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Das Staatsbegräbnis für Generalobersten von Seeckt
VerKühnr undOdersi-B-fthIshadri derW-hrmachterw«ist demgroß«« Soldaten »te leite Ehre
Holländischer Pöbel schmäht die Hakenkreuzflagge.
Polizei und Regierung dulden deutschfeindliche Demonstrationen
offenen Grabe einen Kranz nieder und ehrte großen Soldaten mit erhobener Rechten.
Der Dank des Heeres.
Der Führer vor dem Katafalk auf dem Invaliden-Friedhof; rechts von ihm Generalseld- marschall von Blomberg, weiter rechts Generaloberst Heye, hinter dem FeldmarschaL Generaloberst Göring; links vom Führer Generaladmiral R a e d e r und Generaloberst FreiherroonFritsch. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Das deutsche Volk hat mit herzlicher Anteilnahme die Vorbereitungen verfolgt, die in ganz Holland für die am 7. Januar stattfindende Hochzeit der Kronprinzessin I u l i a n a mit dem deutschen Prin- zen Bernhard zur Lippe getroffen werden.' Es hat wohl nicht mit Unrecht sich dem Glauben hingegeben, daß diese Verbindung der künftigen Königin der Niederlande mit einem Fürsten deutschen Geblüts die traditionellen freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und
abgeneigten Varlamentsregierung die undankbar st e zu sein schien, die einem Soldaten von heißem Wollen und dem Bewußtsein starken eigenen Könnens geboten werden konnte. „Sein Geist, sein Wille und seine Charakterstärke haben etwas ganz anderes daraus gemacht. Aus heiligem Erbe schuf er den Beginn eines neuen Lebens, den Beginn des Volkes in Waffen, von dem wir glauben, daß es aufblühen wird unter den Händen des Führers und uns in neue, größere Zukunftsbahnen weist. Der Genius unseres Voltes ist unsterblich. Mit ihm werden es die sein, die ihm Werkzeug waren, in Tagen schwerer und großer Rot. Er, den wir hier, angetan mit den Abzeichen des Cbefs eines brandenburgischen Regiments der neuen Wehrmacht, ins Grab senken, er ist einer von ihnen. In tiefer Dankbarkeit legt das deutsche Heer diesen Kranz hier nieder an dem Grab dieses großen Mannes und Soldaten. Er wird uns stets unvergeßlich sein."
Der lehle Salut.
Nach der Ansprache des Oberbefehlshabers des Heeres erklangen die Nationalhymnen. Die Trauergemeinde ehrte den großen Soldaten mit dem
Deutschen Gruß. Eine Kompanie der Wachtrupp« und die Batterie des Artillerieregiments 23 schossen den Ehrensalut. Nach altem militärischem Brauch folgte der Parademarsch des Gardegrenadierregiments Nr. 1. Der Führer sprach der Witwe und den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Zum Zeichen, daß mit dem Tode des Generalobersten verletzte seines Stammes dahingegangen war, zerbrach der Neffe des Verstorbenen am Grabe das Hauswappen. — In der überaus großen Zahl der Kränze befanden sich solche der NSDAP., der Wehrmacht, der Kriegskameraden des großen Kämpfers, der ausländischen Botschafter und Gesandten, der befreundeten Armeen, der österreichischen und der ungarischen Militärabordnung, die an dem Staatsbegräbnis teilnahmen, zahlreicher hoher Dienststellen der Partei und des Staates und vieler persönlicher Freunde des Verstorbenen, ein Lorbeerkranz des schwedischen Forschers Dr. Sven Hedin in den blau-gelben Farben Schwedens mit der Inschrift: „In Bewunderung, Verehrung und Dankbarkeit — Sven Hedin", des Reichsministers Dr. Goebbels, des Reichskriegerbundes „Knfft Häuser", des Soldatenbundes, des Reichsverbandes Deutscher Offiziere und der Stadt Berlin.
und eine Batterie des Artillerieregiments 23. Unmittelbar vor dem Sarg werden die Fahnen des alten Kaiser Alexanoer- Garde-Grenadier-Regiments getragen. Dann folgen zwei StabsoffUiere mit den Ordenskissen und die Kranzträger. Hinter der Lafette geht der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr von F rj t s ch, ihm zur Linken der Amtsnachfolger des Verstorbenen, Generaloberst Heye. Dann schließen sich sämtliche Mitglieder des Generalstabes des Heeres an, die kommandierenden Generale und Admirale in gleicher Dienststellung folgen. Weiter bemerkt man den Korpsführer Hühnlein, den Reichssportführer von Tschammer und Osten und Obergruppenführer von I a g o w, sowie zahlreiche Botschafter und Gesandten und sämtliche Militärattaches, Offiziere des Reichskriegsministeriums, des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Auf dem weiten Weg bildet eine nach vielen Tausenden zählende Menschenmenge Spalier. Glockengeläute begleitet die Trauerparade durch die Straßen der Reichshauptstadt. In der Jnvalidenstraße bildeten Männer des Schwarzen Korps Spalier.
Auf dem Znvalidenfriebhof
Dor dem Invaltdenfriedhof hatte sich eine große Trauergemeinde eingefunden. Unter den feierlichen Klängen eines Chorals wurde der Sarg zu dem Katafalk getragen, der an der ersten Kreuzung des Friedhofsweges aufgestellt war. Die Befehlshaber der Heeresgruppen und die Kommandierenden Generale und Admirale bildeten das Ehrenspalier. Hinter dem Sarge folgten die Fahnen des Gardegrenadierregiments Nr. 1.
Der Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg, entbot nun in einer kurzen Ansprache dem Toten den letzten Gruß der neuen deutschen Wehrmacht: „In dankbarer Verehrung entbietet die deutsche Wehrmacht dem Generalobersten von Seeckt ihren letzten Gruß. Sein Name ist nicht fortzudenken aus der Geschichte der deutschen Armee Unbesiegt aus dem Felde heimgekehrt, nahm er mit zäher Energie und unbeirrbarem Willen den Neubau des deutschen Reichsheeres auf. Diese Tat gelang ihm besser, als wohl je der Glaube des Feindes vermutet hatte. Diese Tat macht auch ihn zu einem Retter des Vaterlandes. Nun «ft er als einer unserer großen Soldaten heimgegangen zur großen Armee. Dort kann er melden, daß hinter ihm wieder eine große deutsche Wehrmacht steht, die er geholfen hat mitaufzubauen, die st o l z a u f i h n i st und die sein Andenken hoch in Ehren halten wird, solange eine deutsche Wehrmacht lebt."
Nachdem Generalfeldmarschall von Blomberg für die neue deutsche Wehrmacht einen Kranz nieder- gelegt hatte gab der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr von Fritsch dann in bewegten Worten ein Lebensbild des Verstorbenen, das durch ruhmreiche Taten an allen Fronten des Weltkrieges gekennzeichnet ist. Nach dem Krieg aber sei Generaloberst von Seeckt eine Auf- aabe zugefallen, die unter dem Druck einer wesensfremden, jeglichem Stolz und jeglicher Auflehnung
Die Feier im Trauerhause.
Berlin, 30. Dezember. (DNB.) In feierlichem Staatsbegräbnis wurde die sterbliche Hülle des Generalobersten v. Seeckt auf dem Jnvalidenfried- hof der Erde übergeben. Der Begründer der Reichswehr, die zum ehernen Fundament für die neue wiedererstarkte deutsche Wehrmacht wurde, hat da- mit seine letzte Ruhestätte gefunden neben den großen Soldaten, deren Namen mit der ruhmreichen Geschichte Preußens und Deutschlands untrennbar verbunden sind. Vor dem Trauerhaus in der Liechtenstein-Allee ist seit dem Morgengrauen ein Dop- pelposten ausgezogen. Im Arbeitszimmer ist .die Leiche, umgeben von Blattgrün und einer Fülle von Kränzen, aufgebahrt. Vier Stabsoffiziere der 23. Division halten die Ehrenwache. Der Sarg, der mit der Reichskriegsflagge bedeckt ist, trägt als einzigen Schmuck Degen und Stahlhelm; zwei Ordenskissen liegen zu Füßen des Toten. Generalfeldmarschall o. Mackensen begibt sich ins Totenzim- mer, um hier in einer Minute stillen Gedenkens Abschied zu nehmen von seinem Kameraden; auch der greise Zar Ferdinand von Bulgarien, in der uniform eines preußischen Generalfeldmarschalls, verweilt kurze Zeit an der Bahre.
An der kirchlichen Feier nimmt an der Spitze der Generalität der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Frhr. v. Fritsch, teil. Feldbischof D. Schlegel schildert oen Verstorbenen als den großen Soldaten, der mit heißem Herzen und kühlem Kopf gearbeitet hat, solange es Tag war. „Er hatte ein festes Herz als Schild im Kampf gegen das Schicksal, das ihn Großes erleben ließ, das ihm aber auch große Kämpfe brachte und viel durchleiden ließ; er hat gearbeitet bis an sein Lebensende, denn er trug nach wie vor die Verantwortung." Das dankt ihm das Vaterland. Der Führer hat sich zu seinem Werk bekannt und ihn durch dieses Staatsbegräbnis geehrt.
Die Trauerparade.
Inzwischen war die Trauerparade aufmarschiert. Wahrend die Soldaten präsentieren und das Musikkorps den Dräfentiermarsch spielt, wird der Sarg von Feldwebeln des 67. Infanterieregiments, dessen Chef der Verstorbene war, durch ein Spalier von Offizieren der alten Armee hinausgetragen. Wieder begleiten Stabsoffiziere der 23. Division als Ehrenwache die sterbliche Hülle Der Sarg wird auf eine Geschützlafette gesetzt. Die Trauerparade setzt sich unter dumpfem Trommelwirbel in Bewegung, geführt von dem Kommandeur der 23. Division, Generalmajor Busch. Voran reitet eine Schwadron des Kavallerieregiments 9. Dann folgt ein Bataillon des Infanterieregiments 67, ein Bataillon des Infanterieregiments 9
Lahr der Heimbeschaflung.
Ein Neujahrsausruf des Jugendführers des Deutschen Reiches.
Berlin, 31. Dez. (DNB.) Der Iugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, hat an die Hitler-Jugend folgenden Neujahrsaufruf erlassen:
Wieder stehen wir am Anfang eines neuen Arbeitsjahres. Die Parole des vergangenen Jahres, das wir „das Jahr des Deutschen Jungvolks" nannten, ist verwirklicht. Der 1. Dezember 1936 brachte mit dem Gesetz über die Hitler-Jugend den feierlichen Abschluß unserer Jahresarbeit, die ganz im Zeichen oer Werbung stand. Viele Hunderttausende neuer Kameradinnen und Kameraden werden im kommenden Jahr in unsere Gemeinschaft erntreten. Damit ergibt sich für die Führung der Jugend die Notwendigkeit, an die Lösung einer Frage heranzutreten, die für unsere zukünftige Arbeit entscheidend geworden ist.
Die Hitler-Jugend hat immer das Heim als eine wesentliche Voraussetzung ihrer Gemeinschaftsarbeit empfunden. Nach unserer Auffassung soll die Jugendbeweaung Adolf Hitlers für ihre Zusammenkünfte, Die dem Dienst an der Idee gelten, eigene Räume besitzen. Sie soll unabhängig sein von solchen Bierwirtschaften und anderen Lokalen, die ihre Nebenräume nur dann zur Verfügung stellen, wenn ihnen die Garantie geboten wird, daß die Jugend dort Alkohol und Nikotin konsumiert. Wir brauchen Heime für die Hitler-Jugend! Schon sind viele gebaut worden, keine wilhelmimschen Dillen, sondern schlichte, zweckmäßige und schöne Jugendheime, die Ausdruck unserer Zeit sind und damit jener Bau- gesinnung, die Adolf Hitler mit dem Wort bekannt hat: „Deutsch fein heißt klar sein!" Diele deutsche Gemeinden haben sich bereits in ihrem HI.-Heim ein Denkmal ihrer nationalsozialistischen Gesinnung geschaffen. In Verbindung mit dem Heimbeschaffungsausschuß der Reichsjugendführung, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht, errichteten sie vorbildlich schöne Gebäude, die des Ehrennamens Heim der HI. würdig sind.
Aber dies ist nur ein kleiner Anfang! Viele tausend Hitler-Jugendheime müssen noch gebaut werden! Das Heim der Hitler- Jugend ist ein Wahrzeichen der kompromißlosen Kameradschaft der neuen Generation. Es ist zugleich Ausdruck ihres Lebensgefllhls und Lebensstils. Meine Kameradinnen und Kameraden! Ihr s e l b st müßt die Voraussetzungen für eure Arbeit schaffen! Das Jahr 1937 soll das Baujahr der Hitler-Jugend sein! Darum erkläre ich das Jahr 1937 zum JahrderHeimbeschasfung.
„Tage der nationalen Solidarität" mit einem Ertrag von 5,3 Millionen Mark das Ergebnis des gleichen Tages im Jahre 1935 um fast ein Drittel überschritt, sich zu praktischem Sozialismus bekennt, wie es schließlich in Kunst und Kultur, wie unser gestriger Sonderbericht im einzelnen über- zeugend nachwies, den andern Völkern in nichts nachsteht, vielmehr die Bahn freigemacht hat für tatfrohes Schaffen auf allen Gebieten. Alles dies ist auch in diesem Jahr nationalsozialistischer 'Staatsführung so sichtbar geworden, daß sich auch alle gutwilligen und vorurteilslosen Ausländer ein Bild von dem wahren Deutschland unoerzerrt durch jüdisch-kommunistische Greuelhetze machen konnten.
Greisen wir aus der Fülle innerpolitischen Geschehens dieses Jahres nur einiges Wenige heraus: Die gesamte deutsche Polizei wurde dem Reichsführer SS. Himmler unterstellt und damit ein weiteren Schritt zu einer einheitlichen deutschen Verwaltung getan. Der Entwurf eines neuen Strafgesetzbuches stellt das deutsche Strafrecht auf nationalsozialistische Grundlage. In der Jugenderziehung wurden neue Wege eingeschlagen. Um dem Bedarf an Nachwuchs in den akademischen Berufen Rechnung zu tragen und für -Die zweijährige Dienstzeit einen Ausgleich zu schaffen, wurde die zwölfjährige Schulzeit eingeführt. Um die Vielgestaltigkeit oer höheren Schule in Deutschland mit all ihren Nachteilen zu beseitigen, begrenzte ein kurz vor der Jahreswende bekannt gewordener Erlaß des Reichserziehunas- ministers die Schulformen auf zwei Typen. Die gesamte deutsche Jugend wurde durch Reichsgesetz vom 1. Dezember in der Hitler-Jugend zusammengefaßt und mit ihrer körperlichen und charakterlichen Bildung im Geiste des Nationalsozialismus der zu einer obersten Reichsbehörde erhobene Iugendführer des Deutschen Reiches betraut. Daß am 18. Oktober 50 neue Jugendherbergen ihrer Bestimmung Übergeben werden konnten, ist ein schöner Beweis dafür, daß man auch mit materiellen Mitteln der Jugend unter die Arme zu greifen gewillt ist. Verkehr und Technik haben auch cm vergangenen Jahr die Förderung erfahren, die dem großen Interesse des Führers für diese Fragen entspricht. So konnte der Führer am 27. September den tausendsten Kilometer der R e i ch s a u t o - bahn für den Verkehr freigeben. Die Fertigstellung Des Derkehrsluftschiffes „Hindenburg" am 28. Februar, die Weihe des W e l t l u f t s ch t f f- hafens Rhein-Main in Frankfurt am 8.Juli und die Eröffnung des Rügendammes am 5. Oktober sind Weitere Merksteine einer fortschrittlichen deutschen Verkehrspolitik.
Das letzte Vierteljahr stand ganz im Zeichen des auf dem Nürnberger Parteikongreß am 9. September verkündeten Vierjahresplans, der die deutsche Wirtschaft in all den Rohstoffen von der Einfuhr aus dem Auslande unabhänaig machen soll, die deutscher Erfindergeist und deutsche Energie aus deutschem Boden und m deutschen Laboratorien selbst beschaffen können. Am 18. Oktober wurde Ministerpräsident Göring mit der Durchführung beauftragt und ihm alle Vollmachten gegeben, die eine einheitliche, zielbewuhte Lenkung aller Kräfte zu sichern vermögen. Die Ernennung des Gauleiters Joseph Wagner zum Reichskommissar für die Preisbildung und sein Verbot von Preiserhöhungen für Gegenstände und Leistungen des täglichen Bedarfs hat jeder eigennützigen Konjunkturpolitik einen Riegel vorgeschoben. So geht das deutsche Volk in das neue Jahr, auf sich allein gestellt in einer durch Blindheit und Willensschwäche aus den Fugen geratenden Welt, aber zu einer glaubensstarken, tatfrohen, opferbereiten Gemeinschaft zusammengeschweißt im Wissen um die Leistungen von vier Jahren deutschen Aufbaues unter nationalsozialistischer Staatsführung und im Wissen um die Kräfte, die diese Leistungen vollbracht haben und die uns auch weiterhelfen werden in eine glückhafte Zukunft unseres Volkes.
Dr. F. W. L.
Esfen, 30. Dez. (DNB.) Unter der Ueberschrist ..(Eigenartige holländische Hochzeitssitten. — Polizei und Regierung sehen Schmähungen der Hakenkreuzflagge zu" schreibt die „Nationalzeitung" in Essen u. a.: Holland schmückt sich zum Feste der Hochzeit seiner Kronprinzessin Juliane mit dem deutschen Prinzen Bernhard zu Lippe-Biesterfeld. Wie das selbstverständlich ist, haben Angehörige der reichsdeutschen Kolonie als Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem Gastland auch ihr Haus mit Fahnen geschmückt, und da es sich um einen deutschen Prinzen handelt, der als Prinzgemahl nach Holland kommt, wurde von diesen Deutschen die Reichsflagge gehißt. Die Aufziehung Der Hakenkreuzflagge hat gewissen Kreisen Der holländischen Bevölkerung Anlaß gegeben, lärmende „Prote st"- Kundgebungen vor den Häu- fern der Deutschen vorzunehmen, unter Schmährufen forderte die Volksmenge die Entfernung der Hakenkreuzflagge. Die Polizei, die von den bedrohten Hausbesitzern herbelgerufen wurde, beschränkte sich darauf, der Menge zum Ausein- andergehen zu raten und empfahlden Hausbesitzern, die — Hakenkreuzflagge einzuziehen, „um so Tätlichkeiten au vermeiden". In einem Falle riß der Pöbel die deutsche Flagge sogar herunter und besudelte s t e!
Es ist wenig erbaulich, anzusehen, wie ungehin- bindert von den dafür verantwortlichen Stellen der holländische Pöbel das Vaterland des zukünftigen Gatten der Kronprinzessin schmäht. Es liegt System in dieser Nichtachtung derartiger Zwischenfälle, denn, wenn bei offiziellen Veranstaltungen neben der holländischen Nationalhymne nicht die deutsche Nationalhymne, sondern zu Ehren des Prinzen das Spottlied „Lippe-Detmold, eine wunderschöne Stadt ... bum bum" erklingt, so ist das bei aller Komik doch ein Symptom für die Einstellung, die man höheren Orts Deutschland gegenüber hat
Erstaunlich ist, daß der deutsche Prinz Bernhard zu Lippe-Biesterfeld selber sich nicht veranlaßt sieht, gegen einen derartigen groben Unfug wie das Ab- spielen jenes Liedes an Stelle der deutschen Nationalhymne sich aufzulehnen. Der Prinz wird an der Seite semer zukünftigen Gattin sicher ein guter Holländer werden, der die Aufgabe, die die Zukunft ihm stellen wird, zu lösen vermag. Er sollte jedoch nicht schon vor seiner Eheschließung vergessen, daß er als Deutscher geboren wurde!
seinem holländischen Nachbarn noch fester knüpfen werde. Die jüngsten Vorgänge in Holland lassen freilich befürchten, daß die Hochzeit weit eher der Ausgangspunkt tiefgehender Verstimmungen zwischen beiden Völkern sein könne. Jahrelang hat die holländische Regierung widerspruchslos zugesehen, wie die marxistische Presse des Landes einen üblen Schmähfeldzug gegen das nationalsozialistische Deutschland führte. Jetzt erntet die Regierung die Früchte ihres Treibenlassens.
Der von der marxistischen Presse verhetzte Teil des holländischen Volkes nimmt die Hochzeit seiner Kronprinzessin mit einem deutschen Prinzen zum Anlaß für neue Schmähungen, die alles bisher Da- gewesene weit überbieten. Wenn hie Nationalflagge des Deutschen Reiches, die Angehörige der Deutschen Kolonie zu Ehren des Brautpaares gezeigt haben, vom Pöbel herunte r e r issen und besudelt wird, ohne daß die Polizei mit aller Energie dagegen einichreitet, wenn man sich bei einem Fußballspiel in Haag weigert, d i e deutsche Nationalhymne zu spielen, und in anderen Fällen das bekannte Soldatenlied „Lippe- Detmold eine wunderschöne Stadt", das in Deutschland nur mit leichtem Schmunzeln gesungen wirb, als Nationalhymne des Heimatlandes des künftigen Prinzgemahls der Niederlande ausgibt, f» möchte man in Deutschland zunächst annehmen, daß der Prinz selbst diese offenbaren Be- leioigungen seines Vaterlandes nicht widerspruchslos hinnehmen wird. Und man möchte glauben, daß auch der anständige Teil des holländischen Volkes, der Wert darauf legt, daß der Gemahl seiner künftigen Königin ein Mann von Charakter ist, mit uns Deutschen der Meinung sein wird, daß nur der künftighin ein guter Holländer werden wird, der sich auch in schwierigen Lagen als ein guter Deutscher gezeigt hat, der für die Ehre seines Vaterlandes mannhaft eintritt. L.
Flaagenzwischensall im Haag.
Beleidigung deutscher Fußballmannschaft.
A m st e r d a m, 30. Dez. (DNB.) Am 23. Dezember hat sich bei einem Fußballwettspiel zwischen einer deutschen Mannschaft und einer Haager Mannschaft in Den Haag ein Flaggenzwischenfall ereignet. Als das Fußballspiel zwischen dem Kreissport» sührer für das Land Lippe und dem Vertreter der holländischen Mannschaft abgesprochen wurde, verpflichteten sich die holländischen Veranstalter, wie es bei jeder internationalen Veranstaltung üblich ist, zum Hissen der deutschen National» flagge und zum Spielen der deutschen Nationalhymne. Als die deutsche Mannschaft am Tage des Spieles den Sportplatz in Den Haag betrat, waren auf der Tribüne zwei schwarz-rotgelbe und zwei schweiz-weiß-rote Flaggen gehißt Dagegen keine Hakenkreuzflagge. Der deutsche Mannschaftsführer erhob sofort Einspruch
Um 13 Uhr betrat der Führer und Reichskanzler den Friedhof. Unter den Klängen des Liedes „Ich hott' einen Kameraden" wurde der Sarg sodann vom Katafalk herabgetragen und in die Gruft hinabgelassen. Als erster legte der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht am den


