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Bereitungen getroffen werden müßten, und nach der anderen solle Herr Knox vor der schrecklichen Gefahr stehen, daß sich nationalsozialistische Orga­nisationenaufrührerisch betätigen". Es ist nicht notwendig zu betonen, daß eine Variation s o verrückt ist wieBie andere, daß Deutsch­land, das weiß, daß das Saarvolk geschlossen für die Rückkehr in seine alleinige deutsche Heimat stimmen wird, keine Ursache zu irgend­einem Gewalt st reich hat. Dieser Wunsch könnte höchstens dort gehegt werden, wo der Ab­stimmung als der kommenden Aufdeckung einer 15jährigen Lüge mit gewisser Sorge entgegenge­sehen wird. Und damit werden die französischen militärischen Maßnahmen, die die alleinige Tat­sache der Pariser Meldungen bleiben, zum Anlaß einer sehr e r n ft e n Beunruhigung, wo­bei wir allerdings hoffen, daß in den anderen

Hauptstädten Europas bekannt wird, welches ge­fährliche Spiel Frankreich wieder einmal treibt

DieGermania" schreibt: Unruhen und Wir­ren wollen nur diejenigen in das Saargebiet Ym- eintragen, die ein Interesse daran haben. Das Recht in ein Unrechten v e r k e h r e n, und diese Elemente stehen im Lager und im Solde Frankreichs. Die militärischen Vorbereitungen zum angeblichen Schutz des Saargebietes sind eine Drohung, die selbst wieder Unruhe stiftet, damit jene Elemente im Trüben fischen können. Der Grundsatz, daß die Drohung mit den Waffen, der Krieg die ultima r a 11 o zur Wah­rung des bedrohten Rechtes eines Volkes sei, wird hier ins Gegenteil verkehrt Denn hier wird zur ultima ratio gegriffen, um sie gegen das heilige Recht des Saarvolkes zu kehren.

Em empörendes Urteil

Oer Kriegsblinde Saarländer Rathke nach Lothringen gelockt und dort zu iVz Zähren Gefängnis verurteilt.

Was tut die Regierungs- kommission?

Saarbrücken. 31. Oki. (DRV.) vor dem Melzer Appellationsgericht wurde in dem sog. Röchling-Spionageprozeh das Urteil ge­fällt. Danach erhält der kriegsblinde Lei­ter der Röchlingschen Vetriebspolizei Rathke 2ll2 Jahre Gefängnis, Frischmann 3 Jahre, Balte 2*/a Jahre, Lihenburger 2'/- Jahre und Rupp 5 Jahre Gefängnis. Die beiden letzteren wurden in Abwesenheit verurteilt. Außerdem wurde auf Geldstrafe bis zu 1000 Franken und 10 bis 20 Jahre Landesverweisung erkannt.

Dieses ungeheuerliche Urteil hat i m ganzen Saargebiet lebhafte Empörung hervor- gerufen. Noch steht allerwärts in Erinnerung, wie es überhaupt zuwege kam, daß Rathke auf französischem Boden fest genommen wurde. Durch ein fingiertes Telegramm hatte die französische politische Polizei Rathke aus dem Saargebiet nach einem lothringischen Grenzort gelockt, wo er sofort mit einem Begleiter wegen angeblicher Spionage verhaftet wurde. Der erhobene Verdacht wurde durch die Ver­handlungen vor dem Metzer Gericht in keiner Weise erwiesen, da sich der Angeklagte über­haupt nie mit Spionage beschäftigt hatte. Allerdings unterhält die Firma Röchling in Völk­lingen ein politisches Büro, das sich mit den das Saargebiet betreffenden Fragen beschäftigt. Dieses Büro und ebensowenig der jetzt verurteilte kriegs­

blinde Rathke haben jedoch nie etwas mit Spionage zu tun gehabt. Den französischen Stellen kam es offenbar lediglich darauf an, unter bewußter Unter­stellung falscher Tatsachen ein Exempel zu st a t u i e r e n , das an die schlimmsten Zeiten fran­zösischer Kriegsgerichte erinnert. Nach dieser will­kürlichen Rechtsauffassung könnte also in Zukunst kein Saardeutscher mehr ungefährdet französischen Boden betreten, da m der einen oder anderen Richtung sich unvermeidlich jeder Saarländer in dem augenblicklichen Sta­dium der Abstimmungsoorbereitungen für den Ab­stimmungskampf einsetzt.

Die Verurteilung Rathkes läuft überdies auf einen glatten Bruch des f 0 g. Garantie- abkommens vom Juni d. I. hinaus. In diesem haben sich in Genf die Regierungen Frankreichs und Deutschlands feierlich verpflichtet, sich jeder strafrechtlichen Verfolgung eines ab- stimmungsberechtigten Saarländers wegen der von ihm eingenommenen politischen Betätigung während der Abstimmungszeit z u enthalten. Das vorliegende französische Terror- urteil ist geradezu eine Verhöhnung dieser feierlich eingegangenen Verpflichtung. Bis jetzt hat die R e> gierungskornmission des Saargebietes noch nichts unternommen. Man mag ihr vielleicht zugute halten, daß sie bisher nicht in ein schwebendes Ver­fahren eingreifen wollte. Jetzt, nach der Urteilsver­kündung, muß jedoch von ihr erwartet werden, daß sie gegen dieses Urteil, das Saardeutsche einzig und allein wegen ihrer vaterländischen Haltung im Saar- kamps zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, unter Berufung auf das Genfer Garantieabkommen Einspruch erhebt.

Gchulgemeinde statt Elternbeirat.

Zusammenwirken von Elternschaft/ Lehrerschaft und Hitlerjugend.

Dmtlang der Erziehung.

Ein Erlaß des Reichserziehungsministers.

Berlin, 31. DEL (DRV.) Das Verhältnis zwischen Elternschaft, Schule und Hitlerjugend, soweit deren Angehörige Schüler sind, wird durch einen Erlaß des Reichserziehungsministers Rust neu geregelt: Statt des Elternbeirates wird dieS ch u l- aemeinde" eingeführt, die sich aus sämtlichen Lehrern der Schule, aus den Eltern der Schüler und aus den Beauftragten der HI. zusammensetzt.

Führer der Schulgemeinde ist der jeweilige Schulleiter. Er beruft zu seiner Unterstützung in der Schulgemeinde je nach der Größe der Anstalt zwei bis fünfIugendwalter" aus d e n Kreisen der Eltern und Leh­rer. Im Einvernehmen mit dem zuständigen Ge­bietsführer der Hitlerjugend wird in diesen Kreis derJugendwalter" auch ein HI. - Führer entsandt.

In dem Erlaß heißt es u. a.: Wenngleich Eltern­haus, Schule und Hitlerjugend, jede für sich, auch besondere Erziehungs-Aufgaben in eigener Verantwortlichkeit haben, so tragen doch alle gemeinsam die Verantwortung für das Gelingen des G e s a m t w e r k e s der Erziehung, also auch für die Einrichtungen erziehlicher Art, an denen sie nicht unmittelbar beteiligt sind. Alles Mühen um das erziehliche Wollen in den ver­schiedenen Gruppen der Erzieher erfüllt seinen Sinn doch nur dann, wenn es sich bewußt wird, daß es nur Teilschaffen im Gesamtjugend­erziehungsplan des Staates ist. Aus dieser Begrün­dung heraus hat auch der Reichsjugendführer der NSDAP, seine Zustimmung für die Entsendung von HJ.-Führem bzw. BdM.-Führerinnen in den Kreis der Jugendwalter gegeben.

In den dem Erlaß beigegebenen Richtlinien werden die Aufgaben der Schulgemeinde folgender­maßen Umrissen: Die Erziehungsziele des neuen Staates sind darzustellen und dem Ver­ständnis der Allgemeinheit zu erschließen. Hier sind staatliche Familienfürsorge, Rassefragen, Erblehre, Erbgesundheitspflege, Körperzucht, Arbeitsdienst und Jugendbund zu behandeln! Die freiwillige Mithilfe bei der Verbesserung von Schuleinrich­tungen ist zu fördern! Durch Veranstaltungen wie Vortrags- und Lichtbildabende, Schulausstel­lung, Sportfeste, Schul- und Volksfeiern, Wande­rungen, ist die Gemeinschaft aller Er­ziehungsbeteiligten äu pflegen. Erziehungs- kundliche Fragen sollen in Der Schulgemeinde be­sprochen und mit Verständnis nahegebracht werden. Dabei ist kein Tätigkeitsfeld ausgeschlossen, das dem Gedeihen der völkischen Erziehung in Haus, Schule und Jugendbund Dienen kann. Die Juaend- w alter werden zu Schuljahresbeginn auf ein Jahr bestellt. Vor ihrer Berufung wird der zu­ständige Drtsgruppenleiter Der NSDAP, gehört.

*

Solange die Menschheit lebt, spielt die Erziehung in ihrein Dasein eine große Rolle. Die Form der Erziehung des Nachwuchses hat im Laufe Der Jahr­hunderte und Jahrtausende ständig gewechselt, lieber» lebtes wurde fallen gelassen, Neues und Unentbehr­liches trat hinzu, bis auch hier wieder die Gegen- wart gebieterisch die Beseitigung veralteter Erzie­hungsmethoden erheischte. Wandelten sich die Aeuher- lichkeiten der Erziehung, änderte sich auch mitunter der materielle Untergrund, so blieb doch stets bei uns oft leider nur unbewußt, der Grundgedanke erhalten, daß in der Erziehung des Nachwuchses das Schicksal der Nation verankert ist. Eine neue Zeit ist angebrochen, ein Geist beseelt unser

Volk. Damit ist auch der Erziehung eine feste Dahn bereitet worden, ohne daß nun die Erziehungs- Methoden erstarren und verknöchern sollen. Gerade das will Der Reichserziehungsminister Rust mit seinem Erlaß über die Schulgemeinde Elternhaus, Lehrerschaft und Hitlerjugend Der­rn eitien, Die an Die Stelle Des Elternbeirates tritt. Soll das Werk gelingen und Die Erziehung lebendig bleiben, Dann muß Dieses Dreigespann harmo- nisch Zusammenwirken. Ein Unglück wäre es, wenn alle Drei glaubten, sich gegenseitig im Er­zieherischen Den Rang ab laufen zu müssen. Der Leid­tragende wäre doch nur der Nachwuchs, das Nach­sehen hätte die Nation. Zwar sind Die Erziehungs­aufgaben umrissen, aber nun müssen auch Die Er- ziehungsberechtigten voller Weisheit und Klugheit zu Werke gehen. Denn sie haben die Heranwachsende Generation zu formen, daß sie zurn f e st e n Grundstein für die Nation wird, damit unser Volk niemals wieder irgendwelchen Gefahren ausgesetzt wird, wie sie in Der Vergangenheit mehr als einmal grabe auf Dem Gebiet Der Erziehung hervorgerufen wurden.

Der Trierer Philologentag.

Trier, 31. Dkt. (DNB.) Am Dienstag wurden Die Arbeitssitzungen Der Generalversammlung Der deutschen Philologen und Schulmänner fortgesetzt. Besonders stark beachtet wurden die Vorträge in Der Fachgruppe Geschichte, in der Privatdozent Dr. L i n tz e l - Halle überDie Eroberung Sachsens durch Karl den Großen" und Prof. Dr. Hofmeister (Braunschweig) über Germanenkunde und nationale Bil­dung" sprachen. Der erste Vortrag versuchte, dem historischen Widerstreit zwischen dem Frankenkönig und dem großen Sachsensührer Widukind gerecht zu werden und die Begebenheiten um die Erobe­rung des Sachsenlandes durch die Franken ge­schichtswissenschaftlich zu klären. Dr. Lintzel schil­derte Den Kampf um Sachsen als den Kampf Des Sachsenvolkes gegen Den Verrat Des ADels, Der sich um machtpolitischer Ziele willen Dem Frankenkönig zugewandt hat. Dem Vortrag folgte eine lebhafte Aussprache

In Der Abteilung für Sprache und Vorge­schichte kamen zu Wort Dr. Schmitt (Rostock) über das ThemaVolker, Staaten und Sprachen in der europäischen Geschichte", Dr. Schmidt- Rohr (Frankfurt) über das ThemaSprachen­kampf im Völkerleben" und Dr. Steche (Berlin) überWirkungen der Sprache im Volksganzen". Diese drei Vorträge ergänzten sich überaus glücklich. Sie wurden in der Nachmittagssitzung zu einer ge­wissen Abrundung geführt durch die Ausführungen von Professor Weisgerber (Heidelberg) über Sprachforfchung und Volkswissenschaft". In dieser allgemeinen Sitzung sprach ferner Prof. Schoeff- l e r (Köln) über englische Sportentwicklung als Ausdruck der Volksart

In den Sitzungen der Fachgruppen Erdkunde und Biologie sprachen Prof. Metz (Erlangen) über Landeskunde und Volkskunde, Privatdozent Dr. Overbeck (Aachen) über Standortfragen der Saarwirtschaft, Prof S ch r e p s e r (Frankfurt) über das Rhein-Main-Gebiet als Verkehrs- und Wirtschaftsraum sowie Dr. Krau (Köln) über die Industriegebiete Frankreichs. Die Fragen des bio­logischen Denkens im Unterricht behandelte Privat­dozent Dr. H e i d e r rn a n n s (Bonn), während Prof. Reichenfperger (Bonn) das gegenwär­tige aktuelle Problem der Naturschutz-Denkmals­pflege aufzeigte.

Vom schöpferischen Handwerk.

Bereitet den Boden für die Wiedererweckung einer echten Volkskunst!

Don Dipl.-Zng. Dr. Wilhelm Völler.

VI.

Guter Sinn in schöner Form

Und nun endlich zum wertvoll-schönen Gegen- stand. . ...

Es ist ganz natürlich, daß wir uns erst so spat noch einmal ihm zuwenden. Denn Die Hauptsache ist er nicht. Die Hauptsache ist Der Mensch. Ihm Dient er unD hat nur Wert, soweit er ihm Dient.

Dies ist ein uralter Wesenszug Der Deutschen, Daß sie Die Dinge in ihrer Dinglich-greifbaren Ge­stalt nie über Gebühr geschätzt haben. Nicht was ein Ding i st, sonDern was es b e d e u t e t, Darauf kommt es ihnen an. Daher bleibt ihnen ein Gegen- ftanD, Der roeDer zum Beschauer noch zur Umwelt Zusammenhänge aufweist, tot und stumm, auch wenn er äußerlich schön unD linienrein erscheint.

Heute roirD gegen Diese Deutsche Einstellung schwer gefünDigt, unD zwar geraDe Dort, wo sich Kunst unD Handwerk gesellen. Vielem eifrigen künstleri­schen Streben blieb Der Erfolg versagt, weil es sich in formaler Schönheit erschöpfte. Man soll gewiß nach schönstmöglichen Linien unD Ornamenten suchen. Aber sie sinD Hilfsmittel künstlerischen AusDrucks. Das eigentliche Ziel sinD sie nicht. Wer im Ornamentalismus stecken bleibt, roirD auf Die Dauer in Deutschen Herzen feinen Widerhall finden. Dergleichen enDet zuletzt beim Kubismus ober beim Schnörkelstil. Man werfe nur einmal einen Blick auf kunstgewerbliche Auslagen. Auf Schritt unD Tritt Verirrungen ins Wesenlose.

Auch Dies eine Auswirkung DesM a f ch i n e n- zeitakter 5". Die Maschine braucht Ornamentik für ih^ss Schablonen. Sehr rasch entarten Dabei Die ursprünglich sinnvollen Ornamente zu inhaltlosen Verzierungen". Man fabriziert Den Nutzgegenstand unD klebt ein wenigGeschmack" Daran. Schaurig ist Die MethoDe.

Man gebe endlich Der Maschine, was Der Ma­schine ist, unD Dem Menschen, was seiner menschlich­schöpferischen Art entspricht!

Auch vor Dem Maschinenzeitalter, Das wir ab etwa 1830 Datieren können, ist Die Entartung Des Sinnschaffens zum Formschaffen festzustellen. Im allgemeinen hat Das Mittelalter in reichem Maße Die Fähigkeit bewahrt, Dem Ge- Danfen unD Der Weltanschauung in Der Form Aus- Druck zu verleihen. Die reinsten Zeugnisse Dieser Fähigkeit sinD uns aber aus Der germani­schen Vergangenheit überliefert.

Diese Vergangenheit, Die lange verschüttet war, beginnt sich uns heute wieder zu erschließen, und wir haben allen Grund, uns eingehend mit ihr zu beschäftigen. Denn dort finden wir Den Einklang von Gotteserkenntnis und Alltag, von Kunst, Ge­werbe und Wissen, um Den wir heute in heißem Bemühen ringen.

Wenn unser germanischer Vorfahr handwerklich Meisterhaftes schuf man Denke nur an Die uns erhaltenen wunderbaren Schnitzwerke des Ose- berg-Fundes, den Goldschmuck von Hiddensö, die Schmiedekunst der aufgefundenen Waffen, die Stein­metzarbeit am Bildstein von Hornhausen--so

lag es daran, daß er nicht willkürlich Schmucklinien ersann, sondern in stilisierter abwechslungsreicher

Form Grundgedanken feiner Weltan» schauung zur Darstellung brachte. Er sprach durch seine Werke so, wie nach seiner Anschauung Allvater durch Die Erscheinungen Dieser Welt seinem Schöpferwesen AusDruck verlieh; unD er legte in seine Werke Die ganze Vielfalt seines Wesens, f0 Daß ein anDerer, je nach seiner Art, vielfältiges Daraus entnehmen konnte.

Der Germane erkannte am innerlichsten vielleicht von allen Völkern Die Übereinstimmungen unD Gleichartigkeiten Der großen ErDenwelt mit Der kleinen Eigenwelt. So war ihm Die eigene Seele ein ge­treues SpiegelbilD Des sternenweiten Himmels unD umgekehrt Das feurige Himmelsgeftirn WiederbilD seines eigenen lebendigen Willens. Er erkannte in Den Mitwesen Das Ich Der Gleichartigkeit unD Da­mit Die TausenDfältigkeit Der Beziehungen unter Den Dingen. Der gegebene AusDruck Dieser Er­kenntnis vom Zusammenhang unD Der Verbunden- heit aller Dinge ist Das von germanischen Meistern bevorzugte S ch I i n g m u ft e r, in Das sie mit einem von uralter Ueberlieferung zeugenden Ge­schick Sinnbilder, Zeichen und Darstellungen ver­woben. Alles ist Rune, Das heißt reDenDes Sinn- bilD, auch Die wirklichen Erscheinungen, auch Die so­genannten Götter, Die erst eine fremDe mißver- stehenDe Zeit in Götzen umDichtete oDer Durch Hei­lige ersetzte.

Auch in Der Wahl Der Farben verfuhr Der Ger­mane - nicht willkürlich. Auch Die Farben waren Runen", Die jeDe in ihrer Art und Anwendung einer besonderen Gedankenreihe Ausdruck verlieh.

Es wäre nun gänzlich falsch, wollten wir durch die mechanische Nachahmung altgermanischer Kunst- formen versuchen, ein neues Zeitalter künstlerischer Lebensgestaltung heraufzuführen. Denn diese Nach­ahmung bliebe ein totes, stilwidriges Ding. Die alten Kunstformen, fo sehr sie in einzelnen Grund­teilen brauchbar sind, würden uns anstehen, wie Dem Bub Des Vaters alte Staatskleiber.

JeDe Zeit ist von Der vorangehenDen verschie- Den unD verlangt Daher im künstlerischen AusDruck neue, i h r angemessene Formen. Was wir uns Dagegen aus Der Vergangenheit zu eigen machen müssen, ist Das sinnvolle © e ft alten aus Dem eigenen We11bi 1D heraus.

Ansätze Dazu finDen wir auch heute allerorten, aber vielfach noch gepaart mit einer eckigen, ge­künstelten Manier. Es kommt einem oft Der Ge- Danke, als meinten Die BilDner, ein Ding müsse e n t ro e D e r sinnvoll 0 D e r schön sein. Die Mei- sterschast unserer germanischen Vorfahren bestand aber geraDe Darin, Daß sie Den guten Sinn in Die schöne Form zu fleiben wußten. Es ist an Der Zeit, ihnen Darin nachzueifern!

Damit sinD wir am Ende unD können Doch nur sagen, Daß wir am Anfang stehen. Was wir vor­haben, ist eine Aufgabe, Die wir an Die kommenDen Geschlechter forterben müssen, zu Dem wir selbst nicht viel mehr als den Grundstein der Erkenntnis legen werden. Als Ganzes gesehen ein Teilaus­schnitt aus dem Wollen eines Volkes, das in Auf­lehnung gegen gleichgültiges Dahindämmern und fremden Ungeist sich einen neuen großen und be­seelenden Lebensausdruck schafft.

Der Hausbefitz in der Volkswirtschaft.

Die Stuttgarter Kundgebung des deutschen Haus-! und Grundbesitzes, war nicht mit den Tagungen der Jnteressenverbände in früheren Zeiten zu verglei­chen. Der Vermieter hat erkannt, daß er seine wirtschaftlichen Interessen im nationalsozialistischen Staate nicht im Kampfe mit der Mieterschaft fördern kann. Die Mieter aber haben aufgehört, im Hausbesitzer den Ausbeuter und Klassenfeind zu er­blicken. Der neue Geist, Der auch Das Verhältnis zwischen Mieter unD Vermieter zu durchDringen be­gonnen hat, kommt am deutlichsten in Dem neuen Einheitsrnietoertrage zum AusDruck. Er ist nicht mehr einseitig Diktiert roorDen, sondern stellt Das Ergebnis einer zwischen der Organisation des Hausbesitzes und Der Vertretung d 7- Mieter auf Dem Wege Der Verhandlung zwischen Gleichberechtigten zustande gekommenen Vereinbarung dar. In diesem Einheitsrnietoertrage wird der Versuch ge­macht, Vermieter und Mieter unter Dem Gedanken sozialer Gemeinschaftsaedanken zusammenzu- führen und alle früheren Gegensätze auszu- schalten.

Man kann das Verhältnis, das zwischen Vermie­ter und Mieter besteht, am besten als das einer Hausgemeinschaft kennzeichnen, ebenso wie Das zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitneh­mer nur unter Dem Gesichtswinkel einer Arbeits­gemeinschaft richtig betrachtet unD geordnet roerDen kann. Es kommt also hier wie Dort Darauf an, Daß Die gemeinsamen Interessen in Den VorDergrund gerückt, Die gegensätzlichen aber überbrückt unD durch eine Verständigung auf mittlerer Linie überrounDen werden. Vermieter und Mieter müssen miteinander leben und daher auch miteinander auskom­men. Das ist aber nur möglich, wenn sie Die nötige Rücksicht aufeinanDer nehmen. Der Hausbesitzer, Der sich weigert, kinDerreiche Familien bei sich auf­zunehmen, handelt unsozial und begeht eine Ver­fehlung gegen Den Gedanken Der Volksgemeinschaft. AnDerseits ist aber auch Der Mieter verpflichtet, sich in Die Hausgemeinschaft einzuordnen und seine Kinder so zu erziehen, daß sie auf Die berechtigten Interessen Des Hauseigentümers unD nicht zuletzt auch auf Die Der Mitbewohner Die erforderliche Rück­sicht nehmen. Wo Mieter und Vermieter von diesem Geiste Der Volksgemeinschaft unD Der Verträglichkeit Durchdrungen sind, da kann es ein Kampfverhältnis Zwischen Vermieter und Mieter nicht mehr geben.

Man könnte unter diesen Umständen vielleicht Die Frage aufwerfen, warum es, wenn alle Streitig- feiten unD Gegensätzlichkeiten in Dem Verhältnis Zwischen Mieter unD Vermieter ausgeschaltet sinD, überhaupt noch einer befonderen Organisation Des Hausbesitzes unD einer Hausbesitzer-Kundgebung be­dürfe. Die Aufgaben und Ziele einer solchen Kund­gebung liegen heute in der Tat nicht mehr auf dem Gebiete der Wahrnehmung einseitiger Gruppen- Interessen. Sie sind vielmehr in erster Linie wirt- schaftlicher Art. Der Haus- und Grundbesitz ist ein wichtiger Teil des deutschen Volks- vermögens, der unter der Auswirkung marri- siischer Klassenkampfgedanken und unter der Miß­wirtschaft früherer Regierungen mit am meisten ge­litten hat. Welche Werte hier mutwillig oder leicht- sinnig zerstört morden sind, geht am deutlichsten aus der Tatsache hervor, daß Der Wert des ftädti- schen Hausbesitzes tor dem Kriege auf 100 Mil­

liarden Mark veranschlagt wurde, während er heute nur auf etwa ein Drittel dieser Summe geschätzt roirD. Geht es aber etwa DaDurch, Daß Der Haus- unD GrunDbesitzer wirtschaftlich an Den Rand Des Ruins gebracht wurDe, Den Mietern besser? Das Gegenteil ist auf GrunD Der Erfahrungen Der letzten 15 Jahre leicht festzustellen. Durch Die steuerliche Ueberlastung Des Hausbesitzes wurden zwei Drittel Der Mieteingänge weggesteuert. Nach einer lehrreichen statistischen Aufstellung Des Staats­sekretärs FeDer stanDen in Den letzten Jahren einer Gesamteinnahme Des Hausbesitzes aus Den Mieten in Höhe von 3,7 bis 4 MilliarDen Mark Steuern von 2,4 MilliarDen, sonstige öffentliche Lasten von 0,33 unD Hypothekenzinsoerpflichtungen von 0,72 MilliarDen Mark gegenüber.

Ein Ueberschuß für Den Hausbesitzer zur Deckung Der Verwaltungs- unD JnftanDsetzungs- kosten unD zur Vornahme Der erforderlichen Ab­schreibungen blieb also kaum mehr übrig oder er war zum minbeften völlig ungenügend. Was aber war b t e Folge bes Niedergangs bes städtischen Hausbesitzes für bie große Masse ber Mieter und Arbeitnehmer? Der Hausbesitzer konnte keine Jnstanbsetzungsarbeiten mehr vornehmen, ohne sich in immer größere Schukben zu verstricken. Die Neubautätigkeit kam, so­weit sie nicht burch öffentliche Zuschüsse finanziert wurde, völlig zum S t i 11 st a n b. Die Folgen ber ungeheuren Arbeitslosigkeit hatten bie Arbeit­nehmer zu tragen, bie doch in ihrer erdrückenden Mehrzahl Mieter sind. Was an dem Hausbesitz ge­sündigt wurde, das mußten die Mieter als A r - beiterund Ange st eilte in Gestalt einer noch nie dagewesenen Massenarbeitslosigkeit auf sich nehmen.

Schließlich mußte dann der nationalsozialistische Staat durch Bauförderung, Siedlungssinanzierung und Gebäude-Jnstandsetzungszuschüfse den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit finanzieren. Was Der Nationalsozialismus Durch Staatshilfe begonnen hat, Das muh Der Hausbesitz nun Durch eigen' Initiative unD Selbsthilfe fvrtführen. Der wirtschaftliche WieDeraufbau Des Deutschen Haus- unD GrunDbesitzes roirD Daher Der Gegen« stanD Der Stuttgarter Tagung Des Hausbesitzes sein müssen. Die FunDamente sind gelegt: Der Haus- besitz ist steuerlich entlastet und wirtschaftlich ge« fördert. Die Interessengemeinschaft zwischen Ver­mietern und Mietern ist hergestellt. Es gilt nun, sie zu pflegen und weiter auszubauen. Der deutsche Hausbesitz ist als ein wichtiges Glied der Volks­wirtschaft anerkannt und gewürdigt. Er wirb nun an bie Arbeit gehen, um ben Wiederaufbau der eigenen Wirtschaft und den ber Gesamtwirtschaft vollenben zu helfen.

Zuchthaus für einen Schädling am Winterhilfswerk.

W e f e r m ü n b e , 31. Oft. (DNB.) Vor der Gro­ßen Strafkammer hatte sich ber Kreisorgani­sationsleiter ber NSV. Stabtkreis Weser- münbe Richarb Henn zu verantworten. Henn hatte sich baburd) bereichert, baß er für eine Lieferung von sieben Tonnen Heringen an bie NSV. bes Land­kreises Wesermünbe 210 Mark einnahm, roährenv