der seelischen Not nach der Heimkehr in ungeschminkter Natürlichkeit nahe. Oft hat man Mühe zu glauben, daß es sich um ein Spiel handelt, so blutwarm und lebensecht wirkt alles.
Nach fünfzehn Jahren das Wiedersehn mit den alten Kameraden. Jeder ist in ein neues und nicht immer gutes Schicksal eingespannt. Neid und Mißgunst, Verzweiflung, Protzentum und fanatische Hingabe an politische Ideen bringt die alten Freunde zu einem erbitterten Streit. Aber das eine, um das sie kämpften: Deutschland, erweist sich stärker als ihre aufgeregten Gemüter. Sie finden sich zu einer Versöhnung zurück und sind bereit, auch am Schicksal des Bruders in Zukunft mitzutragen und nicht nur das eigene Wohl im Auge zu haben. — Die Frauenrollen werden von Käthe Haack, Agnes Straub und Lieselotte S ch a a k teils mit Anmut, teils mit Komik gegeben.
„Die Töchter Ihrer Exzellenz."
Erfolgsfilme sind im Sommer nicht allzu häufig. Hier ist einer, der jedem Theater über Wochen ausverkaufte Häuser bringen wird. Nach dem Bühnenstück „Die kleine Traftr hat E. Burri uns eine reizende Geschichte serviert. Dank der künstlerischen Regie von Reinhold S ch ü n z e l, der seine Mitspieler zu bewegen und zum Leben zu erwecken versteht, wurde das Spiel wie aus einem Guß.
Hansi Niese, ehemalige wirkliche Exzellenz, hat aus den Jnflationsjahren nur den kleinen Tabakladen in der Seitengasse für sich und ihre beiden Töchter gerettet. Sie muß mit Energie, Tüchtigkeit und Humor das Dasein anpacken, um das Schisflein nicht zum Sinken zu bringen. Die Mädels sind sehr verschieden geartet. Die eine (Dagny Gervais) kann den Reichtum nicht vergessen. Sie ist die F?äu eines kleinen Angestellten, den Hans Moser aus seiner mimischen Fsille darstellt. Um sie vor dem Schicksal zu bewahren, die Geliebte eines alten Grafen zu werden, opfert sich das unschuldige Schwesterlein (Käthe von Nagy) und bringt unter komischen Umständen eine Nacht in der gräflichen Junggesellenwohnung zu. In allen Ehren, versteht sich! Aber sie ist an den falschen geraten. Der echte Entführer war der Herr Papa. Zur Strafe wird sie die zärtlich geliebte Ehefrau von Willy Fritsch oder Graf Marenga dem Jüngeren. Gustav Waldau, der Aeltere, entpuppt sich unterwegs als genau so bequem wie der eigene Ehegatte. Er spricht von idyllischer Ruhe und Filzpantoffeln. Kurz entschlossen wirft die Ausreißerin die Koffer aus dem Fenster und kehrt zurück in den heimatlichen Hafen. Willy Fritsch und Käthe v on Nagy spielen mit einer schlicht- natürlichen Unbekümmertheit, die ihnen so leicht keiner nachmacht. Auch die übrigen Rollen wurden vorzüglich durchgeführt.
Das Publikum dankte für beschwingte Stunden mit herzlichem Beifall.
„Meine Frau, die Schützenkönigin."
Man sieht ein sommerlich anmutendes Lustspiel mit viel Situationskomik und derben Possenmanieren. Wer einen heiteren Abend verbringen will, dem sei die Schützenkönigin Lucie Englisch empfohlen. Wie schon so oft steht Ralph Arthur Roberts treu an ihrer Seite, und diese beiden bereiten sich selbst und ihrem Publikum ein Mordsgaudi. Lucie ist in einem bayrischen Darietö engagiert und zeigt dort ihre Schießkünste. Das Schicksal will, daß sie einen Vertrag in Berlin bekommt. In der Bahn lernt sie einen reichen Jung- Sesellen kennen, der sie überredet, mit in seine Zohnung zu kommen, dort unentgeltlich als seine Schein-Frau zu leben, damit er auf diese verheiratete Art das Mädchen seines Herzens bitten kann, ihr Gast zu fein. Es geht auch alles nach Wunsch. Zwischendurch entdeckt der Gatte in München sein eifersüchtiges Herz und kommt ebenfalls an den Tatort. Jetzt wirds lustig: jeder glaubt, der andere betrügt ihn, und es hagelt nur so Verwünschungen und Drohungen, bis das glückliche Ende alles erklärt und jeder die Seine in die Arme nehmen kann. Das Komiker-Quartett darf feine Künste breit ausspielen und wird gern und viel belacht.
„Freut euch des Leben."
Der Erfolg dieses Films wurde bereits in den ersten zehn Minuten entschieden; das Publikum kam in eine richtig vergnügte Stimmung und folgte schmunzelnd dem Werdegang der kleinen bayrischen Kellnerin Gusti Melzer, die von Dorrit Kreis- l e r temperamentvoll verkörpert wurde.
Wirklich, hier wird der Beweis erbracht, daß auch die Sonderabteilung „Gutes Lustspiel ohne Tiefgang" ihre Berechtigung hat. Der Regisseur Hans S t e i n h o f f hat sehr sauber und hübsch gearbeitet und aus dem Manuskript von Eva Leid- mann eine abgerundete Leistung geschaffen.
Im Bratwurstglöck'l in München bedient die Gusti ihre Stammkunden mit Aufmerksamkeit und jugendlicher Anmut. Der große Gesangs-Pädagoge, gespielt von Leo S l e z a k, gewinnt durch ein Preisausschreiben drei Tage Aufenthalt auf der
Zugspitze für zwei Personen, „alles inclusive". Da die Gustel mit Fremden einen bösen Krach hat und vom Geschäftsführer ihre Entlassung bekommt, geht sie kurz entschlossen auf seine Einladung em. Sie kauft sich schöne neue Kleider, wozu hat sie Ersparnisse, und macht die ganze Gesellschaft dort oben im Schneefernerhaus durch ihren Uebermut verrückt. Die fremden Gäste, um die sie ihre Stellung verlor, sind auch da, und nach langem Hin und Her kommt es zu einer Verlobung. Ida W ü st als elegante Mama, die immer noch Abenteuer sucht und plötzlich vernünftig wird, wie sie „fünftausend Mark Ehrenschulden" für einen outen Bekannten zahlen soll, hat ihren Sondererfolg.
S l e z a k s Freunde werden ihre helle Freude an ihm haben. Die Unparteiischen hätten sich im Interesse des Ganzen gewünscht, daß der Regisseur ihn ein bißchen gedämpft hätte. R e r als sächsischer Fellhändler (mit dem zweiten Preis) ist eine goldsichere Sache. Verdient machen sich Pointner, Sima und ganz besonders Gertrud Wolle als spitzige, übelnehmende Potsdamerin. Wunderschön sind die Naturaufnahmen von der verschneiten Zugspitze.
„Liebesleid."
Wir feiern ein Wiedersehen mit Norma S h e a - r e r, und wir sind wieder von ihrer hinreißenden Kunst begeistert. Um ihretwillen muß man den
Film sehen, in dem es vieles gibt, was so rem „amerikanisch" ist, daß unser Geschmack auf manche harte Probe gestellt wird. Selten hat man die Wirklichkeit in völliger Naturtreue, offenbar ohne jede Absicht, so hart neben den Kitsch gestellt, wie hier. Das Publikum versucht bisweilen an Stellen zu lachen, die alles andere eher beabsichtigen, als auf die Lachmuskeln zu wirken. Dann kommen Bilder, die so versöhnend sind, daß man alles willig auf sich^ nimmt und sich damit abfindet, daß ein anderes Volk einen anderen Stil hat.
Die Handlung dreht sich um ein Liebespaar und einen eifersüchtigen Nebenbuhler, der die Braut an ihrem Hochzeitstag erschießt. Vereinsamt lebt John ein Traumleben mit der Toten. Jahre später nimmt er seine Nichte ins Haus, die sich in den Sohn des Mörders verliebt. Er stellt sich zwischen die beiden, und erst als der junge Soldat ein Bein im Felde verloren hat und als Krüppel zurückkommt, söhnt er sich mit ihnen aus.
Die Liebesszenen sind von einer bezaubernden Grazie. In Lust und Leid, in Spiel und Ernst wird das Leben junger verliebter Menschen auf- gerollt, daß es einem warm ums Herz wird. Die Dialoge sind oft zu lang, aber durch die künstlerische Leistung der Shearer erträglich gemacht.
Zum Schluß einte sich das in zwei Gruppen gespaltete Publikum, und es wurde ein schöner, run- der Erfolg.
Wirtschaft.
Wochenbericht vom Frankfurter produktenmarkt.
Der Frankfurter Getreidegroßmarkt verlisf in der abgelaufenen Berichtswoche in fester Haltung, wenn auch das Geschäft nur auf wenigen Spezialgebieten größeres Ausmaß annahm. Immerhin war es am Brotgetreidemarkt etwas lebhafter als in den letzten Wochen, was besonders für den W e i - z e n m a r k t zutriffl. Höhere Preise als der Mühlenfestpreis van 205 Mark per Tonne waren allerdings nicht zu erzielen.
Auch am Roggenmarkt hielt die laufende Nachfrage an. Die Roggennotiz blieb mit 178,50 Mk. per Tonne unverändert.
Am Futteraetreibemarkt mar die Haltung ausgesprochen fest. Sowohl Sommergerste als auch Hafer hatten nur kleinstes Angebot, während die lebhafte Konsumnachfrage fortbestand, so daß die Preise um je 4 Mark auf 175 bis 180 bzw. 180 Mark per Tonne anstiegen. Bei der knappen Vorratslage sind weitere Preiserhöhungen zu erwarten.
Der Kraftfuttermittelmarkt lag gleichfalls fest. Auch die allgemeine Drosselung der Einfuhr nicht unbedingt erforderlicher Futtermittel hält die Nachfrage nach deutschen Futtermitteln wach. Während die Kleie und Nachmehlpreise unverändert blieben, haben sich die für Oelkuchen, Treber und Trockenschnitzel bis $u 0,25 Mark pro 100 Kilogramm erhöht. In ölhaltigen Arlikeln waren die Fabriken mit Angebot nicht mehr im Markt.
Der M e h l m a r k t befindet sich zwar immer noch im Uebergangsstadium, doch kommt das Geschäft zu den neuen Bedingungen gut in Gang, da die alten Verpflichtungen nahezu abgewickelt sind. Die Preise blieben unverändert.
Von Rauhfuttermitteln war Heu um 0,50 Mark auf 6,50 Mark je 100 Kilogramm erhöht.
Der Kartoffelmarkt lag fest, die Nachfrage nach alten Kartoffeln ist infolge der noch recht teuren Auslandsorten gut. Jndustriekartoffeln hiesiger Gegend erhöhten sich per 50 Kilogramm bei Waggondezug auf 3,40 bis 3,50 Mark (zuletzt 2,95 bis 3 Mark).
Wochenbericht oom Frankfurter Gchlachiviebmarkt.
Die allgemein in dieser Woche weit stärkeren Zufuhren haben auf die Preisbildung am Frankfurter Schlachtviehmarkt einen weniger günstigen Einfluß genommen. Auf den meisten Märkten zeigten die Notierungen eine etwas rückläufige Bewegung und verschiedentlich verblieb wieder Ueberftanb. Die täglich steigenden Temperaturen haben den Fleischverzehr etwas beeinträchtigt, lediglich in Kalbfleisch ist der Konsum noch verhältnismäßig befriedigend.
Am S ch w e i n e m a r k t hat die Lage noch keine Besserung erfahren, vielmehr gaben die Preise unter dem Druck der noch starken Beschickung (4433 gegen 4294) erneut um 1 bis 2 RM nach. Nach meist schleppendem Handel verblieb Ueberftanb.
Am Großviehmarkt zeigten bte Preise erstmals seit einigen Wochen etwas schwächere Haltung, und zwar gaben Ochsen 1 bis 2, Kühe und Färsen je 1 RM nach, während Bullen, die hauptsächlich zur Wurstfabrikation aller Art gekauft werden, ihren Preisstand behaupteten. Nach ruhi
gem Geschäft wurde der Zutrieb von 1680 gegen 984 in der Vorwoche nahezu ausverkaust.
Am Kälbermarkt zeigten sich bereits saison- mäßige Einflüsse und da auch die Zufuhr mit 1620 um rund 860 Stück stärker war, ließen die Preise bei mittelmäßigem Geschäftsgang schließlich um 4 RM. nach, der Markt wurde indes geräumt.
Hämmel und Schafe waren ebenfalls wesentlich stärker zugeführt (38 [13] bzw. 25 [3] Stück). Die Preise bewegten sich etwa auf Basis der vor einigen Wochen notierten
♦
* VomsüdwestdeutschenTabakmar f t. Die Tabaksetzlinge werden Ende letzter Woche in den süddeutschen Anbaugebieten wohl durchgängig ins Freiland ausgesetzt worben sein. Es fehlen aber große, warme Nieberschläge, so baß es vorkommen kann, baß einzelne Setzlinge abbörren unb Nachsatz notwenbig wirb. Die Fermentation ber 33er Tabake bürste ihr Enbe erreicht haben. Die Voraussage bewahrheitet sich, baß in biesem Jahre mit einer frühreifen Packernte zu rechnen ist, ba bas Wetter biesen Vorgang stark unterstützt. Auch in ber zweiten Fermentation haben sich die Tabake nach bem Abtrocknen gut entwickelt, selbst dort, wo man anfänglich glaubte, daß dies nicht der Fall sein werde. Die Umsätze sind gering, da die Läger stark verstellt sind. Die Preise bewegen sich etwa auf der Höhe der letzten Marktnotizen. Nennenswerte Veränderungen sind nicht eingetreten. Die Fabrikanten sind augenblicklich noch mit den Einschreibungsgeschäften in Rotterdam und Amsterdam beschäftigt.
* Derlustabschluß bet Ford - Motor-Co. Die Ford-Motor-Co. hat wie üblich ihre Bilanz bei den zuständigen Behörden des Staates Massachusetts eingereicht. Hiernach wirb bas Vermögen des Ford-Konzerns per 31. Dezember 1933 mit insgesamt 576 Millionen Dollar aktiviert gegen 580 Millionen Ende 1932, so daß hiernach bas verflossene Jahr einen Verlust von 3,924 Millionen Dollar brachte. Das Jahr 1932 schloß mit einem Fehlbetrag von 74,86 Mill. Dollar, das Jahr 1931 mit einem solchen von 53,59 Mill. Dollar ab. In 1930 wurde noch ein Ueberschuß von 44,46 Millionen Dollar erzielt.
* Maßnahmen der Schuhwirtschaft für Lauterkeit in der Reklame. Die Arbeitsgemeinschaft von Schuhindustrie und Schuhhandel beschäftigte sich auf einer Sitzung in Frankfurt a. M. mit absatz- und werbetechnischen Fragen, insbesondere auch mit ber Notwenbigkeit einer Hebung ber Werbemoral. Um bas Erscheinen von Anzeigen zu verhindern, die in Text und Abfassung den Anforderungen des Werberats der deutschen Wirtschaft und damit den neuen Anschauungen über Lauterkeit in der Reklame nicht entsprechen, sollen am Sitz der Fachzeitschriften (Berlin unb Frankfurt am Main) Beratungskommifsionen für Werbeangelegenheiten eingefetzt werden, an die sich die Foch- verlage in Fällen zweifelhafter Anzeigenaufträge wenden können. Sollten sich Schwierigkeiten im Zusammenhang mit ber Entscheidung ergeben, so ist ein Rü^griff auf das Einigungsamt bei ber betr. Industrie- und Handelskammer vorgesehen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 1. Juni. Die Börse lag im großen unb ganzen wieder recht still, besondere Anregungen waren nicht vorhanden. Eine Stütze bot jedoch die Entspannung in ber Saarfrage sowie
Mitteilungen über die Kojunkturentwicklung. Die Grundhaltung war, durch verschiedene Sonder- beroegungen angeregt, durchaus freundlich. Bemberg lagen um 4,50 v. H. höher, wobei Vermutungen Vorlagen, daß die bekannten Versuche neuer Rohstofferzeugung offenbar günstiger als bisher ausgefallen sind. AKU. etwas mitgezogen und 0,75 d. H. höher. Schiffahrtswerte waren beachtet und fest auf Käufe von bestimmter Seite, die seit langem im Markte ist. Hapag 2,13 v. H., Nordd. Lloyd 150 v. H. fester. Von sonstigen Transportwerten AG. für Verkehrswesen 0,50 v. H. höher. Farben- Industrie lagen ruhig und bei 136,50 kaum verändert, Deutsche Erdöl lagen 1 v. H. niedriger. Montanwerte gleichfalls ohne großen Umsatz. Je 0,25 v. H. leichter waren Stahlverein und Harpener, behauptet lagen Klöckner und Phönix, bis 0,50 d. H. höher notierten Mannesmann und Rheinstahl. Automobilwerte etwas freundlicher, Daimler-Motoren gewannen 1 v. H. Zellstoffwerte etwa gehalten. Am Elektromarkt erholten sich Schuckert um 0,75 v. H., Gesfürel lagen 0,50 v. H., Bekula 0,75 v. H. höher. Siemens blieben gut behauptet.
Am Rentenmarkt blieb das Hauptgeschäft für Neubesitzanleihe. Der Kurs wurde mit etwa 22,50 (nach gestern 22,10 und vorgestern amtlich 17,65 v. H.) taxiert, die erste amtliche Notiz verzögerte sich, da außerordentlich große Aufträge Vorlagen. Der Kurs für die Altbesitzanleihe wurde wegen der im Gang befindlichen Ziehung ausgesetzt. Stahlverein-Bonds lagen 1,50 v. H. fester in Nachwirkung eines neuen Urteils in der bekannten Streitfrage. Reichsmark - Obligationen und späte Reichsschuldbuchforderungen gewannen je 0,25 o. H.
Gestützt durch die erwähnten Sonderbewegungen hielt auch im Verlaufe die befestigte Haltung an und die Kurse lagen meist um 0,25 bis 0,50 v. H. über Anfang. Darüber hinaus gewannen Hapag und Nordd. Lloyd erneut je 1,50 v. H., auch Bemberg zogen um 1,50 v. H. und AKU. um 0,75 v. H. an. Etwas ruhiger und leicht abbröckelnd waren Farbenindustrie. Von den später notierten Werten waren Conti-Gummi mit plus 2,50 v. H. gut erholt, Reichsbankanteile gewannen 1,50 v. H.
Am Rentenmarkt kamen Neubesitz stark verspätet mit 22,25 v. H. zur Notiz. Der Umsatz war außerordentlich groß. Die übrigen variablen Werte blieben aut behauptet. Auch Kommunal-Um- schuldungsanleihen und in Rückwirkung davon städtische Schatzanweisungen lagen weiter gebessert. Pfandbriefe waren freundlich verlangt und meist von 0,25 bis 0,50 v. H. höher. Stadtanleihen lagen uneinheitlich bei Veränderungen von 0,50 bis 1,00 v. H. nach beiden Seiten. Fremde Werte lagen still.
Tagesgeld war wieder leichter und wurde auf 3,75 v. H. ermäßigt.
frankfurter Abendbörfe.
Frankfurt a. M., 1. Juni. Die Abendbörfe verkehrte in fester Haltung, wenn auch das Haupt- gefchäft wiederum nur bei einigen Spezialpapieren lag. So waren neben JG -Farben, die um '/8°/o anzogen, Schiffahrtsaktien weiterhin gesucht und fest. Nordd. Lloyd gewannen '/-°/o, Hapag 1%. Recht fest lagen außerdem Kunstseideaktien, von denen AKU und Bemberg je l°/o höher einsetzten. Von Elektroaktien zogen Elektr. Lieferungen und Schuckert bis l°/o gegen den Berliner Schluß an, im übrigen betrugen die durchschnittlichen Besserungen '/< bis Vi°/o, nur Reichsbank gaben um %°/0 nach. Montanwerte lagen verhältnismäßig ruhia. Im Verlaufe blieb die Haltung fest, bas Geschäft flaute etwas ab. Farbenindustrie und die übrigen Kurse waren voll behauptet, AKU zogen weitere Wo an. Größere Umsatztätigkeit verzeichnete am Rentenmarkt naturgemäß wieder die Neubesitzanleihe, wo sich Angebot und Nachfrage etwa ausgeglichen haben. Der erste Kurs wurde mit 22.20, d. h. 10 Pfg. über Berliner Schluß festgesetzt, später waren sie gesucht und bis auf 22.25°/o erhöht. Fest lagen außerdem Stahloereins-Bonds unb im freien Markt hielt bie Nachfrage nach Ko- munal-Umfchulbung an, bie bis auf 80'/- nach heute Mittag 79Wo anftiegen. Im Auslandsrentenmarkt lagen' Schweiz. Bundesbahnanleihen weiter scharf erhöht, 4%ige waren mit 163'/- um 3’/i°/o unb 3Vz%ige mit 154 um ebenfalls 3'/-°/o erhöht. U. a. notierten: Neubefitzanleihe 22.20 bis 22.25, Stahl- oereins-Bonbs 73V-- bis 74'/-, 4°/o Ungar. Goldrente 73/«, Reichsbank 152'/-, Harpener 91'/-, Mansfeld 72'/«, Phönix 47, Rheinstahl 91V«, Stahlverein 40, AKU 58'/- bis 587/a, Bemberg 69'/-, Conti Gummi 147'/«, Daimler 47'/«, Scheideanstalt 195, Elektr. Lieferung 99%, JG.-Farben 137%, Schuckert 86, Hapag 25V«, Nordd. Lloyd 32.
Frankfurter Obst» und Gemüsemarkt.
Frankfurt a. M., 1. Juni. Der Gemüsemarkt hatte starke Zufuhren von Blumenkohl, Gurken, Karotten, Kopfsalat, Kohlrabi, Spargel und Spinat zu verzeichnen, in Erbsen waren sie genügend. Neue deutsche Kartoffeln waren erstmals am Markt. Die Preise waren bei meist langsamem Geschäft durchweg gedrückt. Es erzielten: Blumenkohl I (Treibhaus) 30 bis 40,
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben öle Hohe Oer zuletzi oeid)lof|enen Dividende an — Relchsdankbistoni 4 o H.
Frankfurt a. Ul
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Datum
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99,4
99,6
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91,9
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—
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93
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90,5
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7,5
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6,85
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—
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Kaliwerke Westeregeln........ 6
Kaliwerke Salzdetfurth .... 7%
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40,75
121,5
47*, 5 62 60
18,13 171
168,5 147,5
17575
Metällgeselllchaft............. 0
PHtttpp cholzmmin ...... 0
Rementwerf Heidelberg ...... 0
Leweuvceri Karlstadt...... 0
Schultheis Pa»euhos« ......K
Lku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg 0
HeVlwfi Waldhos ............0
Zellstoff Aschaffenburg ....... 0
Dessauer GaS ............ 7
Daimler Motoren ............ 0
Deutsche Linoleum...........0
Lrensteio L Koppel ..........0
Leonhard Dietz ............0
khade ..................10
........0
tonMhiemi 0
Grttzner....................0
Moinkraftwerke Höchst 4
Süddeutscher Lucker ......... t
Lombardzinsfutz 6 o H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a Bl.
31. Mai
1»3uni
Amtliche Dotierung Meld | Leie'
Amtliche Dotierung
Geld | 3ne
Buenos Airec Brussel.....
Rio de Jan.
0,588 58,52 0,146 3,047 56,79 81,60 12,72 5,619 16,50
169,53 21,33 0,756 5,664 63,94 47,45
11,58 65,55 81,36 34,29 10,43
2,507
0,592 58,64 0,148
3,053
56,91
81,76 12,75
5,631
16,54
169,87 21,37
0,758 5,676
64,06 47,55
11,60 65,69
81,52
34,35 10,45
2,513
0,593 58,52 0,149 3,047 56,79
81,60
12,715 5,619 16,50
169,68 21,46 0,756 5,664 63,94
47,45 11,57
65,55 81,42 34,29
10,43
2,509
0,597 58,64 0,151
3,053
56,91
81,76
12,745
5,631
16,54
170,02 21,50 0,758
5,676 64,06
47,55
11.59
65,69
81,58
34,35 10,45
2,515
Kopenhagen.
Danzig.....
London .....
Helsingfors.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Japan ......
Jugoslawien
Oslo..... :
Wien.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ... Neuyork...
Banknoten.
Äerlln, 1.3unt
Geld
3riel
Amerikanische Noten..............
2,462
2-482
Belgische Noten..................
58,36
56,64
12,67
58,60
56,86
12,73
Englische Noten Französische Note«...............
16,46
169,26
21,34
16,52
169,94
21,42
Italienische Noten................
Norwegische Noten ......
Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling
63,77
64,03
Rumänische Noten...............
—
-
Schwedische Note» ...............
Schweizer Noten.................
65,39
81,24
34,15
65,65
81,56
34,29
Spanische Note» .................
Ungarische Note»


