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Uhren usw. Die Solinger Stahlwaren­industrie berichtet über einen erfreulichen Auf- schwung ihrer Ausfuhr. Die Erfolge in der letzten Zeit sind so beachtlich, daß man hierin den besten Beweis sehen kann, daß Solinger Stahlwaren im Ausland unentbehrlich geworden sind. Besonders beachtenswert sind die Ausfuhrerfolge in Ueberfee, wo seit 1934 teilweise Verdoppelungen eintraten. Don der Ausfuhrsteigerung sind sämtliche Erzeug- nisse betroffen, wenn auch verschiedene Gattungen wie z. B. Eßbestecke, Taschenmesser und Arbeits­messer einen besonderen Raum einnehmen.

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Japan hat in der englischen Finanzpresse einen Fühler unternommen. Es will sich angeblich an der Internationalen Rohstahl-Export- Gemeinschaft, der JREG., beteiligen. Aber die Sache ist doch über das Anfangsstadium nicht hinausgekommen, denn die japanischen Stahlwerke verhalten sich ziemlich ablehnend. Nach der JREG.- Einigung der europäischen Gruppen und Englands hat die JREG. eine Anbahnung mit den USA. unternommen, die erfolgreich zu werden verspricht. Dann würde der Kampf um den Eisenmarkt im Fernen Osten, auf dem Japan bis jetzt führt, in ein neues Stadium eintreten, wenn vorher keine Verständigung zwischen der japanischen, der euro­päischen und der amerikanischen Gruppe zustande kommt. Die japanische Regierung hat den mit der Zollerhöhung von A u st r a l i e n hingeworfenen Fehdehandschuh ausgenommen und der Regierung in Canberra mitgeteilt, daß für Wolle und Weizen von ihr eine Kontrolle eingeführt wird und auf Fleisch, Butter, kondensierte Milch usw. aus Australien mit Wirkung vom 24. Juni eine 50prozentige Zollerhöhung erhoben wird. Damit ist der Handelskrieg ausgebrochen, die Australier sind in eine böse Lage geraten, denn der Außenhandel mit Japan war für Australien durch­aus aktiv, Japan nahm fast 25 v. H. der austra­lischen Wollerzeugung auf, es war neben England Australiens bester Kunde. Die australische Regie­rung behauptet nun, eigentlich hätte sich die austra­lische Zollerhöhung nicht gegen Japan, sondern gegen die Vereinigten Staaten richten sollen, wobei selbstverständlich Englands Präferenz-Zölle noch gemäß den Nachwirkungen der Ottawaer Konferenz verstärkt wurden, also England eine Vorzugsbehand­lung allergrößten Ausmaßes erhielt. Japan ist gegenüber Australien in einer besseren Lage und es ist kein Zweifel, daß der Handelskrieg von Ja­pan bis zuletzt durchgeführt werden wird.'

Tumullanfcher Parteitag.

Schlägerei zwischen Anhängern von Roosevelt und Smith.

Philadelphia, 26. Juni. (DNB. Funkspr.) Während des abendlichen Festzuges auf dem de­mokratischen Parteitag stürzte eine über­füllte Zuschauertribüne in der Nähe des Washington-Denkmals ein. 200 Zuschauer stürzten auf die Straße, wobei 50 Verletzungen erlitten. Der Unfall verursachte stundenlange Verkehrsstörungen in den von riesigen Menschenmengen gefüllten' Straßen.

Dies war jedoch nicht die einzige Störung des Parteitages. Schon am Vormittag kam es beinahe zu einer kleinen P a l a st r e v o l t e , als die Ver­treter der S ü d st a a t e n heftig dagegen protestier­ten, daß ein Negerpfarrer das Gebet sprach. Später entstand auf der Galerie eine wüste Schlägerei, als 100 Anhänger des Roosevelt feindlich gegenüberstehenden früheren Gouverneurs Alfred Smith mit Plakaten für ihre Richtung warben. Da beinahe alle anwesen­den Vertreter Regierungsbeamte oder Angestellte der New Deal-Organisationen waren, wurde die Kundgebung der Smith-Leute mit Wutgeheul begrüßt. Die Anhänger Roosevelts stürzten sich auf eine Smith-Gruppe und warfen sie die 30 Meter hohe steinerne Treppe hinun­ter, wobei mehrere verletzt wurden. Die Polizei nahm 25 Verhaftungen vor.

Schwäbischer Oeuischtumsführer in Ungarn verurteilt.

Budapest, 25. Juni. (DNB.) Die Königlich- Ungarische Kurie, der höchste ungarische Gerichtshof, hat in dritter Instanz das in der Dorinstanz gegen den früheren Generalsekretär des ungarländischen deutschen Volksbildungsvereins, dem Bunde des schwäbischen Deutschtums in Ungarn, Dr. Franz Basch, gefällte Urteil bestätigt. Dr. Basch war in erster Instanz wegenSchmähung der un­garischen Nation" zu drei Monaten Ge­fängnis und einem Jahr Amtsverlust verurteilt worden. Die Königliche Tafel als zweite Instanz hatte das Urteil auf fünf M o n a t e G e f ä n g - n i s und drei Jahre Amtsverlust erhöht mit der Begründung, daß seit den von Dr. Basch abgehal­tenen Massenversammlungen die Stimmung der deutschstämmigen Bevölkerung in diesen Komitaten ungarnfeindlich geworden sei. Mit der heutigen Entscheidung ist das Urteil rechtskräftig ge­worden.

Oeutschlandreise Dr. Leys.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat auf der vor 11 Tagen begonnenen Reife in die deutschen Betriebe bis heute sechs Gaue besucht. In 37 Werkbesichtigungen, die in große und mittlere Betriebe führt, nahm Dr. Ley enge Fühlung mit Arbeitern und Betriebsführern. Neun Groß­kundgebungen wurden in den großen Städten, die auf der Reise berührt wurden, durchgeführt. Dr Ley sprach in diesen Massenversammlungen zu 550000 schaffenden Menschen. Auch bei allen Betriebsbesichtigungen hielt er Ansprachen an die Belegschaften. Am Mittwoch und Donnerstag be- sichtiqte Dr. Ley eine Anzahl Betriebe im Gau Baden. Am Donnerstagabend sprach er in einer großen Kundgebung auf dem Mannheimer Messe­platz vor 100000 schaffenden deutschen Menschen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler empfing den deutschen Botschafter in Paris Graf Welcze k und den deutschen Gesandten in Kopenhagen von Renthe-Fink. *

DieRundschau, sudetendeutsche Wo- chenzeitun g", herausgegeben von Conrad Hen­lein (Prag) wurde auf sechs Monate ver­bot e n auf Grund des tschechoslowaklschen Republik- fchutzgesetzes. DieRundschau" enthielt die partei­amtlichen Verlautbarungen der Sudetendeutschen Partei.

Abschied von Staatssekretär von Bülow.

Oer Führer bei der Trauerfeier in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

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In der Mitte unseres Bildes sieht man den Führer und den Reichsaußenminister Freiherrn von Neurath, dahinter die Angehörigen des Verstorbenen und Mitglieder der Reichsregierung, General­feldmarschall von Blomberg, Reichsarbeitsminister Seldte, Freiherr o. Elz-Rübenach u. a.; rechts das Diplomatische Korps. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Berlin, 25. Juni. (DNB.) Wieder einmal wehen von den Gebäuden in der Wilhelmstraße die Fahnen auf Halbmast. Aus einem aufopfernden, IVs Jahrzehnte langen Wirken heraus hat der Tod den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes D r. Bernhard Wilhelm von Bülow in die Ewigkeit abberufen. Am Donnerstagmittag nahmen feine Mitarbeiter im Amt, fast das gesamte Diplo­matische Korps, zahlreiche Minister, viele Staats­sekretäre und die Amts- und Abteilungschefs der anderen Ministerien in einer Trauerfeier in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Abschied von dem unermüdlichen Beamten. Der Führer ehrte durch seine Teilnahme an der Feier den Mann, der bis zum letzten Atemzuge die Interessen des Deutschen Reiches im Ausland erfolgreich vertreten hat. Als die Angehörigen des Verstorbenen in der Kirche erschienen, erhob sich die Trauergemeinde zum stillen Gruß von den Plätzen und begrüßte auch stehend den Führer, der vom Reichsaußen- minister in die Kirche geleitet wurde.

Leise klingt die Melodie des Orgelpräludiums von Bach auf und leitet über zur Liturgie, die der Pfarrer des Elisabeth-Krankenhauses Freiherr von Rotenhahn abhielt. Der Geistliche schilderte die auf­rechte, zuverlässige, von Innen heraus vornehme Persönlichkeit des Verstorbenen. Wilhelm von Bülow hatte einen ganz großen persönlichen Auftrag für sein Vaterland, für oen er sich verantwortlich wußte, verantwortlich gerade aus dem Wege, den er ge­führt wurde und gehen mußte. Immer hatte er ein Ziel vor Augen, für das er sich verantwort­lich wußte und dem feine rastlose Arbeit galt: Deutschland!

Mit vollen Akkorden setzte die Orgel und die Kapelle des Wachregiments ein. Der Geistliche seg­nete die Leiche. Dann erklang das Largo von Hän­del auf, das den Abschluß der Feier bildete. Nach dem allgemeinen Segen sprach der Führer noch einmal den nächsten Anverwandten des Verstorbe­nen sein Beileid aus und verließ, begleitet von

Reichsaußenminister Neurath, die Kirche. Draußen erwarteten Tausende mit erhobener Hand den Führer.

Nach der Trauerfeier wurden die sterblichen Ueberreste des Staatssekretärs nach dem Zwölf- Apo st e l f r i e d h o f in Berlin-Schöneberg über­geführt. Vor der mit Grün geschmückten Friedhofs­kapelle fand der mit der Reichsdienstflagge ge­schmückte Sarg seine letzte Aufbahrung. Acht Be­amte des Auswärtigen Amtes hielten die Ehren­wache. Vor der Front der Kapelle waren die Kranzspenden ausgebreitet, in der Mitte der Lor­beer-Kranz des Führers. Reichsaußenminister Freiherr von Neurath, Staatssekretär Dr. Meißner, der persönliche Freundeskreis des Ver­storbenen und feine Mitarbeiter im Auswärtigen Amt nahmen auf dem kleinen Parkfriedhof Ab­schied von dem Toten. Das Musikkorps des Wach­regiments Berlin spielte zu Beginn der Feier das LiedWenn ich einmal soll scheiden". Dann schritt die Trauergemeinde unter den Klängen des Trauer- marsches von Chopin zur Gruft der Familie v. Bülow. Als der Sarg in die Gruft herabgelaffen wurde, senkten sich die Fahnen des Kyfshäuserbundes und der Regimenter des Verstorbenen über dem Sarg, und die Trauergäste erhoben die Rechte zum deut­schen Gruß. Dann sprach Pfarrer Freiherr von Rotenhahn die Grabliturgie und das Vater­unser und erteilte den letzten Segen. Während drei Gewehrsaloen über das offene Grab krachten, spielte das Musikkorps das alte deutsche SoldatenliedIch hakt' einen Kameraden", den letzten Gruß an den hervorragenden Diplomaten, der allezeit ein Vorbild preußisch-deutscher Pflichterfüllung im Kampf um Deutschlands Weltgeltung war. Nach der Trauerfeier legten der Führer des Reichskrie­gerbundes Kyffhäuser Oberst Reinhardt als der letzte Kriegskommandeur des vierten Garde­regiments sowie Abgeordnete des Reichskrieger­bundes Kyffhäuser und der Offiziersvereinigung des 2. Gardedragonerregiments am Grabe Kränze nieder.

Ein Bild vom Streik in Marseille.

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T)nrrh h»n reif ber (Seeleute ist der gesamte Hafenbetrieb von Marseille lahmgelegt. Unser Bild zeigt Streikendean Sart) fraiiaöfifien DampfersDille d'Alger". - (Scherl-Bilderdienst-M.)

Das Berliner Baugrubenungluck vor Gericht.

Im Berliner Bauunglücksprozeß wurde die Vernehmung des Diplomingenieurs Geitzl- reiter des Statikers der Berlmischen Bauge- sellschast, fortgesetzt. Der Zeuge bezeichnete den Angeklagten Noth als einen ausgezeichneten Fach­mann. Eine der Ausrammungen die von dem Zeugen Geißlreiter und dem Angeklagten Noth fei- nerz-it als ..unsinnig" g°kennz°ichn°t worden tft, soll auf Veranlassung des nutangeklagten Reichs- bahnwartes Schmitt erfolgt sein. Von dem Auftreten oon Bremskräften durch die an der Baugrube entlang fahrende Straßenbahn will der

Zeuge erst nach dem Einsturz gehört haben. Die Haltestelle fei so gelegt worden, daß in besonders verkehrsreichen Zeiten Stockungen eintraten, so daß die Straßenbahnwagen zuweilen auf der Strecke abbremfen mußten. Geißlreiter betonte, daß man mit derartigen Verkehrsstockungen nicht habe rech­nen können, sonst hätte er oon vornherein die Bremswirkung der Straßenbahn in sein statischen Berechnungen mit einbezogen. Nach der Darstel­lung des Zeugen ist Hoffmann eines Tages zu­sammen mit ihm und dem Angeklagten Noth über die Baustelle gegangen und hat sich erkundigt, wie es mit der Straßenbahn stehe. Noth habe ihm darauf erklärt, daß da unten besonders gute Ver­schwertungen lägen. Noth soll ihm gegenüber aber

geäußert haben, daß sich Weyher gegen die Si­cherung der zu kurzen Rammträger durch An­bringung von Betonsockeln aus pekuniären Gründen gewandt habe.

Bei der weiteren Vernehmung des Zeugen Geißl­reiter kam zur Sprache, daß die BVG., die die Straßenbahn längs der Baugrube betreibt, die statische Sicherung der westlichen Mittelwand des Tunnels ausdrücklich verlangt hat. Das entspre­chende Schreiben der BVG. ist an Weyher ge­richtet worden. Der Zeuge betonte aber, daß ihm Sicherungen von Weyher nicht bekanntgegeben worden seien. Seiner Darstellung nach konnte er sich dieser Frage auch nicht eingehender widmen, weil er vollauf mit anderen Arbeiten beschäftigt war. Die Verhandlung wird fortgesetzt.

Kunst und Wissenschaft.

Dritte Internationale Hochschul­konferenz in Heidelberg.

Beim Empfang der Vertreter von 19 Nationen auf der Dritten Internationalen Hoch­schulkonferenz in Heidelbera hielt der Rektor der Heidelberger Universität, Professor Dr. Groh, eine Begrüßungsansprache. Er glaube, daß die Konferenz kaum eine geeignetere Hochschule in Deutschland habe finden können als Heidelberg. Der Rektor wies auch auf die Schaffung des neuen Universitätshauptgebäudes durch Stiftuna von Mit­teln aus Nordamerika hin, sowie auf oen Stu­dentenaustausch mit dem Auslande, der vor 12 Jahren von Heidelberg aus begonnen worden sei. Seit jeher habe Heidelberg die ausländischen Beziehungen gepflegt, und eine Reihe seiner Pro­fessoren habe als Gastlehrer an Hochschulen des Auslandes gewirkt. Dann wurde der Vorsitz der Konferenz, den bisher Professor B a u d o u i n, der berühmte Mediziner der Sorbonne innehatte, auf Geheimrat Professor Dr. Hoops, den Direktor des Englischen Seminars der Universität Heidel­berg, übertragen. Professor Baudouin sprach die Hoffnung aus, daß sie Tagung zum gegenseitigen Verständnis der Nationen beitragen möge. Wie bei einer solchen Konferenz eine Annäherung möglich sei, so müsse sie auch im Leben der Völker erreich­bar sein, wenn die Menschen guten Willens sind. Geheimrat Hoops übernahm sein Amt mit Dank an Professor Baudouin und eröffnete die erste allgemeine Sitzung mit einem Ueberblick auf die bisherigen Kongresse. In diesem Jahr wird eine der Hauptaufgaben sein, die Satzungen der Inter­nationalen Konferenzen festzulegen. Alle politischen Fragen sind ausgeschlossen. Es werden nur Fragen besprochen, die allen Universitäten gemeinsam sind. Als solche stehen im Vordergrund dieser Heidelber­ger Tagung ein Bericht über die Beseitigung der UeberfüIIung der Universitäten und über die Frage der Gesundheitsfürsorge sür die Studierenden. Geheimrat Hoops be­tonte, daß die Länder auf diesen Konferenzen viel voneinander lernen könnten. Bei späteren Konfe­renzen sollten auch mehr wissenschaftliche Vorträge gehalten werden. Zum Vizepräsidenten der Tagung wurde Prof. Winkler bestellt, der Romanist der Universität Heidelberg. Anschließend hielt Prof. S ch r a d e (Heidelberg) einen Lichtbildervortrag überDeutsche Barock-Architektur". Pros. L a u r i c (England) sprach über die Zusammenarbeit der englischen Universitätslehrer mit der Regierung und mit der englischen Subventivnskonferenz. Prof. S o n d a (Japan) berichtete über die augenblickliche Lage des Universitätswesens in Japan. Prof. Tsan Wan (China) über das Hochschulwesen in China und über die dortigen Gelehrtengesellschaften. Prof. Lehmann-Niet sch gab eine Schilde­rung des argentinischen Universitätswesens.

Die Reichsfesispiele Heidelberg 1936.

Die Reichsfestspiele in Heidelberg, deren Beginn auf den 12. Juli festgesetzt ist, führen Spielleiter, Schauspieler, Bühnenbildner und Mu­siker aus dem ganzen Reiche zu gemeinsamer Arbeit zusammen. Die Theater in der Reichshauptstadt, in München, Hamburg, Altona, Frankfurt, Dresden, Köln, Leipzig, Düsseldorf, u. a. senden die hervor­ragendsten Vertreter ihres Faches nach Heidelberg, um durch sie im Hose des Schlosses Zeugnis ab­legen zu lassen von der Höhe deutscher Theater­kultur. Der Spielplan beginnt mit HebbelsA g - n e 5 58 er na u er", wird fortgesetzt mit Shake­spearesKomödie der Irrungen", Goethes Götz von Berlichingen" und sieht als vier­tes Spiel Paul ErnstsPantalon und seine Söhne" vor.

Aus aller Well.

Mussolinis Tochter in Koblenz und Wiesbaden.

Die Tochter Mussolinis, Gattin des neuer­nannten italienischen Außenministers, Gräfin C i a n o, die im Zusammenhang mit ihrem Deutschland-Besuch auch dem Rheinland einen Be­such abftattete, fuhr dieser Tage von Godesberg kommend nach Koblenz und traf gegen Mittag am Deutschen Eck ein. Am Landungssteg hatten sich u. a. der Oberpräsident der Rheinprovinz, I er­bot) e n, sowie der Leiter der Landesstelle Koblenz- Trier des Reichsministeriuims für Volksaufklärung und Propaganda, Gaupropagandaleiter Michels, eingefunden. Gaupropagandaleiter Michels hieß die Gräfin, in deren Begleitung sich Graf und Gräfin M a g i ft r a t i von der italienischen Bot­schaft in Berlin befanden, in der Stadt an Rhein und Mosel herzlich willkommen. Die Gäste bestie­gen dann den DampferPreußen" und hatten Ge­legenheit, bei herlichem Wetter die schöne Rhein­strecke von Koblenz bis Aßmannshausen kennenzu- lernen. Don Aßmannshausen ging die Fahrt nach Eltville weiter, und von dort aus setzte Gräfin C i a n o die Reise nach Wiesbaden fort.

Die japanischen Olympiaschwimmer in Berlin eingetroffen.

Mit dem fahrplanmäßigen Zuge von Warschau traf die Hauptstreitmacht der japanischen Olympia­schwimmer in der Reichshauptstadt ein. In Stärke von 22 Mann unter Führung des japanischen Olym­piasiegers von Los Angeles, Koyokawa, haben die Japaner die Reise von Tokio über Sibirien, Moskau und Warschau ohne Aufenthalt zu- rückgelegt, und sind nach der wochenlangen Bahn­fahrt wohl und munter am Schauplatz ihrer Kämpfe eingetroffen. Am Vormittag folgte ein Empfang im Olympischen Komitee: dann bezogen die Japaner sofort ihre Quartiere im Olympischen Dorf.

Der ehemalige deutsche Marineberater des türkischen Sultans gestorben.

Im Hause der Johanniter in Heiligenstadt (Prov. Sachsen) starb Kalau vom Hofe Pascha, der bis 1911 Marineberater des türkischen Sultans war. Er wurde 1850 als Sohn eines Rittergutsbesitzers bei Danzig geboren, trat mit 18 Jahren in die Marine ein und war später Kommandant des kleinen KreuzersUndine" sowie Kommandeur der