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Nr. 256 Erstes Blatt

184. Zahrgang

Donnerstag, i. November 1954

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Frankreich mobilisiert Truppen für Knox.

Unsinnige Putschgerüchte müssen als Vorwand für die Drohung mit einem bewaffneten Eingreifen Frankreichs in die Freiheit der Gaarabstimmung dienen.

Auch Frankreich wünsche nichts anderes als die

Landesverrätern Hilfsdienste leistet, daß selbst die

Times" sich dazu mißbrauchen läßt, das alles zeigt, getreulicke Durchführung des Vertrages. In Erwar- welch eine ungeheure Verwirrung der Geister auch tung dessen aber könne ihm niemand das Recht

absprechen, grundlegende Dorsichtsmahnah-

heit zu erzeugen, sowie die Abstimmung selbst in

wenn alle in Genf vertretenen Mächte entschlossen

ligen Notizen in den Boulevardblättern nichts an:

sich heraus, daß Frankreichs Botschafter

Kämmen (Jiuun.

im Vertrage vorgesehenen Abstimmungsoerfahrens und gedenkt in keiner Weife, die Abstimmung der Saarländer, die frei bleiben muß, zu beeinflussen.

Sünde wider den Geist eindeutiger Verträge, die von Versailles her die Völker vergiftet. Wir brau­chen uns keinen blauen Dunst vorzumachen: hier soll mit Gewalt etwas verhindert wer­den, was nach menschlichem Ermessen eintreten wird: die Rückkehr des deutschen Saar­volkes zum deutschen Vaterlande. Wir haben alle Ursache, wachsam zu sein.

deutsche Regierung, wie sie am 4. Juni 1934 ver­sprochen habe, sich enthalte, in den Volksabstim­mungskampf einzugreifen, und wenn die Saar­polizei entsprechend verstärkt werde, dann sei es keineswegs notwendig, die französischen Garniso­nen 3U bemühen. Frankreich lasse sich bei der gan­zen Angelegenheit nur von einer interna­tionalen Pflicht leiten. Es verfolge keine eigenen Vorteile. Sein einziges Interesse gehe da­hin, daß die Verträge geachtet werden.

Dann versteigt sich das Blatt aber zu Behaup- tungen, von denen man wohl sagen kann, daß grotesker die Wahrheit nicht auf den Kopf gestellt werden kann: Weder Frankreich noch die anderen

Aeußerung desI o u r", in der insbesondere die Nichtachtung des Völkerbundes bemerkenswert ist.

haben von Frankreich aus (Eingang in ausländische Zeitungen gefunden. Es stellt sich jetzt heraus, daß diese Putschgerüchte nur der Vorbereitung für die von Frankreich nunmehr getroffenen Maßregeln dienen sollen. Die englische Negierung wird, wie wir annehmen, Interesse daran haben, sich für die Beseitiguna der entstandenen Beunruhigung einzusetzen. Sonst wüßten wir nicht, ob der Locarnogei st dort noch ver-

Schwierigkeiten zu machen, sondern um auch durch Erfindung und Verbreitung solcher Gerüchte sich in Paris Geld zu verdienen und sich das im Saar­gebiet gefundene Asyl auch über den 13. Januar hinaus zu erhalten. Daß die englische Presse diesen

Ausruf der Regierungskornmission des Saargebietes entsprechen zu können. So dargeboten benötigen diese Nachrichten eine R i ch t i g st e l l u n g. Frank­reich hält sich strikt an die loyale Anwendung des

Streitkräfte nötig machen, könnten nur in Aus- führung internationaler Verpflich­tungen, die sich für Frankreich aus dem vom Völkerbundsrat 1925 und 1926 angenommenen Ent­schließungen ergeben, Platz greifen, und zwar a u f ausdrückliches Anfordern der Regie­rungskommission des Saargebietes, die als internationaler Organismus unter der Autorität

m e n zu treffen.

Eine besondere Anprangerung verdient die

Fall, daß französisches Militär von irgendeiner Seite aus ins Saargebietberufe n" werden würde.

Anlaß dazu sind Gerüchte, daß Deutschland (aus­gerechnet Deutschland!) spätestens am 14. Januar einen PutschanderSaarzu inszenieren beab­sichtige; einen Putsch also, nach dem menschlichen Ermessen zufolge der Abstimmungssieg bereits fest­stehen wird Man braucht nicht erst zu fragen, wer solche Redereien in die Welt gesetzt hat. Emigran­ten, Separatisten, französische Wirtschaftler, der französische Generalstab, sie alle um nur eine Blütenlese zu nennen haben ein greifbares In­teresse daran, an der Saar Verwirrung zu stiften und einen deutschen Erfolg zu verhindern. Je

DasEcho de Paris" schreibt, die deutsche Presse beschuldige die französische Regierung, sie bereite einen Hand st reich auf dasSaar- gebiet vor. Die Männer in Berlin verstünden sich

Paris, 31. Okt. (DNB.) Wie demMatin" aus Nancy gemeldet wird, sollen die französischen Mi­litärbehörden alle Vorkehrungen zur so­fortigen Durchführung einesAb­wehrplanes" getroffen haben,für den Fall,

Empörtes Echo in der deutschen presse.

Berlin, 31. Okt. (DNB.) Zu den durchsichtigen Manöoern Frankreichs an der Saar nimmt die

Frage zu stellen? Deutschland will die Ab- stimmung, ebenso die Saarbevölke­rung, denn beide wollen durch diese Abstimmung die Saarfrage erledigt wissen, aber die politischen Hochstapler, die seit der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus über die Grenze gegangen find, Landesverräter, denen das deutsche Volk völlig gleichgültig ist, sind es offenbar, die Gerüchte dieser Art erzeugen, um nicht nur dem deutschen Volke

wirklich eil i'ranzösische

Die französische Zurüstungen für einen Handstreich Vie französischen und englischen Berichte über dieDorsichtsmahnahmen" des pariser Generalstabs.

Paris arbeitet mit Knox Hand in Hand.

Eine felfame Richtigstellung. - FrankreichsPflicht" ist einzig und allein die A chteinmifchung in das freie Selbstbestimmungsrecht des Saarlandes.

Staaten, die wirklich dem Frieden ergeben seien, könnten zulassen, daß ein Diktator lediglich, weil er Diktator sei, und weil er bei sich die Grundfesten seiner Allmacht festigen wolle, sich das Recht an­maße, die S t i m m u n g e i n e r B e v ö l k e r u n g -------v ., .

zuersticken" (??), der das internationale Ge-; worden. Die albernsten setz "d a s freie Selbstbestimmungsrecht' zuerkenne. Wenn dieser Anspruch stillschweigend zu­gelassen wurde, wüßten alle vom Deutschtum be­drohten Völker, daß es gefährlicher und unvorsich­tiger sei, auf die Freiheit und aus die Unabhängig­keit zu setzen, als auf das Hitlersche Mitteleuropa. In Wirklichkeitfürchte" sich der Reichskanzler außer­ordentlich vor der Saarabstimmung. Das seider Grund der Wut".

Im Petit Parisien wird erklärt, gewisse neuerliche deutsche Presseäußerungen schienen dar- aushin zu deuten, daß Deutschland nur b t e ver­tragliche Abwicklung der Dolksab- stimmung wünsche und sich anschicke, die Saar- länder aufzufordern, vorbildliche Manneszucht zu wahren. Wenn diese Beteuerungen aufrichtig feien und befolgt würden, dann wäre da» um so besser.

ft a n b e n wirb.

ImVölkischen Beobachter" heißt e« u. a., bie von Paris aus in bie Presse geschobenen Melbungen zeigten, wie man mit zwei v e r schiebenen Lügen bas gleiche Geschäft betreibe. Nach ber einen Variation solle Deutsch- lanb einen Hanbstreich planen, berfranzösisches Gebiet bedrohen könnte" und gegen den also Vov»

sicherer bas beutsche Barometer steigt, um so eifri­ger sucht man, unsere Kreise zu stören. Französische, Blätter beeilen sich anzubeuten, baß bereits fran­zösisches Militär in ausreichenbem Maße bereit läge, um den zu erroartenbenbeutschen Putsch" nieberzuschlagen. Man habe Wo rsorge getrof- f e n unb werbe gegebenenfalls nicht zaubern ... Einen Schritt weiter geht schon bieTime s". Sie will alsRecht" erkannt haben, baß ber britische Saargewaltige Knox jeberzeit ermächtigt sei, französische Truppen zur Besetzung bes Saarlanbes anzuforbern. Jeberzeit: bas heißt bei etwaigen Unruhen, bie mit einer Hanbvoll Emi­granten künstlich hervorgerufen werben könnten, auch wenn bie beutsche Saarbevölkerung nach wie vor absolute Ruhe unb Orbnung bewahrt. Jeber­zeit: bas heißt, wenn etwa irgenbwoher eine ge­fälschte Urkunbe ober sonst ein zumDokument" gestempeltes Schriftstück auf den Tisch des Hauses flattert, aus dem man deutschePutschabsichten" konstruieren könnte. Jederzeit: das heißt, sobald es den Drahtziehern jenseits des Rheines gefallen sollte, zur Attacke überzugehen.

Mit allem Nachdruck muß dagegen Einspruch er­hoben werden, daß es Herrn Knox erlaubt sein soll, französische Truppen zum Beistand herbeizurufen, bas würde ein klarer Bruch der Saar-

O e u v r e" behauptet, daß der französische Bot­schafter in London (Sorbin Sir John Simon am Dienstag von dentechnischen" Vorkehrungen i n Kenntnis gesetzt habe, die die französische Regierung getroffen habe, um den Präsidenten der Regierungskommission Knox in eine solche Lage zu versetzen, daß er bie erforderlichen Streit­kräfte zur Verfügung habe, um jede auf­rührerische Betätigung der nationalsozialistischen Organisation im 'Saargebiet im Augenblick der Volksabstimmung zu verhindern. Auch dieTimes" meldet: Die französische Regierung hat dem Gene­ral, der die Truppen an der Saargrenze befehligt, Weisungen erteilt, die sich auf den Fall beziehen, daß ber Präsibent ber Saar-Regierungs- kommission Knox um Beistanb ersucht. Zur Zeit der Räumung des Rheinlandes wurden die französischen Truppen aus dem Saargebiet zurück­gezogen. Der Präsident der Regierungskommission hat das Recht, sich im Falle der Gefahr an Trup­pen außerhalb des Gebietes zu wenden. Die fran­zösische Regierung hat jetzt die notwendigen Weisungen gegeben, um es Mister Knox zu ermöglichen, binnen weniger Stunden eine ausreichende Streitmacht zur Verfügung zu haben, falls er sie benötigt, und zwar unter der Voraussetzung, daß eine solche Aktton nicht als eine (Erneuerung der Besetzung des Gebietes aufzufassen ist. Der Pariser Korre­spondent berTimes" berichtet, baß ber Stab bes in Nancy ftehenben 20. Korps unb bes in Metz stationierten 6. Korps Weisungen barüber er­halten haben, wie sie im Falle eines national­sozialistischen Putsches im Saargebiet hanbeln sollen.

Berliner Presse in ausführlichen Kommentaren Stellung. So sagt u. a. berDeutsch e": Das treibenbe Moment ber französischen Veröffentlichun­gen liegt einzig unb allein in ber Absicht, bie Be­völkerung im Saargebiet in Erregung zu versetzen, sie nach Möglichkeit zu Ausbrüchen zu ver­leiten unb gleichzeitig in ber europäischen Oeffent- lichkeit ben Einbruck zu erwecken, als sei ein ge­waltsames Eingreifen von beutscher Seite in ber Saarfrage zu erwarten. DerL o k a l a n z e i g e r" schreibt: Man soll bie beutschen Saarlänber ihr heiliges Recht in Ruhe unb in ber von ihrer Disziplin gewährleisteten Orb­nung ausüben lassen, unb es wird nicht einen einzigen Streitfall geben, abgesehen davon, daß eine etwa noch austretende Meinungsverschieden­heit allein den Völkerbund und nicht den französischen Generalstab angehen würde. Die D A Z." schreibt: Wir möchten zunächst nicht an- nehmen, daß Herr Knox den Ehrgeiz haben könnte, sich zum Herrn über Krieg unb Trieben in Europa zu machen. Der Abstim- mungskampf ist nicht burch unsere Schuld verschärft " i Putschgerüchte

Paris, 1. Nov. (DNB. Funkspruch.) Zu ben Meldungen über ein etwaiges militärisches Ein­greifen Frankreichs im Saargebiet bemerkt die Agentur Havas:

Im Auslande erschienene Nachrichten besagen, daß von den französischen Militärbehörden Vor­kehrungen getroffen sein sollen, um einem etwaigen

r<Y> | Wer ist es eigentlich, der Gerüchte wie die, daß

[Dill DUllCDßn f ! Deutschland bereit und entschlossen sei, sein eigenes r \ i Gebiet zu überrumpeln, immer wieder erfindet und

(Es ist ein wesentliches Merkmal der französischen verbreitet? Wem nützt dies teuflische Verfahren, Politik, sich der Versuchsballons zu bedie- . das doch nur geeignet ist, Unruhe und Unsicher- nen, um mit ihrer Hilfe entweder die politische t "" 1 "

streiches der. auf bas Saargebiet unmittelbar nach bem Tage ber Volksabstimmung am 13. Ja­nuar hin, burch ben ber Völkerbunb vor eine oollenbete Tatsache gestellt werden könnte. In einer (Eingabe derSaar-Wirtschaftsver- e i n i g u n g" an den Völkerbund werde erklärt, daß auf Grundvertraulicher Nachrichten aus glaubwürdiger Quelle" mit der Möglichkeit eines deutschen (Einfalls in das Saargebiet ernstlich ge­rechnet werden müsse. Die Verbreitung dieser Nach­richt habe natürlich in den französischen Grenzbezirken wie auch in Paris und im übrigen Frankreich eine gewisse Beunru­higung ausgelöst. Man könne, so heißt es in dem Telegramm desMatin", zur Beruhigung der öf­fentlichen Meinung Frankreichs sagen, ohne zu be­fürchten, dementiert zu werden, daß die Heeres­leitung Frankreichs die Gelegenheit nicht verfehlt hat, sich mit dieser Frage zu beschäftigen. Einerseits werde die Ausbildung der kürz­lich bei ihren Truppenteilen eingetroffenen R e - fruten in Elsaß-Lothringen in diesem Jahre besonders eifrig betrieben, anderer­seits seien sowohl bei den Stäben der Armeekorps von Metz und bei dem 20. Armeekorps in Nancy alle erforderlichen Vorkehrungen ge­troffen.

wären, jeden Putsch und jeden Druck zu verhindern, würde ihr gemeinsamer Wille platonisch bleiben, wenn er sich nicht in dem einzigen wirksamen Werk­zeug verkörpern würde, daß, wie vertraglich vor­gesehen, in zweckmäßiger Weise eingreifen könnte, nämlich in dem französischen Heer. Im Falle von Gewalttätigkeiten würde das Saarpro­blem, selbst wenn es diplomatisch zwischen Europa und Deutschland aufgerollt werden würde, militärisch doch zwischen Frank­reich und Deutschland aufgerollt werden. Um wirksam einzugreifen, dürften daher bie fran­zösischen Truppen nicht ben internationalen Auftrag abwarten.

Eine Frage an England.

Unter ber ÜberschriftSpiel mit bem Feuer" schreibt bie Deutsche Diploma­tische Korresponbenz u. ä.: Wenn bie These bes englischen Staatsmannes B a l b w i n richtig ist, baß bie englischen Interessen am Rhein zu oerteibigen finb, bann fragt man sich, w o für Englanb bie Grenzen finb, innerhalb bereu es eine Bebrohung bes europäischen Friebens nicht b u l ben würbe. Frankreich soll bie englische Zu - stimmung zu einem Einmarsch französischer Truppen ins Saargebiet erbeten haben, falls bie Regierungskommiffion bes Saargebietes einen ber- artigen Wunsch ausbrückt. Eine Besetzung bes Saar­gebietes burch franzöfche Truppen, unter welchem Vorwanbe auch immer, wäre eine Herausforderung nicht nur Deutschland unb eine Vergewaltigung eines Abstimmungsgebietes, bas unter ber Treu- häuberschaft des Völkerbundes steht. Die Disziplin ber Saarbevölkerung hat sich trotz aller Provo­kationen ber ihr Asylrecht mißbrauchenben (Emi­granten bewährt, unb es ist für sie eine neue kränkenbe Zumutung, daß fie unter d i e Kontrolle einer militärischen Macht gestellt werden soll, deren einseitige Sympathien für niemand zweifelhaft fein können. Schon bas Spiel mit bem Gebanken einer berartigen Aktion sollte daher von ber gesamten Weltöffentlichkeit a u f bas schärfste zurückgewiesen werden. Die Verantwortung für biese äußerste Belastungs­probe, bie nur bazu geeignet ist, Europa in die Zeiten und Spannungen bes Ruhreinmarsches zu­rückzuwerfen, muß auf diejenigen zurückfallen, bie sie b u l b e n.

beres als ein Versuchsballon qsmefen finb. Es stellt daß Deutschland einen tzand streich auf fi* heraus, baft Frankreichs Botschafter das Saargebiet unternimm , ber franzt> -

Winbrichtung festzustellen ober bei biefer Gelegen­heit schon auf gewisse anbere Himmelserscheinungen aufmerksam zu machen, bie in nächster ober fer­nerer Zeit eine Bebeutung spielen werben. So auf- gefaßt kommt gewissen Blättermelbungen ber letzten Zeit eine erhöhte Bedeutung zu, die vonnot­wendigen Vorsichtsmaßregeln" Frank­reichs im Saargebiet sprachen, oder die darauf Hinweisen, daß am ehesten bie Armee geeig­net fei, bieSicherheit ber Abstimmung" unb ben Schutz bes Saarvolkes vor bem beutschen Terror" zu garantieren.

Auch Marschall Petain hat es bei seiner letzten Aufrüstungsrebe vor bem Finanzausschuß ber Kam­mer nicht daran fehlen lassen, als Begründung für die Ausweitung des Heeresetats und für die Ver­längerung der Militärdienstpflicht auf drei Jahre die Möglichkeit gewisserVerwicklungen im Zu­sammenhang mit der Saarabstimmung" anzudeu­ten; ein Gesichtspunkt, der darauf schließen läßt, daß Frankreich den mit Sicherheit zu erwartenden deutschen Abstimmungssieg mit Waffengewalt zu­nichte machen möchte.

Diese geradezu ungeheuerliche Vermutung wird bestärkt durch gewisse Vorgänge ber letzten Tage, die unzweifelhaft damit in Zusammenhang stehen und die darauf Hinweisen, daß tatsächlich die dama-

in London Sondierungen angestellt hat für ben H f ch,e $ ®ebiet bebrofyen tonnte. Neuere ...... - Nachrichten wiesen auf bie Möglichkeit eines Hanb-

satzung fein. Als bas Rheinlanb noch besetzt war, ift allerdings einmal vereinbart worben, baß fran­zösische Truppen zur Sicherung ber A n - marschlinien für bie Besatzungstruppen im ^Rheinland im Saargebiet verwenbet werben kön­nen; aber es gibt heute keine Besatzungs­truppen mehr am Rhein, so baß es folge­richtig auch kein Recht für Frankreich mehr gibt, , .... u- -- ........

auch nur einen bewaffneten Franzosen in bas Polizeimahnahmen, bie Einsetzung französischer 'Saargebiet einmarschieren zu lassen. Streitkräfte nntia marhen formten nur in Aus -

Das würbe sich auch nicht mit bem Vertrag von Locarno vereinbaren lassen, der Englanb iverpflichtet, auch die deutschen Grenzen im Westen .zu schützen. Das Saargebiet gehört noch immer zu Deutschland, wird nach dem 13. Januar 1935 aber «auch in aller Form wieder Deutschland eingegliedert iwerden müssen. Es gibt doch genug Leute in Eng- -------m--------------------- -..... .

lland, die alle völkerrechtlichen Fragen, die irgend- des Völkerbundes für bie Aufrechterhaltung Der rwie mit bem Saargebiet unb mit ber Saarabstirn-, Orbnung unbunter allen Umftänben für ben enung in Derbinbung stehen, sehr grünblich kennen.' Schutz ber Personen und des (Eigentums im Saar« Bisher ist von dieser Seite noch kein Einspruch gebiet" verantwortlich ist." gegen den ungeheuerlichen Vorschlag erhoben wor- 'A~~ v

Eben, daß es Herrn Knox gestattet sein soll, fran- gosische Truppen zum Beistand herbeizurufen. Die Saarbevölkerung will nichts von Frankreich wissen, wi. xjvc a/iunnet m ,--------/

damit sollte sich Frankreich doch endlich abfinden, auf Handstreiche und Putsche. DerartigeMano- Das Saargebiet gehört völkerrechtlich zu Deutsch- ver" könnten kaum dazu führen, bie anberen tan- Tanb, so baß, wenn Knox ben Versuch machen will, ber in bie Irre zu führen. B.a r thou habe am wirklich einmal unparteiisch unb gerecht zu sein, 27. September in Genf ausbrücklich crJ!.

--uppen überhaupt nicht in Frage reich lege keinen Wert barauf, selbst für Die Ord­nung im Saargebiet sorgen zu wollen, wenn Die

in (Englanb eingetreten sein muß.

Schon ber Gebaute, ausgerechnet bie Gegen­partei, also Frankreich, mit ber Besetzung bes beutschen Saarlanbes zubetrauen", ist so auf- regenb unb empörenb, baß kein Wort zur Geiße-. ------- ....

lung biefer nieberträchtigen Umtriebe zuviel ist., Das Blatt verlangt, baß bie französischen Grenz- Man kennt bie spitzfinbigen juristischen Haarspalte- truppen gar nicht er ft ben intern atio- reien ber politischen Rechtsanwälte, mit benen sich snale n A u f t^r a g a b w a r t e^n ^sollen.^^Selbst alles, beweisen unb abstreiten läßt; man kennt bie..... *,f' '