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sich nicht von Grundstücksspekulanten und Güter­schlächtern unterschieden, nur noch wenig mehr als 30 Gesellschaften zugelas­sen, in denen das Reicbsernährungsministerium und der Reichsnährstand seine Vertreter hat. Die gesamte Finanzierung der Siedlung, die Abrech­nung über jedes einzelne Verfahren unterliegt nunmehr der Kontrolle des Reiches.

Nachdem unter Mitwirkung des Reichsnährstan­des und des Rasseamtes der SS. die. Sicherheit für die richtige Auswahl der Neubauern gegeben ist, galt die nächste, aber fast auch schwerste Sorge der L a n d b e s ch a f f u n g , die unter dem Einfluß der Osthilfe, Der Entschuldungsmaßnahmen aller Art und des Dollstreckungsschutzes immer schwieri­ger wurde, zumal die Landankäufe von vornherein ausgerichtet find auf die unter normalen Verhält­nissen tragbare Rente des Bauernsiedlers. Trotz der eingreifenden organisatorischen Verände­rungen und der oft recht schwierigen Aufräumungs­arbeit auf finanziellem Gebiet gelang es in den letzten Monaten, rund 400 000 Morgen Land f ü r Bauernsiedlungen fest au kaufen, so daß mit dem Landanfall, der sich zwangsläufig aus dem Entschuldungsverfahren er­gibt, allen Widerständen aum Trotz das geplante Vorhaben 1934 sich durchführen lassen wird.

Im Zusammenhang mit diesen Ausführungen

ist nur wenig Raum, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Bauernsiedlung für die Siedlungsbezirke zu erläutern. Durch Erlasse des Reichsernährungsministers wurde schon zu Beginn des Winters im Hinblick auf das Vorhaben 1934 den Siedlungsträgern Weisung gegeben, Baustoffe und Baumaterialien in weitestem Umfang in Auf­trag zu geben, so daß teilweise die Ziegeleien und die in Betracht kommenden Industrien nicht nur voll beschäftigt waren, sondern kaum noch den An­forderungen gerecht werden konnten. Es wurde da­für Sorge getragen, daß das bodenständige Klein- und Mittelhandwerk in aus­reichendem Maße mit Aufträgen versorgt wurde und die Wirtschaftsbelebung solchen Gegenden zu­gute kam, die arbeitsmarktlich besonders schwere Sorgen hatten. So hat die Neubildung deutschen Bauerntums im nationalsozialistischen Sinne sich schon vor Beginn der eigentlichen Siedlunasarbeiten wohltuend auswirken können. Zuversichtlich gehen wir trotz mancher Erschwerungen ans Werk in der Hoffnung, daß in den neutzegründeten deutschen Bauernhöfen und -dörfern bäuerliche Kultur und bäuerlicher Gei st Einzug halten und Menschen darin leben, die aus Pflichtgefühl gegenüber dem Volksganzen tatkräftig für den Aufstieg unseres Vaterlandes kämpfen.

Geschichten aus aller Welt.

Eine Ttaatseiscnbahn, die das Mittagessen serviert....

() Southampton.

Soeben hat man in Southampton dieStaats­eisenbahn" des Maharadjas von Gwalior verladen. Seine Heimat ist die Provinz Scinde in Nordwest­indien. Wenn man die Landkarte betrachtet, wird man erstaunt fragen, zu welchem Zweck sich ein so kleiner Maharadja eine Staatseisenbahn leistet. Nun wir können beruhigen: Der Zug war in drei Kisten verpackt. Er besteht aus reinem Silber in Maschine und Wagen und Schienen, dafür ist er aber auch nur em Tischzug. Eine Maharadja- laune, die vor 27 Jahren Gestalt annahm. Damals mußte eine Firma in Northampton einen richtigen, naturgetreuen Zug bauen, aber so klein und so fein konstruiert, daß er das Mittagessen servieren könne.

Zur Generalrevision, weil der Maharadja dem­nächst ein Jubiläum feiern will, hatte er den Zug nach England geschickt, von wo man ihn jetzt, in allen Teilen gründlich überholt", zurückschickte.

Seine Technik ist folgendermaßen: Die zum jeweiligen Gang gehörigen Genüsse des fernen Indien werden auf den Zug gepackt- und fahren nun mit natürlich gemäßigtem Tempo rund um den Tisch. Kommt gerade einWaggon" mit einer gewünschten Speise an dem eßfrohen Gast vorbei, dann drückt er auf einen neben seinem Platze an­gebrachten Knopf. Und schon steht der Zug still, um sich erst wieder in Bewegung zu setzen, wenn

Kock des Schiffes sofort in die Stadt,um Ein­käufe zu machen" und kehrt mit einem ganzen Käfig voll lebender Tauben an Bord zurück, was durchaus nicht auffällig ist, da er sie, wie er vor­gibt, für die Schiffsküche schlachten will. Statt dessen jedoch befestigt er unter ihren Flügeln die be­stellten Opiumtuben und läßt sie frei. Kurze Zeit darauf ist dann der Taubenhalter im Besitze Der bestellten Ware.

Vorläufig stehen die Behörden, wie dasSoera- baja Handelsblad" berichtet, diesem Treiben völlig machtlos gegenüber. Man müßte, meint das Blatt, für diesen Schmuggel in der Luft Polizeitauben so ähnlich wie die Polizeihunde auf dem Land ab­richten können...

Wo ist das Kind geboren?

C.R. Athen.

Die Athener Zeitungen meldeten, daß in einem Abteil des Personenzuges LarissaAthen eine Frau einem gesunden Knaben das Leben schenkte. Mitten aus der Fahrt, beim Rollen und Rattern des Zuges, das die erste Musik für den neuen Erdenbürger bedeutete. Nun aber tauchte die Frage auf, wo ist das Kind eigentlich geboren? Wie erfolgt die Ein­tragung in die Geburtsmatrikel? Wenn der Junge zur Schule kommt und nach feinem Geburtsort ge° fraqt roirb, müßte er von Rechts wegen antworten: zwischen Acharnä und Athen. Oder genauer: am Kilometerstein 325 der Strecke LarissaAthen. Aber da er diese Ortsbestimmung unmöglich in die Geburtsurkunde des neuen Erdenbürgers eintraaen kann, steht der Matrikelbeamte vor einer großen Schwierigkeit. Da man gerade mit der Ausarbei­tung eines neuen Gesetzbuches in Griechenland be­schäftigt ist, schlagen die Athener Blätter vor, eine besondere Regelung für bteroüenb" geborenen Erdenkinder einzufügen.. M

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Man mutz sich zu Helsen wissen!

(th.) Neuyork.

In einer amerikanischen Funkzeitschrift plaudern bekannteProfessionals" des Mikrophons über ihre Erlebnisse und Erfahrungen, über Mißgeschicke und Zwischenfälle, die ihnen bei ihren Rundfunkvor- trägen widerfuhren. Unter anderen erzählt ein Professor einer amerikanischen Universität, der bei den Rundfunkhörern als lebendiger und eindring­licher Plauderer über wissenschaftliche Probleme beliebt ist, über eine Erfahrung, die er einmal vor dem Mikrophon gemacht hat.

Eines guten Tages stand er wieder einmal im Senderaum und entwickelte auf Grund feines vor ihm liegenden Manuskriptes in gefälliger, volks­tümlicher Art feine Gedanken zu einem bestimmten Thema, als er beim Umwenden des Manuskriptes «die niederschmetternde Entdeckung machte, rabe bie wichtigsten beiben Blätter 4 unb 5 des Manuskriptes fehlten. Sie enthielten Ziffern­material, das den wissenschaftlichen Kernpunkt seines Vortrages bildete, und das er selbstverständ­lich nicht im Kopse hatte. Wahrscheinlich hatte er die beiden Blätter zuhause liegen gelassen ober gar unterwegs verloren.

Was tun? Professor M. ist nicht nur infolge feiner langen Rundfunkerfahrung mit der Radio­technik sehr vertraut, sondern auch ein begabter Ge­räuschimitator. Nach kurzem Ueberlegen begann er fürchterlich zu keuchen, sich zu räuspern und ließ ein langgezogenes Geheul ertönen, womit er bei allen Hörern Den Eindruck einer Störung durch Rück­kopplung hervorrief. Eine halbe Minute später brach er dieses Geräusch ab und las seelenruhig von Blatt 6 seines Manuskriptes an weiter.

Fern Andra heiratete ihren früheren Gatten wieder.

th. Los Angeles.

Der einst weltberühmte Filmstar Fern Andra, der lange Zeit in Europa lebte, macht jetzt durch eine aufsehenerregende Heirat (genauer gesagt: Wiederheirat) von sich reden. Fern Andra hat ihren früheren Gatten Jan Keith, von dem sie geschieden worden war, wiedergeheiratet.

Jan Keith ist ebenfalls eine Größe der amerika­nischen Filmwelt. Fern Andra stammte aus Watseka im Staate Illinois, kam aber schon als Kind nach Europa, wo aus der kleinen Deutschamerikanerjn eine gute Schauspielerin wurde. Ihr erster Mann war ein Neffe der vormaligen Kaiserin Zita von Oesterreich, Baron von Weichs, der im Kriege fiel. Fern Andra heiratete später den Mittelgewichts- Boxer Kurt Prenzel. Aber diese Ehe hielt nicht lange.

Auch Jan Keith hat eine bewegte eheliche Ver­gangenheit. Er wurde von der Schauspielerin Purka Blanche geschieden, um Miß Clayton zu heiraten. Diese Miß Clayton stemmte sich sehr gegen eine Scheidung und verhinderte über ein Jcchr lang in Los Angeles die erste Heirat zwischen Jan Keith und Fern Andra.

Im letzten Dezember wurde die Filmwelt in Los Angeles mit der Nachricht überrascht, daß die Ehe mit derBaronin", wie Fern Andra genannt wird, ein Fehlschlag gewesen sei. Nun freilich war die Ueberraschung nickt geringer, als man erfuhr, das Jan Keith und Fern Andra sich wieder ver­heiratet haben.

Ein eheliches Hin und Her, über das man in Europa den Kopf schütteln wird, und über das man auch in Amerika staunt. Allerdings sollen rein wirtschaftliche Gesicytsvunkte bei der Wiederver­heiratung eine sehr wesentliche Rolle gespielt haben. Don beiden Seiten waren Entschädigungsansprüche angestrengt worden, und da die beiderseitigen For­derungen bewilligt worden waren, hätten sich die ehemaligen Ehepartner gegenseitig finanziell ruinie­ren können. Sie zogen es vor, wieder zu heiraten.

der Gast sich bedient hat. Kein Diener erscheint während der ganzen Mahlzeit in dem Eßraum. Wenn ein Gericht genügend serviert ist, legt der Maharadja eine Weiche herum und der Zug rollt fröhlich in die Küche hinaus, wo er mit neuen Leckerbissen beladen wieder auf dieReise" geschickt wird.

Der Specht als Detektiv.

z. Paris.

Es braucht nicht immer die Sonne zu fein, die etwas an den Tag bringt. Nach den letzten großen Skandalen in Frankreich haben selbst in den klein­sten Gemeinden Kassenrevisionen stattgefunden, denn man kann ja nie wissen. So auch in dem kleinen Cevennenstädtchen Montpözat (Departement Ardecne), mit dem betrüblichen Ergebnis, daß man in der Gemeindekasse einen Fehlbetrag von 4000 Franks entdeckte. Der sofort ins Gebet genommene Kassenverwalter M. schwur Stein und Bein, mit diesem Fehlbetrag nicht das geringste zu tun zu haben. Man hielt im Hause seiner verheirateten Schwester, bei der er wohnte, eine Haussuchung ohne Den geringsten Erfolg ab, und da sich M. auch während der letzten Zeit nicht durch ungewöhn­liche Geldausgaben verdächtig gemacht und sein gewohntes bescheidenes Leben weitergeführt hatte, konnte man ihm nichts anhaben. Man beurlaubte ihn allerdings vom Dienst und beobachtete ihn einige Zeit, ohne irgendwelche Beweise für seine Täterschaft ausfindig machen zu können.

Bis kürzlich ein Waldwärter in der Nähe von M.s Haus, das etwas außerhalb des Städtchens liegt, eine merkwürdige Entdeckung machte. Der Wärter beobachtete einen Specht, der, etwa hundert Meter von dem Hause entfernt, eine Buche be­klopfte. Plötzlich flatterte ein Papier von dem Baumstamme herab, und als der Wärter es auf­hob, hatte er einen Hundert-Frankschein in Der Hand. Dem einen folgten noch drei andere, und als die von dem Finder heimlich herbeigeholte Polizei den Baum erstieg, entdeckte sie hoch oben im Stamm eine natürliche Höhlung und in dieser noch weit über dreitausend Franks. Der sofort vor das corpus delicti geführte M. gestand schluchzend, dieses Geld aus der Gemeindekasse entwendet und in der durch Rindenstücke maskierten Höhlung des Baumes versteckt zu haben. Bon dem Gelds fehlten lediglich 40 Franks, mit denen er eine Schuld bei seinem Fahrradhändler bezahlt hatte. Die Ein­wohner von Montpszat aber wünschen dem braven Specht, der sich hier als erfolgreicher Detektiv be­tätigt hat, die Ehrenlegion...

Opiumschmuggel mit Brieftauben.

(a) Arnsterdarn.

Mit aller Energie bekämpfen die niederländischen Kolonialbehörden auf Java, Borneo und Sumatra den chinesischen Opiumschmuggel, und Opiumpolizei und Zollbehörde haben auch schon recht greifbare Ergebnisse aufzuweisen. Die meisten Gaunereien der Opiumschmuggler sind im Lause der letzten Zeit aufgedeckt worden, bis man nun hinter einen neuen raffinierten Trick der auf den Inseln lebenden Chinesen gekommen ist, sich das so begehrte Rausch­gift, dengöttlichen Mohnsaft", unbehelligt zu be­schaffen.

Man hat nämlich festgestellt, daß die in Soera- baja, Sidoardjo, Bangil und Malang wohnenden Liebhaber des Opiums in letzter Zeit eine merk­würdige Passion für Brieftauben besaßen. Sie kauften sich meist ein Dutzend dieser Tiere, und wenn sie bei ihrem Zwischenhändler im Hafen eine Opiumbestellung aufgaben, ließen sie für jede ge­kaufte Opiumtübe eine Taube bei ihm. Läuft nun das Opiumschiff den Hafen an, so begibt sich der

Die Krau im neuen Volksstaat.

Von Paula Giber, Referentin für Frauenfragen im Reichsministerium des 3nnern.

Im Geist Des Nationalsozialismus ist Das Wort Volksgemeinschaft" zu einem verantwort­lichen Begriff geworden. JeDes einzelne GlieD Des Volksganzen, einerlei, ob Mann oder Frau, ob arm oder reich, ist in diese Volksgemeinschaf hinein­gestellt und in ihr zum Diener dieses Pflicht­begriffes geworden. Im Nationalsozialismus ist der einzelne Mensch nicht mehr nur Einzelwesen, son­dern er ist Teil eines Ganzen und als solcher dem Ganzen untergeordnet und verantwortlich. Jeder hat von Dem Platze aus, auf Dem er steht, Dienst am Volksganzen zu leisten: Männer auf Männerart, Frauen auf Frauenart.

Die Verpflichtung unD Verankerung Der Frau im Volk aber wurzelt in ihrem Muttersein unb ihrer MuttersenDung. Und von diesem Muttersein her bindet erstmalig der Nationalsozia­lismus die Frau in die ihr von Gott gesetzte, eigen- mertige Aufgabe ihres Frauendienstes an Leben und Volk. Das Bekenntnis des Nationalsozialismus zur Frau aber sagt, daß im Schoße der Frau dieZukunstdesVolkes ruht und in ihrer Seele das Herz eines Volkes. Eine tiefere Verwurzelung von Frau und Volkstum, eine größere, aber auch verantwortungsvollere Aner­kennung und Verpflichtung dieser tiefen Verwurze­lung kann es nicht geben.

Wie keine andere Weltanschauung baut der Nationalsozialismus den Begriff Volk und Volks­gemeinschaft auf der Familie auf als der Keim­zelle des Volkes und folgert aus den hier von der Natur geschaffenen ewigen Gesetzen seine Erkennt­nisse für das Volk und die Volksgemeinschaft. Dar­um, wie in der Familie Mann und Frau den andersartigen, aber gleichwertigen Gesetzen des Lebens Dienen und nur durch ihre artgemäße Er­gänzung beide zusammen am Werke Gottes und der Familie arbeiten können, verlangt die innere Gesetzmäßigkeit in der Gestaltung des Volks- und Staatslebens dieArtergänzungvon Mann und Frau, zu der beide als schaffende und tragende Kräfte berufen sind.

Aus den Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte ist es unmöglich, eine Wertung dieser beiden großen Lebenskräfte Mann und Frau abzuschätzen. Ein Männerstaat, der das hohe Gesetz der Achtung vor dem Muttersein vergißt, wird an seinen beiseite geschobenen und unterwerteten Müttern sich inner­lich zersetzen und daraus folgernd an seinen un­geborenen Kindern sterben. Andererseits aber wird ein Staat, der die Ueberroertung der Frau lebt, an seinen verweichlichten Männern zugrunde gehen, weil er das Leoensgesetz der Kraft, das der Lebens- fchöpfung vorausgeht, zertreten hat. Heute leben wir den Sieg des Nationalsozialismus über das verweichlichte Zerbrechen der letzten Jahrzehnte in einem starken Mannesringen um neuen Aufbau und neue Volksgestaltung. In diesem Mannes­ringen um neue Dolksgestaltung ist aber bereits klar und deutlich Das Bekenntnis zum Lebenswillen unh Lebenmüssen Des Volkes ausgesprochen, D. h. aber nicht mehr und nichts weniger als das Be­kenntnis zum Muttersein Der Frau.

Alle tragenden, helfenden und pflegenden Kräfte, die in der Volkserhaltung, Volkserziehung, Volks- Hilfe und Volkswirtschaft verlangt werden, sind Kräfte fraulicher Art, die organisch zur Lösung der großen Aufgaben der Volksgemeinschaft die Mitarbeit der Frau bedingen. Den Dienst der Volkserhaltung lebt die Frau in ihrer leiblichen Mutterschaft, und heute, da wir aus der unnatür­lichen Entwicklung der hinter uns liegenden Ver­fallsjahre in Gefahr sind, ein sterbendes Volk zu werden, ist die Erkentnis dieser naturgesetzten, leib­lichen Mutterschaftsverpflichtung erstes Gebot der nationalsozialistischen Frau als Dienst an ihrem Volke.

Aber die höchste Berufung der Frau ist nicht die, Kinder nur zu gebären, sondern Die, bewußt und aus der ganzen Hingabe ihres Mutterseins und ihrer Mutterpflicht heraus ihrem Volke Kin­der zu erziehen. Und hier beginnt der große Aufgabenkreis der seelischen Muttersendung, zu der nicht nur die verheiratete Frau berufen ist, sondern die jeder Frau, einerlei ob verheiratet oder un­verheiratet die Erfüllung ihrer naturgesetzten Auf­gabe am Lebens- und Volksdienst ermöglicht Die weitaus größte pädagogische Arbeit in einem Volke leistet die Mutter als erste Erzieherin des Men­schengeschlechtes. Das ist grundlegende Erkenntnis und von ausschlaggebender und verpflichtender Be­deutung für alle Gesichtspunkte der Heranbildung eines geistig reifen foroie seelifch und körperlich ge­sunden und starken Frauengeschlechtes.

Die Mutter ist auch die Vermittlerin zu Volk und Volkstum, dem sie und ihr Kind angehören. Denn sie ist die Bewahrerin ferner Kultur, die sie in Märchen, Sagen, Spielen und Gebräuchen ihrem Kinde bestimmend für sein ganzes späteres Verhältnis zu feinem Volke mit auf den Weg gibt. Auf dem Gebiete Der Volks­erziehung und Volkskultur arbeiten neben der Mutter Scharen von unverheirateten Frauen als Lehrerinnen in allen Schulen weib­licher Jugendbildung und Juaendertüchtigung sowie der Kinderbetreuung: in Kindergärten, Horten, Jugendheimen, Waisenhäusern und in all den großen Aufgaben nationalsozialistischer Wohlfahrts­pflege, die nicht nur an die augenblickliche Befriedi­gung bestehender Notzustände denkt, sondern zu den Ursachen der Not vordringt, wo jede wahre Hilfe zur Volkserziehung wird.

In den großen Aufgabenbereichen des neu ge­stalteten Frauenarbeitsdienstes und dem vor seinem endgültigen Aufbau stehenden Mütterdienst berühren sich bereits die kulturellen Frauenauf­gaben mit den sozialen Aufgaben der Frau im Volksdienst. Das Aufgabengebiet der Volkshilfe ist fast unbegrenzt. Und hier sind gerade der un­verheirateten Frau die, wenn auch oft bitter schwe­ren, so doch schönsten Aufgaben des seelischen M u 11 e r f e i n s gegeben. Denn hier ist ein ganzes Volk, das Die Frau braucht in Der Not Des Leibes unb in Der Not Der Seele, in wirtschaft­licher unD seelischer BeDrängnis unD Verirrung, in Verlassensein unD Familiennot.

Don nicht zu unterschätzenDer BeDeutung ist Die Aufgabe Der Frau in Der Volkswirtschaft als Sachwalterin von 75 v. H. Des gesamten Volks­einkommens unD Die Aufgabe her Frau in Der LanDwirtfchaft, Denn eine gefunDe bäuerliche Wirtschaft ohne eine gesunde und tüchtige Bäuerin ist ebenso undenkbar wie eine gesunde Siedlungs­politik ohne verantwortungsbewußte Mitarbeit der Frau.

Alles das ist im Rahmen der nationalsozialisti­schen Volksgemeinschaft eigenwertiges Frauenauf­gabengebiet, das der Nationalsozialismus der Frau nicht nach Laune und Zeitvertreib überläßt, sondern ihr zu verantwortlicher Pflichtaufgabe und Be­rufung übertragen hat. Ob wir wollen oder nicht, wir sind alle hineingestellt in eine unendlich große Zeit der Neuwerbung. Wir müssen die Kämpfe und Opfer der großen neuen Volkswerdung mit gläubi­gem Herzen leben und sie aus Diesem gläubigen Herzen bejahen. Dann werben wir aus her Opfer­kraft beutscher Frauenherzen heraus b e n rech­ten Weg finben, auf bem wir uns nach Auf­gabe unb Eigenberufung bas neue Frauenleben bauen, bas ein Leben heiligen Mutterbienstes ist in ber kleinen Zelle her eigenen Familie sowohl wie in ber großen Verpflichtung unb ben großen Der Frau zugewiesenen Volksausgaben ber national­sozialistischen Volksgemeinschaft.

Sie Heimalzeiümg im Vauemhaus.

Äon Max Griesheimer.

(Nachbruck verboten.)

. Aber auch bie Zeiten finb herum, wo man glaubte, bie Zeitung währenb bes Sommers entbehren zu können ..."

Wenn bie Zeitung ins Bauernhaus kommt, ver­schnauft sie zuerst ein wenig nach ihrem wilben Tempo burch bie Rotationsmaschine, ben Versanb- raum, zur Post, Bahn, zum Auto, in bie Hanb bes Austrägers! Der Bauer lieft keine Zeitung steh- lings ober gar neben ber Arbeit her, wie es viele unrastvolle Stäbter tun; er wartet, bis ihm ber Tag eine Stunbe Ruhe gönnt; dann setzt er sich an den Tisch, breitetfein7' Blatt vor sich aus unb lieft bas, was ihn gerabe freut.

Am Abenb, kaum baß ber Eßtisch ab geräumt ist, kommt bie Zeitung wieher zum Dorfchein. Der älteste Sohn hat sie griffest in ber Hanb unbver­schlingt" mit ernster Miene so ziemlich alles, was feinen Wissensburst zu stillen unb feinen Geist wei­ter zu beschäftigen vermag. Er weiß: heutzutage ist ber Bauer voll eingeschaltet in ben Lauf bes öffentlichen Geschehens; er muß über gar Vieles unterrichtet fein, muß Rebe unb Antwort stehen können, ober man wirb nicht alsvoll" genommen. Heute, ha bie halbe Welt in Gärung unb vor schwe­ren Entscheibungen steht, im eigenen Vaterlanb bie Neuwerdung täglich Altes, Unbrauchbares über ben Haufen wirft, fall ein Mensch noch ohne Zeitung auskommen?! Das würbe für ben tatkräftigen unb verantwortungsbewußten Bauern etwa soviel be­deuten, wie für die Bäuerin bie Zumutung: bu barfft zum Brotbacken fein Salz mehr verwenben! Nein! Ohne Zeitung kommt man nicht mehr aus.

Aber auch die Zeiten sind vorbei, wo man glaubte, die Zeitung während des Sommers entbehren zu können; nichts wäre schädlicher als das! Der Bauer, heute wieder ber erste und wichtigste Stand im Staate, steht auch in diesem Sommer noch ganz besonders im Brennpunkt der agrarfreundlichen Regierungspolitik und fein Organ und feine Einrichtung ist so wie die Zeitung dazu berufen, dem Bauer all das aus­zudeuten und verständlich zu machen, was Tag um Tag an Neuem in fein Leben und Wirken tritt.

Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen dem Bauer, der das ganze Jahr mit Interesse und Bil­dungseifer eine Zeitung liest und vielleicht seinem Nachbar, der das nicht tut. Weich' gespanntes Auf­merken, welch' ein Fragen unh kurzweiliges Disku­tieren beleben bie Stunben ber Familie, wo, wie bas vielerorts geschieht, bie Mutter unb ber Vater mit erwachsenen Söhnen unb Töchtern interessante Nach­

richten, spannenbe Romane, allerhand abenteuer­liche Kurzgeschichten, Aufsätze über Haus unb Hof, Haushalt, Gesundheitspflege, Erziehung unb butzenbe anbere, teils auch lustige Dinge einanber laut Vor­lesern

Man frage auch ben Lehrer, er weiß es, um wieviel geistig reifer bie Kinber aus ben Fa­milien finb, in Denen im Verlaufe bes Jahres hunbertemal Dinge aus Welt unb Leben von ben Erwachsenen gemeinsam besprochen werden, über die die Zeitung berichtet hat. Die Kinder hören zu, und wenn sie auch nicht alles verstehen, so werden sie doch zum Denken, Sinnieren unb Fragen an­geregt.

Die gute Heimatzeitung

wirb ihnen neben ber Schule mit zum Führer auf bem Weg in bas Leben.

Welcher Bauer weiß gewöhnlich nicht, was bas Vieh unb bie Erzeugnisse kosten? Natürlich berjenige ber aus falscher Sparsamkeit keine Zeitung lieft unb nur auf Fragen angewiesen ist. Unb wieviel ge­winnt bie Bäuerin, bie jahraus, jahrein aus bem Anzeigenteil ihrer Zeitung genau erfährt, was bie xWolle, was bie Strümpfe, Schuhe, Kleiber, Kolo­nialwaren unb bie vielen sonstigen Haushaltungs­artikel kosten!

Der Bauer, und sei es auch der kleinste, mutz, wenn er nicht schweren Schaden erleiden will, das ganze Jahr hindurch, also auch im Som­mer, seine heimalzeilung lesen.

Die Heimatzeitung berichtet nicht nur über alles Wissenswerte aus aller Welt unb hält ben Bauer über alles Wirtschaftliche unb Berufliche auf bem ßaufenben, fonbern die Zeitung ist auch, wie bereits gesagt, ein hervorragendes Bildungsmittel für Die gesamte Bauernfamilie.

500000 HM. für Wohlfahrt und Kraft durch Freude".

Die AD am Opel AG., Rüsselsheim hat jetzt ihren Geschäftsbericht für bas vergangene Jahr 1933 vorgelegt. Die Bilanz schließt mit einem Ge­winn von runb 5 Millionen Mark ab, ber zur Minberung ber in ben Vorjahren entstanbenen Unterbilanz Verwenbung sinbet.

Soeben wirb bekannt, baß von ber Firma für bie Werkswohlfahrt (Abam-Opel-Gebächtnisstiftung), für sportliche Zwecke unh zur Verwirklichung bes großen GebankensKraft burch Freube" eine Spenbe von fünfhunberttausenb RM. zur Verfügung gestellt worben ist.