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Oie Jagd im März

Oberheffen

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Kreis Schotten

Laubach, 28. Febr. Bei der im

schossen werden.

Das Thema der Hundeschäde'n steht mit Recht zur Zeit im Mittelpunkt von vielen Erörte­rungen in der Jagd- und Tagespresse. Sicherlich hat es immer Hundeschäden gegeben, aber in sol­chem Maße wie in den letzten Jahren doch nicht. Es sei dem Jäger gestattet, an dieser Stelle auf das kurz einzugehen, was von einem Verteidiger der Schäferhunde vor wenigen Tagen imGießener Anzeiger" geschrieben wurde. Es ist sicherlich rich­tig daß auch Rottweiler, Dobermänner und schlecht beaufsichtigte Jagdhunde jagen, es ist auch weiter­hin richtig, daß der Schäferhund ein hervorragen­der Hund in der Hand seines Führers ist, wenn dieser in der Lage ist, einen Hund zu führen. Wer wie der Schreiber dieser Zeilen, den Schäferhund im Trommelfeuer der Flandernschlacht als Melde­hund Großartiges leisten sah, wer die Arbeit der Sanitätshunde aus eigener Anschauung kennt und wer immer wieder den Schäferhund als treuen Kameraden der Blinden bewundert, der kann gar nicht daran denken, diesen Hund in Bausch und Bogen zu verurteilen. Der Grund zu der immer stärker werdenden Kampfstellung der Jäger gerade gegen den Schäferhund beruht darin, daß dieser Hund, der eine starke Hand der Führung braucht, sich in Händen befindet, die von Führung und von Ge­fährlichkeit des schlecht geführten Tieres feine Ahnung haben. Das hat der Verfasser des Einge­sandts richtig erkannt. Es ist aber dem Jäger nicht möglich, diesen Unfug einzudämmen, unter dem er am meisten leidet. Warum muß heute der Bauern­hof von dem Schäferhund bewacht werden, wahrend z. B der brave Hofspitz, derBommer" früherer Jahre, vollkommen verschwunden ist und mit ihm ein völlig wildreiner Hund? Ist es nicht ein Un­

hund nachts von der Kette kommt und frei hinläuft, wohin ihn sein Tatendrang treibt? Und ist es dann nicht naiv, wenn der Besitzer sich wundert, daß der Hund eines Tages nicht wiederkommt? Bei aller Anerkennung der Leistungen des Schäferhundes in der Hand des Führers ist jene vorher geschilderte Sorte von Schäferhunden und Bastarden neben dem Wilddieb zur Zeit der größte Feind unserer Wildstände, der außerordentliche Werte an Volks­vermögen vernichtet. Es ist notwendig, daß mit aller Schärfe darauf hingewiesen und die Jäger­welt zur aktiven Abwehr angehalten wird. Wer seinen Hund in der Hand hat und so für ihn sorgt, wie es sein muß, braucht um ihn nicht bange zu sein.

Die preußischen Jäger und die Pächter preußi-

Stück verendet ist. Mitunter wird der Hals je nach der Lage des Rehes im Genick gefaßt, ein kräftiger Biß genügt dann, um die Wirbelkörper zu durch­brechen, so daß die Verletzung des Rückenmarks sofortige Lähmung zur Folge hat. Vor weniaen Tagen ist mir ein Rehbock übergeben worden, der als Schwerkranker von dem Jagdhund eines mir befreundeten Herrn auf solche Weise gegriffen worden war. Die Haut zeigte kaum Verletzungen, aber die Wirbelsäule war gebrochen.

Rach der Ueberwältigung des Rehes würgt der wildernde Hund meist noch einige Zeit am Halse, es ist die ein Frönen in Mordgier, die der Schäfer­hund mit seinem nahen Verwandten dem Wolfe gemeinsam hat. Manche reißen die Decke am Halse ein und durchnagen diesen vollständig. Sie nehmen dabei nur wenig Muskulatur auf, es gelangen dabei aber viele Wildhaare in den Magen und Darm des Köters, so daß durch Untersuchung des Kotes in glücklichen Fällen sehr leicht nachgewiesen werden kann, daß gewildert wurde, denn die Haare der einzelnen Tiergattungen sind sehr charakteristisch. Daher kann durch mikroskopische Untersuchung ihre Herkunft sicher ermittelt werden. Es sollte kein Ja­ger versäumen, einen im Revier abgeschossenen Hund auf Magen- und Darminhalt untersuchen zu lassen, und bei positivem Ergebnis den Besitzer des Tieres für den entstandenen Wildschaden haftbar machen. Der Schaden kann nur durch Aussetzen von lebendem Wild, das für Geld zu bekommen ist, einigermaßen wieder gutgemacht werden.

Manchmal wird das gerissene Wild auch an an­deren Körperstellen als dem Hals angeschnitten, so werden die Keulen teilweise aufgefressen, die Ein­geweide herausgerissen und verspeist. Im allgemei­nen aber frönt der Schäferhund nur seiner Mord­gier und läßt sich zuhause ernähren. Daher kommt es vor, daß manchmal zahlreiche Rehe gerissen wer­den, die Köpfe fehlen, und das übrige Wildbret un­angetastet bleibt. t .

Das Wildern der Hunde hat seit der starken Zu­nahme der Schäferhunde sich so verheerend für die Wildbestände ausgewirkt, daß unter Laien sehr leicht die Ansicht genährt werden könnte, ein Luchs treibe sein Unwesen. Leider sind auch recht viele Jäger dieser Ansicht, aber so lange mit dieser Auffassung nicht gründlich aufgeräumt wird, wird das zielsichere Vorgehen gegen den Schrecken unse­rer Jagdreviere gelähmt.

Alle Jäger, denen Diana die Freuden des Weid- werkes beschert, haben die unweigerliche Pflicht, ihr Wild nach ganzen Kräften zu hegen, zu pflegen und vor allen Dingen vor dem grausamen Reißen durch wildernde Hunde zu schützen. Wer diese Aufgabe gegenüber seinem Wilde nicht erfüllt, verdient nicht, im Jagdgebiet die Büchse zu schultern, er gehört nicht in den Wald und soll seinen Köter auf dem Asphalt an der Leine führen.

Landkreis Gietzen.

t Londorf, 28. Febr. Der Geflügelzüch­ter v e r e i n Allendorf a. d. Lda. und Um­gegend hielt bei Wirt Bögen, hier, seine Vier­teljahresversammlung ab, die sehr gut besucht war. Der Vorsitzende Nachtigall gab einen ausführ­lichen Bericht über den Verlauf der Kreisversamm­lung vom 18. d. M. und teilte mit, daß die Kreis­geflügelschau vom 16. bis 18. Dezember in Lang- Göns stattfinden soll. Hier kann nur Geflügel mit Klubringen ausgestellt werden. Den Hauptgegenstand der Versammlung bildete ein eingehender Vortrag von Dr. Br o ck m a n n (Allendorf a. d. Lda.) über Geflügelkrankheiten. Er besprach die Erkennung, Be­kämpfung und Heilung der Kückenruhr, des Hühner­typhus, der Geflügeltuberkulose, der Geflügelcholera, der Geflügelpest, der Diphtherie, des ansteckenden Schnupfens und vieler anderer Krankheiten des Ge­flügels.

* Queckborn, 28. Febr. Im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogrammes läßt unsere Gemeinde einen Teil des Dorfes kanali­sieren. Die Ausführung und die Materialliefe­rungen find Baumeister Jäger von hier Über­tragen worden. Da ein Teil Der Rohre schon an­gefahren ist, dürfte mit dem Beginn der Arbeiten in kürzester Zeit zu rechnen sein. Der Verkauf der V D A. - P l a k e 11 e n für das Winter- hilfswerk erbrachte in unserer Gemeinde den Betrag von 18 Mark.

scher Jagden seien auf folgende Folgerungen aus dem preußischen Jagdgesetz aufmerksam gemacht: 1. Am 1. April laufen alle Passe ab. 2. Der neue Paß muß bei dem Kreisiagermeister beantragt werden (Anschrift siehe Amtliches Ver- kündigungsblatt des jeweiligen Kreises). 3. Dem Antrag ist beizufügen a) Versicherungsnachweis; b) Paßbild; c) letzter Paß oder Angabe pon Jlr. und Behörde, die ihn ausstellte; d) Mitgliedskarte des Landesverbandes der Preußischen Jäger (jeder Jäger muß eintreten!). Wer seine Jagd kundigen will, muß dies bis zum 1. April 1934 gefan haben. In Revieren mit Schalenwild muß ein Abschuhetat aufgestelU werden. Er ist auf 3 Jahre zu berech­nen und muß bis zum 31. März dem Kreisjager­meister vorliegen. Hubertus.

der Turngemeinde Laubach 1848 wurde beschlossen, mit allen sporttreibenden Vereinigungen unserer Stadt zum Zwecke des Zusammenschlusses in Verbindung zu treten.

Kreis Alsfeld.

ll. Rieder-Ohmen, 28. Febr. Am Sonntag fand in der Gastwirtschaft Döll ein sehr gut be­suchter Heimatabend statt. Pfarrer Alt, der hierzu eingeladen hatte, hielt einen außerordentlich aufschlußreichen Vortrag über die Geschichte des O r t e s , die er an Hand der Dokumente im Staats­archiv in Darmstadt studiert und vom Jahre 1008 an verfolgt hatte. Aus jener Zeit stamme der Name des Ortes, der damalsNiddern-Ahmen" gelautet habe. In feinen Ausführungen beschäftigte sich der Redner noch mit der Geschichte der verschiedenen Waldschmieden, die es hier gegeben hat, und ging auch hier den verschiedenen, noch heute lebendigen Namen nach. Aus dem Vortrag konnte manches Ge­meindemitglied von seinen Vorfahren hören. Der Vortrag wurde von musikalischen und gesanglichen Darbietungen des Musik- und des Gesangvereins umrahmt.

ss. Grebenau, 28. Febr. Bei der H o l z v e r- fteigerung in der Turnhalle wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Scheite: Buche 1. Kl. 8,08 Mark, 2. Kl. 6,80 Mark; Eiche 1. Kl. 6,04 Mark, 2. Kl. 4,43 Mark; Birke 1. Kl. 6,11 Mark; Ahorn 1. Kl. 6 Mark. Erle 1. Kl. 4,27 Mark, Espe 1. Kl. 2 Mark; Kiefer 1. Kl. 4,75 Mark, 2. Kl. 3,85 Mark; Weymouthskiefer 1. Kl. 3,06 Mark; Knüppel: Buche 5,31 Mark, Hainbuche 5,50 Mark; Eiche 3,65 Mark; Birke 4,67 Mark; Esche 4,40 Mark; Erle 2,67 Mark;

Wie wildern Hunde?

Von Geheimrat Dr. Olt, Gießen.

Zwar liegen Feld und Wald zur Zeit der Nieder­schrift dieser Zeilen unter einer dicken weißen Decke, aber es ist doch nur ein Rückzugsgefecht des Win­ters. Am 25. Februar wippten schon wieder weiße Bachstelzen an den Usern der Wieseck und ließ die Singdrossel ihr Lied erschallen. Bald wird der Rot­schwanz wieder knicksend auf dem Gartenzaun sitzen. Dann leuchten der Salweide Silberkätzchen am Waldrande, duftet hyazinthengleich der Seidelbast, sprießt frisches Grün am Waldbach, indes Kranich und Wildgänse rufend gen Norden ziehen und der Tauber von der Spitze der hosten Fichte seiner Lieb­ten ruft. Der Frühling kehrt ein, und überall findet >er Weidmann, der mit offenen Augen und emp- änglichen Sinnen sein Revier durchstreift, feine Borboten.

Das Jagen selbst tritt ganz zurück. Nur der Vogel mit Dem fangen Gesicht" verleiht dem Weid- merf im März eine besondere Note. Denn die Waldschnepfe ist jetzt auf dem Rückzug aus ihren nordafrikanischen Winterquartieren (eine im Sommer 1932 an der Spree beringte Jungschnepfe wurde am 12. Januar 1934 aus Marokko als ge­schossen zurückgemeldet) und pflegt je nach Wetter­lage meist um die Monatsmitte bei uns in größerer Zahl eintreffen. Die Bejagung, und zwar Die maß­volle auf Dem Strich, sollte im Frühjahr Die einzige Jagdart fein.

Der Rothirsch wirft ab und wird nicht mehr besagt, selbst wenn ihn das Gesetz, wie in Hessen, hoffentlich dieses Jahr zum letztenmal, noch freigibt.

Der Rehbock hat geschoben, und ein Pirschgang kann dem Jäger schon allerlei über das neue Jagd­jahr verraten, denn gegen Monatsende beginnt oft schon das Fegen. Gegen die Gefahren der kommen­den Grünäsung sind Salzlecken unbedingt einzu­richten.

Die ersten Junghasen sind da und in dem deckungsarmen Gelände vielen Gefahren ausgesetzt. Da gerade das Sengen der Raine und Hecken immer eine Menge Häschen vernichtete, sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß nach dem Naturschutzgesetz das Sengen, Roden und Schneiden der Raine und Hecken nach dem 1. März verboten ist. Es empfiehlt sich, bei Zuwiderhandlungen unbedingt Anzeige zu erstatten. Damit Diese JagD unD Vogelschutz in glei­cher Weise schäDigenDe Maßnahme endlich einge­schränkt wirD. Die im Naturschutzgesetz angedrohten Strafen sind hoch genug, um eine Wiederholung unwahrscheinlich zu machen.

Im Dachsbau sind Junge, seine Insassen staben Schonzeit.

Die Winterketten der Rebhühner lösen sich auf. Paarhühner bieten die beste Gelegenheit, um den jungen Hund im Gebrauch seiner Nase zu üben und zu prüfen.

Bald läßt auch der Fasanenhahn seinen rauhen Balzruf wieder hören. Aus Grund der gün­stigen Erfahrungen der Vorjahre stat auch in diesem Jahre der VereinHubertus" wieder 60 Fasanen (meist Hennen) bezogen, die in verschiedenen Re­vieren zum Aussetzen kommen. Es wäre allerdings zu wünschen, daß nun auch in allen Revieren die Feinde des schönen Vogels, vor allem die Eier- räuber, gründlich bekämpft würden. Nur wenn alle Reviere Hand in Hand arbeiten, kann der Maß-

Jn letzter Zeit ist die Frage, ob die vielen ge­rissenen Rehe von Hunden oder dem sagenhaften Luchs gemordet worden sind, reger Gegenstand der £agespreffe gewesen. Daher ist die Frage zu beantworten, wie der H u n o wildert und Wild reißt.

Die Hunde fangen ihre Opfer auf verschiedene Weise: Wenn zwei Hunde sich zu gemeinsamen Jagen zusammenfinden, pflegt der kleine zu stöbern uno der stärkere an den Wechseln vorzustehen, um entgegenkommendem Wilde an die Drossel zu sprin­gen. Wenn Der kleinere WilDerer aufgescheuchtes Wild laut verfolgt, roirD Dem großen Damit Der Weg gezeigt, wie er entgegenfommenDe Rehe ober Hasen abfangen kann. Diese Art Des Jagens bleibt Den Jägern unD Dem Forftpersonal nicht verborgen, sehr bald werden laut jagende Hunde abgeschossen. Der Jäger weiß sofort, was in feinem Revier vor- qeht, wenn sich solche Hunde bemerkbar machen. In Den letzten Jahren hat eine andere Art des Jagens durch wildernde Hunde Schule gemacht.

Der deutsche Schäferhund ich nenne ihn Wolfshund (Wolfshund ist streng genommen eine ganz andere Raffe, als die hier gemeinte) ist heute Moderaffe leider! Fast jeder, der sich einen Hund zulegt, glaubt einen Wolfshund führen zu sollen, als gäbe es andere Hunderassen gar nicht mehr. Dieser Hund müßte aus nachstehenden Grün­den ständig an der Leine geführt und doppelt ver­steuert werden, damit endlich einmal wieder Ruhe in unsere schwer heimgesuchten Wildstände tarne,

Eine Ausnahme ist selbstredend bei jenen hoch­zuschätzenden Wolfshunden zu machen, die als Führer von Blinden sowie zum Schutze von Herren in exponierter Stellung gehalten werden ober für Den Polizei- und Militärdienst abgerichtet sind und so durch eine gebotene strenge Erziehung bas Wilbern nicht kennenlernen.

Wolfshunbe wilbern meistens als schlaue, ver­schlagene Einzelgänger so geschickt, baß sie selten in ben Schußbereich bes Jägers kommen unb beim Jagen unb Reißen bes Wilbes überhaupt nicht gehört werben. Wie biefe Köter hierbei vorgehen, ist mir aus eigener Anschauung unb langjähriger Erfahrung als altem Jäger genau bekannt. Diese Wilberer suchen gegen ben Winb unb gehen baher auch geschickt jebem Menschen aus bem Weg. Nähert er sich bem Wilbe, wittert er biefes auf eine ge- wisse Entfernung, in ber er noch nicht eräugt worben ist, bann rückt er immer langsamer gegen sein Opfer vor (wie bei ber Hühnerjagb), zuletzt so vorsichtig unb in kurzen Schritten, baß er beim Wilbe, bas sich niebergetan hat, auf 3 bis 4 Meter herankornrnt. Hierauf stürzt er sich pfeilschnell auf fein Opfer. Hasen packt er so, baß sie nur noch wenige Klagelaute von sich geben können. Den Rehen springt ber Morbgierige an bie Drossel, oft faßt er auch ben Kehlkopf unb würgt, bis bas

Goetz unter der Spielleitung Wolfgang Kühnes. (Siehe heutige Anzeige.)

** Kirchenbuchauszüge finb gebüh­renfrei. Die evangelischen Pfarrämter finb ver­pflichtet, alle Nachweise ber arischen Abstammung bis zu ben Großeltern unentgeltlich auszustellen. Alle Anforberungen barüber hinaus (Urgroßeltern) finb nur gegen Entrichtung ber orbentlichen Gebüh­ren zu erfüllen, falls nicht ein besonders namhaft gemachtes Ersuchen bes Staatsministeriums vorliegt.

** Eine Achtzigjährige. Frau Katstavine A r n b t, Kaplansgafse 10, kann am morgigen Frei- tag, 2. März, in voller geistiger unb körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag feiern. Die Jubilarin ist in weiten Kreisen ber Gießener Bevölkerung gut bekannt. Nach heute obliegt sie ihren dienstlichen Verpflichtungen als Leichenfrau.

** Jahreshauptversammlung ehema­liger 116er. Der Verein ehemaliger 116er hielt dieser Tage wie man uns berichtet seine Jah­reshauptversammlung ab. Nach ber Begrüßung unb Bekanntgabe bes Jahresberichtes durch ben Vereins- führer Kamerab Bill, erstattete ber langjährige Rechner Kamerab Volz ben Kassenbericht, ber mit einem burchaus befrtebigenben Bestaub abschloß. Dem Antrag ber Rechnungsprüfer entsprechen!) würbe bem Rechner Entlastung erteilt unb ihm gleichzeitig ber Dank ber Versammlung ausgespro- chen für seine treue Mitarbeit im Verein, insbeson­dere für seine schon mehr als 22jährige Tätigkeit als Vereinsrechner. Im weiteren Verlaufe der Be­sprechungen gab ber Vereinsführer noch bekannt, baß Die Vertreterverfammlung bes Verbanbes ehern. 116er, bie im Oktober vorigen Jahres in Lauterbach ftattfanb, beschlossen habe, 1934 eine größere Wie- bersehensfeier ber 116er bes ehemaligen Regiments unb seiner Kriegs- unb Tochterformationen in G i e- ßen zu veranstalten, bie voraussichtlich im August ftattfinben werbe. Diese Mitteilung würbe mit Bei­fall ausgenommen. Gilt es boch, eine Wiebersehens- feier in" bem nach hartem Kampf um seine natio­nale Ehre roieber erwachten Deutschlanb zu begehen, mit ben 116ern bes Dritten Reiches, in bereu Stür­men zahlreiche alte 116er bas braune Ehrenkleib tragen. Die oorbereitenben Arbeiten sollen in einer in Kürze ftattfinbenben Sitzung besprochen werben. Nach einem Rückblick auf bas abgelaufene Jahr unb feine Bebeutuug für Volk unb Vaterlanb würbe bie Versammlung mit einem breifachenSieg Heil"

nähme bes Aussetzens, von der jeher Revierinhaber etwas haben kann, Erfolg beschiebeu fein.

Der Raubvogelzug ist im Gauge. Es.muß immer wieder darauf hingewiesen werden, daß sämtliche Raubvögel, außer Habicht unb Sperber, ganzjährig geschützt siub. Es gibt eben immer noch Jäger genug, bie für bie Schönheit des Raubvogels keinen Sinn haben. Auch ber Bussarb ist in Preu­ßen wieder geschützt, während in Hessen bis zum 31. März ein Abschuß noch gestattet ist unb bei zu großer Zahl auch angebracht fein kann.

Nicht unsere so stark bezimierteu Raubvögel siub bie großen Feinde ber Nieberjagb, souberu Krähe, Elster, Wiesel, Katze und Hunb. Wer feine Jagb hegen unb hochbringen will, barf an jenen Schädlingen nicht vorübergehen. Wenn in ben nächsten Wochen bie Brutkräheu sich einstelleu, bann heißt es handeln. Wo Abschuß, Ausschießen der Nester usw. nicht zum Erfolg führen, muß unter Umständen zum Phosphorei gegriffen werden. Das Wiesel aber bedroht Ei, Brutvogel, Juugvogel, Junghase in gleicher Weise und mordet, was vor es kommt. Au eine wirksame Bekämpfung ist nur mit der Wieselfalle zu denken. Gegenüber der Katzeuplage hat ja das Gesetz in Hessen, wie in Preußen dem Jäger mehr Freiheit gegeben, denn jede Katze, die sich weiter als 200 Meter vom näch­sten bewohnten Hause entfernt, darf unb soll abge-

auf den Reichspräsidenten, sowie den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler geschlossen. Gemeinsam wurden bann noch je ein Vers bes Deutschlanb- unb bes Horst-Wessel-Liebes gesungen.

RVH. Des Pferbes Bitte! Füttert, tränket unb pfleget mich gut. Selb gütig zu mir. Reißet mich nicht unsanft an den Zügeln. Schlaget mich nicht, Denn ich verdiene Dies nicht. Gebt mir nicht zu schwere Lasten. Beschlaget meine Hufe gut. Schützet mich im Sommer vor sengender Hitze und im Winter vor Kälte, indem ihr mir eine Decke gönnet. Streichelt und koset mich doch manchmal. Ich trage euch, ich ziehe euch, und lebe doch nur für euch. Ihr wisset, daß ich nicht sprechen kann, doch Gott wird euch die Liebe zu mir lohnen. Und zuletzt, wenn meine Kräfte erschöpft finb, bann gebt mir einen humanen Tod.

Schöffengericht Gießen.

Ein Einwohner aus Kirchhain, Otto Knopf, stand gestern vor den Schranken des Gerichts. Der Angeklagte gab sich auf dem Lande als Homöopath bzw. als Heilkundiger aus und fand auch bei leicht­gläubigen, ahnungslosen Leuten Interesse. Er be­handelte, ohne bie behörbliche Genehmigung zu ha­ben, einige Patienten und besorgte ihnen die Heil­mittel. Außerdem wußte er sich von einem Manne, dem er ein Darlehen zu verschaffen versprach, einen erheblichen Geldbetrag zu erschwindeln. Das Gericht fällte nach längerer Beratung folgendes Urteil: 1. Wegen Betrugs im Sinne bes § 263 1 Jahr 8 Monate Gefängnis; 2. wegen Vergehens gegen den § 147 Abs. 1 Z. 3 ber Gew.-O. 1 5 0 Mk. (3 e l b ft r a f e evtl. 30 Tage Haft; 3. wegen lieber« tretung ber §§ 56a Z. 1 unb 148 Z. 7a ber Gew.-O. 100 Mark Gelbstrafe; 4. wegen Übertretung ber Verorbnung bett ben Verkehr mit Arzneimit­teln vom 21. Oktober 1901 in Verbinbung mit § 367 Z. 3 StGB. 10 Tage Haft. Außerbem trägt ber Angeklagte bie Kosten bes Verfahrens.

Unter Ausschluß ber Öffentlichkeit verhanbelte bas Gericht bann gegen einen 33 Jahre alten An­geklagten wegen widernatürlicher Unzucht, began­gen an über 14 Jahre alten, jedoch nicht volljäh­rigen Personen. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten unter Anrechnung von 1 Monat 2 Wochen Untersuchungs- | haft.

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fug, wenn tt"7ine'm ein^nen^Gehft'^e" Hostör! Hof" unter dem, Dorsch des Vereinsführers nacf) eigener Erklärung des Besitzers der Schäfer- D o n»(5 i f f II. ftattgefunbenen Hauptversammlung

Der Raucher hat Vertraue 'Eiksteins rund dick - ohne Md st. Immer war und ist sie auf der Höhe ihrer Zeit.