Wirtschaft
ter. Jetzt heißt es, feine Zeit draußen auf der Galerie au verlieren, denn es kann jeden Augen» blick wieoer etwas landen. Da nahen die schwirrenden Heere der Strandläufer mit ihrem wecrerschrillenden „trrrrii". Regenpfeifer lassen sich vernehmen, Uferläuser, Steinwälzer, Wasserläufer — es ist ein überwältigendes Stimmenkonzert. Jetzt tauchen in den grellen Strahlen die Silberleiber der Vögel wie Schneeflocken auf und vergehen wieder ins schwarze Nichts: es ist ein einziges Wirbeln und Blitzen, ein Schreien und Rufen der unzähligen Vögel. Nun kommen auch noch die Drosseln und Stare! Wie auf eine Kette gereiht sitzen sie auf der Brüstung und sind daher mit dem Käscher leicht zu fangen. Kaum vermögen unsere Säcke die Scharen zu fassen!
Auf den Treppenstufen bewegen sich die Säcke, versuchen wohl gar, ein kleines Stück hinwegzuhüpfen. Und wenn wieder ein neuer Vogel in den Sack gesteckt wird, dann fühlt man da drinnen eine feuchte Hitze. Aber die Tiere tun sich gar nichts zuleide und können sich auch nicht stoßen. Immer mehr kommen noch dazu, der Vogelstrom will nicht enden: unablässig rauschen die Stare heran, tönt das helle „zip" und „zieh" der Drosseln durch die Luft. Auch die Lerchen mit ihrem quirlenden Wanderliedchen ziehen des Nachts unbeirrt ihres Weges — bis tief hinein ins Morgengrauen: Erst dann ebbt der Vogelstrom ab. Auch wir bleiben nur so lange munter, wie die Vögel in hellen Haufen um die Galerie vrasseln, dann überkommt uns eine gerechte Müdigkeit. Aber ein Schauspiel war es, wie man es selten erlebt und wie es in Helgoland auch nicht in jedem Herbst vorkommt. Und dann noch auf den Heimweg, durch den düstergrauen, kalten Morgen kommen wir nicht los von dem Erlebnis, denn allenthalben umgeistert uns noch ruheloses Dogeltreiben.
Gesfürel je 4,50 v. H., Lechwerke gewannen 2 v. H., Mainkraft 1,25 v. H. und AEG. 0,50 v. H. Zellstoffaktien zogen ebenfalls stark an, Waldhof 158,25 (155), Feldmühle 138,75 (135,50), Aschaffenburg 128,75 (127). Maschinen- und Motorenwerke erhöhten sich von 1 bis 1,50 v. H., ferner kamen Deutsche Linoleum 4,65 v. H., Holzmann 2,50 v. H., Rheinmetall 1 v. H. höher, dagegen Westdeutsche Kaufhof 0,25 v. H. niedriger zur Notiz.
Der Rentenmarkt lag sehr ruhig. Fest waren zertif. Dollar-Bonds bei lebhaften Umsätzen, 6 v. H. Preußen 71,50 bis 70,50 (68,50). Kommunal-Um- schuldung und Zinsoergütungsscheine lagen unverändert, Altbesitzanleihe etwas schwächer. Von Auslandsrenten gingen Ungar. Goldanleihe auf 11,40 (11,70) zurück.
Im Verlaufe unterlagen die Kurse am Aktienmarkt stärkeren Schwankungen, bei anhaltend fester Tendenz war das Geschäft ruhiger. In den meisten Fällen wurden die zwischendurch eingetretenen Abschwächungen von etwa 0,50 bis 1 o. H. wieder ausgeglichen. IG. Farben 166,50 bis 167,50 nach 167,75, Verein. Stahl 110 bis 111,25 nach 112,50, Mannesmann wieder 111 nach 110, Deutsche Erdöl 134,50 bis 135 nach 135,50, Reichsbank 186 bis 185,75 (182). Etwas niedriger lagen Harpener mit 140,75 nach 140,75, Rheinstahl mit 144,75 nach 146, Otaoi Minen mit 37 nach 38. Die erst später zur Notiz gekommenen Papiere lagen 2 bis 4 v. H. höher, sehr fest Eement Heidelberg mit 151 (145). Für AKU. erfolgt keine Notierung.
Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz auf 114,50 nach 114,75 (115) ab, 6 v. H. Preußen bei lebhaften Umsätzen wieder 71,75 nach 70,50. Bon Auslandsrenten Ungarn Gold lebhaft mit 11,30 bis 11,70 nach 11,40. Rumänen etwas schwächer, Mexikaner blieben ohne Notiz. Kleines Angebot in Goldpfandbriefen wurde bei unveränderten Kursen ausgenommen; Liquidationspfandbriefe gaben 0,25 bis 0,40 v. H. nach. Stadtanleihen notierten meist unverändert.
Im F r e i v e r k e h r nannte man Adlerwerke 100,50 bis 101, Wayß & Freytaq 121,50, VDM. 135, Kali Wintershall 126,25. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.
Abendbörse etwas schwächer.
An der Abendbörse bestand nach den starken Erhöhungen von heute Mittag etwas Realisationsneigung, zumal da vom Publikum kaum Orders vorlagen. Bei nicht sehr großen Umsätzen schwächten sich die Kurse gegen den Berliner Schluß um etwa 0,50—1 v. H. ab. Bon Montanwerten gingen Klöckner um 2 v. H. auf 119, Verein. Stahl um 1,75 v. H. auf 110,25, Buderus um 1,40 v. H. auf 115.50 und Hoesch um 0,65 v. H. auf 113,25 zurück, während Rheinstahl noch 0,75 v. H. gewannen auf 145,25. IG. Farben ermäßigten sich von 169 auf 168,25 (169), Gesfürel auf 137 (138,50), Aschaffenburger Zellstoff auf 129,75 (131) und Deutsche Linoleum auf 164 (165,50). Etwas höher lagen RWE, Holzmann, Otavi Minen, Deutscher Eisenhandel und Elektr. Lieferungen mit plus 0.50 v. H. Am deutschen Rentenmarkt ließen Altbesitz auf 114,25 (114,40), Reichsbahn-Dorzugsaktien auf 123,25 (123,50), 4,5proz. Darmstadt v. 28 auf 94,50 (94,75) nach. Zertif. Dollar-Preußen noch etwas fester mit 71,75 (71,50). Don Auslandsrenten erholten sich 4proz. Steg v. 1883 auf 20,50 (20). Rumänen blieben behauptet.
U. a. notierten: Altbesitz 114,25, Reichsbahn-Vorzugsaktien 123,25, 6proz. IG. Farben 128, 4,5proz. Frankfurt v. 26 94,50, 4,5proz. Darmstadt v. 28 94.50, 4,5proz. Ungarn 1914 10,40, 5proz. Rumänen 7,75, 4,5proz. do. 12, 4proz. do. 6,75, 4,5proz. Irrigations-Mexikaner 10,40, Commerzbank 99,75, DD.- Bank 98,25, Dresdner Bank 98,75, Buderus 115.50, Harpener E 140, Ilse Genuß 139, Kali Aschersleben 127,50, Klöckner 119, Mannesmann 110,65—110,40, Otavi Minen 36,75—37, Hoesch 113,25, Rheinstahl 145.25, Verein. Stahl 111—110,25, AEG. 36,75, BMW. 135,50, Eement Heidelberg 150,25, Conti Gummi 171, Dtsch. Eisenhandel 130,50, Dtsch. Erdöl 135.75, Scheideanstalt 277, Dtsch. Linoleum 164, Licht & Kraft 154,50, Elektr. Lieferungen 128,50, Eßlin-
Einschränkung der Gahneherstellung und Einsparung von Fett bei der Käseherstellung.
Fwd. Nach einer Anordnung Nr. 6 der HD. der deutschen Milchwirtschaft wird die Herstellung von Schlagsahne durch Milcherzeuger, sowie Milch- und Sahneverteiler bis auf weiteres verboten. Molkereien ist die Herstellung nur zur unmittelbaren oder mittelbaren Lieferung an Konditoreien und Kaffeehäuser erlaubt. Sie Darf höchstens 25 v. H. der im September 1936 an die einzelnen gewerblichen Betriebe jeweils Gelieferten Mengen erreichen. Der Verkauf von Schlagsahne an Verbraucher ist verboten. Die Herstellung von Sahne gemäß der 1. Verordnung zur Ausführung des Milchgesetzes vom 15. Mai 1931, insbesondere von Kaffeesahne und saurer Sahne, darf bis auf weiteres 25 v. H. der Erzeugung im September 1936 nicht überschreiten. Der Fettgehalt der Kaffeesahne und der sauren Sahne darf 12 v. H. Fett nicht übersteigen. Die Belieferung neuer Kunden ist untersagt. Dies gilt nicht für die Belieferung von Verbrauchern durch den Kleinhandel. Dies gilt auch für die Herstellung und den Absatz von Tubensahne. Allen Mitgliedern, welche Erzeugnisse der vorgenannten Art nicht her- gestellt oder in den Verkehr gebracht haben, ist die Herstellung und der Absatz dieser Erzeugnisse verboten. Die zusätzliche Belieferung mit Milch zur Umgehung der Verbote ist verboten.
Bis zum 31. 12. 1936 darf Käse einschl. Schmelzkäse und Sveisequark außer den nachstehend genannten Käsesorten höchstens als Halbfettkäse mit 20 v. H. Fett i. T. hergestellt werden. Die Erzeugung von 1. Käse, wie Gervais, sowie Käse noch Art des Gervais, 2. Käse wie Bel Paese, Brie, Stilton und Imperial, 3. Emmentaler Käse (Schweizerkäse) und Käse nach Art des Emmentaler Käses (auch Schmelzkäse). 4. Käse, die nur mit Phantasienamen ohne nähere Sortenbezeichnung versehen sind, 5. Käse wie Camembert und Käse nach Art des Camembert, 6. Edelpilzkäse wird vom 1. 10. 1936 bis 31. 12. 1936 für jeden Betrieb auf die Arten und Mengen beschränkt, die in den Monaten Oktober bis Dezember 1935 herqestellt worden sind.
Die durch die vorstehenden Maßnahmen freiwer- denden Milch- und Sahnemenge sind der Verbutterung zuzuführen. Sofern die hierdurch zusätzlich n-’ronrbpnen Buttermengen 50 Kilogramm in der Woche übersteigen, muß diese anfallende Butter dem zuständigen Milchwirtschaftsverband zugunsten der Reichsstelle für Milcherzeugnifse, Oele und Fette zur Verfügung gestellt werden. Die Milchwirtschaftsverbände können auf begründeten Antrag Ausnahmen zulasten, insbesondere die Belieferung von Krankenhäusern gestatten.
Verstöße gegen die Bestimmungen dieser Anordnung, die mit dem 1. 10. 1936 in Kraft tritt, wer- den im Einzelfall mit einer Ordnungsstrafe bis zu 10 000 RM. bestraft.
Rbein-Mainische Börse.
Aktien lebhaft und fest.
Frankfurt a. TL, 28. Sept. Die Börse bewahrte auch heute gegenüber den wertungspolitischen Vorgängen ihre ruhige Haltung, wozu die Ausführungen des Staatssekretärs Reinhardt beitrugen. Starke Beachtung fand die Einberufung des Zentral-Ausschuffes der Reichsbank und der Hinweis, daß eine Aenderung der deutschen Währungspolitik nicht in Frage steht.
Der Aktienmarkt war wieder sehr fest, da die vorhandene Nachfrage auf leere Märkte stieß, so daß durchschnittlich Erhöhungen von 2 bis 4 v. H. eintraten. Unter starken Schwankungen sehr lebhaft lagen Montanwerte. Verein. Stahl 112,50 bis 110 bis 111 (109), Mannesmann 111 bis 110 (108,50), Klöckner 120,50 (118), Hoesch 114 bis 113 (110,50), Buderus 117,25 (113,75), Rbeinstahl 146 (142,25), Harpener 140,75 (136), Ilse Genuß 139,75 (137,25), Otaoi Minen 38 (35,50). Sehr fest waren IG. Farben mit 167,75 (162,75), ferner zogen Scheideanstalt und Deutsche Erdöl je 3 v. H. an. Am Elektromarkt stiegen Siemens, Felten und
Lichttrunkene Schnepfen und Steinschmätzer, Drosseln jmb Stare flattern in den Straßen. Die weiß getünchten Hauswände haben es ihnen angetan. Noch mitten im Dorf kann man sie fangen. Aber man stolpert schon fast über seine Beine vor Müdigkeit. Und dennoch müssen die Säcke erst zur Vogelwarte geschafft werden. Morgen — ach, es ist ja schon heute! — geht es an die Beringung. Ein paar Stunden Schlaf. Selbst in mein Zimmer fyat sich ein Steinschmätzer verirrt. Und dann los zur Vogelwarte und in den Fanggarten, der heute von Vögeln dicht besetzt ist. Untertags sind unermeßliche Vogelmasten auf der Insel — fein Wunder nach solch einer Zugnacht! Viele sind noch bei Tagesgrauen eingefallen und wimmeln allenthalben auf dem Oberlande herum. Dort auf der freien Wiese wurmen die W a l d s ch n e p - fern „De Snepp!!" rufen freudig die Helgoländer, und alles bewaffnet sich mit Donnerbüchsem Die Schnepfe ist das „Hochwild" der Helgoländer, die nicht nur tüchtige Schiffer, sondern auch ausge- zeichnete Schützen und geradezu erstaunliche Vogelkenner sind. Jeden Vogel können sie benennen, manche freilich nur mit dem helgoländischen Namen. Aber der Forscher kann sich unten im Nordseemuseum von den Etiketten die Helgolandsnamen abschreiben und wird dann nicht im Zweifel sein, welcher Vogel gemeint war.
Es hat früher ziemliche Kämpfe gegeben zwischen den Helgoländern und der Vogelwarte. Durch die Schongesetze, die den Abschuß der meisten Vögel verbieten, ging den Fischern zwar eine wichtige Nahrungsquelle (wenn Sturm ist, können sie im Winter tagelang nichts fangen!) verlustig, aber heute weiß jeder Einheimische, was die Vogelwarte der Biologischen Anstalt eigentlich will. Sie beschneidet ja in Wirklichkeit nicht die Belange der Fischer, sondern sie fordert sie im Gegenteil dazu auf, nach Kräften mitzuarbeiten. Und mancher Vogel, der sonst in den Kochtopf gewandert wäre, landet nun gegen ein gewisses Entgelt in der Vogelwarte. Hier werden die Vögel beringt und dann sofort wieder frei gelassen. Tausende von Vögeln werden in Helgoland alljährlich mit einem „Reisepaß" versehen, der uns von den Wanderungen der gefiederten Tiere eine oft sehr erstaunliche Geschichte erzählt. Heute kennen wir die Zugwege fast aller heimischen Vögel bereits recht gut, und darüber hinaus hat das Beringungsverfahren mannigfachen Aufschluß über alle Lebensgewohnheiten und Schicksale der Vögel gegeben.
Hand in Hand mit der großzügig durchgeführten Beringungsarbeit und der Ringverteilung an die zahlreichen Mitarbeiter im Land werden wissenschaftliche Versuche über den Vogelzug an- gestellt — und es ist sonst nirgendwo so günstige Gelegenheit wie hier in Helgoland. Vogelmaterial zu bekommen. Denn die unermeßlichen Scharen, die des Nachts vom Leuchtturm angelockt und von der breitspurigen Sugbahn über die deutsche Bucht angelentt, hier vorüberziehen, können sonst nirgends in Europa beobachtet werden. An sich führt keine "Zugstraße" über Helgoland — nur der Leuchtturm nut seinen vierAigmillionen-kerzigen Strahlen zieht die nächtlichen Wanderer in seinen Bann. Die Vö-
Kirchliche
Evangelische Gemeinden.
Mittwoch, den 30. September.
Gießen. Stadtkirche. 20.30 Uhr: Abendandacht. — Wiefeck. 20.30: Bibelstunde.
Donnerstag, den 1. Oktober.
Zohanneskirche. 20 Uhr: Bibelstunde im Johannes- saal.
katholische Gemeinden.
Mittwoch, den 30. September.
Hungen. 6.15 Uhr: Messe.
Donnerstag, den 1. Oktober.
Gießen. 17.30 Uhr: Beichte; 18: Rosenkranzandacht.
Freitag, den 2. Oktober.
Gießen. 6 Uhr: Segensamt; 20: Rosenkranz« andacht. — Cid). 6.15: Segensmesse.
Samstag, den 3. Oktober.
Gießen. 18 Uhr: Rosenkranzandacht.
gel, die nicht weiter ziehen können oder wollen, fallen auf die Insel ein, zur längeren oder kürzeren Rast. Und es sind oft die seltensten Arten dabei, die der Binnenländer nie zu Gesicht bekommt.
Eine solche Zugnacht am Leuchtturm von Helgoland ist ein unvergeßliches Erlebnis. Kaum jemals spürt man wieder so gewaltig den mächtigen Trieb, der die Vögel beherrscht, wenn sie nad) dem Süden aufbrechen. Zu dieser Zeit gibt es für die Vögel kein anderes Ziel als die Befriedigung des Zugtriebes, der mächtiger ist als Hunger und Liebe, der die unermeßlichen Vogelscharen mit feiner Geisterhand machtvoll ergreift und sie bei Nacht und Wind über Meere und Länder wandern läßt. Ueber ganz Deutschland ergießt sich im Herbst
ger 99, Gebr. Fahr 130, IG. Farben 169—168,25, Feldmühle 139, Felten 134, Gesfürel 137, Goldschmidt 117, Holzmann 130, Iunghans 101,5(X Muag 117, Metallgesellschaft 135,50, Moenus 94, RWE. 133,50, Schuckert 155,50, Westdeutsche Kauf« Hof 54,50, Zellstoff Aschaffenburg 129,75, Südd. Zucker 206.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 28. Sept. Das kleine Angebot von Wetterauer Weizen dient vorwiegend für die Versorgung des engeren Rhein-Main-Gebietes: die Qualität bleibt unterschiedlich. Ost- und mittel« deutsche Offerten stehen noch aus. Das Roggen- Angebot an den Großmärkten ist sehr klein, während die Landversorgung besser ist. Industrie- und Futtergerste sowie Hafer waren lebhaft begehrt, aber nur in unzureichenden Mengen erhältlich. Roggen- unb Weizenmehl haben stetiges Geschäft bei kleinem Angebot für spätere Termine. Kleie, Biertreber und Oelkuchen soweit sie demnächst zur Verteilung gelangen, wurden gefragt. In Rauh« futter ist das Geschäft ruhig.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 199, w 16 202, W 19 206, W 20 208; Roggen R 12 162, R 15 165, R18 169, R19 171, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Braugerste 232, Futterhaser —. Weizenmehl Type 790 W13 27,90, W16 28,00, W19 28,00, w 20 28,35; Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizen- kleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestprerse ab Mühlenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erdnuß« kuchen —, Treber 16,50, Trockenschnitzel —, Heu 4,50 bis 5,00, Weizen- und Roggenstroh (drahtge« preßt oder gebündelt) 2,00.
Kartoffeln: gelbfleischige hiesiger Gegend 2,70 Mark, weißschalige hiesiger Gegend 2,40 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug FrachtparitäL Frankfurt a. M. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 28. Sept. Auftrieb: Rinder 393 (gegen 326 am letzten Montagsmarkt), darunter 54 (25) Ochsen, 96 (59) Bullen, 179 (178) Kühe, 64 (64) Färsen; zum Schlachthof direkt: 79 (56) Ochsen, 1 (3) Bulle, 38 (22) Kühe, 48 (41) Färsen. Kälber 548 (519), Hämmel und Schafe 406 (219), Schweine 3496 (2140). Notiert wurden pro 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43 bis 45 (am 21. Sept. 42 bis 45), b) 41 (—-); Bullen a) 41 bis 43 (40 bis 43), b) 39 (39); Kühe a)
40 bis 43 (40 bis 43), b) 35 bis 39 (34 bis 39),
c) 28 bis 33 (33), d) 25 (25); Färsen a) 41 bis 44 (41 bis 44), b) 40 (36 bis 40); Kälber a) 72 bis
80 (85 bis 92), b) 63 bis 71 (75 bis 84), c) 53
bis 62 (65 bis 74), d) 45 bis 52 (60 bis 64); Hämmel b2) 56 bis 60 (60 bis 63), c) 50 bis 55 (—); Schafe e) 45 bis 50 (58 bis 62), f) 36 bis 44 (52 bis 57), g) 30 bis 35 (45 bis 50); Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51); Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber schleppend, ausverkauft. Hämmel und Schafe schleppend, Ueberstand (115).
Fleischgroßmarkt. Beschickung: 790 Viertel Rindfleisch, 1076 halbe Schweine, 132 ganze Kälber, 99 Hämmel. 74 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo in RM.: Ochsenfleisch a) 80, Kuhfleisch a) 77, b) 65; Färsenfleisch a) 80 (alles Höchstpreise). Kalbfleisch b) 105 bis 115 (110 bis 120), c) 95 bis 105 (105 bis 110). Hammelfleisch b) 105 bis 120. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren nicht notiert. Marktoerlauf: lebhqft.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 771: Neue Wirtschaftsvereinbarungen mit Rumänien. — 772: Weitere polnische Be« Stimmungen über die Ueberweisungen nach Deutschland.
und Frühjahr der riesige Dogelstrom. Unhörbar und versteckt durch die deckende Nacht ziehen die fliegenden Heere dahin — und nur selten merken wir etwas von diesem Ereignis. Wenn irgendwo ein Leuchtfeuer in den Nachthimmel strahlt, dann werden die gefiederten Wanderer irre, sie rufen sich gegenseitig zu, aus Angst, den Zusammenhang zu verlieren, und ist die Nacht gar zu schwarz, bann fliegen sie hinein in das brennende Licht wie die Motten, kreisen und rufen und kommen so leicht nicht wieder los. Der Mensch aber, der solches erlebt, ahnt etwas von den gewaltigen Kräften, mit denen die Natur das Schicksal alle Lebewesen beherrscht und auf unsichtbar vorgeschriebenen Bahnen leitet.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H.,
Frankfurt a. M.
Lerim
Schluß- kurS
Schluß! Abendbörse
Schluß- kurS
Schlußk. Mittag- börie
Datum
26 9
28 9
26 9-
28.9-
6% Deutsche Retchsanieihe v. 1927
101,4
101,25
101,4
101,4
4% Deutsche Reicheanl. von 1934
97,75
97,75
97,75
97,75
&y>7o Doung'Anlethe von 1980 . Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mfi
102,25
102,25
102,5
102,7
Auslos.»Rechten ......
115
114,25
115
114,5
Deutsche Reichspostschatz an
Weisungen von 1934, I.....
*y?% ehem. 8% Hessischer Volks
100
—
100,4
100,4
staat 1929 (rückzahlb. 102%) ..
*V»% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12..
98,75
98,75
—
—
97
97
—
—
5*4% ehern. 4tz% Hess. Landes
Hypothekenbank DarmstadtLiau. 4Vi% ehern. 8% Darm st. Komm
100,75
100,65
—
—
Landesb.Goldichuidverichr. R.t> Oberhessen Provinz-Anleihe mb
93,5
93,5
—
—
Auslol.»Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An
leihe Lene 1 mit Auslos.-Rechten ehem.8% Franks. Hpp.-Vanl
121
120,75
121
120,5
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
97
97
5*4% ehem. 4'/,% Franks. Hyp.
Bank-Ligu.-Pfandbriese......
—
100,65
100,5
5 ys% ehem. 4>/,% Rheinische
—
Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe. ... 4%% ehem. 8% Pr. Landespfand.
101
101
101,13
101,25
vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4ty% ebcm. 7% Pr. Landespfand
97,5
97,5
97,5
97,5
briefanst., Gold Komm. €61. 20
95
95 109,75
95
109,8
Steuergutich. Verrechnung»!. 84-88
109,75
109,8
4% Oesterretchtsche Golbrente...
4,20% Oesterreimrsche Silberrente 4% Ungarische Gvldrenle .......
3,65
11,7
10,13
3,6
11,6
10,2
3,9 11,65 10,5
3,65
11,6
10,25
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
*Vi°(. besgl. von 1913.........
5% abgest. Golvmenkaner von 99
10,5
10,4
10,5
10,6
14,5
14,9
14,5
14,9
4% Türkische Bagdaobahn-Anleihe
Serie 1.....................
—
10,25
e—
Frankfurt a.M.
Derlln
Schlußkurs
Schluß». Abend- börs-
Gchluß- kurs
Schlußk. Mittag- bör'e
Datum
26.9.
28-9.
26.9
28.9.
4% oesgt. Lene h ............
b% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4V»%Rumän.vereinh.Rentev.iS13
4% Rumänische vereinh. Rente . 2 */*% Anatolier.............
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd .........o
öl.®, für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Prioat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Diskonto-
Gesellschaft................ 4
Dresdner Bank.............. 4
Reichsbank ................
ÖL®.®...................... 0
Bekula......................
Elektr. LieferungSgesellschaft ... 6
Licht und Kraft ............. 7
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmuna. 6
-iiheintsche Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr.......... g
Schuckert L Co............... ß
Siemens »HalSke............ ß
Lahmeyer & Co......... 7
Buderus ......... t
Deutsche Erdöl .............. 4
Harvener................. 2%
Hoesch Eilen—Köln-Reuessen .. 3
Ilse Bergbau ...............e
Ilie Bergbau Genüsse........ 6
Kldcknerwerke ...............g
ManneSmann-Rbhreu........g
8,1
12
6,85
14,65
15,13
114
99,5
97,75
97,75
182
35,75
155
125,5
153,5
130
135
130,75
154
186
148,5
113,75
132,5
136
110,5
137,25
118
108,5
7,75 12
6,75
15
15,25 116,25
99,75
98,25 98,75
185,75
36,75
156
128,5
154,5 134
137
126
133,5
155,5
190
149
115,5
135,75 140
113,25
139
119
110,4
8,4
12,2
6,95
45,9
14,75
41
15,13
115,25
120
99,5
97,75
97,75
183
35,75
155
126,65
154
130,5
136
126
131,25
154
187
146,5
114,25
131,5
136
110,5
171,75
138
118,4
109
7,8
12
6,75
15 41,25
15 116,75 120,75 99,75
98,25 98,75 184,75
37 157,25 128,25 154,5
135 138,5 126,5
133
155,5
191 150,5
116,9
136,75
140 113,9
172
140 121
110,65
Krankfun a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börse
Schiuß- kurS
Schluß». Mittag- börse
Datum
l 26.9-
28.9
26.9.
28.9.
ManSselver Bergbau.......
6Vi
154
159,5
154
159
Koktzwerke ................
.. 6
130,75
134
Rheinische Braunkohlen ....
. 12
225,75
228
225,75
227,5
Rheinslahl................
.. 4
142,25
145,25
142
144,5
Bereinigte Stahlwerke......
sy,
109
110,25
109
112
Otavi Minen .............
.. 0
35,5
36,75
36
36.5
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
122,5
127,5
122
128
Kaliwerke Westeregeln......
.. k>
120,5
127
122
127.25
Kaliwerke Salzdetfurth.....
?y,
179
180
179
"iso
3. G. Farben.Ixüustrte.....
.. 7
162,75
168,25
163
169
Scheideanstalt.............
.. 9
274
277
Goldschmidt ..............
.. 5
115
117
114
117
Rütgerswerke .............
.. 6
129,5
134
130,5
134
Metallgelellschaft............
.. 6
131,5
135,5
131,25
136
Philipp Holzmann .........
128,5
130
129,25
129,5
Zementwerk Heidelberg ....
7
145
150,25
Cementwerk Karlstadt.......
6
156,5
156,5
—
Schultheis Payenhofer .....
.. 4
__
—
103
106,75
Aku «Allgemeine Kunstseide)
.. O
78,75
——
79
Bemberg.................
.. 6
88
87,75
88
88
Zellstoff Waldhof ..........
.. 6
155
157
155,75
157,65
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. O
127
129,75
128,4
131
Deslauer Gas .............
—
—
104,5
Daimler Motoren..........
116
119
116,25
Deutsche Linoleum.........
161,5
164
162
Orenstein & Koppel ........
.. O
84,5
^86
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
53,5
54,25
53,25
54,4
Thade ....................
Accumulatoren-Fabrik......
. 12
196
199
200
Conti-Gummi ..... ......
- 11
171
168
171,13
Grttzner..................
Matnkraftwerke Höchst a.M..
:: 21
33,75
95
35 1
96,25 1
33,131
34,65
Süddeutscher Zucker.......
io|
206
2061
205 1
207
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin —
Frankfurt O.2IL
26-September
28-September
Ärmliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
I 25rle|
Geld
1 Ärlek
juenuä tiliu
0,707
0,711
0,698
0,702
Brüssel ....
42,06
42,14
42,08
42,16
Rio de Jan.
0,147
0,149
0,147
0,149
Sofia .....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
55,96
56,08
54,95
55,05
Danzig ....
47,04
47,14
47,04
47,14
London....
12,535
12,565
12,305
12,335
Helstngfor».
5,524
5,536
5,425
5,435
Baris .....
——
——
Holland ...
168,08
168,42
——
_
Italien ....
19,55
19,59
_
_
Japan .....
0,735
0,737
0,719
0,721
Jugoslawien '
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... ;
62,99
63,1
61,84
61,96
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon...
11,39
11,4i
11,19
11,21
Stockholm..
64,63
64,75
63,44
63,56
Schweiz ...
80.87
81,03
—
Lpanien...
28,47
28,53
28,47
28,53
Prag......
Budapest ..
Reupork ...
10,27
2,488
10,29
2,492
10,27
2,490
10,29
2,494
Banknoten.
_______Äeriin, 28 ■ September
Geld
2? rief
Amerikanische Noren......
2,442
2,462 "
Belgische Roten..........
41,92
42,08
Däntiche Roren ........
54,74
54,98
Englische Noten .........
12,27
12,31
Französische Noten........
Holländische Noten........
Italienische Noten.........
——
Norwegische Noten .......
61,63
61,87
neulich Oesterreich, 6 1OO Schilling
Rumänische Noten........
Schwedische Noten........
63,22
63,48
Schweizer Noten..........
Spanische Noten..........
Ungarische Noten.........
2745
27,55


