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Zeit den wandernden Gesellen in den deutschen Gauen Gemeinschaftsheime zur Verfügung stehen werden, in denen sie Erholung und weltanschauliche Betreuung durch die DAF. finden. Dr. Ley wandte sich dagegen, das Handwerk in katholische und evangelische Menschen einzuteilen. Das Handwerk teile sich ganz einfach in die, die etwas l e i st e t e n, und in die, die nichts l e i st e t e n , in solche, die Deutschland opferbereit bejahten, und in andere, die alle Profite von Deutschland haben wollten, in anständige und in unanständige Menschen.
Unter Vorantritt der Fahnen und der Kapelle setzte sich dann der Zug der Handwerksgesellen und der übrigen Kundgebungsteilnehmer mit Dr. Ley und dem Reichshandwerksmeister Schmidt an der Spitze nach den „Linden" zu in Marsch, wo den Handwerksgesellen auf Schritt und Tritt herzliche und ermunternde Abschiedsrufe entgegenschallten. Mit dem Liedchen „Muß i denn, muß i denn zum Städtele hinaus" ging es durch das Brandenburger Tor. Auf dem Königsplatz nahm Dr. Ley von der Freitreppe des Reichstages aus den Vorbeimarsch der Wandergesellen und der Handwerksabordnungen entgegen, um dann mit jedem einzelnen der hinäus- ziehenden Gesellen und auch mit den auslandsdeutschen Lehrlingen herzliche Worte zu wechseln.
Als Spende der Berliner Fleischer, Bäcker und Konditoren wurde den scheidenden Gesellen hier noch eine nicht knapp bemessene Wegzehrung gereicht, die den Bedarf fürs erste decken wird. Dann zerstreuten sich die Trupps, kleiner und kleiner werdend, nach allen Himmelsrichtungen. „Das Wandern ist des Müllers Lust — so hörte man ihren fröhlichen Gesang.
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Handwerksgesellen gehen auf Wanderschaft.
Dr. Ley kündigt die Errichtung von Gesellenheimen an.
Berlin, 26. April. (DNB.) Der vor einem Jahr auf Veranlassung des Reichsorganisationsleiters £r. Ley wieder eingeführte alte Brauch des Gesellenwanderns hatte die Hoffnungen und Erwartungen, die sich mit ihm verbanden, in solchem Umfange erfüllt, daß man sich entschlossen hat, das diesjährige Gesellenwandern in erheblich verstärktem Umfange durchzuführen. Waren es damals nur 1000 Gesellen aus dem Fleischer-, Bäcker- und Konditorhandwerk, die für ein Jahr hinauszogen, so sind jetzt schon mehr als 15 0 0 Gesel - l e n aus einer großen Anzahl von Handwerksberufen nach wohldurchdachtem Plan auf die Wanderschaft geschickt worden. Weitere große Trupps werden in den nächsten Wochen folgen. Die eigentliche Wanderschaft erstreckt sich auf eine Zeit von etwa acht Wochen und endet vorläufig an einem Austauschplatz.
Wie überall im Reich, so gab auch in Berlin die Verabschiedung der wandernden Handwerksgesellen am Sonntagmittag Anlaß zu einer feierlichen Kundgebung am Schloß. Marschmäßig ausgerüstet, mit Blumen geschmückt, den Wanderstab in der Hand, standen die 120 aus der großen Zahl der Bewerber sorgfältig ausgesuchten Gesellen, um nun für ein Jahr Abschied zu nehmen von Berlin. Auf der Schloßrampe hatten sich zusammen mit dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP., Dr. Ley, und dem Reichshandwerksmeister Schmidt führende Vertreter der Parteigliederungen und des Handwerks eingefunden.
Nachdem Reichshandwerksmeister Schmidt an die scheidenden Wandergesellen Abschiedswerte gerichtet hatte, ergriff Dr. Ley das Wort zu einer Ansprache, in der er ankündigte, daß in absehbarer
Dr. Ley verabschiedet sich in Berlin von den Gesellen. — (Scherl-Bilderdienst.)
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