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Theologische Fakultäten zur kirchlichen Lage.

Der Ev. Pressedienst meldet: Eine Reihe 1

ganz korrektes Bauernopfer. Im weiteren Verlauf des Spiels gab dann Dr. Alfechin .den Bauern

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zurück. Es entstand ein Endspiel Dame und Sprin­ger gegen Dame und Läufer, das zu einer ausge­glichenen Stellung führte. Die erste Mannheimer Partie endete also remis. Die 23. Partie wird ebenfalls in Mannheim gespielt.

Großer Erfolg des Aufrufs des Reichsmlnisters Dr. Goebbels zugunsten der freien Künstler.

Der vom Reichspropagandaminister Dr. Goeb­bels vor einigen Tagen in der Press erlassene Aufruf an die Bauverwaltungen des Reiches, der Länder, der Gemeinden und der Körperschaften des öffentlichen Rechts hat in den Kreisen aller freischaffenden Künstler größte Genugtuung ausgelöst und reges Interesse an der Durchführung der angeregten Maßnahmen erweckt. Eine Reihe von Anfragen, die an die Reichskammer der bil­denden Künste bereits gerichtet wurden, beweisen, wie sehr der Aufruf geeignet ist, die Hoffnungen der zum größten Teil aufs schwerste um ihre Exi­stenz ringenden bildenden Künstler neu zu beleben.

Rekordhihe und Schneesturm.

Stärkste Temperaturgegensahe in USA.

Die Neuyorker Morgenblätter widmen der Lau­nenhaftigkeit des Wetters in den letzten Tagen breiten Raum. Am Freitag herrschten in den Ver­einigten Staaten T e m p e r a t u r g e g e n s ä tz e, wie sie nur äußerst selten zu verzeichnen sind. Wäh­rend in 3oliet (Illinois) mit 44 Grad Celsius ein neuer Hitzerekord zu verzeichnen war, meldete Butte .(Montana) heftigen S ch n e e st u r m, der zeitweilig den ganzen Straßenverkehr blockierte. Gleichzeitig tobte über St. Louis ein Gewitter- st u r m, der infolge zahlreicher Blitzschläge sechs große Brände verursachte, durch die mehrere Häuser zerstört wurden. In den Staaten Neuyork und Maine dauern die W a l d b r ä n d e an. Riesige Waldbestände in den Adirondack-Bergen sind bereits vernichtet. Die über diesem Gebiet lagernde Rauch- wolke ist so dicht, daß neue Brände erst bemerkt werden, wenn sie bereits erheblichen Umfang an«

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Häuser meterhoch unter Wasser standen und fast vollständig zugeschwemmt sind.

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Oer einträgliche Vollbart.

Merkwürdige Geschichte eines Petersburger Bäckermeisters

Darlehen aus diesem Arbeitsbeschaffungsprogramm auf einen noch späteren Zeitpunkt f e st g e s e tz t worden ist, behält es hierbei sein Be­wenden.

Bei den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des S o - fort-Programms 1933 ist eine allgemeine Verlängerung der Ausführungsfrist nicht mög­lich, jedoch werden die Präsidenten der Landes­arbeitsämter und soweit die Arbeiten im Wege des Freiwilligen Arbeitsdienstes ausgeführt wer­den die Gauarbeitsführer ermächtigt werden, im Bedarfsfall auch bei diesen Arbeiten die Ausführungsfrist bis zum 31. Dezember 1 9 3 4 zu verlängern.

Deutsch > bulgarisches ttebereinkommeu über Tabaktieferungen gegen Industriewaren.

Berlin, 1. Juni. (DRB.) In den Verhandlun­gen der bulgarischen Regierung mit den Jndustriegruppen der verschiedenen Länder über die Abnahme von Industrieerzeug­nissen gegen Lieferung von Tabaken alter und neuer Ernten hat der bulgarische Ministerrat seine G e - nehmigung zu dem Abschluß der Verträge in der von der Kommission vorgeschlagenen Form er­teilt. Dieser Vorschlag sieht eine Regelung vor, nach der die deutsche Industrie Materialien im Werte von etwa 625 Millionen Lewa (67 v. H.) liefert, während der Anteil der Oesterreicher etwa 155 Millionen Lewa (18 v. H ), der Tsche­chen etwa 81 Millionen Lewa (9 v. H.) und der Ungarn etwa 45 Millionen Lewa (5 v. H.) be­trägt. Nähere Einzelheiten sind erst in den nächsten Tagen zu erwarten.

Meine politische Nachrichten.

Reichspräsident v. Hindenburg emp­fing Freitag nachmittag den Reichskanzler Adolf H i t l e r zu einer Besprechung schwebender politischer Fragen. *

Der Reichskanzler empfing den deutschen Botschafter in Paris, Dr. Kösier, zum Dortrag. Der Reichskanzler empfing ferner in Anwesenheit des Chefs der Marineleitung Admiral Dr. h. c. Raeder eine Abordnung des Kreuzers K ö l n" und in Anwesenheit des Reichsministers Dr. Goebbels den Präsidenten derLuce" (Natio­nale Italienische Filmgesellschaft), Exzellenz Palucci, der von dem Präsidenten der Reichsfilmkammer, Scheuermann, begleitet war.

Da die studentischen KorpsD a n d a l i a" Heidel­berg,S u e v i a" München,S u e v i a" Tübin­gen der Durchführung des Arierparagraphen nicht nachgekommen find, hat sich nunmehr die Führung der Deutschen Studentenschaft gezwungen gesehen, ihren Mitgliedern die Z u g e h ö r i g k e i t zu diesen Korps zu ve r b i e t e n. *

Der österreichische Vizekanzler Fürst Star- Hemberg ist im Auto in B u d a p e st eingetrof­fen. In seiner Begleitung befinden sich Hauptmann Enrich und Hauptmann Prinz Windischgrätz sowie 60 Mitglieder der österreichischen OrganisationIungvaterland". Der Vize­kanzler begab sich zum Ministerpräsidenten G ö m.- bös. Er wird auch vom Reichsverweser in Audienz empfangen werden.

Kunst und Wissenschaft.

Oie 22. Partie im Welimeisterschasts- kampf remis.

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Ewdakoff blieb nicht lange im Besitz seines Doll- hartes. Die Geschichte sprach sich rasch in Hofkreisen herum und man empfand es als unglaubliche Un­verfrorenheit, daß sich ein gewöhnlicher Bäcker­meister herausnaym, den gleichen Bart zu tragen wie Nikolaus II. selbst. Eines Morgens bekam Ewdakoff den Besuch eines Kriminalbeamten. Der Beamte betrachtete eine Weile nachdenklich den schönen Dollbart des Bäckermeisters und nachdem er schmunzelnd die große Aehnlichkeit festgestellt hatte, forderte er den biederen Herrn Ewdakoff auf, sich den Bart sofort abnehmen zu lassen. Der arme Bäckermeister war untröstlich, er fuhr sich noch ein­mal mit bebender Hand durch den Bart und begab sich hierauf in Begleitung des Kriminalbeamten zu seinem Leibfriseur, während sich draußen die neu­gierige Menge staute. Ewdakoff entfernte sich ohne Bart als ein gebrochener Mann.

Jahre vergingen, das russische Zarenreich wurde zertrümmert, Nikolaus II. verschwand, der Bäcker­meister Ewdakoff jedoch verkaufte nach wie vor seine frischen Brötchen. Als er hörte, daß ein Film ge­dreht werden solle, in dem Nikolaus II. eine Rolle spielte, verklärte sich sein Gesicht. Er ließ sich, so rasch es ging, seinen alten Zarenbart wieder wachsen und meldete sich für die Ralle des russischen Zaren. Er wurde sofort für ein hohes Honorar engagiert. Woraus man wieder ersieht, daß ein Dollbart, der zur rechten Zeit getragen wird, immer noch ein kleines Vermögen wert ist.

Reichsgaue als Unter« gliederungen des Reichs.

Reichsinnenminister Dr. Frick über die künftige Reichsorganisation.

Königsberg, 1. Juni. (DNB.) DieKänras- berger Allgemeine Zeitung" veröffentlicht eine Un­terredung mit Reichsminister Dr. Frick, in der das Blatt an den Reichsminister die Frage stellte: Ist für die Zukunft geplant, dieProvinz Ost­preußen im Zuge der Neugliederung und des Neuaufbaues des Reiches verwaltungsmäßig enger an das Reich heranzuziehen?

Der Reichsminister antwortete darauf: Die künftige Organisation des Reiches steht noch nicht endgültig fest. Ich kann aber sagen, daß die Errichtung von Reichs- g a u e n geplant ist, die als Untergliede­rungen des Reiches gedacht sind. Es besteht kein Zweifel, daß in diesem Falle die heutige Pro- vinz Ostpreußen ein eigener Reichs- g a u werden und dadurch in umittelborfte verwal­tungsmäßige Beziehung zum Reich kommen wird. Jahresfeier der Verkündung der DeuksOenRechtsstonkinHamburg

Hamburg, 1. Juni. (DNB.) Die Jahrestagung der Deutschen Rechtsfront in Hamburg, nahm mit der Jahresfeier der Verkündigung der Rechtsfront ihren Anfang. In der großen Halle des hanseati­schen Oberlandesgerichts, wo vor einem Jahr die Rechtsfront feierlich verkündet worden ist, versam­melten sich zahlreiche namhafte Juristen aus dem ganzen Reich. Dabei betonte Reichsjuristenführer Dr. Frank u. a.: Die Gründung der Deutschen Rechtsfront ist die Eröffnung eines wiedererwach­ten deutschen Rechtslebens, einer wiedererwachten deutschen Rechtsbewußtheit und einer wiedererwach­ten deutschen Rechtsschule, die uns mehr gelten als alles, was man uns an überfremdeten Methoden und Gedanken als Recht in Deutschland aufoktroy­ieren zu können glaubte. Dieses Rechtsleben kann nur verwirktlicht werden, wenn es die deutsche Rechtsseele und die deutsche Volksseele wieder ver­einigt. Ich danke allen deutschen Rechtsdienern für ihre flammende Begeisterung, mit der sie sich um die Fahnen des Deutschen Reiches national­sozialistischer Prägung geschart haben.

Schone, wallende V o l l b ä r t e sind, besonders wenn sie gepflegt werden, manchmal ein Vermö­gen wert. So lebt z. B. in Hollywood ein kleiner Filmschauspieler einzig und allein von der statt­lichen Länge seines Bartes. Man erzählt sich, daß dieser Mann seinen konkurrenzlosen Bollbart jeden Morgen in heißer Milch wäscht.

Als in Rußland nach der Zar regierte und die damalige Hauptstadt des russischen Reiches noch nicht Leningrad, sondern Petersburg hieß, lebte in Petersburg ein Bäckermeister namens Ewdakoff. Herr Ewdakoff hatte eine frappante Aehnlichkeit mit dem russischen Zaren. Die Menschen standen vor seinem Geschäft Schlange, um den Doppel­gänger Nikolaus II. von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Er hatte die gleiche Schädelform wie der Zar, dieselben Haare, dieselbe Nase, denselben Mund: man hätte mit einem Wort im ersten Moment schwören können, daß dieser Mann ein Zwillingsbruder des russischen Zaren fei, wenn ja, hier beginnt die Geschichte interessant zu wer­den. Nikolaus II. hatte einen Bart, der Bäcker­meister Ewdakoff jedoch war glatt rasiert. Als er merkte, daß die Aehnlichkeit mit dem Zaren sehr be­lebend auf den Geschäftsgang seines Ladens wirkte, entschloß er sich, sich einen Bart stehen zu lassen, haargenau" wie der Bart seines prominenten Vor­bildes. Die Brötchen des Bäckermeisters Ewdakoff »gingen weg, na ebenwie warme Sem- 'meln", jeder wollte den majestätischen Vollbart bewundern.

Es wäre zu wünschen, wenn dem Aufrufe des Reichsministers Dr. Goebbels auch die Industrie und der Handel bei ihren Bauvorhaben sowie die größeren Privatbauherren in angemessenem Umfange Folge leisteten, so daß zugleich mit der großzügigen Arbeitsbeschaffungsaktion sich auch die Kunst wieder in größerem Maße als in der letzten Zeit auf dem Gebiete des Bauwesens Eingang verschaffen könnte.

Die Reichskammer der bildenden Künste, Berlin C 2, Schloß, Schlüterhof, der alle bildenden Künst­ler ^ur Ausübung ihres Berufes angehören müssen, sowie ihre einzelnen Landesstellen sind jederzeit gern bereit, allen Bauverwaltungen und anderen Bauherren kostenlos den Nachweis entsprechsnder Künstler (Architekten, Maler, Bildhauer, Graphiker, Kunsthandwerker) zu vermitteln und auf Anfrage jede gewünschte Auskunft zu erteilen.

Der Sarkophag als Brunnenfrog.

Im altberühmten Kloster Lorsch bewahrt man in der sogenanntenfränkischen Königshalle" die jetzt wiederhergestellt wird, u. a. den riesigen Steinsarkophag des in Lorsch verstorbenen und beigesetzten Herzogs Tassilo von Bayern auf. Der Boden des Sarges zeigt ein merkwürdiges kreisrundes Loch; er wurde früher in einem Dorf der Umgegend als Brunnentrog benutzt! Die Königshalle" selbst, das interessanteste Bauwerk des Klosters aus dem 8. Jahrhundert, soll nun auf Betreiben der * Gemeinde Lorsch ihre zahlreichen Altertumsschätze, darunter den wertvollen Mosaik- Fußboden, Grabplatten usw., aus dem Darm­städter Museum zurückerhalten und noch in diesem Sommer zum Heimatmuseum eingerichtet werden. Die Wiederherstellungsarbeiten werden von Prof. Be h n - Mainz geleitet, dem es gelungen ist, im ehemaligen Obergeschoß der Königshalle uralte kostbare Fresken aufzudecken.

Aus aller Welt.

Sängerfeff in St Louis. Stürmisches Bekenntnis zum neuen Deutschland.

Als Auftakt zum 38. S ä n g e r f e st veranstaltete das Deutschtum von St. Louis einen großartigen Empfang zu Ehren des deutschen Botschafters und der aus allen Teilen Amerikas erschienenen Sän­ger sowie besonders der Angehörigen des Doppel­quartetts des Berlin o>r Leyrergesang- Vereins. Der deutsche Botschafter Dr. Luther bezeichnete in seiner oft von brausendem Beifall un­terbrochenen Rede die starke Regierung des neuen Deutschland als den besten Bürgen für den Frie­den. Er rühmte weiter die Entschlossenheit des deutschen Volkes, sich aus eigener Kraft von den verheerenden Folgen des Versailler Diktates zu be­freien. Anschließend brachte das Professor Felix S ch m i d sche Doppelquartett mehrere Lieder zu Gehör und bedankte sich damit gleichzeitig für den Empfang am Bahnhof durch die deutsch-amerikani­schen Sänger.

Schweres Unwetter über dem Saargebiet.

Am Freitagabend ist über dem Saargebiet ein schweres Gewitter niedergegangen, das zwar ben seit langem ersehnten Regen in reichem Maße brachte, aber auch großen Schaben an­richtete. Besonders im Warndt hat das Gewitter ziemlich übel gehaust. In Groß-Rosieln und Um­gebung schlug der Blitz in mehrere Häuser ein. Die Wassermassen stürzten sich von den Bergabhängen in die Straßen und rissen bas Pflaster an vielen Stellen vollständig auf. Felder und Gärten wur­den völlig überschwemmt. Die Hauptstraße von Groß-Rosseln gleicht einem Sandmeer. Ein kleines Kind wird vermißt; man befürchtet, daß es fortge­spült wurde und ertrunken ist. Der Straßenbahnver- febr nach Völklingen mußte eingestellt werden. Es wurde ein Omnibusbetrieb eingerichtet. Dabei hat

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Wettervoraussage.

Von Frankreich her hat sich eine flache Störung bis nach Westdeutschland vorgearbeitet, so daß nun­mehr verschiedenartige Luft zufließt. Somit dürfte zunächst noch mit Wolkenbildungen und vereinzelt auch mit gewittrigen Niederschlägen zu rechnen fein. Da sich aber vom Atlantik her erneut hoher Druck östlich ausbreitet, wird sich späterhin die Wet­terlage wieder beruhigen.

Aussichten für Sonntag: Wolkig und wieder aufheiternd, schwül, nur vereinzelt etwas gewittriger Regen.

Lufttemperaturen am 1. Juni: mittags 27,3 Grad Celsius, abends 17 Grad; am 2. Juni: morgens 14,4 Grad. Maximum 27,4 Grad, Minimum 10,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Juni: abends 24,4 Grad Celsius, am 2. Juni: morgens 18,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 121/» Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: I. D.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. IV. 34: 11 200. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

genommen haben. Da ein großer Teil der Wald­brände auf die Fahrlässigkeit des Publikums zurück­zuführen ist, wurde das Betreten der Staats­waldungen allgemein verboten.

Riesenfeuer In einer Elbinger Fabrik.

Ein großes Brandunglück suchte nächtlicher­weile die Stadt Elbing heim. In der bereits 1927 abgebrannten und dann wieder neuerbauten Holz­industrie Wittkowski brach Feuer aus, das in dem riesigen, etwa 100 Meter langen Trocken­lager reiche Nahrung fand. Die Feuerwehren von Elbing und aus den benachbarten Orten sowie Hunderte von Helfern von der SA., SS. und PO. mußten sich darauf beschränken, die anliegenden Ge­bäude vor dem Uebergreifen des Feuers zu schützen. Der riesige Gebäudekomplex brannte vollständig nie­der. Die Feuerwehren und Hilfsmannschaften waren bis zum frühen Morgen mit den Löscharbeiten be­schäftigt. Nach längerer Zeit hatte die Fabrik wieder voll zu tun und konnte in den letzten Monaten über 100 Arbeiter neu einstellen. Die Belegschaft betrug gegenwärtig 350 Mann, die nun Arbeit und Brot verlieren. Der Schaden dürfte etwa 160 000 RM. betragen.

Feuer in einer Vrikettfabrik. Ein Toter, vier Gasvergiftete.

In einer der vergangenen Nächte wurde die Ort­schaft Somain in der Gegend von Lille von schwe­ren Gewittern heimgesucht. Ein Blitzschlag zündete in einer Vrikettfabrik, die in kurzer Zeit in hellen Flammen stand. Eine Reihe von Arbeitern, die Nachtschicht hatten, kamen dabei zu Schaden. Durch die sich entwickelnden reichen Gase fand einer von ihnen den Erstickungstod. Vier andere muhten in bedenklichem Zustande in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Raubüberfall auf ein Pfarrhaus.

In einer der letzten Nächte wurde in das Pfarr­haus in Inden bei Jülich eingebrochen. Der 64jährige Dechant K l o e ck e r bemerkte in einem Nebenzimmer verdächtige Geräusche. Er stand auf und begab sich sofort in das Zimmer. Dort wurde er von mehreren Männern überfallen, die ihn mit vorgehaltener Schußwaffe zur Herausgabe des Geldes auforderten. Der Ueberfallene kam mit den Einbrechern ins Handgemenge, wobei diese Feuer gaben. Dabei wurde Kloecker lebensgefähr­lich verletzt. Die Täter verließen hierauf, ohne etwas geraubt zu haben, fluchtartig das Pfarrhaus

Erdbeben in Afghanistan. Ein ganzes Dorf verschwunden.

Ein aus 150 Häusern bestehendes afghanisches Dorf ist nach einem außergewöhnlich heftigen Erd­beben völlig von der Erde verschlungen worden. Da der Naturkatastrophe starke Regenfälle und donnerähnliche Geräusche im Erdinneren vor­ausgegangen waren, waren die Einwohner ge­warnt und konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Reichsfrauenbund im Deutschen Roten kreuz.

Innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes sind jetzt sämtliche Frauenvereine zu einer einheitlichen Organisation, dem Deutschen Roten Kreuz- Reichsfrauenbund zusammengeschlossen wor­den. Diese bedeutsame organisatorische Aenderung soll die Frauenarbeit noch straffer als bisher in den Dienst des Deutschen Roten Kreuzes an den Staatsaufgaben eingliebern. Die langjährige Vor­sitzende des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz, Dr. h. c. ©räfin von der Groeben, ist gleichzeitig von ihrem bisherigen Amt zurückgetreten, nachdem sie die Satzung des neuen Bundes vorbereitet und in Kraft gesetzt hatte. Dr. h. c. Agnes Gräfin von der Groeben, geb. von Kleist, steht im 72. Lebensjahre. Seit ihrer Jugend war sie führend in der Entwicklung des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz tätig, seit 1916 als feine erste Vorsitzende. Der Um­gestaltung des Deutschen Roten Kreuzes unter nati­onalsozialistischer Führung stellte sie sich bebingunas- los zur Verfügung, indem sie selbst die Einglieoe- rung der Frauenvereine vom Roten Kreuz in den neuen Staat vorbereitete. Reichspräsident von Hindenburg hat an Gräfin von der Groeben ein Schreiben gerichtet, in dem er es als ein Herzensbedürfnis bezeichnet, ihr für alles zu danken, was sie in schweren Kriegs- und Friedensjahren durch ihre Arbeit im Deutschen Roten Kreuz für Volk und Vaterland geleistet hat. Als äußeres Zeichen feiner Anerkennung übersandte der Reichspräsident der Gräfin sein Bild mit Unterschrift.

Aus Königshütte wird Groß-Lhorzow.

Der Schlesische Sejm nahm, wie aus Kattowitz gemeldet wird, in feiner Sitzung am Mittwoch den Antrag des Wojwodschaftsrates an, hie beiden Ort- schäften Chorzow und Neu-Heiduk in die Stadt- gemeinde Königshütte einzugemeinden und diese in Groß-Chorzow umzubenennen. Da­mit gehört vom 1. Juli ab der Name Königshütte der Vergangenheit an. Groß-Chorzow wird mit einer Einwohnerzahl von 104 000 Großstadt.

evangelisch-theologischen Fakultäten haben in länge­ren Erklärungen zu der gegenwärtigen kirchlichen Sage Stellung genommen. Besonders bedeutsam ist die Erklärung der Theologischen Fakultät Erlan­gen, die von sechs Professoren, u. a. von dem be­kannten Theologen Paul A11 h a u s unterzeichnet ist. Diese Theologen sehen nach wie vor das not­wendige Ziel ber kirchlichen Entwicklung in ber Gilbung einer großen lutherischen Kirche beutscher Nation.Hierfür ist aber", so heißt es in ber Erklärung,eine bekenntnismä­ßige Lutherische Kirchenregierung, unter Wahrung ber Sonberstellung ber Reformierten Kirche, eine selbstverstänbliche Bebingung. Ein Aufgehen lutheri­scher Kirchen in ber Deutschen Evangelischen Kirche widerspricht dem Kirchengebanken bes lutherischen Bekenntnisses, solange nicht ber lutherische Charak­ter ber Deutschen Evangelischen Kirche gesichert ist. Nach diesem Bekenntnis gibt es keine Kirchen- einheit ohne Einheit ber Kirchen- lehr e."

Die Erklärung ber Theologischen Fakultät Leip- z i g weist u. a. barauf hin, baß nach lutherischer Auffassung bie äußere Drbnung ber Kirche ben Geist ber Bibel unb ber Bekenntnisschriften nicht ver­leugnen bürfe.In letzter Stunbe, so heißt es weiter, beschwören wir die Regierungen ber beutschen Kir­chen, vor allem ber Reichskirche, wenn wahrhaft ber Kirche Jesu Christi unb dem deutschen Volk gedient werden soll, von der diktatorischen Handhabung des Führerprinzips auf kirchlichem Gebiet äbzulafsen unb auf ben klaren Rechtsboben ber beutschen Kir- chenverfassung vom 14. Juli 1933 zurückzukehren."

Die Theologische Fakultät Jena wenbet sich mit einem Appell zum Frieben an bie Öffent­lichkeit.Wir wollen nicht", so heißt es in ber Er- flärung,baß um ben Preis eines falschen Friebens bas Evangelium verleugnet wirb; aber wir richten im Blick auf bie gegenwärtige Lage ber Kirche an alle Pfarrer unb Gemeinben ber Thüringer Lanbes- kirche bie herzliche Bitte, allen unchristlichen Streit zu begraben unb in einem Geiste unb mit aller Kraft für die Sache Christi in unserem Volk und Land einzutreten. Die schlimme Zwie­tracht hat den Feinden der Kirche Anhänger in Massen zugetrieben. Ihr gilt es mit aller Entschie­denheit zu begegnen, von welcher Seite sie auch komme." Angesichts der geplanten Tagung der Nationalsynode der Reichskirche, die im Juli in Wittenberg ober Berlin ftattfinben soll, ge­winnen biefe Kunbgebungen an befonberer Be- beutung.

Der AeichsernährungSminister warnt vor Preissteigerung für Oel.

Berlin, I.Juni. (DNB.) Infolge ber Devisen­lage ist eine Einfuhrsperre für Oelsaa- ten unb Oelfrüchte notroenbig geworben. In : ben letzten Tagen hat sich aber gezeigt, baß biefe ; Verknappung bes Rohmaterials teilweise zu einer spekulativen Preistreiberei fürOel- ' kuchen benutzt worben ist. Daß es sich um reine

Spekulationsmanöver hanbelt, beweist bie Tat- fache baß bie eigentlichen Oelkuchenerzeuger, bie Oelmühlen, bie Preise nicht erhöht haben Das Reichsernährungsmimsterium erklärt, daß es nicht gewillt ist, diese Preisstei- g e r u n g e n 3 u b u l b e n. Sollten bie Preiserhö­hungen nicht unterbleiben, so würben Gegenmaß­nahmen burchgeführt werben.

Fristverlängerung für die Beendigung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Berlin. 1. Juni. (DNB.) Mit Rücksicht auf bie Entwicklung bes Arbeitsmarktes in den ersten Monaten hat ber Reichsarbeltsminlster sich im Einvernehmen mit bem Reichsfinanzmlnlster damit einperftanben erklärt, bah, ebenso wie bie Instand­setzungen unb Umbauten von Wohnungen, nunmehr auch bie Arbeiten bes A r b e i t s b e s ch a f f u n g s -

i Programms vom 1. Juni 1933 (erstes Ge­setz zur Verminberung ber Arbeitslosigkeit) bie nach Der Durchführungsverorbriung vom 28. Juni 1933 möglichst bis zum 1. Juli b. I. d oJI«

I enbet werben sollten, bis zum 31. Marz 19 3 5 erftrerft werben können. Soweit in be« fonberen Ausnahmefällen bie Frist für bie Be­endigung ber Arbeiten bei der Bewilligung der

In der in Mannheim ausgetraqenen 2 2. Schach­wettkampfpartie spielte Dr. Aljechin als f ,. .. . .. . f. --

Anziehender. Eine indische Eröffnung ging bald in \ einen Radfahrer und verletzte ihn rötlich. Der

ein reguläres Damengambit über. Bogoljuboro, Sachschaden in Groß-Rosseln wird auf mehrere hatte einen isolierten Bauern zu verteidigen. Nach; hunderttausend Francs ge|chatzt. Der Gesamtschaden mehrfachem Tausch brachte er ein vielleicht nicht ist noch nicht zu übersehen weil die tiefer liegenden . .. (YX . r .. m. 't unter ffnnhon unb Fnft

Weisse und gesunde Zähne