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Nr. 75 Dritter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Samstag, 28. Marz (936

dem

damit

Aufbau des neuen Deutschland!

Kreisleitung Wetterau der NSDAP

Aus der Provinzialhauptstadi

sich nur

Hitler statten ab durch die

insge- zu je

Gemeinheit erschließt.

Die Leistungen des Arbeitsdiensleinsahes in

A vberMen hl- jcbruat IAH zeigen weiter im

nühigen Aufgaben an den Baustellen samt 214 527 Lohnarbeiter-Taaewerke acht Stunden geleistet.

stärken. Aber am raschesten ist der, der mit einem Male seinen Kopf in den Rasen drückt und nun wie ein Rad bergab wirbelt. Der Einfall findet begei­sterte Zustimmung und steigert die Lust am Weiter­tollen. Jeder bemüht sich, etwas Besonderes zu er­finden. Einer versucht, dasRädchen" rückwärts hin­unter. Aber es mißlingt. Zwei andere fassen ein­ander um die Hüften und beweisen, daß man nun auch seitwärts fix hinabkornrnt. Dann nimmt einer den andern bei den Beinen und läßt ihn auf den Händen hinunterlaufen. Sie spielenSchubkarren".

Die Kleinsten sind zufrieden, wenn sie sich ein­ober zweimal seitlich kugeln und lachen hell und wollen bewundert sein. Einer, der noch sehr unsicher

Hinsicht haben wir ebenfalls dem danken. Diesen Dank an Adolf wir alle am morgigen Sonntag eine Tat:

Jede Stimme dem Führer und

Der originelle Wegweiser zum Arbeitsdienstlager vor dem Philosophenwald.

(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) iricht vollbracht werden könnten, oder zum minde- l'ien auf Jahre hinaus noch nicht zur Inangriff­nahme reif wären, die aber durch ihre Verwirk­lichung auf dem Boden der Gemeinnützigkeit gerade rn diesen ersten Jahren des Wiederaufbauwerks unseres Führers besonders wichtig find und dar­über hinaus ihren hohen wirtschaftlichen Wert auch für die kommenden Generationen behalten. Bei die­ser Betrachtung des Wirkens des Arbeitsdienstes ergibt sich klar, daß der Führer mit dieser Ein­richtung dem deutschen Volke eine Waffe für den sittlichen und wirtschaftlichen Aufbau geschaffen hat, >ie sich bisher schon als außerordentlich tauglich erwiesen hat und sich auch für die Zukunft unseres Lölkes als segensreich erweisen wird.

Halten wir uns zunächst einmal die erzieherische und sittlich-erneuernde Seite der Aufgabe des Ar- oeitsdienstes vor Augen. Noch vor wenigen Jahren, »evor der Führer fein großes Werk begann, waren »iele Taufende von jungen Leuten zum Nichtstun, ium Bummeln auf der Straße verurteilt. Die Ar- »eitsgelegenheiten, an sich in jener Zeit schon sehr rar, wurden von Monat zu Monat, von Woche zu Woche knapper. Immer mehr junge Leute fielen ber furchtbaren Geißel der Arbeitslosigkeit zum Opfer. Insbesondere traf dieses harte Los viele Hoffnungsvolle junge Menschen, die ihre Lehrzeit beenbet hatten unb an bereu Abschluß statt ber er= Hofften Tätigkeit als Hanbwerksgeselle sich arbeits­los auf ber Straße sahen. Daß bei biejem Nieber- gang keine sittlich starken unb für unser Volkstum auch in wirtschaftlicher Hinsicht wertvollen Men­schen heranwachsen konnten, liegt auf ber Hanb. Fein Wunber, baß viele bieser enttäuschten jungen Menschen gewissenlosen unb mit keinerlei mora- ischen Hemmungen behafteten Hetzern unb Ver­führern zum Opfer fielen, ber wahnwitzige, selbst- zerstörerische Rabikalismus unter biefen Opfer jener urchtbaren Zeit immer mehr um sich griff. Da ^üblich kam ber Arbeitsbienst. Zunächst war er auf ber Grunblage ber Freiwilligkeit aufgebaut. Obwohl vlso keinerlei Zwang für bie jungen Leute vorlag, begaben sich boch erfreulicherweise viele Tausenbe □on ihnen in bie Reihen bieser Dienst- unb Opfer­gemeinschaft, beseelt von bem einen Gebauten, rgenbmie roieber Arbeit zu finben, nicht etwa große Ökroinne ober Reichtümer babei zu erwerben, son­dern vor allem mit bem Ziel, ihrem Leben roieber einen Sinn, roieber einen moralischen Gehalt zu »eben. Unb von ba aus begann ber Arbeitsbienst lein segensreiches Werk an ber Jugenb unb bamit mm gesamten beutscheu Volke, bem er burch seine «vortreffliche Erziehungsarbeit einen wertvollen Nachwuchs junger Manner geben wirb, auf ben !die Nation mit Recht voll froher Hoffnung blicken tonn.

Wenn wir uns bie materielle Auswirkung bieser Arbeit im Dienste ber Gemeinschaft für unsere vberhessische Heimat ausehen, so erhalten «wir ebenfalls bie Gewißheit, daß von ben Män- mern bes Arbeitsdienstes ein vorbilbliches Werk ge­leistet wirb.

3n Oberhesien hak ber Arbeitsdienst bis zum Februar 1936 bei seinem Wirken an gemein-

Das Kreuz in den Kreis!

Jeber Stimmzettel am Sonntag trägt einen kreis. Du gibst dem Führer daburch deine Stimme, daß du in den kreis ein kreuz zeichnest.

Ser Arbeitsdienst im Ausbauwerk des Führers

Vorbildliche Leistungen in Oberheffen zum Besten der Dolksgesamtheit.

bei diesen Arbeiten um große Rodungen im Gießener Stadtwald und um Entwässerungs­arbeiten in den Gemarkungen der Orte Reis­kirchen, Burkhardsfelden, Hattenrod, Harbach und Ettingshausen.

Auch mit diesen Arbeiten werden sich die Arbeits- dienstrnäuuer wieder ein bleibendes Andenken an ihren gemeinnützigen Dienst sichern.

Zwei Außeuzüge des Gießener Arbeitsdienst­lagers, die bisher im Hinterland, in Kirchners und in Damm, uutergebracht waren und mittler­weile selbständige Abteilungen im Bezirk von Gladenbach geworden sind, haben in der Zeit ihrer organisatorischen Zugehörigkeit zum Gießener Ar­beitsdienstlager in den Gemarkungen von Kirchners und Damm rund 2 0 0 0 0 Lohntagewerke bei Wasserlaufregulierungeu und Meliorationen ge­leistet und damit, den wirtschaftlich schwach gestellten Gemeinden unschätzbare Dienste für ihre Zukunft erwiesen.

So sehen wir an diesem Teilausschuitt des Ar- beitsdieusteinsatzes in Oberhesien und im Gießener Bezirk ein Wirken, das in seinen Grundlagen und in den Einzelheiten nationalsozialistisch ausgerichtet ist und dem hohen Ideal der hingebenben Pflichterfüllung im Dienste der Dolks­gesamtheit entspricht, die ber Führer allen beutscheu Menschen als ihre starke Verpflichtung gegenüber ber Volksgesamtheit immer roieber auf­zeigt.

Durch diese Ausrichtung bes Arbeitsbiensies werben wertvolle Menschen gebilbet zu ihrem eigenen vorteil unb zum Besten ber Gesamt­heit unseres Volkes, zugleich auch vortreffliche gemeinnützige Werke geschaffen unb bamit ber Ration ein bebeutfames Stück ihrer Zukunft gesichert.

Das ist für ein Provinzgebiet, in bem einige Lager bes Arbeitsbienstes befinben, eine ge­waltige Leistung. Die Gesamtkosten bieser Arbeits- vorhaben würben sich bei ber Ausführung burch bie (freie Wirtschaft (Lohukosten unb Materialkosteu) auf 942 707,62 Mark belaufen, bei ber gleichen Aus­führung im Arbeitsbienst (Zuschüsse unb Material­isten) erforderten sie jeboch nur bie Summe von 271 148,17 Mark. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß bie Summen für biefe gemeinnützigen Arbeits­leistungen aus ben Mitteln ber Volksgesamtbeit be­stritten werben müssen, also in Form von Steuern unb Abgaben jeben einzelnen Volksgenossen be­rühren, so erkennt man, wie stark sich ber Arbeits­dienst mit feiner gemeinnützigen Tenbeuz zum Vor­teil jebes einzelnen Volksgenossen auch in bieser Hinsicht auswirkt, inbem er ihn trotz ber Schaf- ffung bebeutfamer wirtschaftlicher Werte nur in ver­hältnismäßig geringem Ausmaße belastet, zugleich ober auch jungen, arbeitsfrohen Menschen bie Mög­lichkeit zum Schaffen unb zum Dienst für bie All-

Diesen hohen Gewinn in ideeller und in materieller .............. Führer zu

Deutscher Volkstag

für Ehre, Freiheit und Frieden."

Samstag, 28. März 1936.

Um 20 Uhr richtet der Führer von Köln aus über alle deutschen Sender den letzten großen Appell vor der Wahl an das deutsche Volk.

Zeder Volksgenosse muß den Führer an dies em Abend hören!

Wir fordern alle Volksgenossen, die über ein Empfangsgerät verfügen, aus, solche Volksgenossen, denen keine Gelegenheit zum Empfang der Führerrede gegeben ist, an diesem Abend zum Gemeinschastsempsang einzuladen.

Alle Gaststätten in Gießen werden gebeten, ebenfalls die Führerrede zu über­tragen. Während der Führerrede ist der Betrieb auf das Rotwendigste einzu­schränken.

Die Gießener Ortsgruppen haben für den Gemeinschastsempsang der Führerrede folgende Lokale hergerichket:

Studentenheim, Leihgesterner Weg

Großer Hörsaal der Universität, Ludwigstraße Schühenhaus, Kaiserallee Stadt Lich", Licher Straße Germania", Kaiserallee Cafe Leib, Walltorstraße

Soldan, Kanzleiberg (Ecke Sonnenstraße)

Rohl, Ederstraße

Raum der Technischen Rothilse, Vrandgasse.

Alle Volksgenossen werden eingeladen, sich am Gemeinschastsempsang in diesen Lokalen zu beteiligen.

Die Hitler-Zugend nimmt geschlossen an diesem Gemeinschastsempsang keil und verteilt sich aus die Lokale Großer Hörsaal, Studentenheim, Schühenhaus.

Die SA. und die übrigen Gliederungen entsenden Abordnungen in sämtliche Lokale.

zwischen ben Grasbüscheln herumstolpert, setzt sich abseits unb probiert, ben Kopf an bie Erbe unb bie Beine in bie Luft zu stemmen. Plötzlich packt ihn einer ber größeren Jungen an ben Füßen unb läßt ihn kopfüberschlagen. Bestürzt unb erschrocken hat ber Kleine, ber sich wohl ben Dreh anbers gebucht, einen Augenblick lang zu atmen vergessen. Da ihn aber ber größere Bruber fröhlich anlacht unb meint, er könne es ja, werben seine Augen groß unb leuchtenb. Er patscht in bie Hänbe, sich selber nach­träglich zu seinem gelungenen Kunststück Beifall fpenbenb.

Ist er nicht beneibensroert in feiner Selbstzufrie- benheit unb feinem Glück?

Vornotizen.

Tageskalenber für Samstag.

NSDAP.: 19.45 Uhr Gemeinschaftsempfang ber Führerrebe aus Köln in ben einzelnen Ortsgruppen. (Näheres in ber heutigen Bekanntmachung ber Kreisleitung.) NSG.Kraft burch Freube": Ab 15.30 Uhr allgemeine Körperschule unb Walblauf auf bem Universitätssportplatz am Kugelberg. Gloria-Palast, Seltersweg:Mäbchenjahre einer Königin". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Dschungel ruft". Oberhessischer Kunstoerein (Turmhaus am Branbplatz): 16 bis 17 Uhr Aus­stellung von Gemälben von Richard Geßner-Düsiel- borf.

Tageskalender für Sonntag.

Musikzug ber SA.-Stanbarte 116: 11 bis 12 Uhr Platzkonzert Ecke Plockstraße - Johannesstraße. Stabttheater: 19 bis 22 UhrDie blaue Mazur". Gloria-Palast, Seltersweg:Mäbchenjahre einer Königin". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Dschungel ruft". Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Branbplatz): 11 bis 13 Uhr Aus­stellung von Gemälben von Richarb Geßner (Düffel- borf).

Der Spielplan bes Gießener Stadttheaters, vom 29. Wärz bis 5. April.

Aus bem Stabttheaterbüro wirb uns geschrieben: Sonntag, 29. März, von 19 bis 22 Uhr, außer Abonnement bie SchlageroperetteDie blaue Ma­zur" von Fr. Lehär. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer Spielleitung: Paul W r e b e. Tänze: Thery Schultheis. Dienstag, 31. März, von 20 bis 22.30 Uhr, Erstaufführung ber neuen Lust­spieloperetteDie unvollkommene Ehe" von A. Nehring. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Spielleitung: Paul W r e b e. Die Vorstellung gilt zugleich als 24. Vorstellung im Dienstag-Ab'onne- ment. Mittwoch, 1. April, von 19.30 bis 22 Uhr, als 24. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement,Die Insel", Schauspiel von Haralb Bratt. Spielleitung: Anton Neuhaus. Donnerstag, 2. April, von 20 bis 22 Uhr 4. Symphoniekonzert. Werke von Borobin, Egk, Weber, Tschaikowsky. Musika- .lische Leitung: Professor Stefan Temesvary. Solist: Hch Grau (Klarinette). Das verstärkte Stäbtische Orchester. Außer Abonnement. 9. Abonnementskonzert bes Gießener Konzertver- ems. Freitag. 3. April, von 20 bis 22.30 Uhr bie neue LustspieloperetteDie unvollkommene Ehe" von Albrecht Nehring. 25. Freitag - Abonnement. Samstag, 4. April, von 20 bis 22.30 Uhr als ®°rrf*eUung ber Deutschen Bühne bas interessante GesellschaftsstückDie Insel". Spielleitung: Anton Neuhaus. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an ber Abenbkasse. Sonntag, 5. April, von 11.30 bis 12.30 Uhr 3. Morgenfeier. Von 19 bis 21.30 Uhr zum letztenmal ber LustspielerfolgKrach im Hinterhaus" von M. Böttcher. Spielleitung: Hein- rieb Hub. Die Vorstellung ist außer Abonnement.

Garteninspektor i. N. Nehnelt 75 Jahre alt.

Ser IInwersitäts-Darteninspektar i. R. Friedrich Rehnelt in Gießen kann am fommenben Mon- 0-Marz, in bester körperlicher unb geistiger ^rische seinen 75. Geburtstag begehen. Herr Reh» "e" war vom Herbst 1892 bis zum Herbst 1926 '"V Umoersltats-Garten als Garteninspektor tätig unb hat sich m bieser Stellung um bie Allgemein- beit msbefonbere um die Universität große Ver- dienfte erworben. Daneben hat er sein reiches Wis- sen und seine großen Erfahrungen in den Garten- bau^rgamfationen und seit mehr als einem Jahr- zehnt auch m derScholle" desGießener An- zeigers stets in vorbildlichster Weise in den Dienst nX Durch feine unermüb.

Iid)e Hilfsbereitschaft und seine Liebenswürdigkeit gegenüber jedermann, wie auch durch seine au'qge- zeichneten Charaktereigenschaften hat er sich in Gie- Ben und weit darüber hinaus bei vielen Volksge- nosien große Wertschätzung erworben.

Platzmusik des GA.-Musik,uges.

Der Musikzug der SA.-Standarte 116 gibt am morgigen Sonntag, 29. März, von 11 bis 12 Uhr an ber Ecke Plockstraße-Johannesstraße ein Platz- fonjert. Die Bevölkerung sei auf diese Veranstal- tung besonders hingewiesen.

Die Glocken läuten.

Line Anordnung der Evangelischen Landeskirche Rasfau-Hesien.

» Drr Lanbeskirchenausfchutz der Evangelischen Lan- beskirche Nassau-Hessen orbnet hierdurch an. bas, am Samstag, W Mar,,, na* der Führerrebe vanB«. ginn bes Aitmeber,anbischen Sanfqebetes an alle ©lorfen einer Viertelstunde lang lauten. Eine schritt. l>ch° Anordnung ergeht nicht mcljt 1

wieder ab. Sie Kleine jauchzt! Senn schau schnellt sich ber Kreisel mit schönem Schwung in einem eleganten Bogen über bie Sandfläche, sich im rasenden Dreh auf feiner einzigen Fußspitze um sich selber wirbelnd. Jeder sichere Peitschentreffer steigert seine rasch erlahmenden Kräfte und be­feuert ihn zu kühnen Sprüngen dahin und dort­hin, aber die Kleine, bie nunauch mal" will, hat ihn im Nu roieber zu Tobe geprügelt. Die lachenbe Schwester weiß noch eine zweite Antriebsart. Sie bohrt ben Kreisel mit seiner Spitze in ben Sanb bis er aufrecht stehen bleibt, unb läßt ihn bann mit einem gelungenen Schlag in einen schwachen Wirbel springen, ben sie mit flinken Hieben sehr schnell zum anmutigsten Kreiseln zwingt.

Der Kleinen, bie ihr Können ebenso zeigen will, bauert inbes ber Tanz zu lange. Sie greift nach bem Wirbelnden und ist erstaunt, daß er in ihrer Hand so jäh zum leblosen Stück Holz wird. Sie stößt und dreht ihn, wie es die Schwester tat, mit feiner Spitze in ben Sanb, aber er bleibt vorerst noch nicht allein stehen...

Von bem Baumweg führt ein schräger Pfad zu den Schrebergärten hinab, in denen Männer unb Frauen fleißig beim Säubern unb Graben finb. Die Erbe muß aufgelockert unb burchlüftet werben. Un- krautwurzeln werben beiseite geworfen unb Dünge­mittel gestreut, bamit ber gereinigte Boben sich kraf- tigt für bie neue Saat.

Ein paar kleine Knaben, bie wohl ba unb bort zu leichten Hanbreichungen, wie zum Wegtragen ber Unkrauter unb Abfälle abgeernteter Gemüse ange- [teilt waren, finb ausgeflitzt unb haben sich am gra- figen Hang zusammengesunden, in ben sich die Sonne richtig hineingewühlt hat. Hier beratschlagen sie, was man tun könne.

Plötzlich läßt sich einer von ihnen seitwärts ben Hang hmunterrollen unb schon machen es bie anbern nach. Jeder will schneller unten ankommen, als der andere, Lis Arms müßen den Schwung vor­

einzelnen folgendes Bild: Wasierlaufregulierun- gen 35,944 Kilometer mit 596,02 Hektar Vor­teilsfläche, Drainagen 51,933 Kilometer mit 58,31 Hektar Vorteilsfläche, Rodung und Melio­rationen 65,21 Hektar, Forftkulturarbeiten 784,13 Hektar, Hilfeleistung bei Stadtsiedlung 36 Siedlerftellen, Wegebau (Aus- und Reubau) 149,104 Kilometer.

2n diesen Zahlen spiegelt sich eine Leistung wider, auf die der Arbeitsdienst in hohem Maße stolz sein kann.

Lenken wir unseren Blick von der Gesamtleistung des Arbeitsdienstes in Oberhessen auf die uns räum­lich am nächsten gelegene Leistung ber Gießener Arbeitsbienstabteilung 223/8 Justus von Liebig, die in dem Lager am Philo­sophenwald untergebracht ist, so tritt uns für die Zeit vom September 1934 bis zum März 1936 hier eine Leistung von rund 56 000 Lohntagewerken vor Augen. Bei deren Durchführung wurden Rodungen, Feldwegebauten, Entwässerungen, Oedlandkultivie- rungen, Forftkulturarbeiten und auch ein Stück Lahnregulierung ausgeführt. Das Arbeitsfeld der Gießener Arbeitsdienftabteilung erstreckte sich auf die Gemarkungen der Stadt G i e ß e n und der Orte Annerod, Rödgen, Wieseck, Alten- Buseck, Daubringen, Albach, (Stein- dach, Watzenborn-Steinberg und Frje­de l h a u s e n. In allen diesen Gemarkungen wur­den durch den Einsatz bes Arbeitsbienstes Werte ge­schaffen, bie ohne ihn von ben Gemeinben zum min­desten jetzt noch nicht hätten erschlossen werben kön­nen, unb so haben sich bie Arbeitsbienstmänner ber Gießener Abteilung wohlbegrünbeten Anspruch auf bie bankbare Anerkennung bieser Gemeinben er­worben.

Unmittelbar vor der Inangriffnahme durch die Gießener Arbeitsdienstabteilung stehen weitere rund 50 000 Lohntagewerke. Ls handelt sich

Einen der wichtigsten Frontabschnitte im Kampfe bes Führers um ben Wieberaufbau bes beutschen Lölkes hält ber Arbeitsbienst erfolgreich besetzt. Er lellt einen bebeutfamen Teil ber Kerntruppe dar, mit deren Hilfe der Führer feinen großen, unblu- ligen Krieg für die friedliche Erneuerung des deut- \a)en Volles führt. Nahm der Arbeitsdienst im Geben unseres Volkes bereits eine bedeutsame Stel­lung ein, als er noch aus Freiwilligen sich er­gänzte, so ist fein Schwergewicht erheblich gewach­sen, seitdem der Dienst in feinen Reihen allen taug­lichen jungen Leuten von Reichs wegen zur Pflicht gemacht ist.

Dem Wirken bes Arbeitsbienstes kommt eine bop- velte Bebeutung zu. Einerseits ist er als Vorstufe Zier körperlichen Erziehung unserer jungen Männer oor beren Eintritt in bie Wehrmacht unb als Pflegestätte bes hohen Gebankens ber Kamerab- ichaft unb ber Uneigennützigkeit im Dienste bes Lolksganzen in ibeeller Hinsicht gar nicht hoch ge­nug einzuschätzen. Anberseits entstehen auf bieser Grunblage feines Schaffens Werke zum Besten ber Volksgemeinschaft, bie ohne ihn entmeber überhaupt

Kinderspiele

Unter ben fnofpenben Linden bes Baumwegs, an ben Schrebergärten entlang, sitzen auf ben Bän­ken, bie im hellen Grün ihres neuen Anstrichs prangen, bie Frauen mit ihren Kinberwagen im warmen Sonnenschein. Die Kleinen schlafen sich rosige Bäckchen, auch bie Gesichter ber größeren Kinber, bie um bie Bänke spielen, glühen im Glanz und lauen Atemspiel des Frühlings. Die Mütter können sie achtlos sich selbst überlassen und ihre eigene Freude an dem immer wiederkehrenden Wunder des Grünens und Blühens einander aus­plaudern.

Die kleinen Mädchen haben sich mit einem spitzen Stein ein Spielfeld in den glatten Weg gezogen. Lauter aneinanbergereihte Quabrate unb Rechtecke, bie zum Teil biaaonal burchschnitten werben. Diese Teilselber, so will es bie Regel, müssen ber Reihe nach von einem glatten Stein, ber hineingeworfen wird, burchlaufen werben. Der Stein barf weder ein Feld überspringen, noch auf einen Grenzstrich fallen. Vor den gleichen Fehlern muß sich das Mädchen hüten, das sich seinen Stein zurückholt. Alle sind mit bewundernswerter Hingabe und rast­losem Eifer beschäftigt, als gelte es etwa eine Meisterschaft zu verteidigen.

Eine, bie noch zu klein ist, um Sinn unb Regeln bes Spieles zu erfassen, hat einen Kreisel vor sich liegen unb mißhanbelt ihn mit bem Stock einer Peitsche, weil er gar nicht tanzen will. Sie stößt unb schiebt ben Schwerfälligen, der noch nicht ein­mal seinen Kopf aus dem Sande lüftet, geschweige denn sich auf sein Tanzbein stemmt, unb gerät schließlich aus Enttäuschung über ben Mißerfolg ihrer Bemühungen in Hitze unb Aerger. Eine ber Spielerinnen muß zu Hilfe eilen, ihr bie Tränen trocknen und ihr zum wievielten Male? zeigen, wie man dem Kreisel auf# Bein hilft. Sie wickelt die Peitschenschnur um die Rillen des Kkeijels, bückt M und recht sie mit einem Ruck