Eindrucksvolle Zahlen
trbrindUng i n b e h Wirtschaftsbelebung b 36 060 Quürtlsre
Aus aller Welt
>ef dem Aermelkanal wäh-
Organisation und Darbietungen des Nürnberger Reichsparieiiags
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jährlich bei in Mill. Mk. 546
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Devisenknappheit in allen rohstoffarmen Industrieländern.
lenweise gewittrige Störungen mit Niederschlägen.
Aussichten für Montag: Fortdauer des wechselhaften Witterungscharakters.
Lufttemperaturen am 31. August: mittags 17,9 Grvd Celsius, abends 9,9 (BraD; am 1. September Morgens 6 Grad. Maximum 18,6, Minimum 5,5 Grad. Erdtemperäturen in 1Ö cm Tiefe: am 31. August abends 16,1 Grad, am 1. September Mok- gens 12,5 Grad, Niederschläge 0,4 mm. SünNkN- scheindauer 6,4 stunden.
ift lOÖÖt 696
3124
§452 2418 444?
Ein bön der sich auffüllenden nördlichen Störung äbgetrenntek Ausläufer lagert mit seinem Kern über Böhmen und hat sich noch erheblich vertieft. Gleich
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das Fenster ins Freie, transportierten ihn auf einem in elfter nahegelegenen Wirtschaft geholten Bierkarren auf einen Kleeacker und öffneten ihn dvrt Mit Brechwerkzeugen.
uns verwendet werden:
Textilie ft
Delfküchte, Oelfftäten und
Öelkucheft
Minekälöle
Hauptschriftletter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Khanat, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. Vll.34: 10 100. Druck UftÖ Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch, und Stelndruckerei R. Lange, K.°G^ sämtlich in Gieße«,
Das Rohstoffproblem und die techmscheForschung
Von Dr. Leo Ubbelohde, Professor an der Technischen Hochschule Berlin.
Lärm und den Sträßenverkehr wurden die Tiere scheu, gingen aus die Fußgänger los und verletzten mehrere von ihnen, meist Frauen. Ein Ochse stieß Mit seinen Hörnern eine große Schäu- feftsterscheibe ein, ein anderer ging gegen einen Kraftwagen vor. Der Gendarmerie blieb nichts anderes übrig, äls die gefährlichsten Tiere auf offener Straße abzUschietzen.
Großer alpinistischer Erfolg bet schweizerischen kaukäsus ExpedilioN 1934. Der schweizertscheft Kaukasusexpeditivn 1934 unter Führung von Lorenz Saladin ist es nach über 100 Versuchen früherer Expeditionen Gelungen, die E r st b e st e i g u n g des M i s i r g i T a U (4925 Meter) dUrchzUfüyrßN. Die ölS schwierig geltende Besteigung hat in Rußland allgemeine Bewunderung ausgelöst, Die Expedition setzt sich aus Mitgliedern des Gchweizerischen Alpeftklübs zUsaMMen.
USA.-3hig)eug vom Blitz getroffen. — Fünf Todesopfer.
Ein Verkehrsflugzeug wurde während eines Nachtfluges in der Nähe von St. Joseph (Missouri) vom Blitz getroffen und stürzte brennend ab. Vier Fahrgäste und der Flugzeugführer wurden getötet.
pofträuber erbeuten 4000 Mark.
In die Postagentur Meitingen bei Augsburg wurde nachts eingeöröchen Und rund 4000 Mark geraubt. Die Beute bestand äUs 2500 Mark Bargeld, im übrigen aus verschiedenen Markenwerten. Um in den Raum zu gelangen, Zertrümmerten die Täter eine Fensterscheibe, hoben He innen angebrachten Schutzstangen heraus und stiegen ein. Den Kassenschraftk brachten stö durch
bahn stellt 525 Sonderzüge. Die Leerzüge müssen teilweise bis zu 400 Kilometer von Nürn- berg gefahren und für den Rücktransport wieder herangeholt werben,, wozu der gesamte Lokomotive dienst und das entsprechende Personal erforderlich ist. Eine Aenberung im Programm ist inföfet'ft ein* getreten, als am Montagabend als Abschluß des gesamten Parteitages eine Huldigung der Wehrmacht vor dem Führer ftättsindet und zwar durch den Großen Zapfenstreich vor dem „Deutschen Hof".
Das Volksfest.
Das am SaMstag, dem 8. September, im ZMdion stattsindenive große Volksfest. foÜ Mit eifteM noch nie Dagetoeferteft gemischten Programm alle Arbsits* gebiete her NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zeigen. Das Neichsömt Volkstum und Heimat veranstaltet ein Massenchorspiel „Deutschland, gestern, heute und morgen", an dem 3506 Völks* genossen teilNehmen werden llftd das in dramatischer Steigerung Kriegs- Und Nachkriegszeit, den Kampf des Nationalsozialismus UM das Völk und seinen Sieg symbolisch darstellen wikd-
Die NS:-Kulturgemeinde bringt litt Wäld- theater ein buntes Programm, ausgefüyrt von einer Münchener Truppe, Mit Häns-Sächs-Spieleft, Katzarett-VorführUngen, Mittskötterlicher Musik» Reigentänzen, Solotänzen, BallettvorführuNäen, BandoniüMvirtuosen, das berühmte Märionetten- theater Puhonny, die Puppeftspiele „Die Hohen- steiner" und die Truppe Jwoski aus Röntgen- tal bei Berlin, schließlich vier Mässeftchöke der Nürns berget Sängerschaft unter Leitung tiött Professok Biüdtzr.
Das Amt „Reisen und Wandern" zeigt die Originalmodelle der „Bremen" und „Europa", des „Columbus" und des neuen Panzerkreuzers „Königsberg". Die Modelle werden auf beftt Dutzend- t e ich k'rtzuzeN. Das Amt „Schönheit der Abbeit" wird aus einem Ausstellungsstand über den Sinn und die bisher geleistete Arbeit seiftev. Aufääben- gebtetes vrientieren. Das Presse- und Pröpäganda-
ungehört verhallen- denn wir werden in der Tat die Fesseln brechen, die man UNS in Form der Devisenknappheit angelegt hat. Das Ausländ muß. sich aber darüber klar sein, daß wir nicht in der Lage seift werden, jetzt Hunderte.von Millionen iN die Eigenherstellung von Rohstoffen zu stecken und später, wenn die Devisenlage sich gebessert haben sollte, neuerrichtete Fabriken wieder ft i 11 z U legen Und das investierte Kapital zinslos ruhen zu lassen.
AUS der Tabelle, die Deutschlands Eigenverbrauch an eingeführten Stoffen im Jahre 1932 enthält, sehen wir, wtegroß die Mengen de r ausländischen Rohstoffe sind, die
r Zapänlscher Dampfer gesunken. 91 Personen vermißt.
Auf dem koreanischen Grenzfluß Jatu ist ein Dampfer gesunken, der einer japanischen Jivilschiffahrtsgesellschaft gehört. Nach beft bisherigen Mitteilungen sind zwei japanische Militär- küstenschiffe, Sie den sinkenden Dampfer beobachteten, zu Hilfe geeilt, um die Ertrinkenden zU ketten. unbestätigten Meldungen zufolge befanden sich einschließlich Besatzung 200 Personen Sn Bökd. Davon werden 91 Personen vermißt. Nach weiteren unbestätigten Meldungen haben die beiden Küsten- schiffd 29 Personen gerettet. Die Nettuftgsoperatio- nen sind sehr schwierig, da sie durch Nebel behindert werden.
lösung war Reifte? persönlicher Adjutant und die rechte Hand des Gäuleiter Sprenger. Mit der Er- Nennung des Gauleiters zum Reichsstatthalter in Hessen übernahm Pg. Reiner die Leitung des Büros des Reichsstatthältektz, wurde im Juli 1933 flüfh hessischen Regierungsrat ernannt und spater durch den Reichsvräsidertteft bestätigt. Gleichzeitig erfolgte die Bestellung zUM Gauinspekteur und Leiter der Abteilung Land Hessen des Gaues Hessen- Nassau.
„Die stolzen Söhne von Kagujd." Erpressungsmanöver amerikanischen Sltts in 3etidL Vor dem Schöffengericht in Jena stäftd ein ®r> Krefferfall nach ü M e k i k ü ft i s ch e M Muster zur Verhandlung. Der ängeklägte 26 Jahre alte Rudolf Stickrath hatte einen juftg- ^erheirateten Geschäftsmann durch Drohungen aller Art elften Betrag von 5000 Mark für die „g s» Vlelftftlltzige Gesellschaft der stolzen Söhne von Ragllsa abnöttgen wollen. Zuerst
versuchte es der Bursche Mit telephonischen Anrufen und meldete sich jedesmal mit den Worten „Hier find die stolzen Söhne von Ragusa". Dann schrieb dek Erpresser seinem Opfer elften Drohbrief nach dem anderen. Der Geschäftsmann und seine Frau wurden mit dem Tode bedroht, ihr zu erwartendes Kind sollte entführt werden. Er, der Bedrohte, entgehe feinem Schicksal nur bann, wenn er eine Anzeige erscheinen lasse mit den Worten': ^,Jch bin bereit". Der Bursche hätte auch Noch Vie Frechheit, sich bei der Polizei unter dem Namen des Geschäftsmannes telephonisch nach dem Stande der Erpres- ungssache zu erkundigen. Schließlich ding et aber der Polizei doch ins Gärft. Als er Boten ausg^ anbt hatte, um däs Geld Sbzuyoleft, wurden diese verhaftet. Aufgrund ihrer Angaben gelang es bann auch, den Erpresser zu schnappen. — Dor Gericht gab btzr Angeklagte äft, daß er durch das Treiben der amerikanischen Gangsters und durch die Lektüre von Krimiftalgeschichten auf den Gedanken gekorm men fei, auch in Jena einmal einen Versuch gleicher Art zu Machen. DNS Gericht hatte aber dafür keinerlei Verständnis und verurteilte Dey Angeklagten zu dnberbatb Jähren Zuchthaus und Vertust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren.
Fünf Touristen stürzen in eine Gletscherspalte.
Im Dachsteingebiet sttir z t e n fünf Wiener Bergwanderer auf dem Hallstätter Gletscher in eine Spalte. Der vorsusgehende Tourist hatte seine am Seil befindlichen Kameraden beim Sturz Mit- gerissen. Mit großer Mühe gelang es allen, sich aus der Spalte herauszuarbeiten- Alle hatten Verletzungen vävbngetragen.
Vullenjagd
tn den Straßen einer französischen Stadt.
In den Straßen der südfranzösischen Stadt Perpignan kam es zu einem seltsamen Verkehrs - Unfall. Trotz Verbotes ließ ein Viehhändler eine Viehherde, in der such mehrere Bullen mären, durch die Straßen zum Schtachthof treiben. Durch den
gebeten, die wir im Laufe des Monats September veröffentlichen werden. Im folgenden macht der Gründer des Deutschen ForschunAsiNstituts für Textilstoffe grundsätzliche Ausführungen zum Rohstoffproblem, auf Einzelheiten werden weitere Aufsätze eingehen.
Ausläufer lagert mit seinem Kern über hat sich noch erheblich vertieft. Gleichzeitig ist der Luftdruck bei der Biskaya stark gefab len, so dätz das unbeständige Wetter noch afthält. Dabei werden lebhafte UNd wechselnde Winde aer* schiedenartigs Luftzufuhr Hervorrufen Und zu gewittrigen Störungen mit Niederschlägen Anlaß geben. Die TeMVerätureN, die vevschievenenörts größeren Schwankungen unterworfen fein werden, erreichen Nachts weiterhin niedrige Werte.
Aussichten für Sonntag: Wechselhaftes Wetter, teils stärker bewölkt, teils aufheiternd, ftel-
nummer ist 28 795 vom 23. April 1923. Damals gründete er die Ortsgruppe Kochel am See und Benedikt-Beuren und war am 9. November 1923 beim „Hitlerputfche" in Wünschen beteiligt.
Nach feinem Wiedereintritt in die Partei wurde Reiner als stellvertretender Ortsgruppenleiter einges setzt, übernahm 1930 den Vorsitz des Kreis-Uschla Frankfurt und 1931 den Vorsitz des Gau-Uschla Hessen-Nassdu-Süd. Hieran anschließend übernahm er die Gauaeschäftsführung und später die Adjutan- lur der Landesinspektion Süd-West. Nach deren Auf-
antt wird Mit 15 Gköß-TöNfilM-Wagen aus Berlin Freilicht-FilmvvrWkUftgeN bieten und bringt U. a. den größten^ F r e i l l ch t - P t 0 j e k t .i 0 n s Z apparat des Kontinents mit 12X12 Meter Projektionsweite sowie ein, neugebildetes Wander- taöärett aufgeschlossener Bühne. Das SportaMt Zeigt in M a s s e n s v 0 r tl i ch e n DökfllhkUftZ gen ftöri etwa lOuO bis 1566 Flauen Uftb Männern einfachste MkssengyMnastik und Körperschule, wie sie in beft Sportkurfen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" geübt werden. Es gibt ein Reit-HippödröM, Schießstäftde, Ballspiele U. ä. m.
Ein Jiiefenfeuerwerf.
Die Krönung des ganzen bildet schließlich das Riesenfeuerwerk, das auf drei großen Fronten abgebrannt wird. In riesigen Schalen werden RötfeUer den Beginn des Feuerwerks am nächtlichen Himmel künden. Eine Riefenkrone bildet ift der HaUptkaMpfbahn den Abschluß des musikalischen Programms.
Dänn fetzt das eigentliche Feuerwerk mit einem 1 Minuten dauernden TromMslfeuek, Unterstützt durch sog. GewehrseUekbatterien, oft den drei Fronten ein. BoMbenparädeft, Feuer- töpfe, Fallschirmraketen, Blitzdonnekgränaten und Kroftenparaden werden zu einem einzigartigen Schauspiel überleiten: „Aus Feuerrohren werden an drei Fronten bis zu 150 Meter Höhe @ejb = ftiMMerwäftde, mit röten Und blauen Sternen durchsetzt, ernporgeschofsen. Der ganze HirnMel wirb 3p Sekunden lang mit einem Sternen- Hagel übersät sein Nach einem Höhenfeuer ift Gold, Silber und blau sowie röt Und einem R a - ke teuf euer mit bisher Unerreichter Steighöhe wird ein Wasseksall in rötlichem, grünlichweißem und silberweißem Licht an drei Fronten niedergehen. Deft Abschluß bildet ein gewaltiges Pornbenfinale, während ein großer Scheinwerfer ein Riesenhakenkreuz am HiMMel Zeigt. Dieses Feuerwerk stellt eifte bisher unerreichte technische Höchstleistung der deutschen FeUerwerkindUstrie dar.
1 S 6 6 0 Brieftauben aUs tzeM tzäftZen Deutschen Reich, die in drei Abteilungen auf dem Volks- sestptatz lösgelassen werden, tragen mit kleinen Depeschen die Ründe von dieser lebeftdig, gewörde- fteft deutschen Volksgemeinschaft anläßlich des Reichspakteitöges hinaus ift alle deutschen Galle.
Diplomaten auf Sem parteitaq.
Berlin, 51. Aug. Der Führer hat auch in diesem Jähre die Chefs der ausländischen Missionen als seifte persönlichen Häste zur Teilnahme am Parteitage eingeladen. Ihr Grscheinen haben zugesagt die Botschafter von Japan Und dek Türkei- ferner die Gesandten von PenezUelä, Bölis vieft, DoMinira, Mexiko, Guatemala, Panama, Uruguay, Nicaragua, Aegypten, Griechenland, Polen, Chifta, Persien, Portugal, Luxemburg, Bulgarien, Litauen Ufto Ungarn. Den Diplomaten wird wiederum ein Schlafwagenfonderzug zur Verfügung gestellt werden, der sie zunächst zu einer Besichtigung der ifft Ball befindlichen Alpen- st r a ß e nach Berchtesgaden und dann zum Parteitag nach Nürnberg führen wird.
Für die Hinterbliebenen der Gefallenen der Newe^un-.
Nüknbtzrg, Bl. Slug. lDNB>) Die Pressestelle des Reichsparteitäges teilt Mit: DäesunMöglich war, alle Hinterbliebenen der gefallenen Kameraden zu dem diesjährigen Parteitag durch den Fühi rer einzuladen, haben n U r die Hälfte der Hin- tekbliebeften Einladungen erhalten. Die. übrigen sollen beim nächsteft RSichspakteitög berücksichtigt werden.
Selbst, ein gewohnheitsmäßiger Nörgler wird nicht bestreiken, daß sich der Binnen markt in Deutschland durch die Maßnahmen der nationalen Regierung ft ä r r belebt hat. Dadurch, daß Millionen von Arbeitslosen wieder Arbeit und Verdienst erhielten, steigerte sich die Kaufkraft im Inlands, und die erhöhte Kaufkraft regte wieder die Produktion an.
Flugzeugsühker Über dem Aermelkanal vvm Vllh Mftoffen.
Ein PassagierflugMg auf dem Wegß von Paris Nach London wurde über Dem Aermelkanal während eines plötzlich ausgebrochentzn Gewitters vom Blitz getroffen. Das Gesicht des Flugzeugführers, seift Unter Arm und die linke Hälfte fei* ner Kleidung wurden versengt, aber der elektrische Schlag war nicht stark genügt um ihn dienstunfähig ,zu Machen. Er brachte das Flugzeug glücklich vis >an seinen Bestimmungsort. Der Funkapparat des Flugzeugs wurde zerstört. Die Ursache des merh ^würdigen Unfalles wird darin erblickt, daß die ^Plötzlichkeit des Gewitters.dem Fahrperional keine _3eit gelassen hatte, den Regeln entsprechend den sFUftkaufnahmeapparät außer Betrieb zu setzen.
Nürnberg, 31. Aug. (DNB.) Die Presse wurde mit aufschlußreiche^ Einzelheiten Der Organisation des diesjährigen Relchsparteitages bekannt gemacht, die ein Bild davon geben, was art Vorarbeiten ge* leistet worden ist und wie sich der Parteitag gestalten wird. Besonders schwierig wird fein, die 1 10 000 SM -Männer aus Dem Zeltlager zUr Luitpoid-Ärena in Marsch zu bringen, wo vormittags der Führer zll seiner SA. sprechen wird. Rund 18 0 0 0 Ö politische Leiter werden aufmarschieren, Die in Zwölferreihen durch Nürnberg marschieren. Die emzelnen Züge werden sich schließlich ju zwei gewaltigen Marschsäulen vereinigen und so in die Zeppelinwiese einmarschiereft, Die Länge dieser beiden Säulen beträgt rund 15 Kilometer, fast drei Stunden brauchen sie, bis der Einmarsch auf der Zeppelinwiese vollzogen ist. Die ersten Gaue fetzen sich gegen 12 Uhr in tzewegufta und bis 17 Uhr wird der letzte politische Leiter auf der Wiese eingetroffen sein. Rund 21006 Fahnen nehmen am Einmarsch teil. Es Mußten UfttM* bringunas-Möglichkeiten für etwa 5 2Ö00Ö Mann geschaffen werden. Die größten Schwierigkeiten machte Die UnterbrinäUftL ift beft Fabriken, Da infolge der Wirtschaftsbelebung Innerhalb zweier Monate rund 30006 Quartiere gusfieien, für die Ersatz beschafft werden Mußte. Von., den , P r | 0 a t q u ä r f j e r e rt efttsällen auf die Städt Nürnberä 41 660. Es würben 600 Gkößs gelte und 2400 KleinZe11e errichtet; die hier in Anspruch genommene BobeNfläche beträgt 290 006 Quadratmeter. Für die Massenguartlere Mllßteft 80 ÖÖO Zentner Stroh beschafft werden. Die Reichs^
Die gesteigerte Produktion rief jedoch elften entsprechend größeren Rohstoff-Verbrauch und -Import hervor und so kam es, daß dis innerdeutsche Wirtschaftsbelebung, bei z. T. schwindender Ausfuhr, unsere Handelsbilanz durch Rohstoff-Einfuhr stärker als gewöhnlich belastet und zusammen mit Verpflichtungen aus Deft Auslands- krediten die augenblickliche Deviseftkftäpp- h e i t herbeigeführt hat.
Devisenknappheit herrscht aber nicht nur in Deutschland, sondern in den meiften hochindustrialisierten und gleichzeitig rohstoffarmen Ländern, weil.die hochqualifizierten Jndustrieerzeugnisse Der eigentlichen Industrieländer nicht mehr genügend Absatz in den Rohstoffländern finden.
Weltkrieg und Warenaustausch.
Diese Störung des Warenaustausches sieht Man immer als eine Folge des Weltkrieges an, und das ist sie mindestens zu einem Teil, Denn der mehrjährige Abschluß der LanbesgrenzeN durch die Blockade hat iselbftverständlich die früheren Handelsbeziehungen Zum Auslande stark gestört. Die jahrelange Unmöglichkeit, deutsche Waren zu kaufen, zwang selbst die wenigen nicht feindlichen Länder dazu, sich nach änderen L i e f e,r a ft t e ft u m - Zusehen öder — was in diesem Siftne viel nachhaltiger wirkte — sich eigene ProdUktioNS- ft ä 11 e ft im eigenen Lande zu errichten. Diese Entwicklung ist nur schwer und in vielen Fällen Überhaupt nicht wieder rückgängig zu machen, weil sie einer an sich immer wieder vorhandenen Tendenz entspricht; denn man hat immer Daf)ift gestrebt, ausländische Naturerzeugftisse durch iftlän- dische Natur- . oder Kunsterzeugftisse zu ersetzen: Män denke z. P. äft die Synthese des Indigo, die die Einfuhr des ftätürlichen Indigo unnötig machte, Maft denke äft zätzlreiche andere Farbstoffe, Den Rübenzucker, an die Kunstseide usw.
In normalen Zeitläufen hat sich diese Tendenz freilich immer nur langsam und mit Unterbrechungen — ja Nückläufen — Durchgesetzt, sprunghaft aber ist sie jedesmal gefördert worden, wenn der Welthändel gestört w.Uvde. So gdb d 14 Köftti - ft e ft t a l s p e r r e M Napoleons Zeit den Anstoß zur kontinentalen Sodasabrikation und damit zum Beginn der chemischen Großindustrie überhaupt. Der Weltkrieg gab den Anstoß zu der ungeheuren Entwicklung Der SnDuftrie -Des künstlichen Stickst 0 ffes und machte dadurch die Einfuhr des Salpeters von Uebenfee unnötig. Beispiele, von Denen noch sehr viele sich würden aft-führen lassen.
Die Warnung des Führers an das Ausland, unsere Forscher und Techniker würden n e U e D e r - fahren finden, um ausländische Rohstoffe durch Jnlanderzeugnisse zu ersetzten, sollte deshalb nicht
men hier zu eigenen Spinnstoffen/ die eine ganz neue Klasse därsiellen und denen Man Unrecht tun würde, wenn man sie etwa mit Dem Ausdruck „Ersatz" bezeichnete. Bei Dem Flachs handelt es sich um außerordentliche Züchtungserfolge und bei den künstlichen Fasern um technische Fortschritte von Bedeutung. Alls beide wird in einem folgenden Artikel noch näher eingegaftgen werden.
Sie deutsche Ksaststofferzeugung.
Nicht minder uneinehmbar erschien die Einfuhr^ stellung Der Mineralöle Und BituMina, auch ein Posten, Der hundert Millionen übersteigt, wie Die Tabelle zeigt. In Der Tat: Deutschland ist arm an Erdöl. Wenn auch vor kurzem zahlreiche ergiebige (SrÖöIqüeÜert erböyrt würden, und wenn wir Hoffeft, daß dank der energischen Förderung und finanziellen Bohrbeihilfen ber Regierung unsere Förderung erheblich steigern wird, so ist doch noch nicht Damit zu rechnen, daß unser Bedarf gedeckt werden kann. — Aber Kohle haben wir im Ueberfluß; Braunkohle sogar mehr als andere europäische Länder, und unsere. Technik entwickelte bis heute schon vollwertige, Verfahren, die ermöglichen, aus Braunkohle und Steinkohle durch Schwelen, Spalten und Hydrieren und durch geeignete Verknüpfung dieser Verfahren Mineralöle zu gewinnen.
Auch die Hölzeinfuhr können mir vermindern, sobald man Die Waldwirtschaft intensiver gestaltet hat, was schon lange von Fachmännern auf diesem Gebiete gefordert wird. Bei intensiver Waldwirtschaft können auch Gerbstoffe und Harz in viel größeren Mengen als bisher in Deutschland gewonnen werden. — Daß wir bisher etwa 50 Prozent unseres Holzanfalles verbrannten, Dürfte nicht allgemein bekannt seift.
Gesteigerte Erzgewinnung und Aluminium aus deutschen Rohstoffen.
Sei Erzen und 5)1 e t 611 e n wsrden wir durch namhafte Steigerüng der Förderung inländischer Eisen- und Metallerze, Durch Verstärkung des Rostschutzes und vor allem durch inländische Herstellung von Leichtmetalleft fühlbar entlastet werden, weil wir Damit andere uns fehlende M e - talle ersetzen können, was bekanntlich schon jetzt durch Erlaß des Reichswirtschaftsministeriums gefordert wird und in zunehmendem Maße ge* ichieyt. Wir werden nach neuen Verfahren sogar Aluminium aus inländischen, genügend vorhandenen Rohstoffen gewinnen und dadurch die Einfuhr ausländischer Rohstoffe für Öle Aluminium- gewinnung einschränken können.
Ein Pessimist, dek Diese Zeilen lieft, wird aber vielleicht doch noch sagen: „Ja, wenn wir auch alles Das schaffen werden, fo fehlen urts doch andere wichtige Rohstosfe. z. B. Kautschu-k, ohne den unsere Autos nicht fahren können." Soweit es den Kautschuk Betrifft, dürfte dieser Einwand berechtigt sein, wenngleich es keineswegs unmöglich erscheint, eines Tages synthetischen Kautschuk besser und billiger |U gewinnen als bisher. Aber der Pessimist hat dennoch ganz und gar Unrecht: Niemand predigt ja heute eine starke Autarkie, sondern was wir erreichen wollen, ist ja nur, d i e Knappheit an Devisen ZU beseitigen. Die Dinge liegen ja nicht sd, daß wir überhaupt keine Devisen hätten, wir haben nur z u wertig. Wenn wir aber einen Teil Der oben genannten Stoffe (Textilien, Mineralöle üsw.) nicht Mehr vom Aüs- läftDe kaufen, so sind genügend Zahlungsmittel für unentbehrliche Einfuhrartikel Da. — 3m übrigen haben technische Fortschritte der oben gezeigten Art oft dazu geführt, neue Ausfuhrartikel zu erzeugen, und Die oben erwähnten Spinnstoffe z. B. stellen eirte ganz neuartige Ware dar. Die ein Ausfuhrartikel werden kann.
Zu Dem im Augenblick wohl am aktuell-1
stsn ThöMa: das deutsche Rohstoffproblem, I *C|ilir0|)fi0fyC.
haben wir eine Reihe von führenden Deuf= Den größten Posten stellen die Textilien dar. schert Gelehrten und Forschem um Beiträge Er würde nach Den heutigen Preisen sogar nvch um einige hundert Millionen Mark höher sein, weil Die Preise der Tabelle sich auf eirt Jähr beziehen, in dem die Weltmarktpreise einen nie dagewesenen Tiefstand erreicht hätten. — Textilien gehörten bisher zu Denjenigen EinfUyrstoffen, welche man für absolut unersetzlich hielt, uftd das Ausland wird wohl nicht erwartet haben, daß wir einen erfolgreichen Angriff gegen diesen Einfuhrposten Unternehmen könnten. Das geschah aber dennoch: Der Forschung ist es durch langjährige angestrengte Arbeit gelungert, neue Fäser - fonibinätioheh zu finden, Die für manche Zwecke nicht nur ebensogut, sondern sogar besser sind als die traditionellen Spinnstoffe Wolle und Baumwolle, und die — das ift däs Wesentliche — in Deutschland und aus eigenen Rohstoffen gewonnen, werden können. Wir kom-


