-itel): sie taffen sich laufend' über den Gang dev Lerteidigungsarbeiten von Madrid berichten; sie richten dort nach Sowjetmuster „Rote Samstage und Sonntage" ein, um die Versetzung der Hauptstadt in den Verteidigungszustand zu fördern, und mir lesen, daß „diese ernsten Minuten an das gigantische Beispiel des revolutionären Petrograd von 1919 erinnern": sie schicken nicht nur Maschinengewehre und Tanks, Bomber und Flugzeuge, sondern neuerdings auch ihre Generalstäbler hinunter, um die spanischen Genossen erst einmal zu lehren, wie man Krieg führt, — kurz, sie geben zu, daß sie nach dem Londoner Schritt nunmehr o f f e n t u n können, was sie bisher tarnen mußten.
Und Europa? Nach englischen Blättern soll der italienische Botschafter G r a n d i in London erklärt haben, daß die Verantwortung für die Folgen eines etwaigen völligen Austritts der Sowjetregierung aus dem Ausschuß uneingeschränkt zu Lasten der Sowjets gehen wird. Solche Erklärungen pflegen in Moskau eine gewisse abkühlende Wirkung nicht zu verfehlen. Es kommt hinzu, daß man sich an führender Moskauer Stelle zwar entschließen kann, ein wenig mit dem Säbel z u rasseln, daß man sich aber über „die" Aktion dennoch nicht ohne weiteres klar ist, zumal die Reaktion der Vorgänge auf Frankreich, die englische Ernüchterung und die Schlappe im Ausschuß „der Spitze" doch auf die Nerven gegangen sind. Es ist kein Geheimnis mehr, daß D i m i t r o f f von der Komintern schon längst gewillt ist, sich mit diesem Rasseln der Sowjetsäbel allein nicht zufrieden zu geben, sondern zu drastischeren Mitteln zu greifen. Man weiß aber auch, daß Wallach -Litwinow vor den internationalen Folgen gewarnt, daß Molotow von der Parteibürokratie vor den inneren Auswirkungen feine Bedenken ausgesprochen und daß auch Woroschilow sich für eine weniger explosive Gangart eingesetzt hat. Voraussichtlich wird also Moskau in der Zukunft nur offen tun, was es bisher im Geheimen tat. Gewiß ist die Lage trotzdem ernst; gefahrdrohend kann sie unseres Erachtens nur werden, wenn Europa nicht mehr zusammenhält. Und das wird sich erstmalig bei dem Fall von Madrid zeigen.
Kommunistischer Terror gegen Gudeiendeutsche.
Genehmigte Versammlung von roten Rowdies gesprengt.
Pilsen, 26. Okt. (DNB.) In Hermannshütte bei Pilsen, wo eine von der tschechoslowakischen Behörde bewilligte öffentliche Versammlung der S u d e t e n d e u t s ch e n Partei ckngekündigt war, fielen tschechische und deutsche Kommunisten, als ein Autobus aus Staab Anhänger der Sudetendeutschen Partei nach Hermannshütte brachte, sofort mit johlendem Geheul über die Aussteigenden her und schlugen sie mit Messern, Schlagringen, Stahlruten und Steinen nieder. Hierbei wurden zwei Mitglieder der Sudetendeutschen Partei durch Messerstiche schwer verletzt, einem weiteren wurde die Uhr geraubt (!). Kurz vor dem Versammlungsbeginn traf Abgeordneter H o l l u b e mit 32 Mitgliedern der SdP. ein. Die roten Banditen fielen, von der Gendarmerie kaum behindert, über den Abgeordneten und seine Kameraden her. In dem Handgemenge wurde ein Bäckermeister niedergeschlagen. Als er sich zur Flucht wandte, wurde von Kommunisten, die am Arm rote Binden trugen, a u f ihn geschossen. Währenddessen war eine größere Anzahl von Versammlungsbesuchern und der Saalschutz der Sudetendeutschen Partei indem Gasthaus eingeschlossen, da die Roten jeden Andersgesinnten niederschlugen. Neun Anhänger der Sudetendeutschen Partei wurden verletzt. Einige Zeit darauf wurde die Straße endlich von Gendarmerie geräumt.
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Moskau kämpft gegen alles, was entschlossen ist, der bollchewistischen Seuche Widerstand zu leisten. Auch die Sudetendeutschen stehen auf der Schwarzen Liste der Kommunistischen Internationale. Wenn man auch im gegenwärtigen Augenblick wegen des spanischen Abenteuers besondere Sorgen hat, so hat man doch nicht vergessen, den sich zur Henlein- Bewegung bekennenden Sudetendeutschen zu Gemüte zu führen, daß Moskau auch im deutschen Sprachgebiet Auge und Ohr hat, aber auch Schergen, die bereit sind, für ein paar Silberlinge ihre blutsmäßigen Bindungen zu leugnen und ihren deutschen Brüdern das Messer in die Seite zu jagen. So ist es in Hermannshütte geschehen. Wie stets, wenn marxistisches Gesindel in die Erscheinung tritt, um seine sklavische Gesinnung unter Beweis zu stellen, war auch diesmal von der tschechischen Polizei zunächst nichts zu sehen. Warum auch? Die Roten, aufgeputscht und bezahlt durch ihre Hintermänner von der III. Internationale, leisten so vorzügliche Arbeit, daß man sich auf der Polizeiwache getrost der Ruhe hingeben kann. Zwei Sudetendeutsche werden wohl kaum mit dem Leben davonkommen. Andere haben mehr ober minder schwere Verletzungen durch den kommunistischen Mob erlitten. Polizei erschien erst, alsMoskausBefehleer- füllt waren. Sie wird überhaupt immer erst in Tätigkeit treten, wenn die finsteren Gestalten des großen Verbündeten der Tschechoslowakei i h r W e r k verrichtet haben. Und nach den Wühlereien der Kommunisten in der Tschechoslowakei zu urteilen, sieht es beinahe so aus, als ob die tschechische Polizei eines Tages überhaupt zu spät kommen wird, nicht in den sudetendeutschen Landen, wo man sich seiner Haut schon zu wehren wissen wird, wohl aber im übrigen Staatsgebiet.
Sturm gegen kommunistische Hetzreden in Amerika.
Neuyork, 26. Okt. (DNB.) Als der kommunistische Präsidentschaftskandidat B r o w d e r in Tampa (Florida) eine Wahlrede halten wollte, wurde er von 15 Männern unterbrochen und verjagt. Die Gruppe schaffte sich durch Faustschläge und vorgehaltene Revolver freie Bahn zur Rednertribüne, riß diese ein und brachte dadurch den Redner und seine Freunde zu Fall. Brvwder und sein Stab e n t f e r n t en s i ch s ch l e u n i g st aus der Versammlung. Als der farbige Dizepräsidentschafts- kandidat der Kommunisten. James Ford, in Durham (Nordkarolina) feine Wahlrede beginnen wollte, wurde er von einer weißen Volksmenge b e d r o ht. Ford mußte feine Rede unterbrechen bis Polizeiverstärkung eintraf. Das Bunde s g e r i ch t in Washington lehnte den Antrag der Kommunisten aus dem Staate Illinois ab, die Entscheidung über den Antrag zu beschleunigen, die Namen des kommunistischen Präsidentschaftskandidaten und seines Stellvertreters auf die Wahl-
Das Programm des Berliner Ganjubilänn's.
Berlin, 26. Oft. (DNB.) Aus Anlaß des zehnjährigen Gaujubiläums werden eine Reihe von Veranstaltungen ftattfinben, die vornehmlich arbeitsmäßigen Charakter haben unb mehr dem ernsten Gedenken an eine heldenhafte und opferreiche Kampfzeit um Deutschlands Wiedergeburt gewidmet sind.
Den Auftakt zu den Jubiläumsveranstaltungen gibt am Donnerstag, den 29. Oktober, um 10.30 Ahr vormittags ein Empfang im Propagandaminlsterlum, an dem die Mitarbeiter der Gauteitung Berlin und des Ministeriums, sowie die Spitzen der parteiglie- derungen Reichsminister Dr. Goebbels zu seinem zehnjährigen Jubiläum als Gauleiter des Gaues Vertin der RSDAP. und gleichzeitig zu seinem Geburtstage beglückwünschen werden.
Um 11.30 Uhr folgt sodann ein Empfang namhafter Persönlichkeiten des künstlerischen Lebens und um 12 Uhr überreicht der Bürgermeister der Stadt Teltow, die mit der Geschichte der Berliner Bewegung unlöslich verbunden ist, dem Gauleiter den Ehrenbürgerbrief der Stadt. Aus Anlaß dieser Empfänge konzertieren auf dem Wilhelmsplatz je ein Musikzug oer Leibstandarte, der SA., SS., HI., des Arbeitsdienstes, der NSBO. und der politischen Leiter Um 14 Uhr findet im großen Saal des Rundfunkhauses die Ausschüttung der Dr. Goebbelsspende statt. Diese Feierstunde, bei der Gaupropagandaleiter Wächter im Auftrage des Gauleiters Dr. Goebbels etwa 600 alten Parteigenossen und Parteigenossinnen je einen Volksempfänger überreichen wird, findet durch die künstlerische Gestaltung des Rundfunks einen würdigen Rahmen.
Um 16 Uhr eröffnet der stellvertretende Gauleiter Staatsrat Görlitz er die Ausstellung: Zehn Jahre Kampf um Berlin, die den heroischen Kampf der Berliner Bewegung gegen das rote Un- termenfchentum wieder lebendig werden läßt.
Den Abschluß dieses Tages bildet der Fackelzug der Parteiorganisationen, an dem sich etwa 100 000 Mann beteiligen werden. Die Spitze des Fackelzuges trifft um 21 Uhr im Lustgarten ein, wo der Gauleiter Dr. Goebbels an der für die Bewegung historischen Schloßrampe den Vorbeimarsch abnimmt. Im Anschluß an den Fackelzug bringt die SA. in der Hermann- Göring-Straße vor der Wohnung der Gauleiters den SA.-Ruf.
Am Freitag, 30. Oktober, um 12 Ahr mit- I tags empfängt der Staatskommissar |
Travemünde, 26. Okt. (DNB.) Die Nord- atlantif - Flugboote „A e o l u s" und „Z e p h i r" sind im Travemünder Flughafen eingetroffen. Die Besatzungen der beiden Flugboote wurden in Travemünde stürmisch begrüßt. Am Montag gegen 14 Uhr sind die Besatzungen der beiden Flugboote in einem Sonderflugzeug nach der Reichshauptstadt abgeflogen.
Die Deutsche Lufthansa hat Reichsminister der Luftfahrt Generaloberst Göring über den Abschluß der ersten Versuchsflüge über den Nordatlantik das folgende Telegramm gesandt: „Die Deutsche Lufthansa meldet hiermit die soeben erfolgte Rückkehr der an den Erkundungsflügen nach Nordamerika beteiligten Flugboote nach Lissabon. Damit ist die erste Versuchsreihe der Erkundungsflüge zur Schalung eines planmäßigen Luftpost - Verkehrs Deutschland — Nordamerika erfolgreich abgeschlossen. Mit zwei Dornier-Oo 18 - Flugbooten, ausgerüstet mit zwei Junkers JUMO 205 Schwerölmotoren wurden auf acht planmäßigen Flügen insgesamt 33 000 Kilometer über den Nordatlantik zurückgelegt. An den Versuchsflügen waren als Flugzeugbesatzungen die Flugkapitäne Blankenburg, v. Engel, Mayr, Graf Schack, Direktor Frhr. v. Buddenbrock, Oberflugmaschinist Gruschwitz, Flugmaschinist Eger, die Flugzeugfunker Ehleberg und Stein, sowie der schwimmende Flugstützvunkt „Schwabenland" unter dem Kommando des Kapitäns Kottas beteiligt.
Lufthansa."
Der Reichsminister der Luftfahrt, Generaloberst Göring, hat hierauf wie folgt erwidext: „Den pflichtgetreuen und tapferen Besatzungen der Deutschen Lufthansa, die an den Erkundungsflügen über den Nordatlantik beteiligt waren, spreche ich meine volle Anerkennung und herzlichen Glückwunsch aus. Deutsche Flieger haben erneut eine Pioniertat in der Geschichte der Handelsluftfahrt über den Erdteilen und Weltmeeren vollbracht. Aus dem Gelingen der nun abgeschlossenen ersten Versuchsreihe gewinnt Deutschland die Zuversicht, daß es deutscher Tatkraft gelingen wird, auch den Nordatlantik für den planmäßigen Luftverkehr zu erschließen. Die Besatzungen der Deutschen Lufthansa können darauf rechnen, daß auch ihre weiteren kühnen und verantwortungsbewußten Arbeiten von den heißen Wünschen der gesamten deutschen Luftfahrt und der begeisterten Anteilnahme der ganzen Nation begleitet und getragen sein werden. Das nationalsozialistische Deutschland ist stolz auf feine Söhne.
Görin g."
Am Montagnachmittag sind die Besatzungen der Lufthansa-Flugboote „Aeolus" und „Zephir" auf
Zettel zu setzen. Das Gericht wird über das Gesuch erst nach den Wahlen Beschluß fassen.
Botschafter von Ribbentrop in London.
London, 26. Okt. (DNB.) Botschafter von Ribbentrop traf in London ein. Zu seiner Begrüßung waren das gesamte Personal der beut- schen Botschaft, der stellvertretende Landesgruppenleiter der NSDAP. Dr. Markau und zahlreiche Angehörige der deutschen Kolonie in London erschienen, ferner der stellvertretende Protokollchef Monck und englische Freunde des Botschafters. Der Botschafter erklärte der Presse: Deutschland wünscht die Freundschaft Großbritanniens und ich glaube.
der Reichshaupt st adt den Gauleiter Dr. Goebbels und feine Mitarbeiter der Gauleitung sowie die Vertreter der Formationen im Rathaus. Anschließend an den Empfang wird sich Dr. Goebbels in das Goldene Buch der Stadt Berlin eintragen, um sodann die Ausstellung „Zehn Jahre Kampf um Berlin" zu besichtigen. Rach der Besichtigung finden sich die Teilnehmer als Gäste der Stadt Berlin im Rathaus zu einem Eintop f e f f e n zusammen.
Um 17 Uhr erfolgt die Grundsteinlegung der Goebbels-Heimstätte im Friedrichs- Hain. Auf Grund der Urkunde, die dem Gauleiter Dr. Goebbels hierbei überreicht wird, sollen später alte, verdiente Parteigenossen in die dadurch erstellten etwa 300 Wohnungen a l s Mieter eingewiesen werden.
Um 18 Uhr legt Gauleiter Dr. Goebbels für die Gefallenen der Bewegung am Hör st-Wessel-Gr ab einen Kranz nieder, nachdem bereits am frühen Morgen an jedem Grab der Gefallenen der Berliner Bewegung Ehrenwachen Aufstellung genommen haben und im Auftrage des Gauleiters ein Kranz niedergelegt wurde. Am Abend dieses Tages versammeln sich um 19.30 Uhr im Kasino des Sportpalastes 4 0 0 alte Parteigenossen, denen auf Grund ihrer Verdienste um die Berliner Bewegung durch den Gauleiter das Gau-Ehrenzeichen verliehen werden soll. Anschließend folgt um 20.30 Uhr die Großkundgebung im S p o r t p a la st, die ebenfalls den alten Parteigenossen Vorbehalten ist und bei der Gauleiter Dr. Goebbels sprechen wird. Für acht große Säle Berlins sind Parallelkundgebungen vorgesehen, auf die die Rede des Gauleiters übertragen wird. Die Rede des Gauleiters wird auch auf alle Sender übertragen.
Am Samstag, 31. Oktober, sind um 16 Uhr zu einem Appell im Lustgarten die Berliner SA.-, sowie diejenigen SS.-, RSKK.- Männer und politischen Leiter angetreten, die früher in der SA. Dienst getan haben. Es sprechen Gauleiter Dr. Goebbels. Stabschef der SA. Luhe und Reichsführer SS. h i m m - l e r. Damit ist der arbeitsmäßige Teil des Programms beendet. Am Abend findet um 20 Uhr in der Deutfchlandhalle und allen Rebenfälen ein großes parteifest statt, das aus- fchliehlich den alten Parteigenossen vorbehalten ist. hierbei werden hervorragende Künstler Mitwirken.
dem Flughafen eingetroffen. Den kühnen Fliegern wurde ein außerordentlich herzlicher Empfang zuteil, nicht nur durch ihre Kameraden von der Lufthansa und die Vertreter der Behörden, sondern auch durch Tausende von Berlinern. — Ehrenstürme marschierten mit klingendem Spiel auf dem Rollfeld auf.
Bald erschienen auch die zum Empfang geladenen Gäste. In ihrer Mitte sah man den Direktor der Lufthansa, Freiherrn von Gablenz, der im Flugboot „Zephir" an der Seite des Flugkapitäns Blankenburg einen der direkten Flüge Azoren—Neuyork mitgemacht hat und inzwischen mit dem Luftschiff „Hindenburg" zurückgekehrt ist. Ferner sah man den Staatssekretär im Reichsluftfahrtministerium, General der Flieger Milch, in Vertretung des Reichsministers der Luftfahrt, den Befehlshaber im Luftkreis II, General der Flieger Kaupifch, die Amtschefs im Reichsluftfahrtministerium", Generalleutnant Kesselring, Ministerialdirektor Fisch, Kommandeur der Fliegerschulen, Generalmajor Christiansen, Generalmajor V o l k m a n n und Oberst Übet, Ministerialdirektor Dieckhoff vom Auswärtigen Amt, ben Staatskommissar der Hauptstadt Berlin, Dr. Lippert, den Reichsluftsportführer Oberst M a h n ck e u. a. m.
15.30 Uhr landete das dreimotorige Sonderflug- Zeug. Von allen Seiten stürmten die Grüße und Glückwünsche auf die kühnen Ozeanbezwinger ein. Die Atlantikflieger bestiegen dann das Podium. Dort begrüßte sie Staatssekretär Milch. Er übermittelte ihnen die Grüße und die besondere Anerkennung des Oberbebefehlshabers der Luftwaffe und Reichsluftfahrtministers. „Seien Sie gewiß", erklärte der Redner, „daß alles, was Sie leisten, für das größere Deutschland getan wird." Er schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer, dem folgten die Nationalhymnen.
Staatskommiffar Dr. Lippert hieß die Ozeanflieger namens der Reichshauptstadt gleichfalls auf das herzlichste willkommen. Berlin fei stolz, die kühnen Ozeanflieger nun in feinen Mauern begrüßen zu können, unb es werbe diesen Dank mit der Überreichung der Großen Plakette zum Ausdruck bringen. Die Flieger und Gäste begaben sich dann in das Restaurant des Flughafens. Dort dankte der Direktor der Lufthansa, Freiherr von Gablenz, namens der Flugbootbesatzungen für den herzlichen Empfang. Staatskommissar Lippert überreichte darauf iebem einzelnen her ftfte= ger die Große Plakette der Stadt Berlin. Seiner Bitte entsprechend trugen sich die zehn Luftpioniere in das Goldene Buch der Reichshauptstadt ein.
daß auch das englische Volk die deutsche Freundschaft wünscht. Der Führer ist überzeugt, daß die einzrg wirkliche Gefahr für Europa und auch für das Britische Reich die weitere Ausbreitung des Kommunismus ist, dieser schreck- ll.chsten aller Krankheiten. — schrecklich deshalb, weil die Menschen im allgemeinen hierin erst dann eine wirkliche Gefahr zu erkennen scheinen, wenn es zu spät i st. Eine engere Zusammenarbeit zwi- fchen unseren beiden Ländern in diesem Sinne ist eine vitale Notwendigkeit in unserem gemeinsamen Kampf um die Erhaltung unserer Zivilisation und unserer Kultur. Die Wege zu einer englisch-deutschen Freundschaft sind vielleicht etwas länger als einige Optimisten wünschen, aber ich bin überzeugt, daß sie Zustandekommen wird.
Die Zeitung - ein unentbehrlicher Ratgeber.
Der Reichsbauernführer zur Herbstwerbung für die deutsche Presse.
ZdR. Berlin. 27. Okt. Der Relchsbauera- führer veröffentlicht zur Herbstwerbung für die deutsche presse folgendes Geleitwort:
„Der Rationalsozialismus hat das deutsche Landvolk vor Aufgaben gestellt, die nur gelöst werden können, wenn sich der einzelne Angehörige des Landvolkes nicht vom Leben des Gesamt- volkes abschließt. Mittler zwischen Volk und Staatsführung, zwischen Führer und Gefolgschaftsmann ist die Zeitung, die damit zum treue st en Freund und unentbehrlichen Ratgeber des deutschen Bauern. Landwirts und Landarbeiters wird. Für jeden Deutschen sollte daher das tägliche Zeitungslesen selbstverständ- l l ch e pflicht sein.
R. Walther Darre.
Reichsbauernführer. Reichsminister und Reichsleiter der RSDAp."
SFahre Reichsjugendführung.
Von ber Pressestelle bes Bannes 116 der HI. wirb uns geschrieben:
Arn 30. Oktober jährt sich zum fünften Male ber Tag ber Ernennung unseres Reichs- jugendführers burch ben Führer unb bie Grünbung ber Reichsjugenbführung. Dis Hitler- jugenb blickt in biesem Jahre in stolzer Freube auf eine großartige unb einzig bastehenbe Entwicklung unter ber Führung bes Reichsjugenbführers Baldur von Schirach zurück. Das, was bis Weiteren ber Bewegung in ben ersten Jahren bes Kampfes zwar erhofften, aUerbings im Glauben an eine jahrzehntelange Entwicklung, würbe i n 5 Jahren verwirklicht. In ben dreieinhalb Jahren nach ber nationalsozialistischen Revolution, wurde aus einer zerrissenen, von einer Unzahl von Verbänden, Bünden, Gruppen, Sippen, Vereinen aufgespaltene Jugend unter der Führung Baldur vgn Schirachs eine Organisation 6 Millionen Jugendlicher. Geschaffen nach dem Willen unseres Führers, trägt diese Jugend als einzige Organisation seinen, ben Ehrennamen Hitlerjugend. An diesem Tage hält nun bie Hitlerjugenb Rückschau. In Stabt und Land versammelt sich Hitlerjugend, der BDM. unb bas Jungvolk, in einer Feierstunbe ober in einem Heimabend weist der Einheitsführer auf diesen denkwürdigen Tag hin; den 30. Oktober als den Markstein der Einheit der deutschen Jugend. Rk. MinisterpräsidentSöringsprichtmorgen im Berliner Sportpalast.
Berlin, 26. Ott. (MtB.) MlnislerprSsidenl Generaloberst Göring wird am Mittwoch. 26. Oktober, 20 Ahr, im Sportpalast über den Vierjahreptan sprechen. Die Rede des Ministerpräsidenten wird ab 20 Uhr von allen deutschen Sendern übertragen.
Dolksbund
Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., der am 30. und 31. Oktober in Köln feine 17. Reichstagung abhält, veröffentlicht den Arbeitsbericht für 1935/36. Es haben sich nahezu 15 0000 neue Mitglieder in bie Reihen des Volksbundes gestellt. Die Zahl ber Kreis- und Ortsgruppen hat sich von 2035 auf 4747 erhöht. Die Zahl ber Stäbte unb Gerneinben, die dem Volksbund als Mitglieder beitraten stieg dieses Jahr auf 28 201. Die Aufgabe bes Volksbundes besteht barin, in allen Ländern, in denen deutsche Soldaten kämpften und fielen, aus dem Gemeinschafts- gedanken heraus Mahnmale zu schaffen, die allen späteren Geschlechtern von deutscher Treue und deutschem Opfermut künden. In Frankreich, wo die weitaus größte Zahl unserer Toten liegt, stieg die Zahl der ausgebauten Ehrenstätten von 80 im Jahre 1934 auf 93 im Jahre 1935. Von den 209 deutschen Kriegsgräberstätten mit einer Ge- samtgräberzahl von 710 000 sind bis heute 132 fertiggestellt oder in Arbeit genommen. Weitere Arbeit wurde geleistet in Belgien, England, Polen, Jugoslawien, Italien, Schweiz, Palästina und anderen Ländern. Die Patenschaften, die der Volksbund über bestimmte Kriegsgräberstätten an feine Gliederungen, an Städte, Provinzen und Soldatenverbände, vergibt, haben sich aufs Beste bewährt. Anfragen nach.Gräbern deutscher Sol- baten sind in den letzten beiden Jahren stark zurückgegangen. Nach wie vor stehe aber der Volks- bunb den Angehörigen jederzeit in allen Fragen der Kriegsgräberfürsorge zur Verfügung. Die Reichs- bahnverwaltung hat eine Fahrpreisermäßigung von 50 v. H. auch auf Fahrten zum Besuch der deutschen Kriegsgräder im Auslande unb ber Gräber der Gefallenen der Bewegung ausgedehnt. Die Fahrpreisermäßigung wird den Eltern, Ehefrauen und Kindern der Gefallenen gewährt.
Meine politische Nachrichten.
Gauleiter Bohle, der Leiter der Auslandsorga» nifation der NSDAP, ist in Venedig eingetroffen. Von Behörden, ber Faschistischen Partei und her Bevölkerung wurde ihm ein herzlicher Empfang bereitet. Der Präfekt gab ein Frühstück. Nachmittags legte die deutsche Delegation am Denkmal der befallenen Faschisten einen Kranz nieder. (Bauleiter Bohle ist dann nach Florenz weitergereist. Von dort wird er sich nach Rom begeben, um an ber Jahresfeier bes Marsches auf Rom teilzunehmen.
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Der biplomatische Vertreter ber Republik Polen in Danzia, Minister Dr. Papse, hat nach mehr- tägigem Aufenthalt in Warschau, wo er zur Einholung von Instruktionen weilte, am Samstag dem Präsidenten des Senats Greiser einen Besuch abgestattet. Man nimmt an, daß sich die War- schauer Instruktionen an Minister Papse auf ben Auftrag beziehen, der vom Völkerbundsrat bei der letzten Tagung der polnischen Regierung übertragen worden ist.
Gegen De grelle, den Führer ber belgischen Rexbewegung, und drei seiner Mitarbeiter ist eie Strafverfahren wegen Übertretung einer Polizeiverordnung über das Verbot von Ansammlungen eingeleitet worden.
Heimkehr der Nordatlantik-Flughoote „Aeolus" und „Zephir".
Görings Glückwunsch und Anerkennung. — Herzlicher Empfang in Berlin.
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Berlin, Außenministe Minister bei Neurath,
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