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Dienstag, 26. Mai 1956

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Ur. 121 Drittes Blatt

Der Tag der Gießener Ostdeutschen

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Sellerie 10 bis 30, Rettich, das Bündel 15 bis 30, werte Mann mußte nach Gießen in tue Chirurgische

1 Radieschen, das Bündel 5 bis 12 Pf. Klinik verbracht werden.

Hofgut Heibertshausen bei Daubringen von einem Eber angefallen und durch Bißwunden in den rech­ten Oberschenkel erheblich verletzt. Der bedauerns»

Pfingsiwanderung in den Vogelsberg.

Für die beiden Pfingstfeiertage haben wir eine Wanderung durch den hohen Vogelsberg vorgesehen. Die Wanderung geht über den Hoherodskopf, Her- chenhainer Höhe, Herbstein, Ulrichstein. Wir fahren mit Sonntagskarte bis Schotten, Rückfahrt ebenfalls von Schotten. Anmeldungen müssen bis spätestens Mittwoch, 27. Mai, bei dar Kreisdienststelle Gießen, Schanzenstraße 18, vorliegen. Rucksackoerpflegung. Genaue Abfahrt wird hier noch bekanntgegeben.

Ifiit dem Omnibus nach Miltenberg am Main.

An Pfingsten fährt ein Omnibus nach Miltenberg am Main. Die Fahrt geht ab am 31 Mai gegen 9 Uhr in Friedberg (8 Uhr m Gießen) vormittags bis 1. Juni abends (Rückkehr in Gießen etwa um 22 Uhr). Der Teilnehmerpreis betragt ab Friedberg 10,20 RM (Sonntagskarte Gießen Friedberg 1,80 RM.) einschließlich einem Mittagessen einem Abendessen, einer Uebernachtung mit Frühstück. An- meldeschluß ist Mittwoch, 27. Mai. Anmeldungen werden auf der Kreisdienststelle Gießen, Schanzen­straße 18, und in Friedberg entgegengenommen.

Neue Bestimmungen für den Verkehr.

von Lohnbezügen sind die aus dieser falschen Auf­fassung gefolgerten Konsequenzen.

Es soll in diesem Zusammenhang darauf hin­gewiesen sein, daß Beamten, Angestellten und Ar­beitern bei Behörden, öffentlich-rechtlichen Körper­schaften und öffentlichen Betrieben während eines Urlaubs für Schulungslehrgänge keine Nachteile in ihrer Dienststellung und in wirtschaftlicher Hinsicht erwachsen dürfen. Die Fortzahlung der Dienstbezüge ist damit sichergestellt.

sich anerkennerck) über seine Dienste für die Heimat aus.

Polizeiwachtmeister Thum überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Saardeutschen, die sich durch das Erlebnis gleicher Leidens- und Kampfzeiten mit den Ostdeutschen verbunden füh­len. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Zu­sammenarbeit zum Dienst an der Volksgemeinschaft sich segensreich auswirken möge, und wünschte, daß die West- und Ostmärker hier inmitten des Reiches den Gedanken der lebendigen Grenze wach­rufen mögen, damit die Bande der Heimatliebe die starke Triebfeder für die Pflege des Volkstums drinnen und draußen des Reiches werden.

Bundesgruppenleiter Kostorz gab dann einen Rückblick auf die Zeiten vergangener Kämpfe und Arbeit für die Heimat. Er wandte sich besonders an die Hausfrauen mit der Bitte um Unterstützung der wirtschaftliche bedrängten Ostmark durch beson­dere Berücksichtigung ostdeutscher Waren und Er­zeugnisse. Er lenkte weiter die Aufmerksamkeit au die ostdeutschen landschaftlichen Schönheiten, denen man bei den Ferien den Vorzug geben könne und sprach dann von den ostdeutschen Dichtern, die uns die schönsten Volkslieder geschenkt hätten.

Gedichtvorträge von den Nöten und Kämpfen der Grenzdeutschen drinnen und draußen und Mundartvorträge des Landsmann Kramer ver­schönerten die Nachmittagsstunden. Ein Tanzabend beschloß die harmonisch verlaufene Veranstaltung.

Kameraden stehen für ihn ein. Und es sind Kame­raden, gleich welcher Herkunft, gleich welchen Be­rufes, und gemeinsam marschieren sie durch das deutsche Land, gemeinsam schauen sie die deutschen Städte, gemeinsam erfreuen sie sich der Schönheiten des Weges. Und stärker wird die Kameradschaft, die alle umschließt, fester das Band, das alle bindet, wird Sozialismus nicht nur geredet, sondern geübt. Davon weiß jeder zu erzählen.

Eltern! Ostern war das Fest der Familie; Pfing­sten geht eure Jugend auf Fahrt.

Gießener wochenmarktpreife

gegenbringen.

Nur allzuoft trifft man noch die Meinung an, daß die weltanschauliche Weiterbildung und körper­liche Ertüchtigung auf den Führerschulen einem Erholungsurlaub gleichzusetzen sei. Kürzung des Betriebsurlaubs und die Einstellung der Zahlung I der Volksgemeinschaft sein.

* G i e ß e n, 26. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, 14 kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche Klasse S 11, Klasse A 10/2, Klasse B 10, Klas e C 914, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 9 bis 11, Wirsing, V» kg 12 bis 15, Rotkraut 20 bis 25, gelbe Rüben, alt 10, neu, das Bündel 15 bis 20, Spinat, 14 kg 10 bis 15, Römischkohl 10 bis 12, Spargel 35 bis 55, Erbsen 30, Tomaten 60 bis 80, Zwiebeln 12 bis 18, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Rhabarber 10 bis 12, Kartoffeln, 14 kg 5, 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,90 Mark, Aepfel, 14 kg 30 bis 70 Pf., Kirschen 60 bis 70, Blumenkohl, das Stück 50 bis 60, Salat 10 bis 15, Salatgurken 40 bis 50, Oberkohlrabi 12 bis 20, Lauch 5 bis 10,

Im Anschluß an die Feierstunde der Ostdeutschen in Gießen am Sonntagvormittag im Unioersitäts- gebäude, über deren Verlauf wir gestern bereits berichteten, versammelten sich die ostdeutschen Volks­genossen zum gemeinsamen Mittagessen imPfälzer Hof" Am Nachmittag vereinigte man sich zu einem landsmannschaftlichen Treffen, bei dem der Gießener Bundesgruppenleiter u.a. auch den Kreisleiter z.b.V. und Kreisreferenten der Alten Garde Adam Lotz in Gießen, Ratsherr Oberingenieur Grahlmann, den Bundesgebietsleiter S ch ö l z e l (Darmstadt), den Marburger Bundesgruppenleiter Heimann und den Gießener Führer der Saardeutschen Poli­zeiwachtmeister Thum begrüßen konnte. Er er­innerte weiter daran daß bei der Veranstaltung tn Osman-Bey, der als einziger früherer Gie­ßener Student am Annaberg verwundet wurde, und in Heeres-Derwaltungs-Assistent Bohm e-Gie- ßen zwei Kämpfer vom Annaberg begrüßt werden könnten. Er dankte ferner dem Bürgermeister Dr. Hamm dessen feinsinnige Worte am Vormittag einen tiefen Eindruck hinterlassen hätten, und ganz besonders dem GesangvereinHeiterkeit , dessen ausgezeichnete Darbietungen der Feierstunde die rechte Weihe gaben.

Landsmann Ernst Motz, der früher jahrelang die Oberschlesier geführt hatte, dankte dem Bun­desgruppenleiter Kostorz für die Muhe die er für die Ausgezeichneten aufgebracht hat, und sprach

Nur eine solche Haltung kann dem Sinn der SA.-Kurse gerecht werden und wird darüber hinaus ein sichtbarer Beweis der Opferfreudigkeit innerhalb I der Volksgemeinschaft sein.

Sofern die Tragfähigkeit einer Brücke nicht für schwerste Fabraeuge ausre'cht, denen der Gemein- brauch öffentlicher Straßen gestattet ist muß die Sperrung durch Verkehrs,childer angezeigt werden.

3ut Benutzung van Radfahrwegen sind Fahr- rüder mit Anhängern und Dreiräder nicht ver- xilichtet. Die Benutzung ist unzulässig, wenn der Verkehr dadurch behindert würde. .

Bremslichter, die rotes statt gelbrotes Licht zei­gen, werden vom 1. Oktober 1936 an beanstandet.

Ein allgemeiner Zwang zur Führung von Bremslichtern besteht nicht. Ihre Anbringung muß aber gefordert werden, wenn eine eindeutige Zei­chengebung auf andere Weise nicht möglich

Dies gilt sinngemäß auch von den Fahrtrich­tungsanzeigern.

Pfingsten sind Fahrtentage der HZ.

GA.-Dienst ist keine Erholung

Ein Woit an die Betriebsführer.

Vornotizen.

Tageskatender für Dienstag.

NSLB., Fachschaft Volksschule, Gießen-Stadt: 17 Uhr Physiksaal, Schillerschule, Arbeitsgemeinschaft Deutsch und Geschichte. Stadttheater:Ende gut, alles gut". Gloria-Palast, Seltersweg:Der Raub der Sabinerinnen". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Nach Büroschluß". 11.20 Uhr:Mordalarm .

Stadtheater Gießen.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute von 20 bis 22.30 Uhr geht erstmalig Shake­speares KomödieEnde gut, alles gut m der Uebersetzung von Baudissin in Szene. Es ifi: mepr als lediglich eine schöne Geste die zum Abschluß der Spielzeit einen hübschen T^el wählt, sondern der dichterische und dramatische Wert veranlaßte die Intendanz, diese wenig gespielte Shakespeare- Komödie herauszubringen. Der heutigen Vorstellung ist deshalb eine besondere dramaturgische und regre- mätzige Bearbeitung zu Grunde gelegt. Die Spiel­leitung liegt in Händen von Intendant Herrn. Schultze- Griesheim. Es wirken mit die Damen: Birkmann, Henckell, Schubert-Jüngling, Stirl; die Herren: Frickhoeffer Geiger, Kühne, Mosbacher, Neuhaus, Nieren, Rosenthal, Schorn, von Spallart, -Bold. 32. (letzte) Vorstellung im Dienstag-Abonnement.

NS.-kullurgemeinde, Studentenring Gießen.

Der Dichter Heinrich Zill ich liest Mittwoch, 27. Mai, aus eigenen Werken. (Näheres im heutigen Anzeigenteil).

Tag des ASM.

am 20. und 21. Juni in Frankfurt.

NSG. Zum ersten Mal veranstaltet die Motor« qruppe Hessen in großem Rahmen am 2 0. und 2 1. I u n i den TagdesNSKKK. Nahezu 12 000 NSKK.-Männer werden in Frankfurt a. M. erwartet, die in einem großen Biwak im Ostpark untergebracht sind. An Ehrengästen nehmen be­stimmt teil: Korpsführer Hühnlein, Reichsstatt­halter Gauleiter Sprenger, Obergruppenführer S e y d e l, sowie eine große Anzahl von Vertre­tern der Partei, Wehrmacht und des Motorsportes.

Aus dem vorgesehenen Programm ist besonders hervorzuheben: die Eröffnung einer großen Auto­schau am Donnerstag, 18. Juni, ein Großkonzert am Samstag, 20. Juni, in der Festhalle mit kur­zen Begrüßungsansprachen von Obergruppenführer S e y d e l und Korpsführer Hühnlein und an­schließend eine machtvolle Sonnenwendfeier auf dem Ausstellungsgelände an der Bismarckallee, auf dem auch am Sonntagvormittag eine große Parade, die Weihe von 18 neuen Standern und die Vereidi­gung von 2000 NSKK.-Männern durch den Führer der Motorgruppe Hessen, Brigadeführer Richard, Prinz von Hessen, stattfindet. Um die Mit­tagsstunde finden Propagandamärsche und -führten der NSKK.-Einheiten statt, während der Nachmik« tag im Zeichen kraftfahrsportlicher Veranstaltungen steht. Am Abend vereinigen sich alle Teilnehmer ZN einem großen Volksfest auf dem Festhallengelände, dessen Unterhaltungsteil von dem Standort Frank­furt bestritten wird.

Diese erste Großveranstaltung der Motorgruppe Hessen wird die geschlossene Einheit des NSKK. im Bereich der Gaue Hessen-Nassau und Kurhessen offenbar werden lassen.

3m Bett tödlich verbrannt.

Ein tragischer Unglücksfall, dem leider ein Men­schenleben zum Opfer fiel, ereignete sich im Laufe der letzten Nacht in dem Hause Teufelslustgärtchen Nr. 14 in Gießen. Dort wohnte der 73 Jahre alte ehemalige Schauspieler Hermann Stichel, der früher dem Verband des Gießener Stadttheaters angehörte. Der Mann hat anscheinend in seinem Bette geraucht und ist dabei eingeschlafen, so daß das Bett unbemerkt teilweise Feuer fing und der bedauernswerte Mann, der wohl auch durch den Qualm betäubt wurde, schwere Brandwunden erlitt. Er wurde von der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik verbracht, ist aber dort heute früh den schweren Brandwunden erlegen.

NSG. Alle Einheiten der Hitler-Jugend und des Jungvolkes gehen auf Anordnung der Geknetsfuh- rung Pfingsten auf Fahrt. Sie erleben die nähere und weitere Heimat, stehen melleicht auch an der Grenze und schauen hinüber, dorthin, wo auch deutsche Brüder sind. Sie erleben außer der Kame­radschaft in ihren eigenen Reihen und wie recht entsteht sie erst auf der Fahrt auch die Ge­meinschaft gleichen Blutes und gleicher Art mit denen, die sie aufsuchen oder mit denen sie auf dem Wege in Berührung kommen.

maSninDomIeerIebUni/)ai)r' Fch/fU)°lt-n, feine1 Radieschen, das Bündel 5 bi- 12 Pf.

** Auszahlung der Beamtendien st- bezüge vor Pfingsten. Die Zentralabteilung der Hessischen Landesregierung teilt mit, daß nach Verfügung des Reichsfinanzministers die Dienst- bezüge ufm. für die erste Hälfte des Monats Juni nach den allgemeinen Bestimmungen am Samstag, 30. Mai, auszuzahlen find. Da an diesem Tage (Psingstsamstag) die Banken geschlossen sind, erklärt sich der Reichsfinanzminister damit einverstanden, daß die Dienstbezüge der Konteninhaber für die erste Hälfte des Monats Juni fo rechtzeitig frühestens jedoch am Mittwoch, 27. Mai überwiesen werden, daß über die Bezüge bereits am Freitag, 29. Mai, verfügt werden kann.

** Wohnungsbauten am W artweg. Die Wohnungsbauten derMibau" östlich des Wartwegs find jetzt im Rohbau vollendet, während die Bauten südlich des Wartwegs im Innern nahe­zu fertiggeftellt und alsbald bezogen werden kön­nen. Am Wartweg selbst wurde im Laufe dieses Frühjahrs ein Einfamilienhaus im Rohbau errich­tet, feit einigen Tagen hat auch der Eisenbahner­heimstättenverein auf seinem Baugelände am Schlangenzahl Abzweigung vom Wartweg mit der Errichtung eines Doppelwohnhauses begin­nen lassen.

** Eine Sommer-Moden- und Schmuck - Schau wurde gestern im Cafä Amend eröffnet. Diese Werbung für deutsche Er­zeugnisse zeichnet sich vorteilhaft aus. Namentlich der Hinweis auf die im Zuge der Erzeugungsschlacht geschaffene Celler Seidenindustrie, die Devisen spa­ren und Arbeit schassen soll, wird für die Hausfrau bemerkenswert fein. Die Schau bringt eine Fülle schöner Anregungen für Stoff und Farben, Mach­art und Paßform und die den Frauen gut an­stehende richtige Verwendung von Edelmetall- und Modeschmuck.

** Derkehrsunsall. Nach Schulschluß fuhr gestern eine Schülerin um die Mittagsstunde nach dem Hindenburgwall heim. Vor den Anlagen in der Goethestraße erfaßte sie ein Auto und verletzte das Mädchen am Kopfe und am Bein.

** Von einem Eber angesallen und erheblich verletzt. Am gestrigen Montag wurde der Gutsverwalter Rudolf Bauer auf dem

** 90 Jahre alt. Frau Witwe E. Farren» köpf, Gnauthstrahe 16 in Gießen wohnhaft, voll­endet heute, 26. Mai, in völliger geistiger und kör­perlicher Frische ihr 90. Lebensjahr.

** Goldene Hochzeit. Am 27. Mai feiern die Eheleute Hermann Z ü l ch und Frau Lina, geb. Haubach, Ludwigstraße 33 I., das Fest der goldenen Hochzeit.

** Beerdigung eines verdienten Par­teigenossen. Am gestrigen Montagnachmittag wurde der Zellenleiter Heinrich Bommers« h e i m von der Ortsgruppe Gießen-Nord zur letzten Ruhe gebettet. Amtswalter mit ihren Fahnen, die Gefolgschaft vom Finanzamt und eine zahlreiche Trauergemeinde gaben ihm das Ehrengeleit. Ka­pellmeister Grengel leitete mit getragener Musik die Feier in der Friedhofskapelle ein. Propst Knodt sprach Worte des Glaubens und des Trostes. Die Hakenkreuzbanner und die zahlreich erschienenen Amtswalter eröffneten den Trauerzug. Nach dem Gebet des Pfarrers brachte Ortsgrup­penleiter Thomas dem durch Blutfturz jäh aus dem Leben abberufenen verdienten Parteigenossen und Zellenleiter der Ortsgruppe Gießen-Nord einen letzten Gruß und Dank am Grabe dar. Für die Kreisleitung der DAF. legte Pg. Wenzel, für die Ortsgruppe Bettenhausen Pg. Hahn, für das Finanzamt, bei dem der Entschlafene tätig war, dessen stellvertretender Leiter und ein Vertreter der NS.-Kriegsopferversorgung Kränze nieder.

Der Nationalsozialistische Gaudienst schreibt: NSG. Es ist nachgerade bekannt geworden, daß der SA.-Mann seinen Dienst für Führer und Na­tion freiwillig versieht. Er hat während der Kampf­zeit keinen Sold erhalten, so sehr auch die gegne­rische Hetzpresse diese Verleumdung hinausschrie und wird auch für alle Zukunft keinen anderen Beweg­grund für sein Handeln haben, als den Glauben an den Führer und die Verpflichtung in der Welt­anschauung des Nationalsozialismus.

Aus dieser Haltung heraus fühlt er sich berufen, immer einsatzbereit zu sein und mehr Opfer zu bringen als die meisten Volksgenossen neben ihm. Er verzichtet auf Bequemlichkeiten, die anderen selbstverständlicher Besitz sind, und er stellt die ihm neben seinem Beruf verbleibende Freizeit restlos dem Dienst der SA. zur Verfügung.

Es ist wichtig, sich dies zu vergegenwärtigen, wenn Betriebsführer, wie die Oberste SA.-Führung mitteilt, noch immer nicht das notwendige Ver­ständnis für den Schulungsurlaub der SA. ent-

Dies sollte auch für den Betriebsführer eines privaten Betriebes Geltung besitzen, da es eine in unserer Weltanschauung verankerte selbstverständliche sozialistische Pflicht ist. Aus diesem Grunde wird ein nationalsozialistischer Betriebsführer die Ange­hörigen eines Lehrgangsteilnehmers während der Zeit der Schulung nicht hungern lasten, sondern Lohn und Gehalt weiterzahlen. Er wird auch von einem Ledigen nicht verlangen, daß dieser während der Zeit des Lehrganges fein gemietetes Zimmer aufgeben muß, sondern zumindestens die Miete dieses Zimmers zur Auszahlung bringen.

Im Reichsverkehrsblatt wurden neue amtliche Verkehrsbestimmungen mitgeteilt, in denen es u. a. heißt:

Zur Sicherung von Wegübergängen in Schienen- hohe werden Warnlichter, in der Regel am Warn­kreuz, zugelassen. Gesperrte Uebergänge roerDen durch rotes, nichtgesperrte durch weißes Blinklicht angezeigt. Leuchtet kein Blinklicht auf, so ist Die Anlage vorübergehend nicht gesichert.

Aus der provinzialhauptstadl.

Vorfreude im Alltag.

Eines Tages flattert dir ein farbiger Prospekt ins Haus. Du findest ihn neben deinem Teller auf dem Mittagstisch. Er ist von einer Reisegesellschaft, wie du sofort erkennen kannst. Beim Auseincmder- falten siehst du stimmungsvolle Landschaftsaus- i nahmen. Bilder von blumigen Wiesen, blitzenden t Wasserfällen und idyllischen Tälern. Dazwischen i rühmt ein kurzgefahter Text die herrlichen Stätten i der Erholung. 1

Es ist eine Lust, in dem Prospekt zu blättern. Du < tust es mit großem Behaaen und bist im stillen J dem Absender für die Aufmerksamkeit sehr dank- bar. Und während deine Frau dir die Speise reicht, kommst du in aufgeräumte Stimmung. Im vorigen Jahre war es aus verschiedenen Gründen mit der Serienreife nichts. Aber in diesem Jahre...? Deine Frau lächelt verschmitzt, du blätterst jedoch vergnügt immer wieder in dem Prospekt. Ist er nicht ge­kommen wie ein freundlicher Götterbote, der strah­lendes Licht in deinen Alltag trägt?

Und nun hat dich bereits das Reisefieber. Deine Ferien liegen ja längst fest. Warum soll man nicht gleich daran gehen, das Ziel zu bestimmen? Natür­lich, Reisepläne hast du bereits im Winter gemacht. Ader sie waren noch ganz unbestimmt und sozu­sagen unverbindlich. Man sprach davon wie von etwas, das unendlich schon, aber auch unendlich weit ist. t

Doch jetzt tritt die Sache in das Stadium glück­verheißender Nähe. Du holst deinen Terminkalen­der und schaust nach. Wahrhaftig, es sind nur noch wenige Wochen. Also heran an die Vorbereitungen. Und nun beginnen herrliche Tage in deiner Be­hausung. Abends bringst du eine Anzahl Prospekte mit. Man konnte meinen, du hättest die Absicht, ein halbes Jahr lang die interessantesten Gegenden zu bereisen, so häufen sich die bunten Reisebilder auf dem Tisch. Atlanten werden gewälzt und Fahr­pläne studiert. Deine Frau horcht auf deine begei­sterten Schilderungen, versäumt aber nicht, zwischen­durch an die notwendige Ergänzung der Garderobe zu erinnern. Richtig, und was wird mit Hänschen, dem Kanarienvogel? Wer soll während der Ab­wesenheit die Blumen begießen? Alles Fragen, Die plötzlich eine wichtige Bedeutung erlangen. Natür­lich werden alle Fragen gelöst. Und die wichtigste, die die Finanzen betrifft, findet auch eine Regelung. Denn zu deiner großen Ueberraschung steuert deine Frau von ihrem heimlich Ersparten einen Betrag zu den Kosten bei. Du bist einfach starr. Ja, ja, Die Frauen... M .

Schließlich ist nach genußreichen Beratungen und Rückfragen bei gut unterrichteten Freunden die Ent­scheidung gefallen, wohin es gehen soll. Es ist em feierlicher Augenblick, wenn du den Federhatter zückst und das Anmeldeformular ausfüüft. Em wirklich großer Augenblick!

Und nun lebst du in seliger Erwartung. Jeder neue Tag bringt dich dem Start zur glücklichen Reise näher. Aber oft genug schweift noch dem Blick zum Kalender. Und insgeheim rechnest du wie em Kind vor dem Weihnachtsfest die Zahl der Stunden aus. Wird er endlich kommen, der ersehnte Augen­blick! H.W.Sch.

Die Ostdeutschen mit kreisleiler z.b.V. Adam Loh.

Erste Reihe, von links nach rechts: Reifewitz, Frau Bichhardt, Frau Schott, Frau Grahlmann, Kostorz. Zweite Reihe: Poschmann (der einzige Ostpreuße, der das Abstimmungsehrenzeichen erhielt), Wystub, Kramarczyk, Kreisl^ter z. b. B. A. Lotz, Bundesgebietsführer Schölzel (Darmstadt), E. Motz, Osman-Bey (der einzige verwundete ehemalige Gießener Student am Annaberg).

Dritte Reihe: Heeres-Verwaltungsastistent Böhme (ein Annaberg-Kämpfer), Stiller, Stein, Wilfch, Pohl.

(Aufnahme: Bode, Gießen.)

_ Die öeutfche Arbeitsfront

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