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Krankenschwester urK mehrere Kinder wurden üer letzt Löschversuche wurden durch die grimmige Kälte vereitelt.

Ministerbesuch bei den Europameisterschaften

Die hohe Bedeutung der Europameisterschaften im Berliner Sportpalast wurde besonders unterstrichen durch den Besuch der Reichsminister Dr. G o e b - b e l s und Göring. Unser Schnappschuß zeigt die beiden Minister im Gespräch mit Maxi Herber, der deutschen Meisterin im Paarlauf. (Scherl-M.)

Der FallMorro Castle" vor den Geschworenen.

Die Geschworenen beim Neuyorker Bundesgericht fanden den stellvertretenden Kapitän derM o r r o C a st l e", William W a r m s , den Chefingenieur, die New York and Cuba Mail Steamshir Co. sowie deren leitenden Direktor Henry C a b a u d der verbrecherischen Fahrlässigkeit schuldig. Die Festsetzung des Strafmaßes erfolgt in viefen Tagen. Die Höchststrafe beträgt 10 Jahre Gefängnis und 10 000 Dollar Geldstrafe. Bei dem Brand des SchiffesMorro Castle" im Herbst 1934 fanden, wie erinnerlich, 124 Personen den Flam« mentod.

Sechs Tote bei einem Autounglück in Frankreich.

Bei Moulins stürzten sechs Personen mit ihrem Kraftwagen in einer gefährlichen Biegung in einen Seitenkanal der Loire. Erst nach mehrstündigen Be­mühungen der Feuerwehr konnte der Wagen ge­hoben werden. Alle sechs Insassen, darunter zwei Kinder, waren t o t.

Schweres Eisenbahnunglück in Japan fordert 20 Todesopfer.

Westlich von Sendai in Japan stürzte ein Eisen- bahnbauzug mit drei Wagen in einen Fluß. Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden etwa 20 Personen getötet und 40 verletzt.

Auf dem Life eingebrochen und ertrunken.

Der Lehrer Seitz aus Salpia (Kreis Lötzen, Ostpr.) lief auf einem See Schlittschuh und zog einen mit drei Kindern besetzten Schlitten hinter sich her. Auf dem dünnen Eis brach der Schlitten

plötzlich ein/ und die Kinder stürzten ins Wasser. Der Mehrer fprang Öen Ertrinkenden sofort nach und konnte auch zwei von ihnen fassen. Es gelang ihm jedoch nicht mehr, sich auf das Els zu retten. Er ging mit den beiden Kindern unter und er­trank. Das dritte Kind konnte von hinzueilenden Leuten gerettet werden. Lehrer Seitz war erst 23 Jahre alt.

Ein Hochbahnzug in Chikago entgleist.

Die beiden ersten Wagen eines mit 150 Fahr­gästen besetzten Hochbahnzuges in Chikago ent - gleisten in später Nachtstunde in einer Kurve und rissen den Schienenstrang etwa 20 Meter weit auf. 10 Personen wurden ernstlich, 40 leichter ver­letzt. Die entgleisten Wagen hingen in einem Winkel von etwa 45 Grad auf dem 10 Meter hohen Bahnkörper über einer Hauptverkehrsstraße. Die grimmige Kälte, die 22 Grad Celsius erreichte, und die Unterbrechung des Stromes erhöhten die Verwirrung. Nach zwei Stunden gelang es der Polizei uno der Feuerwehr, die Fahrgäste zu be­freien.

Sechs Todesopfer eines Autounglücks in Mexiko.

Ern betrunkener Chauffeur raste mit seinem Lastkraftwagen, auf dem sich dreißig heimkehrende Ausflügler befanden, in der Nähe von Guadala­jara (Mexiko) in einen Abgrund. Sechs Per­sonen fanden den Tod, die übrigen wurden ver­letzt, unter diesen mehrere Frauen und Kinder. Bier Leichen wurden völlig verkohlt aufgefunden, da bei dem Absturz der Benzintank explodierte und in Brand geraten war.

Kleine politische Nachrichten

Der Stellvertreter des Führers hat Gauleiter Pa. W ä ch t l e r als dem Hauptamts­leiter des NS.-Lehrerbundes den Auftrag gegeben, als zuständiger Sachbearbeiter alle Schulfra - gen für ihn zu behandeln. Gleichzeitig hat der Stellvertreter des Führers dem Hauptamtsleiter des NSLB. die Oberaufsicht über die einzige N S. Deutsche Oberschule der Partei zu Feldafing übertragen.

Freifrau von Eltz-Rübenach, die Gat­tin des Reichspost- und Reichsoerkehrsministers, hat am Dienstag früh einer Tochter das Leben geschenkt. Die Familie des Ministers hat nun einen Sohn und fünf Töchter.

Frau Gräfrn Schwerin von Krosigk, die Gattin des Reichsministers der Finanzen, wurde am 25.Januar von einer Tochter entbun­den. Der Reichsfinanzminister ist nun Vater von vier Söhnen und vier Töchtern.

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Die am Jahresende erlassenen lettischen Ge­setze, bte sich überwiegend gegen d i e deut­sche Minderheit in Lettland richten, haben dem deutschen Gesandten in Riga Veranlassung ge­geben, den lettischen Ministerpräsidenten und Außen­minister Ulmanis aufzusuchen. Gesandter v. Schack hat hierbei den Ministerpräsidenten auf die schwere Belastung der Beziehungen des Deutschen Reiches zu Lettland infolge dieser Gesetze hingewiesen.

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Der polnische Minister des Auswärtigen, Exzel­lenz Beck, hat auf der Reise von Genf nach Warschau in Berlin einige Stunden Aufenthalt genommen und diese Gelegenheit benutzt, um dem Reichsminister des Auswärtigen Freiherrn v.

Neurath und in den Abendstunden dem Mi­nisterpräsidenten Göring einen Besuch zu machen.

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Regierungspräsident Dr. Saasen in Trier wurde auf Antrag zur Wiederherstellung der Ge­sundheit einstweilen in den Ruhestand versetzt.

Anfang Februar wird sich eine deutsche Ab­ordnung aus Vertretern des Reichsluftfahrt- minifteriums, des Reichspostministeriums und der Deutschen Lufthansa nach Washington be­geben, um mit den zuständigen Behörden der Ver­einigten Staaten über die Durchführung des L u f t- verkehrs über den Nordatlantik Ver­handlungen zu führen.

Gegenüber den in österreichischen Zeitungen ver­breiteten Nachrichten über Südtiroler Flücht­linge in Deutschland wird festgestellt, daß alle diese Meldungen nur böswillige E r - ftnbungen zu einem sehr durchsichtigen Zweck oarstellen.

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In Wien wurde in Anwesenheit des Bundes­präsidenten M i k l a s und des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg das österreichisch-ita­lienische Kulturin st itut eröffnet

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Mandschurisch-japanische Truppen haben sich in den Besitz der Stadt K a I g a n gesetzt. Die chinesi­schen Behörden haben die Stadt verlassen.

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Der amerikanische Senat hat das von Präsident Roosevelt gegen das Gesetz über die Auszah­lung des Kriegsteilnehmerbonus ein­gelegte Veto mit der erwarteten Zweidrittelmehr­heit von 76 gegen 19 Stimmen überstimmt Da­mit ist diese Gesetzesvorlage endgültig in Kraft getreten.

Wo werden die neuen Keldfrüchte angebaut?

Ein wichtiges Ziel der Erzeugungsschlacht ist die Verminderung der Auslandsabhängigkeit bei den Oelfrüchten und Faserpflanzen, die schon fast gana aus den Anbauplänen der deutschen Land­wirtschaft verschwunden waren. Dabei taucht die Frage auf, welche Gebiete für den Anbau dieser Feldfrüchte in erster Linie Bedeutung ge­winnen. Der Reichsnährstand ist bestrebt, den An­bau vor allem dort $u verstärken, wo die natür­lichen Bedingungen günstig sind, und wo nur ver­hältnismäßig geringe Schäden durch Krankheiten erwartet werden können. Die Veränderungen der letzten Jahre gestatten noch kein endgültiges Urteil, weil die Erzeugung bei manchen Gütern, wie beim Flachs, von den Derarbeitungsmöglichkeiten ab­hängt, die erst geschaffen werden. Trotzdem lassen sich verschiedene Entwicklungslinien schon ganz deutlich erkennen. Die Oelfrüchte Rap» und Rübsen haben in Schleswig-Holstein und im Küstengebiet Mecklenburgs und Pom­merns besonders stark an Bedeutung gewonnen. Von der gesamten Anbaufläche von 47 000 Hektar befinden sich etwa 14 500 Hektar allein in Schles­wig-Holstein, Mecklenburg und Pommern. Der Flachs findet vor allem in Schlesien eine neue Heimat, wo er bereits einmal von größter Bedeu­tung war. Ober- und Niederschlefien hatten 1935 allein 7 600 Hektar von einer Gesamtfläche von 22 300 Hektar im Reich. Nimmt man zu Schlesien noch Bayern und die Provinz Branden­

burg und Sachsen, so erhält man etwa 65 v. H. der gesamten Anbaufläche. Noch schärfer ballt sich der Hans anbau räumlich zusammen; etwa die Hälfte der gesamten Fläche befindet sich in den Moorgebieten der Provinz Brandenburg. Wir haben es hier mit Entwicklungen zu tun, die auch außerhalb der Landwirtschaft Beachtung verdienen, weil die neuen Feldfrüchte durch ihre Be- und Ver­arbeitung zahlreiche Arbeitsmöglichkeiten schaffen.

Hochschulnachnchten.

Von den amtlichen Verpflichtungen wurden ent­bunden: wegen Erreichung der Altersgrenze Pro­fessor Dr. Eduard Hermann, Ordinarius für indogermanische Sprachwissenschaft an der Univer­sität Göttingen; traft Gesetzes Professor Dr. Max Eckert-Greifendorff, Ordinarius für Wirtschafts- und Verkehrsgeographie an der Tech­nischen Hochschule Aachen.

In Baden-Baden ist der Kunsthistoriker Geh. Rat Professor Dr. August S ch m a r s o w im 83. Lebens­jahre g e ft o r b e n. Schmarsow war geborener Mecklenburger, hatte seine akademische Laufbahn in Göttingen begonnen, wurde 1885 Ordinarius in Breslau und 1892 in Leipzig, wo er 1919 emeritiert wurde. Zu Schrnarfows Schülerkreis gehörten u. a. Kautzsch, Schubring und der jetzt in Berlin wirkende Wilhelm Pinder, der ihm 1919 auf den Leip­ziger Lehrstuhl gefolgt war. Von Schmarsows sehr zahlreichen Arbeiten seien hier nur seineGrund­begriffe der Kunstwisfenschaft" und dieKompost- tionsgesetze in der Kunst des Mittelalters", ferner die Untersuchungen über Donatello, über die Naum­burger Domplastik, über LessingsLaokoon" und über Perugino genannt.

Wetterbericht

des Reichswelterdienskes. Ausgabeork Frankfurt.

lieber den nördlichen Gebietsteilen Rußlands ist jetzt außerordentlich strenger Winter (Fröste zwischen 20 und40 Grad Celsius) eingetreten. Auch hat die Kaltluft bereits große Teile Skandinaviens er­faßt und macht sich bis zum Baltikum hin bemerkbar. West- und Mitteleuropa stehen dagegen noch immer unter dem Einfluß feucht-milder Meeresluft, die un­beständiges und auch zu Niederschlägen geneigtes Wetter bedingt. In den höheren Schichten hat sich jedoch stärkere Abkühlung eingestellt, so daß es in den Alpen sowie im Hochschwarzwald zu Neuschnee gekommen ist.

Aussichten für Mittwoch: Veränderliche Bewölkung und zeitweise auch Niederschläge, bei lebhaften südwestlichen Winden Temperaturen we­nig geändert.

Lufttemperaturen am 27. Januar: mittags 73 Grad Celsius, abends 2,7 Grad; am 28. Januar: morgens. 3 Grad. Maximum 7,5 Grad, Minimum 0,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. Januar: abends 3,3 Grad; am 28. Januar: mor­gens 2,3 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 0,4 Stunden.

Hauptfchristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel D.A. XII. 35: 11300. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein­druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Der allmächtige Gott hat meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Wilhelm Pietsch

am 26. Januar im Alter von 73 Jahren von seinem schweren Leiden erlöst

In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen;

Luise Pietsch Witwe.

Gießen (Schifienberger Weg 34), den 28. Januar 1936.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

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Heute früh um 6% Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwieger­mutter und Schwester

Katharine Hofmann

geborene Schneider

im Alter von 71 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen.- Karl Hofmann und Familie Ludwig Hofmann und Familie

Lollar, den 27. Januar 1936.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 29. Januar, nach­mittags 4 Uhr statt

Nachruf

Am 22. Januar starb unsere junge Arbeitskameradin

Annemarie Plage.

Wir betrauern eine liebe Kollegin, die in Treue und steter Einsatzbereitschaft zu den schönsten Hoffnungen berechtigte. Wir werden ihr stets ein ehrendes An­denken bewahren.

Pfeiffersche Univ.-Buchhandlung.

Otto Pfeiffer.

Gießen, den 27. Januar 1936

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Ab 1. Februar d. F. tritt eine Ermäßigung für die Knipskarten zu 1,20 RM. ein, und zwar werden unter Wegfall der Wochenkarten zu 1,50 RM. Knipskarten anstatt für 10 Fahrten jetzt für 12 Fahrten ohne Einschränkung der Tage zum preise von 1,20 R2H. abgegeben. 563D

Gießen, den 27. Januar 1936.

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