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Nr. 305 Erstes Blatt

186. Zahrgang

Donnerstag, Zk. Dezember 1036

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Die Aufgaben des neuen Jahres fordern unser aller Einsatz.

Don Or. Wilhelm Frick, Reichsminifler des Innern.

Das alieZahr.

Die Sicherung des Reiches stand als Symbol über dem heute zu Ende gehenden Jahre.Zum ersten Male" so konnte der Führer am Abend des 8. November bei der historischen Gedenkfeier im Münchener Bürgerbräukeller stolz und froh erklä­ren, feiere ich diesen Erinnerungstag ohne tiefe Sorge für unser deutsches Volk, zum ersten Male kann ich es nun offen aussprechen, der Bolsche­wismus wird Deutschland nicht mehr überrennen können. Um Deutschland herum hat sich ein eherner Panzer gelegt und hinter diesem Panzer steht das deutsche Volk friedliebend wie je zuvor, aber auch abwehrbereit wie zuvor." Die Worte des Führers kennzeichnen die Hauptmerkmale deutscher Politik im Jahre 1936: die Bereitschaft des von den letzten Fesseln des Versailler Diktats befreiten Reichs, seine wiedergewonnene Freiheit gegen den Ansturm des Weltbolschewismus mit allen Mitteln und bis zum letzten zu verteidigen. Die volle Wie­derherstellung der deutschen Souve­ränität in der bisher entmilitari­sierten Rheinlandzone am 7. März war Deutschlands Antwort auf das am 28. Februar in der Pariser Kammer ratifizierte französisch-sowjet- russische Militärbündnis, das die Grundlagen des Locarnovertrags zum Nachteil Deutschlands einseitig verschoben hatte und die deutschen Grenzen dem Druck hochgerüsteter Staaten aussetzte. Deutschland sah sich genötigt, auch den letzten Gebietsstreifen im Westen des Reichs in den Schutz seiner eigenen Wehrmacht zu stellen, es zeigte sich jedoch zu Ver­handlungen bereit über neue vertragliche Grund­lagen für den europäischen Frieden, aber die am 31. März in London überreichten ausführlich be­gründeten konstruktiven Vorschläge des Führers über einen Sicherheitspakt mit den Westmächten, entspre­chende Verträge mit den andern Nachbarn Deutsch­lands, über eine Sanierung der Weltwirtschaft in Zusammenhang mit dem Rohstoff- und Kolonial­problem, schließlich über Abrüstung und Milderung des Luftkrieges, dieser Friedensplan des Führers fand zwar vielfach Zustimmung, namentlich in eng­lischen Kreisen, aber die englische Regierung fand nicht den Schwung, die einzigartige Stunde zu nrrtzen. Die Verhandlungen, die sich sehr bald auf den Versuch beschränkten, an die Stelle des Lo- carnooerfrags einen neuen Westpakt der fünf Mächte zu setzen, haben das ganze Jahr über ge­dauert ohne daß man freilich sagen konnte, wenig­stens dies eng umschriebene Problem habe schon irgendwelche greifbare Gestalt angenommen.

Andere Ereignisse haben inzwischen die Grund­linien der europäischen Politik wesentlich verändert. Der italienische Feldzug in Abessinien, der in den ersten Monaten des Jahres durch die Forcierung der Völkerbundssanktionen zu einer ge­fahrdrohenden Zuspitzung des englisch-italienischen Verhältnisses geführt hatte, wurde nach schweren Niederlagen der letzten abessinischen Armeen mit der Flucht des Negus aus feiner Hauptstadt am 1. Mai und dem Einrücken des Marschalls Badoglio in Addis Abeba praktisch beendet. Bis Ende des Jahres sind auch die letzten Widerstandsnester in Westabessinien durch die planmäßige Säuberungs­aktion der italienischen Truppen ausgeräumt wor­den. Schon am 9. Mai verkündete Mussolini das neue italienische Imperium. Dem Sanktionsfeldzug des Völkerbundes war durch die unerwartet schnelle Entscheidung auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz der Boden entzogen. Trotzdem konnte man sich am 15. Juli in Genf nicht entschließen, aus den Tat­sachen die Folgerungen zu ziehen. Zu einer An­erkennung der italienischen Annexion kam es nicht, der englisch-italienische Interessengegensatz im Mit­telmeer hat in diesem Jahr noch keine Ueber- brückung finden können, wenn auch aussichtsreiche Verhandlungen zwischen London und Rom ange­bahnt sind. England hat aus dem Mißerfolg seiner Völkerbundspolitik im Abessinienkonflikt die Erkenntnis gezogen, daß nur eine Außenpolitik, die sich auf ausreichende eigene Machtmittel stützen kann, die vielgestaltigen Interessen des Britischen Weltreichs zu wahren vermag. England setzt seitdem alles daran, die Ausrüstung aller Wehrmachtsteile zu beschleunigen. Italien hat währenddessen die Bande zu den Mächten enger geknüpft, die wäh­rend des Sanktions-Feldzuges auf strikte Neutra­lität besonderen Wert gelegt hatten. Das deutsch- österreichische Abkommen vom 11. Juli hatte die letzte Ursache von Mißverständnissen zwi­schen Berlin und Rom beseitigt. Der Besuch des italienischen Außenministers Grafen Ciano in Berlin Ende Oktober und später in Wien und Buda­pest deuteten die Bildung der neuen Achse Berlin- Rom an, deren entschieden antibolschewistisches Vorzeichen Mussolini in seiner Mailänder Rede be­sonders unterstrich. Die Gemeinsamkeit der Inter­essen in der Abwehr der revolutionären Umtriebe des' Weltbolschewismus führte schließlich am 25. No­vember zu dem deutsch-japanischen Ab­kommen, das die antikommunistische Front auch im Fernen Osten deutlich macht.

In wie hohem Maße der Bolschewismus die Auf­merksamkeit verdient, die ihm das nationalsoziali­stische Deutschland und die ihm durch eine gemein­same weltanschauliche Grundanlage verbundenen Völ­ker mit allem Nachdruck widmen, das haben die Vorgänge des vergangenen Jahres in Frankreich und noch deutlicher die Ereignisse in Spanien be­wiesen. In Frankreich hatten am 3. Mai die Kammerwahlen der Volksfront, in der sich Radikalsozialisten, Sozialdemokraten und Kommu­nisten zusammengeschlossen hatten, einen vollen Er­folg gebracht. Die eigentlichen Sieger waren die Kom­munisten, die es aber vorgezogen haben, hinter den Kulissen zu bleiben und das aus den beiden anderen Dolksfrontparteien gebildete Kabinett Blum, das parlamentarisch auf ihre Unterstützung ange»

Das Jahr 1936 war das vierte Jahr der Re­gierung Adolf Hitlers. Es bildete den Abschluß des ersten Vierjahresplanes, den der Führer und Reichskanzler verkündete, als er die Macht über­nahm. Das Ziel dieses Planes war die Rettung des deutschen Bauern und die Beseiti­gung der Erwerbslosigkeit des deut­schen Arbeiters.

Wie immer man die unerhörten Anstrengungen der Reichsregierung und des deutschen Volkes beur­teilen mag, eines weiß heute alle Welt: Sie waren von vollem Erfolg begleitet. Wer die nationale, politische, kulturelle und wirtschaftliche Lage des deutschen Volkes an der Jahreswende 1932/33 mit der gegenwärtigen Lage vergleicht, muß zugeben, daß selbst die größten Optimisten in ihren Erwartungen übertroffen wurden. Das Deut­sche Reich, am Anfang 1933 noch ein ohnmächtiger Staat, ist heute in seinem nationalen Bestand durch ein starkes Heer vor jedem An­griff gesichert. Politisch ist das einst in un­zählige Parteien und Klassen zerrissene Volk zu einer Schicksals- und Volksgemein­schaft geeint und an Stelle des drohenden Bür­gerkrieges von 1932 ist straffe Ordnung, Disziplin und größte politische Zucht getreten. Das Kultur­leben des deutschen Volkes, das im völligen Ver­fall begriffen war, ist von fremden und zersetzen­den Einflüssen gesäubert und dient wieder der Auf­richtung und Erhebung des deutschen Volkes. Hand in Hand mit diesen sichtbaren Erfolgen ist trotz aller Boykottbestrebungen des Weltjudentums auch der wirtschaftliche A u f st i e g des deut­schen Volkes unverkennbar einhergegangen. Die dauernd sinkende Zahl der Erwerbslosen, die ge­waltige Zunahme der nationalen Erzeugung, die Riesenbauten des Führers und feine für Jahrtau­sende geplanten Straßen, der gesteigerte Bahn-, Schiffs-, Luft- und Autoverkehr, all das zeugt für den Erfolg der Regierung Adolf Hitlers.

Das zu Ende gehende Jahr 1936 war ein Jahr großer politischer Ereignisse. Hatte schon das Jc' 1935 die Rückgliederung des Saarlandes aus d-.m Willen des Saarvolks aus dem kühnen Entschluß des Führers und Reichskanzlers die Wehrfreiheit dem deutschen Volke geschenkt, so brachte das Jahr 1936 d i e volle Souveränität des Reiches. Am 7. März befahl der Führer und Reichskanzler den Einmarsch der deutschen Truppen in die ent­militarisierte Rheinlandzone. Ein schwerer Entschluß von geschichtlicher Bedeutung! Noch stehen die histo­rischen Worte des Führers vor dem Deutschen Reichstag in aller Erinnerung:In dieser geschicht-

roiefen ist, nach ihrem Belieben zu gängeln. Durch die von ihnen schon im Sommer inszenierten Streiks und Betriebsbesetzungen zwangen sie das Kabinett zu umfangreichen Lohnerhöhungen und anderen sozialpolitischen Maßnahmen, die für die franzö­sische Exportwirtschaft eine schwere Belastung brach­ten und zu empfindlichen Preiserhöhungen führten. Die am 25. September verkündete Abwertung des Franken hat den Kreislauf von Lohn- und Preiserhöhungen nicht zu durchbrechen vermocht. Die auf Anweisung Moskaus van den Kommu­nisten eifrig geschürten sozialen Spannungen dauern auch um die Jahreswende noch unvermindert an. Noch deutlicher zeigte sich der Einfluß Moskaus in der französischen Außenpolitik, die ganz im Zei­chen des französisch-sowjetrussischen Militärpaktes stand, dessen Schattenseiten sich allerdings auch bald in dem Verhältnis Frankreichs zu seinen älteren Verbündeten zeigen sollen. Zwar gelang es der fran­zösischen Diplomtie, die Fäden zu Polen bei dem Pariser Besuch des polnischen Generalinspektors Nydz-Smigly durch Gewährung einer Rüstungsan­leihe wieder enger zu knüpfen und die Tschecho­slowakei sogar zum Anschluß an das französisch­sowjetrussische Bündnis zu bewegen, aber in R u - m ä n.i e n stürzte Titulescu, der bedingungs­lose Freund Frankreichs über der Abneigung von Volk und Herrscher, das Land zum Vasallen des Bolschewismus zu machen, und Belgien, der älteste und treueste Verbündete Frankreichs, verkün­dete, erschreckt durch die drohenden Folgen der französischen Bündnispolitik, durch den Mund König Leopolds für sich den Grundsatz der Nichtbeteiligung an Konflikten, die belgische Interessen nicht be­rührten. Frankreich suchte diese Rückschläge durch engere Anlehnung an England auszugleichen. Es kam zu Erklärungen gegenseitiger Beistandsver­pflichtungen im Falle nicht herausgefvrderter An­griffe, wobei der britische Außenminister indessen betonte, daß England Deutschland gegenüber zu dem gleichen Zugeständnis bereit fein werde, wenn ein neuer Westpakt zustande kommen sollte.

Der friedenstörende Einfluß Moskaus kam am chärfsten zur Geltung in der spanischen Frage. In Spanien war nach den Parlamentswahlen vom 18. Februar eine Regierung derVolksfront" ge­bildet worden, die bald unter den beherrschenden Einfluß von kommunistischen, syndikalistischen und anarchistischen Gruppen geriet und dem nun ein­etzenden Vernichtungsfeldzug gegen die bürgerliche Ordnung feinen Widerstand entgegenzusetzen ver­mochte. Die Ermordung des Monarchistenführers Calvo Sotelo am 13. Juli rief die nationale Ge- genberoeguna auf den Plan. General Franco be­gann, unterstützt von nationalen Gruppen, in allen Teilen des Landes, von Marokko aus den Kampf gegen die drohende Bolfchewisierung Spaniens. Mit

lichen Stunde, da in den westlichen Provinzen des Reiches deutsche Truppen soeben ihre künftige Frieoensgamison beziehen, vereinigen wir uns alle zu zwei inneren Bekenntnissen: Erstens zu dem Schwur, vor keiner Macht und vor keiner Gewalt in der Wiederherstellung der Ehre un­seres Volkes zurückzuweichen und lieber der schwersten Not ehrenvoll zu erliegen, als jemals vor ihr zu kapitulieren und zweitens zu dem Bekennt­nis, nun erst recht für eine Verständigung der Völker Europas und insbesondere für eine Verständigung mit unseren westlichen Völkern und Nachbarn einzutreten."

Der Führer erklärte, daß die-Bestimmungen des Locarno-Vertrages von Frankreich durch den Ab­schluß des französisch-sowjetrussischen Waffenbei- stands-Vertrages auf das schwerste verletzt worden waren und sagte in seiner großen Rede, daß die Reichsregierung alle Maßnahmen zum Schutze des Deutschen Reichs und des Friedens Europas treffen mußte und daß das Reich nach Abschluß des Kamp­fes um die volle Wehrhoheit bereit sei, mit allen Mächten für die Aufrechterhaltung des Friedens zusammenzuwirken. Am 24. August 1936 führte der Führer in Anbettacht der Riesenrüstungen Sowjet­rußlands die zweijährige Dien st zeit ein und zerstörte damit jede Aussicht der roten Kriegs- Heller auf einen Erfolg ihrer Angriffe. Im letzten Jahresviertel vervollständigte der Führer die Be­freiung vom Versailler Diktat durch die Auf­hebung derJnternationalisierung der deutschen Ströme und stellte so die deutsche Souveränität auf allen Gebieten wieder her. Es ist nicht zuviel gesagt: Das Jahr 1936 brachte das innenpolitische Ende des Diktats von Versailles.

Neben der Wiederherstellung der Freiheit nach außen setzte der Führer den Kampf um die innere Stärkung des Reiches fort. Außer der Durchführung der Deutschen Gemeindeordnung, die zum ersten Male in der Geschichte der Nation eine einheitliche Gemeindeverwaltung in allen Teilen des Reiches sichert, ist als wichtiger Schritt in der Fortführung des Neubaus des Reiches die Ver­einheitlichung der d-eutschen Polizei unter dem Reichsführer SS. Heinrich Himmler als Chef der deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern zu nennen. Vor der Machtergreifung gab es im Deutschen Reich 17 verschiedene Staats­gewalten. Das Polizeiwesen war in ebenso viele Organisationen zersplittert. Jetzt erst hat der natio­nalsozialistische Staat Adolf Hitlers auch das Polizei­wesen im gesamten Reichsgebiet einheitlich in einer Spitze zusammengefaßt und damit einen bedeuten­den Abschnitt der Reichsreform abgeschlossen.

dem Fall Jruns und San Sebastians im Nord­osten und dem Entsatz der heldenmütigen Verteidi­ger des Alkazars von Toledo im September dieses Jahres hatten die nationalen Streitkräfte das Uebergewicht errungen und konnten mit der Be­lagerung Madrids beginnen, obwohl die spanischen Kommunisten sich vom ersten Kampftage an der tatkräftigen Unterstützung sowohl Moskaus wie der französischen Volksfront hatten erfreuen können. Der daraus entspringenden Gefahr für den euro­päischen Frieden suchte ein im August zustandege- fommener Nichteinmischungspakt aller interessierten Mächte zu begegnen, aber dem seit­dem in London tagenden Ausschuß gelang es nicht, rechtzeitig durchgreifende Maßnahmen durchzusetzen, vielmehr ging Moskau nach der Einschließung Ma­drids zu offener Unterstützung der spanischen Bol­schewisten über durch Entsendung von Kriegsmate­rial und Truppen von den sowjetrussischen Schwarz- Meer-Häfen aus mit dem Ziel, aus Katalonien einen Sowjetstaat zu machen, von dem aus die Bol- fchewisierung Westeuropas vorangetrieben werden soll.

Inmitten dieser von Krieg, Verwirrung und Rat­losigkeit erfüllten Welt ist das nationalsozialistische Deutschland eine Insel des Friedens, der Ord­nung und des zielbewußten Aufbaues. Die Wieder­herstellung der Souveränität des Reichs in dem bislang entmilitarisierten Rheinland wurde am 15. November ergänzt durch die Rücknahme der vollen Staatshoheit über die deutschen Ströme. Deutschland hat die letzten Fesseln des Versailler Diktats abgestreift, es ist wieder Herr im eigenen Hause. Das beispiellos einmütige Wahlbekenntnis vom 29. März war der Dank an den Führer für feinen mutigen, klaren und zielbewußten Kampf für Freiheit, Ehre und Frieden des deutschen Vol­kes. Der Verteidigung dieser höchsten Güter galten die umfassenden Maßnahmen, Deutschlands Wehr­macht in Bezug auf Stärke, Ausrüstung und Aus­bildung auf den Stand zu bringen, der zur Be­hauptung inmitten hochgerüsteter Staaten notwen­dig ist. Die gewaltige, mit aller Energie vorange­triebene Aufrüstung der revolutionären roten Ar­mee Sowjetrußlands zwang Deutschland zur Wie­dereinführung der zweijährigen Dienstvflicht, die nicht nur den Ausfall der schwachen Kriegsjahr­gänge ausgleichen wird, sondern auch jedem Heeres- angehörigen die volle Beherrschung der immer kom­plizierter gewordenen technischen Seite der moder­nen Waffenausrüstung sichern soll. Die große Lei­stungsprüfung der Herbstmanöver im Bereich des Gruppenkvmmandos 2 zeigte dem deutschen Volke, daß es in feiner jungen Wehrmacht eine modern ausgerüstete und zum Schutz der Grenzen einsatz­bereite Armee besitzt, die den höchsten an Truppe und Material gestellten Anforderungen gerecht

Von größter außen- und innenpolitischer Be­deutung war ferner im abgelaufenen Jahr der Nürnberger Parteitag. Wie ein War­nungssignal stand über ihm das im Bürgerkrieg brennende, von Bolschewistenhorden heimgesuchte Spanien. Der Parteitag wurde ein einziger Aufruf an die gesunden Instinkte der Welt gegen die Kriegs- und Mordhetzer des Bolschewismus. Der Ruf von Nürnberg wurde in aller Welt g e hört. Ein Wille der Abwehr gegen die kultur­zerstörenden Bestrebungen des Kommunismus nahm von hier seinen Ausgang durch die ganze Welt.

Im Innern Deutschlands organisiert der National­sozialismus nicht nur politisch den Abwehrkampf gegen die Zersetzung, auch wirtschaftlich trifft er alle Vorbereitungen für die Sicherung des neuen Aufstiegs. Dieser Aufgabe dient der neue Vier- jahresplan, den der Führer auf dem Nürn­berger Parteitag verkündet und mit dessen Durch­führung er den Ministerpräsidenten Göring beauf­tragt hat.Es gilt Deutschland auch wirtschaft- lich unabhängig zu machen!" Das ist der Sinn des Vierjahresplanes. Dieser Aufgabe gilt im Jahre 1937 und in den folgenden Jahren unser aller Einsatz.

Großes wurde in den vergangenen 4 Jahren von der Regierung Adolf Hillers geleistet. Größeres bleibt noch zu tun. Wichtige Auf­gaben harren auch auf dem Gebiet der inneren Verwaltung noch der Lösung. So ein ein­heitliches Reichsbeamtenrecht, die Aeberführung der Landesbeamten in das unmittelbare Reichsbeamlenverhaltnis, die Aus­gestaltung des Reichsbürgerrechts durch Einführung des Reichsbürgerbriefes und vor allem die Vereinigung der aus dynasti­schen Zeiten überkommenen und durch die poli­tische und wirtschaftliche Entwicklung längst überholten territorialen Gliederung des Reiches.

Das Jahr 1937 wird uns auch hier an der Ar­beit sehen und der Lösung ein Stück näher bringen, mit dem einzigen Ziel, Deutschland groß und stark zu machen und es zu wappnen im Kampf gegen zerstörende unterirdische Kräfte. Des Führers Mut und Entschlossenheit lenken das Staatsschiff und ein mutiges und entschlossenes Volk grüßt voll Dank­barkeit und Stolz an der Jahreswende seinen Führer.

wird. Daß auch die Kriegsflotte im Rahmen der vertragsmäßigen Bindungen zu einem schlag­kräftigen Instrument der Verteidigung deutscher Interessen ausgebaut wurde, haben wir erst vor we­nigen Tagen unseren Lesern von sachkundiger Seite barlegen lassen.

Deutschland als Exponent des Weltfriedens konnte nicht markanter in Erscheinung treten, als durch feine Rolle als Gastland für den Weltkongreß für Freizeit und Erholung, der Ende Juli m Hamburg stattfand, und die XL Olym­pischen Spiele. In Hamburg hatten führende Sozialpolitiker aller Länder Gelegenheit, die vor­bildlichen Einrichtungen zu studieren, die das nationalsozialistische Deutschland mit seiner Orga­nisationKraft durch Freude" für seine schaffende Bevölkerung hingestellt und mit Leben erfüllt hat. Die Durchführung der XL Olympischen Spiele in der Reichshauptstadt errang die Bewunderung der ganzen Welt und wird als sichtbarer Beweis deut­schen Friedenswillens und deutscher Verstän­digungsbereitschaft auch noch in Zukunft feine Früchte fragen, haben doch Millionen Gäste aus allen Teilen des Erdkreises in diesen Augustwochen Gelegenheit gehabt, den wahren Geist des national­sozialistischen Deutschlands kennen zu lernen, das friedliebende deutsche Volk bei der Arbeit zu sehen, wie es aus eigener Kraft verstanden hat, ein Mil­lionenheer von Arbeitslosen wieder in den Wirtschaftsprozeß einzugliedern, wie es durch eine den Zusammenhang von Blut und Boden erken­nende Gesetzgebung und ordnende Maßnahmen das Bauerntum seiner Aufgabe als Ernährer des Volkes zurückgegeben hat, wie es durch schritt­weise Zusammenfassung von Staatsführung und Verwaltung das alte deutsche Erbübel des P a r - tifularismus überwunden hat, wie es durch die Zusammenführung aller Werktätigen in der Einheit des Betriebes in einzigartiger Weise den sozialen Frieden sichergestellt'und das Problem Kapital und Arbeit gelost hat, wie es im Winterhilfswerk, das nun zum vierten Mal das ganze deutsche Volk zu einer Notgemein­schaft zusammenschmiedet und beispielsweise am

Oer Führer nach Berchtesgaden zurückoekehrt.

Berlin, 30. Dez. (DBB.) Der Führer und Reichskanzler, der anläßlich der Beisetzung des Ge­neralobersten Hans von Seeckt zu einem kurzen Auf­enthalt in Berlin eingetroffen war, hat am Mitt­wochabend Berlin wieder verlassen und sich nach Berchtesgaden zurückbegeben.