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Oer Wettlauf auf dem Schienenfirang.

Reisegedanken bei 180-Stunden-Kilometern zwischen Berlin und Hamburg.

Oer Führernachwuchs der Partei.

Schärfste Auslese, sorgfältigste Erziehung in den drei Ordensburgen.

Lochum, 26. Febr. (DNB.) Im Zuge der Aus­musterungsaktion für den Führernachwuchs der NSDAP, nahm Reichsorganisationsleiter Dr. Ley fm Gauhaus des Gaues Westfalen-Süd die Aus­musterung der aus dem Gau für die Führeraus- bildung ausersehenen Männer der Partei vor. Dr. Ley ging auf die verschiedenartigen Formen der nationalsozialistischen Schulungsarbeit ein. Die beste Auslese, die beste Schulung und Er­ziehung habe der Kampf der NSDAP, ge- boten. Die Entwicklung nach der Machtergreifung meise andere Methoden der Auswahl und Erziehung. In drei neugeschaffenen Ordens- bürgen der Partei und Horten der national­sozialistischen Weltanschauung werde die Erziehung des Führernachwuchses vor sich gehen. Das Ziel sei allein ausgerichtet auf den Dien st an der Gemeinschaft, auf den Einsatz für das deutsche Volk. Dr Ley betonte:Die Partei will herrschen, sie muß herrschen, das heißt führen, und niemals darf sie den An­spruch darauf aufgeben. Die unerhörte Machtfülle, die die Partei hat und die sie jedem Amtsträger gibt, bedingt aber auch ein ebenso uner-

das die bulgarische Armee den gefallenen deutschen Waffengefährten in treuem Gedenken setzt. Unter den zahlreichen Kranzspenden befanden sich auch Kränze des bulgarischen Königs, des Kriegsministers und der bulgarischen Armee.

Oie Kreistagswahlen im Memelland.

Belgiens MMrabkommen mii Frankreich.

Oie Besprechungen -er Generalstäbe beider Armeen sollen hinter den Kulissen sortgeführt werden.

anderen Volksgenossen betrieben wird, mit der Landwirtschaft in engster Wechselbeziehung steht.

Schweres Gtraßenbahnunglück in Istanbul.

3n Istanbul ereignete sich ein schweres Stra­ßenbahnunglück. Ein vollbesetzter Straßen­bahnwagen kam infolge der Feuchtigkeit auf einer abschüssigen Strecke ins Rutschen. Die Bremsen ver­sagten, und mit rasch wachsender Geschwindigkeit fuhr der Wagen auf der geraden Straße etwa 100 Meter bis unterhalb des Rathauses von Pera, wo die Straßenbahn in scharfer Kurve in die Rank- straße einzubiegen hat. An diefer Stelle ent­gleiste der Wagen und warf sich mit voller Wucht gegen ein Haus, dessen Außenmauer des Erd­geschosses durchstoßen wurde. Unter den Trümmern des Wagens und der durchbrochenen Hausmauer lagen die dreißig Fahrgäste, von denen drei auf der Stelle getötet worden waren. Alle übrigen wurden teils schwer, teils leichter verletzt. Von den fünfzehn Schwerverletzten liegen vier Personen hoffnungslos darnieder.

Die Bewohner des beschädigten Hauses, die durch den Rammstoß aus dem Schlafe geweckt wurden, kamen mit dem Schrecken davon, und beteiligten sich mit den Nachbarn an den Rettungsarbeiten. Als der Wagen ins Gleiten kam, hatte sich der In­sassen eine Panik bemächtigt, weil alle das be­vorstehende Unglück an der unweit liegenden schar­fen Kurve voraussahen. Da der Wagen überfüllt war, gelang es im Gedränge niemand, ihn zu ver­lassen. Nur einige Fahrgäste von den Plattformen konnten noch rechtzeitig abspringen.

Oer Fall Hauptmann.

Staatsgouverneur Hoffmann hatte den Be­lastungszeugen W h i t e d am letzten Samstag per­sönlich verhört. Der Gouverneur erklärte, Whited habe am 26. April 1932 ausgesagt, daß er keine verdächtigen Personen oder Kraftwagen in der Nähe der Besitzung des Obersten Lindbergh gesehen habe. Trotzdem sei Whited am 6. Oktober 1934 nach Neuyork gebracht worden, wo er Hauptmann als jenen Mann wieder­zuerkennen vorgab, den er zweimal in der Nähe des Besitzes von Lindbergh gesehen habe. Whited soll nun zugegeben haben, daß ihm durch einen Polizeibeamten eine Entschädigung von 35 Dollar für jeden Tag seines Aufenthaltes in Neuyork sowie ein Drittel der ausge­setzten Belohnung versprochen worden sei.

Der Erfinder eines neuen Fingerabdruckverfah­rens, Dr. Erasmus Hudson, soll mit Hilfe ultra­violetter Strahlen festgestellt haben, daß d i e Leiter, die im Indizienbeweis für die Beteili- O Hauptmanns an der Ermordung des Lind- ^--Kindes eine wichtige Rolle gespielt hatte, in Wirklichkeit von der Polizei untergescho- b e n worden sei. Die Löcher der Nägel der be­rühmten 16. Lettersprosse, deren Holz angeblich aus der Wohnung Hauptmanns stammte, seien nur 18 Monate alt gewesen, während die anderen Nagellöcher mindestens vier Jahre alt und

Anspannung aller Kräfte für den letzten Monat des Winterhilfswerks.

B e r l i n, 26. Febr. (DNB.) Aus Anlaß der am 1. März 1936 stattsindenden 6. Reichsstraßen­sammlung des Winterhilfswerks wird der Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert L e y, am 28. Februar abends einen S e n d e r u f üb er sämtliche deutschen Sender erlassen. Auch diese große Straßensammlung wird wiederum ein voller Erfolg werden, hernach wird a m 21. und 22. März die deutsche Polizei anläßlich der großen Polizei-Aufklärungswoche noch einmal die Sammelbüchse für das große Gemeinschaftswert schwingen. Mit dem 31. März erst wird das Win- terhilsswerk 1935/36 geschlossen. Für den letz­ten Monat heißt es also, alle verfügbaren Kräfte aufzubieten, um auch den letzten Monat wiederum zu einem vollen Erfolg gestalten zu können.

Beisetzung deutscher U-Boot-Helden in Bulgarien.

Warna, 26. Febr. (DNB.) Nach mehr als zweijähriger Arbeit war es dieser Tage gelungen, das deutsche U-Boot 45 zu heben, das am 6.November 1916 auf eine russische Mine gelaufen und gesunken war. Die sterblichen Ueberrestr der 13 Mann starken Besatzung konnten geborgen werden.

Am Mittwochoormittag fand nun aus dem Kriegerfriedhof in Warna die feierliche Beisetzung der Gefallenen statt. Der Bürgermeister hatte für den Vormittag Gescha fts- and Arbeitsruhe angeordnet, so daß die Bevolke- rung den deutschen Helden und ehemaligen Wassen- brüdern die letzte Ehre erweisen konnte. Von allen Häusern wehten Trauerfahnen. Die gesamte Garni­son und die Marineabteilung von Warna nahm an 'bem Begräbnis teil. In dem großen Trauergefolge sah man viele in Bulgarien lebende Deutsche Das Reich verttaten Konsul von Ungelter und Ml- litärattachs Generalmajor F r i d e r i c i. Die Helden wurden in einem gemeinsamen Grab bei» gesetzt, auf dem ein riesiges Holzkreuz errichtet wird.

Die memelländischen Kreistagswahlen haben Ergebnis der Landtagswahlen stätigt und unterstrichen. Wenn diese Wahlen auch keinen ausgesprochen polittschen Anstrich hat­ten, so läßt sich doch nicht leugnen, daß der Gegen­satz zwischen dem bodenständigen Deutschtum und den eingewanderten Litauern die Wahlen beherrschte. Denn die Litauer suchen nun einmal im Kleinen wie im Großen das Deutschtum unter ihre Vormundschaft zu bringen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht, auch das unpolitischste. So hatten

tung.

Für den, der sich dem Orden einmal verschrieben habe, gebe es kein Zurück, hurt seien die Folgen eines Versagens. Die neuen Methoden der Heran­bildung des Führernachwuchses umfaßten vor allem die Erziehung und Erprobung des Charakters, des Mutes, der Manneszucht und der Kamerad-» schäft. Denkbar einfach, aber streng sei die Wertung für die Auswahl des Führernachwuchses frei von jeder Bindung an irgendeine Klasse oder Vor­bildung. Drei Grundsätze bestimmten die Auswahl: die körperliche Gesundheit, die rassische Eignung and der Beweis bisher bereits vollbrachter Leistun­

natürlich auch die Kreistagswahlen einen gewissen politischen Anstrich. Die memelländisch-deutschen Parteien haben insgesamt sogar noch zwei Mandate hinzugewonnen. Das ist außer­ordentlich bemerkenswert, nachdem vorher von litauischer Seite versucht worden ist, die Wahlen zu erschweren. Das Bekenntnis der überwiegenden Mehrheit der Einwohnerschaft des Memelgebietes zu den deutschen Kreistagsabgeordneten können wir getrost als eine zweite Volksabstimmung zugunsten der deutsch-memelländischen Sache ansprechen. Jeden­falls ist aufs neue bestätigt worden, daß man über­all dort, wo sich die Nationalitäten mischen, nur dann ein klares Bild von den tatsächlichen Ver­hältnissen gewinnen kann, wenn man bei Volks­befragungen die Nationalitäten unter sich läßt. Würde man an anderen Punkten Europas dafür sorgen, daß bei Wahlen die Regierungen aus dem Spiel bleiben, dann wären schon längst bessere Voraussetzungen für eine gerechte Lösung des Minderheitenproblems geschaffen worden._________

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von den tatsächlichen Verhältnissen ab­hängig. Niemals war davon die Rede, unsere Südgrenze zu festigen und dorthin Grenz­schutztruppen zu legen.

Diese Erklärungen des Kriegsministers werden in Brüssel als ein höchst bemerkenswerter Beitrag zu den Erörterungen über das belgisch-französische Mi­litärabkommen angesehen. Die Regierung wird von flämischer Seite heftig gedrängt, dieses Abkommen aufzugeben. Man nimmt an, daß zwischen der französischen und der belgischen Regierung über eine Lösung verhandelt wird, die förmlich der Forde­rung nach Außerkraftsetzung des Militärabkommens entgegenkommen würde. Die militärische Zusam­menarbeit der General st äbe dürfte aber auch weiterhin aufrechterhalten blei­ben. Praktisch wird sich also in Zukunft nichts ändern. Daß diese einseitigen Generalstabsbespre­chungen dem Geist des Locarno-Dertra- ges widersprechen, ist von den Gegnern des Ptilitärabkommens immer wieder betont worden. Staatsminister van Cauwelaert, der Führer des flämischen Flügels der katholischen Partei, er­klärte, daß die Flamen gegen militärische Bespre- chungen an sich nichts einzuwenden hätten. Diese Besprechungen dürften aber nicht a u f Frank­reich beschränkt bleiben, sondern müßten auf England, Holland und Deutschland, mit dem Bel­gien durch den Locarno-Vertrag verbunden sei, aus­gedehnt werden.

Die Aufforderung der Reichsbahn, an einer Be­sichtigung der Probefahrt teilzunehmen, bedeutet nach alter Erfahrung die Erwartung eines über­raschenden Erlebnisses. Diesmal begann es mit einer Enttäuschung. Nicht died urch ihre Rekord­fahrten berühmt gewordenenfliegenden" Triebwa­gen traten in Erscheinung, sondern die ReiseB e r- l i n Hamburg und zurück sollte mit den alten braven Dampflokomotiven bewerkstelligt werden. Welche Sensation konnte schon dabei sein? Aber das anfängliche heimliche Mißtrauen verwandelte sich bald in hellste Begeisterung. Die Männer vom Flügelrade und ihre Mitarbeiter in den Konstruk­tionsbüros und Maschinenhallen deutscher Industrie- werte haben unserer Verkehrsgeschichte ein neues Ruhmesblatt hinzugefügt. Die Neuschöpfun­gen der Reichsbahn verdienen ein uneinge­schränktes Lob. Der Henschel-Wegmann- Zug, der bei der Hinfahrt benutzt wurde, erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 175 Kilometer, der von einer Borsiglokomotive geführte Zug, der die Gäste zurückfuhr, brachte es bei dieser Sonderfahrt sogar stellenweise auf 185 Stundenkilometer. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug etwa 150 Kilo­meter in der Stunde, Das ist ein einwandfreier Sieg der Stromlinie!

Während der Heimfahrt, als die Dämmerung sich auf das Land niedersenkte und der leise wiegende Rhythmus des Zuges die Aufregungen des Tages besänftigt hatte, war genügend Zeit, um über das Gesehene und Gehörte nachzudenken. Noch die ersten deutschen Passagierflugzeuge nach dem Kriege hatten lange Jahre hindurch eine geringere Reisegeschwin­digkeit als die heuttgen Schnelldampfzuge der Reichsbahn. In einem Dutzend Jahre holte die erdgebundene Schiene die Leistung der hindernis­losen Luftfahrt ein. Das Flugzeug aber erreicht heute eine mittlere Geschwindigkeit von 350 Kilo­meter. Wird derWettlaufderbeidenKon-

Aus aller Wett.

Erfreuliches Ansteigen der Bienenzucht.

Nach der letzten Viehzählung ist die Anzahl der Bienenvölker von rund 2 Millionen Stück im Dezember 1934 auf 2,12 Millionen Stück Ende 1935 gestiegen, hat also um 5,9 v. H. zu- genommen. Diese Entwicklung ist außerordent- lich erfreulich, denn sie wirkt sich in zweifacher Richtung günstig aus: Die inländische Honig- erzeugung wird erhöht, und dadurch die Ab­hängigkeit von der ausländischen Zufuhr vermin­dert. Da die Bienen die Befruchtung der Obst­bäume fördern, wird außerdem als Nebenwirkung noch eine Steigerung der O b st e r t r ä g e er­reicht. Vor dem Krieg wurden in Deutschland etwa 2,3 Millionen Bienenvölker gezählt, im Durchschnitt der Jahre 1924/28 waren etwa 1,6 Millionen Völ­ker vorhanden, die sich inzwischen auf 2,1 Millionen Stück vermehrt haben. In den Jahren 1928/29 er­reichte die Honigeinfuhr, die hauptsächlich aus den überseeischen Ländern kommt, mit 9000 bis 10 000 Tonnen einen Höhepunkt. Inzwischen ist eine Ver­minderung der Honigeinfuhr um etwa die Hälfte eingetreten. Die Erzeugungsschlacht, die durch die Wiedereinführung nahezu ausgestorbener Kulturen die deutsche Landwirtschaft wieder vielseitiger macht, fördert durch neue Kulturen wie z. B. den Raps die Lebensbedingungen der Imkerei. Wir erkennen daraus, daß die Bienenzucht, die neben Bauern und Landwirten vor allem auch von zahlreichen

kurrenten in diesem Verhältnis weitergehen? Es wurde während der Hamburger Fahrt von Fachleuten ausdrücklich versichert, daß in abseh­barer Zeit mit einer weiteren Beschleuni­gung des Schienenverkehrs nicht zu rechnen fei. Wieder eine Enttäuschung? Seien wir nicht so an­spruchsvoll. Bedenken wir, daß die neuen Dampf­züge Hunderte von Passagieren und ein Eigen- gewicht von mehreren hundert Tonnen mit sich schleppen, während das Flugzeug bestenfalls ein paar Zentner Fracht und vielleicht 15 Passagiere mitzunehmen vermag. Bedenken wir auch die grö­ßere Bequemlichkeit und die geringeren Kosten der Eisenbahnfahrt. Vergessen wir schließlich nicht, daß auch die Masse selbst der gewöhnlichen Fern-v- Züge über eine Reisegeschwindigkeit von 100 Kilo­meter immer noch kaum hinaus kommt, von den üblichen v-Zügen, Personenzügen und Güterzügen ganz zu schweigen.

Die Frage liegt auf den Lippen, warum nicht das gesamte Streckennetz der Reichsbahn alsbald auf den Schnellbetrieb umgestellt wird. Der Sachverständige hält eine ganze Reihe von begrün­deten Einwänden bereit. Zunächst der Äoften- punkt. Eine Lokomotive beispielsweise kostet etwa 200 000 Mark, ein v-Zugwagen 2. Klasse etwa 60 000 bis 70 000 Mark. Man kann den Wagen- unb Lokomotivpark er ist zum Teil funkelnagel­neu nicht einfach zum alten Eisen werfen, denn er verkörpert Milliardenwerte. Ueberbies finb bie gesamten Strecken- unb Stationsanlagen für ben normalen Verkehr eingerichtet, unb biefer kann überhaupt nicht entbehrt werben, ba bie Men­schen ja nicht nur von Großstabt zu Großstabt, son- bern auch von Dorf zu Dorf reifen wollen. Der Schnellbetrieb kann also immer nur zwischen­geschoben werben, er bleibt zunächst mehr ober weniger eine Ausnahmeerscheinung im deutschen Elsenbahnverkehrswesen. Die großen, geraben, stei­gungslosen Ueberlanbsstrecken, bie anberen ßänbern häufig zur Verfügung stehen, finb bei uns selten, sie müssen auch bem Kleinverkehr bienen.

So hat bie Reichsbahn, was ben Schnellzugver­kehr angeht, b r e iVersuchsreihen" aufge­stellt. Sie entwickelt zu gleicher Zeit ben Schnell­triebwagen mit bem Diesel-Motor, ber burch Oel angetrieben wirb, bie Schneilokomotive mit bem Dampfkessel, ber mit Kohlen geheizt wirb, unb ben Elektrischen Zug, ber seine Energie vor allem von den großen Wasserkraftwerken der Berge nimmt. Alle drei Arten des Schienenfahrzeugs haben an­dere Betriebsbedingungen unb anbere Aufgaben. Haben sie auch eine verschobene Zukunft? Der Wettlauf auf bem Schienen st rang ist noch nicht entschieden. Vielleicht machen bie brei ein totes Rennen. Der Henschel-Wegmann-Zug unb die neue Borsiglokomotive jedenfalls haben mit ihrer Sonderfahrt nach Hamburg bewiesen, daß die Kohle sehr wohl imstande ist, ben Vorsprung ihrer jünge­ren Konkurrenten, bes Oels unb ber Elektrizität, auf ber Schienenstraße roieber einzuholen. So bie­nen sie alle brei bem allgemeinen Fortschritt, bem : Ruhme beutscher Jngenieurkunst unb beutscher Werkmannsarbeit.

OerReligionskrieg in Irland.

Kommunisten als Patrioten getarnt.

B e l f a st, 26. Febr. (DNB.) Der Primas von Jrlanb, Karbinal M a c r o r y , unb ber Bischof von Down unb Connor, Dr. Magean, fordern in ihrem Fastenbrief erneut eine Untersuchung der Ursachen der blutigen Religionsunruhen in Belfast. Dr. Magean weist darauf hin, daß innerhalb der letzten vier Jahre in Belfast drei­mal große Ausschreitungen ftattgefun- ben hätten, bei benen sowohl Menschenleben als auch Sachschäden zu beklagen gewesen seien. Tau­sende von Bürgern seien gezwungen worden, ihre Arbeitsplätze zu verlassen. Man habe Tausende aus ihren Heimstätten vertrieben und ihrer Rechte beraubt, zu leben und ihr Brot zu verdienen. Kar- binal Macrory weist ferner darauf hin, daß unter dem DecknamenVereinigte Front" in vielen Tei­len Irlands eine getarnte kommuni st ische Bewegung bestehe. Der Kardinal beschreibt diese Bewegung als einen Versuch, den Kommunismus unter dem Mantel des Patriotismus nach Irland zu schmuggeln. In einigen Ländern richte sich bie Tätigkeit ber Vereinigten Front gegen ben Faschis­mus, in anderen gegen ben Krieg, aber in Jrlanb zögen sie es vor, sich als Republikaner hinzustellen in ber Annahme, mit dieser Methode am besten die Jugend des Landes zu gewinnen.

Das Zeitungsblatt, das ber Reisenbe in ber Hanb hält, zittert nicht trotz sausenber Fahrt. Zu Hause könnte man nicht ruhiger lesen. Tanzende Buch­staben, sonst eine unangenehme Begleiterscheinung jeber Eisenbahnlektüre, gehören in ben mobernsten O-Zugwagen der Vergangenheit an. Die Abteile sind ein Wunder der Bequemlichkeit, der Ausstattung, der technischen Vollendung. Verbor­gene Federn und schwellende Polster fangen jeden Stoß ab. Auch kommt, wer sich gemütlich streckt, weder mit den Armen des Nachbarns noch mit den Beinen des Gegenübers in Konflikt. Wenn man die Zeitung sinken läßt, um zwischendurch nach drau­ßen zu sehen, braucht man weder feine Lage zu verändern, noch den Hals zu verrenken. Eine kleine Drehung des Kopfes genügt. Frei und ungehindert geht der Blick durch die breiten, niedrigen Schei­ben. Die unermeßlich weite, schweigende Schnee- landschaft der niederdeutschen Ebene hängt wie ein Gemälde »m Rahmen der Fenster. Nur manchmal springen Häuser an der Strecke gleich rasenden Schatten ins Bild. Dann merkt man die G e - s ch w i n d i g k e i t. Die Namensschilder der klei­nen Stationen sind kaum zu erkennen. Ein Blick auf den Tachometer: 180 Stundenkilo­meter!

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Brüssel, 26. Febr. (DNB.) In einem von der Nation Belge" veröffentlichten Brief hat der Kriegsminister Devöze seine Auffassungen über das französisch-belgische fDl i l i t ä r a b * kommen vom Jahre 1920 und die militärische Zusammenarbeit der beiden Generalstäbe folgender­maßen dargelegt:

Es ist falsch, daß ich jemals an einen Verzicht auf die Besprechungen Zwischen den Generalstäben gedacht habe, die dazu bestimmt sind, die t e ch n i - schen Bedingungen einer französisch- belgischen Zusammenarbeit im Falle eines nicht herausgeforderten Angriffes zu sichern. Ich habe im Gegenteil immer gewünscht, daß diese Besprechungen auch auf andere Armeen ausgedehnt werden, die in einem gleichen Falle berufen sind, mit unserer Armee zusammenzuarbei­ten. Die politische Tragweite des Abkom­mens hat der französische Außenminister F l a n d i n nochmals in folgender Erklärung feftgelegt:Belgien ist an Frankreich nur durch den Völkerbundspakt und den Locarnovertrag gebunden. Das Abkommen von 1920 ist lediglich ein Ausführungsab­komme n." Die im Jahre 1920 vereinbarten

auch der M ^ldwin geführt le und mit vielen m in Berührung d» -nglitz,, 3»rb ßontion. "ck- Hi-Il, ift.bie ojektiv die beiden nglifche, einander > ob das, was er bekam, nicht nanj Ht ist gerabt ein ! Schlagkraft und henFlott euer. :e hellhöriger als m beiseite schieb!, e und Ziele nicht

gen für die Gemeinschaft, für die Partei. So sei die Gewähr gegeben, daß aus der Tiefe des Volkes immer nur die Besten ausersehen würden.

Ausgeschlossene Mitgliedei- der OAF. können Nachprüfungen beantragen.

Berlin, 26. Febr. (DNB.) Nach einer Mittei­lung des obersten Disziplinarhofes der DAF. wird allen Volksgenossen, die aus der DAF. ausgeschlossen worden sind, die Mög­lichkeit gegeben, ihren Ausschluß einer Nachprü­fung unterziehen zu lassen. Durch die Gerichls- barfeit der DAF. ift für jedes Mitglied die Sicher­heit gegeben, daß die harte Strafe eines dauernden Ausschlusses nur den trifft, der sie verdient hat. Da nach den bisher geltenden Richtlinien für den Ausschluß von Mitgliedern aus der DAF. diese Sicherheit mangels geeigneter Gerichte nicht immer in vollem Maß vorhanden ge­wesen fein mag, erscheint es recht und billig, den bisher von einem Ausschluß Betroffenen die Mög­lichkeit zu geben, eine Entscheidung der Ehren- und Disziplinargerichte der DAF. herbeizuführen. Durch die evtl. Neuaufnah­men wird die Rechtskraft der früheren Ausschlüsse nicht berührt. Eine Anrechnung der zwischen Aus­schluß und Neuaufnahme liegenden Zeit auf die Mitgliedschaft kommt nicht in Frage. Auch können keinerlei Ansprüche wegen angeblich ungerechtfer­tigten Ausschlusses erhoben werden. Die bisher aus­geschlossenen Volksgenossen wenden sich z u n ä ch st an den Kreiswalter, der das Gesuch gege­benenfalls an den Gauwalter weiterlei­tet, gegen dessen Entscheid wieder Beschwerde bei dem zuständigen Ehrengericht und Disziplinargericht des Gaues gegeben ist. Als letzte Instanz kann der oberste Ehren - und Dif * ziplinarhof der DAF. angerufen werden. Die Frist, innerhalb der Anträge gestellt werden können, läuft am 31. März 1936 ab.

Maßnahmen sind nicht mehr ausführbar. Die Verhältnisse bringen es mit sich, daß das mili­tärische Zusammenwirken heute unter anderen u-.g... technischen Bedingungen vor sich gehen würde. Heran- Wenn Belgien auch verpflichtet ist, alle seine "t Grenzen zu schützen, so sind doch die Maßnahmen

Fischftikaff-e. Für 4 Personen.

Zutatenr I '/r Pfund See- oder Flußfisch, 3» löffel Fett, 3 Eßlöffel' Mehl, '/- Liter Fish kochwaffer, ^Eigelb, I Eßlöffel Essig, 2 Tee­löffel Kapern l'/r Teelöffel. Maggi s Würze. Dei^ Fisch knapp weichkochen, häuten tanb entgräten. Das Mehl Im Fett anfihwitzen, mit Fischkochwaffer ablöschen und bündige Soße koche« Dom Feuer nehmen, Eigelb, Kapern und Maggi'S Würze ixmmtermischen. Das Fischfleisch in die , Soße geben und kurz ziehen taffen»- Beigabe; 6alatortpffela