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Ausgleich für den 1. Mai für bestimmte Berufe.

Ein Aufruf des Treuhänders der Arbeit.

Frankfurt a. 2IL, 28. April. (pD.) Der Tre-uhänder der Arbeit für das Wirt­schaftsgebiet Hessen, Schwarz, erläßt folgenden

Aufruf zum 1. Wai 1936!

Der 1. Mai ist der Nationale Feiertag des deut­schen Volkes.

Aus der Lage der Verhältnisse heraus ist es je­doch nicht möglich, daß alle Volksgenossen diesen Tag durch Arbeitsruhe feiern können, zum Beispiel nicht diejenigen Arbeitskameraden, welche im Gast­stätten-, Vergnügungs-, Verkehrs- und Transport­gewerbe beschäftigt sind.

Aus den Kreisen der in diesen Berufen beschäf­tigten Volksgenossen wird mir der verständliche Wunsch vorgetragen, daß hierfür ein Ausgleich in Gestalt eines anderen bezahlten Tages gewährt wird.

Ich übermittele hierdurch allen Betriebsfuhrern - diesen Wunsch mit der Empfehlung, eine ent­sprechende großzügige Regelung zu treffen.

Schwarz,

Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen.

Massenpolitische Schulung der Sesundheitspflegerinnen.

Auch die an fyen Gesundheitsämtern tätigen Ge- sundheitsvflegerinnen sollen rassenpolitisch geschult werden und an den vom Rassenpolitischen Amt ver­anstalteten Lehrgängen für Frauen teilnehmen. Das Reich übernimmt die für die Unterkunft und Ver­pflegung einschließlich der Schulung entstehenden Kosten für insgesamt 200 Teilnehmerinnen. Die Reisekosten werden von den Gesundheitsämtern ersetzt.

Treibt Seidenbau!

Die deutschen Seidenbauer beginnen in Kürze mit den diesjährigen Zuchten. Die Brutbestellungen sind nunmehr schnellstens aufzugeben. Es fei in diesem Zusammenhang auf die seit dem letzten Jahre durch die Verordnung des Herrn Reichs- Ministers für Ernährung und Landwirtschaft ge­schaffene Neuordnung hingewiesen, nach welcher Seidenspinnereier einzig und allein durch die staat­lich anerkannte Versuchs- und Forschungsanstalt für Seidenbau in Celle unter Vermittlung der Reichs-

Die Werbung für Kinderpflegestellen wird bis zum 30. April 1936 verlängert. Meldungen nehmen alle NSV.-Dienstsiellen entgegen.

fachgruppe Seidenbauer in Celle bezogen werden Dürfen. Verstöße gegen die Verordnung werden mit Geldstrafen bis zu 10 000 Mark geahndet.

In diesem Frühjahr sind zahlreiche Maulbeerneu­pflanzungen erfolgt. Schon im nächsten Jahre kann die Nutzung dieser Anlagen in bescheidenem Um­fang ausgenommen werden. Die Interessenten soll­ten jedoch vorher sich im Seidenbau praktisch schu­len, wofür zahlreiche Betriebe vorhanden sind. Die Kurse sind kostenfrei und werden vom Juli bis Anfang September durchgeführt. Näheres teilt die Reichsfachgruppe Seidenoauer e. V. Celle auf An­frage mit, die auch die Anmeldungen entgegen­nimmt und sonstige Auskunft über Seidenbau er­teilt.

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Omnibusfahrt an den Edersee am 3. Mai.

Für diese Omnibusfahrt können noch einige An­meldungen auf der Kreisdienststelle Gießen, Schan­zenstraße 18, entgegengenommen werden. Der Fahr­preis Beträgt mit Mittagessen 4,70 Mark.

SportamtKraft durch Freude".

heute folgender Kurs:

Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer. Don 20.30 Uhr bis 21,45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.

Tennis.

Für die Tenniskurse (Anfänger und Fortgeschrit­tene) werden noch Anmeldungen auf der Geschäfts­stelle, Schanzenstraße 18, angenommen.

*

** Gin Bezirks-Ausscheidungs-Fri- fieren des Bezirks Hessen der Friseure findet am kommenden Sonntag in den Räumen des Gesell­schaftsvereins (Klub) in Verbindung mit einer Mo­denschau statt. Interessenten ersehen Näheres aus der Einladung im heutigen Anzeigenteil.

Amtsgericht Gießen.

Ein Mann aus Gießen wurde wegen Einbruchs­diebstahls zu der Mindeststrafe von 3 Monaten G e f ä n g n i s verurteilt. Der Angeklagte öffnete mit Nachschlüssel einen Kassenschrank im Gebäude der alten Klinik und entwendete etwa 200 Mark.

7lod)lZ Tagen tot im Bett aufgefunden.

Lpd. Mainz, 28. April. Eine Frau aus Mainz- Kastel wollte vor etwa drei Wochen eine Reise nach Gießen antreten, um ihren dort lebenden Sohn zu besuchen. Am Abend vor der Abreise un­terhielt sie sich mit Hausbewohnern und sagte da­bei, daß sie am andern Morgen frühzeitig weg­fahre. Infolgedessen fiel es nicht auf, daß in den nächsten Wochen die Tür zu ihrer Wohnung ver­schlossen blieb. Der Sohn in Gießen wartete vergebens auf seine Mutter, oder auf eine Nachricht von ihr. Arn vergangenen Sonntag fuhr er nach Mainz-Kastel, um nach dem Rechten Äu sehen. Zu seinem größten Erstaunen erfuhr er, Daß feine Mutter bereits vor 17 Tagen nach Gießen abgereist sei. Daraufhin stieg er in die Wohnung ein, wo er die Mutter tot im Bett liegend auffand. Die ärztliche Unter­suchung ergab einwandfrei, daß die Frau einem Herzschlag erlegen ist. Alles war zur Abreise vorbereitet, die Koffer fertig gepackt. Anscheinend hat die Freude über die Reise und das Wiedersehen mit dem Sohne ihrem Leben ein schnelles Ende bereitet.

Sonderschau des Deutschen Frauenwerks.

Oie Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft auf der Reichsniihrstandsschau in Frankfurt a. M.

NSG. Die Reichsnährstandsschau in Frankfurt am Main bringt für die Hausfrau in Stadt und Land viel Wissenswertes und manche Anregung. Die Ziele und Durchführung der Marktordnung mit allen sich daraus ergebenden Anforderungen werden ihr gezeigt. Die Abteilung Volkswirtschaft Haus­wirtschaft des Deutschen Frauenwerkes bringt un­ter dem MottoHauswirtschaft und Marktordnung" eine Sonderschau. Die Unterstützung der Marktord­nung durch die Frau wird an vielen Beispielen ge­sunder Vorratswirtschaft gezeigt. Richtigen Ver­brauch der deutschen Bodenerzeugnisse lehren die Kochvorführungen. Eine kleine Küche wird einge­richtet mit einem Zuschauerraum, der etwa 200 Per­sonen zu fassen vermag. Selbstverständlich müssen Kostproben von dem Wert der hergestellten Speisen überzeugen.

Wenn die Hausfrau bemüht ist, ihren haushalt ständig den Erfordernissen der Volkswirtschaft an- zupassen, dan ist ihr der beste Helfer dabei eine hauswirtschaftliche Zeitschrift, Bücher und Rezepte, die auf der Reichsnährstandsschau auch nicht fehlen. Das Obstentsaften im haushalt ist zu sehen, ein kleiner Markt für deutsche Gewürze, und was die Hausfrau aus Stadt und Land besonders interessie­ren wird, vorbildliche Vorratskeller und Speise­kammern, die ständigen Sorgenkinder so mancher Hausfrau. Geprüfte Haushaltungsgeräte, die die Arbeit erleichtern, werden gezeigt. Zum Abschluß wandert man in den Vorführraum, wo hauswirt- fchaftliche Filme vorgeführt werden.

Jede Hausfrau, die es möglich machen kann, soll sich die Reichsnährstandsfchau vom 17. bis 24. Mai in Frankfurt a. M. anfehen.

Alles für Vas deutsche Kind!

Das deutsche Kind ist die Zukunft des deutschen Volkes!

Auf seinen Schultern wird einst das Geschick des Vaterlandes liegen. Der deutsche Junge soll später als ganzer Mann seiner Familie, seinem Volke und dem Staate dienen. Viele von ihnen werden aus­ersehen sein, zu führen. Das deutsche Mädchen soll zur deutschen Mutter, zur Hüterin des innigen Ge­meinschaftssinnes werden.

Dazu müssen sie gesund und stark sein!

Soll ein Bauwerk gut bestehen können, muß gu­ter Mörtel verwandt werden. Der gute Mörtel für das Bauwerk des jungen Lebens, das deutsche Kind, ist die verständnisvolle, aufopfernde Pflege der Jugend, ist die Ueberwachung der körperlichen Gesundheit und geistigen Frische. Nichts was hierin getan wird, ist zuviel.

Für das Kind ist das Beste gerade gut genug!

Aber nicht allen Eltern ist es heute schon mög- lich, ihren Kindern das zu geben, was sie gerne möchten, und was vor allen Dingen dem Kinde notwendig ist. Und hier muß das ganze Volk eintreten und helfen! Das deutsche Volk hat die Pflicht und ist es der Jugend schuldig, daß in dieser Hinsicht das Aeuherste getan wird.

Von einer gesunden Jugend ist es abhängig, daß das neue Deutschland stark, gesund und beständig wird und bleibt!

Die NSV., die die Trägerin des Erholungswerkes für das deutsche Volk ist, wird auch in diesem Jahre wieder Zehntausenden von erholungsbedürf­tigen Kindern minderbemittelter Volksgenossen mehrwöchige Freistellen im ganzen Reiche vermit­teln.

hast du einzelne, meist mit noch ungelenker Hand, aber überströmenden, dankbaren Herzens ge­schriebene Briefe von Kindern und Eltern gelesen? Auf den Dienststellen der NSV. liegen sie noch zu Tausenden, hast du schon einmal in ein dankbares Kinderauge gesehen? Bereite dir diese große Freude! Die Herzen und die Türen auf! Verhilf dazu, daß auch in diesem Jahre genügend Frei­stellen zur Verfügung stehen.

Melde deiner zuständigen NSV.-Ortsgruppe oder dem NSV.-Helfer, daß du ein Kind für einige Zeit aufnehmen willst!

Unserem Führer liegt das Wohl des Kindes sehr am Herzen! Auch Adolf Hitler erftreuft du durch diese Tat wahren Volksgemeinschaftsgeistes!

Schuß des Kindes vor den Gefahren der Straße.

Die Justizprefsestelle Darmstadt teilt mit:

Das Strafverfahren und das Urteil gegen den vielfachen Knabenmörder Seefeld hat die öffent­liche Aufmerksamkeit auf die mannigfache Gefähr­dung Jugendlicher durch das verbrecherische Trei­ben sittlich entarteter Menschen hingelenkt. Der Verlauf und die Lehren des Prozesses sind den Eltern und Erziehern unserer deutschen Kinder in der gesamten Tagespresse aus den amtlichen Kund­gebungen und Warnungen des Reichsjustizministe­riums zum Rechtsschutz des deutschen Volkes in eindringlichster Weife bekannt geworden.

Der Polizeipräsident in Berlin hat nun darüber hinaus in einem Flugblatt aus dem gleichen Anlaß Gebote für die Eltern!" aufgestellt, deren Beachtung ernsteste Erzieherpflicht fein muß und deren Forderung einen bedeutsamen praktischen Beitrag zu dem nationalsozialistischen Grundsatz vorbeugender Verbrechensbekämpfung durch ver­ständnisvolle Zusammenarbeit von Polizei, Eltern­schaft und Oeffentlichkeit liefert. Aus dem Hinweis im amtlichen Blatt der deutschen Rechtspflege, der Deutschen Justiz" wird deshalb im folgenden der mahnende Ruf des Polizeiflugblatts bekanntge­geben:

Gebote für die Eltern.

Tag und Nacht schützt du dein Eigentum und deinen Besitz. Denke daran, daß du auch dein Kind, dein kostbarstes Gut, hüten mußt! Ein Kind lebt drei Leben: das Leben zu Haus, du kennst es; das Leben in der Schule, der Lehrer weiß mehr davon; das Leben auf der Straße, was weißt du davon?

Weißt du, was dein Kind heute erlebt hat? hast du sein unbedingtes Vertrauen? Erzählt es dir alle seine Erlebnisse? Weißt du, mit wem dein Kind verkehrt?

Lerne seinen Umgang kennen, nur dann kannst du darüber wachen, daß es nicht in schlechte Ge­sellschaft gerät. Weißt du, von wem und wofür dein Kind das Geld (Näschereien) erhalten hat, das es neulich nach Haufe brachte?

Der gefährliche Kinderfreund" ist es, der mit Vorliebe Kindernetwas schenkt", um sie zutrau­lich zu machen. Erziehe dein Kind, daß es sich nicht von fremden Menschen beschenken oder anfassen läßt. Nicht selten haben Kinder ihre Vertrauens­seligkeit zu demOnkel" mit dem Tode bezahlt.

Weißt du, für wen dein Kind Besorgungen macht?

Verbiete ihm, so etwas ohne deine Erlaubnis zu tun. Wie oft sind schon Kinder auf diese Weise in Wohnungen, Hausflure oder entlegene Gegenden gelockt und dort das Opfer eines Sittlicbkeitsver- brechers geworden! Weißt du, daß der Wunsch deines Kindes, mit einem Auto oder Radfahrer zu fahren, schwere Gefahren bringen kann?

Warne es, mit fremden Menschen zu fahren! Weißt du, was dein Kind nach den Schularbeiten treibt?

Laß es nicht allein in Warenhäuser gehen! Die lockenden Auslagen reizen seine Begehrlichkeit!

Weißt du, daß Rummelplätze oft für Kinder ungeeignet sind? Was dort gezeigt wird, ist meist nichts für Kinderaugen und -ohren. Dort treibt sich auch mancher Taugenichts herum.

Weißt du, daß durch die Kleidung deines Kindes auch Unheil gestiftet werden kann? Durch zu kurze oder zu auffallende Kleidung wird die Begehrlichkeit des Sittlichkeitsverbrechers gereizt.

Weißt du, was dein Kind in deiner eigenen Woh­nung beobachtet?

Verletze nie das natürliche Schamgefühl des Kin­des, auch wenn die Wohnung klein ist und die Betten knapp sind. Meide zweideutige Witze und anstößige Redensarten. Die beste Erziehung ist das gute Beispiel!

Weißt du, daß die Polizei dir helfen will, dein Kind zu schützen?

Fort mit dem Märchen von dem bösen Schutz­mann, der die unartigen Kinder einsperrt! Präge deinem Kinde ein:

Auch auf der Strafte ist die Polizei dein bester Freund!

In allen Fragen der Gefährdung deines Kindes steht dir die Kriminalpolizei, besonders die weibliche Polizei, mit Rat und Tat zur Seite.

Oberheffen.

Reichslustschuhbund Busecker- und Lumdatal.

* Riiddingshaufen, 28. April. Am Sonn­tag hielt die Ortsgruppe Busecker und Lumdatal im Reichsluftschutzbund hier im Saale der Wirtschaft Theiß eine Versammlung ab. Die Zusammenkunft verfolgte zwei Ziele. Ein­mal sollte in der Oeffentlichkeit für den Luftschutz­gedanken geworben, dann aber vor allem die Not­wendigkeit des Luftschutzes auf dem Lande gezeigt werden. Der Redner, Ortsgruppenführer Dr. Haas (Alten-Bufeck), sprach mit eindringlichen, ernsten Worten zu den versammelten Volksgenossen. Wie aus vielen Gebieten, so vor allem auch auf dem der Strategie bedeutet der Weltkrieg eine Wende. War jahrtausendelang der Frontsoldat der Träger des Kampfes, so ist feit dem Weltkrieg und erst recht in Zukunft auch die Heimat Kampfgebiet, und die Zuhausegebliebenen sind damit Soldaten der Heimat. Durch die Entwicklung der Flugwaffe find Stadt und Land gleicherweise dem Verderben des Krieges ausgesetzt. Die Anwendung von Brandbomben und Brandmunition gefährdet menschliche und tierische Behausungen und Vorräte, vor allem in Scheunen und Stallungen, Splitterbomben und Maschinen­gewehre die Viehherden, chemische Kampfstoffe die Lebens- und Futtermittel, Tier und Mensch. Dem­gemäß erstrecken sich die Schutzmaßnahmen auf die Erhaltung der für die Volkswirtschaft und Dolks- ernährung wichtigen Viehbestände und der land­wirtschaftlichen Erzeugnisse. Zur Lösung all dieser Probleme machte Dr. Haas auch schon für den Frieden beachtenswerte Vorschläge. Jetzt im Früh­jahr, wo allenthalben die Speicher geräumt werden,

ist auch auf dem Lande eine Entrümpelung nicht schwierig durchzuführen und manchem Speicher im Interesse des Brandschutzes dienlich. Neben dem Brandschutz ist Ausbildung inErster Hilfe" auf dem Lande dringend vonnöten. Mit ungeteilter Aufmerksamkeit folgten die Hörer den nahezu zwei­stündigen Ausführungen des Redners. Im Anschluß an den Vortrag erfolgte die Ernennung der Block­warte, deren Aufgaben Dr. Haas noch näher er­läuterte. hoffen wir, daß auch in unserer Land­gemeinde der Luftschutzgedanke immer mehr Volks­genossen als treue Anhänger gewinnt.

Landkreis Gieften

= Mainzlar, 28 April. Nach den umfang­reichen Regenfällen in den vergangenen Tagen ist der Wasser st and der Lumda sehr hoch geworden. Der Bach ist bereits über die Ufer ge­treten.

* Steinbach, 29. April. Das Fest der sil­bernen Hochzeit feiern am morgigen Donners­tag Friedrich Walb und Frau Eleonore geb. Horn. Herr Wall, ist langjähriger Führer des Ge­sangvereinsEintracht". Seit langer Äeit gehört er zu den treuen Lesern des Gießener Anzeigers.

* Steinbach, 29. April. Am morgigen 30. April können der Landwirt Friedrich W a l b und feine Ehefrau Eleonore, geb. Horn, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Am 1. Mai ist das Ehepaar seit 25 Jahren treuer Bezieher des Gießener Anzeigers.

y Watzenborn-St einberg, 29. April. Morgen Donnerstag begehen Schlossermeister Georg S ch m a n ö t und Ehefrau Katharine, geb. Schmitt, das Fest der silbernen Hochzeit.

! ch Reiskirchen, 28. April. DieSchar 3 der Gefolgschaft 6/116Wilhelm Belloff" veran­staltete in Gemeinschaft mit dem Bund Deut- scherMädelim festlich geschmückten SaaleZum Hirsch" einen Kulturabend. An der Veranstal­tung wirkten noch der Spielmannszug der Gefolg­schaft und die Spielschar der Schar 1, Großen» Buseck mit. Mit dem Fanfarenmarsch, gespielt vom Spielmannszug und mit der Einbringung der Fah­nen wurde der Abend eröffnet. Dann folgte das Gedichtheraus wir Jungen" und das LiedRevo­lution". Nach einer weiteren musikalischen Darbie­tung sprach der Gefolgschaftsführer Karl Heintz (Winnerod) über das Schaffen und Wirken und über die Ziele der Hitlerjugend. Die Jungen er­mahnte er, weiterzukämpfen im Sinne unseres Füh­rers Adolf Hitler. Seine Worte wurden mit starkem Beifall ausgenommen. Nach einem weiteren Marsch des Spielmannszugs folgte das historische Stück Der Keller von Memel", das den Kampf der Deut­schen im Memellande schilderte. Anschließend wurde von der Spielschar ein WeihespielTreue zum Reich" aufgeführt. Nach einer Pause wartete der hiesige BDM. mit feinen Volkstänzen auf. Die Vor- führungen fanden regen Beifall. Im weiteren Ver­lauf des Abends gestaltete die Schar 3 Reiskirchen einen Heimabend, um den Eltern und Gästen einen Einblick in die Arbeit der HI. zu geben. Den Schluß der Veranstaltung bildete ein gut gelungener Heim­abend mit eigener Hauskapelle, der die Zuhörer sehr in seinen Bann zog. Alte Volkslieder begeisterten die Zuhörer, die selbst mit in den Gesang einstimm­ten. Zum Schluß nahm die Hitlerjugend Aufstellung und der Gefolgschaftsführer dankte den Erschienenen für ihren Besuch. Mit dem Treuegelöbnis zu unte­rem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler, mit dem Lied der Jugend, mit dem Fahnenausmarsch und dem Ausmarsch der Hitlerjugend fand der Abend seinen Abschluß. Die Veranstaltung hinterließ einen tiefen Eindruck.

* ha11enrod, 28. April, heute verun­glückte hier ein Bauarbeiter an seiner Arbeits­stelle. Mit Brustquetschungen mußte er durch die Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Gießen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

Kreis Büdingen.

S Nidda, 28. April. Auf Anregung des Lust-- schutzbundes, Ortsgruppe Nidda, wurde heute da­hier der LuftschutzfilmVolk in Gefahr" wiederholt oorgeführt und zwar bei sehr starker Beteiligung von hiesigen und auswärtigen Schulen, hiesigen und auswärtigen Bewohnern, der Arbeitsdienst­abteilung 2/225, des Werkluftfchutzes vom Sägewerk Himmelsbach, der Papierfabriken Moufang und Staffel in Ober-Schmitten, sowie sonstiger Vereini­gungen. Der unter Leitung von Dr. med. Fritz Koch stehende Kursus zur Ausbildung von Samariterinnen vom Roten Kreuz schloß am Sonntag in hiesiger Realschule mit einer Prüfung in theoretischen und praktischen Kennt­nissen, sowie der Verpflichtung der Teil­nehmerinnen ab.

Kreis Schotten.

0 Schotten, 28. April. Auf 30 Jahrs Schuldienst in unserer Stadt konnte die­ser Tage der Berufsschullehrer Emil h i tz zurück­blicken. Dom 23. April 1906 ab war er an der hiesigen Volksschule, von 1908 ab an der Real­schule tätig. Er nahm am Weltkrieg teil, zunächst als Kriegsfreiwilliger, dann als Offizier; er geriet in Kriegsgefangenschaft, aus der er im Jahre 1920 zurückkehrte; feit 1923 unterrichtete er an der Be­rufsschule. Der außerordentlich befähigte Pädagoge erfreut sich hier allgemeiner Beliebtheit, besonders auch durch seine unermüdliche Tätigkeit auf man­chen Gebieten des öffentlichen Lebens, und zwar als Vereinsführer des Kriegervereins und des Volksbildungsoereins, sowie als weithin bekanntes Vorstandsmitglied des Gesamtvereins des Vogels­berger Höhenklubs.

# Groß-Eichen, 28. April. Der hiesige Ob st - und Gartenbauverein hielt bei Mit­glied Karl Merz seine Jahreshauptversammlung ab. Der Vereinsführer Gärtner Wilhelm Bort begrüßte besonders die neuen Mitglieder. Die Mit­gliederzahl beträgt nunmehr 39 Personen. Der Ver­einsführer wies darauf hin, daß die durchgeführte Winterspritzung des Vorjahres von sehr gutem (Er­folg gewesen sei und ermahnte die Mitglieder, auch fernerhin die jährlichen Arbeiten an den Obst­bäumen gründlich durchzuführen. Die Versammlung wurde nach einigen weiteren Mitteilungen in der üblichen Weise geschlossen. Die hiesigen Ju­gend turn er sicherten sich im Mannschaftskampf für die Jugendturner der Kreise Büdingen und Schotten mit 299 Punkten nach Ober-Seemen mit 325 Punkten den zweiten Platz. Die Mannschaft setzte sich aus Jugendturnern zusammen, die erst zu Ostern die Schule verlassen hatten.

Kreis Alsfeld.

A Alsfeld, 28. April. In einer am vergange­nen Samstag abgehaltenen Kreisverfammlung hielt der Gaufachbearbeiter für Luftschutz im NSLB. Beyer (Frankfurt a. M.) einen Vortrag über das Thema:Die Schule im Dienste des Luft­schutze s". In Verbindung mit dem Vortrag lief vorher der FilmVolk in Gefahr". Der Redner wies in feinen Ausführungen darauf hin, daß sich die Jugend bewußt in den Dienst des Luftschutzes stelle. Es wurden die verschiedenen Möglichkeiten zur Auswertung im Unterricht gezeigt: Schüler­feuerwehr, Räumungstrupps, Meldetrupps ufw., Einbau des Luftschutzes in den Unterricht und Ver­tiefung durch Wiederholung. Bei sinngemäßer Aus­wertung kann der Luftschutzgedanke auch bei den Kleinsten gefördert und geweckt werden zur Er­reichung des Zieles: Schaffung einer abwehrbereiten Jugend.

j) Alsfeld, 28. April. Die hiesige Hitler- Jugend hatte zu einem Kolonialabend in das Deutsche Haus" eingeladen. Der Saal war dicht besetzt. Nach dem Fahneneinmarsch, nach Lied und Vorspruch begrüßte die Kolonialreferentin im Un­tergau 384, Flora A l l e n d o r f, die Teilnehmer. Alsdann sprach der Führer der Jugendbewegung in Südwestafrika Kurt Bütow über Deutsch-Südwest- afrifa. Der Redner erklärte, daß sie sich in Süd­westafrika nicht als Ausländsdeutsche fühlten, denn sie wohnten ja in Gebieten, die rechtmäßig zu Deutschland gehörten. Man solle deshalb auch nicht von denehemaligen" deutschen Kolonien reden. Aus der Fülle der lebensfrischen und interessanten Darstellungen des Redners ging hervor, daß die Kolonialidee in Südwestafrika aufrechterhalten wird, und man hat dort den Glauben, daß die Rückkehr zum Mutterland erfolgen wird. Der Richtstrahler des Deutschlandsenders nach Afrika sei jetzt die stärkste Verbindung mit der Heimat und eine große nationalsozialistische Tat. Stürmischer langanhalten­der Beifall folgte den hinreißenden Ausführungen des Redners. Mit dem Liede der Jugend schloß Der Abend.

Homberg, 27. April. Dieser Tage fand in der Gastwirtschaft Histerich die Hauptversamm»