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dach sehenswert) und dann nach Bad Salzhausen sührte. Hier machte man kurze Rast und begab sich dann wieder auf den Heimweg.

Kreis Schotten.

x Schotten, 1. Nov. Die Deutsche Ar­beitsfront, Kreiswaltung Schotten, hielt am Dienstagabend in der dichtbesetzten Turn­halle anläßlich der Eingliederung der DAF. m die Partei eine Massenkundgebung ab. Nach einleitenden Musikstücken der Sturmbannkapelle unter ihrem neuen Leiter Span genberqer begrüßte Kreiswalter der DAF. Schneldmul- ler die Versammlung. Pg. Uhl.ch aus Schlüch­tern hatte das Referat für den Abend übernommen. Die ieüiaen Nooembertage mahnen, fo führte der Redner u a. aus, an die großen Geschehnisse des g November. Es ist das größte Verdienst des Füh- rers alle schaffenden Menschen der Stirn und der Faust zu einer Einheit verschmolzen und dem deut­schen Arbeiter wieder sein Vaterland lieb und wert gemacht zu haben. Die ganze Welt schaue auf uns, wie wir das große Arbeitslosenproblem anpackten und lösten. Die nationalsozialistische Bewegung sei weit mehr als eine Lohn- und Arbeitsfrage; ein geistig und menschlich hochstehendes Volk von kulturellem Höchststand wollen wir erziehen und feine Wider- standsfähigkeit stärken. Großer Beifall folgte den Ausführungen, wie auch dem Schlußwort, das der Redner sprach. Kreiswalter Schneidmüller sprach den Dank der Versammlung aus. Deutsch­landlied und Horst-Wessel-Lied folgten. Die Fahnen wurden feierlich aus dem Saale geleitet.

Kreis Alsfeld.

ll. Merlau, 1. Nov. Anläßlich des 400jährigen Jubiläums der Lutherbibel fand gestern abend im hiesigen Gotteshause eine Feier statt. Sie wurde eröffnet durch einen Kanon, gesungen von den Kon­firmanden und der evangelischen Jugend unseres Dorfes. Darauf folgten einige Vorträge der Konfir­manden. Die Jugend sührte dann das Festspiel Luther der Kämpfer" auf. Pfarrer K a l b h e n n zeichnete in seiner Predigt ein Bild von den Vor­gängen und der Sprache der Reformationszeit.

00 Nieder-Ohmen, 1. Nov. Gestern ereig­nete sich im Steinbruch einer hiesigen Firma ein schwerer Unglücksfall. Durch den während des ganzen Tages niedergegangenen Regen kamen Erd- und Steinmassen ins Rutschen und begruben im Niederbrechen den 28jährigen ver­heirateten Konrad Guntrum unter sich. Der be­dauernswerte Mann erlitt einen Unterschen- k e l b r u ch und mußte durch die Freiwillige Sani­tätskolonne von Gießen in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

§ Nieder-Ohmen, 31. Okt. Dieser Tage ha­ben in den Waldungen des Forstamts Nieder- Ohmen die Holzhauerarbeiten begonnen. Dabei fanden wieder etwa 25 erwerbslose Volks- aenossen Arbeit und Brot. Der Rest der Erwerbs­losen findet jetzt noch Arbeit und Brot bei einer Notstandsarbeit in dem Nachbarort Elpenrod.

# Ruppertenrod, 31. Okt. Die Holz­hauerarbeiten in den Freiherr!. Riedeselschen Waldungen der Revierverwaltung Ober-Ohmen haben seit einigen Tagen begonnen. Die hiesige Rotte ist schon beschäftigt, während die von Ober- Ohmen in Kürze mit der Arbeit beginnen wird. Die Holzhauer von Unter-Seibertenrod haben ebenfalls mit der Arbeit begonnen. Im Bereich der Revierverwaltung Ober-Ohmen ist dadurch einer größeren Anzahl Arbeiter Erwerbsmöglichkeit ge­boten.

# Ober-Ohmen, 29. Okt. Gestern abend fand hier im Saale derKrone" eine Versammlung der NSDAP, mit Pg. Schäfer- Vadenrod als Redner statt. Er streifte in großen Zügen die all­gemeine politische Lage und wies dabei besonders auf die internationale Rüstungsindustrie hin, deren Bestreben dahin ziele, unter den Völkern ein neues Blutbad anzurichten. Pg. Schäfer erklärte bann, die.große Aufgabe laute heute, das deutsche Volk zu Nationalsozialisten zu erziehen. Die Redner der Partei seien gewissermaßen Aerzte, die ständig zu untersuchen hätten, ob und wo sich noch Krank­heitskeime des alten Systems breitmachten, um so­fort mit nationalsozialistischer Medizin bei der Hand zu sein. Der Redner kam dann auf das Winter­hilfswerk au sprechen und forderte zu wirklichen Opfern auf. Bis jetzt habe im Kreise Alsfeld nur einer geopfert: Willy Weber, der fein Bestes, fein Leben, hergab. Die Meckerer sollten immer daran denken, daß, wenn Adolf Hitler nicht gekommen wäre, die bolschewistischen Machthaber nicht gebeten, sondern einfach genommen hätten. Wenn das Dritte Reich untergraben werde, so folge darauf das Chaos: denn niemals mehr würde es gelingen, das Volk so unter einen Hut zu bringen, wie unter Adolf Hitler. Redner behandelte bann noch bie Ju- benfrage. Mit einem Sieg-Heil auf ben Führer schloß er seine Ausführungen. Bürgermeister Horst wies zum Schluß ebenfalls noch auf bas Winter­hilfswerk hin.

3n Schutzhast genommen.

LPD. D a r m st a b t, 31. Okt. Das Staatspresse­amt teilt mit: Die jübische Hausiererin Margarete G o l b ft e i n, wohnhaft Darmstabt, Schlagerstr. 101, wurde wegen verächtlicher Aeußerungen gegen ben nationalsozialistischen Staat unb schikanöser Behand­lung einer Verkäuferin des Kaufhauses Gebr. Roth­schild in Darmstadt auf die Dauer von zwei Wochen in Schutzhaft genommen.

600 Prozent Bürgersteuer in Mainz

LPD. Mainz, 1. Nov. Der Stadtrat be- schloß einstimmig, den B ü r g e r st e u e r s a tz für 1935 in der gleichen Höhe wie in diesem Jahre zu erheben. Demnach wird sich also im kommenden Jahr bie Bürgersteuer auf 600 o. H. des Reichs­satzes belaufen.

Gefängnis wegenBeleidigungderGA.

LPD. Dillenburg, 1. Nov. Am 10. August unterhielten sich in bem Ankleiberaum einer Werks­anlage mehrere junge Gefolgschaftsmitglieber über den Ehrendolch, ber Der SA. verliehen worben war. Ein hiesiger Mann griff in bas Gespräch ein unb machte abfällige Aeußerungen über ben Ehrenbolch unb seine Träger. Nachbem er bereits wegen bieser Aeußerungen seinen Arbeitsplatz verloren hatte, stand er jetzt wegen Beleibigung ber SA. vor bem Schöffengericht Siegen. Er verteibigte sich u. a. ba- mit, er sei verärgert gewesen, bah ber Mann, besten Name auf dem Dolch stand, seinen Führer treulos verraten habe. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von zwei Wochen, wobei seine sonstige gute Füh­rung und seine Verdienste im Kriege als straf­mildernd ins Gewicht fielen. Der entscheidende Teil ides Urteils kann an dem Wohnort des beleidigten 'SA.-Mannes sowie an dem Sitze der SA.-Stan- ldarte öffentlich zum Aushang gebracht werden.

Oie Saarländer in Gießen.

Bunter Abend

anläßlich der Fahrt unserer Saar-Kameraden ins JRdd?

am Freitag, 2. November 1934, im (Lass Leib

Mitwirtende: Mitglieder des Stadttheaters und des

Musitzuges 3.<R. 15 unter Leitung des Obermusitmeisters K r a u ß e.

Vortragsfolge:

1. Eröffnungsmarsch

2. Konzertstück (Egmont-Ouverture)

3. Paul Nieren: Heitere Plauderstunde

4. Musikstück

5. Frl.Salzmann:Einma1 möcht ich wieder tanzen"ausGräfin Mariza"

6. Armeemarsch

Pause

7. Musik

8. Paul Nieren: Plaudereien und Rezitationen

9. Musik

10. Paul Wrede: Ballade vom lieben Augustin

11. Musik

12. Irl. Salzmann:Einer wird kommen" ausZarewitsch"

13. Paul Wrede: Spaziergang durch Alt-Wien

14. Musik

15. Paul Nieren: Aus Wiedersehen am 13. Januar 1935!

16. Schlußmarsch

Beginn: 20 Uhr! Wir bitten um rege Teilnahme! Eintritt: 20 und 30 Pf.!

Kartenvorverkauf: NSV.-Kreisamtsleitung, Löberstraße Nr.9.

Kreisamtsleitung der NS.-Volkswohlfahrt NS.-GemeinschaftKraft durch Freude".

Besuch im Stadttheater.

Die augenblicklich in Gießen weilenben Saar- länber waren aus Einlabung ber Jntenbanz in ber VorstellungTraoiata" am Mittwoch Gäste bes Stabttheaters. Jntenbant König hatte Vorsorge treffen lassen, baß ben Saar-Volksgenossen in jeber Hinsicht gute Plätze zugeteilt würben unb sie einen ungetrübt schönen Abenb verleben konnten. Es wirb nach Schluß ber Vorstellung keiner unserer Gaste bas Theater unbefriebigt verlassen haben, unb sicherlich werben sie nach ihrer Rückkehr in bie Heimat gerne an ben Dpernabenb im Stabttheater Gießen zurückbenken.

Dem Theaterbesuch am Mittwoch folgte eine Ein­labung hes Jntenbanten zur Besichtigung bes Theaters. Donnerstag morgen erschienen unter Führung von Herrn M o h a u p t (NSV.) bie Be­sucher unb würben für ben bienstlich verhinberten Jntenbanten von Dramaturg Paul Nieren herz­lichst begrüßt, ber bann auch in einer etwa zwei- ftünbigen Führung bie Theaterbesichtigung leitete. Der Besichtigung lag hauptsächlich bie Jbee zu- grunbe, bem Theaterbesucher an Ort unb Stelle Einblick zu verschaffen in ben Betrieb bes Thea­ters unb ihn mit ber Arbeit ber unsichtbaren Theatergeister bekannt zu machen. Herr Nieren vermittelte ben Gästen in Wort unb Demonstration eine klare Uebersicht über ben Gang einer Vor­stellung vom Augenblick ber Annahme eines Wer­kes zur Aufführung bis zum Beifall nach Schluß ber Erstaufführung. Gern unb interessiert folgten bie Gäste ben verschobenen Ausführungen, unb bie lebhatte Erörterung mancher Frage ließ regste An­teilnahme erkennen. Von ber Bühne aus ging es burch ben ganzen Theaterbau mit all feinen ge­heimnisvollen unb zweckbienlichen Räumlichkeiten. Der Führer ber Saarlänber übermittelte ber Jn­tenbanz herzliche Worte bes Dankes für bie Vor­stellung unb ben in jeber Hinsicht interessanten Ein­blick in bie Welt ber Kulissen. Die Gäste schieben mit bem Bewußtsein, baß Gießen ein sehr schönes Theater besitzt unb ein tüchtiges Künstlerpersonal, bem bie Stabt manche geistige Anregung zu ver­bauten hat unb bas ben Namen Gießen im beut» scheu Vaterlaub angenehm in Erinnerung bringen wirb.

Bei den Bauern.

Mau berichtet uns: Am Mittwochabenb nach Theaterschluß ließen es sich bie Saarlänber nicht nehmen, bemAquarium'7 einen Besuch abzustatten. Hier war, wie alle Mittwoch, ber Bauersche Gesang­verein zur Gesangsprobe versammelt. Als bie Säu­ger von ber Anwesenheit ber Saarlänber hörten, würbe bie Siugstunbe burch ben Chorleiter abge­brochen, um mit ben Brübern unb Schwestern von ber Saar einen gemütlichen Abenb verleben zu können.

Der Vereiusvorsitzenbe, Heinrich Ley, begrüßte bie Saarlänber mit herzlichen Worten; alle Sänger erhoben sich unb brachten ben üblichen Sängergruß bar. Ein junger Saarlänber bankte für bie freunb» liche (Einlabung, rasch würben Tische unb Stühle gestellt, unb im Nu war in bunter Reihenfolge eine Volksgemeinschaft entstauben, wie man sie sich herzlicher nicht benkeu kann. So wie ber Bauerscke Gesangverein gesanglich auf ber Höhe ist, so seyr pflegt er auch bas gesellige Leben. Es war eine Freube, mit auzuseheu, mit welcher Herzlichkeit bie Brüber unb Schwestern von ber Saar hier Auf­nahme fanben. Ein Lieb löste bas anbere ab, so baß sich ber Vereinsführer gezwungen sah, Pausen eintreten zu lassen, bie aber sofort von ber Haus­kapelle bes Vereins mit fchueibigen Märschen unb Tänzen ausgefüllt würben. Zur Hebung ber Stim­mung trug bas Vereiusmitglieb Straub einige humoristische Stücke vor, bie mit großen Lachsalven ausgenommen würben.

Die Quartiergeber ber Saarlänber werben an biefem Abenb lange gewartet haben, benn es fiel allen schwer, bie stimmungsvolle Gesellschaft zu verlassen. Die Stunden, bie bie Saarlänber bei ben Bauern verlebt haben, bürsten allen unvergeßlich bleiben.

Gäste deö Lichtspielhauses.

Die Direktion bes Lichtspielhauses, Bahnhofstraße, hat sich anerkennenswerterweise bereit gefunben, bie in Gießen weilenben Saarlänber unb Saar- länberinnen Samstag nachmittag zu einer Vor­führung bes LustspielsKrach um Jolanthe" ein­zulaben.

Lieber das Buch und das Lesen."

Kreisversammlung des 7IGLB.

ten ber Trabition beimesse. Auch bie Schätze un­srer Bücher müßten wir uns immer neu erobern. Denn auch in ihnen werbe uns bie Vergangenheit zu einem Erlebnis.

Unverwüstliche Lebenskraft lebe in ben Werken von Gvttfrieb Keller, festgefügt sei ber beschauliche Geist Stifters, aus unversiegbarem Lebensquell habe Gotthelf geschöpft unb einer ber beutschesten Dichter sei Wilhelm Raabe. Wir wollen unter fei­nen Umstänben eine Dichtung missen, bie organisch aus ben Tiefen unseres Volkes wachse.

Diese volkshafle Dichtung sei für uns Selbff- offenbarung.

Natürlich griffen wir gegenwärtig, ba wir bas gewaltige Schicksal erkennen, in bas wir als Deutsche gestellt seien, besonbers eifrig nach ben Dichtern ber Gegenwart. Werke ber auslanbsbeutschen Dichter brängen in weite Kreise. Dazu fänben wir in an- bereu Dichtwerken bie bämonischen Mächte bes Bobens unb bes Blutes geweckt, bie bas Leben bes Menschen in Bann halten unb so wesentlich mitbe» stimmen. Wir erkennten aber außerdem, wie aus neuer Lebensnähe unb aus wiebererwachten reli­giösen Urgefühlen heraus uns ber Weg nach bieser Verankerung metaphysischer Art gewiesen werbe. Ohne biete letzte metaphysische Verankerung wür­ben wir nicht bestehen können unb zu ihr würbe uns bas schlichte Bibelbuch immer mieber bie beste Hilfe leisten.

Gleichberechtigt neben bie Werke ber Dichtkunst träten bie Schriften unb Tagebücher großer Deut­scher, bie eine politisch realistische Bilbung ver­mittelten: Friebrich ber Große, Arnbt, Stein, Fichte, Jahn, Moltke, Bismarck unb bie Gegenwärtigen Hinbenburg unb Hitler. Hier erführen wir immer roieber, aufrüttelnb unb beschwörend», lebenbig unb schlicht, woraus es ankomme: eine sittliche Haltung zu haben.

Mit ber Aufforderung an alle Erzieher, in ber Jugend» bas Interesse am guten Buch zu wecken, schloß ber Rebner seinen sehr beifällig aufgenom­menen Vortrag.

Der weitere Verlauf ber Versammlung brachte ein offenes Singen unter ber Leitung von Herrn Siegler. Mit befonberem Interesse würbe eine Verlosung verfolgt, bie von Lehrer Krausch burckgeführt würbe. Die Gewinner er­hielten Bücher, Deren etwa 100 zur Verteilung ge­langten.

Zum Abschluß sprach ber Gaugeschäftsführer, Schneiber (Darmstabt), über organisatorische Fragen unb Fragen bes Versicherungswesens.

Mit breifachemSieg-Heil!" auf ben Führer unb mit bem gemeinsam gesungenen ersten Vers bes Horst-Wesiel-Liebes klang bie anregende Veranstal­tung aus.

Kunstfeidene Astern"

die Spendenblume für das W interhilfswerk.

Innerhalb ihrer verhältnismäßig kurzen Tätig, feit hat bie NS.-Volfswohlfahrt eine wervolle Er­ziehungsaufgabe für ben praftischen Sozialismus ber Tat geleistet. Die letztvergangene schwere Zeit konnten wir überminben, als wir die Erkenntnis von ber Kraft einer starken unb lebenbejahenben Gemeinschaft erlangten.

heute fchon drängen sich deutsche IHänner und Frauen aus allen Berufen zur Mitgliedschaft in die JtSB., weil die Arbeit der KSB. ehrt. Die TtSD. vereint bereits das ganze deutsche Volk in einer Kameradschaft der Hilfsbereitschaft.

Das Gesetz unseres Handelns würbe von ber Ver­bundenheit mit dem Volksganzen bestimmt unb ba- von, baß bie burchzuführenben Maßnahmen nicht am grünen Tisch gefaßt würben, fonbern ihren Aus­gangspunkt bort haben, wo bas Leben selbst kreist. Fast eineinhalb Millionen freiwillige Mitarbeiter unb Helfer hatten sich beim oorjähigen Winterhitts- roerf zur Verfügung gestellt. Die Durchführung in ben bevorstehenden Wintermonaten liegt wieder in ben Dienststellen bes Amtes für Volkswohlfahrt.

Straßen- und hausfammlungen sollen auch das diesjährige WHW. fördern.

Komme niemand mit dem billigen Einwand, es werde zu viel gesammelt und endlich überstiegen die Anforderungen, die wir an das Volk stellen, bie letzte Kraft unb ben letzten Willen. Nicht diejenigen, bie seit 1918 in unermüblichem Jbealismus für bie Auferstehung bes Reiches Opfer unb Opfer brachten, an Gut unb Blut nicht sparten unb sich selbst, wenn nötig, hinzugeben bereit waren, sind es, denen bie Pflichten zu schwer werben.

Unser Führer Adolf Hitler hat den Begriff des Opferns in den Vordergrund gestellt.

Das Winterhilfswerk rechnet gerade mit denen, bie leichter als bas breite Volk in ber Lage sind», ein Opfer zu bringen. Wenn wir in bie Notstanbsge- biete burch Aufträge von Kunstblumen Arbeit in bie zahllosen Heimarbeiter-Familien unb in die brachliegenden Industrien hineinbringen, wenn wir bann biefe kunstseibene Asternblumen am nächsten Sonntag als äußeres Zeichen ber Der-

Der NS. -Lehrerbunb Kreis Gießen hielt am Mittwoch im Saale des Cafe Leib feine Kreisversammlung ab. Schulrat Nebeling hieß bie Teilnehmer willkommen unb gab zunächst einige geschäftliche Mitteilungen bekannt. Das Orchester bes NSLB. wartete mit einer feinen musikalischen Darbietung auf unb fanb bafür bankbaren Beifall.

Im weiteren Verlaufe ber Veranstaltung hielt Lehrer Frank (Gießen) einen Vortrag über bas Thema

lieber das Buch und das Lesen".

Das Buch solle uns, so führt er u. a. aus, immer Freund und Berater sein. Leider werde in ber gegenwärtigen Zeit bas gute Buch nur wenig ver­langt. Meist werde das bebilderte Buch gekauft. Demgegenüber müsse doch festgestellt werden, daß doch nur das Buch, das wahrhaft zu erschüttern vermöge und geistig aufroeitenbe Kraft besitze, bem Deutschen das stärkste Mittel sei, ein Menschentum höherer Art zu pflegen. Anspruch auf Dauer hätten nur jene Dichtwerke, jn denen sich bie Nation stets roieberfinbe. Dem Buch verbankten wir alles: Rück­schau, Einkehr, Ausschau. Die Geschichtsbücher beu­teten uns bie Entwicklung unseres Volkes. Die Bü­cher ber Abenteuer zeigten uns bie Welt, die Werke der Naturkunde die Geheimnisse um Mensch, Tier, Pflanze und Stein. Und heute, nachdem wir im feldgrauen Rock bie halbe Erde durchstürmten, den Aufbruch unserer Nation erlebten, da helfen uns Bücher, daß wir uns niemals aufgeben, und immer bereit sind. Wir nähmen zwar auch gerne einmal ein Buch zur Hand, um uns zu zerstreuen, aber wir würden doch erstwesentlich" losen, wenn wir solche Bücher in Händen hielten, die uns den Weg zu unserem Innern zeigten.Der Dichter schafft in schöpferischer Einheit zwar immer nur unmittelbar Bekenntnisse seines eigenen Wesens" sagt Hermann Stehr,aber da er, wenn er ein wahrer Dichter ift, stets überpersönlich und niemals zweckhaft schafft,

nach unergründlichen Gesetzen wie die Natur selbst: lebt in seinem Werke gleichsam die Ganzheit des Lebens".

Hier spreche der Hermann Stehr aus, daß ber Dichter ben Trieb, ber ihn zur Auseinanbersetzung mit sich, mit seinen Mitmenschen unb mit seiner Zeit zwang, in möglichst vielen Menschen mitent- zünben wolle.

Der wirklich schöpferische Mensch sei dem Gött­lichen tiefer verbunden als sonst der Mensch. Deshalb solle auch der Leser bereit sein für das Werk des Dichters, solle es richtig zu lesen und zu deuten verstehen. Er werde dann auch den rechten weg des Daseins für sich finden.

Der Buchhändler stelle lobend fest, daß vor allem die Angehörigen des Reichsheeres Kunden guter Bücher mit im wesentlichen heroischer Grundhaltung seien. Beumelburg, Flex, Jünger, Wehner, Droinger und bie Selbstbarstellungen hervorragenber Sol­daten des Krieges würden verlangt.

Der Buchhändler klage aber darüber, daß das gute Buch vergangener Epochen nur noch selten verlangt werde. Diese Werke, in denen adeliger Geist, vornehme Gesinnung unb beutsches Gemüt sich spiegelten, bürsten nicht liegen bleiben.

Als im Januar bes vorigen Jahres ber National­sozialismus bie Staatsgewalt übernommen habe, fünbigte ber Führer ben Umbruch auf allen Ge­bieten unseres Lebens u. a. auch mit folgenben Wor­ten an:

Wir wollen die großen Traditionen unseres Volkes, seiner Geschichte und seiner Kultur In demütiger Ehrfurcht pflegen als unversiegbare Quelle einer wirklichen Inneren Stärke und einer möglichen Erneuerung in trüben Zeiten..."

Aus diesen Worten bes Führers spreche bie Hoch- achtung, welche er ben erprobten feststehenden Ver­

bundenheit wiederfinden, so mag uns das alles mit tiefer Befriedigung erfüllen.

Jeder Deutsche trägt am Sonnfag, 4. Novem­ber, die kunstseidene Asternblume des Winter­hilfswerkes.

Oer Trierer phitoloaentaq.

Trier, 1. Nov. (DNB.) Am Mittwochnachmittag wurde bie 58. Generalversammlung ber beutschen Philologen, unb Schulmänner mit einer letzten Sitzung in ber Trierer Stabthalle b e e n b e t. Nach ben beiben Schlußreferaten sprach Universitätsrektor Prof. Naumann (Bonn) Den Dank an bie Reichs- und Gauleitung des NS.-Lehrerbundes unb an die Stadt Trier aus, die drei Tage lang Gastfreund­schaft gewährt habe. Die Tagung habe für die Wis- senschaft an der Zeitenwende eine neue Besin­nung heraufgeführt. Sie fei die 58. alte und e r ft e neue Philologenkonferenz gewesen. Zwar habe es noch Widerstreit der Meinungen gegeben, doch seien in den Auseinandersetzungen auch neue Blickpunkte für bie Zukunft unb neue Zielsetzungen aufgetaucht, bie ber nächstenPhilologischen Olympiade" eine geschlossene Prägung geben werden. Ministerialrat Dr. Benze, Reichsfachschaftsleiter im NSLB., hielt die Schlußansprache. Er verlas ein Telegramm von ReichserziehunHsminister Rust, ber eigentlich am Mittwoch in Trier sprechen wollte und den dringende Aufgaben in der Reichshauptstadt zurück- hielten. Die Philologenkonferenz habe durchaus wert­volle Anregungen an alle Tagungsteilnehmer ver­mittelt, die um eine grundsätzliche Fundierung ihrer Arbeit reicher Trier verlassen könnten. Die nächste Tagung werde entweder in Wiesbaden oder Danzig stattfinden, wahrscheinlich erhalte bie deutsche Stadt im Osten den Vorzug Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Volk und Führer, das in das Deutschland- und in das Horst-Wessel-Lied aus- klang, war bie Tagung abgeschlossen.