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Wie die Kammer endgültig aussehen wird, läßt

verwirklicht werden sollen, ist nicht ersichtlich.

Wie

Führer

Der italienische Marsch auf Addis Abeba

Die Marschrichtung der Italiener an der Süd. und Nordfront. (Scherl-Bilderdienst-M.)

sein von und der

Köln, 28. April. (DNB. Funkspruch.) Als Höhe- punkt der Woche des deutschen Jung­volks im Gebiet Mittelrhein fand am Montag­nachmittag auf den Rheinwiesen in Köln-Deutz eine Besichtigung des Jungvolks Köln durch den Stellvertreter des Reichsjugendführers, Stabsfüh­rer Hartmann Lauterbacher, statt. Ueber 13 000 Kölner Pimpfe waren angetreten. Viele Ehrengäste, Vertreter der Gauleitung, der Wehr­macht, der Behörden, Organisationen und sämtliche Jungbannführer des Gaues waren gekommen.

Stabsführer Hartmann Lauterbacher schritt in Begleitung von Gauleiter Staatsrat T e r b o - oen, von Gauleiter Staatsrat G r o h 6 und Ge- bietsführer W a l l w e x die Front ab und hielt dann an die Jugend eine Ansprache. Er betonte, daß

im gesamten Reich am 20. April 800 000 deutsche Jungen in das Jungvolk eingetreten seien. Das seien etwa 95 v. h. des Jahrganges 1926, an den der Appell zum Eintritt gerichtet war. Das fei das Geburtstagsgeschenk des

Die Werbewoche -es Jungvolks

Stabsführer Lauterbacher stellt einen vollen Erfolg fest.

Jungvolk lm Jahre 1936 an den gewesen.

Asmara, 27.April. (Funkspruch des Kriegs- berichterstatters des DNB.) Eine Askariabteilung, die südlich von Dessie 120 Kilometer vorgestoßen war, hatte bei ihrem weiteren Vormarsch einen Zusammenstoß mit irregulären abessinischen Verbänden. Nach einem blutigen Gefecht wurden die letzteren in die Flucht ge­schlagen. Sie verloren viele Tote, während sich die Verluste der Askaris auf nur drei Tote und zehn Verwundete bezifferten.

Der Sultan von Aussa, Muhamed Lajo Ansari, der vom Negus in Dessie gefangen gehal- ten worden war, hat sich der italienischen Regie­rung unterworfen.

Zwischenfälle bei -en Wahlen in Korsika.

Paris, 28. April. (DNB. Funkspruch.)

Ziehung von Sparguthaben aus den Banken, die vielfach in Gold und Valuten umge- wechselt wurden, ist gestern sofort auf ein nor­males Maß zurückgekehrt. Infolge der Devisen- Vorschriften haben die Reisebüros die angekündigten Gesellschaftsreisen ins Ausland abgesagt.

Zurückhaltung in Danzig.

Danzig, 27. April. (DNB.) In Danzig be- wahrt man gegenüber den währungspolitischen Maßnahmen Polens weitgehende Zurück­haltung. Insbesondere hat die Danziger Regie­rung sich nicht veranlaßt gesehen, irgendwelche Maß- nahmen zu ergreifen oder Erklärungen abzugeben. Die Danziger Nachmiltagsblätter betonen auf Grund ihrer Informationen, daß für Danzig keiner- lei Veranlassung oorliege, anläßlich der Einfüh- rung der Devisenbewirtschaftung in Polen eine Aenderung der Danziger Guldenbewirtschaftung vorzunehmen. Das Danziger System, wonach nur der Danziger Gulden der Bewirtschaftung unterliegt, dagegen über Devisen frei ver- fügt werden könne, sei den besonderen Danziger Verhältnissen angepaßt und habe sich bewährt. Dieses System brauche daher nicht abgeändert zu werden. Im übrigen wird in der Notiz der Dan­ziger Zeitungen darauf hingewiesen, daß die gesetz- liche Deckung des Notenumlaufs und der Sicht« Verpflichtungen der Bank von Danzig 70 o. H., unter Hinzurechnung der sonstigen Devisen sogar 90 v. H. betragt

und des Betriebs, den drei Wurzeln des Volkes. Das Gemeinschaftsleben muß durchpulst dem gemeinsamen Begriff der Ehre Leistung.

Die Oevisenbewirtschastung in polen Der Eindruck bei der Bevölkerung.

Englands Stellung zur Mandatsfrage

Baldwin lehnt die Uebertragung von Mandatsgebieten ab.

Oie soziale Ehrengerichtsbarkeit.

Errichtung des Obersten Ehren- und Oifziplinarhofes der Deutschen Arbeitsfront

London, 27. April. (DNB.) Der konservative Abgeordnete Herbert Williams fragte am Mon­tag im Unterhaus den Ministerpräsidenten, ob er nicht, um die Entwicklung einer dem Frieden abträglichen Lage zu verhindern, eine Erklärung abgeben wolle, daß die britische Regierung zu keiner Zeit einer Übertragung der Mandatsgebiete zustimmen werde.

Mnislerpräsident Sawwin

antwortete darauf u. a.: Die Mandatsgebiete wur­den bei Ende des Krieges von den hauptsächlichen alliierten und assozierten Mächten verteilt. Die solchermaßen auserwählten Mandatare nahmen die Mandate vom Völkerbund an und unterwarfen sich den besonders in Artikel 22 der Völkerbundssatzung und in den Mandaten selbst enthaltenen Verpflich­tungen. Diese umfaßten in erster Linie die Ver­pflichtung, bis zum äußersten das materielle und moralische Wohlergehen und den sozialen Fortschritt der Einwohner der Mandatsgebiete selbst zu fördern.

Weder in der Dölkerbundssahung, noch in den Friedensverlrägen oder in den Wandalen gibt es Bestimmungen, die Bezug haben auf die Ueberfragung von Wandalen von einer Wachl an die andere, und keine derartige Ueber- fragunq Hal jemals stallgefunden. Wan Hal mit mitgeteilt (I am advised), daß es, bevor irgendeine derartige Ueberfragung verwirklicht werden könnte, notwendig fein würde, auf jeden Fall die Zustimmung der gegenwärtigen

Aufruf zur friedlichen lledergade.

MarschallBadoglio an das abessinischeBolk.

Addis Abeba, 27. April. (DNB.) Die am Montagvormittag über Addis Abeba abgewor­fenen F l u g b I ä 11 e r enthalten einen Aufruf .ersten italienischen Heeresleitung an die abessinische Bevölkerung, der von Marschall Ba° es u a° 9e3cid)net ift 3" diesem Aufruf heißt . Gottes werde ich in Addis Abeba ein-

ykÄ?' nex F A und die Soldaten seiner Ersten ^ch die von ihm an die Front geführten Ersatzarmeen sind vernichtet. Die Städte

Wandatsmacht und der Wacht, an die das Ge­biet übertragen werden soll, und auch die ein­mütige Zustimmung des Bölkerbundsrales ein­zuholen. Ich hoffe, daß meine Ausführungen klargestellt haben, daß die Ueberfragung von Wandafen eine Frage ist, die, wäre sie in Aussicht genommen, der sorgfältigsten Er­wägung bedürfen würde. Was die von der britischen Regierung verfolgte Politik angeht, so möchte ich auf das bestimmteste versichern, daß wir die Ueberfragung irgendwelcher Man­datsgebiete an irgendeine andere Wacht nicht erwogen haben und nicht erwägen. Die Unter­hausmitglieder dürfen versichert fein, daß die britische Regierung keinerlei irgendwie geartete Absicht hat, die Frage von sich aus anzuschnel- de. Sollte die Frage hinsichtlich der Zukunft des Status der Wandafsgebiete aufgeworfen werden, fo würde die britische Regierung sich nicht zu irgendeiner Regelung der fraglichen Probleme verpflichten, ohne vorher dem Unter­haus vollste Gelegenheit für eine Aussprache gegeben zu haben.

Im Anschluß an die Erklärung Baldwins fragte der arbeiterparteiliche Abgeordnete T h u r t l e, ob es nicht eine Tatsache sei, daß seinerzeit, als die fraglichen Mächte die Mandate erhielten, die Be­völkerungen dieser Gebiete keines­wegs befragt worden seien. Baldwin antwor­tete, er glaube nicht, daß zu jener Zeit irgend jemand gefragt worden sei.

sich heute noch nicht sagen. Auch die nächste Kam­mer wird zwischen ener Linksregierung und Kon- ^entrattonsregierung schwanken. Wie unter diesen Umständen die allgemein erwarteten Reformen

dasEcko de Paris" meldet, soll die Wahl des Vorsitzenden des Pariser Stadtrates C h i a p p e, der sich in Korsika zum Abgeordnetenkandidaten hatte aufstellen lassen, auf Grund eines Zwischen­falles in dem kleinen Orte Calvi nicht anerkannt worden fein. Die Gegner Chiappes hätten in Kor­sika einen sehr heftigen Kampf gegen ihn geführt, und in Calvi hätten sich nach Abschluß der Wahl mehrere mit Revolvern bewaffnete Le u te der Wahlurnen bemächtigt und sie aus der Stadt fortgeschleppt. Auf diese Weise habe der Präfekt die Resultate nicht verkünden können.

Wahlunruhen auf der 3nfd Runion.

Paris, 28. April. (DNB. Funkspruch.) In dem Wahlkreis Saint-Denis auf der franzö­sischen Kolonialinsel R 6 u n i o n kam es bei der Auszählung der Stimmen für die Kammerwahlen in verschiedenen Bezirken zu blutigen Schläge­reien, wobei mehr als 30 Personen verletzt wurden.

Streik in der pariser Bekleidungs­industrie.

Paris, 28.April. (DNB. Funkspruch.) Die Ar­beiter einer großen Bekleidungsfabrik in Paris stan­den bereits feit drei Wochen im Streik. Da alle Versuche zu einer Beilegung des Streiks zwischen den Konfekttonsarbeitern und den Unternehmern fehlgeschlagen sind, wurde vom Syndikat der Her­renkonfektionsarbeiter und -arbeiterinnen für den heutigen Dienstag ein 24ftünbiger Sympathie­streik in Paris beschloßen.

Berlin, 27. April. (DNB.) In dem mit den Symbolen der Deutschen Arbeitsfront und reichem Blumenflor geschmückten Festsaal des Berliner Rachauses fand am Montagnachmittag eine würdige Feier anläßlich der Errichtung des Obersten Ehren- und Difziplinarhofes der Deutschen Arbeitsfront statt.

Der zum Vorsitzenden des Obersten Ehren- und Difziplinarhofes berufene

Hauptamtsleiter Or. von Renteln

begrüßte die Anwesenden, darunter zahlreiche Ver­treter hoher Parteistellen, Ministerien und Behör­den, und umriß die Aufgaben des Obersten Ehren- und Difziplinarhofes, der vor allem ^dazu geschaf­fen ist, die deutsche Arbeitsehre vor jedem Miß­brauch und vor jeder Unbill zu schützen. Ehre und Disziplin, erklärte er, sind die tragenden Pfeiler des Gemeinschaftslebens unseres Volkes.

Der Vorsitzende des Obersten Parteigerichts,

Reichsleiter Buch,

stellte einleitend die großen Leistungen des Füh­rers für das gesamte Volk heraus. Wenn die Par­teigerichte vom Führer berufen find zur Wahrung der Ehre der Partei und des einzelnen Partei­genossen, so sind die Ehrendisziplinargerichte der Deutschen Arbeitsfront als Hüter der Ehre der Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront berufen. Das alte Wort: ,Heder Stand hat feine Last, jeder

Ehrfürchtig vor der großen Vergangenheit und Gegenwart, tapfer, einsatzbereit und vor allem treu zum Führer Adolf Hitler werde diese junge Mann­schaft in die Zukunft schreiten.

Anschließend begab sich der Stellvertreter des Reichsjugendführers mit den Ehrengästen, zu denen sich auch der Kölner Regierungspräsident Diehls gesellte, zum Opernhaus, wo er den Vorbeimarsch der 13 000 Kölner Pimpfe abnahm.

lleber 15000 neue Iungniädel

NSG. Zum Geburtstag des Führers konnten im Obergau Hessen-Nassau insgesamt über 15 000 10- und 11jährige Mädel neu in die Jungmädel- schäft ausgenommen werden, die bereit sind, mit den vielen tausend anderen Jungmädels froh und gern ihre Pflicht und ihren Dienst als jüngste Helfer des Führers zu tun.

Stand hat feine Ehre", soll wieder zur Geltung kommen.

Reichsorganisationsleiter Or. Ley

legte dann in längeren Ausführungen dar, daß der Klassenkampf in Deutschland nur dadurch über­wunden werden konnte, daß man die Menschen im Betriebe zusammenbrachte, daß man Arbeiter und Unternehmer unermüdlich lehrte, daß ihr Schicksal auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden war. Der BegriffSoziale Ehre" ist bei uns der größte und herrlichste geworden. Zum erstenmal in der Geschichte der Völker kennen wir jetzt die soziale Ehrengerichtsbarkeit. Nicht die Tat allein wird beurteilt, sondern die Gesinnung, aus der eine Tat vollbracht wurde. Wir wollen dem Treuhänder der Arbeit seinen Begriff als höchster sozialer Richter nicht nehmen. Im (Segenteil, wir wollen ihn durch die Abnahme der Kleinarbeit des Alltags zu der Stellung emporheben, die er haben muß. Der Treuhänder muß im Volke ein un­erhörtes Vertrauen genießen. Unternehmer und Ar­beiter müssen von der Richtigkeit seines Spruches überzeugt sein. Er soll oberster sozialer Richter bleiben. Aber die P a rt e i und die A r - beitsfront als Instrument der Partei wollen das Volk zusammenführen auf gleicher Ebene. Wir werden eine Gemeinschaft gründen auf der untersten Zelle der Familie, der Gemeinde

Volksfront gegenseitig zugunsten des für die Stichwahl aussichtsreichsten Kandidaten zurückzu­treten. Wenn diese Absicht verwirklicht wird, könnten von den rund 430 noch zu ermittelnden Sitzen die meisten an die Linksparteien fallen. Das starke Anwachsen der Kommunisten hat jedoch in radikal- sozialistischen und auch in sozialistischen Kreisen etwas abkühlend gewirkt, und es ist daher nickt zu übersehen, wie weit sich diese Parteien an bte Losung der Volksfront halten werden. Auf alle Fälle haben sie schon jetzt deutlich erkennen müssen, daß die Volksfront sich ausschließlich zugunsten der Kommunisten auswirkt. Die radikalsozialistischeRepublique" schreibt in die­sem Zusammenhang bereits:Das wichtigste Ziel des zweiten Wahlganges fei, die Rechte zu schlagen. Dieses Ergebnis könne nur durch Verzicht erreicht werden. Es fei aber nicht zweckmäßig, stets zugun­sten des aussichtsreichsten Kandidaten zu verzichten. Klüger wäre es, der Rechten den gemäßigsten Linkskandidaten gegenüberzustellen."

Von den 18 Mitgliedern der Negierung, die dem Abgeordnetenhause angehören, hatte der Gesund­heitsminister N ic o 11 e auf eine Wiederwahl ver­zichtet. Von den übrigen Ministern und Staats­sekretären sind die bekanntesten wiedergewählt wor­den, einige stehen jedoch in Stichwahl, darunter der radikalsozialistische Unterrichtsminister G u e r n o t in nicht gerade günstiger Stellung und der radikal- sozialistische Justizminister Dalbos. Neben den neueinziehenden Kommunisten sind als der bis­herigen Kammer nicht angehörend der Hauptschrift- kiter desEcho de Paris", d e K e r i 11 i s , der gleichzeitig das rechtsstehende Propagandazentrum leitet, und ferner der ehemalige Pariser Polizei­präfekt und jetzige Bürgermeister der Hauptstadt C h i a p p e zu erwähnen, der in feiner korsischen Heimat auf den Schild gehoben worden ist. Die führenden Abgeordneten der einzelnen Gruppen sind in der Regel wiedergewählt worden, ober stehen in aussichtsreicher Stellung. Um fo über» rafchenber ist bie Tatsache, daß Herriot in Lyon nicht nur nicht im ersten Wahlgang gewählt wurde, sondern auch nicht einmal die meisten Stimmen in feiner Bürgermeisterstadt erzielte.

Italien beschwert sich Über Oum-Dum-Gesckosse.

Rom, 27. April. (DNB.) Wie im italienischen Kolonialministerium erklärt wird, ist ein Tele­gramm von Marschall B a d o g l i o eingegangen, in dem mitgeteilt werde, daß über 200 0 Hülsen von Dum-Dum-Geschossen, die von der abessinischen Armee verwandt worden seien, aufge­funden worden seien. Es fei festgestellt, baß fast sämtliche abessinischen Bewaffneten mit Dum- Dum-Gesckossen versehen seien. In einem Telegramm Des Gouverneurs von Somaliland heiße es, daß von 160 italienischen Verwundeten 120 von solchen Geschossen getroffen worben seien. Das entsprechende Beweismaterial, so erklärt man, werde gemeinsam Mit den beiden Telegrammen dem Völkerbund zugeleitet werden.

DasOiornale d'Jtalia" knüpft daran einen sehr scharfen Leitartikel, in dem Abessinien der Grausamkeiten angeklagt wird; gleichzeitig wird bie mehrfach erhobene Beschulbigung wieberholt, baß englische Munitionsfabriken diese D u m - D u m - G e s ch o s s e bis in bie letzten Mo­nate nach Abessinien geliefert hätten. Diese uner­hörte Zusammenarbeit zwischen Elementen einer zivilisierten Nation und dem Ueberbleibfet eines Sklavenstaates, so fährt das Blatt fort, könne für die Sicherheit der menschlichen und politischen Zu­kunft aller Länder ernste Präzedenzfälle schaffen.

Gondar, Socota und Dessie sind von ut^s einge­nommen. Wir sind Herren von Ogaden und werden in einigen Tagen in Harrar stehen.

Ich will nickt, daß das christliche abessinische Volk vernichtet wird. Wir bringen Frieden und Zivilisa­tion." An die Mahnung, fein Blut untereinander zu vergießen, schließt sich die Aufforderung an bie abessinischen Krieger, ben Kampf einzustellen unb in bie Heimat zurückzukehren. Zum Schluß heißt es: Zerstört keine Straßen und setzt meiner Armee keinen Widerstand entgegen. Wir wollen weder euer Leben noch euer Eigentum. Wenn ihr aber meiner Armee Widerstand leisten und die Straßen zerstören solltet, wird die italienische Heeresmacht er­barmungslos über euch herfallen. Die Flugzeuge werden ein Blutbad unter euch anrichten und alles vernichten."

Hofruf an fterriot

Paris, 27. April. (DNB.) Die Tochter des Negus hat im Namen des Abessinischen Frauen­bundes, dessen Vorsitzende sie ist, einen telegraphi­schen Notrufan den früheren Ministerpräsidenten Herr io t gesandt. Darin wird Herriot gebeten, sein Ansehen dafür einzusetzen, daß der Anwendung von G a s im Kriege gegen Abessinien ein Ende ge­setzt werde und baß überhaupt bie Schrecken des Krieges sofort beendet werden möchten.

Herriot hat geantwortet, daß er das Tele­gramm an die französische Regierung weiterleiten werde.

Warschau, 28. April. (DNB. Funkspruch.) Die polnische Oeffentlichkeit steht noch völlig unter dem Eindruck der Einführung der Beschränkun­gen im Verkehr mit Devisen und Gold. Die Presse hebt zum großen Teil hervor, daß die Devisenoerordnung von der Oeffentlichkeit mit Ruhe ausgenommen worden sei. Einzelne Blät­ter, die wirtschaftlichen Kreisen nahestehen, hoffen, daß die Bekämpfung der Spekulation, üe das Hauptziel der Devisenverordnung ist, dazu ühren werde, daß man um so mehr Devisen für den legalen Handel und für die Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Umsätze freigeben könne.

Der konservativeCz a s" meint, als zeitweilige Anordnung gegen die Spekulation könne man die Devisenbeschränkungen vielleicht als notwendig an- ehen, aber man müsse allen Versuchen ent- Ie gen treten, die Devisenbeschränkungen zum tändigen Instrument der Wirtschafts­politik zu machen. Die Beunruhigung der Oef- entlichkeit und die Machenschaften der Miesmacher, die den Anlaß zu den Devisenverordnungen gegeben batten, würden in kurzer Zeit verschwunden sein Dann aber müsse man Mittel der Valutapoli- t i k suchen, die nicht das Wirtschaftsleben be­hinderten.

Wie stark unter dem Einfluß der Innenpolitiken Krrsenstimmung der letzten Wochen die Hamsterung von ausländischen Devisen und Gold sich ausgewirkt hat, zeigt die Tatsache, daß die polnischen Privat­banken in den letzten Tagen der Vorwoche 4 Vt und am Samstag 6 Millionen Zloty bei der Bank von Polen angefordert hatten. Die gleichzeitig zu beobachtend- Zurück.

♦Gondar

Tana-See

Dschibuti

Dessie

Diredaua

Addis Abeba

Harrar Dschd*hl93

nt>

Dagabur

Sassabaneh

o loo. 200 300 km