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Oberhessen.

Ein Heim

für den Kindergarten Großen-Buseck.

Lin Appell an den Gemeinschaftsgeist!

* Großen-Buseck, 30. DEL In weiten Krei­sen unserer hiesigen Bevölkerung ist es im Laufe des vergangenen Jahres und insbesondere zu Zei­ten der Ernte, lebhaft begrüßt worden, daß durch die NSV. in unserem Orte ein Kindergarten unter­halten worden ist, der den Erwachsenen für die Zeit der Arbeit auf dem Felde die Sorge um die Kinder abnahm. Dieser Kindergarten vereinigte viele Kinder unseres Dorfes im Saale Brück und bei gutem Wetter im anschließenden Garten. Die Kinder waren dort gut und zweckmäßig unter­gebracht. Leider ist es aber dem Wirt nicht mehr möglich, den Saal auch für das kommenden Jahr zur Verfügung zu stellen. Da die Bevölkerung den Kindergarten aber nicht entbehren möchte (er hat sich als sehr zweckmäßig erwiesen), erläßt gegen­wärtig die Bürgermeisterei einen Aufruf zur Mit­hilfe an einem Werke, das nach Möglichkeit schon im kommenden Frühjahr bzw. Sommer Wirklich­keit werden soll. Es soll ein besonderes Gebäude und ein dazugehöriger Spielplatz ausschließlich für die Zwecke des Kindergartens gebaut werden. Allerdings ist es der Gemeinde gegenwärtig nicht möglich, einen solchen Kindergarten aus eigenen Mitteln zu erstellen. Verschiedene größere Arbeiten innerhalb der Gemeinde, insbesondere auch die Feldbereinigung, haben die Gemeinde vor große finanzielle Aufwendungen gestellt. So kommt es nun darauf an, daß sich die Bevölkerung des Ortes

für den Bau des Kindergartens einsetzt. Durch Fuhrleistungen, durch eventuelle Mithilfe am Bau, an Planierungsarbeiten ufw. soll die Einwohner­schaft in freiwilliger Mitarbeit zum Gelingen des Werkes beitragen, das ja in letzter Konsequenz auch der Volksgemeinschaft in hohem Maße dienen wird. Der Appell der Bürgermeisterei verdiente, nicht ungehört zu verhallen.

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 31. Okt. Gestern morgen wurde hier durch die Gendarmerie ein fast neues Herrenfahrrad f i ch e r g e ste l l t. Der Eigen­tümer kann sich bei der Gendarmerie melden. Sachdienliche Mitteilungen sind ebenfalls an die Gendarmerie zu richten. Das Fahrrad hat einen Wert von etwa 80 Mark.

} Lollar, 31. Okt. Gestern morgen kurz nach 11 Uhr heulten plötzlich die Sirenen der Bude- russchen Eisenwerks Feueralarm. In einem Raum neben dem Lager, der zur Aufbewah­rung von Holzwolle und anderen Abfällen dient, war Feuer entstanden. Durch das rasche Eingreifen der Buderusschen Werkfeuerwehr und der Motorspritze der Freiwilligen Feuerwehr konnte der Brand bald gelöscht und ein Uebergreifen auf andere Teile des Werkes rechtzeitig verhindert werden. Der Schaden soll glücklicherweise nur ge-

^lNen-Buseck, 30. Okt. Für den verstor­benen Ortsgruppenleiter Freund wurde Bürger­meister Kahl von der Kreisleitung zum Orts- qruppenleiter ernannt. Aus diesem Anlaß wurden die Mitglieder der Ortsgruppe, sowie die Amtswalter, Führer und Führerinnen der Unter­gliederungen zu einer Versammlung eingeladen.

In seiner Ansprache forderte Bürgermeister Kahl die Anwesenden auf, auch weiterhin in treuer Pflichterfüllung an dem Werk des Führers mitzu­arbeiten und ihn bei der Ausübung der ihm über­tragenen Pflichten in kameradschaftlicher Treue zu unterstützen. Die Ausführungen des Ortsgruppen­leiters fanden lebhafte und freudige Zustimmung.

* Lang-Göns, 30. Okt. Zahnarzt Bepp- ler von hier hatte das Glück, gestern abend einen stolzen Hirsch (Achtender) in den Taunuswaldern bei Weiperfelden zu erlegen. Da es in den hiesigen Gemeindewaldungen keine Hirsche gibt, bildete die Jagdbeute für unsere Einwohnerschaft ein Ereig­nis, und viele besonders die Jugend ver­säumten nicht, den Hirsch zu besichtigen. Das Tier wog schätzungsweise 2'/« Zentner.

# Hungen, 30. Okt. Gestern abend fand im Saale desDarmstädter Hof" ein Mitglieder- Appell der NSDAP, und ihrer Gliederungen des Ortsgruppenbereiches Hungen statt. Ortsgruppenleiter K i r ch h ö f e r meldete dem Kreisleiter Dr. Hildebrandt die Ortsgruppe zum Appell. Kreisleiter Dr. Hildebrandt hielt sodann eine längere, ziel- und richtunggebende An­sprache,-in der er zunächst von der Schreckensherr­schaft des Kommunismus in Rußland und Spanien ausging und dieser das vielseitige Aufbauwerk des Nationalsozialismus in unserem Vaterland gegen» überstellte. Er kennzeichnete den Kommunismus als eine Weltgefahr und betonte, daß es zu bedauern fei, wenn man sich heute vielfach dessen nicht mehr erinnern wolle, wie in den Jndustriegegenden unter dem Sowjetstern die Masse der Arbeiter verhetzt wurde und in vielen Mordtaten Opfer auf Opfer fiel. Der Redner sprach dann eingehend über den neuen Dierjahresplan des Führers. Schließlich for­

derte der Redner- auf, Volksgemeinschaft zu pfle. gen, zusammenzuarbeiten, nicht abseits zu stehen bei der Spende für das WHW. und mit allen Kräften dem Aufbauwerk im neuen Vierjahresplan zu dienen. Die Versammlung wurde in üblicher Weise geschlossen.

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* Gießen 31. Okt. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten:' D. f. Molkereibutter, kg 1,57 Mk.. Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Markenbutter 1 55 bis 1 60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf.,' Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse B 11, Wirsing, V, ke- 6 bis 7 Pf., 50 kg 4,50 bis 6 Mk., Weißkraut, % kg 4 bis 5 Pf', 50 kg 3 bis 3,50 Mk Rotkraut, % k<r 6 bis 7 Pf., 50 kg 5,50 bis 6 Mk., gelbe Rüben, /2 kg 8 bis 10 Pf., rote fRüben 8 bis 10 Spinat 20, Römischkohl 6 bis 8, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 25 bis 45, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, % kg 4 Pf , 5 kg 40 Pf 50 kg 3,20 bis 3,50 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 2o Pf., 50 kg 15 bis 25 Mk., Tafeläpfel 25 bis 30 Pf., 50 kg 25 bis 30 Mk., Birnen, kg 8 bis 20 Pf., Zwesichenhonig 50 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Enten 90 Pf. bis 1,10 Mk., Gänse 90 Pf. bis 1 Mk., Tauben, das Stück 50 Pf., Blumenkohl 35 bis 55, Salat 8 bis 10, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, das Bund 10 Pf.

Briefkasten der Redaktion.

Frau D. und Frau R.. Gießen. Es empfiehlt sich, sofort einen Polizeibeamten herbeizurufen, der ent­weder nach Lage des Falles das Tier erfchießen oder seine Uebersührung in die Veterinärklinik ver­anlassen wird.

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