50 Zähre (Station Großen-Linden
Wirtschaft
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse
Jronrturt a. M.
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 7N.
turü
börse'
24.10 | 26-10.
0
8
7
Hellen & Guilleaume
32,
Die hinter den Papieren
62,56
57,04
62,82
57,26
16,4
39
16,4
126
126,5
105
107,5
106,5
193
l\
92,5
112
168
142
125,5
171
59,75 449
177
123
145
158
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154
127
117,75
16,75
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125
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107,5
106,5
192,25
40,5
166,5
134 160,13 138,5
143 136,75 139,9
162
206,25 153,5
16,25
15,9
124,5
105,25
107,5
107
192,5
123,65
146,25
158
118,4
214
154
127,5
117,75
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146 156,5 117,75
212
152,75
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178,9
280
126,9
139,5
149,75
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237,5
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44,25
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139
197
95,25
115 167,75 140,4
124,75
168
60,5
447
207 175,5
32,65
99,5
2,471
41,92
54,38
12,18
11,565
134,34
61,22
6
6
3
3
40,5
166,25
134
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139
144,75
140
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209,5
154
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156
117,5
152
126,75
117,25
16,25
39,5
16
124,9
126,5
105,25
107,5
107
192,25
9 b
6
5
3. G. Farben-Jndustrie
Scheideanstalt ......
Goldschmidt
Rütgerswerle
Metallgesellschaft
2,451
41,76
54,16
12,14
11,525
133,80
60,98
Phlltvp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Cemenlwerk Karlstadt..
V---/ zum Schlachthof di
rekt: 86 (188) Ochsen, 51 (14) Kühe, 54 (58) Färsen. Kalber 344 (321), Hammel und Schafe 82 (148), Schweine 2242 (1977). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 42 bis 45 (am 19. Okt. 43 bis 45), b) 37 bis 41 (41), c) 36 (36). Bullen a) 40 bis 43 (41 bis 43), b) 35 bis 39 (39). Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 34 bis 39 (35 bis 39), c) 27 bis 33 (27 bis 33), d) 25 (25). Färsen a) 41 bis 44 (41 bis 44), b) 36 bis 40 (36 bis 40), c) 35 (35), Kälber a) 65 (65), b) 55 (55), c) 40 (40), d) 40 (—). Hämmel b2) 51 bis 52 (48 bis 50), c) 49 bis 50 (44 bis 47). Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57) a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51) oauen gl) 56 (56). Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine wurden zugeteilt. Hämmel und Schafe belebt, ausverkauft.
133,5 |
159,5
158 |
Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 876: Neuregelung gewisser Zahlun- gen im Verkehr mit der Schweiz: betr. die Bezahlung von Veredlungslöhnen, Nebenkosten und ideellen schweizerischen Leistungen sowie die Abdeckung alter Verbindlichkeiten aus der Einfuhr nichtschweizerischer Waren. — 877: Herabsetzung der Devisengenehmigungen für Ueberweisungen von Versorgungsbezügen, Renten und Unterstützungen nach den Abwertungsländern. — 878: Die Zollsenkungen in Lettland. — 879: Nachnahmepakete nach Frankreich. — 880: Anordnung der Wirt- schaftsgrirppe Kraftstoffindustrie. — 881: Gebühren» ordnung der Ueberwachungsstelle für Edelmetalle. — 882: Rundschreiben der Ueberwachungsstelle für Wolle. Zur Frage der Ausfuhrauflage für Kämmerer- und Spinnereiabgänge und zur Frage des verbanülichen Verkaufs durch den Wollhandel. — 883: Verordnung über Fleisch- und Wurstpreise. — 884: Genehmigungspflicht bei Gewährung von Preisnachlässen bei der Ausfuhr nach Abwertungsländern. — 885: Die devisenrechtliche Stellung von ausländischen Gesellschaften, die ihren Sitz im Jn- lande haben. — 886: Die Wertbestimmungen von Einfuhrwaren in Italien. — 887: Anordnung 20 der Ueberwachungsstelle für Bastfasern über Abänderung der Grundmengenfestsetzung für Teppichhersteller.
Buderus ................... t
Deutsche Erdöl 4
Harpener 2 y2
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 8
Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
123,40, Otavi Minen 44,90, AKU. 95 bis 95,25, Bemberg 115, Bekula 166,50, IG. Chemie leere 180, Daimler 124,75, Deutsche Erdöl 145,75, Scheideanstalt 280, Elektr. Licht & Kraft E 160,13, Elektr. Lieferungen 134, Eßlinger Maschinen 103,50, IG. Farben 177, Felten 138,50, Gesfürel 143, Goldschmidt 125,50, Holzmann 133,50, Muag 130,25, Metallgesellschast 149,50, Schuckert 162, Westdeutsche Kaufhof 60,50, Südd. Zucker 205,25, AG. für Verkehrswesen 124,50, Hapag 16,25, Seilindustrie Wolff 97,50.
die Höhe der
Amenkanyche Noten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten..........
Schwedische Noten Schweizer Noten.................
Spanische Noten ..
Ungarische Noten .....
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Eleltr 6
Schuckert L Co g
Siemens L Halske 8
LahmeyerLCo ..... 7
A.E.G.
Bekula
Elektr. Lieferungsgesettschast .'. 6 Licht und Kraft
Ilse Genuß 152, Hoesch 117,50, Klöckner E 126,75, darunter 340 (405) Ochsen, 103 (99) Bullen 382
Mannesmann 117,25, Rheinstahl 153, Verein. Stahl (376) Kühe, 262 (229) Färsen- ---
19.3 ("Mnnt fTDinoti A A OH Of 7 AK t.: - ntrne -„tu.. o? z. a - P ..
Grttzner....................o|
Mainkraftwerke Höchst a,M.... 4
Süddeutscher Zucker........io]
Ille Bergbau ......
Ilse Bergbau Genüsse
Klöcknerwrrke .......
Mannesmann-Röhren
aus", dachte ich, „aber es ist mal was anders." Als nächstes kam aus Mlingote frischer S i s a l h a n f. Der Pg. hatte 50 Kilometer Bahnfahrt hinter sich. „Na, zum Binden ist das ja gar nicht mal so übel", sinnierte ich. Der nächste Bote brachte aus Segoma die Gaben: Kakao, Zimt, Muskat; aber bitte, nicht eßfertig, wie das die Heimat kennt, sondern frische Pflanzen. Ferner schickte uns die Küste: Vanille, schwarzen Pfeffer nno Kaffee: doch wohlgemerkt, keine gebrannten Bohnen, sondern richtige Pflanzen. Nun war ich wirklich gespannt, was noch kommen würde. Und schon bringt ein Landsmann Kapok und einen großen Bananenzweig samt Früchten.
„Donnerwetter, so ne Erntekrone hat die deutsche Heimat sicher noch nie gesehen," scherzt ein Bekannter,, als er die seltsame Sammlung auf dem Tische sieht. Natürlich freute ich mich über den Eifer unserer Siedler: doch mit leiser Wehmut dachte ich an die fehlenden Aehren, Kornblumen und Mohn, die Erntezeichen der Heimat. Schade, schade! Doch da kam auch schon die letzte Gabe von der Pflanzung Kitanga, im Usambaragebirge. Weither: Erst Autofahrt zur Bahn, dann 5Vr Stunden Bahnfahrt und ... hier sind sie: die richtiggehenden Korn - und Weizenähren! Ein Gruß der Jneimat aus Afrika.
Aus biegsamen Zweigen wird also ein Ring mit zwei Bügeln zusammengebastelt und das Ganze mit Sisal umwickelt. Dann die Aehren schön gleichmäßig verteilt, dazwischen Muskatnüsse, Zimt, Kaffee- und Kakaozweige. Roter und schwarzer Pfeffer nebst Vanille und einem Büschel Kapok gaben der Krone einen seltsamen Farbenreichtum. In der Mitte hingen dann die Bananen und eine dicke Kakaofrucht, also ein Erntekranz, wie er noch nie dagewesen ist. Die Negerjungen glotzten und staunten nur so; mochten wohl denken: Was machen diese Deutschen nur für verrückte Sachen?
Unb dann kam der große Sonntag heran. Voll Erwartung rückten zum Abend die Deutschen von fern und nah an: lieber Berg und Tal, aus Wald und Busch kamen sie herbei: gelaufen, geritten, gefahren in allen nur erdenklichen Fahrzeugen. Der Saal unseres Deutschen Hauses war herrlich mit Palmen geschmückt, zwischen deren Grün das Rot unserer Fahnen leuchtete und das schwarze Haken-
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 26. Okt. Herbstbestellung, Hackfruchternte und das Monatsende beeinträchtigen weiterhin das Angebot in Brotgetreide. Die Versorgung der Mühlen bleibt trotz des fehlenden nord- und mitteldeutschen Angebots meist befriedigend. Brau- und Jndustriegerste bleiben gut gefragt, während Futtergetreide unzureichend angeboten ist. Weizenmehl wird lebhaft gekauft, Roggenmehl geht bei ausreichenden Beständen laufend ab. Futtermittel sind für den Herbst- und Winterbedarf begehrt.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 201, W 16 204, W 19 208, W 20 210; Roggen R12 164, R 15 167, R18 171, R19 173, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste—, Braugerste 232, Futterhafer —. Weizenmehl Type 790 W13 28,00, W16 28,10, W 19 28,10, W 20 28,45; Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R 15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20; Rogge^leie R 12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Muhlen- eftpreife ab Mühlenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 16,75, Trockenschnitzel —, Heu 5,00 bis 5,50, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 2,60, do. (gebündelt) 2,40.
Kartoffeln: gelbfleischige hiesiger Gegend 2,70 Mark, weißschalige 2,40 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.
5ranffurler Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 26. Okt. Auftrieb: Rinder 1087 (gegen 1109 am letzten Montagsmarkt),
kreuz auf dem weißen Grunde sich so schön abhob. Dorn hing der Stolz und die Freude Aller: unser schöner Erntekranz, der ein wahres Zeichen deutschen Fleißes im dunklen Erdteil darstellte.
Wie immer, wenn Deutsche sich draußen treffen, wanderten unsere Gedanken nach der fernen Heimat, dem Lande unserer ewigen Sehnsucht. In diese Stimmung hinein klangen dann die Weisen unserer schneidigen Militärmärsche vom Erntedankfest aus dem fernen Europa, packten sogleich die Herzen und ließen vor unserem geistigen Auge auch schon den Anmarsch der Hunderttausende deutscher Bauern zum Bückeberg erstehen. Nach ein paar kernigen Begrüßungsworten des Ortsgruppenleiters hielt ein Pg. aus dem Hinterlande eine zündende Rede über heimisches Bauerntum, Blut und Boden; wies auf die Bedeutung des gewaltigen Umbruchs im Vaterlande hin. Nach diesem beifällig aufgenommenen Vortrag trugen uns die Aetherwellen des Rundfunks erhebende Heimatlieder vom großen Fest der Bauern im Wese r g a u herüber, Lieder, die im Herzen jedes Ausländsdeutschen so wundervolle Saiten erklingen lassen. — Da bis zum Hauptakt noch Zeit war, benützte der NSV.-Wart der Auslandsorganisation der NSDAP, die frohe Stimmung der Anwesenden, um mit kurzen, zu Herzen gehenden Worten für das Winterhilfswerk der Heimat zu werben. Die sofort eingeleitete Sammlung zeitigte ein schönes Ergebnis.
Und dann riß der Rundfunk uns ganz in feinen Bann. Gleich Millionen von Deutschen auf dem weiten Erdenrund lauschten wir der großangelegten Rede Adolf Hitlers vor seinen Bauern. Noch unter dem Eindruck von des Führers packenden Worten hörten wir den jubelnden Beifall der Hun- dertausende, ausklingend in das Deutschlandlied, dessen Aufrauschen auch bei uns den ganzen Saal auf die Beine brachte. Auch wir fangen zum Schluß in weihevoller Stimmung — zugleich mit den Brüdern, auf dem Bückeberg — „Die Fahne hoch -. wissend, daß zur gleichen Stunde viele Tausende von Volksgenossen außerhalb Deutschlands gleich uns fingen, die Arme recken und mit uns in Treue des großen Vaterlandes gedenken.
R. Da.
Die Beschäftigung der Industrie im (September.
Fwd. Im September haben in der Industrie die Vorbereitungen für das Herbst- und Weihnachts- gefchäft an Umfang zugenommen. Die Beschäftigung hat sich im September doppelt so stark erhöht, als im August. Nach der Induftrieberichter- ftattung des Statistischen Reichsamts ist die Zahl der beschäftigten Arbeiter von 71,6 v. H. der Arbeiterplatzkapazität auf 72,3 v.H., die Zahl der geleisteten Arbeiterstunden von 66,6 v.H. der Arbeiterstundenkapazität auf 68,3 v. H. gestiegen. Entsprechend hat sich die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit von 7,52 auf 7,62 Stunden erhöht.
Rhein-Mainische Börse.
IMllagsbörfe: Aktien schwächer, Renten fester.
Frankfurt a. M., 26. Okt. Das Publikums- tntereffe hat sich nach der anhaltenden Aufwärtsbewegung der letzten Zeit stark vermindert, was sich auch in nur ganz kleinen Kaufaufträgen am Aktienmarkt ausdrückt. Die Abgabeneigung hat sich vergrößert zum Zweck der Gewinnsicherungen. Bei sehr kleinen Umsätzen schwächten sich die Aktienkurse weiter etwas ab, während Erhöhungen nur noch vereinzelt waren. Von Montan- werten ermäßigten sich Harpener auf 156 (158), Ilse Genuß auf 152,50 (154), Verein. Stahl auf 124 bis 123 (124,40), Buderus auf 122 (123), Hoesch und Mannesmann blieben behauptet, Klöckner lagen 0,65 v. H. höher. IG.-Farben schwächten sich auf 177,50 (178,90) ab, Deutsche Erdöl unv. 145, Rüt- gerswerke 0,25 v. H. leichter. Am Elektromarkt gingen Siemens auf 206,25 (209,50) zurück, Gesfürel verloren 1,25 v. H., Felten und Licht & Kraft je 1 v. H., RWE. 0,65 d. H. Von Zellstoffaktien büßten Aschaffenburger 1,65 v. H., Waldhof 0,25 v. H. ein. Maschinen- und Motorenwerte lagen uneinheitlich, höher waren BMW. mit 139,50 (138,25) und Muag mit 127,50 (127,13), Daimler und Eßlinger bröckelten je 0,25 v. H., Moenus Maschinen 1 v. H. ab. Am Kunstseideaktienmarkt lagen Aku etwas fester mit 92,75 bis 93,25 (92,50), dagegen Bemberg 111,25 (112). Von Einzelwerten notierten Reichsbank 0,75 v, H. freundlicher, Hapag 0,50 v. H. niedriger.
Der Rentenmarkt war weiter fest, die Umsätze waren aber nicht sehr lebhaft. Altbesitz 119,40 (118,65), Kommunal-Umschuldung 90,35 (90,10). Späte Schuldbuchforderungen 98,50 und Zinsvergütungsscheine 93,75 lagen unverändert. Zertif. Dol-
Hamburg-Amerika-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........o
A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................ 4
Dresdner Bank .’ 4 steichsbank ................
)( Großen-Linden, 26. Okt. Arn 1. November 1936 werden es 50 Jahre, daß der Haltepunkt Großen-Linden der Main- Weser-Bahn eröffnet wurde. Die Main-Weser-Bahn (Frankfurt a. M.—Kassel) wurde bekanntlich durch Kurhessen, Hessen-Darmstadt und die Freie Stadt Frankfurt in den Jahren 1846 bis 1852 erbaut. Die Eröffnung der einzelnen Bahnstrecken erfolgte in verschiedenen Zeitabschnitten, zuletzt die Strecke Gießen—Lang-Göns.
Der damalige Bürgermeister von Großen-Linden bewarb sich rechtzeitig um die Errichtung einer Station bei Großen-Linden. Da fein Gesuch seitens der Bahnverwaltung wiederholt abgelehnt wurde, bat er um Audienz beim Großherzog in Darmstadt. Die Audienz wurde auf den 1. Mai 1853 bestimmt. Allein das einladende Schreiben traf erst am 3. Mai in Großen-Linden ein. Auf die neue schriftliche Bitte des Bürgermeisters um Audienz ließ der Großherzog mitteilen, wenn der Gesuch- steller weiter nichts wolle, als eine Station bei Großen-Linden, dann könne er die Reise und Kosten sparen, er habe alles untersuchen lassen, es wäre unmöglich bei den Trasseverhältnissen, die Züge halten zu lassen. (Die Bahn steigt hier 1:150, und die damaligen Bedenken mögen richtig gewesen fein, denn die damaligen Lokomotiven waren ganz wesentlich schwächer als die jetzigen.) Auch die weiteren Gesuche in den 1860er Jahren wurden abschlägig beschieden.
1873 ließ die hiesige Firma Engel & Krause auf ihre Kosten durch den Wetzlarer Ingenieur Witte einen Plan anfertigen, um nachzuweifen, daß die Züge halten könnten! Auch diesmal erfolgte wieder eine Ablehnung seitens der Bahnverwaltung.
Im Jahre 1886 erneuerte die Bürgermeisterei Großen-Linden die früheren Gesuche. Die Bahnoer- waltung lehnte zunächst ab mit der Begründung, die Steigung lasse das Halten der Züge an der Straße Großen-Linden—Leihgestern nicht zu. Die Bürgermeisterei Großen-Linden bat dann in einem neueren Gesuch, man möge dann auf dem Lückenbachsdamm eine Personenhaltestelle errichten, denn hier fei eine Horizontale vorhanden.
Die Antwort des Betriebsamtes Kassel lautete: Der Lückenbachsdamm sei ungeeignet, man fei aber bereit, einen Personenhaltepunkt an jener Straße zu errichten, wenn die Gemeinde Großen-Linden bereit wäre, die auf 5 bis 6000 Mark geschätzten Baukosten zu übernehmen.
lar-Bonds waren sehr ruhig und nicht ganz behauptet. Höher lagen noch Reichsbahn - VA. mit 126 (125,90). Von Auslandrenten 4proz. Rumänen unv. 7,50 und 4proz. Mexikaner 11,60 (11,50).
In der zweiten Börsenstunde blieb das Geschäft Zwar sehr klein, am A k t i e n m a r k t war die Haltung teilweise etwas fester. Fest lagen Muag mit 128,50 bis 130,75 nach 127,50, auch Moenus Maschinen um 0,75 v. H. auf 99,75 erholt, dagegen Daimler auf 124,75 nach 125,25 nachgebend. Farben ermäßigten sich auf 176,75 nach 177,50, Hoesch auf 117,50 nach 118, höher waren Westdeutsche Kaufhof mit 60,25 nach 59,13 und Aku bei etwas lebhafteren Umsätzen mit 94,50 nach 92,75. Auch sonst ergaben sich hier und da mäßige Erhöhungen.
In den variablen Renten war das Geschäft spater klein und die Kurse unverändert. Gold- und Liquidationspfandbriefe notierten fast unverändert, von Kommunal-Obligationen die beiden Frankfurter 94,50 (94,25). Stadtanleihen lagen überwiegend etwas fester, besonders 4,5 Hanau mit 91,75 (91). Auslandrenten blieben sehr ruhig, Ungarn Gold 13,75 bis 13,80 (13,95), 4,5proz. Rumänen 12,25 (12,95), dagegen 5proz. 8,45 (8,40).
Der Freiverkehr lag sehr ruhig. Man nannte Adlerwerke mit 104,50, Wayß & Freytag mit 126, VDM. mit 146 und Kali Wintershall mit 139,50.
Tagesgeld blieb sehr leicht und unverändert 2,50 v. H.
Abendbürfe ruhig.
Das Abendbörsengeschäft hatte bei im großen und ganzen wenig veränderten Kursen kleines Ausmaß. Im allgemeinen dauerte die schon mittags beobachtete Zurückhaltung fort, die Grundtendenz blieb aber recht widerstandsfähig, obgleich die meisten Kurse nicht immer aus dem Berliner Schlußstand behauptet blieben. Die Abweichungen betrugen nach beiden Richtungen aber selten mehr als 0,25 bis 0,50 v. H. Etwas Nachfrage und lebhafteren Umsatz hatten Kunstseide AKU. mit 95 bis 95,25. Auch der Rentenmarkt lag sehr still, die Ge- meinde-Umschuldungsanleihe blieb mit 90,40 voll behauptet. Zertif. Dollar-Bonds waren bei kleiner Nachfrage leicht erhöht. Von Auslandsrenten waren Ungarn Gold etwas schwankend mit 13,70 bis 13,50 bis 13,60 (13,65). Schweiz. Bahnanleihen waren etwa 1 bis 3 v. H. höher gesucht.
U. a. notierten: 6 v. H. IG. Farben 135, Reichsbahn-Vorzugsaktien 125,90, 4 v. H. Ungarn Gold 13,70 bis 13,50 bis 13,60, 5 v. H. Rumänen 8,40, 4 v. H. do. 7,45, 3,50 v. H. Schweiz. Bundesbahn 207, Commerzbank 105,25, DD.-Bank 107,50, Dresdner Bank 107, Buderus 122, Harpener 156,
SchultbetS Patzenhofer ....... 4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................... 5
Zellstoff Waldhof g
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer (Aas ...............7
Daimler Motoren 0
Deutsche Linoleum g
Lrenstein & Koppel 0
Westdeutsche Kaufhof 0
Chade...................... 9
Accumulatoren-Fabrik 12
Conti-Gummi.............. 11
Schwill. Abend« börse
26 10-
40,75 I 40,9
167 167,25
132,75 134
162,25 160,75
138,4 | 138,5
144,25 1 143,5
137 136,75
140 , 139,4
162,75 162,75
209 207
155,75 I 154,75
Die Gemeinde Großen-Linden stimmte zu, und so wurde der neue Haltepunkt, nach mehr als 30jäh- rigem Petitionieren am 1. November 1886 eröffnet; die von Großen-Linden bezahlten Kosten betrugen 6533,33 Mark.
Damals ging vor acht Uhr kein Perfonenzug vom Süden nach Gießen. Viele Leute von hier-arbeiteten in Gießen und mußten um 6 Uhr an der Arbeits- ftätte fein, weshalb die Bürgermeisterei Großen- Linden um die Einlegung eines früheren Zugs bat. Zunächst Ablehnung. Aus wiederholte Bitte ließ die Bahnverwaltung versuchsweise von Friedberg ab einen Zug nach Gießen fahren, der hier um 6 Uhr emtraf und um 6 Uhr abends wieder nach Friedberg zuruckfuhr. In Großen-Linden gab es Arbeiterwochenkarten zu dem mäßigen Preis von 1 Mark. Trotzdem war die Beteiligung gering, viele Arbeiter gingen nach wie vor zu Fuß nach Gießen. Die Bahnverwaltung drohte mit der Einstellung dieses Zuges. Um die Beibehaltung dieses Frühzuges zu ermöglichen, stiftete die hiesige Casino-Gesellschaft 50 Mark und gab jedem Arbeiter, der in Großen- Linden Montags eine Wochenkarte nach Gießen loste, einen Zuschuß von 30 Pf. Trotzdem war die Beteiligung noch zu gering, und von dritter Seite wurden weitere 50 Mark zum gleichen Zweck gestiftet. Nunmehr war die Beteiligung allgemein und diese und noch mehr Fahrgelegenheiten blieben bestehen.
Anfangs hielten in Großen-Linden täglich nur sechs Züge, nämlich drei in nördlicher und drei in südlicher Richtung. Es dauerte Jahre, bis, nach vielen Eingaben, alle Personenzüge hier hielten, und dann bat man um Güterverkehr. Die Eisenbahndirektion Hannover forderte zu dieser Anlage einen Zuschuß von 70 000 Mark.
Eine Reise des Bürgermeisters von Großen-Linden zu dem Minister der öffentlichen Arbeiten in Berlin hatte den Erfolg, daß die Bahnverwaltung auf 35 000 Mark herunter ging.
Inzwischen kam die hiesige Bahnstrecke zur Eisen- bahndirektton Frankfurt am Main und diese ermäßigte nach verschiedenen Eingaben den Zuschuß auf 12 500 Mark.
Die Gemeinde Großen-Linden bezahlte 7000, Leihgestern 5500 Mark, und so konnte der Güterverkehr am 1. April 1897 eröffnet werden.
Wer heute den großen Verkehr auf der Station Großen-Linden sieht, der kann gar nicht begreifen, daß es damals soviel Geld und Mühe kosten konnte, um zum Ziele zu gelangen.
!,75 I 100 ....
207 I 205,25
Schlußkurs
24-10-
Datum
Manssetver Bergbau 6%
Kokswerke.................. 6
Rheinische Braunkohlen 12
Rheinstahl .................. 4
Bereinigte Stahlwerke 3%
Otavi Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben 5
Kaliwerke Westeregeln b
Kaliwerke Salzdetfurth 7%
Frankfurt a.M.
Serlin
Schluß« lurs
Schluß!. Abend« börse
Schluß« fürs
Schluß!. Mittag« börle
Datum
24-10-
26 10
24-10
26-10
4% ocsgi. Sene 11...........
8,4
7,5
8,4 12,25 7,45
8,5 12,5 7,55
40,9
8,45
12,25
7,4
40,65
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/,%Rumän.vereinh.Reutev.19l3 4% Rumänische vereinh. Rente ..
2 %% Anatolier .............
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß« turs
Schluß!. Mittag, börse
Datum
24-10-
26-10
24-10
26-10-
6% Deutsche RetchSanlethe v. 1927
101,5
101,5
101,5
101,5
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,8
97,9
97,8
97,9
6/1% Doung-Anleihe von 1930 ..
102,75
103
103
102,9
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten ............
118,65
119,25
119
119
*¥1% Deutsche Retchspostschatzan
Weisungen von 1934, 1.......
—
09,9
_
100,1
4¥i% ehem. 8% Hessischer BolkS- staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...
98,75
98,75
98,75
98,75
4Vi% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12...
97
97
_
6)4% ehem. 4)4% Hess. Landes
Hypothekenbank DarmstadtLiau
—
100,5
_
4)4% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
93
93
_
Oberhessen Provinz-Anleihe mti
Auslos.-Rechten ............
128,75
129
—
Deutsche Komm. Sammelabl. An
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
122,75
122,75
123
123
4)4% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
97
97
_
6)4% ehem. 4/2% Franks. Hyp. Bank-Ltqu.-Pfandbrtefe......
100,55
100,55
_
_
6)4% ehem. 4)4% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.«Goldpfe. ...
100,75
100,75
101
100,8
4)4% ehem. 8% Pr. Landeöpfant» oriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97,5
97,5
97,5
97,5
4)4% ehem. 7% Pr. Landespfand
oriefanst., Gold Komm. Obl. 20
95
95
95
95
Eteuergutsch.BerrechnungSk. 34-38
109,8
109,8
109,9
109,9
4% Oesterretchtsche Goldrente...
32,5
32
32,25
32
4,20% Oesterreichtsche Stlberrente
—
3,2
3,25
3,3
4% Ungarische Goldrente.......
13,95
13,6
13,9
13,65
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
11
11
11,1
10,9
4)4% desgl. von 1913..........
11,25
11,13
11,4
11,25
6% abgest. Goldmexikaner von 99
——
15,65
15,5
15,7
i^ZMifcfje Bagdadbahn-Anleihe
—
—
—
24-Oitober
26-Oktober
Amtliche Geld
Notierung Brief
Amtliche Notierung Geld | Brie!
ouenod Hitu
0,691
0,695
0,691
0,695
Brüssel...
41,93
42,01
41,91
41,99
Rio de Jan.
0,145
0,147
0,145
*0,147
Sofia .....
3,047
3,053
3,047
3.0.5.3
Kopenhagen
54,32
54,42
54,32
54,42
Danzig ....
47,04
47,14
47,04
47,14
London....
12,165
12,195
12,165
12x195
Heliingfors.
5,37
5,33
5,37
5,38
Paris .....
11,585
11,605
11,575
11,595
Holland ...
Italien ....
134,08
13,09
134,34
13,11
134,14
13,09
134,40
13,11
Japan .....
Jugoslawien
0,711
5,654
0,713 5,666
0,711
5,654
0,713 5,666
Oslo..... :
61,14
61,26
61,14
61,26
Wien......
Listabon ...
Stockholm..
48,95
11,055
62,73
49,05
11,075
62,85
48,95
11,055
62,73
49,05
11,075
62,85
Schweiz ...
57,22
57,34
57,19
57,31
spanten...
22,48
22,52
22,73
22,77
Prag......
Budapest ..
8,771
3,789
8,771
8,789
Neu York ...
2,489
2,493
2,489
2,493
Banknoten.
159
159,25
158,5
—
141,25
140,65
239
237,5
239
153
154,5
153,4
123,4
124
123,65
44,9
44,4
44,65
—
145
144
136,5
137,5
137
195
196
195
177
178,75
177
280
—
125,5
127
125
139,5
139,13
138
149,5
149,5
149,5
133,5
132,75
134,25
159
158
—
105
105,5
92,25
94,9
111,25
115
167
167,5
143
142,5
112,4
111,13
124,75
124,5
170
168
91,5
91,5
60
60,5
445
445
207
207
176
175,25
I 32'72
32,5
1 208
—


