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Arbeiter eingesehen, daß es em Paradies auf Erden nicht gibt, aber er hat weiter eingesehen, daß es Männer gibt, denen die Sorge für den deutschen Arbeiter Lebensinhalt ist, die nicht mit Worten, sondern mit Taten helfen. Und nach- dem erst einmal die helfende Hand ihnen hinge» streckt, kamen sie selbst wieder zur Besinnung, wurde ihnen selbst wieder bewußt, daß sie mit in die Speichen packen müssen, wenn das große Schwungrad Deutschland wieder laufen soll.

Die letzten 100 Meter vor dem Bahnhof sind ein einziges Bekenntnis, das ausgenommen und wer« tergetragen wurde:Lieb' Vaterland, magst ruhig sein, fest steht und treu die Wacht am Rhein." Nun sind wir am Bahnhof angekommen. Noch einmal steht der Führer auf der Bahnhofstreppe, grüßt minutenlang nach links und rechts; dann scheitet er zum Bahnsteig hinauf, und kurz vor 19 Uhr rollt der Zug, noch einmal von Jubelstürmen umbraust, aus der Halle.

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3 Jahre Nationalsozialismus:

Der L Mai wurde vom Tag des Klassenkampfes zum Zeiertag der deutschen Volksgemeinschaft Deine Stimme dem Zührerl

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DreiJchre naüonalsozialistischeRegierung inSeffen

Gichtbare Erfolge auf allen Gebieten.

Abschied von Essen.

Als der Führer die Rückfahrt antrat, da ging ein trommelnder Platzregen nieder; aber dieser Regen tat der Stimmung keinen Abbruch, im Gegenteil: die Rückfahrt schien noch eine Steige­rung dessen zu sein, was wir auf der Hinfahrt er­lebten. Wer den Führer oft mitten im Volk sah, der ist leicht zu Superlativen geneigt. Hier aber wurden wir wirklich Zeugen einer wahrhaften Steigerung des Jubels und einer Begeisterung, die alle Höhe- vunkte übertraf. Die ganze Kraft einer Nation sammelte sich in dieser Stunde um einen Mann; die Kraft eines ganzen Volkes wurde in dieser Stunde des Erlebens spürbar um diesen einen Mann. Und die Kraftströme aus allen Teilen des Reiches, aus allen Orten, wo Menschen den Führer hörten, wurden zu einem Appell für den 29. März! Essen, derGigant an der Ruhr", hat schon viele große Tage gesehen, aber der heutige ist einer seiner größten. Diese Straßen säumen keine Paläste, keine schmucken Hellen Häuser. Am Alltag mögen sie eher grau und traurig wirken, heute aber sind sie ein Fanal det Freude. Ihre grauen Fassaden sind mit Flaggeiji bedeckt, den roten Hakenkreuz.

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das tun läßt, was uns gefällt.

Weil wir an die Heiligkeit der der Verträge glauben wollen, möchten wir dazu die Vor­aussetzung Herstellen. Und diese Voraussetzung tst, daß zwei Gleichberechtigte aus freien Stücken, ohne gezwungen zu fein, die Feder nehmen und ihre Unterschriften unter einen Vertrag sehen. Das allein ist ein heiliger Ver­tragt Alles andere ist Vergewaltigung! Uns sagt man: Ja, aber der Paragraph! Den Paragraphen gegenüber erhebe ich die Stimme der ewigen Moral. Auch das ist ein Gesetz: Du sollst deinen Nächsten weder töten, noch unterdrücken, noch vergewaltigen, noch ausplündernt Das sollst du nicht! Wir wollen anderen Völkern nichts zuleide tun, und wir wollen aber auch auf unserem Wege von anderen kein Leid erdulden!"

Damit sich die Welt keiner Täuschung hingibt, daß diese Ehrauffassung nicht die eines einzelnen, sondern die des ganzen Volkes ist, Darum habe ich diese Wahl ausgeschrieben. Das deut­sche Volk will den Frieden, es will die Verständi­gung, es will Ruhe. Es will arbeiten, es will sein Brot verdienen und anständig leben. Es bleibe jeder in seinem Haus und sorge dort für Ordnung, Ruhe und Wohlstand. Erst dann wird sich auch der internationale Wohlstand wieder heben. Erst wenn in allen Völkern wieder die Kamine rauchen und die Hämmer dröhnen, erst wenn überall wieder gearbeitet wird, wenn neue Werte produziert wer­den, wird auch der große Ausgleich zwangsläufig eintreten, und dann wird die Menschheit auch wie­der an anderes denken als jetzt."

Die Vegeisierung der Massen fand ihren Höhe­punkt, als der Führer zum Schluß in er­greifenden und mitreißenden Worten sich zur Sprache des Volkes bekannte und an die Staatsmänner Europas appellierte, auch ein­mal hineinzugehen in die großen Versamm­lungsarenen und Fabriken, auch einmal zu ihren Arbeitern zu sprechen und sie zu fragen: Wollt Jhr das Angebot ablehnen? Sollen wir mit den Deutschen verhandeln oder sollen wir nicht verhandeln; sollen wir die Deutschen unterdrücken oder sollen wir sie nicht unter­drücken; sollen wir Frieden schließen oder sollen wir Gesten verlangen? Und dann glaube ich, werden sie von ihren Völkern eine ganz klare und eindeutige Antwort be­kommen. (Tosender Beifall durchbraust die weite Halle.) Jch bin der Ueberzeugung, daß sie überall nur eine einzige Antwort finden wer­den: Sprecht nicht von den Gesten und nicht von symbolischen Handlungen, sondern schließt und haltet Frieden! Das ist der Wunsch der Völker!" (Erneut tobt der

Beifall durch die Halle der Arbeit.)

Und dann fährt der Führer weiter fort:Der Welt unterstelle ich mich nicht; denn sie kann nicht richten! Nur Dir unterwerfe ich mich, deutsches Volk! Urteile Du über mich! Gib Du ein Bekenntnis ab, ob Du meine Arbeit für richtig hältst, ob Du glaubst, daß ich fleißig gearbeitet, daß ich mich in diesen Jahren für Dich eingesetzt habe, daß ich meine Zeit anständig verwendete im Dienste dieses Volkes. Gib Du jetzt Deine Stimme ab! Wenn Ja, dann tritt für mich ein, fo wie ich für Dich eingetreten bin." (Minutenlang jubeln die Massen dem Führer begeistert zu.) So bitte ich Sie, denn, meine Volksgenossen, die Sie in dieser Stunde in ganz Deutschland zuhören, in allen Fabriken und BetNeben, in allen Kontoren und Werkstätten: Reißen Sie jetzt die Herzen höher em­por. Seien sie stolz, die Angehörigen der Gemein­schaft eines solchen Volkes zu sein, und bekunden Sie es vor der ganzen Welt! Am 29. muß sie sehen: Hier spricht nicht ein Mann, sondern hier spricht ein Volk!" (Die Riesenhalle ist bei diesen Worten ein einziges Meer jubelnder Be­geisterung. Die Hunderttausend haben sich spontan erhoben und stimmen ergriffen das Deutschlandlied an.)

Darmstadt, 27. März. (LPD.) Die hessi- sche Regierung bestand während der System­zeit aus fünf Ministerien mitdrei Mini­stern und einem Staatspräsidenten an deren Spitze. Nach der Machtergreifung änderte sich dies grundsätzlich, indem im Anschluß an die Wahlen des 5. März 1933 die sogenannte Weimarer Koalition in Hessen beseitigt wurde. An die Spitze der hessischen Regierung trat zunächst ein Mini­sterpräsident und ein Minister. Nach der Ernennung des Gauleiters Sprenger zum Reichsstatthalter in Hessen im Jahre 1933 führte dieser als weitere Maßnahme zu einer zielsicheren organisatorischen Vereinfachung das E i n - M i- nisterium-System ein, fo daß Hessen als erstes Land in Deutschland nur noch einen Mini­ster besaß. Gleichzeitig wurden die bisherigen Mini­sterien in Abteilungen umgewandelt und zu einem einfachen Regierungsbetriebe vereinigt. Damit war der erste Schritt zu einer deutlich sichtbaren Verwaltungsreform getan.

In einer Sitzung des Staatsministeriums unter dem Vorsitz des Aeichsftatthalters am 22. Juni 1933 wurde als weitere Folge zu einer klaren und einfachen Ausgestaltung der hessischen Regierung die Gründung eines Personalamtes und die Aushebung einer großen Zahl entbehrlich gewordener Beamten st el- len beschlossen. Diese Maßnahme hatte einerseits eine erhebliche Einsparung besonders in den höheren Ministerialstellen und andererseits eine straffe Zusammenfassung b e r Regie­rungsgeschäfte im Gefolge. Auf dieser Grund­lage einer rein nationalsozialistischen Regierungs­form wurde noch eine Reihe weiterer zentraler Stellen organisiert zur Fortsetzung der Verein­fachung und Vereinheitlichung der Regierungsge- fchäfte.

Mit dem 1. März 1935, an dem der Führer und Reichskanzler den Statthalter auch z u in Regierungschef Hessens berief, begann ein neues Stadium der nunmehr bis ins äußerste auf Einfachheit und Vereinheitlichung und Spar­samkeit abgestellten hessischen Regierung. Hessen wurde mit dieser Maßnahme zum ersten und bislang einzigen Land Deutschlands ohne Mini st er. Was die NSDAP, in der Kampfzeit im hiesigen Gebiet unentwegt verfochten und gefordert hatte nämlich die Beseitigung einer Vielzahl von Ministerien und hoher Staats­beamten als einer marxistischen Einrichtung, hat mit dem 1. März 1935 eine Erfüllung gesunden, die alle Erwartungen übertraf.

Diese sichtbaren Erfolge einer dreijährigen natio­nalsozialistischen Regierungstätigkeit in Hessen, denen sich weitere große und grundlegende Maß­nahmen auf allen anderen Gebieten des öffent­lichen Lebens zur Seite stellen, sind das Ergeb­nis des unermüdlichen und glaubens­starken Schaffens unseres Führers Hätte nicht Adolf Hitler mit der Kraft feiner Idee

Völker, fo wünschen war, daß auch die anderen unsere Grenzen und unser Gebiet respektteren. Europa gleicht einem Haus, in dem eine Anzahl von Familien wohnen. Es geht nun nicht an, daß zwei ober brei Famalien sich anmaßen, bauernb in die Wohnung einer anberen hineinzureben ober gar zu bestimmen, welche Zimmer bewohnt werben dürfen unb welche nicht. Das geht bie anberen Mietparteien nichts an. (Tofenber Beifall.) Wir mischen uns auch nicht in bie Wohnungsverhältnisfe anberer Mietparteien ein. Wir gestatten ben anbe­ren ohne weiteres, sich ihre Wohnung fo einzu­richten, wie sie es wünschen. Aber wir wollen auch, daß man uns in unserer Welt, in unserem Hause

ganz Deutschland erfaßt und in aufopfernder Tä­tigkeit mit einer Reihe ihm treu ergebener Mit­arbeiter das Volk aus den Verhängnissen und ber inneren unb äußeren Not biefer Zeit erlöst, bann wäre bie Reform auf allen Gebieten auch hier nicht möglich gewesen. Am 29. März haben wir daher besondere Veranlassung, uns des Vertrauens des Führers würdig zu erweisen.

UniDerfitdten und Hochschulen zum 29. März.

Berlin, 27. März. (DNB.) Zur Wahl am 29. März wendet sich die deutsche Wissen­schaft mit folgender Erklärung an bie Öffent­lichkeit:

In ber geschichtlich bebeutsarnen Stunbe, bie bas beutsche Volk gegenwärtig burchlebt, wollen auch bie beutschen Universitäten unb Hoch­schulen ihre Treue unb Dankbarkeit gegenüber bem Führer ausbrücklich bekun- ben. Deutscher Geist unb beutsche Wissenschaft finb auf Gebeih unb Verberb mit bem Schicksal bes beutschen Volkes verbunben. Wie bie Wissenschaft jebes Volkes kann auch bie beutsche nur in Frieben sich entfalten unb recht gebeihen. Ihr Leben selbst aber ist nur ein Teil vom L e - b en ihres Volkes; unb nur solange bieses Volk mit unb neben anberen gleichberechtigt unb ungekränkt in feiner Ehre fein Le­ben auswirkt, nur solange wirb es eine beutsche Wissenschaft geben. Die beutschen Universitäten unb Hochschulen sehen in dem Kampf des Führers um ein freies, gesichertes Deutschland unb um ben Frieben Europas ben Kampf um bie Le - bensgrunblagen deutscher Kultur. Sie wissen, daß deutscher Geist nichts ist ohne das Leben deutschen Blutes. Sie erkennen Im Führer den Schützer dieses Lebens und stellen sich, dankerfüllt und voll Vertrauen, ein­mütig hinter seinen Willen."

Die Erklärung trägt die Unterschrift ber gesamten Lehrkörper aller beutschen Universitäten unb Hochschulen.

Das EvangelischeMänuerwrrk zum 29. März.

Berlin, 27. März. (DNB.) Der Reichsob­mann bes Deutschen Evangelischen Männerwerkes Landesbischof Dr. Johnsen richtet einen Aus­ruf an die evangelisch-kirchliche Öffentlichkeit, in dem es heißt:

Dieser 29. März soll und wird auch ein Ehren­tag für unsere Deutsche Evangelische Kirche werden. Für uns Evangelische ist die Wahl des 29. März keine Wahl, sie ist für uns eine T a t der Treue, die wir in selbstverständlicher Pflichterfüllung tun. Freudig und einmütig neh-

noch Fassaden zwischen ben Fahnen, nur Men­schen, Menschen, Menschen. Dicht an dicht liegen sie in den Fenstern. Alle Laternen sind ge­krönt mit Jungvolkpimpfen, die sich diese besten Aussichtsplätze ergattert haben, und die Laternen­stangen wirken wie Stengel großer Trauben. So sind sie mit Menschen besetzt. Selbst auf dem Denk­mal von Friedrich Krupp sitzen sie. Ein Kind sitzt auf dem Kopf bes Schöpfers des Werkes unb an feiner Nase hält es sich fest.

Jetzt kommen wir in ben Segeroth, bie einst rote Festung. Es hat viele Jahre gegeben, ba bie­ses Volk hier jeden Glauben verlor und voll Ver- zweifelung dem Bolschewismus sich in die Arme geworfen hatte, nicht weil sie nicht Deutsche sein wollten, sondern weil jene ihnen ein Paradies auf Erden versprachen. Inzwischen hat der deutsche

wir uns nicht einmischen ln die Belange anderer sahnen des Volkes, die die Straßen zu blutroten 'Strömen machen, zu Herzblutströmen der Nation. Unvorstellbar, wie bie Straßen mit Menschen ge­füllt sind! Man sieht kaum noch Häuser mehr, kaum

Wetterbericht

des Veichsweiterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Das Regengebiet, welches gestern Süd- und West­deutschland überquerte, hat sich nur langsam fort- bewegt und lag heute früh im Wfergebiet. An feiner Rückseite hat sich ein flacher Hochdrucksaus­läufer aufgebaut, der noch im Lause des Samstag Besserung herbeiführen wird. Da sich auch weiter­hin die Zufuhr feuchter Meeresluft fortsetzt und zeitweilig verstärkt, ist das Aufkommen für längeres, beständiges Wetter unwahrscheinlich.

Aussichten für Sonntag: Vielfach dun­stig, sonst zunächst aufheiternd, später Bewölkungs- Zunahme und vorübergehend auch Regen, Tages­temperaturen zwischen 10 und 15 Grad, vorwie­gend südliche Winde.

Lufttemperaturen am 27. März: mittags 8,1 Grad Celsius, abends 8 Grad; am 28. März: morgens 6,6 Grad. Maximum 8,4 Grad, Minimum heute nacht 6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. März: abends 8,2 Grad; am 28. März: mor­gens 7,5 Grad. Niederschläge 6,2 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik unb für bie Silber: Dr. Friebrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwort­lich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. D. A. H. 36: 10 556. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buck- unb Steinbruckerei R. Lange, K.-G. sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 ®f- mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. S vorn 1. Juni 1935 gültig.

men wir den Ruf des Tages auf, und tragen ihrl in heißer Daterlanbsliebe von Menschs zu Mensch, von Haus zu Haus. Für Adolf Hitler und bas Dritte Reich! Für bie volle Freiheit Deutschlands! Gegen die Knechtung durch andere Völker! Für ben Weltfrieden auf ber Grunblage beutscher Gleichberechtigung gegen ben Wahnsinn neuer europäischer Verwicklungen. Gegen die Bolschewisierung für eine christliche und volkshaste Lebensordnung! Der 29. März muß das deutsche Volk in einer überwäl­tigenden unzerstörbaren Einheit sehen. Das ganze Ausland soll es miffen, daß Deutschland eins i st in Treue. An bem Bollwerk der deutschen Treue werden alle Angriffe unserer Gegner zu­schanden. Deutschland muß leben und wenn wir sterben müssen! So setzt sich das evangelische Deutschland in dieser weltgeschichtlichen Stunde i n einmütiger Geschlossenheit für die Hoch­ziele der deutschen Politik ein. Wir handeln und wir beten. Das ist unsere Tat: Das Ja für Adolf Hit­ler! Das ist unser Gebet: Gott segne den Führer und sein Werk!

Wahlmahnungen deutscher Katholiken.

Berlin, 27.März. (DNB.) Aus allen Teilen Deutschlands laufen Aufrufe, Mahnungen unb Weisungen führender katholischer Persönlichkeiten Deutschlands ein. Der Kurat von Rehau in der bayerischen Ostmark schreibt in einem Aufruf u.a.:3a, mein Führer, mir folgen Dir um unserer Ehre und Freiheit willen. Es ist keiner auf der ganzen Welt, der so ernst und grundsätzlich, so bekenntnishaft den Frieden ge­währleisten kann. Wir müssen Gott auf ben Knien banken, daß wir mitwirken bürfen bei einer fo heiligen und hehren Sacke. Der Friedenswille bes deutschen Volkes unb unseres Volkes ist Geist vorn Geiste Gottes. Es ist ja nicht bloß Friebenswunsch, es ist vielmehr Friedenswille. Voller unb unbebingter Ernst. Katholiken! Wir müsien alle ohne Ausnahme gerabezu mit heiliger Freude diese Wahl wie einen Feiertag begehen."

DieNeuen Volksblätter" in Osnabrück veröffent­lichen folgende Erklärung des Probstes Meyer, Dekan des Dekanats Emsland. ,Hch gebe als deut­scher Katholik bei der Volksabstimmung am 29. März 1936 dem Führer und dem Vaterland meine Stimme, indem ich den Entschluß und die Tat des Führers vom 7. März 1936 als einen berechtigten Akt zur Wiederherstellung ber Ehre unb ber Gleichberechtigung bes beutschen Volkes an­erkenne urtb feinen Aufruf zu einem ehrlichen Frie­ben unter gleichberechtigten Völkern aus beutschern Herzen unb christlichem Gewissen begrüße."

Heute abend Großer Zapfenstreich der Wehrmacht.

B e r 1i n, 27. März. (DNB.) Anläßlich bes Volks- tages für Ehre, Freiheit und Frieden findet auf An­ordnung des Reichskriegsministers unb Oberbefehls­habers ber Wehrmacht in allen Stanborten ber Wehrmacht am 28. März, abenbs, Großer Zapfenstreich statt.

Das niederländische Dankgebet.

Zum gemeinsamen Gesang des deutschen Volkes am 28. Marz abends.

Wir treten zum Beten vor Gott ben Gerechten;

er waltet unb haltet ein strenges Gericht;

er läßt von ben Schlechten nicht bie Guten knechten fein Name sei gelobt, er vergißt unser nicht!

Im Streite zur Seite ist Gott uns gestanden;

er wollte, es sollte das Recht siegreich fein Da ward, kaum begonnen, die Schlacht schon gewonnen. Du, Gott, warst ja mit uns, der Sieg, er war dein!

Wir loben dich oben, du Lenker der Schlachten, und flehen, mögft stehen uns fernerhin bei, daß Deine Gemeinde nicht Opfer der Feinde. Dein Name sei gelobt, o Herr, mach uns frei!

(Ausschneiden und aufbewahren.)

S-*- in

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