rx Handelt wendet der Verfasser der Propaganda des - status quo - Standpunktes zu. Diese Scheinlösung,
Oie Lag- im November
Die Eicheln haben ferner große Flüge von Ringeltauben in unseren Revieren zuruck- aehalten, die jagdliche Abwechslung bieten. Nach den Erfahrungen aus dem Winter 28/29 werden sie
die in Wirklichkeit eine französische Lösung bedeuten würde, würde den völkischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenbruch des Saargebietes bedeuten. Längst hat Frankreich erkannt, daß eine Abstimmung im Saargebiet zu seinen Gunsten mit lauteren Mitteln niemals zu erreichen ist. Deshalb ist es auch bereit, die Propagierung des status quo- Standpunktes heute offen und geheim zu unterstützen. Es gilt darum, den Deutschen an der Saar die ganze Gröhe dieser Gefahr jetzt aufzuzeigen. Völkisches und kulturelles Leben, Wirtschaft und Politik ketten das Saargebiet an Deutschland. Jede andere Lösung würde die Verewigung des deutsch, französischen Konfliktes bedeuten.
auch hier überwintern. r _
Die Waldschnepfe ist auf dem Zug und kommt gelegentlich beim Treiben vor, oder wird auf dem Abendstrich beobachtet.
Der E n t e n z u g war bis jetzt noch recht schwach. Der trockene Sommer ist den Enten schlecht bekommen, wie die Nachrichten aus großen Brutgebieten besagen. Vermutlich wird bei Einsetzen kälteren Wetters auch den Zuzug nordischer Enten bringen.
Das Rebhuhn hat noch Schußzeit und kann gelegentlich noch bejagt werden. Die planmäßige Jagd ist zu Ende.
Allmählich gewinnt das R a u b w i l d mehr Interesse, weil die Bälge gut werden. Die Erfahrung hat gezeigt, daß noch nicht alle Tellereisen zum alten Eisen gewandert sind. Es empfiehlt sich dringend, daß die Jagdherren ihr Personal auf das gänzliche Verbot des Fanges mit Tellereisen Hinweisen. Die Strafen sind sehr empfindlich. Wenn nun der Fuchsfang nicht mehr solche Strecken liefern wird wie seither, dann ist um so mehr mit schönen, erfolgreichen Drückjagden zu rechnen, die dann einsetzen, wenn der Balg wirklich einmal gut ist.
Der Dachs ist jetzt am besten im Feist und wird gegraben.
Neben der Vorbereitung der Winterfütterung sei bezüglich der Wildhege vor allem auf die Neubeschickung, oder Neuanlage von S a l z l e ck e n hingewiesen. Die Anlage im Frühjahr erfolgt meist zu spät und verfehlt ihren Zweck. Das Wild muß das Salz bereits kennen und angenommen haben, wenn es dieses aus gesundheitlichen Gründen nötig hat.
Hubertus.
— Fritz Reinhardt: Die neuen Steuergesetze, Jndustrieverlag Spaeth & Linde, Berlin W 35. Preis RM. 4,00. — (471.) — Die große Steuerreform ist mit den Gesetzen vom 16. Oktober 1934 um einen weiteren Schritt vorangekommen. Die damit geschaffenen Neugestaltungen stellen die heute im Rahmen des Möglichen liegenden ersten Ansätze der Verwirklichung eines vieljährigen Gesamtplanes dar, der auf grundlegende Vereinfachung des Steuerrechts, Anpassung an die Grundsätze des Nationalsozialismus und an die Umstellungen im Rahmen der Reichsreform sowie auf Senkung der Steuerlasten hinzielt. Staatssekretär Fritz Rein- Hardt, der Schöpfer der Steuerreform, hat es persönlich unternommen, die neuen Steuergesetze von diesen großen Gesichtspunkten her darzustellen. Sein Buch stellt sich zur Aufgabe, jeden Volksgenossen mit den vielen Neuerungen, die die Gesetze bringen, vertraut zu machen. Das geschieht in leicht faßlicher Sprache. Da schon die Veranlagung zur Einkommensteuer für 1934 nach den neuen Bestimmungen erfolgt, liegt schnelle Unterrichtung im persönlichen Interesse jedes einzelnen. Das gleiche gilt für die Vermögenssteuererklärung, die Körperschaftssteuer, erklärung und das Reichsbewertungsgesetz, Neuregelung der Lohnsteuer, der Bürgersteuer und des Steueranpassungsgesetzes. Das Buch enthält außer dem Wortlaut der 10 neuen Gesetze eine besondere Einführung zu jedem einzelnen Gesetz und eine Uebersicht über die Aenderungen gegenüber dem bisherigen Recht.
— Paul von Elsner: Das „gelobte Land". Die Wahrheit über das heutige Rußland. Nach Erlebnissen eines Deutschen während der letzten 8 Jahre. Verlagsanstalt I. G. Huch, Berlin-Wilmers- dorf, Kaiserplatz 11. Einzelpreis 1,35 RM. — (362)
— In Band 36 der bekannten, bei Stalling in Oldenburg erscheinenden Sammlung der „Schriften an die Nation" schildert Friedrich Wilhelm Fl ei- scher in einer Novelle die phantastische Sturm- fahrt des kleinen Seglers „Tinto" im Jahre 1915 von der Küste Chiles bis nach den Ge- staden Nordeuropas. Der unverwüstliche Kampf- geist der Marine, die verwegensten Abenteuer aus wilder Zeit werden in dieser Schilderung wieder lebendig. — (140) —
Büchertisch.
— Professor D r. Friedrich Grimm: „Frankreich an der Saar". Der Kamps um die Saar im Lichte der historischen französischen Rheinpolitik. Mit 7 Abbildungen. Kart. RM. 2,00, Leinen RM. 3,50. Hanseatische Derlagsanstalt Hamburg, 1934. — (423.) — Mit Grimm, dem bekannten deutschen Verteidiger in vielen Prozessen während der Besatzungszeit ergreift einer der besten Kenner der traditionellen französischen Rheinpolitik das Wort in der Saarfrage. Die Saarfrage ist nicht allein aus dem Versailler Friedensvertrag zu verstehen. Grimm greift deshalb in die französische Geschichte zurück und zeigt die Zielrichtung der Politik Frankreichs zur Zeit Richelieus auf. Das ewige Ziel seit dieser Zeit war und ist der Rhein als Grenze. Richelieus Testament, die traditionelle historische Politik Frankreichs, wurde noch von allen seinen Politikern konsequent verfolgt. Klar weist Prof. Grimm in diesem Buch nach, daß Frankreich keinen natürlich begründeten Anspruch auf das Saargebiet geltend machen kann. Die Pläne, die es verfolgt, haben vielmehr einen rein annexioniftifchen Charakter. Seine ganze Aufmerk-
verlängerung ist ja heute nicht, mehr gegeben, da nur noch im Rahmen des Abschußplanes, nicht aber nach freiem Ermessen eines Schießers gejagt wer- beDubrdhrfbie reiche Eichelmast ist der gesundheitlich- Zustand des Rehwildes sthr gut. und der Jager; dar, wohl zuversichtlich hosten, daß gute Gehörne. die Folge sein werden, während sie m diesem Jahre recht gering ausfielen. Wem sich Gelegenheit„bietet Eicheln zu sammeln und zu lagern, der sollte die günstige Gelegenheit nicht vorubergehen la sen.
9 Bei dem Abschuß des weiblichen Rehwildes sind- vor allem Schmalrehe und geringe Kitze abzu- j schießen. Wer viele Ricken von den Kitzen wegschießt, schadet sich selbst für Jahre und gefährdet fernen ^D^ Waldtreibjagden sind im Gange und gelten vorwiegend dem Hasen. Unsere Warnung im Oktober vor vielen kleinen Hasen wurde durch die Strecke verschiedener Jagden bestätigt. Auch litten bis jetzt die Waldstrecken z. T. darunter, daß noch sehr viele Hasen im Felde liegen, das in diesem Jahre durch den Anbau von viel Grunsutter auffallend viele Deckung bietet. Der Hase ist das für die Jaqdkasse wichtigste Wild. Darum schneidet der sich ins eigene Fleisch, der diese Jagd unpfleglich ausübt. Dazu gehört vor allem die häufige Sud)1 jagb, bei der eine Menge Hasen bei dem schlechten Schuh spitz von hinten angebleit werden. Wer ein einigermaßen großes Revier besitzt, bejagt fein Feld nur auf einer Treibjagd und schießt sich ferne Küchenhafen auf einem Jagdteil, der von der Treib- jagb ausgenommen wird. Leider sind sehr viele Reviere bei uns von dieser Art der Bejagung noch | weit entfernt. Man schießt nach Möglichkeit aml Waldrand, wenn der Hase abends zu Felde rückt, sucht dann in jeder freien Stunde und lädt dann noch einmal als besonders höflicher Gastgeber Gäste zu einer Treibjagd ein, um schließlich den Rest noch auf der „Nachsuche" nach dieser Jagd zu befunfen. Das sind Methoden, die mit Weidgerechtigkeit nichts zu tun haben und an den Pranger gehören. Sie sind üblich in den Revieren, in denen man alles hegt, was man beim Abschuß mit dem besten Willen nicht erwischen kann. Diese Revierinhaber haben keine Ahnung davon, wie sehr dankbar der Hase für eine schonende Bejagung ist, und wie sicher sie auch bann in schlechten Jahren mit einer erträglichen Strecke rechnen können. Musterbeispiele für beide Fälle gibt es bei uns genug. Hoffentlich fetzt auch hier recht bald die kräftige Hand einer energischen Jaqbbehörde ein.
Der Fasanenbefatz hat sich erfreulich gehoben. Auch ihm kommt die Eichelmast zustatten. Aber trotzdem ist es unbedingt nötig, die Fütterungen mit Kaff zu beschicken, damit der Fasan weiß, wo er etwas findet, wenn der erste Schnee kommt. Der Abschuß von Hennen hat noch vollkommen zu unterbleiben.
Der Bergwald scheint zu brennen, wenn die Herbftsonne auf die Buchen scheint, im Winde fällt Blatt um Blatt langsam zu Boden, der wie mit Gold überdeckt ist, das Fallaub raschelt, wenn der Hase durch den Hochwald zur Aesung hoppelt. Der November ist da, der Monat der Waldjagd, der Monat, in dem die Jäger ihr Fest des Jahres, den „Hubertus-Tag" (3. November) feiern.
Im Rotwildrevier ist die Brunft vorüber, der Abschuß guter Hirsche, soweit solche überhaupt in diesem Jahre geschossen werden dürfen, meist beendet. So kann die Jagd nur noch schleckt veranlagten, aus hegerischen Gründen unerwünschten Ab- schußhirschen gelten. Dor allem aber muß es jetzt darum gehen, den notwendigen Abschuß an Kahlwild durchzuführen. Daß dieser Abschuß durchgeführt werden muß, ist immer wieder von den zuständigen Stellen betont worden. Denn nur damit läßt sich der Rotwildbestand Deutschlands auf die Dauer erhalten, daß das Heranhegen übergroßer Kahlwildmengen unterbleibt. Ein besseres Geschlechtsverhältnis verspricht ja doch auch in späteren Jahren dem Jäger viel sicherer das, was er sucht: mehr und bessere Hirsche. Dasselbe gilt für die Jagd auf das Damwild.
Den Sauen ist in diesem Jahre, wie allem Wild, infolge der starken Eichelmast der Tisch reich gedeckt. In masttragenden Beständen wird daher auch am ersten mit der Möglichkeit zu rechnen sein, einem Stück die Kugel anzutragen. Eine planmäßige Bejagung wird aber erst einsetzen können, wenn Schnee fällt.
In unseren einheimischen Revieren spielt zur Zeit der Abschuß des weiblichen Rehwildes eine besondere Rolle. Es sind in manchen Revieren mit starken Beständen nicht unerhebliche Abschüsse durch die Forstämter festgesetzt worden. Die Praxis hat auch in Revieren, in denen der Abschuß ohne Treibjagd' unter Auswahl der zu schießenden Stücke früher schon üblich war, in diesem Jahre erhebliche Schwierigkeiten mit sich gebracht, soweit es sich um Laubwaldreviere handelt. In Hessen begann der Abschuß am 1. Oktober, d. h. zu einer Zeit, wo in diesen Revieren kein Reh mehr auf Feld ober Wiese austrat, weil überall die Eicheln fielen. Im Walde aber deckte das Laub die Stücke so, daß ein sicheres Ansprechen oder ein sauberer Schuß meist unmöglich waren, falls das Wild Überhaupt zur Beobachtung kam. Das wird an sich jetzt besser werden, wenn der Laubfall einmal weiter vorgeschritten ist. Aber es wird in vielen Revieren bann in ber noch zur Verfügung stehenden Zeit nicht mehr möglich sein, ben Abschuß zu erfüllen. Diese Verhältnisse sind den zuständigen Stellen zur Kenntnis gebracht worden. Eine Verlängerung der Schußzeit für weibliches Rehwild ist auch in Hessen genau so wie in Baden, Württemberg u. a. mit Sicherheit zu erwarten, nur steht der Endtermin noch nicht fest. Die Gefahr eines Mißbrauchs der Schußzeit
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