Einzelbild herunterladen

wird der Ausmorsch der Fahnen und der Politi­sche Leiter die Kundgebung abschließen.

Die Teilnahme an der Kundgebung ist den Mit­gliedern aller Formationen der NSDAP, zur Pflicht gemacht.

Bund Nat.-Soz. Deutscher Juristen Ortsgruppe Gießen.

Der Besuch der Kundgebung am Sonntaa, dem 4. März, nachmittags 4 Uhr, Bolkshalle, Redner: Pg. Prof. Dr. Werner, ist Pflicht für alle Mit- glleder des Bundes.

gez.: Luley, Rechtsanwalt und Notar.

Betrifft alle Zeitschriften im Sau HesienRaffau.

Die Schriftleiter der gesamten im Gebiet des Gaues Hessen-Nassau der NSDAP, erscheinenden politischen, konfessionellen, fachlichen oder Vereins­presse haben umgehend ein Belegexemplar ihrer Zeitschrift mit genauer Angabe des Titels der Zeit­schrift, des Herausgebers und der Auflage an die Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Dolksaufklärung und Propaganda, Frankfurt a. M., Bürgerstraße 9/11, einzusenden.

Diese Anordnung betrifft alle Zeitungen und Zeitschriften (außer der allgemein bekannten Tages- presse), gleichgültig, in welchen Zeitabständen sie erscheinen oder welche Auflage sie haben.

gez.: Müller-Scheld, Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volks- aufklärung und Propaganda.

Aufruf des Landesbischofs.

Liebe evangelische Jugend!

Am Sonntag Okuli, 4. März 1934, findet die feierliche Eingliederung der evange­lischen Jugend in die Hi t l e r-Iuaend statt. Ich entbiete Euch zu diesem hochbedeutsamen Tage meine herzlichsten Grüße, danke Euch für Eure Treue, mit der Ihr bisher zu unserer Kirche gestanden habt und gebe der Erwartung Ausdruck, daß Ihr Euch auch fortan innerhalb der Hitler- Jugend als gute evangelische Christen und treu­deutsche Christen bewährt.

Ihr tragt nun den Namen und das Ehrenkleid des größten Deutschen, unseres Führers Adolf Hitler. Dieser Name legt Euch eine große Ver­antwortung und Verpflichtung auf. Je fester Ihr auf dem Boden des Evangeliums steht, desto treuer könnt Ihr diesen Dienst leisten.

Nützt die Abende und die Sonntage, die der evangelischen Jugendgemeinschaft gehören, fleißig aus, damit Ihr im Glauben gefestigte, starke und reine Menschen werdet.

Darmstadt, 2. März 1934.

Heil Hitler!

Euer Landesbischof gez.: Lic. Dr Dietrich.

Am Tage des Eintopfgerichts bewährt sich der Deutsche!

Am 4. März wird das vaterländische Gewissen jedes Deutschen wiederum geprüft, keiner darf sich national nennen, der sich an diesem Tage um das Eintopfgericht drückt oder die Sammler und Sammlerinnen mit ein paar Pfennigen abspeist. Jeder Deutsche, der die große Hol des Volkes mit­empfindet. verzichtet auf den gewohnten Sonntags­braten und läßt dos ersparte Geld restlos dem Minterhilfswerk zukommen.

Wie gering erscheint diese Geldspende im Ver­gleich zu dem, was die Schöpfer des neuen Reiches an Gut und Blut geopfert haben!

Wer in Arbeit und Brot ist, hat die moralische Verpflichtung, an den andern zu denken, den schwere Sorgen drücken.

Volksgemeinschaft darf kein leeres Dort sein. Rur der verdient den Ehrennamen eines Deutschen, der im Eintopfgericht verzichtet, um den bedrängten Volksgenossen zu helfen.

Am 4. März opfert der Volksgenosse für den Volksgenossen durch das Eintopfgericht! Volks- not verpflichtet jeden, der geben kann.

Die Gauführung des Dinterhilfswerks.

Gießener Wochenmarktpreise.

* G i e ß e n, 3. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,20 bis 1,25 Mark, Kochbutter 1,05 bis 1,10 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (in­ländische) 8, Wirsing (gelb), das Pfund 15 bis 18, (grün) 20 bis 30, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben-10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosen­kohl 25 bis 30, Feldsalat 120 bis 150, Tomaten 50, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 50, Schwarz­wurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3 bis 3'/- Pf., der Zentner 2,80 bis 3 Mark, Aepfel, das Pfund 15 bis 25 Pf., Birnen 15 bis 25, junge Hähne 80, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 35 bis 50, Salat 25 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35.

PornoNzen.

6 e s ka le n d e r für Samstag: Oberhesfrscher Kunstverein, 16 bis 17 Uhr, Turm- j)01!9 Brand Ausstellung. - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Viktor und Viktoria". Astoria- L-ichtspiele, Seltersweg:Flucht vor dem Gestern". Reichsverband Deutscher Handelsvertreter und Geschäftsreisender, 20,30 Uhr,Hotel Prinz Carl" Pflicht-Versammlung. Artillerie-Verein, 20 30 Uhr, Monats-Dersammlung mit Vortrag. Deut­sche Stenographenschaft, 20.30 Uhr,Stadt Lich" Vereins-Abend.

Tageskalender für Sonntag- NSDAP., 16 Uhr, Volkshalle, öffentliche Kund- gebung. Stadttheater, 19 bis 21,15 UhrHokus­pokus . Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Viktor und Viktoria". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Flucht vor dem Gestern". Physiologisches Institut, 11.30 Uhr, öffentlicher Vortrag über Physiologie. Evange- lische Stadtmission, Löberstraße 14, 20.15 Uhr, Vor­tragIrrendes Suchen".

*

♦♦ Straßensperre. Wegen Ausführung von Kanalisationsarbeiten wird auf der Provinzial- straße LichGrünbera die Ortsdurchfahrt Queck - b o r n vom nächsten Montag ab für jeglichen Ver­kehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Münster, Hohe Straße.

** Eine Schweinezwischenzählung findet am kommenden Montag, 5. März, statt. Man beachte die heutige Bekanntmachung der Bürgermeisterei.

♦♦ 8 0. Geburtstag. Der Bauassistent i. R. Karl Roth, Steinstraße 71, feiert am 4. März einen 80. Geburtstag in selten geistiger Frische und Regsamkeit. Trotz seines hohen Alters kann man ihn jeden Tag seinen Spaziergang in den Anlagen unserer Stadt machen sehen. Auch an den Gescheh­nissen der jüngsten Zeit, insbesondere an dem natio­nalen Neuaufbau durch unseren Volkskanzler Adolf Hitler, nimmt er regen Anteil.

** D i e Reifeprüfung an derStudien- a n st a l t. Am gestrigen Freitag nachmittag wurden an der Studienanstalt die Reifeprüfungen abge- chlossen. 23 Schülerinnen, die sich der Prüfung unterzogen, konnten sämtlich bestehen.

** D i e Vergebung von Lieferungen und Arbeitsaufträgen für das Wohl­ahr t s a m t betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.

** Städtische Brennholzversteige- rungen finden am Mittwoch und Freitag kom­mender Woche statt. Interessenten seien auf die heu­tige Bekanntmachung der Bürgermeisterei hinge­wiesen.

** Rindvieh. (Nutzvieh-) Markt findet am Dienstag nächster Woche hier statt. Der nächste Schweinemarkt ist für den 21. März vorgesehen.

** Das Museum im Alten Sch lo ß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

♦♦ Konzert im Eva n gelt scheu Schwe- st e r n h a u s. Man schreibt uns: Donnerstagabend brachte der Posaunenchor von Lang-Göns den Kranken des Evangelischen Schwesternhauses ein schönes und erhebendes Ständchen dar. Alle Bewohner des Hauses haben sich über die schön ausgeführten Musikstücke gefreut und mit großer Dankbarkeit wurden die.Darbietungen aufgenorn- men. Man findet wohl selten Gemeinden, die mit einem solchen ehrenhaften Schwung den Kranken des Hauses eine so erhebende Freude bereiten. Im Namen aller Kranken und Insassen des Hauses sei deshalb dem Posaunenchor herzlich gedankt.

** Vogelsberger Sänger im Rund­funk. Nach langer Pause hat der Südwestfunk nunmehr die auf dem Lande so beliebte Stunde des Chorgesanges wieder ausgenommen. Diese Stunde bedeutet Jür unsere Gesangvereine stets eine wertvolle Anregung. Besonders wird es aber begrüßt, wenn der eine oder andere Verein selbst vor das Mikrophon treten und fingen kann. So wird am Vormittag des 11. März der Gesangverein Liederkranz" von Ruppertenrod unter der Leitung von W. D a u p e r t - Ulrichstein im Süd­westfunk fingen. Der Verein wird Chöre hervor- ragender Komponisten des 20. Jahrhunderts fingen, in denen besonders der Geist des neuen Deutsch­land zu spüren ist. Einzelne Chöre werden auch mit Instrumentalbegleitung vorgetragen werden.

Studentische Winterhilfe.

Oie Gießener Studentenschaft zeigt Sozialismus der Tat.

Die Gießener Studentenschaft, Abt. Winterhilfswerk, hatte über 10 0 bedürftige Volksgenoffen zu einem warmen Mit­tagessen am Freitag in das Studentenhaus ein- le laben. Pünktlich 13.30 Uhr wurde das leckere Nah! ausgegeben. Nach dem Essen begrüßte der Führer der Gießener Studentenschaft

cand. iur. H. I. Adam

die Gäste und führte etwa folgendes aus:Ich reue mich, daß Sie unserer Einladung so zahlreich Folge geleistet haben und zu uns herauf ins Stu­dentenhaus gekommen find. Viele werden zum erstenmal dieses Haus von innen heute gesehen haben. Auch hier wird wahrer Sozialismus ge­pflegt, und besonders bei den Studenten soll die Forderung Adolf Hitlers wahr werden, daß jeder deutsche Volksgenosse in diesem Winter nicht hun­gern und nicht frieren soll. Wir hoffen, daß wir Sie noch öfters bei uns als Gäste sehen, damit Sie sich überzeugen können, daß

der Student von heute sich voll und ganz seiner Pflicht, die er Volk und Vaterland gegenüber hat, bewußt ist.

Innerhalb eines Jahres ist durch unseren Führer Adolf Hitler schon ein sehr großer Teil des Arbeitslosenheeres wieder zur produktiven Arbeit zurückgeführt worden. Natürlich ist die restlose Be­seitigung der Arbeitslosigkeit nicht von heute auf morgen zu erreichen. Ich will hoffen, daß Sie von hier den Eindruck mitnehmen, daß die Studenten von heute auch im Gei ft e Adolf Hitlers arbeiten und helfe n."

Bei einer Tasse Kaffee und Zigaretten begrüßte dann noch

der Rektor der Landesuniversität

die Gäste der Studenten. Er sagte, selbstverständlich wäre es besser, wenn jeder deutsche Volksgenosse in seinem eigenen Heim sein könnte. Er habe bemerkt, daß jeder mit etwas Leid hierher gekommen sei; aber als Rektor könne er ihnen versichern, daß d i e Studenten heute an allen Nöten des

Volkes Anteil nehmen. Unsere Studersten sind anders geworden. Wenn man früher einen Arbeiter nach einem Studenten fragte, so hatte die­ser nur den Eindruck eines Bierstudenten, der nächte­lang durchkneipt. Die Studenten von heute dagegen, die sich selbst oft durch ihr Studium hungern müs­sen, haben noch das eine mit ihren Vorgängern gemein, nämlich daß sie lustig find.

vielen Studenten ist es heute klar geworden, daß es für sie ein Vorzug ist, wenn sie studie­ren können; dafür wollen sie gern auf manche Annehmlichkeit des Lebens verzichten.

Ich will hoffen, fo schloß der Rektor, daß Sie heute einen kleinen Eindruck mitbekommen, daß bei den beschränkten Mitteln, über die die Studentenschaft verfügt, von diesen praktischer National- sozialismus gezeigt wird, und die Stunden, die Sie bei den Studenten hier verleben, noch lange in angenehmer Erinnerung bei Ihnen bleiben wer­den.

Der Kreisführer für das Winter­hilfswerk pg. Kloeß

dankte im Namen aller Anwesenden für die freund­liche Einladung und betonte, daß die Studenten und Dozenten

den BegriffSozialismus" voll verstanden hätten. Das habe sich auch gezeigt, als die Stu­denten sich beim Sammeln und Kartoffelnausladen mit ihrer ganzen Person für das Hilfswerk eingesetzt haben. Zum Schluffe brachte er auf unfern Volks­kanzler Adolf Hitler, dem es allein zu verdanken fei, daß es heute keine Klassenunterschiede mehr in Deutschland gäbe, ein dreifachesSieg-Heil!" aus, in das alle Anwesenden freudig einftinrmten.

Vor dem Studentenhaus machte der Gauphoto­graph Pfaff noch eine Gruppenaufnahme, damit jeder Teilnehmer eine bleibende Erinnerung an den Pssfuch bei den Studenten hat. Sehr erfreut waren die Beteiligten über die Mitteilung, daß Photo-Pfaff jedem kostenlos einen Abzug dieser Ausnahme zustellen will.

Die zweite Arbeitsschlacht in Oberhessen.

Anspannung aller Kräfte für die weitere Arbeitsbeschaffung.

Auf Einladung des Leiters des Arbeitsamts Gie- ßen, Regierungsrats Dr. L i st, fand gestern nach­mittag im Saale des Hotel Schütz eine Besprechung zwischen dem Leiter des Arbeitsamts Gießen, den verschiedenen Dienststellen der Partei, den Dertre- tern zahlreicher Behörden und den Vertretungen der Wirtschaftskreife über die weitere B e - schaffung von Arbeitsmöglichkeiten im Rahmen der zweiten Arbeitsschlacht statt.

Regierungsrat Dr. List

betonte in feinem einleitenden Heb erb lief zunächst, daß die Voraussetzung für den Erfolg dieser zwei- ten Arbeitsschlacht eng ft es Zusammenar­beiten zwischen allen Parteidienststellen, Behör­den und Wirtschaftsvertretungen sei, um dadurch eine einheitliche Stoßkraft zur Erreichung des Zieles zu gewinnen. Wichtig fei auch die Mit­arbeit des Finanzamts und der Gewerbeaufficht, wenn es sich um Maßnahmen für oder evtl, auch gegen die Betriebe handele.

Bei einer Reihe von Betrieben müsse noch manches anders werden, wenn es nationalsozia­listisch sein soll.

Es müsse auch darauf geachtet werden, daß man immer den richtigen W e g einhalte, z. B. müsse sich der einzelne Handwerksmeister über den Handwerksführer an die Handwerkskammer wen­den, damit an keiner Stelle ein Neben- einander aufkommen könne. Die Zuständigkeiten könnten natürlich nur insoweit gewahrt werden, als federführende Stellen dafür vorhanden feien.

Das Arbeitsamt fei beauftragt worden, die Ver­mittlung von Arbeitsstellen für alte Kämpfer besonders zu betreiben. Bevorzugt zu vermitteln feien die Angehörigen der Wehrverbände vor dem 10. Januar v. I., die Mitglieder der Par­tei mit der Mitgliedsnummer unter 300 000 und die Amtswalter, die länger als ein Jahr Amtswalter feien. Dieser Kreis dürfe nicht erweitert werden, be­vor die jetzige Aufgabe nicht restlos erledigt fei. Er für feine Person lehne eine derartige Erweiterung ab. Bisher feien 750 alte Kämpfer untergebracht worden, jedoch warteten immer noch rund 125 auf Arbeitsstellen. Dabei handele es sich z. T. um An- gcbongc von Berufen, die bisher nicht gerade von der Wirtschaftsbelebung betroffen worden feien, z. B. bas graphische Gewerbe, also um Volksgenossen, die 5"besonderen Anspruch darauf hätten, daß sie berücksichtigt würden. Durch die Unterbringung die- wenigen Leute werde bas Gedeihen der Wirt- gefährdet. Selbstverständlich müsse der Gesichtspunkt der Eignung beachtet werden.

Bis zum 1. 2Hal müßten die alten Kämpfer untergebracht sein. Das Arbeitsamt Gießen werde jetzt durch verstärkten Außendienst bei

jedem Betrieb auf diese volksgenosien besonders aufmerksam machen. Das Arbeitsamt werde es ablehnen, diese Hinweise etwa als Eingriff in die Wirtschaft auffassen zu lassen.

Die beschleunigte Lösung dieser Aufgabe sei not­wendig, denn der Führer wolle am 1. Mai ge­meldet haben, daß alle alten Kämpfer un­tergebracht seien. Dabei fei aber zu beachten, daß nicht der einzelne Betrieb direkt um die Einstellung angegangen werden dürfe, sondern die Zuweisung nur durch das Arbeits­amt erfolge.

Der Stand der Arbeitslofenzahl habe sich in Ober« dessen auch in diesem Winter trotz des ungünstigen Wetters im Dezember günstig entwickelt, frühere Rückschläge feien vollkommen wieder aufgeholt worden.

Am 1. März habe man in Oberhessen 7061 männliche und 390 weibliche Arbeitslose ge­zählt. Dieser Stand liege unter der Ziffer, die bisher überhaupt erreicht worden sei. Ge­genüber der höchstkurve vom Januar 1932 mit 17200 Arbeitslosen seien jetzt noch etwa 43 v.h. ohne Arbeit, also 57 v. h. seien untergebracht worden. Dieses Ergebnis liege weit über dem Reichsdurchschnitt.

Zur Zeit seien in Oberhessen 2840 Notstandsarbei­ten im Gange. Die Arbeiten der O b ft b a u m » Säuberungsaktion feien von großem volks­wirtschaftlichen Wert, da durch deren Ertrag auch die Bauern wieder kaufkräftiger und zu Abnehmern von Industrie und Handwerk werden würden. Während des Winters feien bei diesen Ar­beiten rund 2000 Mann beschäftigt worden. Er­freulich sei weiterhin, daß in den letzten Wochen die Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit auf dem Gebiete der Jnstandfetzungsarbeiten zu lebhafterem Abruf von Arbeitskräften geführt hätten.

Für die Stadt Gießen könne eine weitere Be­lebung von der Durchführung der Stadtrand­siedlung an der krofdorfer Straße erwartet werden.

Es feien bis jetzt 50 S t a d t r a n d f i e d l u n - gen an dieser Stelle mit je 1000 bis 1200 Quadrat­meter Land vorgesehen. Don Wichtigkeit sei hierbei natürlich auch die Eignung des Siedlers und feiner Frau, z. B. müsse Interesse für die Landwirtschaft vorhanden fein. Dabei lperde die aktive Mitwirkung der Siedler beim Bau bis zur Herstellung der ge­tarnten Siedlungen verlangt. Während dieser Zeit bekämen die Siedler natürlich ihre Unterstützung weitergezahlt, bis sie soweit seien, daß sie von ihrer Siedlung leben konnten. Das fei jÄoch nur ein

Anfang. (Beigeordneter Bartholomaus als Vertreter der Stadt erklärte in einer Zwischen­bemerkung, daß im Laufe des Mai noch 100 Klein­siedlungen hinzukämen.)

Die Reichsregierung gehe im neuen Jahre andere Wege als bisher. Vor allem richte sich das Haupt- augenmerf auf den Dau der Reichsautobahnen, die Stadtrandsiedlung, große landwirtschaftliche Sied- hingen und Meliorationsarbeiten. Jetzt müsse die Kraft zur Arbeitsbeschaffung sehr verstärkt werden. Dabei werde das Arbeitsamt die Initiative und das Eigenleben der Wirtschaft fördern und stärken, so­weit es das tun könne. Zum Schluffe forderte der Redner zur Erreichung des großen Zieles auch engstes Zusammenarbeiten zwischen den Unterneh­mern, der Deutschen Arbeitsfront, den Parteidienst, stellen, Behörden ufw.

Die Aussprache.

An der regen Aussprache beteiligten sich u. a. der Führer der Handwerkskammernebenstelle Gießen, Pg. Stüh le r, der Syndikus der Industrie- und Handelskammer Gießen Pg. Dr. Keim, als Ver­treter der Stadt Pg. kommissarischer Beigeordneter Bartholomäus und eine Anzahl Herren aus dem Gießener Wirtschaftsleben, ferner Regierungsrat Dr. L i ft. Im Verlaufe der Aussprache trat zutage, daß die Handwerkskammer und die Han- delskammer ihre Kraft und ihre Wirkungs- Möglichkeiten bereitwilligst in vollem Umfange für die weitere Arbeitsbeschaffung zur Verfügung stel­len werden. Erfreulicherweise konnte in diesem Zu­sammenhänge von dem Syndikus der Jndustrie- und Handelskammer Gießen betont werden, daß

die wirtschaft in Oberhesfen zwar in langsamer, aber stetig auswärtsgerichleter Entwicklung be­griffen ist und ein gesunder Optimismus volle

Berechtigung hat.

Selbstverständlich wurde auch von dem Vertreter der Gießener Stadtverwaltung die vollste Beritwilligkeit zur tatkräftigen Mitarbeit bei der Lösung der großen und vordringlichen Aufgaben der Arbeitsbeschaffung auf den verschiedensten Wirt­schaftsgebieten bekundet. Von verschiedenen Rednern wurden weiterhin die Beschäfttgungslage und die Arbeitsbeschaffungsmöglichkeiten, sowie die Absatz- verhältnisse in verschiedenen Wirtschaftszweigen er­örtert. Dabei wurde besonders auf die ungünstige Lage im graphischen Gewerbe und im Schreinerhandwerk hingewiesen, zugleich mit dem Wunsche, daß in diesen Branchen die Mög­lichkeiten zu vermehrter Arbeit und damit zur ver­stärkten Einstellung von Arbeitskräften geschaffen werden möchten. Mit Genugtuung wurde auf die Besserung der Beschästiaungslage im Bergbau und in der Industrie der Steine und Erden hingewiefen, wobei auch die Verdienste der Provinzialdirektion Oberhessen um die Steinindustrie durch Doroergebung von Aufträgen gebührend an­erkannt wurden.

Das Ergebnis.

Wenn man den Verlauf der Aussprache mit ihren vielfachen Anregungen und mit der starken Bereit- schäft aller Kreise zur eifrigsten Mitarbeit bei der Arbeitsbeschaffung rückschauend überblickt, so muß man sagen, daß diese Beratung ein verheißungsvoller Auftakt für den Kampf gegen die Arbeitsnot in diesem Jahre gewesen ist. Das Arbitsamt Gießen hat damit eine gute Aus­gangsstellung geschaffen.

Gewinnauszug

5. Klasse 42. Preußisch-Süddeutsche (268. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten

19. Ziehungstag 1. Marz 1934

3n der heutigen Vormittaasziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 ®etotnn« tu 6000 M. 112657

4 Gewinne zu 3000 M. 341400 388429

8 Gewinne zu 2000 M. 109300 120671 199281 350413

12 Gewinn» zu 1000 M. 63162 112359 262642

299870 317740 368207

82 Gewinne zn 500 W". 11672 40344 60091 62319 62928 63216 65887 67945 71563 78590 95917 99518 108419 122924 150945 152616

158177 177134 197047 200760 202824 213102

242442 254586 257078 270664 271439 286177

293689 297033 298214 303767 309514 333060

337139 366951 369489 370639 373640 382603

383320

420 Gewinn« tu 300 M.

1157 1292 2886

4211

6209 6139 7536 8904 1

1325 12785 14861

18904

18920 19028 32647 34202 34997 35055

36091

36503 36784 39737 44072 45383 47205

47373

47444 49366 51418 64776 60145 61653

61715

66522 69154 71226 72167 73942 75121

78621

79603 83640 84548 84787 85021 85067

88735

92747 93391 94386 95752 96024 96315

99078

100830 101294 102047

102767 102825

103347

105938 121869 122740

124476 125944

130863

133416 134096 134198

135781 137576

138898

140844 141844 143345

149541 156081

155889

162885 164780 167238

167321 168675

173062

176850 177299 179173

179948 182549

184387

184526 188107 189801

190367 190759

192078

194913 199157 200794

202418 203289

203766

203822 206025 206689

208942 209466

210323

211830 214514 216326

217296 218144

220770

227550 227782 234208

234890 236196

240774

242656 244825 249141

249176 250595

251201

252469 256833 257552

265561 266610

266885

267803 269653 270763

272874 273058

273354

273769 273868 276015

275016 278730

278738

279446 279472 283726

284047 286350

286684

287335 289368 290429

290443 291930

292161

292468 294124 295237

296096 297683

297764

303515 308846 310710

312105 312198

315908

318707 324008 327353

328743 330171

330296

332267 333707 339835

340302 341818

344376

345667 345776 346331

349044 349693

350186

354854 355906 362476

362782 363767

363993

367126 367847 368497

371950 376195

379851

380685 382445 383277

383302 383859

383971

385052 387277 388393

393328 393454

397830

103409 116438

126853 148010 162502

178637 200810

218877 222949

231883 247515

260992 284492 293413

318069

330753 355186

371129

104082 121278

131384 150157

164978 188901

213011 220814

226006 240474

250712 273772 287448

307100 322570 340967 359189

383939

107532 121380 134340 156740 171894 195138 213421 222165 227826 242158

252811 274668

289549 309237 328233 341829 359813 385481

113325 121498 135204 156217 172691

196546 216529 222576 229917 242668 254043 276207 289578 314224 328753 347939 361693

393621

103807 118999 129254 149447 162781 179318 210369 219838 226761

236455 247790 267955 287378 307074 321510 339104 359066 380635

114659 123712 138946 158862 176113 200407 217216 222784 230125 244350 255892 281940 291582 317369 328899 350243

82771 285375

229305 34514S

4 Dewinn« gu 10000 M.

4 Gewinn« |u 5000 M.

Ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

6 Gewinn« zu 3000 QU.

6 D«winn« tu 2000 M.

14 Gewinne tu 1000 W.

19420

124970

6002

275419 287297 72349

343682

393571

123178

198805 235557 329419

362457

34 Gewinn, tu 600 M.

37620

67719

91472

118070 118577 143676

255235

260712

268023

270316 281212 335048

367241 383192

335467

335796

361247

296 Gewinn« zu 300 SOL

1142 3424 5689

6601

10808 12316 16027 18488 24354

26573

27347

34181 39017 40472 40730 43133

I 44566

60580

62152 63397 66272 68939 62976

65092

69043

71787 72071 73882 74665 79851

85587

86644

87707 93064 94821 95329 96083

I 96221

101506