186. Jahrgang
Metzener Anzeiger
Ur- HO Erster Blatt 186. Jahrgang Montag, 29. Juni 1936
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OieJubelfeier der Universität Heidelberg.
Vertreter von 31 Kulturnationen nehmen an dem Fest völkerverbindender Wissenschaft teil.
Heidelberg im Fesischmuü.
Heidelberg, 27. Juni. (DNB.) Die schöne Stadt am Neckar, deren landschaftlicher und wissenschaftlicher Ruhm in alle Welt hinausstrahlt, hat für die 550-Jahr-Feier ihrer Universität reichen Flaggenschmuck angelegt. Besonders wirkungsvoll ist der Universitätsplatz geschmückt. 31 Fahnenmasten gegenüber dem neuen Universitäts- aebaude werden während des ganzen Festes die Flaggen der hier vertretenen Nationen tragen, und auf vier Säulen werden die Flammen ihren lodernden Schein über den Platz ergießen. Nach der Pe° terskirche zu bildet ein großer Bogen, mit Grün verkleidet, Abschluß und Eingang in das eigentliche Universitätsgebiet. Die Stadthalle, in deren großen Saal die Festakte am Montag und Dienstag vormittag vor sich gehen, ist in ihrem Innern einheitlich gelb gehalten und prächtig geschmückt. An der Stirnseite des Saales sind in großen Lettern die Zahlen „1386" ui$ „1936" zu sehen. Ueberall auf den Straßen verkaufen Studenten und Studentinnen das Festabzeichen.
Die Begrüßung der Gäste.
Der Rektor heitzt die Vertreter von 31 Nationen in Heidelberg willkommen.
Zum Auftakt der Feiern fand am Samstagabend in der neuen Universität die Begrüßung der in - und ausländischen Ehrengäste statt. Zahlreiche Persönlichkeiten aus der Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sowie hohe Offiziere der Wehrmacht wohnten mit den Teilnehmern aus dem Auslande der feierlichen Hiffung der Flaggen von 31 Ländern bei, aus denen die Vertreter vieler Universitäten und Hochschulen in diesen Tagen in Heidelberg anwesend sind. An den Masten auf dem Universitätssportplatz gingen unter den Klängen des Präsentiermarsches die Fahnen folgender Länder hoch: Argentinien, Oesterreich, Belgien, Bulgarien. Kanada, Chile, China, Tschechoslowakei, Dänemark, Spanien, Vereinigte Staaten von Nordamerika, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Island, Italien, Japan, Finnland, Mexiko, Norwegen, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Südafrikanische Union, Türkei, Venezuela, Jugoslawien.
In der Aula der Universität begrüßte dann
Per Hektor Professor Or. Groh
die Gäste. Die Universität Heidelberg, so sagte er u. a., heißt Sie durch mich auf das herzlichste willkommen! Als die älteste Hochschule des Reiches, als eine in der Welt berühmte und geachtete Pflegestätte deutscher Forschung, Lehre und Erziehung, öffnet Ihnen die Ruperto Carola weit ihre Tore und bittet Sie, teilzunehmen an ihrer Freude und ihrem Glück, fordert zugleich auf, mit ihr zurückzublicken auf einen langen Weg geistiger Arbeit und vorwärts zu schauen auf weite, noch zu durchmessende Strecken eines wissenschaftlichen Ringens, das der Gesamtheit der Kulturvölker um so besser d.ient, je tiefer es aus dem Wurzelreich jeder einzelnen Nation seine Kräfte zieht.
Drei Tatsachen von symbolischer Geltung gaben dem Beginn unserer Feier einen besonderen Sinn. Vor wenigen Stunden fand die internationale Hochschulkonferenz ihren Ausklang, die Tagung ernster, völkerverbindender Arbeit von Gelehrten aller Kulturstaaten der Welt. Und während wir uns hier versammeln zum ersten Kennenlernen oder freudigen Wiedersehen, wehen draußen auf dem Platz im Herzen der alten Stadt die Flaggen von 32 Nationen. Wir haben sie gehißt, weil wir unseren ausländischen Gästen damit sagen wollen, daß wir in ihnen zugleich die Nationen grüßen und ehren, als deren Abgesandte sie zu uns kommen; und weil wir nicht allein sein wollen mit unserer Erinnerung an die große Leistung der Vergangenheit und mit unserem Willen zur Weiterarbeit auf ihren Spuren. Beides gehört Deutschland und zugleich der Welt. Das dritte Symbol der Weltverbundenheit Heidelbergs aber ist dieser Raum, ist dieses Haus: es entstand aus der Anhänglichkeit amerikanischer Freunde in Deutschlands schwerster Notzeit.
Was nun die kommenden Tage bringen, die Erinnerung und den Ausblick, die Besinnung auf die gegenwärtige Aufgabe und das Bekenntnis zu der heutigen Lebensform der Nation, alles sei betrachtet und verstanden als Ausdruck unseres Willens, unseren Gästen aus dem Reiche ein Zeichen der inner ft en Gemeinschaft von Hochschule und Volk, unseren Freunden aus dem Auslande ein Bild des wahren geistigen Lebens Deutschlands zu zeigen, des neuen, zufriedenen und glücklichen Deutschland. Denn meine verehrten ausländischen Gäste, wir gaben nichts zu verbergen, nichts zu verheimlichen. Ihre freimütige Frage wird die freimütige Antwort erfahren. Nur Offenheit und Ehrlichkeit kann den Weg bereiten Zum endlichen Verstehen und zu aufrichtiger Wertschätzung. Daß dazu unsere Feier injeder Stunde beitragen möge, ist mein herzlichst r
Wunsch. Dann erfüllt sie zugleich ihren tiefsten Sinn: eine Feier des Friedens zu fein, den wir alle als das höchste Glück auch der eigenen Nation erkennen. Darum grüße ich Sie mit dem Gruße unseres Volkes, das feine Frie- densgesinnung nicht bester verkünden kann, als im Namen des Führers, der ihm den Frieden im Inneren geschenkt und den Frieden nach außen gesichert hat: heil Hiller!
Heldengedenkfeier auf dem Ehrenfriedhos.
Heidelberg, 28. Juni. (DNB.) Am Sonntagvormittag gedachten die Teilnehmer an den Jubi
läumsfeiern der Universität Heidelberg auf dem Ehrenfriedhof der Gefallenen des Weltkrieges und der nationalsozialistischen Bewegung. Gefolgt von den Ehrenformationen nahmen die Ehrengäste, an ihrer Spitze der Reichskultusminister R u st, Reichsstatthalter Wagner und Kultusminister Wacker vor dem mächtigen Gedenkstein Aufstellung. Fanfarenbläser der SS. und die den Toten gewidmeten Verse eines jungen Dichters eröffneten die Feier. Darauf sprach Staatsminister Schmitthenner. Nach dem Lied vom guten Kameraden legten der Rektor der Universität, Professor Dr. Groh, und der Führer der Heidelberger Studentenschaft, cand. jur. Kreuzer, am Ehrenmal Kränze nieder. Ihnen folgten Kranzniederlegungen vom Rektor der Sun- jat-sen-Universität Kanton, des japanischen Botschafters und einer rumänischen Gruppe.
Nach dem Empfang im Königssaal begaben sich die Gäste der Reichsregierung auf die im Schloß- hof errichtete Tribüne der R e i ch s f e st s p i e l e. Solokräfte des Deutschen Opernhauses Berlin, u. a. Ursula Deinert, Margot und Hedy H ö p f n e r, Lieselotte Köster und Daisy Spies zeigten unter Leitung von Rudolf Kölling künstlerische Darbietungen. Danach begaben sich die Gäste auf den S ch l o ß a l t a n und in den historischen S ch lohte l l e r , wo die ausländischen Besucher mit ihren deutschen Gastgebern noch lange in angeregtem Meinungsaustausch verweilten.
Der Glückwunsch des Führers.
Berlin, 28. Juni. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat an die Universität Heidelberg aus Anlaß der Feier ihres 550jäh- rigen Bestehens folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet:
Der Universität Heidelberg, der ältesten des Deutschen Reiches, spreche ich zu ihrem Ehrentage, an dem sie im kreise ihrer deutschen und ausländischen Freunde und von Vertretern zahlreicher Rationen ihr 550jähriges Bestehen festlich begeht, meine und der Reichsregierung Glückwünsche ans. Zugleich danke ich Ihnen, Herr Rektor, dem Senat und den Studierenden für die mir aus diesem Anlaß in Treue entbotenen Grüße. Ich erwidere sie herzlich mit dem Wunsche, daß die altehrwürdige Heidelberger Hochschule — getreu ihrer Ueberlieferung — auch in die fernste Zukunft eine Pflanzstä11e edel- ft en deutschen Geisteslebens und die bewährte Mittlerin echten deutschen Kulturgutes an die Welt bleiben möge.
(gez.) Adolf Hiller.
Die Ausstellung Heidelberg Vermächtnis und Ausgabe.
Am Sonntag wurde die Ausstellung „Heidelberg — Vermächtnis und Aufgabe" in den erweiterten Räumen des Kurpfälzischen Museums der Öffentlichkeit übergeben. Zu einer dazu veranstalteten Feier in der Aula der neuen Universität waren der Reichsstatthalter Wagner, Minister Professor Schmitthenner, der Rektor der Universität, Professor Groh, und zahlreiche andere Ehrengäste erschienen. Oberbürgermeister Dr. N e i n h a u s, dessen Initiative diese Ausstellung zu verdanken ist, unterstrich die Tatsache, daß Heidelberg sich den starken und reichen Kräften einer großen Ueberlieferung und Geschichte verbunden wisse und gleichwohl die Verpflichtung freudig anerkenne und erfülle, mit allem, was ihr eigen sei, das gegenwärtige politische Streben und Schaffen zu stützen und zu fördern. Die Ausstellung zerfällt in fünf Abteilungen: 1. Der Heilige Berg (Frühgeschichte unseres Volkes); 2. Heidelberg als Bollwerk der Westgrenze unseres Reiches; 3. Pflegestätte volksnaher Kunst und Wissenschaft; 4. Mittler deutscher Art; 5. Zerstörung und Aufbau.
Die Internationale UniversMs- wnserenz.
Am Freitagvormittag wurden die Sektionssitzungen der Internationalen Universitätskonferenz fortgesetzt. Die ausländischen Delegierten zeigten großes Interesse für die Organisation des deutschen Unterrichtswesens an den Universitäten und Lehrerbildungsanstalten, worüber die Professoren Hellpach, v. Rauchhaupt und Brinkmann Auskunft gaben. Später hielt Geheimrat Professor Dr. Panzer, der frühere Hei- delberger Ordinarius für Germanistik, einen Lichtbildervortrag über mittelalterliche Klöster als Einführung für den Besuch des Klosters Maulbronn.
Die Konferenz hielt am Samstag ihre Schlußsitzung ab. Zunächst sprach Pros, von S a l i s (Heidelberg) über den Olympischen Kranz. Dr. Prez de Waal (Holland) erstattete Bericht über die Ueberfüllung der Universitäten und geistigen Berufe. Man nahm mit Interesse davon Kenntnis, daß die Angelegenheit der Hochschulüberfüllung in Deutschland durch die nationalsozialistische Regierung gelöst worden ist. Prof. Mc. Lean (England) gab einen Bericht über Studentenfragen. Frau Prof. S a r g e n t (Idaho, USA.) berichtete über die Universitätsreform. Nächster Punkt der Tagesordnung war der Bericht über die künftige Satzung der Univcrsitätskonferenz. Don Interesse ist, daß die Konferenz künftig nur alle zwei Jahre zusammentreten und getragen werden soll von den Verbänden der Hochschullehrer der einzelnen Staaten. Professor T s a n Wan (China) führte die Unruhe in der Welt auf eine versäumte Fühlungnahme der Völker miteinander zurück. Er dankte für die herz- liche Aufnahme in Heidelberg. Prof, de Loor aus Pretoria (Südafrika) hob die Verdienste von Geheimrat Hoops um den reibungslosen Verlauf der Konferenz hervor. In seinem Schlußwort dankte Geheimrat Hoops den Professoren B a u d o u i n (Paris) und Mc. Lean (England) für ihre Mitarbeit an der Konferenzvorbereitung. Er hoffe, daß die völkerverbindende Wissenschaft auch weiterhin Brücken zwischen den Ländern schlagen werde.
Festlicher Empfang der Reichsregierung im Heidelberger Schloß.
Reichsminister Or. Goebbels feiert die Ruperto Carola als Zungborn deutschen Geistes.
Die Jubiläumsfeierlichkeiten erreichten am Sonntagabend mit einem Empfang der Reichs- regierung ihren Höhepunkt. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels und der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Rust hießen in dem festlich geschmückten Königssaal des Schlosses die hervorragenden Wissenschaftler und Freunde der Heidelberger Universität im In- und Auslande und die führenden Männer von Partei und Staat willkommen. An dem Empfang nahmen, zum größten Teil mit ihren Damen, u. a. teil die Reichsminister Dr. Frank und Seid t,e, Stabschef Lutze, die Staatssekretäre Dr. Meißner, Funk, Schlegelberger, Zschintzsch und Backe. Vom Diplomatischen Korps waren erschienen der kaiserlich japanische Botschafter, der kubanische Gesandte, der königlich afghanische Gesandte, der königlich jugoslawische Gesandte, der königlich ungarische Gesandte, der mexikanische Gesandte, der Gesandte der Südafrikanischen Union; ferner waren anwesend die Gauleiter R. Wagner, Sprenger und Murr, der badische Ministerpräsident Köhler und die badischen Minister Pflaum er und Dr. Wacker, der Kommandierende General des 5. Armeekorps Generalleutnant Geyer, der den Reichskriegsminister vertrat, Reichsstudentenbundführer Derichsweiler, der Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, Dr. N e i - haus. Zahlreiche Vertreter der Professorenschaft aus dem Auslande sowie fast alle Rektoren der deutschen Universitäten und Hochschulen sowie die Vertreter der Akademien und sonstigen wissenschaftlichen Gesellschaften. Das Jahrhunderte alte Schloß schien zu neuem Leben erwacht. Sein eigenartiger Zauber, die würdige Ausgestaltung und der überaus feierliche Rahmen ließen bei den Gästen aus allen Ländern eine harmonische Feststimmung entstehen.
Reichsminister Or. Goebbels
begrüßte die Gäste mit folgender Ansprache: „Exzellenzen! Magnifizenzen! Meine Damen und Herren! Ich habe die große Freude und die hohe Ehre, Sie im Namen des Führers und der deutschen Reichsregierung, die Sie aus dem In- und Auslande in so großer Zahl zur Jubiläumsfeier der Heidelberger Universität hierher gekommen sind, auf das Herzlich sie zube- grüßen. Vor allem bereitet es uns eine beson
dere Freude, daß wir eine große Anzahl Gäste aus so vielen Ländern der Welt in den Mauern dieser gastfreien Stadt begrüßen und beherbergen können.
Wer einmal das Glück gehabt hat — und ich gehöre zu diesen Glücklichen — an der Universität dieser Stadt zu studieren, wird diese Zeit in seinem Leben niemals vergessen. Denn diese Stadt hat etwas, was sie mit keiner anderen Stadt — weder in Deutschland noch sonstwo in der Welt — zu teilen braucht: jene wunderbare Mischung aus Ernst, Arbeitseifer, Lebensaufgeschlossenheit und Lebensfreude. Das ist es, was d i e Atmosphäre dieser Stadt ausmacht! Ich kann es deshalb verstehen, daß es vielen, die Sie aus dem Auslande zu uns gekommen sind, genau so gegangen ist wie mir, der ich von Berlin hierher kam, um die einzigartige Atmosphäre dieser Stadt wieder einmal zu spüren und zu fühlen.
Unseren jungen Deutschen, die hier feit 3V- Iahren der deutschen Nation neue Wege zum Leben zu erschließen versuchen, geht diese Atmosphäre in einem ganz neuen Lichte auf. Denn es ist unser Bestreben, das ganze deutsche Volk mit diesem etnften Arbeitseifer und dieser Lebensaufgeschlossenheit und Lebensfreude zu erfüllen. Deshalb ist es für uns fo begrüßens- wert, daß Sie, unsere ausländischen Gäste, Gelegenheit nehmen, picht nur diese Stadt zu sehen und wiederzusehen, sondern auch mit weit geöffneten Augen das junge Deut- s ch e Reich zu beobachten und vielleicht dabei sestzustellen, daß es darum doch besser gestellt ist, als es manchmal nach ausländischen Blättern den Anschein hat.
Ich glaube, in diesem Wunsche können wir uns alle vereinigen, daß zu den 550 Jahren, die diese herrliche Universität besteht, noch viele Jahrhunderte vom Schicksal hinzugegeben werden, daß aber trotz ihres betagten Alters diese wunderbare Universität immer jung bleiben möge, aufgeschlossen jungen Ideen und jungen Wissenschaften, eine Zierde nicht nur des deutschen Geistes, sondern der Kultur der ganzen Menschheit. In diesem Sinne erhob Reichsminister Dr. Goebbels sein Glas und schloß auf eine glückliche Zukunft der Heidelberger Universität.
Dank für großzügige Förderung.
Aus der Einheit von Geist und Staat schöpst die deutsche Wiffenschast ihre Krast.
Der Hektor Professor Dr. Groh
brachte dann den Dank an die Reichsregierung mit folaender Ansprache zum Ausdruck:
Keine größere Ehre, keine tiefere Freude tonnte der feiernden Aniversttät geschenkt werden als durch die,- Stunde. Die Reichsregierung ist Zauder Hauptstadt in unsere „fchicksalskundlge Burg ge- kommen und waltet hier ihres hohenAmtes a s Schirmherrin deutscher Wissenschaft. Sie bekundet vor den Vertretern des Geisteslebens ^eler Kulturnationen den W i l l e n d e s n e u e n Reiches au völkerverbindender Kulturarbeit unb zu stärkfter Anspannung hör n p i ft i a e n Leistung an allen Fronten der Wissenschaft %en Fronten des friedlichsten Wett- sUeites in der Welt. Die älteste Universität d-- Stet- ches dankt der Reichsregierung in Treue für diese feierliche Stunde.
Sie spricht Heute für alle deutschen Hochschulen und bezeugt vor der ganzen Welt, daß die deutsche TBiffenfdjaft nod) in keiner Epoche ihrer langen Gefchchte fo großzügig gefordert und so kraft- voll unter st üht wurde wie in diesem unserem neuen nationalsozialistischen Deutschland.
Wir empfinden es als das größte Glück, daß die alte Gegenüberstellung zwischen Politik und Wissenschaft gegenstandslos geworden ist. Es gibt für uns keine Spannung zwischen der Geistesarbeit der Rationen und ihrer politischen Lebensform. Es gibt nur d ie 1 ehte Einheit zwischen beiden; in ihr schaffen wir, aus ihr schöpfen wir unser ganzes Recht, unsere Aufgabe und unser Ziel. Und daß diese Einheit erreicht ist, nach 2000 Jahren deutscher Geschichte, das danken wir dem neuen Deutschland, das danken wir dem Führer und seinen treuen Mitarbeitern am Aufbau unseres nationalsozialistischen Staates.
Möge die schwer errungene Einheit von deutschem Geist und deutschem Staat in alle Zukunft bestehen mm Wohle der deutschen Wissenschaft, zum Segen unseres Volkes und zur dauerhaften Gründung des wahren Friedens unter den Kulturvölkern der Welt. Daß es dieser Einheit gelingen möge, Brücken zu schlagen und somit ihr Teil beizutragen an der völkerverbindenden Arbeit und an dem Frieden aller Völker im Sinne des Führers, das ist unser heißester Wunsch, mit dem ich heute abend diesen Dank an die deutsche Regierung verbinden mochte.


