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geschlossen ist, werden sie dann kastriert. Sobald nun die Pollenreife eingetreten ist, werden die Blü­ten künstlich befruchtet und wieder sorgfältig mit Pergament eingehüllt.

Jeder Blütenzweig erhält eine Nummer, die auf einem Etikett, das sich am Blütenzweig befindet, und in den Kontrollbüchern vermerkt wird. Sämt­liche Beobachtungen werden unter dieser Nummer in das Protokollbuch eingetragen, so daß sich der Erfolg in jedem Einzelfall genau feststellen läßt.

Wenn die Blütezeit vorüber ist, werden die Per­gamenthüllen wieder entfernt. Später, gewöhnlich nach dem sogenannten Junifall, erfolgt die Zählung und Buchung des Obstansatzes. Gleichzeitig werden die Blütenzweige, die Ansatz zeigen, mit Gazebeu­teln eingehüllt, um den Erfolg sicherzustellen. Die geernteten Früchte werden später ebenfalls gezählt und gebucht. Die Praxis nimmt in steigendem Maße die Ergebnisse der Untersuchungen in Anspruch.

Finanz- und Steuerwesen: Einnahme 400 462 Mark; Ausgabe: 137 776 Mark.

Grund st ücksverwaltung: Einnahme drei Mark: Ausgabe: 15 Mark.

Kapitalvermögen und Kapitalschul­den: Einnahme 4796 Mark; Ausgabe: 4501 Mark.

Aus der Vermögensrechnung für 1936 ist folgendes zu berichten: Der Reste- und Ausgleichs­stock weist in Einnahme und Ausgabe je 166 822 Mark auf und der Kapitalien- und Erneuerungs­fonds schließt in Einnahme und Ausgabe mit je 13 206 Mark ab.

Die Höhe der K r e i s u m l a g e n ist auf 201 000 Mark veranschlagt.

Aus der Vermögensübersicht nach dem Stand vom 1. Januar 1936 ist ersichtlich, daß sich das Vermögen des Kreises insgesamt auf 318 685,47 Mark beläuft, dem eine Gesamtsumme an Schulden in Höhe von 98 083 Mark gegen­übersteht.

Zu diesem Voranschlag gab Oberregierungsrat Dr. Schoenhals einige Erläuterungen, wies auf ver­schiedene Veränderungen gegenüber dem vorjährigen Voranschlag hin und betonte, daß der Voranschlag gut ausgeglichen sei. Die Steuerausschlagsätze bewe­gen sich in allen Teilen auf der Höhe des Vorjahres. Das zu erwartende Steueraufkommen deckt den Umlagebedarf.

Der Kreistag erklärte sich einstimmig mit dem vom Kreisausschuß aufgestellten Voranschlag ein­verstanden.

Hierauf wurde der Schaffung einer etatsmäßigen Jnspektorenstelle bei dem Kreisfürsorgeamt (Jn- haberstelle) zugestimmt.

In seinen abschließenden Ausführungen sprach Oberregierungsrat Dr. S ch ö n h a l s in einem kur­zen Rückblick über die Verhältnisse im Kreis und in den Landgemeinden vor der Machtergreifung, zeichnete ein Bild von der verzweifelten Lage vieler Gemeinden zu jener Zeit und stellte dem die er­freuliche Entwicklung gegenüber, die sich im Laufe der vergangenen drei Jahre nationalsozialistischer Regierung angebahnt hatte. Mit dankbarem Ge­denken des Führers, mit einem Gelöbnis zu weite­rer tatkräftiger Mitarbeit an der Verwirklichung und Erreichung der Ziele des Führers und Reichskanz­lers und mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Lenker des deutschen Geschicks schloß der Kreistag.

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Der Kreistag des Kreises Gießen hielt am heutigen Dienstagvormittag im Sitzungs­saal des Kreisamtes seine diesjährige ordentliche Sitzung unter Leitung von Oberreglerungsrat Dr. Schoenhals ab.

Als erster Punkt der Tagesordnung wurde der Bericht über die Rechnung der Kreisklasse für 1934 in Verbindung mit dem Verwaltungsbericht des Kreisausschusses erstattet. Die Rechnung der Kreis­kasse für das Rechnungsjahr 1934 schließt in der Abteilung A (für den Betrieb) in Einnahmen mit 475 378,35 Mark, in Ausgaben mit 444 816,13 Mk. und im Rechnungsrest mit 30 562,22 Mark (der in Außenständen besteht) ab. In der Abteilung B (für das Vermögen) belaufen sich die Einnahmen auf 175 956,60 Mark, die Ausgaben auf 9134,75 Mark und der Rechnungsrest auf 166 822,13 Mark, einem Bestand, der in barem Vorrat vorhanden ist. Im Zusammenhang mit der Rechnung wies Oberregie­rungsrat Dr. Schoenhals auf den Verwaltung­bericht des Kreisausfchuffes für das Jahr 1934 hin, der den Mitgliedern des Kreistages gedruckt vor­lag. Kreistagsmitglied Direktor W r e d e stellte den Antrag, den vorliegenden Rechnungsbericht der Kreiskaffe, vorbehaltlich der Genehmigung der Ober­rechnungskammer Darmstadt gutzuheißen, gleicher­maßen den Verwaltungsbericht. Dem Antrag wurde durch den Kreistag einstimmig entsprochen.

Sodann kam der Vo rans'chlag des Krei-

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Südafrika rüstet aus.

Erklärung des südafrikanischen Verteidigungsministers.

London, 27 April. (DNB.) Wie aus Kap­stadt gemeldet wird, hat der Verteidigungsminister der Südafrikanischen Union, Pirow, am Montag im Abgeordnetenhaus eine wichtige Erklärung über die r ü st ungspolitischen Maßnahmen der Regierung abgegeben. Danach sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre 1000 Flugzeugfüh­rer ausgebildet werden. Außerdem ist die Aufstel­lung eines Panzerabwehrbataillons be­absichtigt, das mit den modernsten Abwehrwaffen ausgerüstet werden und in der Lage fein soll, innerhalb 48 Stunden auf dem Luft­wege eine Entfernung von 800 Kilo­meter zurückzulegen. Der Funfjahrplan sieht fer­ner vor, daß außer der Verkehrsluftflotte nicht we­niger als 12 Bombengeschwader gebildet werden sollen. Pirow fügte hinzu, es fei noch keineswegs sicher, daß diese Maßnahmen ausreichen würden. Vielleicht werde Südafrika in einem oder zwei Jahren feststellen, daß es dreimal so viel Frontflugzeuge benötige. Die Union behalte sich in allen Wehrfragen Handlungsfrei­heit vor. Das bedeute nicht, daß zwischen Eng­land und Südafrika in militärischen Angelegen­heiten eine Spannung bestanden habe. Im. Gegen­teil hätten in den letzten 16 Jahren und besonders seit 1924 häufige und herzliche Aussprachen zwi­schen dem britischen Reichsverteidigungsausschuß und dem südafrikanischen Wehrministerium stattge­funden.

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Beginn der amerikanischen Marinemanöver.

San Pedro (Kalifornien), 27. April. (DNB.) Fast die gesamte H o ch s e e f l o t t e der Vereinigten Staaten ist am Montag in Begleitung von 45 0 Marineflugzeugen zu einer 6 wöchigen Ueb u n g ausgelaufen Als Manöveraufgabe, über bie, wie üblich, strengstes Stillschweigen gewahrt wird, ist die Lösung desGeheimproblems XVII" gestellt worden.

3m Dienste des deutschen Obstbaues

Künstliche Befruchtung.Eine Million Versuche in Geisenheim.

Kunst und Wissenschaft.

Ehrenvoller Auftrag an einen deutschen Gelehrten im Fernen Osten.

Professor Erich Reuleaux, der zur Zeit be­urlaubte Inhaber des Lehrstuhls für Eisenbahn­wesen an der Technischen Hochschule D a r m st a d t, ist von der chinesischen Regierung, in deren Dienst er für eine Reihe von Jahren getreten ist, von seiner Tätigkeit als Professor an der Tung Chi- Universität entbunden worden, um dem Eisenbahn­minister ständig und ausschließlich als Berater zur Verfügung zu stehen. Professor Reuleaux übt mit seiner Tätigkeit eine wichtige deutsche Kulturmission im Fernen Osten aus.

rNittelrheinifcher Aerztekag in Bad Soden.

Am 7. Juni d. I. findet in Bad Soden am Taunus der 7 4. Mi tte lrh eini sch e A e rzt e- t a g statt. Die Tagung wird im Kurhaus abge­halten.

Die Reichsfesifpiele in Heidelberg.

Unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. Goebbels finden auch dieses Jahr die Reichs fest spiele in Heidelberg statt. Die Spielzeit hat eine Verlängerung erfahren, um allen Olympiadebesuchern Gelegenheit zu geben, vor oder nach den Olympischen Spielen diese hervorragenden Aufführungen deutscher Schauspielkunst an geschicht­lich und kulturell bedeutsamer Stätte zu erleben. Vom 12. Juli an wird durchgespielt bis 30. August. Zur Aufführung gelangen " GoethesG ö tz von B e r l i ch i n g e n" unter der Spielleitung von Heinrich George und HebbelsAgnes Bern­au e r", Regie: Richprd Weichert (Berlin). Neben den deutschen Klassikern erscheint Shake­speare mit derKomödie der Irrungen" in der Inszenierung von Paul Mundorf, dem Direktor des Thalia-Theaters Hamburg, während das LustspielPantalon und seineSöhne" des verstorbenen Dichters Paul Ernst von Hans Sch weit art, dem Oberspielleiter der Bayerischen Staatstheater München vorbereitet wird.

Von Menschenhand erfolgt die künstliche Befruchtung der Blüten. Hier muß mit äußerster Gewissenhaftig­keit und Sorgfalt vorgegangen werden. (DNB.-Heimatbilderdienst. Photo: Kern.)

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Oie Oonnerstagsnummer des Gießener Anzeigers vom 30 April wird aus Anlaß des Nationalfeiertages des deutschen Volkes als

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herausgebracht werden. 2689 d Oie nächste Nummer erscheint am Sams­tag, dem 2. Mai. - Anzeigen für diese

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bitten wir bis 30. April aufzugeben, weil unser Betrieb am 1. Mai geschloffen ist.

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LPD. Geisenheim (Rhein), 27. April. Die Forschungsan st alt für Wein-, Obst- und Gartenbau in dem Rheinstädtchen Gei­senheim führt seit dem Jahre 1929 systematisch Untersuchungen über die Befruchtungsverhältnisse bei unseren Obstgewächsen durch. In den letzten Wochen wurden wieder die jeweils im Frühjahr fällige» Bestäubungsoersuche gemacht. Damit hat das Botanische Institut der Anstalt unter Leitung von Prof. Dr. R u d l o f f und Dr. Hugo Schän­der! rund eine Million blütenbiologische Versuche ausgeführt. Der Hauptwert wird auf die für die Praxis wichtige Feststellung gelegt, welche Sorten sich als Pollenspender besonders eignen.

Oft werden 1000 und 1500 Versuche durchge- führl, um zu einem einzigen exakten Ergebnis zu kommen.

Um eine nichtgewollte Bestäubung unmöglich zu machen, werden die Blüten mit Pergamenttüten umhüllt. Damit auch eine Selbstbestäubung aus-

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Jes für 1936 zur Beratung. Der Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit 791 050 Mark gegen 770149 Mark im Vorjahre ab. Davon entfallen auf die Betriebsrechnung für 1936 insgesamt 611 022 Mark (im Vorjahre 594 920 Mark), auf die Vermögensrechnung kom­men für das neue Haushaltsjahr 180 028 Mark (im Vorjahre 175 229 Mark).

Im einzelnen ist aus dem Voranschlag der Be­triebsrechnung folgendes zu berichten:

Allgemeine Verwaltung: Einnahme: 6417 Mark; Ausgabe: 33 630 Mark.

Polizeiwefen: Einnahme: 60299 Mark; Ausgabe: 62 589 Mark.

Schulwesen: Einnahme: nichts; Ausgabe: 3600 Mark. b

Kunst und Wissenschaft: Einnahme: nichts; Ausgabe: 4100 Mark.

Bauwesen: Einnahme: 3324 Mark; Ausgabe: 16 856 Mark.

Allgemeine Förderung der Wirtschaft: Einnahme: nichts; Ausgabe: 4700 Mark.

Wohlfahrtspflege und Gesundheits­wesen einschl. Erwerbslosen- und Wohnungsfür­sorge: Einnahme: 131 690 Mark; Ausgabe: 327 741 Mark.

Anstalten und Einrichtungen: Ein- nahme 4031 Mark; Ausgabe: 15 514 Mark.

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Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Während sich östlich der Elbe heiteres und war­mes Wetter gehalten hat, verblieb West- und Süd­deutschland im Zentrum einer feucht-kühlen Misch- luft. Dabei kam es im Laufe des Montags auch in unserem Bezirk zu wiederholten, teilweise gewitter­artigen Regenfällen. Während die vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit sich neuerdings verstärkt hat, wird unsere Witterung unter dem Einfluß des sich von den Azoren über Frankreich nordost­wärts erstreckenden Hochdruckrücken kommen.

Aussichten für Mittwoch: Wolkig bis aufheiternd und im allgemeinen trocken, mittags ziemlich warm, zunächst östliche Winde.

Aussichten für Donnerstag: Bei auf West drehenden Winden mild und zeitweilig auf­heiternd, aber nicht regensicher.

Lufttemperaturen am 27. April: mittags 10 Grad Eelsius, abends 8,1 Grad; am 28. April: morgens 8,2 Grad. Maximum 14,5 Grad, Minimum heute nacht 7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. April: abends 9,7 Grad; am 28. April: morgens 8,6 Grad. Niederschläge 8,8 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. StelloertretenderHauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder in Ver­tretung: Ernst Blumschein; für Feuilleton Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. III. 36: 10270. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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