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Zusammenfassung

-er Rohstoff- und Devisenfragen unter Ministerpräsident Göring.

Berlin, 27. April. (DNB.) Amtlich wird mit- aeteilt: Da bei der Bearbeitung der die Roh­stoffe und Devisen betreffenden Fragen zahl­reiche staatliche und parteiliche Stellen Zusammen­wirken müssen, hat der Führer und Reichskanzler den preußischen Ministerpräsidenten mit der Prüfung und Anordnung aller erforderlichen Maßnahmen beauf­tragt

Ministerpräsident Generaloberst Göring kann hierzu alle staatlichen und parteilichen Stellen an­hören und anweisen. Er kann sich von den zu­ständigen Reichsministern unterstützen und nötigen­falls vertreten lassen.

Reichsminister Heß dankt.

Berlin, 27. April. (DNB.) Der Stellver­treter des Führers übermittelt der Oeffent- lichkeit folgende Dankworte:

Allen im Reich und jenseits der Grenzen, die mir aus Anlaß meines Geburtstages Glückwünsche Übermittelten, sage ich auf diesem Wege herzlichen Dank. Rudolf $) e h/

Seneralfeldmarschall v.Blomberg dankt

Berlin, 27. April. (DRB.) Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg veröffent­licht folgende Danksagung:

Anläßlich meiner Ernennung zum Generalfeld- marschall sind mir aus allen Schichten der Be­völkerung im ganzen Reich so überaus zahlreiche Glückwunschschreiben zugegangen, daß es mir zu meinem lebhaften Bedauern nicht möglich ist, jedem einzelnen dafür meinen Dank auszusprechen. Ich bitte daher alle diejenigen, die meiner und damit zugleich der Wehrmacht gedacht haben, meines auf- richttgen Dankes versichert zu sein."

Generaladmiral paeder zeichnet.

Berlin, 27. April. (DRB.) Der Oberbefehls­haber der Kriegsmarine, Generaladmiral R a e d e r, zeichnete sich heute in die Ehrenliste der SA. für das Dankopfer der Ration beim Sturm 7/1 im Standartenheim Berlin-Charlottenburg ein. Anschließend besichtigte er das Standartenheim.

Der italienische Landwlrtschastsminister in Berlin.

Berlin, 27. April. (DRB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Reichsbauern- führer R. Walther Darrs, empfing heute morgen im Reichsernährungsministerium den gestern abend in Berlin eingetroffenen königlich-italienischen Land­wirtschaftsminister R o s s o n i, der in Verbindung mit einem Vortrag in der Kaiser-Wilhelm-Gesell­schaft die sozialen und landwirtschaftlichen Einrich­tungen und Maßnahmen des Dritten Reiches ken­nen lernen will.

In angeregter Unterhaltung wurden bei dieser Gelegenheit die einzelnen Probleme der italienischen und deutschen Agrarpolitik eingehend erörtert. Rach einem Gegenbesuch im Hotel Esplanade fand nach­mittags ein Empfang des italienischen Gastes im Hotel Kaiserhof statt.

Minister R o s s o n i besuchte am Montagnach­mittag in Begleitung von Konsul Scarpa das Ka- meradschaftshaus der Reichsjugendführung in Berlin-Wannsee, wo er von dem Leiter des Grenz- und Auslandsamtes der Reichsjugendführung, Ge­bietsführer Schulze, und dessen Mitarbeitern im Auftrage des Reichsjugendführers empfangen wurde. Minister R o s s o n i erkundigte sich in mehr­stündiger Unterredung nach den Einrichtungen der Hitlerjugend und interessierte sich insbesondere für die sozialpolitische Arbeit der HI.

»Emdens-Männer in Aeuyork.

R e u y o r k, 28. April. (DRB. Funkspr.) Am Montagmittag trafen in Neuyork 169 Offiziere und Seekadetten von der Besatzung des Kreu­zersEmden" ein. Während des für zwei Tage vorgesehenen Aufenthaltes werden sie die Sehens­würdigkeiten der Stadt besichtigen. Die Unterbrin­gung des deutschen Marinebesuches erfolgte an Bord des im Hafen liegenden DampfersReuyork", wo eine Begrüßung durch den deutschen Generalkonsul Borchers stattfand.

Geburtstag des Prinzregenten pauk von Jugoslawien.

Belgrad, 27. April. (DRB.) Prinzregent Paul von Jugoslawien feiert am morgigen Dienstag seinen 4 3. Geburtstag. Prinz Paul Karageorgewitsch wurde am 28. April 1893 in Petersburg geboren. Sein Vater war Prinz Arsen Karageorgewitsch, der Bruder des Königs Peter I. von Serbien. Seine Mutter war die Prinzessin Aurora Pawlowna Dirnidoff. Rach dem Besuch des Gymnasiums in Belgrad studierte Prinz Paul ge­meinsam mit dem damaligen Prinzen von Wales, dem heutigen König Eduard VIII. von England, an der Universität Oxford und erwarb sich den Titel eines Master of Arts.

Als nach der. Ermordung des Königs Alexander von Jugoslawien in Marseille die Notwendigkeit entstand, für den minderjährigen Thronfolger eine Regentschaft zu bestellen, wurde zu dieser Auf­gabe vor allem Prinz Paul heranaezogen, der als engster Mitarbeiter des Königs seit Jahren mit allen innen« und außenpolitischen Fragen, die Ju­goslawien betreffen, vertraut war. Prinz Paul, der die Regentschaft Jugoslawiens am 9. Oktober 1934 übernommen hat, hat sich von Anfang an seiner schweren und verantwortungsvollen Aufgabe voll gewachsen gezeigt. Er betrachtet es als feine vor­nehmste Pflicht, den Staat der Jugoslawen im Sinne der Ideale, für die König Alexander lebte und fiel, in eine glückliche Zukunft zu führen.

Hemiberusung des ägyptischen Kronprinzen.

London, 28. April. (DNB. Funkspruch.) Da mit dem Ableben König Fuads von Aegypten gerechnet wird, ist der in London lebende ägyptische Kronprinz Faruk nach Kairo gerufen worden. Der 16jährige Prinz, der feit einiger Zeit in England erzogen und militärisch ausgebifbet wird, tritt seine Reise voraussichtlich am Dienstag ober Mittwoch an. Nach Berichten aus Kairo hat bie ägyptische Regierung am Montagabenb bie Bilbung eines Rege n t - f d) a f t s r a t e s erwogen, an besten Spitze mög­licherweise der 62jährige Neffe des Königs, Prinz Mohamed Ali, treten wirb.

Die Spannungen in Oesterreich.

Englische Betrachtungen.

L o n b o n, 27. April. (DNB.) Die Rebe bes österreichischen Vizekanzlers Starhemderg in Horn finbet in ber englischen Presse starke Beach« tung. Sie wirb als eine offene Herausfor­derung und Drohung gegen ben Bun« beskanzler Schuschnigg und einen Teil seiner Anhänger betrachtet. Besonders wird hervorgeho­ben, daß Starhemderg sich geweigert habe, die Heim­wehr zu entwaffnen.

Daily Telegraph" berichtet, daß die Rede Star- hembergs ein Hohn auf den bekannten Wunsch Schuschniggs nach Entwaffnung der H e i m w e h r geroefen fei. Sie habe ferner kaum verhüllte Angriffe gegen alle diejenigen Anhänger Schuschniggs enthalten, die von der Heimwehr we­gen ihrer demokratischen Einstellung und ihres Wunsches, die Sozialdemokraten auszusöhnen, ver­dächtigt werden.

Daily Herald" schreibt, die Rede Starhembergs enthülle den Kampf um die Macht, der zwischen den beiden Seiten der österreichischen Regierung im Gange sei. Starhemberg sei ent­schlossen, seine eigene Stellung aufrechtzuerhalten und zu stärken. Viele Heimwehrführer, so erklärt das Blatt, seien beschuldigt, in den Finanz- skandal der Phönix-Versicherung verwickelt zu sein. Die Liste der Leute, die Bestechungsgelder erhalten haben, sei noch nicht veröffentlicht worden, Schuschnigg habe jedoch mehrere Male mit der Ver­öffentlichung aedroht. Mit einem Umbau ber österreichischen Regierung sei in wenigen Tagen zu rechnen. Jebe ber betben Parteien sei entschlossen, bet bieser Gelegenheit bie anbere in ben Hintergrund) zu stoßen.

die Wiedereinführung der Dienstpflicht. Erklärungen Edens.

London, 28. April. (DNB.) Außenminister Eden teilte in Beantwortung einer Anfrage im Unterhaus mit, die englische Regierung stelle über die Entscheidung Oesterreichs, die all­gemeine Wehrpflicht einzuführen, Er­wägungen an. Er sei im Augenblick jedoch nicht in ber Lage, eine Erklärung abzugeben. Als ein arbeiterparteilicher Abgeordneter barauf bestanb, baß Eben wenigstens bie Frage beantwortet, ob eine Verletzung bes Vertrages von St. Ger­main vorliege, antwortete Eben, er ziehe es vor, keine Erklärung abzugeben, bie ber Stel­lungnahme ber anberen Parteien, bie ebenfalls Unterzeichner bes Vertrages von St. Germain seien, vorwegeile.

Wahlen in Vorarlberg.

Nur Mitglieder der Vaterländischen Front.

Wien, 28. April. (DNB.) In V-o r a r l b e r g fanben am Sonntag Wahlen innerhalb ber Be­rufsgruppe Lanbwirtschast statt. Stimmberech­tigt waren nur Mitglieber ber Vater« länbischen Front. Ebenso hatten nur Mit- glieber ber Vaterlänbischen Front bas passive Wahl­recht. Aufgestellt war nur eine Liste. Wie amtlich mitgeteUt wirb, schwankte bie Wahlbeteiligung in einzelnen Ortschaften zwischen 75 unb 90 v. H.

Südosteuropa Politik und türkische Meerengen-Aote.

Von unserem ständigen Lz.-Berichterstatter.

(Nachbmck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bukarest, 24. April.

Der Außenminister Rumäniens, ber betriebsamste Politiker Sübosteuropas, Nicolaus T i t u l e s c u, hat ein großes Ziel: Vertreter unb Sprecher eines Blocks von 70 Millionen Menschen sein, der vom Erzgebirge unb ber Adria bis zur Aegäis, zum Dnjestr, zum Kaukasus und zum Libanon reicht; eines antirevisionistischen friedensvertrags- unb völkerbunbstreuen Blockes selbstverstänblich. Zur Erreichung dieses Zieles hat Nicolaus Titu- l e s c u keine Mühe unb keine Opfer gescheut. Ganz zweifellos ist in erster Linie seinen Bemühungen bas Zustanbekommen ber Gruppe ber Balkan- paktstauten zuzuschreiben, bie er nach lieber« Windung mancher Hindernisse endlich an die Seite der Kleinen Entente stellen konnte. Die Ver­schmelzung der beiden Gruppen ist ihm bisher nicht gelungen. Der vergebliche Versuch, eine ge­schlossene Stellungnahme ber Kleinen Entente unb ber Balkanpaktstaaten gelegentlich ber internatio­nalen Erörterung über ben Locarno-Vertrag zu- stanbezubringen, war ein neuer und unzweideutiger Beweis dafür. Die verfrühte, selbstverständlich im französischen Sinne abgefaßte Verlautbarung mußte abgesagt werden, weil nicht nur Griechen­land und die Tükei, sondern auch Jugoslawien ihre Anerkennung verweigerten.

Die Ereignisse der letzten Zeit haben aber er­wiesen, bah nicht nur die Verschmelzung ber beiden Bündnisgruppen unmöglich ist, sondern baß es auch immer unmöglicher wirb, bie Geschlossenheit jeber einzelnen Gruppe aufrechtzuerhalten. Nach ben weitgehenben Meinungsverschiebenheiten, bie sich bei ber Stellungnahme zur Einführung ber a l l- gemeinen Dienstpflicht in Oe st erreich innerhalb ber Mitglieber ber Kleinen Entente gel- tenb machten, ist nunmehr eine Erschütterung ber Gruppe ber Balkanpaktstaaten eingetreten, bie um so folgenschwerer ist, als sie bie Grunblage ber ganzen Balkanpaktpolitik, wie ber Sübosteuropa- politik überhaupt berührt. Eine ber Hauptbebin- gungen für bas Zustanbekommen bes Balkanpaktes unb für feine Verbindung mit der Kleinen Entente war die Anerkennung ber antireoifionifti- f cf) e n Grunbsätze burch alle Teilnehmer, also bie Gewinnung ber revisionistischen Staaten für bie Anerkennung der Friedensvertragsgrenzen. Die Gewinnung Bulgariens mißlang, die Gewinnung

ber Türkei gelang. Die Bekehrung berTürkei zum Antirevisionismus war einer ber Haupterfolge der Balkanpaktpolitik.

Bei ber ersten Gelegenheit jeboch, ba bie Türkei vor bie Wahl gestellt wurde, zwischen Balkanpaktinteressen und eigenen na­tionalen Erfordernissen zu wählen, hat sie nicht gezögert, sich auch um ben Preis offen- tunbiger Verletzung antirevisionistischer Grunbsätze für die letzteren zu entscheiden. Die im Rahmen des Balkanpaktes antireoifionistische Re­gierung in Ankara hat in einem für bie Erhal­tung ber Friedensoerträge kritischen unb entschei- benben Augenblick burch ihre bekannte Meer- engen-Note eine Aenberung bestehender Frie- densvertragsbestimmungen und hiermit Revision gefordert. Daß sich die Regierung in Ankara zu diesem Schritt entschloß und daß sie dies tat, ohne ihre Balkanpaktpartner zu befragen oder auch nur in Kenntnis zu fetzen, wird von den Verfech­tern des fübofteuropäifdjen Antirevisionismus als besonders bitter empfunden. Der türkische Revisio­nismus erschüttert aber deswegen bie Grundlagen ber ganzen Balkanpaktpolitik, weil sich biefe haupt­sächlich auf bas persönliche Einvernehmen zwischen Titulescu unb bem türkischen Außenminister Rüschtii Arras stützte. Darüber, baß biefes Einvernehmen burch bas Vorgehen ber Türkei in entscheidenber Weise getrübt ist, gibt sich gerabe in Bukarest rtiemanb einer Täuschung hin. Die Folgen bes türkischen Schrittes werden sich früher oder später als schicksalhaft für Balkanpakt unb Sübost- europapolittk erweisen.

Die türkische Meerengen-Note muß nicht ber An­fang vom Enbe bes Balkanbunbes fein. Sie ist aber jedenfalls ber Beweis für bie praktische Wertlosig­keit bieser Bünbnisbilbung. Neben bas Auseinan- berftreben ber Interessen innerhalb ber Kleinen En­tente gestellt, zeigt biefe Tatsache mit aller Klarheit ben inneren Zerfall jenes Blockes, ber nach bem Willen Titulescus berufen sein sollte, burch geschlossenes Auftreten bie europäische Politik zu be­einflussen. Ebenso wie die Kleine Entente nur e i n wirklich gemeinsames Ziel, die Abwehr des u n g a- rischen Revisionismus, hat, kann auch ber Balkanpakt nur e i n wirklich gemeinsames Ziel ha- been: die Abwehr des bulgarischen Revi­sionismus. Ueber diese Ziele hinaus gibt es keine Kleine Entente und keinen Balkanpakt.

Aus aller Well.

Die Arbeit

im Dienste ber deutschen Jugend.

Ausklang in Königsberg.

Nach einem heiteren Sing- und Spielabend, mit dem die Königsberger HI. die Teilnehmer am Reichsberufswettkampf ber deutschen Ju­gend erfreute, wurde bie Prüfung fortgesetzt. Auf bie praktische Arbeit unb bie sportlichen Hebungen folgte die weltanschauliche unb theoretische Prüfung. Zunächst waren bie praktischen Fragen, unb zwar je vier auf ben verschiebensten Gebieten zu beant­worten. Bei ben Mäbchen gab es zwei Leistungs­klassen, bei ben Jungen vier. Auch bas Problem Ostpreußen wurde in ben Fragen berücksichtigt. Die Mäbel hatten je eine Frage über Wirtschaft unb Geschichte zu beantworten. Mit jeder Leistungs­klasse würben naturgemäß bie Ansorberungen an das politische Wissen unserer berufstätigen Jugenb gesteigert. Aber auch bie praktischen Aufgaben waren nicht einfach zu lösen. Jeber hatte einen Auf­satz zu schreiben unb bann eine Anzahl von Fra­gen zu beantworten. Zum Schluß waren einige Berufsrechnungen burchzuführen. Die Jungen unb Mäbel mußten sehr grünbliche geistige Arbeit lei­sten, um bie Höchstpunktzahl von 20 Punkten für bie weltanschauliche unb 30 für bie praktischen Auf­gaben zu erreichen. Am Montagabenb würbe ber eigentliche Reichsberufswettkampf ber beutschen Ju­genb abgeschlossen. Reichsjugenbführer Baldur von Schirach traf 3ur Teilnahme an den Abschluß­feiern in Königsberg ein.

Zum Abschluß der Schulungstagung für bie soziale Jugenbarbeit sprach in Kö­nigsberg Gauleiter Koch über bie sozialistische Senbung bes beutschen Ostens unb bie volk- unb staatspolitischen Aufgaben ber jungen Generation. Der Gauleiter wanbte sich bann ber politischen Senbung bes beutschen Ostens zu unb

schilderte nach einem geschichtlichen Aufriß bie prak­tische politische Aufbauarbeit in Ostpreußen. Er ging auf ben Jnbustrialisierungsprozeß ein, nach bem in ben nächsten zehn Jahren Menschen in großer Zahl in Ostpreußen neu angefiebelt werben sollen, wobei bie besten Blutsträger gerade gut genug seien, hier angesetzt zu werden. Dor ber enbgültigen Lösung aller sozialpolitischen Probleme im Sinne bes Nationalsozialismus müsse bie außen­politische Freiheit, bie Ernährungsgrunblage unb die Einschaltung aller Volksgenossen in den Ar­beitsprozeß sichergestellt sein. Der deutsche Arbeiter schaffe durch sein unerhörtes persönliches Opfer, das er täglich bringe, die Voraussetzung für die außen­politische Freiheit. Abschließend forderte der Gau­leiter die Jugendführer auf, die Jungen und Mädel zu selbständigen Charakteren zu erziehen.

Graf Zeppelin" zur zweiten Südamerikafahrt gestartet.

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist am Montag um 19.25 Uhr bei regnerischem Wetter zu seiner zweiten diesjährigen Südamerikafahrt ge­startet. Die Führung hat sein Kommanbant, Kapi­tän von Schiller, übernommen. An Bord be­finden sich 20 Fahrgäste, außer Deutschen Eng­länder, Australier, Brasilianer, Argenttnier unb Franzosen. Das Luftschiff wirb wiederum bie nörb« liche Route über Hollanb einschlagen. An Borb werben 400 Kilogramm Fracht beförbert. Das Luftschiff wirb bei seiner Rückkehr aus Sübamerifa am 8. Mai nach Frankfurt kommen. Der neue Zeppelinhafen würbe dieser Tage durch Vertreter ber Zepvelin-Reederei sowie der Behörden besich­tigt, wobei man feststellte, daß bie Arbeiten beenbet sind und einer Landung bzw. einem Start nichts mehr im Wege steht.

Dienstag früh 8 Uhr deutscher Zeit war das Luft­schiffGraf Zeppelin" am Kanal. Die Ge­schwindigkeit betrug 57 Seemeilen in der Stunde und die Fahrthöhe 200 Meter.

Geheimnisvolle Bluttat im Irischen Freistaat.

In Dungarvan im Irischen Freistaat wurde am Sonntagabend eine geheimnisvolle Bluttat verübt. Ein junger Mann, der von einem Ball zurückkehrte, wurde von dem Insassen eines Kraftwagens ange­halten und auf offener Straße durch mehrere Schüsse getötet. Die Hintergründe des Mordes find völlig ungeklärt. Bisher ist es trotz ausgedehnter Polizeimaßnahmen nicht gelungen, der Mörder hab­haft zu werden.

vier Kinder

bei einem Autounglück in Oberitalien getötet

Ein Kraftwagen, in dem sich fünf Personen be­fanden, raste mit voller Geschwindigkeit in den Ort Calusco d'Adda in der Nähe von Bergamo (Ober­italien) und überfuhr ein Kind, das sofort a e tötet wurde. Durch diesen Unfall verlor ber Len­ker bes Wagens bie Herrschaft über bas Fahrzeug, das gegen ein Haus geschleudert wurde, vor dem eine Gruppe von Kindern spielte. Drei siebenjährige Kinder waren auf der Stelle tot, die übrigen Kinder und eine Frau kamen mit mehr oder minder schweren Verletzungen davon.

Argentinische Stabt vom Unwetter heimgesucht.

Die argentinische Stabt Menboza unb Umgeaenb ist von einem schweren U n ro e tt e r heimgesucht worben, bas großen Schaben anrichtete' Wolken- bruchartige Regengüsse verursachten weithin Ueberschwemmungen. In einigen Straßen steht bas Wasser über einen Meter hoch. Die Wein­berge ber Umgebung sinb vollstänbia verwüstet. Da bie Zugangssttaßen zerstört sinb, ist Die Stabt völlig abgeschnitten. Das Unwetter hat eine Reihe von Häusern bemoliert unb bamit viele Familien ob­dachlos gemacht. Ein dreijähriges Mädchen ist e r» trunken.

Oer Wettbolschewismus.

Ein Weißbuch der Anti-Komintern.

Berlin, 27. April. (DNB.) Der Anti-Ko- m i n t e r n, der Gesamtoerband deutscher antikom­munistischer Vereinigungen, veranstaltete anläßlich der Herausgabe des dokumentarischen internationa­len Gemeinschaftswertes über bie Wühlarbeit unb bie Umsturzversuche ber Komintern in allen Säu­bernD e r Weltbolschewismus" einen Presseempfang im Haus ber Deutschen Presse vor in- unb auslänbischen Journalisten unb prominen­ten Vertretern bes politischen unb geistigen Lebens.

Dr. Abolf Ehrt, ber Leiter ber Anti-Komintern, sprach über bas neue Werk, bas in jahrelanger Ge­meinschaftsarbeit von runb 50 ber hervorragendsten internationalen Sachkenner auf bem Gebiete des antikommunistischen Kampfes burch bie Initiative ber Anti-Komintern zu staube gekommen ist. Vor brei Jahren übergab bie Anti-Komintern an ber gleichen Stelle mit bem BuchBewaffneter SH u f ft a n b" bie authentische Darstellung ber kom­munistischen Umsturzversuche innerhalb Deutsch­lands ber Oeffentlichkeit. Das jetzt erscheinende Werk behandelt das umfassende Thema bes Welt- bolschewismus. Die Themenstellung ist symptoma­tisch für bie inzwischen erfolgte Ausweitung ber Arbeit ber Anti-Komintern, die heute einen Kon­zern von Organisationen barstellt, bie bei aller Wahrung ber inbivibuellen Selbstänbigkeit einen gemeinsamen Kampf gegen ben bolschewistischen Weltfeind führen.

Dr. Ehrt kennzeichnete in seiner Rebe bie welt­politische Situation, in ber bas neue Werk erscheint. Der Bolschewismus, führte er aus, bilbe heute bas ernsteste Problem ber inter­nationalen Politik. Währenb bie Kommu­nistische Internationale ben Umsturz in allen Säu­bern oorbereite, rüste ber militante Bolschewismus hinter ben Kulissen seiner abgeschmackten Phraseo­logie bie Rote Armee als Waffe feiner weltimperia- listischen unb weltrevolutionären Ziele. Komin­tern unb Sowjetunion seien Machwerkzeuge in ber Hanb ein unb berselben Clique inter­nationaler Weltverschwörer mit (Sta­lin an ber Spitze. Als Bollwerk gegen biefe Weltverschwörung sei heute aber bereits eine anti- bolschewistische Weltbewegung in Dil- bung begriffen, als beren erstes in kamerabschaft- licher Zusammenarbeit entftanbenes Werk heute bas BuchDer Weltbolschewismus" erscheine.

Als Vertreter ber auslänbischen Mitarbeiter an bem Werk sprach Hauptmann von Bahr, ber Verfasser bes Beitrages über Schweben. Er bankte ber Anti-Komintern für ihre Initiative zur Heraus­gabe bes Werkes unb erklärte bie Schaffung einer antibolschewistischeu Weltfront für bas bringenbfte Gebot ber Stunbe. Der fonfequenten weltrevolutio­nären unb weltimperialistischen Wühlarbeit ber Komintern müsse eine internationale antibolsche- wistische Gemeinschaftsarbeit auf nationaler Grunb­lage entgegengestellt werben.

Das Ergebnis der spanischen Wahlen.

M a b r i b, 27. April. (DNB.) Die am Sonntag in Spanien gewählten Vertrauensleute setzen sich nach ben bis jetzt vorliegenden Ergeb­nissen, bei denen nur noch 13 Sitze fehlen, wie folgt zusammen: Sozialdemokraten 138, Sinfs- repubfifaner 117, Republikanische Union 58, Kon­servative Republikaner 40, Kommunisten 34, Es- ouerra (Katalanische Linke) 16, Siaa (Katalanische Rechte) 10, Splitter 47. An diesen Wahlen nahmen di" Rechtsparteien unb die Parteien ber Mitte nicht teil. Nur an wenigen Orten würben von biesen Parteien Kandidaten aufgestellt und gewählt. Ihre Zahl (Monarchisten 3, Agrarier 2, Radikale 5) be­einflußt jeboch bas Gesamtbilb in keiner Weise.

©er kommunistische Terror.

Mabrib, 27. April. (DNB.) In Coria ftürmte eine Gruvpe Kommunisten bie Kirche Sole­dad, zerstörte drei Altäre, die Kanzel unb ben Glockenstuhl. Darauf hißten sie auf bem Kirch­turm eine rote Fahne. Auch in Pueblo bei R i o überfielen Kommunisten eine Kirche und richteten im Innern Verwüstungen an. In Castillo de las Guardas wurde ein Chauffeur, ber vier Polizeibeamte nach einer Grube in ber Nähe gefahren hatte, auf dem Rückweg von Kommu­nisten überfallen, aus bem Wagen gerissen unb an einen Baum gebunben. Darauf zertrümmerten bie Kommunisten ben Wagen unb verprügelten ben wehrlosen Chauffeur, ber später mit erheblichen Verletzungen aufgefunben wurde.

Deutschsprachige Sowjetzeitungen in Oesterreich verboten.

Wien, 28. April. (DNB.) Das Bunbeskanzier» amt hat bie Verbreitung sämtlicher im Gebiet ber Sowjetunion in beutfefjer Sprache er- scheinenben Zeitungen unb Zeitschriften im In- lanbe für bie Dauer eines Jahres verboten.