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Erschließung des Vogelsbergs für KdZ -Urlauber.

Lpd. Lauterbach, 28. Febr. In der Arbeits­tagung der Kreisabteilung Lauterbach des Deutschen Gemeindetags machte der Beauftragte der NSDAP, für den Kreis Lauterbach, Gauinspekteur Pg. David Müller, längere Ausführungen über die Be­deutung des Vogelsbergs als Erho­lungsstätte des Rhein-Main-Gebiets.

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Handball:

1900 Gauliga - Tspo. 86/09 Kassel.

Zum Verbandsspiel empfangen die 1900er mor­gen nachmittag den Tuspo. 86/09 Kassel. Im Vor­spiel in Kassel errangen die Spielvereinigungsleute einen klaren Sieg. Das darf jedoch für die Ein­heimischen kein Grund sein, das morgige Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen, denn die Kasseler Mannschaft hat inzwischen mehrfach beachtliches Können an den Tag gelegt. Die 1900er sind dabei, nachdem Göing und Knop nicht mehr zur Ver­fügung sind, sich ein neues Mannschaftsgebilde zu schaffen. Im Sturm ist die Lösung durch Besetzung des Rechtsaußenpostens mit Höing soweit gefun­den. Für die Aufstellung der Läuferreihe ist man allerdings zunächst noch auf Versuche angewiesen.

Pokalspiel M.-Ä-1900.

Kein Resultat war geeigneter, die Spannung, mit der man dem Pokalspiel entgegensieht, zu steigern, als das vorsonntägliche Unentschieden. In diesem Spiele zeigten die VfBer im Sturm bedenkliche Schwächen und ihre Spielweise blieb, was Spiel­auffassung und variables Spiel anbetrifft, hinter der des gegnerischen Sturmes zurück. Allerdings war bei diesem Spiele zu berücksichtigen, daß für beide Mannschaften nichts auf dem Spiele stand und ihre einzige Aufgabe darin bestehen mußte, einen dem Auge gefälligen Fußball vorzuführen. Diese Spielweise dürfte im Pokalspiel durch die Tatsache, daß der Verlierer von der weiteren Teil­nahme an den Spielen ausgeschlossen ist, einem stärkeren körperlichen Einsatz und einem Kampfspiel weichen müssen. Bei den Platzbesitzern wirkt wieder Lehrmund mit, ein Umstand, der für die Läufer­reihe einen Vorteil bedeuten sollte.

Pokalspiele der Bezirkstage am Sonntag.

VfB.-Reichsbahn Gießen 1900 Gießen.

SB 05 Wehlar Niedergirmes. Disienberg Oberbiel.

Frohnhausen Naunheim. Dillenburg Burg.

Für die Ansetzung der Pokalspiele waren folgende Gesichtspunkte maßgebend: Durch Paarung von Gegnern innerhalb möglichst kleiner Bezirke sollen die Fahrtkosten der Gastmannschaften niedrig ge­halten werden. Weiterhin hatte der Verein mit einer geschlossenen Spielanlage den Vorzug. Es ist selbstverständlich, daß auf Grund dieser Voraus­setzung Lokalspiele zustande kommen müssen.

In Gießen ist der Ausgang offen und nur der Glücklichere wird die Oberhand behalten.

In Wetzlar sollten die Platzbesitzer sich gegenüber den Niedergirmesern siegreich behaupten können.

In Bissenberg ist ein klarer Sieg der Platzbesitzer zu erwarten.

Im Spiel Frohnhausen Naunheim muß der Ausgang als offen bezeichnet werden.

Dillenburg muß sich gewaltig strecken, wenn die Burger, die eine typische Kampfmannschaft darstellen, geschlagen werden sollen.

Jugendfuhball im VfV.-Reichsbahn.

Die 1. Jugend der Sportfreunde Wetzlar tritt zum Gesellschaftsrückspiel auf dem Waldsportplatze an. Das Vorspiel endete unentschieden. Die Aufgabe der Platzbesitzer ist es daher, zu beweisen, daß der Vorspielausgang die Spielstärke beider Mannschaf­ten nicht richtig wiedergibt und sie die tatsächlich bessere Mannschaft ist.

Die 2. Jugend von Großen-Linden ist bisher noch wenig in Erscheinung getreten, so daß der Ausgang des Spieles völlig ungewiß ist.

Die 1. Schülermannschaft spielt in Lollar. Beide Mannschaften kämpften bis jetzt mit wechselndem Erfolg.

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Sitzung der Ratsherren in Schotten'

CD Schotten, 28. Febr. Der Gemeinde- Voranschlag für das Rechnungsjahr 1936 wurde vom Bürgermeister vorgetragen und von den Ratsherren im einzelnen durchgegangen. Aus dem Vorjahr verblieb nach Abzug des Betriebs­kapitals ein verfügbarer Rechnungsrest in günsti­gem Ausmaß. Aus den städtischen Gebäuden wer­den 10 000 Mark vereinnnahmt, aus den Grund­stücken 5500 Mark, aus dem Wald 9000 Mark. Aus einem Mehrerlös soll eine am Stadtwald liegende private Waldparzelle angekauft werden. In den meisten Rubriken des Voranschlags hat sich gegen die Vorjahre kaum etwas geändert. Für die Jugend­fürsorge, HI., wurde ein größerer Betrag vorge­sehen, desgleichen für Straßenunterhaltung, zumal die Herstellung von Kleinpflaster in der Gederner Straße beabsichtigt ist. Eine Mehrausgabe erfor­dert Rubrik 36 Landwirtschaft durch die Einrich­tung der Bäuerlichen Werkschule. An Steuerein- gänaen sind die gleichen Beträge wie früher vor­gesehen. Die Verzinsung der Gemeindeschulden er-

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Bergfest wieder stark in Erscheinung treten und es zu einer überzeugenden Kundgebung für Volkstum und Heimat gestalten.

Hunderttausende schießen für das Winterhilfswerk.

Hochbetrieb wird am 15. März beim WHW.» Opfertag der Schützen auf allen Schießftändey Deutschlands herrschen. Alle deutschen Schützfen des Deutschen Schützenbundes, des Deutschen Kar- teils für Sportschießen und des Reichsverbandes Deutscher Kleinkaliberschützen-Verbände haben eine bestimmte Anzahl Schüsse mit der Kleinkaliber­büchse, Großkaliber oder Pistole abzugeben. Dafür sind 30 Pf. für das Winterhilfswerk und 5 Pf. an den Hilfsfonds für den Deutschen Sport abzuführen.

Im Vorjahre nahm eine große Zahl weiterer Volksgenossen teil und da weiterhin viele durch die Prüfung für das SA.- und Reichssportabzeichen zum Kleinkaliberschießen angeregt wurden, emp- stehlt Fachamtsleiter von Cleve rechtzeitige Füh- lungnahme mit den örtlichen Stellen der Partei, der SA. und SS. So besteht die Hoffnung, daß die 235 000 Mark für das WHW. 1934/35 und die 20 000 Mark für den Hilfsfonds in diesem Jahre nicht nur erreicht, sondern noch Überboten werden.

Dr. Witter von Halt in Berlin.

Der Führer der deutschen Leichtathletik und Or­ganisator der IV. Olympischen Winterspiele, Dr. Karl Ritter von Halt, ist in amtlicher Eigen­schaft nach Berlin berufen worden. Auf dem Ehren­abend der Münchener Sportler am Donnerstag verabschiedete sich Dr. Ritter von Halt von seinen bayerischen Sportkameraden. Er wird im Lause der nächsten Tage nach Berlin Übersiedeln.

Gottfried von Gramm fährt nach USA

Schon vor einiger Zeit hörte man von einer Amerikareise unseres Spitzenspielers und Weltrang, listenzweiten Gottfried von (Tramm. Es ist eine von den vielen Einladungen, die der deutsche Mei­ster und die deutsche Davispokalmannschaft nach ihren großen Erfolgen erhalten hat.

Im Spätsommer dieses Jahres, nach Beendigung der Spiele um den Davispokal, soll Gottfried von (Tramm die Reife nach den USA. zusammen mit Zwei oder drei weiteren deutschen Davispokalspielern antreten. Die Deutschen werden sich in den Ver­einigten Staaten zunächst an einigen kleineren Tur­nieren beteiligen und später dann an den Inter­nationalen Meisterschaften der Vereinigten Staa­ten von Nordamerika, die im September in Forest Hills ausgetragen werden, teilnehmen. Von hier aus werden die deutschen Spieler nach Kalifornien reifen, wo die Pazifik-Meisterschaften entschieden werden. Die Rückreise nach Deutschland wird an­fangs November angetreten.

Weltmeisterschaften der Eiskunstläufer.

Fast unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurden am Freitagabend im Pariser Sportpalast die Pflicht- Übungen zu den Weltmeisterschaften im Eiskunst- laufen der Männer durchgeführt. Unter den 17 Teil­nehmern aus neun Nationen befand sich kein deut- scher Vertreter, da sich Ernst Baier nur am ' Paarlaufen beteiligen will. Nach den Pflichtübun­gen liegt der seit 1929 ungeschlagene österreichische Weltmeister Karl Schäfer in Front vor dem Engländer Graham Sharpe und Felix Kaspar- Oesterreich.

Zwei neue Schwimm-Weltrekorde der Frauen.

In Amsterdam fielen am Donnerstagabend wieder zwei Frauen-Weltrekorde im Schwimmen. Willie den Ouden schwamm 100 Meter Kraul m 1:04,6 und verbesserte damit ihren am 15. April ausgestellten Weltrekord um zwei Zehntel Sekunden. Rie Mastenbroek unternahm dann einen erfolg­reichen Angriff auf den Weltrekord im 100-Meter- Rückenschwimmen, den seit Januar 1935 die Amc- rikanerin I a r r e t - Holm mit 1:16,3 gehalten hatte. Auch dieser Versuch gelang, Rie Mastenbroek schwamm 1:15,8. Die beiden holländischen Europa­meisterinnen haben damit einen ausgezeichneten Beweis ihrer augenblicklichen Hochform gegeben.

aus.

Sportverein 1928 Garbenteich.

Wiederum steht am Sonntag der Sportverein Garbenteich mit drei Mannschaften in den Punkt­spielen. Die 1. Elf bestreitet ihr letztes Verbandsspiel gegen die gleiche von Großen-Linden. Das Vorspiel gewannen die Blauweißen auf dem Platz des Geg­ners mit 8:1 Toren. Großen-Lindens Mannschaft hat aber inzwischen an Spielstärke gewonnen. Die Gäste werden alles aufbieten, um diesmal ehrenvoller ab­zuschneiden. Jedoch auch die Einheimischen wissen, ^orum es geht. Denn durch einen Sieg ist die Mei- sterschast der 2. Kreisklasse Gruppe A für sie end- A ei? gesichert. Die Platzbesitzer treten in folgender Aufstellung an: O. Stumpf; Mohr, Schäfer; Weigel, A. Stumpf L, Becker; Schmidt, L. Feuster, A. Stumpf II., W Stumpf, A. Feuster.

<nfn*tfnMU9enl)r-t'rttt l.n Daubringen zum fälligen 0"' Sie wird auf dem dortigen Platz einen schweren Stand haben. Zu einem Siege sollte ~~ Die Jüngsten des Vereins b?er ®$uJereIf der Spielvereinigung 1900. Das Vorspiel endete unentschieden. Die Platzelf sollte

aber einen Sieg erringen können. Die letzten Ergeb­nisse der Schüler von Garbenteich waren gut.

Z.-Sp.-D. 1926 Steinbach.

Am morgigen Sonntag erwartet Steinbachs 1. Elf die gleiche der Spieloereinigung Leihgestern. Beide Mannschaften lieferten sich bisher stets spannende Kämpfe. Leihgestern spielt eine Klasse höher und sollte in dem bevorstehenden Kampf den Sieger stellen können. Die Steinbacher tun deshalb gut, den Kampf von vornherein ernst zu nehmen. Ein Unent­schieden wäre ein schöner Erfolg.

HandballimKreisLahn-Oill(GauXU)

Die Pflichtspiele in den unteren Klassen sind bis auf die Entscheidungsspiele in der II. Kreisklasse und in der Jugend restlos erledigt. Die Bezirks­klasse hat noch einige Spiele zu bestreiten, die aber mit Ausnahme des Großkampfes Tv. Wetzlar gegen Tv. Lützellinden kaum noch einen wesentlichen Ein­fluß auf die Gestaltung der Tabelle nehmen wer­den. Wer mit den größeren Aussichten in diesen Kampf geht, ist klar. Denn Lützellinden muß aber­mals reichen Ersatz einstellen, so daß es ihm kaum gelingen wird, den Gästen den Sieg und damit die Staffelmeisterschaft streitig zu machen. Vielleicht gelingt aber der Wurf trotzdem. Dann allerdings wird ein Entscheidungsspiel auf einem neutralen Platz erforderlich, weil beide Mannschaften in die­sem Falle punktgleich stehen. Neben diesem Treffen steht noch ein Spiel Tv. Roth Mtv. Gießen auf dem Spielplan. Wenn auch die Gießener am letz­ten Sonntag keine überragende Leistung zeigten, so ist immerhin zu erwarten, daß sie die Platzbe­sitzer ziemlich sicher niederringen werden.

Der Freundschaftsspielbetrieb setzt mit dem Eintreten wärmeren Wetters stark ein. So ist bereits eine ganze Reihe von interessanten Treffen abgeschlossen, wovon die wichtigsten genannt werden sollen:

Tv. Hörnsheim Tv. Heuchelheim: In diesem Spiel wird sich zeigen, was Heuchelheim in der Bezirksklasse gelernt und in welcher Weise sich gleichzeitig Hörnsheim entwickelt hat. Die Ein­heimischen sind auf ihrem eigenen Platz immer gefährlich und sollten deshalb unter normalen Ver­hältnissen den Gästen das Nachsehen geben. Vorher treffen sich die beiderseitigen Jugendmann­schaften.

To. Hochelheim To. Grüningen komb.: Das Vorspiel konnte Hochelheim knapp aber sicher gewinnen. Nach Lage der Sache ist mit einem hohen Sieg der Platzbesitzer zu rechnen, die ihre Mannschaft gegenüber dem Vorspiel sicher wesent­lich verstärken werden.

Tv. Nauborn To. Dorlar: Auf den Ausgang dieses Treffens ist man allgemein ge­spannt. Nauborn wird alles daransetzen, um gegen den eine Klasse höher spielenden Gegner ehrenvoll zu bestehen.

Tv. Katz en für t SpV. 05 Wetzlar. Den Wetzlarern werden kaum Chancen bleiben.

To. Garbenheim To. Niedergirmes: Mit vier Mannschaften werden sich die beiden obi­gen Vereine am kommenden Sonntag in Garben­heim gegenüberstehen.

2Ufv. i. u. 2. 3gb. Tv. Lang-Göns 1. u. 2. 3gb.

Die beiden Jugendmannschaften des Männer­turnvereins empfangen am morgigen Sonntag auf eigenem Platze die gleichen des Turnvereins Lang- Göns zum Freundschaftsspiel. Die 1. Jugend der Gäste konnte in der vergangenen Verbandsrunde Staffelsieger werden. Die 'Mt'ver müssen sich daher sehr anstrengen, um ein einigermaßen anständiges Ergebnis zu erzielen. Die 2. Jugendmannschaften standen sich bis jetzt noch nicht gegenüber.

Das Feldbergfest 1936.

Für die Abhaltung des 83. Feldbergfestes, dieses ältesten deutschen Bergfestes, sind nunmehr der 11. und 12. Juli 1936 festgelegt worden. Die Wett­kämpfe sind r e i ch s o f f e n für alle Vereine des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen.

Die altüberlieferte volkstümliche Wesensart und der Gedanke des neuen Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen werden auch bei dem diesjährigen

Parasiten des Wildes, die erste dieser Art, hat den Anstoß zur Gründung eines Instituts für Jagd- kunde in Berlin gegeben. Aus allen Teilen Deutsch­lands wird diesem Institut in Gießen Fallwild in großer Menge eingeschickt, um dessen Todesursache festzustellen. Dadurch wird eine Uebersicht über die Verbreitung der Wildseuchen gewonnen und die wissenschaftliche Unterlage für Untersuchungsmaß­nahmen geschaffen. Mit dem Studium der Wilo- krankheiten ist auch durch Geheimrat Olt die Lehre von der Wildseuchenbekämpfung theoretisch und praktisch in Fluß gekommen.

Das Institut für animalische Nah - runasmittelkunde hat die bakteriologischen Fleiscyuntersuchungen für die Provinz Oberhessen und die angrenzenden preußischen Gebietsteile vor­zunehmen. Ferner obliegt diesem Institut die Lehre über Milchkunde, Milchwirtschaft und über die Kunde von den animalischen Nahrungsmitteln mit­tels theoretischer Vorlesungen und praktischer Kurse. Hier wird also eine Tätigkeit ausgeübt, die in erster Linie dem Schutze der menschlichen Ge­sundheit auf dem Gebiete der von den Tieren stam­menden Nahrungsmittel dient.

Das Veterinärhygienische und Tier- seuchen-Jnstitut dient in erster Linie der Lehre und Forschung auf dem Gebiete der Tier­seuchen, der Mikrobiologie, der Veterinärpolizei und der Gesundheitspflege. Daneben erfüllt es als Untersuchungsinstitut Aufgaben für die praktische Tierseuchenbekämpfung. Außer den veterinärpolizei­lich bekämpften und den wirtschaftlich wichtigen Tierseuchen und seuchenhaften parasitären Krank­heiten der Großtiere werden hier die Seuchen des Geflügels, der Pelztiere, der Bienen und der Fische berücksichtigt. Der Hauptbau des Instituts an der Frankfurter Straße enthält zahlreiche Unterrichts­und Sammlungsräume, ferner die notwendigen Räumlichkeiten für die Forschungsarbeiten, die Untersuchungen usw. Vom Hauptbau räumlich ge­trennt sind im Hose drei Nebengebäude errichtet; deren einer für die Arbeiten mit hochinfektiösen oder gefährlichen Seuchen ist so ausgestattet, daß er voll­ständig isoliert werden kann und hier Arbeiten un­abhängig vom Hauptbau möglich sind; ein weiteres Gebäude mit anschließenden Ausläufen dient der Unterbringung von großen und kleinen Versuchs­tieren; das dritte Gebäude nimmt die gesunden großen und kleinen Tiere auf, die später für Ver­suche bestimmt sind, ferner können hier auch kleine Versuchstiere gezüchtet werden. Wenn man sich ver­gegenwärtigt, daß der Wert der deutschen Viehbe­stände nach der amtlichen Statistik für das Jahr 1932 etwa 8,6 Milliarden Mark beträgt, der aus ihnen entspringende Gesamtwert der Fleisch-, Milch-, Geflügel- und Wollerzeugung sich auf 7,6 Milliar­den Mark beziffert, die Arbeitsleistung der Rinder und der in landwirtschaftlichen Betrieben beschäf­tigten Pferde mit etwa 2,5 Milliarden Mark zu veranschlagen ist, mithin sich ein Gesamtwert der deutschen Tierhaltung von rund 18,7 Milliarden Mark ergibt, so kann man sich ohne weiteres ein eindrucksvolles Bild machen von der überragenden Bedeutung, die der Arbeit der Veterinärhygiene und der Tierseuchenbekämpfung auch im Rahmen unseres Gießener Institutes zukommt, und man er­kennt weiter, welche großen Werte der deutschen Volkswirtschaft auch an dieser Stätte der Wissen­schaft betreut werden.

3ugendfußball der Spielvereinigung 1900.

Der Gast der 2. Jugend, Turnverein Wieseck, sollte für .die Blau-Weißen ein schwerer Gegner sein, der sich den Sieg so leicht nicht nehmen lassen wird. Die Mannschaft sollte trotzdem bemüht sein, ein ehrenvolles Ergebnis zu erkämpfen.

Die erste Schülerelf bestreitet das erste Spiel der Rückrunde der Pflichtspiele gegen Garbenteichs 1. Schülerelf. Das Vorspiel auf dem Trieb endete unentschieden. Es ist fraglich, ob es den kleinen 1900ern gelingen wird, auf dem Platz des Gegners einen Sieg zu errinaen.

Ein Freundschaftsspiel der 2. Schülermannschaft steigt in Watzenborn-Steinberg, wo man die Blau- Weißen in Front erwarten soll. Es wird jedoch aller Eifer notwendig sein.

Zußballabteilung des Tv.l 846 Gießen.

DfV. Krofdorf TV. 1846 I.

Die vorstehende kurze Aufzählung der Arbeits­gebiete der einzelnen Institute darf den Leser nicht etwa zu dem Glauben veranlassen, daß bei diesem Umgang der Menschen mit Tieren die Wissenschaft allein mit ihrem Ziel der Erschließung neuer Er­kenntnisse und deren Weitergabe an die Studieren­den die Hauptsache sei. Das Verhältnis zwischen den Menschen und der stummen Kreatur in diesen Instituten ist vielmehr auf dem fruchtbaren Boden der Tierliebe und der menschlichen Hilfsbereitschaft für die Tierwelt aufgebaut. Dabei tritt schon von Anfang an eine außerordentlich herzliche Gemein­schaft zwischen Mensch und Tier zutage, die den Außenstehenden immer wieder überrascht. Wenn man als Augenzeuge sieht, wie die ärztlichen Hel­fer unserer Haustiere und die Wärter der einzelnen Tierställe z. B. mit den Hunden von vornherein gut Freund sind, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß hier zwischen den Menschen und den Tieren ein wunderbares Zueinanderströmen der Empfindungen des Herzens und der Regungen der Seele obwaltet. Wohl jeder andere Mensch würde es sich mehrmals überlegen, ehe er auf den ersten Anhieb hin sich mit einem großen Hunde, oder auch mit einem kleineren ungemütlichen Ver­treter dieser Tiergattung gewissermaßen auf du und du stellen würde; dort in der Veterinärklinik aber kommt das Herrchen oder das Frauchen mit dem Hunde rat- und hilfesuchend an, liebevoll nehmen die ärztlichen Helfer und die Wärter den Vierfüß­ler in Empfang, und alsbald ist zwischen beiden Teilen gute Freundschaft geschlossen, auch wenn Herrchen und Frauchen schon längst wieder gegan­gen sind. Man muß selbst erleben, mit welcher Freude die sonst oft unbändigen und widerborstigen Hunde ihre ärztlichen Betreuer und ihre Wärter begrüßen, sobald sie sich nur blicken lassen, und mit welchem unbedingten Gehorsam sie ihnen anhangen. Wer das gesehen hat, wird nicht mehr behaupten wollen und können, die stumme Kreatur habe keine Seele. Wie innig diese Freundschaft zwischen Mensch und Tier zutage tritt, ist z. B. auch in einer Tier­erzählung für Kinder geschildert worden, in der die Verfasserin den früheren langjährigen Tierwärter Kruger unserer Gießener Veterinärkliniken zu einer Hauptperson ihrer von wärmster Tierliebe erfüllten Erzählung macht. Und so wie beispiels­weise m den Hundehäusern ist in allen anderen Ställen der Veterinärkliniken ein herzliches, liebe­volles Verhältnis zwischen den Helfern und Pfle­gern der Tiere einerseits und den Vierfüßlern an­derseits oberstes Gesetz während der ganzen Dauer des gemeinsamen Lebens innerhalb der Kliniken.

Unter Nutzbarmachung aller Hilfsmittel wird aber aurf) von den Männern der Wissenschaft in unseren Vetermarkliniken und von ihren Arbeitskameraden des handeschaffenden Wirkens in den Ställen alles Zetan, was überhaupt nur möglich ist, um der hilfsbedürftigen stummen Kreatur Heilung oder Lin­derung von Krankheit und Gebrechen zu bringen Dabei wird in glücklicher Weise der Zweck der Hilfe und des Heilens verbunden mit den Erfordernissen der wissenschaftlichen Forschung und der Lehre, da- mit die gegenwärtige Generation den kommenden Geschlechtern von Mensch und Tier Gutes weiter­reichen kann zum Nutzen für ihr Dasein und zum Wohle der Gesamtheit So wird in unseren Gie­ßener Veterinärkliniken, die in vielfacher Weise in enaer Verbindung mit Mensch und Tier in Stadt und Land Zusammenarbeiten und dadurch volksver­bunden in des Wortes bester Bedeutung sind, von den Arbeitern der Stirn und der Faust wertvoller Dienst in der Gegenwart und für die Zukunft un­seres Volkes geleistet.

Die 2. Schülermannschaft spielt gegen Linden. Ein knapper Sieg für die Gieße, im Bereiche der Möglichkeit.

fordert einen Betrag von rund 22 000 Mark. An Gemeindeumlagen werden 47 500 Mark (im Vor­jahre 48 500 Mark) vorgesehen. Der Voranschlag ist damit ausgeglichen. Der Gemeinderat nahm ihn unbeanstandet an.

Eine Reihe weiterer Gemeindeangelegenheiten wurde noch behandelt, die Märkteangelegenheit, Ka- russellplatze usw. besprochen. Ein Gesuch eines Landwirts um Verkauf städtischen Geländes wurde zuruckgestellt, da die Frage z. Z. noch nicht spruch­reif ist. Der Aufgang zum Krankenhaus soll durch Anlage von Betonstufen verbessert werden. 3um ®QUsDor^aAen des VHC. auf dem Hoherodskopf roeröen iOO TOarf bewilligt. Ein Haus der Jugend (für HI Söffl., Jungvolk) voraussichtlich in Form eines Blockhauses soll auf Anregung der Kreislei- tung errichtet werden. Der Gemeinderat begrüßt das Vorhaben wärmstens und sagt weitgebende Unterstützung, Stellung des Bauplatzes am Bock­zahl in der Nähe des Sportplatzes zu. Näheres über Oie Durchführung des Baues wird noch geregelt. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer wird' die Sitzung geschloffen.

^aselmarkt in Butzbach.

a d), 29. Februar. Am Donnerstag, dem 19. Marz, findet hier wie aus dem heutigen An- ze,genteil hervorgeht der Butzbacher Faselmarkt statt, mit dem eine Prämiierung und eine Verlosung verbunden ist. Auf die Anzeige sei besonders hin- gewiesen.

Landkreis Gießen.

8Großen-Buseck,28. Febr. Auf Anregung des Kreismänneroereins vom Roten Kreuz hat sich hier eine Sanitätskolonne gebildet, deren Ausbildung in den Händen von Dr. Gengnagel liegt, der bereits im Weltkrieg und in den nach­folgenden Jahren den Unterricht der Samariterin­nen vom Roten Kreuz in mehreren Kursen geleitet hat. Die junge Sanitätskolonne erhielt am vorigen Sonntag in stattlicher Anzahl den Besuch der Ko­lonne Gießen und konnte bei dem gemütlichen Zu­sammensein die edlen Ziele, die guten Erfolge der Gießener Kolonne bei der letzten großen Besichti­gung und den schönen kameradschaftlichen Geist, der in der Kolonne herrscht, kennenlernen. Möge auch die hiesige Kolonne nach erfolgter Ausbildung ebenfalls ein wertvoller Bestandteil des Roten

Am morgigen Sonntag empfängt die erste Fuß­ballmannschaft des TV. 1846 Gießen die gleiche vom VfB. Krofdorf zum fälligen Verbandsspiel. Der Sieger aus diesem Spiel wird Meister der Gruppe B und steigt in die erste Kreisklasse auf. Die Leistungen der Turner in der letzten Zeit wa­ren recht gut und man sollte ihnen einen Sieg über

Der Vogelsberg solle wenn es vielleicht in diesem Sommer nicht mehr möglich sein sollte, so bestimmt im nächsten Jahr in weitgehendstem Maße für Urlaubsfahrten der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" erschlossen werden. Das setze aber die Mit­arbeit aller Bürgermeister voraus. Sie sollten vor allem die im Vogelsberg noch in reichem Maße vor­handenen Zeugen der germanischen und vorgeschicht- '«v |umc lyiicn einen aieg Uver > erhalten und mit allen Mitteln das

Krofdorf unbedingt zutrauen, zumal sie den Gegner § raßenbild der Orte und vor allem das Landschafts- ~..S -----" bild m ferner herrlichen Natürlichkeit und Urwüchsig­

keit pflegen. Die Erschließung des Vogelsbergs

auf eigenem Gelände empfangen. "

©or diesem Entscheidungsspiel trägt die erste L , v. ~ , / -

Handballjugend ein Freundschaftsspiel gegen die ?uJ*?,er NSG.Kraft durch Freude" sei nicht zu­gleiche Mannschaft des To. Allendorf a. d Lumda M 'ur feme Bewohner von größter wirtschaftlicher - ' Bedeutung.