ihn gestellt. In den Kreisen des Hausbesitzervereins konnte man ermessen, was Herr Launspach besonders in dieser schweren Zeit für den Hausbesitz getan hat. Unerschrocken und geleitet von geradem Sinn war sein Streben immer nach Recht und Gerechtigkeit gerichtet, und mit ganzer Entschlossenheit war seine Kraft für den Hausbesitz eingesetzt. Dabei vergaß er niemals, daß der Kampf ausgetragen werden mußte nicht zur Wahrung einseitiger Hausbesitzerinteressen, sondern daß mit dem Kampfe dem allgemeinen Wohl und dem Besten des ganzen Volkes zu dienen war. Wie recht und richtig diese Einstellung des Herrn Launspach war, beweist die Erkenntnis, die mit der Uebernahme der Regierungsmacht durch den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler in unserem Vaterlande sich Bahn gebrochen hat. Seitdem kann der Hausbesitz mit Genugtuung feststellen, daß die Regierung des Volkskanzlers Adolf Hitler die Notwendigkeit der Erhaltung und der Gesundung des deutschen Hausbesitzes erkannt hat, weil sie der Ansicht ist, daß der Haus- besitz im kulturellen und wirtschaftlichen Leben ein unentbehrlicher Faktor ist. In diesem Geiste bewegte sich auch in der Zeit des Marxismus die Tätigkeit unseres Vereinsführers Launspach. Im Hinblick auf feine außerordentlich verdienstvolle Arbeit für den Hausbesitz und das deutsche Vaterland wurde Herr Launspach, der während der ganzen Zeit feines bisherigen Wirkens ehrenamtlich an der Spitze unseres Vereins tätig war und dabei feine ganze Kraft eingesetzt hat, zum Ehrenvorsitzenden des Hausbesitzervereins
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Gestern abend entschlief sanft nach schwerem Leiden, im Alter von 39 Jahren, mein treuer Gatte, unser lieber Bruder und Schwager
Herr Adolf Wilhelm Süßmuth
Die trauernden Hinterbliebenen:
i. d. N.:
Frau Elisabeth Süßmuth, geb. Jung
Klein-Linden, am 3. März 1934
Die Beerdigung findet am Montag, dem 5. März, 14*/, Uhr, in Klein-Linden statt.
■_________01180
Danksagung
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir aut diesem Wege unseren herzlichsten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Wilhelm Dern und Angehörige
Leihgestern, den 3. März 1934
01151
Elisabeth Wink
Gießen, den 3. März 1934
nach kurzer, schwerer Krankheit zu sich in die ewige Heimat abgerufen
Die Beerdigung fand auf Wunsch des Verstorbenen in der Stille statt. Von Blum en spenden und Beileidsbesuchen bitte ich abzusehen
011.91
Gott hat meinen geliebten, treuen Vater
Georg Wink
vom Trauer hause aus statt
1342 D
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder u. Schwager Philipp Balser V., städt Arbeiter
nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 59 Jahren zu sich zu nehmen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Balser, geb. Roth.
Rödgen, Butzbach, Trohe und Reiskirchen, den 2. März 1934,
Die Beerdigung findet Sonntag, den 4. März, nachmittags 14.30 Uhr,
Brennholz-Versteigerungen der Stadt Gießen.
A. Mittwoch, den 7. März 1934, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 58a und 59a (Stadtwald), Försterei Gienen: 17,— rm Buchenscheiter I. Klasse,
2,7 rm Eichenscheiter I. Klasse, 62,— rm Kiefernscheiter I. Klasse, _
3,6 rm Birken- u. Fichtenscheiter I. Klasse, 19,9 rm Buchenknüvpel,
23,8 rm Eichenknüppel, 73,— rm Kiefernknüppel, 3,— rm Birken- und Fichtenknüvvel, 1220 Wellen Buchenreisig III. Klasse,
6,5 rm Eichenreisig I. Klasse,
10,6 rm Kiefernreisig I. Klasse,
1,1 rm Eichen-Nutzknüppel (2,20 m lang). Zusammenkunft: Wannschneife — 5. Schneise.
B. Freitag, den 9. März 1934 , 9 % Uhr beginnend, aus den Abteilungen 10, 11, 17, 19 (Philofovhenwald), 23, 29, 33, 36, 40 und 42 des Stadtwaldes, Försterei Rödgen: 15,— rm Eichenscheiter I. und II. Klasse, 33,9 rm Kiefernscheiter I. und H. Klasse,
9,2 rm Fichtenscheiter I. und II. Klasse, , 7,3 rm Lärchen-, Ahorn- und Birkenscherter
I. Klasse,
27,— rm Eichenknüvvel,
52,3 rm Kiefernknüppel,
17,2 rm Fichtenknüvvel,
6,— rm Lärchen- und Birkenknüvvel,
1,7 rm Eichenreiseri. Klasse,
21,7 rrn Fichtenreiseri. Klasse,
825 Wellen Kiefernreisig III. Klasse,
1,6 rm Eichenstöcke,
11 Stück Fichtenderbstangen I. Klaste,
33 Stück Fichtenderbstangen II. Klasse, 150 Stück Fichtenderbstangen III. Klasse.
Das Holz aus den Abteilungen 17 und 19 (Philosophenwald) und 23 und 29 (Stadtwald) wird nicht vorgezeigt,- vorherige Besichttgung wird empfohlen. \ , 1321C
Zusammenkunft: Grünberger Straße am
Schützenhaus.
Gießen, den 2. März 1934.
Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Bartholomäus.
Rechnungen bei Brühl, Gießen
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Wir bitten auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank für alle Beweise der Verehrung unserer lieben Mutter und die warme Anteilnahme an unserer Trauer aussprechen zu dürfen.
Die Hinterbliebenen:
Hans Kirch
Familie Ernst Niemann Familie Carl Roth
Das Werk kann durch jede Luchhandlung bezogen werden. SugoVermWer Verlag Berlin-Lichterfelde
Gießen, Kiel-Gaarden, im März 1934
Seltersweg 64 Werftstralse 116
1327 0
Bekanntmachung.
Am S.rNarz 1934 findet eine Schweinezwischen- zählung in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg statt. Die Schweinebesitzer haben den Zählern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer Schweinebestände bereitwilligst zu erteilen. Auf die Bekanntmachung des Kreisamts Gießen, angeschlagen in den Aushängekasten der Stadt Gießen, wird besonders hingewiesen. 1298G
Gießen, den 1. März 1934.
Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Bartholomäus.
1299C
Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Bartholomäus.
1934.
Gießen, den 3. März 1934.
Schon für«2)1.1.50 monatl. - bei Abnahme einer Lieferung zu RM.3.- aller 2 Monate - erwerben Sie das bekannte botanische pracht» und Standardwerk:
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Dienstag, den 6. TNärz 1934, findet in Gießen Rindvieh- (Ruhvieh-) Warkt statt. Auftriebszeit von %8 bis %9 Uhr vormittags. Sämtliches Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft.
Nächster Schwei nemarkt: Wittwoch, den 21. TNärz
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