Neues für den Büchertisch
- Großherzogliches Ar ti ll e r i e ko r ps I. Großherzogl. Hess. Feldartillerie-Regiment Nr. 25. Das Regiment im Weltkrieg 1914—1918 und bis zu feiner Demobilmachung nach den amtlichen Kriegstagebüchern aus dem Reichsarchiv, Aufzeichnungen von Mitkämpfern, Einzelberichten und Erinnerungen mit 96 Abbildungen, 47 Kartenskizzen und 40 Federzeichnungen von Döbrich. Traditions- verlaq Kolk & Co., Berlin SW 68. Preis 15 Mark, für Angehörige des Regiments 12 Mark. — (55) — Den Angehörigen des stolzen Regiments haben die Verfasser Hauptmann a. D. Bickel und Oberst a. D. von Strzemieczny in diesem für eine Regimentsgeschichte ungewöhnlich umfangreichen Buch ein Denkmal von bleibendem Wert geschenkt. Es ist hier mit ungeheurer Gründlichkeit alles zusammengetragen, was auf die Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps während des Krieges Bezug haben konnte. Nach einer zusammenfassenden Darstellung der Kriegsgeschichte des Regiments, die auch für den Frontkämpfer, der nicht in den Reihen des Regiments den Feldzug mitgemacht hat, durch ihre klare Darstellung und die zahlreich beigegebenen Kartenskizen großes Interesse hat, werden im Anhang eine Reihe von Einzelberichten über zahlreiche Gefechtshandlungen veröffentlicht, die das Bild von dem Einsatz des Großherzoglichen Artilleriekorps während des Weltkrieges abrunden. Eine Ehrenliste der in den Reihen des Regiments Gefallenen und zahlreiche Bilder vervollständigen das Werk, dem der letzte Inhaber des Regiments Großherzog Ernst Ludwig ein faksimiliertes Geleitwort oorangestellt hat. Das Regiment hat Grund, auf dieses Denkmal von Heldentum und Kameradschaft besonders stolz zu sein.
— Birken, Sonnenschein und Zelte.
Erzählung aus der Hitlerjugend von I. M. G u n- t h e r. Mit Buntbild und 13 Federzeichnungen von Rolf Winkler. Gebunden 1,90 RM. A. Anton & Co., Verlag, Leipzig. — (108) — Das Buch, das den Unbedenklichkeitsoermerk der parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des NS.- Schrifttums trägt, ist eine flott und temperamentvoll geschriebene Erzählung aus dem Leben der niedersächsischen Hitlerjugend. Sie zeigt, welch un-
HJ. steckt, welch draufgängerischer und kämpferischer Geist sie beseelt. Die Jungens sind sich bewußt, daß sie die Träger der deutschen Zukunft sind, und daß eine ganze Welt aus das Heranwachsende national’ sozialistische Deutschland sieht. Darum kämpfen sie mit innerer Ueberzeugung und mit flammenden Herzen, stets bereit, ihr ganzes Leben und Wirken in den Dienst der Nation zu stellen.
— Wolf Oeringk: Der Schütze von F l a n d e r n.' Eine Geschichte aus der Flandernschlacht. Mit Bildern von Hans Friedmann. 96 Seiten. Halbleinen 1,70 Mark. A. Anton & Co. Verlag, Leipzig. — (110). — Diese Kriegserlebnisse eines Artilleristen geben Streiflichter aus den großen Materialschlachten des Westens. Mehr noch, als berichtet wird, steht zwischen den Zeilen und läßt den Leser ahnen, was das Wort „Krieg" in seiner ganzen Größe und Furchtbarkeit bedeutet. Ein spannend erzähltes Erlebnisbuch!
— Paul Oskar Höcker: Zietenhusa- r e n. Roman. Geh. 2,50, Ganzleinen 3,80 Mark. 300 Seiten. Verlag Scherl, Berlin SW 68, 1936. — (141) — Die Zeit des Siebenjährigen Krieges und die darausfolgenden Jahre haben Höcker diesmal zur Darstellung gereizt. Wir sehen die Zieten- husaren bei eifriger Vorbereitungsu, Ceu für den drohenden Krieg, lernen den auch in Frttöcnszeiten äußerst harten Dienst, die Freuden und Leiden des Garnisonslebens kennen. Dann begleiten wir das ruhmreiche Regiment ins Feld, wo es bald von sich reden macht. Und damit ist es nach Friedensschluß nicht etwa zu Ende; viele kecke, schneidige Reiterstückchen sorgen immer aufs Neue dafür, daß der alte Geist auch weiterhin in der kampferprobten Truppe lebendig bleibt. Die Fülle der reizvollen und abwechslungsreichen Einzelepisoden ist kunstvoll verbunden durch eine an Spannungen reiche Liebesgeschichte, so daß dieser Roman aus Preußens großer Zeit sich auch bei den Frauen großer Beliebtheit erfreuen wird.
— D r. Johann von Seers: Blut und Rasse in der Gesetzgebung. Ein Gang durch die Völkergeschichte. I. F. Lehmanns Verlag, München. Kart. 2,40 RM., Lwd. 3,40 RM. — (145) — Dieses Buch schildert die gesetzliche Ordnung zum Schutze der Blutreinheit von der Zeit
Matrosenartillerie in Cuxhaven. Mit Stolz erzählte er im hohen Alter davon, wie er die feierliche Eröffnung des Suezkanals als deutscher Ofsizier miterlebt habe. Ein Tropenleiden zwang Kalau vom Hofe Pascha, 1911 von seinem Kommando zurückzukehren.
60-3ahr-Feier des Rhönklubs.
Der R h ö n k l u b begeht mit allen seinen Zweigvereinen vom 27. bis 29. Juni in Fulda fein 6 0 - jähriges Gründungsfest, an dem Vertreter aller deutschen Gebirgs- und Wanderoereine teilnehmen.
TNünchener Bergsteiger im Kaukasus.
Die Erschließung des Kaukasus durch Münchener Bergsteiger wird auch in diesem Sommer eine Fortsetzung finden. Die Alpenvereinszweige Oberland und München entsenden mit Unterstützung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, befürwortet vom Deutschen Bergsteigeroerband im DRL., je eine Mannschaft in die kaukasische Bergwelt. Die Expedition der Jungmannschaft der Sektion München hat ihre Abreise über Warschau, Moskau nach Naltschik auf den 31. Juli festgesetzt. Die Teilnehmer sind Ludwig Sdjmaber^r, Ludwig Vörg, Franz Jahn und Herbert P a i d a r. Die beiden Erstgenannten blicken schon auf Erfahrungen mit großem Erfolg der vorjährigen Unternehmung der Jungmannschaft der Sektion München zurück. Diesmal werden wieder der Uschba, ferner die Chwalmi-Dschai- luck, Swätgar-Tichtengen und die Fünftaufender der Besengi-Gruppen das Ziel der Fahrten sein, wobei auch noch bisher unerstiegene Diertausender locken.
katholischer Pfarrer wegen Vergehens gegen das Flaggengefeh verurteilt.
Frankfurt a. M., 25. Juni. (LPD.) Das Schöffengericht verhandelte gegen den 46jährigen Pfarrer der katholischen St. Bernharduskirche Alois Eckert wegen Vergehens gegen das Reichsflaggengesetz, weil er es unterlassen hat, am 9. November 1935 die Kirche zu beflaggen, obwohl ein Erlaß des Reichsministers des Innern angeordnet hatte, daß die öffentlichen Gebäude und Kirchen zu beflaggen waren. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu drei Monaten Gefängnis und tausend Mark Geldstrafe und erließ Haftbefehl wegen Fluchtverdacht.
Neun Monate Gefängnis für einen Hetzer auf der Kanzel.
Der katholische Pfarrer Camilus von Lama aus Oberfinning bei Landsberg am Lech hatte in einer Predigt in verhetzender und die Autorität des Staates bedrohender Form gegen d i e Regierung Stellung genommen und ihr die Vertrauenswürdigkeit abgesprochen, ferner, obwohl schon wegen dieser Aeußerungen ein Verführen eingeleitet war, in einer späteren Predigt die Glaubwürdigkeit der über die Verfehlungen der Franziskaner ausgegebenen Gerichtsberichte bezweifelt. Lama wurde vom Sondergericht München zu insgesamt neun Monaten Gefängnis verurteilt.
Fünffacher Lebensretter.
Ein 13 Jahre alter Dvlksschüler aus Aschaffenburg, der im offenen Main badete, geriet in die Gefahr zu versinken. Der 34jährige Schuhmacher Johann F l e ck e n st e i n hörte die Hilferufe, und es gelang ihm, den Jungen zu retten. Es ist dies das fünftemal, daß Fleckenstein einen Menschen vom Tode des Ertrinkens rettete.
Aufsehenerregender Spionagefall in USA.
aufgehalten und dort Abschriften von geheimen Planen über Flottenmanöver im Stillen Ozean, über neukonstruierte Bombenflugzeuge, Motoren sowie über neue Panzerstahl-Legierungen genommen hat. Die Pläne hat er dann an Miyazaki verkauft.
Siebenjähriger Junge vom Schlachlapparat getötet.
In einer Oberlahnsteiner Metzgerei ereignete sich ein Unfall, der ein junges Menschenleben forderte. Der siebenjährige Peter Kunz schlich sich in einem unbewachten Augenblick mit einer Spielgefährtin in den Schlachtraum der Metzgerei, wo er sich an den herumstehenden Geräten zu schaffen machte. Dabei nahm er den Apparat zum Schlachten der Schweine vom Tisch, den er sich in Unkenntnis die Gefahr vor den Leib hielt. Beim Hantieren mit dem Apparat kam er dem Auslösehebel zu nahe, so daß ihm der Schlagbolzen in den Leib drang. In hoffnungslosem Zustande wurde der Junge ins Krankenhaus gebracht, wo er noch om selben Abend ft a r b.
Die Ursachen des spanischen Eisenbahnunglücks.
lieber die Ursachen des schweren Eisenbahnunglücks, das sich bei Bembibre ereignete, wird bekannt, daß der Führer des Schnellzuges infolge einer zweistündigen Verspätung auf der vor dem Tunnel liegenden Station San Miguel de las Duenas nicht das Abfahrtssignal des Stationsvorstehers abwartete und einfach losfuhr. Der Maschinist des entgegenkommenden Güterzuges sah die Katastrophe, brachte seine Lokomotive am Eingang
d°- Tunnels zum Mten und flüchtete in benähen Ä-“
“8 UV— nicht abgeschlossen.
Drei Kinder verbrüht.
Von einem schweren Unglücksfall wurde eme Wiesbadener Familie he.mg-suchll Wa»"nd die Mutter sich im Zimmer um den erk-°nkten Baler bemühte, spielten drei Kinder lM Alter non e,n I»s sechs Jahren in der Küche Eines der K nder st B ein hochgestelltes Gefäß mit heißem Wasser um,jo daß sich das Wasser über alle drei Kinder ergoB und sie verbrühte, zwei davon erheblich.
Zuchthaus für einen Wilderer.
Das Schöffengericht Aschaffenburg verurteilte den als Wilddieb bekannten bereits ^al vorbestraften 53 Jahre alten Alois Fuchs aus Haidbach weg fortgesetzter, gewerbsmäßiger schwerer W i l d d > e b e r e i und Vergehens gegen das Schußwaffengesetz zu zwei Jahren neun Monaten Zuchthaus.
Heber 300 Hühner vom Fuchs geholt.
In der Gemeinde Fränkisch-Crumbach sind m letzter Zeit nicht weniger als 3 0 0 Hühner von Füchsen geraubt worden. Mancher Bauernhof zählt kaum noch die Hälfte seines Huhnerbe- standes. Bisher sind die Nachstellungen nach dem Rotrock, der offenbar über eine große Nachkommenschaft verfügt, wenig erfolgreich gewesen.
. w xriötton Völker an bis auf den heutigen Tag. der ältesten Boi (-rkentnis dessen, was einem
X« Aus°i ander,-tzung zwischen Weiß und Harbin ob oerschiedenartige Rel.gwnsausasiungen F mLnh sür Eheverbote waren oder Emwan- ^5„nosae,-haebuna der amerikanischen Staaten g°. derungsgesetzgevung ve unerwünschtes Blut
eE wur vvn^dem diese^Bewußt-
Blutschranke zu allen Zeiten überall auf to W-lt Tief in das Leben der Volker eingegrissen
Ernst Echiile: Rußland und Frank- r - i rh nnm Ausgang des Krimkrieges bis zum ita. ienitoen Srte9 81856-1859. < Osteuropäische For-
Neue Folge, Band 19.) Herausgeber Prof. Dr.' Otto Hoetzsch. Kartoniert 6,50 Mark Im Ost-Europa-Derlag, Königsberg Pr. (^7.) Eine gerade im Augenblick zu in eressanten Der- aleicken anregende Arbeit. Sie unterzieht die ub- lich? Vorstellung, als ob Rußland und Frankreich n den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts sich ,um erstenmal „gegen die Mitte Europas zusarn- menge,chlossen hätten, wie sich das jetzt im Früh. Mr 1936 wiederholt, einer gründlichen Revision. Im Zentrum der Bestrebungen Napoleons III. nach dem Krimkriege stand die Vernichtung der Großmacht Oesterreich-Ungarn wahrend Rußland ge- willt war sich für das Verhalten Oesterreichs im Krimkrieqe zu rächen. Die dem Buche beigefugten unveröffentlichten Dokumente aus den französischen Archiven in denen sich die Gortschakowsche Außenpolitik der Jahre 1856-1859 deutlich widerspiegelt vermögen die es Bild vollends abzurunden. So ist Schüles Buch ein wertvoller Beitrag zur Erkennt- nis der geschichtlichen Grundlagen und Voraussetzungen des europäischen Bündnissystems, wie es heute noch weiter wirkt.
Weiterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Die Großwetterlage ist durch ein sich von Spanien über Großbritannien nach Island erstreckendes Hochdruckgebiet und lebhaftere über Skandinavien hinwegführende Wirbeltätigkeit gekennzeichnet. Damit ist auch Deutschland in den Zufuhrbereich frischerer Meeresluft gekommen, die auch bei uns Anlaß zu einzelnen, meist schauerartigen Niederschlägen gibt. Der Witterungscharakter bleibt jedoch gerade in West- und Süddeutschland dabei noch überwiegend freundlich. v •
Aussichten für Samstag: Veränderlich * mit häufiger Aufheiterung aber auch einzelnen meist schauerartigen Niederschlägen, bei Luftzufuhr aus West bis Nord mäßig warm.
Aussichten für Sonntag: Fortdauer der - etwas frischeren, leicht unbeständigen aber doch im ganzen freundlichen Witterung.
Lufttemperaturen am 25. Juni: mittags 25,7 Grad Celsius, abends 16,5 Grad; am 26. Juni: morgens. 16,8 Grad. Maximum 26,5 Grad, Minimum heute nacht 13,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Juni: abends 25,9 Grad; am 26. Juni: morgens 20,9 Grad. — Sonnenscheindauer 12,4 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil i. 23.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmell D. 21. V. 36: 9760. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Ein aufsehenerregender S p i o.n a g e f a 11, in den angeblich eine große Zahl von Personen verwickelt fein soll, beschäftigt die Oeffentlichkeit von Los Angeles (Kalifornien). Gegen den ehemaligen Mattosen der amerikanischen Marine Thompson und in Abwesenheit gegen den japanischen Marineoffizier Toschio Miyazaki wurde Anklage wegen Spionage erhoben. Thompson wird vorgeworfen, v:V"'—i daß er sich seit mehreren Jahren als höherer Offi- niedersächsischen Hitlerfugem gier verkleidet an Bord amerikanischer Kriegsschiffe I geheure Willenskraft und Leistungsfähigkeit in der
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Einladung
zur ordentlich. Mitgliederversammlung auf Mittwoch den 1. <tnli 1936 12 Uhr, im Stadthaus.Bergstraße Nr. 20, Ummer 6.
Tagesordnung:
1. Geschäftsbericht 1935.
2. Rechnungsabschluß 1935 mit Bericht oer Rechnungsprüfer.
3. Auslosung von Anteilscheinen.
4. Wahi des Vorsitzenden.
5. Bestimmung von 2 Rechnungsprüfern für 1936.
6. Verschiedenes.
Die Teilnahme an der Mitgliederversammlung istnurgeftattet gegen Vorzeigung der Antellscheine am Eingang zum Saal. «osM Gießen, den 25. Juni 1936.
Der Vorsitzende: Dr. Hamm.
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