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der äußeren Freiheit und Gleichberech- t i g u n g. Aus der Lehre der Geschichte, daß eine nach außen geknebelte Nation der Segnungen im Innern entbehren muß, hat der Führer am 16. März 1935 die Folgerungen gezogen. Er hat um das deutsche Volk und sein Reich eine besondere Klam- mer des Schutzes gelegt: die auf der allgemei­nen Wehrpflicht aufgebaute deutsche Volks- arn^ee zur Sicherung von Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung. Mit dem Einzug der deutschen Truppen in die Friedensgarnisonen am Rhein am 7. März 1936 hat schließlich der Führer die volle Souveränität über das deutsch eReichs- gebiet wieder hergestellt. Nach dem Rückerwerb

des Saargebietes und der Zurückgewinnung der vollen Souveränität über das Rheinland hoffen und glauben wir, daß der tausendjährige Kampf um den Rhein ein friedliches Ende gefunden hat.

Mögen die anderen Staaten und die Welt in diesem Ringen um die Existenz des deutschen Vol­kes keine Bedrohung und keine Beeinträchtigung ihres guten Daseinsrechtes und ihres Rechtes auf Entfaltung ihrer eigenen Art sehen, das ihnen Deutschland niemals bestritten hat. Mögen sie viel­mehr alle diese Vorgänge werten als das berech­tigte Sehnen und Streben unseres Volkes nach seinem Staat, seiner Kunst, seiner Wissenschaft und der Gestaltung aller Dinge um uns und in uns aus seiner, unserer besonderen Art.

Wir aber erkennen und fühlen, daß das vom Führer geschaffene Dritte Reich, ruhend auf den unvergänglichen Werten des deutschen Volkstums und wurzelnd in der Tiefe der deutschen Seele, die beginnende Erfüllung unserer zweitausendjährigen deutschen Geschichte ist und damit die endliche Wie­derherstellung des mit der Erschaffung des deut­schen Volkes verbundenen Sinnes der Schöpfung. Die Wahl am 2 9. März wird aller Welt den Beweis dafür erbringen, daß die deutsche Nation dankbar und treu ist,'daß sie die geschichtliche Sen­dung des Führers erkannt hat, und daß sie dem Führer zu Freiheit, Gleichberechtigung und Frieden getreu bis ins tiefste Herz hinein ist. Deutschland ist der Führer, und der Führer ist Deutschland.

Schließt Frieden!" das ist der Wunsch der Völker.

Oes Führers Appell an die Welt vor den Arbeitern der Kruppwerke in Esten.

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Jubelnder Willkomm in der Kruppstadl

Bahnsteigen herrscht eine beängstigende Fülle. Dr. Goebbels verläßt als erster sofort den Bahnhof und begibt sich im voraus zur Lokomotiohalle, um von dort aus den Rundfunkvorbericht über die Kundgebung über die deutschen Sender zu geben. Kurz vor 15.30 Uhr brausen Heilrufe über den Platz. Der Führer hat den Zug verlassen und erscheint vor dem Bahnhof. Die SS. präsentiert. Sturmfahnen werden erhoben, und der Jubel steigt an zu einem brausenden Heilrufen aus vielen tau­send Kehlen. Der Führer schreitet die Front ab und besteigt dann seinen Wagen, der sich unter dem nicht endenwollenden Jubel der Massen langsam in Bewegung setzt. Endlos zeichnen Menschenmauern den Weg des Führers. In der Bottroper Straße haben Schwerkriegsbeschädigte und U n - fallverletzte auf einer Reihe von Bänken Platz im Spalier erhalten. Hunderte von Krüppeln, die noch nie den Führer sahen. Der Führer läßt den Wagen halten, steigt aus und barhäuptig schreitet er grüßend langsam die Front der Opfer des Krie­ges und der Arbeit ab. Ein Arbeiter, der nicht gehen kann, will spontan aufspringen, und fast stürzt er. Da tritt der Führer ihm entgegen und stützt ihn mit seiner Hand, und minutenlang liegt die schwielige Arbeiterfaust in der des Führers. Dieser Augenblick war allen, die ihn sahen, wie ein Gleichnis. Dann geht die Fahrt weiter. Die Wagen biegen in den Hof der Kruppschen Lokomotiohalle ein.

Vor dem Eingang zur Kruppschen Lokomotiohalle, in der der Führer sprach, sah man schon in den frühen Morgenstunden zahlreiche Volksgenossen, die im Regen geduldig auf Einlaß warteten.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Wenige Minuten vor 16 Uhr flammen die Schein- werfer von den Laufbrücken auf, die den Steg in fast unwirkliche Helle tauchen. Die Musikzüge in­tonieren den Badenweiler Marsch. Am Ende der weiträumigen Halle sieht man in dem hellen Licht die Hände hochfliegen, und wie ein fernes Brausen klingt der Willkommens st urm auf, der d e n Führer am Eingang der Halle emp­fängt. Aber erst als er den Steg selbst betritt, ist er von den Zehntausenden weithin zu sehen. Langsam, nach allen Seiten freundlich grüßend, geht der Führer den Steg entlang, begleitet von einem Jubelsturm ohnegleichen. Heber ihn gleitet die Laufbrücke, auf der die Filmoperateure unterge­bracht sind, dahin. Etwa auf der Mitte des Weges klettert ein Jungvolkpimpf auf den Steg. Die Begleitung des Führers will ihn zurückhalten, aber der Führer winkt ihn heran und zeichnet auf dem Rücken des überglücklichen Jungen seinen Namenszug in das NotiKuch. Das Beispiel macht sofort Schule und bereitwillig unterbricht der Füh­rer immer wieder seinen Weg, um die Bitten der Jugend zu erfüllen. Das war so recht etwas für die Herzen der Ruhrbevölkerung, die dem Führer mit einer unbeschreiblichen Huldigung dankt. Der Führer begrüßt die Familie Krupp, die Ehrengäste und die Kriegs- und Arbeitsopfer. Als er dann ^^.um ^^eigt und nun bis in die entfern­testen Winkel des Riesenbaues sichtbar wird, um» brauet ihn erneut das Willkommen des deutschen Arbeitsvolkes.

, Unter erneuten Jubelstürmen spricht der Werks- Herr Dr. Krupp von Bohlen und Halbach herzliche Worte des Willkommens.Unsere Herzen gehören Ihnen in Dankbarkeit", erklärt der Werks- Herr unter Beifallsrasen.Unsere Stimmen werden ^hnen am 29. März ohne Ausnahme dienen. Der Gaulelter T e r b o cje n begrüßt dann den Führer

DOn P^U,onJLH werktätiger Arbeiter des rlh Um .^er Millionen von Arbeitskame-

den Appell des Führers. ren, und schließlich auch im Namen der Soldaten ber jungen stolzen deutschen Wehrmacht, die ihren Schöpfer und Oberbefehlshaber im Appell für

auf rotem Tuch das Zeichen des Gaues Essen. Schlä­gel und Eisen, von einem aufrechtstehenden Schwert bedeckt. Rechts und links stehen die Fahnen der Betriebszellen, der Kruppschen Feuerwehr und aller Formationen in den Kruppwerken. Zur rechten und zur linken Seite sind die Ehrengäste, die Kriegs­und Arbeitsopfer der Kruppschen Werke unterge­bracht. Einer der ersten Ehrengäste, die mit Heil­rufen empfangen werden, ist der Reichsführer SS. Himmler. Einen neuen Sturm von Heilrufen gibt es, als Reichsminister Dr. Goebbels, ge­leitet durch den Werksherrn Krupp von Bohlen und Halbach über den Laufsteg kommt. An der Seite der Kriegs- und Arbeitsopfer sieht man den Befehlshaber im Wehrkreis VI, Generalleutnant von Kluge und den Divisionskommandeur Gene­ralmajor Kühne. Man sieht weiter den Korpsfüh­rer Hühnlein, die Oberbürgermeister der Ruhr­städte, unter ihnen das Essener Stadtoberhaupt Dr. Reismann-Grone u. a. m.

Des Führers Ankunft in Esten.

Ein Gruß an die Opfer des Krieges und der Arbeit.

Schon lange vor der Ankunft des Führers war der Essener Bahnhofsvorplatz mit dichten Menschenmassen belagert. Am 15 Uhr läuft der Zug des Führers in den Bahnhof ein. Auf den

3n der Kruppstadt.

Wie Essen das Herz des Jndustriereviers, ist, so ist die Kruppsche Gußstahlfabrik das Herz Essens, die Waffenschmiede Deutsch­lands. Im Mittelpunkt dieser Stadt liegt die größte Werkhalle Europas, die Lokomotivbauwerkstatt mit ihren 19 großen Werkstattschiffen, mit einer Gesamt- breite von 300 Meter, einer Länge von 270 Me­ter und einer Fläche von 80 000 Quadratmeter. Heber 1000 Werkzeugmaschinen und 83 große Krane bilden das Gerippe dieses stählernen Herzens, in dem unaufhörlich Tag und Nacht der Pulsschlag des weltumspannenden Werkes schlägt, von dessen Größe man sich vielleicht dann eine Vorstellung machen kann, wenn man erfährt, daß an dieser Stätte täglich eine große Schnellzuglokomotive mo­dernster Bauart geliefert werden kann. Bis 10 Hhr vormittags liefen hier noch die Maschinen, surrten die Transmissionen, dröhnten die Hämmer, liefen die Krane über die Laufbrücken. Dann verstummte das Lied der Arbeit, und bereits eine halbe Stunde später zogen die Werksangehörigen der Kruppwerke in Essen, der Kruppschen Zechen und der Friedrich- Alfred-Hütte in Rheinhausen in einer Stärke von über 40 000 Arbeitskameraden ein. Ihnen folgten weitere, mindestens 30 000 Arbeiter der verschieden­sten anderen Essener Betriebe und in unüberseh­barer Menge Essens Bevölkerung. Schon um die Mittagszeit war die Halle, die mehr als 120 000 Menschen zu fassen vermag, bis auf den letz­ten Platz gefüllt. Der Kruppsche Musikzug, der aus 88 Musikern besteht und von Professor Schnitzler geleitet wird, und Musikzüge der verschie- denen Betriebe vertrieben den Wartenden die Zeit.

Der ganze Hallenbau besteht aus Glas und Eisen und verbreitet so auch bei bedecktem Himmel eine freundliche Helle, die durch den lichten Anstrich der Cisenkonstruktion noch gesteigert wird. Die einzel­nen Werkstattbüros in dem Riesenraum sind durch hohe Glaswände, die den Lärm der Maschinen dämpfen, getrennt. Durch die Mitte der Halle zieht ein erhöhter Lauf st eg mit frischem Tan- nengrün eingefaßt, er führt zur Kopfwand der Halle. Heber diesen Laufsteg wird der Führer, in der ganzen Halle weithin sichtbar, die Platt­form des Rahmens einer Schnellzug- Lokomotive betreten, auf der als Redekanzel ein Lokomotivzylinder aufgebaut ist. Lokomotiozy- linder grenzen auch einen schmalen Vorraum ab. Der Hintergrund des Lokomotivrahmens ist mit den Nationalfarben verkleidet, in der Mitte leuchtet

Esten in freudiger Erwartung des Führers.

Essen, 27. März. (DNB.) Trübe hängt der Himmel in den frühen Morgenstunden über dem Industriegebiet. Ein feiner Regen schlägt den Qualm der Essener Schlote nieder. Um so heller aber spiegeln die Gesichter der Menschen, die geschäftiger als sonst zu ihren Arbeitsstätten eilen, die Freude wider. Denn der Tag des Führerbesuches ist nur ein halber Arbeitstag. Die Betriebe und die Ge­schäfte schließen in den Mittagsstunden, um ihren Gefolgschaften die Teilnahme an der großen Frie­denskundgebung in der Waffenschmiede des Reiches zu ermöglichen. Das ganze Industriegebiet ist in die Kruppstadt aufgebrochen, um den Führer zu sehen und zu hören.

Der Besuch des Führers hat gerade hier eine freudige Erwartung ausgelöst. Denn kein deutsches Land hat wohl so unter der Not der Nachkriegs­jahre und der Besetzung gelitten, wie dieses; keines hat aber auch stolzer und tapferer den Lockungen und Drohungen widerstanden, die Plackereien, die seelische Not und die körperlichen Leiden heroischer und verbissener ertragen in jenen Jahren der Er­niedrigung. Hier haben deutsche Arbeiter am blu­tigen Karsamstag 1923 opferwillig ihr Leben hin- gegeben. Hier im Herzen des Industriegebietes war aber auch die wirtschaftliche Not in den Jahren des Niederganges am größten, hier hatte die Zahl der Arbeitslosen katastrophale Ausmaße angenommen. Hier wurden Zehntausende Opfer des Elends und damit der marxistischen Verhetzung. Die einst blü­hendsten Stätten der deutschen Industrie waren ein grsher Friedhof gewesen: Die Arbeit in den Werk­stätten ruhte, die Fabriken standen leer, die Hoch­ofen waren erloschen, die Förderkörbe standen still. Heute führt die Fahrt durch das Industriegebiet des Westens wieder vorbei an rauchenden Essen und Schloten, wieder dröhnen die Hämmer und surren die Maschinen. In Hütte und Schacht, in Werkstatt und Fabrik ist neues Leben eingezogen; überall das gleiche Bild reger Geschäftigkeit und besten deutschen Fleißes.

Heberwältigend der Anblick des Bahnhofsvor­platzes am Morgen dieses Tages: Ein Meer von Fahnen, Girlanden und Spruchbändern, die Häu­serfronten sind verdeckt, das Grün zieht sich an den mächtigen Lichtträgern empor und zugleich verrät der Hochbetrieb, welch ungeheures Hinterland der Jndustriemetropole zur Verfügung steht. Ein ganzer Kranz von Großstädten wie Duisburg, Dortmund, Bochum, Hamborn, Oberhausen, Düsseldorf bringt in Sonderzügen die Volksgenossen aus dem In­dustriegebiet. Sonderautobusse in endloser Kette führen Besucher aus dem Niederrhein bis von der holländischen Grenze her. Am Eingang zur Innen­stadt ist eine gewaltige Triumphpforte errichtet und die Straßen, die der Führer nehmen wird, sind in überreichen Schmuck getaucht, vor allem aber die großen Plätze, die der Gestaltungswille des Natio- nalsozialismus geprägt hat. Es gibt in der Tat kein Haus und kein Fenster, das ohne Schmuck ge­blieben wäre und in den Auslagen haben die gro­ßen und kleinen Geschäftshäuser geradezu einen Wettbewerb eindrucksvoller und festlicher Aus­schmückung in Szene gesetzt.

Frieden, Freiheit und Ehre hören, zu einem ge­waltigen Wall von Treue und Liebe um den Führer geschart. Dann flammen die Jupiterlampen auf, der Führer beginnt.

Der Führer spricht.

Die Rede des Führers, immer wieder von stür­mischen Beifallskundgebungen unterbrochen, ist ein gewaltiger Rechenschaftsbericht von überzeugender Kraft und unerhörter Wirkung. Der Führer erklärt u. a.:Wenn ich heute in diesem Werk spreche, dann sehe ich vor mir nicht nur die Schmiede der Waffen des Krieges, sondern ebenso die ge­waltigste Schmiede der Waffen des Frie­dens. Was die Welt vielleicht gar nicht weiß, das wissen Sie, die Sie in diesem gewaltigen Werke tätig sind: Hier wird gearbeitet für alle Bedürfnisse des Lebens. Hier wird geschaffen für alle Berufe, hier wird all' das erzeugt, was ein Volk braucht, um feine wirtschaftliche Ünabhängigkeit und politi­sche Freiheit auf dieser Welt zu sichern. Ich habe mir diese Stätte ausgesucht, weil es, so glaube ich, gar keinen symbolischem O r t gibt, um zum deutschen Arbeiter zu reden, als diesen hier. Ich rede dabei aber nicht nur für diese Halle und diese Stadt, sondern für die im ganzen Deutschen Reich angeschlossenen unzähligen Millionen, die in dieser Stunde mit uns im Geiste verbunden sind.

Ich habe mir aber oorgenommen, in diesem Kampf um das gleiche Recht und die Frei­heit unseres Volkes einmal zum deutschen Ar­beiter besonders zu sprechen. Ich tue es, um der lächerlichen Auffassung entgegenzutreten, als ob es in Deutschland am Ende doch noch einen Stand, eine Klasse ober einen Berus geben würde, der mehr Verständnis besäße für die Auffassungen fremder Politiker als für die Auffassungen desjeni­gen, der berufen ist, das Reich heute zu vertreten.

Der Führer sprach in ergreifender Weise von dem harten und schicksalhaften Weg der deutschen Volkwerdung. Er schilderte die Geschichte unseres Volkes als einen laufenden Beweis dafür, wie schwierig es war, übet die Vielgestaltigkeit des

deutschen Lebens zu einer wirklichen Einheit des deutschen Volkes zu kommen.Niemand" so führte der Führer in feiner Rede weiter aus der aufrichtig und ehrlich ist, kann bestreiten: Es ist in den letzten drei Jahren auf vielen Ge­bieten unendlich viel geleistet worden. Hnfer nationales Leben hat eine neue Ordnung er­faßen. Unfere Wirtschaft hat sich zu neuer Blüte erhoben. Sie selber, in diesem gewaltigsten Werke Deutschlands, können dafür Zeuge sein. Sie wissen, wie leer diese Hallen schon einmal gewesen sind, wie tot es in so vielen dieser stählernen Dome der Arbeit war. Unb Sie hören unb sehen, wie heute hier bas Leben bröhnt unb schafft, nicht in den Hallen der Waffenfabrikation, nein, überall in diesem Riesenbetrieb. Ein kleiner Ausschnitt aus dem gesamten wirtschaftlichen Leben vielleicht nur, aber doch ein Zeichen für die Wiedererhebung des deutschen Volkes, seiner Wirtschaft und damit seiner Lebensmöglichkeiten. Es ist uns möglich geworden, auf zahllosen Gebieten den Ruin zu überrotnben unb einen neuen Aufstieg herbeizuführen. Es konnte bas aber nur gelingen, weil ich neue Wege gegangen bin."

Der Führer sprach von ber Demokratie ber an- beren unb ber wahren Volksherrschaft im nativ- nalsozialistischen Deutschland

Hleine Kraft erhalte ich aus meinem Volke." Erst habe ich 14 Jahre lang für die Bewegung gekämpft, um in Deutschland eine Volksgemein­schaft aufzubauen, auf die man wieder bauen konnte. 15 Jahre lang habe ich an diesem In­strument gearbeitet. Als ich zur Wacht kam, da war ich so stark, als dieses mein Instru­ment war. Und seitdem bin ich nur so stark, als mein Volk stark ist. Denn: Das ist die Quelle meiner ganzen Kraft. Ich bilde mir nicht ein, daß ein einzelner Wenfch auf dieser Erde Wunder wirken kann. Das Wunder liegt in der gegebenen naturgewollten und gottgewollten Kraft eines Volkes. Diese Kraft will ich erfassen! Ich will die besten Kräfte und höchsten Werte dieses Volkes mobi­lisieren, damit dieses Volk selbst fest steht, und damit auch mich wieder stark macht. Die Kraft dieses Volkes ist meine Kraft und feine Starke ist meine Stärke. (Hunderttausend schwielige Arbeiterhände strecken sich dem Führer ent-' gegen.)

Ich diene keinem Arbeitgeber und keinem Arbeit­nehmer und keinem Stand. Ich gehöre aus­schließlich dem deutschen Volk! (Zehntau­sendfache Heilrufe brausen durch die Halle.) Was ich unternommen habe, ich habe es immer getan in der Heberzeugung: Es muß geschehen für un­ter Volk! Wenn ich für den deutschen Bauern eintrete, bann um bes Volkes willen. Ich habe keinen Erbhof und kein Rittergut. Ich trete aber ein für meinen deutschen Bauern, weil ich weiß: In ihm liegt die Grundlage der deutschen Kraft! Ohne ihn geht Deutschland zugrunde. Ich trete nicht ein für die Bewaffnung des deutschen Volkes, weil ich ein Aktionär bin. Ich glaube, ich bin vielleicht ber einzige Staatsmann ber Welt, ber kein Bank­konto besitzt. (Brausenber Beifall.) Ich habe keine Aktie, ich habe keinen Anteil an irgendeinem Hn- ternehmen. Ich beziehe keine Dividende. Was ich aber will, ist, daß mein Volk stark wird und so bestehen kann auf dieser Welt. Das ist mein Wille! (Minutenlange Zustimmungskundgebung.)

Wit innerster Bewegung sprach der Führer von seiner unerschütterlichen Zuversicht unb feinem starken Glauben an den inneren Wert unseres Volkes, sprach er von dem großen Werk der Er­ziehung, das jetzt erst begonnen und schon so reiche Frucht getragen habe. Vieles, was andere Völker feit Jahrhunderten besitzen, haben wir jetzt im Sturm in drei Jahren nacfjge- holl. Ich werde mit dieser Arbeit, und wir alle werden mit dieser Arbeit vor der deut­schen Geschichte bestehen können. Die Vachwelt wird einst festslellen, daß diese Jahre sich sehen zu lassen vermögen im Buch unserer nationalen Geschichte. Das deutsche Volk ist in einem gewaltigen Umbruch begriffen. Wir werden immer mehr eine große neue Gemeinschaft bilden. Das ist mein un­zerstörbarer Glaube! 2Hif diesem Glau­ben bin ich ausgezogen als unbekannter Arbei- belter und Soldat, mit diesem Glauben habe ich begonnen, und an diesem Glauben hänge ich heute und immer. Ich weih es: Gr wird ein­mal Wirklichkeit werden!" (Jubelnde Zustim­mung der Massen begleiten diese Worte des

Führers.)

So wie ich im Innern die Prinzipien der Ver­nunft, ' Volksverföhnung und Klasienannäheruna zum Siege gebracht habe, genau so will ich es auch als Nationalsozialist nach außen hin tun. So wie ich im Innern für den Frieden eintrat, ohne mich jemals feige zu unterwerfen, so trete ich auch nach außen für den Frieden ein. Dabei denke ich aber nicht daran, feige zu fein und vor Drohun« gen zu kapitulieren. Das sind meine ebenso anstän­digen wie friedlichen Prinzipien. Ich glaube, gerade Sie, meine Arbeiter hier an der Ruhr haben dafür Verständnis. Wir suchen keinen Streit, aber wir lassen uns auch nicht von anderen mißhandeln. (Erneute Beifallsstürme.)

Nun umreißt der Führer in lapidarer Kürze die äußere Situation.Sie wissen selbst, wie oft ich den anderen die Hand hingehalten habe. Ich erfuhr stets nur Ablehnung. Ich habe dann aus unserem eigenen moralischen Recht heraus die deut­sche Gleichberechtigung selbst hergestellt, und zwar dann, als der andere Vertragspartner sich selbst dem Geiste und dem Sinne nach vom Vertrage ge­löst hatte." (Diese Worte gehen fast unter in den tosenden Zustimmungsrufen der Massen.) So wie

Hindenburgs Vermächtnis.

Ich scheide von meinem deutschen Volk in der festen Hoffnung, daß das, was ich im Jahre 1919 ersehnte und was in langsamer Reife zu dem 30. Januar 1933 führte, zu voller Erfüllung und Vollendung der geschicht­lichen Sendung unseres Volkes reifen wird. In diesem festen Glauben an die Zukunft des Vaterlandes kann ich beruhigt meine Augen schließen."

Deshalb gib am 29. Mär; deine Stimme dem Führer.