Kr. 174 Erstes Blatt
186. Jahrgang
Dienstag, 28. Juli 1956
Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monats-Bezugspreis:
Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1-80 Zustellgebühr.. , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt
Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Eiehen postschecttonto:
Frankfurt am Main 11686
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Drittfi und Verlag: vrühl'sche Univerfiläts-Buch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittags
Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/o mehr.
Ermahigte Grundpreise:
Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B
so können wir das nicht mit irgendwelchen schwer-
unserem Lande ge-
Ernst Wilhelm Bohle.
Heil Hitler!
e
treffen, und dann einmal über die
sorgen dafür, daß dasselbe in macht wird.
Wir werden ein Abkommen
wandern die Arbeiter auch
Die vom Führer als erste Hilfe für die deutschen Flüchtlinge aus Spanien zur Verfügung gestellten 50 000 Mark sind als erste Einzahlung diesem Hilfsfonds für die geschädigten Spanien-Deutschen zugeleitet worden.
vollkommen vernichtet. Familien sind auseinandergerissen, und keiner weiß, wie sich die Verhältnisse in den nächsten Tagen und Wochen noch gestalten werden. Die in Deutschland eintreffenden Flüchtlinge werden in fast allen Fällen nur bcß besitzen, was sie am Leibe tragen.
hier ist die Unterstützung der ganzen Ration dringend erforderlich. Die wir das Glück haben, in einem neuen Deutschland der Ordnung und des Friedens zu leben, dürfen und werden die deutschen Volksgenossen und die deutsche Jugend nicht vergessen, die außerhalb der Grenze leben und ihrer Heimat die Treue halten.
Ich bitte, Spenden auf das Konto „Hilfsfonds für die geschädigten Spanien-Deutschen" bei der Berliner Stadtbank, Berlin, einzuzahlen. Das Wort von der nationalsozialistischen Schicksal s g e m e i n s ch a f t, die alle Deutschen diesseits und jenseits der Grenzen umfaßt, wird sich aus diesem traurigen Anlaß wieder bewahrheiten.
für die Unterbringung der Flüchtlinge.
Aus ihren Erzählungen ergibt sich ein erschütterndes Bild der Revolutionstage. Einer der Flüchtlinge schilderte anschaulich, wie es ihnen gelungen sei, aus dieser Hölle zu entkommen. Auf einem amerikanischen Dampfer wurden sie zunächst nach Marseille gebracht, wo sie ihre Reise mit dem Zug nach Kehl fortsetzten.
Unter den in Kehl Eingetroffenen befindet sich auch die Verwalterin des Ortsgruppenheimes der DAF. in Barcelona, das vollständig zerstört worden ist. Der bewaffnete Mob war unter Führung jüdischer Kommunisten achtmal in das Ortsgruppenheim und ihre Wohnung, in der auch die Geschäftsräume der DAF. untergebracht waren, eingedrungen. Auch deutsche Emigranten befanden sich unter den Eindringlingen. Die Banden zerstörten die gesamte Einrichtung und nahmen sie teilweise mit. Sie drohten die Verwalterin zu erschießen, wenn sie die Adresse des Landesgruppenleiters der NSDAP, nicht angeben würde. Sie drohten sogar, sie mit Petroleum zu übergießen und sie anzuzünden. Sie übergossen die Frau dann tatsächlich mit Petroleum und schleiften sie auf die Straße. Nur dem energischen Eingreifen des Nachbarn ist es zu verdanken, daß sie noch am Leben ist.
In den Berichten des „Führer" heißt es zum Schluß: Wir Deutschen, so erklärten die in Kehl angekommenen Flüchtlinge einmütig, haben die Verfolgung unserer Organisation, die sich in keiner Weise in die Politik des Gastlandes eingemischt hatte, in erster Linie den aus Deutschland emigrierten Juden zu verdanken, die, wo sie nur konnten, gegen uns hetzten. Erst in den letzten Wochen wurde in einem Aufsatz einer Pariser Zeitung in verleumderischer Weise verkündigt, daß sie militärische Spionage getrieben habe und in engster Verbindung mit der Organisation der spanischen Faschisten stunde. Nur diesen fortgesetzten Verleumdungen ist es zuzuschreiben, daß wir Deutsche jetzt den schwersten Verfolgungen ausgesetzt und unseres Lebens keine Stunde mehr sicher waren und daher zur Flucht gezwungen wurden.
Vor der Hinrichtung gerettet.
R o m , 27. Juli. (DNB.) An Stelle der Nachrichten über die Kämpfe in Spanien berichtet die römische Presse am Montagabend eingehend über die Ankunft des ersten italienischen Flüchtlingsdampfers Genua, mit dem auch mehrere hundert Deutsche in Sicherheit gebracht worden sind. Ausführlich wird auf Grund der Erzählungen der geretteten Flüchtlinge über die Schreckenstage von Barcelona berichtet, wobei auch das energische Eingreifen des italienischen Generalkonsuls Grossi erwähnt wird, dem es zu verdanken sei- wenn Kreisleiter Hellermann von Barcelona der Hinrichtung durch die Kommuni st en entging. Kreisleiter Hellermann habe selbst italienischen Journalisten gegenüber diese Tatsache festgestellt.
Mit Genugtuung wird der Dank der deutschen Presse für das erfolgreiche italienische Hilfswerk zugunsten deutscher Staatsangehöriger verzeichnet. Im übrigen findet die aus London und anderen Hauptstädten gemeldete steigende Beunruhigung über die blutigen Ereignisse in Spanien stärkste Beachtung.
Einstellung des Postpaketverkehrs nach Spanien und den Balearen.
Berlin, 28. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Mitteilung des Reichspostministeriums ist der Paketverkehr nach Spanien und den Balearen eingestellt worden.
Oie Regierung von Bourgos bemüht sich um Anerkennung.
London, 28. Juli. (DNB. Funkspruch.) Reuter behauptet in einer Meldung aus Lissabon, daß die Militär-Regierung in Bourgos bereits an das Ausland mit dem Ersuchen herangetreten sei, die Regierung von Bourgos als die gesetzliche Regierung anstatt der Madrider anzuerkennen.
ür Freizeit und Erholung übermittelt haben, danke ich Ihnen bestens. Ich erwidere sie herzlich und wünsche auch weiterhin Ihrer Arbeit reichen Erfolg.
Adolf H i t l e r."
Weltkongreß für Freizeit unö Erholung wird Oauereinrichtung.
Hamburg, 27. Juli. (DNB.) Auf der Reichstagung der NSG. „Kraft durch Freude" anläßlich des Weltkongresses für Freizeit und Erholung hielt Reichsleiter Dr. Ley eine Rede, in der er einleitend mitteilte, daß der nächste Weltkongreß ür Freizeit und Erholung in zwei Jahren in Rom stattfinden soll. Er sei darüber froh, denn Italien sei das Land, das auf diesem Gebiet viel getan habe und dadurch geehrt zu werden verdiene, daß es die Völker besuchen und sehen, was dort geschehen fei.
Dr. Ley kündigte weiter an, daß der Weltkongreß zu einer Dauereinrichtung werde. Ein ständiges Büro sott die einschlägigen Fragen bearbeiten und für den Austausch der Erfahrungen Sorge tragen.
„Wenn wir gern unsere Arbeiter in südliche Regionen bringen wollen", fo sagte Dr. Ley dann,
Madrid, 28. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die Lage der Deutschen in Madrid bietet bisher keinen Anlaß zur Besorgnis. Etwa 700 deutsche Volksgenossen, insbesondere aus den unruhigen Stadtvierteln, haben sich in den Schutz der deutschen Botschaft begeben, die geräumt und von einem großen Garten umgeben ist. Dank der unermüdlichen Fürsorge des deutschen Geschäftsträgers Dr. Schwendemann und dank der vorbildlichen Disziplin, des Kameradschaftsgeistes und der gegenseitigen Hilfsbereitschaft ist das Leben in dieser großen Familie vorzüglich organisiert.
Lebensmittel- und Wasservorräle reichen für längere Zeit aus. hilfsbereite Hausfrauen der deutschen Kolonie haben eine Küchengemeinschaft gebildet und sorgen für das leibliche Wohl. Die Kinder der zahlreichen deutschen Familien find in einem unter der Leitung von Erzieherinnen stehenden Kindergarten zusam- mengefaht, der in dem schattigen Park des Botschaftsgebäudes eingerichtet worden ist. Sorglos gesungene Kinderlieder machen den Ernst der Stunde vergessen. Ein gut organisierter Kraftwagendienst, der von deutschen Krafl- wagenbesihern versehen wird, unterhält eine ständige Verbindung zwischen der Botschaft und den in der Stadt wohnenden Deutschen, so daß das Wohlergehen auch dieser Volksgenossen jederzeit beobachtet werden kann. Die spanische Regierung hält mit der deutschen Botschaft gute Beziehungen aufrecht. Sie stellte mehrere Polizeibeamte zur Verfügung, die bei Tag und Rächt für die Sicherheit der deutschen
Botschaft sorgen.
Da das Stadtbild von Madrid in den letzten Tagen in zunehmendem Maße normal wird, hat sich ein Teil der deutschen Volksgenossen aus der Botschaft wieder in die Wohnungen zurückbegeben.
fälligen Apparaten ausführen. Das könnte man aber etwa auf dem Wege machen, daß wir z. B. unseren italienischen Freunden, die in Hamburg waren, schreiben: Wir haben das und das vor und wollen zusammenkommen, um darüber zu verhandeln. Sie sorgen dafür, daß wir billige Tarife auf den italienischen Eisenbahnen bekommen, und wir
Deutscher Protest in Madrid.
Berlin, 27. Juli. (DRV.) Die deutsch
Die deutsche Kolonie in Madrid liefert einen praktischen Beweis für die Wirksamkeit des wahrer Volksgemeinschaft innewohnenden Geistes.
Heist den geschädigten Spanien-Deutschen!
Ein Ausruf des Leiters der Auslandsorganisation der Partei.
Grenzen hinüber, die Italiener nach Deutschland, die Deutschen nach Italien, die Franzosen nach Deutschland und wir nach Frankreich, die Belgier nach Deutschland und umgekehrt, oder nach Holland oder nach England. Sollte das nicht möglich sein? Das wird es in einigen Jahren geben!
Wir wollen keine neue Internationale aufrichten, das möchte ich zum Schluß klarlegen. Es ist nicht mein Ehrgeiz, die Internationale Dreieinhalb zu gründen. Aber wir stehen am Beginn einer neuen Epoche sozialistischer Arbeit in der Welt.
Die Lage der Deutschen in Madrid
Bis jetzt zufriedenstellend.
Deutsche Volksgemeinschaft über Länder und Meere
Ein eindrucksvolles Bekenntnis auslandsdeutscher Arbeiter.
Reichsletter Dr.Ley
wies dann einleitend darauf hin, daß viele von den heute in Hamburg weilenden auslandsdeutschen Volksgenossen hinausgegangen seien in einer Zeit, als die besten des Volkes an Deutschland gezweifelt hätten, und schilderte dann den großen Umbruch im Denken, Fühlen und Sein des deutschen Volkes.
„heule sieht man in Deutschland in jedem Volksgenossen den Bruder. Wir haben den Glauben an uns selbst wieder gewonnen. Wir glauben wieder an unser Volk und sind unbändig glücklich darüber. Wenn wir früher unser Vaterland gar nicht empfunden, gar nicht gekannt haben, heute haben wir es wiederge
funden. Wir haben wieder eine Heimat."
Der brausende und zuweilen minutenlang anhaltende Beifall der Ausländsdeutschen unterbrach wieder und wieder die Worte Dr. Ley s. „Wenn auch noch große Aufgaben unser harren, eines haben wir geschaffen:
Lin neues deutsches Volk!" (Stürmische Beifallskundgebungen.)
Der Schöpfer der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" wünschte den auslandsdeutschen Volksbrüdern und -Schwestern während ihres Deutschland- Aufenthaltes Tage der Gemeinschaft, der Freude, der Erbauung. „Sie können sich", so ruft er den Gästen zu, „heute wieder über ihr Vaterland freuen."
Sie können wieder draußen mit Stolz bekunden: „Ich bin ein Deutscher". Deutschland hat einen Krieg verloren, aber es hat eine Revolution gewonnen. (Jubelnder Beifall.) Keiner kann leugnen: Deutschland ist besser und schöner geworden. Deutschland erneuert und die Wiedergeburt unseres Volkes vorbereitet und durchgeführt zu haben ist allein das Verdienst A d o l f h i t l e r s und feines starken Glaubens an fein Volk.
Das Sieg-Heil des Reichsorganifationsleiters auf den Führer Adolf Hitler fand bet den Vertretern des gesamten schaffenden Auslandsdeutschtums begeisterten Widerhall. Stehend hörten dte Gaste den Badenweiler Marsch.
Der Führer an die KdF.
Berlin, 27. Juli. (DNB.) Reichsorganisations- leiter Dr. Ley hat vom Weltkongreß für Fretzett und Erholung an den F ü h r e r und Reichskanzler das nachstehende Telegramm gerichtet:
„Im Rahmen des Weltkongresses für Freizel und Erholung sind in Hamburg die ve^ntwortttchen Parteigenossen der Nationalsozialtstischen Gemeinschaft „Kraft durch Freude" aus dem ganzen Re ch, aus allen Gauen und Kreisen zu ihrer zweiten Reichstagung versammelt. Das Fest der Volker nimmt einen herrlichen Verlaus. Es wurde zum Fest der Freude. Wir sind glücklich und stolz, unseren ausländischen Gästen die Erfolge des neuen Deutschland zeigen zu können. Wir grüßen unseren Führer in Liebe und Treue und danken ihm dafür, daß er uns die „Kraft zur Freude" gegeben> hat-
Heil Hitler! Dr. Robert L e y.
Der Führer und Reichskanzler hat geantwortet: x
„Für die Grüße, die Sie mir namens der verantwortlichen Parteigenossen der Natlonalsozlalistlschen Gemeinschaft „Kraft durch Freude" vom Weltkongreß
Berlin, 27. Juli. (DNB.) Der Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, hat im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers, dem Reichsminister des Innern und dem Reichsschatzmeister der NSDAP, am Montag einen Hilfsfonds für die geschädigten Spanien-Deutschen ins Leben gerufen. Gauleiter Bohle wendet sich mit folgendem
Ausruf
an die deutsche Öffentlichkeit mit der Bitte, unserendeutschen Brüdern und Schwestern in Spanien zu helfen:
Der Bürgerkrieg in Spanien hat Tausenden von deutschen Volksgenossen Hab und Gut genommen. Hunderte mußten aus Spanien unter Zurücklassung ihrer ganzen Habe flüchten und treffen täglich vollkommen mittellos in der Heimat ein.
Pflicht der Heimat ist es, diesen geschädigten Volksgenossen in nationalsozialistischer Kameradschaft beizusiehen und ihr Los nach Kräften zu erleichtern.
Das Elend unter den Deutschen wird täglich größer und ergibt in seinen Auswirkungen bereits heute ein ganz erschütterndes Bild. Schon find Opfer an Leben zu beklagen. Zahllose Existenzen, die in mühseliger, jahrelanger Arbeit aufgebaut wurden, sind
Genua gebracht hatte. Zur Begrüßung hatten sich im Münchener Hauptbahnhof Reichsstatthalter Ritter von Epp, Ministerpräsident Siebert und Gauleiter Wagner eingefunden. Während der Verpflegung im Wartesaal richtete der Reichstatthalter herzliche Begrüßungsworte an die Flücht- linge, unter denen sich viele Frauen und Kinder befinden. Mit besonderer Freude, so betonte der Reichsstatthalter, habe er von der guten Aufnahme der deutschen Flüchtlinge in Genua gehört. Der nationalsozialistische Staat werde dafür sorgen, daß ie nicht den Boden unter den Füßen verlieren; ) e r Führer lasse niemanden fallen.
Die Flüchtlinge berichteten über die letzten Tage in Barcelona, wo vor allem die Partei- und DAF.-Büros von spanischen Kommunisten vollständig vernichtet wurden.
Deulschenhetze in Spanien.
Aus Deutschland emigrierte Juden an der Spitze der Hetzer.
Karlsruhe, 27. Juli. (DNB.) Der „Führer" berichtet über die Ankunft der ersten Flüchtlinge aus Spanien in der Grenzstadt Kehl. Es handelt sich um 20 Erwachsene und zwei Kinder, die im Kehler Bahnhof herzlich empfangen wurden. Ortsgruppenleiter Pg. Brandt sorgte im Einvernehmen mit der Kreisamtsleiterin der NSV. sofort
Hamburg, 28. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der gestrige Empfang der zum Weltkongreß für Freizeit und Erholung nach Hamburg gekommenen Ehrenabordnungen ausland- deutscher Arbeiter durch den Hamburger Senat gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Bekenntnis deutscher Volksgemeinschaft über Länder und Meere hinweg.
Regierender Bürgermeister Krogmann übermittelte die Willkommensgrüße des Reichsstatthalters und des Senats und gab der Erwartung Ausdruck, daß die auslanddeutschen Volksgenossen mit einer Fülle schöner Eindrücke an ihre Arbeitsplätze im Auslande wieder zurückkehren möchten, nachdem sie jetzt ihr Vaterland, teilweise nach einer Zeit von 20 Jahren und mehr, zum ersten Male wieder gesehen hätten.
Ein Vertreter der auslandsdeutschen Ehrenabordnungen
sagte in feiner Dankesrede: W i r werden das gewaltige Erlebnis dieser Tage hinaustragen in alle Welt und es den vielen Zehntausenden Deutschen draußen, die nicht unter uns weilen können, vermitteln. Gerade der Auslanddeutsche spürt mehr als andere den tiefgreifenden Gegensatz zwischen dem darniederliegenden Deutschland von einst und dem neuen Deutschland Adolf Hitlers. Deutschland ist schöner geworden und strahlt eine Kraft aus, die alle mitreißt.
V o l f ch a f t in Madrid hal bei der spanischen Regierung gegen die Zerstörnug des Heims der DAF., sowie der deutschen Schule in Barcelona energisch protestiert und die spanische Regierung für diese Plünderungen im vollsten Ausmaß verantwortlich gemacht und die entsprechenden Schadenersahforderungen angemeldet.
Daraufhin hat der Staatssekretär im spanischen Außenministerium die deutsche Botschaft in Madrid aufgesucht und das aufrichtigste Bedauern der spanischen Regierung über die Ereignisse in Barcelona zum Ausdruck gebracht. Er versicherte, daß die Regierung alles tun werde, um ähnliche Vorkommnisse zukünftig auszuschließen.
Weitere deutsche Kriegsschiffe nach Spanien entsandt.
B e r I i n, 27. Juli. (DJ1B.) ft r e u 3 e r „fi ö t n“ und die aus drei Booten bestehenden II. Torpedobootsflottille sind zur Unterstützung der Panzerschiffe „Deutschland" und „Admiral Scheer" in die spanischen Gewässer entsandt worden.
3n München angekommen
München, 27. Juli. (DNB.) In München kamen am Montagsrüh 328 deutsche Flücht- linge aus Barcelona an, die der italiemsche Dampfer „Principessa Maria" zusammen mit ita= lienischen Staatsangehörigen aus Barcelona nach


