doppeln konnten, und vollends die sichere Linksmehrheit bietet eine brauchbare weitere Operationsbasis für den französischen Kommunismus Moskauer Prägung. Die Freude, die über den Ausgang dieses Waylkampfes herrscht, ist so allgemein, daß man selbst die sonst geübte Vorsicht vergißt und dem französischen Freund genauestens oorrechnet, wann und auf welchem Wege Frankreich kommunistisch gemacht werden soll. „Die Revolutionsreife hat Frankreich nochnicht vollständig erreicht", erklärte an dem Tage nach der Bekanntgabe des endgültigen Wahlergebnisses ein Sowjet- gewaltiger im vertrauten Gespräch. „Aber warten wir ruhig ab: Es ist auf dem besten Wege dazu."
In diesem Satz liegt die Moskauer Bewertung des französischen Wahlergebnisses. Der Mann auf der Straße in dem Sowjetreich hatte nach den überschwenglichen Schilderungen aus Frankreich im Stil etwa jenes Prawda-Berichterstatters in den Wahlen schon nahezu den Beginn der Weltrevolution erblickt. „Wir sind noch nicht so weit — aber warten wir ab!" Und: „Abwarten!" lautet auch die Parole der amtlichen Jswestija an die stanzösischen Kommunisten. „Eine Volksfrontregierung unter kommunistischer Beteiligung ist zur Zeit unwahrscheinlich... Dazu muß eine bestimmte allgemein-politische Lage geschaffen werden." So die Jswestija. Und die Prawda vergleicht die jetzige Lage in Frankreich mit der von — 1789! Beides ist deutlich genug und bedürfte eigentlich keines Kommentars mehr. „Begebt euch nicht in die Gefahr, regieren zu müssen!", befiehlt Moskau seinen französischen Untertanen. „Steht beiseite, seht zu, l a ß t a n d e r e ab wirtschaften und zieht den Nutzen daraus!
Noch nie ist in einem Lande, in dem es einen Kommunismus gibt, eine Koalitionsregierung mit Beteiligung der Jünger Moskaus gebildet worden. Hier verfolgt die Komintern das Ziel: Zusammenarbeit selbst mit bürgerlichen Parteien, um sie unter Druck zu halten, zu überwachen und zu schwächen, Aufrechterhaltung unsicherer labiler Verhältnisse und Agitation für die Weltrevolution, für „ein Sowjetfrankreich". Lenin kleidete das in die Worte: „Der Kommunismus kann und darf ein Stück Weges mit bürgerlichen Parteien und Drganifationen Zusammengehen — aber nur, um sie dann um so empfindlicher zu schlagen, wenn sie dem Kommunismus zur Macht verhalfen haben".
In Frankreich ist es „vorläufig" noch nicht so weit. Man kann die Genossen Herriot und Blum noch nicht als Sturmböcke entbehren. Aber —\ es ist auf dem Marsch zur „Reoolutionsreife", wie jener Sowjetgewaltige sagte. Es befindet sich — nach der Prawda — vor der großen Revolution, „wie 1789".
Aus aller Wett.
Die Bluttat In TNindelheim.
Im Mindelheim (Schwaben) wurde, wie bereits gemeldet, dieser Tage ein furchtbares Verbrechen entdeckt. Der 38jährige Otto Kehrer hatte, wie man ursprünglich glaubte, in geistiger Umnachtung seine Ehefrau und drei seiner Kinder e r - morde t. Wie nunmehr bekannt wird, hat der Täter als Beweggrund seiner Bluttat angegeben, vor einigen Wochen einen anonymen Brief erhalten zu haben, in dem seine Frau ehelicher Untreue beschuldigt wurde. Dies habe ihn zu dem Mord an seiner Frau veranlaßt. Seine Kinder habe er deshalb getötet, damit sie nicht in Not und Elend allein Zurückbleiben müßten. Er selbst habe versucht, mit einem Hosenträger Selbstmord zu begehen. In der Tat wurde an Ort und Stelle ein abgerissener Hosenträger gefunden. Die Polizei ist mit eingehenden Erhebungen beschäftigt, um festzustellen, ob die Angaben Kehrers stimmen, ober ob die Tat in vorübergehender geistiger Umnachtung verübt worden ist.
Eine Hühnerfarm eingeäscherl.
In Rasdorf im Kreise Hünfeld brannte eine große und reichbesetzte Hühnerfarm vollständig nie- der. Da in dem hochgelegenen Ortsteil kein Wasser vorhanden war, mußte die Motorspritze das Wasser 400 Meter weit bergan saugen. Ehe die dazu nötigen Vorarbeiten erledigt werden konnten, war die Farm bereits ein Raub der Flammen geworden. Mitoerbrannt sind rund 200 wertvolle Legehühner, etwa 800 Küken, die Futtervor- räte sowie die Eier in den Nestern. Der Besitzer erleidet, da er nicht ausreichend versichert war, einen beträchtlichen Schaden. Die Ursache des Brandes ist noch nicht bekannt.
Drei Knaben von einer Granate zerrissen.
Am Krumpensee in der Nähe von Graz ereignete sich ein furchtbarer Unglücks fall. Drei Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren fanden beim Pflücken von Blumen in der Nähe des Sees eine Granate, die offenbar noch aus dem Kriege herrührte. Die drei Knaben hantierten mit dem Geschoß so unglücklich, daß es explodierte. Ein
vorbeikommender Werkmeister fand in einer Mulde die zerrissenen Körper der Knaben.
Flugzeugunglück in Kanada fordert 5 Todesopfer.
In einer der letzten Nächte stürzte ein kanadisches Flugzeug bei Amos im Staate Quebec ab. Unter Öen fünf Toten befindet sich der Generaldirektor der kanadischen Luftfahrtgesellschaft „General Airways“, Clark.
Buntes Allerlei.
Oreiunddreißig Millionenstädte.
Gegenwärtig gibt es nach Hübners geographisch- statistischen Tabellen im ganzen 33 Städte mit wenigstens einer Million Einwohnern. Don diesen entfallen auf Europa 13, auf Asien 8, auf Afrika eine, auf Nordamerika 7, auf Südamerika 3 und auf Ausstralien eine. In Jahre 1907 gab es nur 16 solche Städte, von denen auf Europa 7, auf Asien 5, auf Nordamerika 3 und auf Südamerika eine entfiel. Während die größte Stadt, London, damals nur rund 4,7 Millionen Einwohner hatte, steht sie jetzt mit 8,2 Millionen an der Spitze. Neu- york ist in derselben Zeit von 4,1 Millionen auf 6,9 Millionen gestiegen. An dritter Stelle stehi nicht mehr wie damals Paris mit 2,7 Millionen, sondern Tokio mit 5,5 Millionen. An vierter Stelle folgte damals Chikago mit 2 Millionen, heute dagegen Berlin mit 4,2 Millionen, das damals nur 2 Millionen zählte. Heute ist Moskau die fünfte Stadt mit 3,6 Millionen und Chikago steht mit 3,3 Millionen an sechster Stelle. Unter den Millio- nenftäbten, die sich erst in der neuen Liste von 1936 finden, sind hervorzuheben: Budapest 1,4 Millionen, Los Angeles 1,2 Millionen, Warschau 1,1 Million, Hamburg 1,1 Million, Rom 1,1 Million, Kairo, Mailands Mexiko, Sao Paulo, Barce- lona, Birmingham und Montreal mit je rund einer Million.
Schneidermeister Goethe in Frankfurt.
In einer vor einiger Zeit im städtischen Museum von Bielefeld gezeigten familienkundlichen Ausstellung fand sich auch eine Chronik des Geschlechts von Oeynhausen; ein Mitglied des Geschlechtes ist zur Zeit Regierungspräsident von Minden; ein Vorfahre, der Berghauptmann Karl August Ludwig Freiherr von Oeynhausen (1795 bis 1865) entdeckte zwischen Herford und Minden eine wertvolle Heilquelle und dab dem heute bekannten Bad Oeynhausen den Namen. Interessant ist auch ein kurzer Abschnitt aus dem Lebensbild eines anderen von Oeynhausen, des Freiherrn Christian Ludwig Ferdinand, der von 1665 bis 1713 lebte. Er war verheiratet mit dem Hoffräulein Anna Eleonore von Rau und zu Holzhausen. Ähren Brautstaat verfertigte der Schneidermeister Friedrich Georg Goethe in Frankfurt, später Gastwirt „Zum Weidenhof", der Großvater des Dichters. Schneidermeister Goethe erhielt u. a. „für Facon vom Manteau und Unterrock sowie Nachtrock und für Seide dazu acht Gulden". Zur Brautkleidung gehörte z. B. „eine goldene Tour auf dem Unterrock nebst goldenen Borten auf dem Manteau und Ga- laun zur Einfassung, weißer feiner französischer Damast zum Manteau und rother Atlas zum Unterrock, nebst Catiß und Futtertaffet". Ferner arbeitete Scheindermeister Goethe „einen Cotillon und Corselett von Pigne de Marseille" und brauchte „zehn Stab grünen Damast und fünf Stab grünen Doppeltaffet zum Nachtrock".
Oie heilige Schlange auf der Speisekarte.
Die Mitglieder einer Expedition des Lord Moyne nach der ©übfee fanben unlängst in einem Restaurant in Hongkong eine seltsame Schlange von schwarz- und gelbgrüner Farbe, deren Eigenart erst jetzt im Londoner Zoo festgestellt werden konnte, so daß sie einen Ehrenplatz im Reptilienhaus einnimmt. Die Expeditionsteilnehmer bemerkten in dem Restaurant ein Schlangengericht, baten die Schlangen sehen zu dürfen und fanden auch noch einige ungekocht vor, deren unzweifelhaft großen Wert sie sogleich feststellen konnten. Sie retteten eine also vor dem Kochtopf und brachten sie lebend nach London. Die seltene Schlange ist nach sorgfältigster Prüfung als eine verwandte Art der heiligen Höhlenschlange von den Malayischen Inseln festgestellt worden, die erst kürzlich zum ersten Male im Londoner Zoo zu sehen war. Die Schwanzstreifen dieser aus den Händen der Köche erlösten Schlange sind leuchtend gelb, während die der Höhlenschlangen weiß sind. Bei der genauen Untersuchung versuchte die Schlange zu beißen, und es gelang ihr schließlich, einen Biß, der aber nicht giftig ist, anzubringen. Der gebissene Wärter erwachte am andern Morgen mit steifem, geschwollenem Arm, doch am nächsten Tag war jede Spur des Bisses vergangen.
Wirischast.
♦ Von der Frankfurter Börse. Am Samstag vor Pfingsten, 30. Mai, bleiben die Börsenräume für jeden Verkehr geschlossen. Die Abendbörse fällt am 29. Mai und 2. Juni aus.
Rhein-Mainische Börse.
Mttagsbörfe uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 25. Mai. Zum Wachende- ginn lagen seitens der Kundschaft nur wenig Aufträge vor, während die Kulisse überwiegend, insbesondere nach den ersten Notierungen, Glattstellungen vornahm.
Bei sehr kleinen Umsätzen eröffnete der Aktienmarkt mit uneinheitlicher Kursentwicklung, später ergaben sich zumeist leichte Abbröckelungen. Die Kursveränderungen hielten sich nach beiden Seiten meist innerhalb eines Prozentes. IG. Farben waren etwas stärker angeboten und ermäßigten sich auf 173 bis 172,50 (174), Rütgerswerke —0,25 o. H., dagegen Scheibeanstalt plus 0,50 v. H. Elektrowerte lagen still, AEG., Felten und Gesfürel lagen gut behauptet, Schuckert und Siemens zogen bis 0,75 d. H. an, während Bekula 0,65 v. H. nachließen. Montanaktien setzten zumeist 0,25 bis 0,50 v. H. leichter ein, nur Verein. Stahlwerke gewannen 0,40 v. H. Maschinenaktien tendierten fester, Daimler in Erwartung des Ergebnisses der Bilanzsitzung weiter erhöht auf 119 (118), fest besonders Jung- Hans mit 94 (92,25), MAN plus 0,50, Muag gut behauptet. PH. Holzmann auf den Jahresbericht 125,90 (125). Zellstoffaktien blieben voll behauptet, Aschaffenburg 101,50 (101,25), Wakdhof 143,50 (143,25). Stärker befestigt waren Bemberg mit 92,50 (89,50), Allg. Lokal und Kraft mit 141,13 (139,50), ferner gewannen Bank für Brauindustrie 1 v. H., Deutsche Linoleum 0,50 o. H., AG. für Verkehr 0,75 v. H., dagegen ermäßigten sich Reichsbank um 0,75 v. H., Metallgesellschaft um 1 v. H. und Cement Heidelberg um 0,50 v. H. Von Auslandswerten lagen AKU. bei zeitweise lebhaften Um- sätzen 1,50 v. H. höher, Chade A bis C 423 (415).
Der Rentenmarkt hatte eine freundliche Grundtendenz, obwohl die Kurse für Altbesitz, Kom- munal-Umschuldung und Späte Schuldbuchforderungen etwas nachließen. Zertif. Dollar-Preußen unverändert 68,25. Von fremden Werten I. Anatolier 42,25 (42,90).
Im Verlaufe war die Haltung am Aktienmarkt überwiegend schwächer. Besonders gedrückt waren IG. Farben mit 171 nach 172,50, ferner verloren Daimler 1 v. H. auf 118, Scheideanstalt 1 v. H auf 244, im übrigen ermäßigten sich die Kurse gegen den Anfang um 0,25 bis 0,50 o. H. Fester zur Notiz kamen BMW. mit 135,25 (134,25), Feinmech. Setter nach Pause 87 (83,50). Am Kassa- markt kamen die ab heute neu eingeführten Aktien der Verein. Gothania mit 131 bis 30proz. Zuteilung und größerem Umsatz zur Notiz.
Renten blieben sehr still, Kommunal-Umschul- dung noch etwas nachgebend auf 88,55 nach 88,65. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen blieben unverändert, ebenso die meisten Liquidationswerte. Stadtanleihen lagen bei kleinen Veränderungen uneinheitlich. Von Auslandsrenten Warschau- Wiener etwa 0,25 v. H. fester, sehr fest erneut 4 v. H. Ungarn Kronenrente mit 2,50 (2), auch Kronen- Bosnier, Oesterr. Einheitsrente usw. wurden höher taxiert. Höher lagen ferner einige Schweiz. Bahnanleihen. Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.
Abendbörse ruhig.
An der Abendbörse herrschte auf allen Marktgebieten nahezu völlige Geschäftsstille. Am Aktienmarkt bröckelten die Kurse überwiegend noch etwas ab. Etwas Beachtung fanden Daimler-Motoren, die auf 119,75 (118,40) anftiegen, zum Schluß der Börse jedoch wieder auf 118,25 nachließen. Die Börse er» wartet mit starkem Interesse das Ergebnis der Auf- sichtsratssitzung, aus der man mit der Wiederaufnahme der Dividendenzahlung von 6 v. H. rechnet. Etwas höher lagen BMW mit 135 (134,25). Im übrigen wichen die Kurse nur um Bruchteile v. H. ab. Die heute eingeführten Vereinigten Gothania, die im Mittagsverkehr mit 131 rep. notiert wurden, wurden im freien Markt mit 133 gehandelt, während amtlich keine Notiz erfolgte. Der Renten- markt lag ebenfalls geschäftslos. Von Stadtanleihen 4,5proz. Mainz von 1928 94,50 (94,90). Von Auslandsrenten waren Kronen-Bosnier mit 5,40 (5,35) wieder etwas befestigt, ferner kamen 4proz. Oesterr. Staatsrente mit 1,80 (zuletzt am 19. Mai 1,20) zur Notiz.
U. a. notierten: 4,5proz. Stadt Mainz von 1928 94,50, 4proz. Oesterr. Staatsrente 1,80, 4proz. Ungarn Gold 9, 4proz. Rumänen 5,60, 4 proz. Schweizer Bundesbahn 229, Commerzbank 93,25, DD-Bank 95,25, Dresdner Bank 95,50 Pfalz. Hyp. Bank 86,25, Buderus 101,25, Harpener 127,50, Hoefch 105,75, Rheinstahl 129, ßaurabütte 23, Verein. Stahlwerke 94,13, Aku 54,50, BMW 135, MAN 116, Conti Gummi 183, Daimler 119,75 bis 118,25, Deutsche
Erdöl 121,40, Scheideanstalt 244, Deutche Linoleum 185, Licht & »ast 152, Eßlingen Maschinen 87,90, JG.-Farben 170,75, Gesfürel 142,50, Holzmann 124,75, Junghans 93, Mainkraft 98, Muag 99,25, Moenus 91,75, Schuckert 148,75, Westdeutsche Kauf- Hof 44, Reichsbahn-VA. 124,65, AG. für Verkehrs- wesen 121,50, Hapag 16.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 25. Mai. Im letzten Monatsdrittel wird Weizen wieder weniger angeboten, da die Abgeber auch den letzten Monatsaufschlag mitnehmen wollen. In Roggen sind die Landmühlen durch Zuweisungen der RfG. vereinzelt besser versorgt worden; das Landangebot hat ganz nachgelassen. Gerste und Hafer haben unverändert kleine Geschäftstätigkeit. Mehl hat bei beschränktem Angebot allgemein sehr guten Abzug, auch im Hinblick auf die kommenden Festtage und den einsetzenden Fremdenverkehr. Kleie, Oel- kuchen finden weiterhin reges Interesse, während Biertreber, Malzkeime und Futtermehl ziemlich still liegen.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 215, w 16 218, W 19 222, W 20 224, Roggen R 12 178, R 15 181, R18 185, R19 187 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Futtergerste —; Hafer —; Weizenmehl W 13 28,55, W 16 28,80, W 19 28,80, W 20 29,15; Roggenmehl R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizenfuttermehl W13 13,15, W16 13,30, W19 13,50, W 20 13,60; Weizenkleie W13 10,65, W 16 10,80, W 19 11,00, W20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreife ab Mühlenstation; Sojaschrot m. M. 16,20, Palmkuchen m. M. 16,30; Erdnußkuchen m. M. 17,85 ab südd. Fabrikstationen; Treber 15,75 bis 16,00; Trockenschnitzel 9,40 ab südd. Fabriken; Heu 6,50 bis 6,80; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 3,00 bis 3,30, gebündelt 2,80 bis 3,00.
Karto ffeln: gelbfleischige hiesiger Gegend 3,55, weiß-, rot- und blauschalige hiesiger Gegend 3,25 Mark pro 50 Kilogramm bei Waggonbezug Frachtparität Frankfurt a. M.
Frankfurter Schlachtviehmarkt. ;
Frankfurt a. M., 25. Mai. Auftrieb: Rinder 231 (gegen 416 am letzten Montagsmarkt), darunter 61 (95) Ochsen, 44 (56) Bullen, 93 (175) Kühe, 33 (90) Färsen. Kälber 651 (725), Schafe 1 (87), Schweine 2987 (4867). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 42 bis 45 (am 18. Mai 42 bis 45), Bullen a) 43 (40 bis 43), b) 39 (35 bis 39). Kühe a) 40 bis 42
(39 bis 42), b) 35 bis 38 (34 bis 38), c) 28 bis 33
(26 bis 33), d) 25 (20 bis 25). Färsen a) 44 (41 bis 44). Kälber a) 73 bis 78 (71 bis 76), b) 66 bis
72, (62 bis 70), c) 55 bis 65 (51 bis 61), d) 38 bis
54 (35 bis 50). Stimmer, Htimmel und Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen nicht notiert. Marktverkauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber lebhaft, ausverkauft.
Grvßmarkt für Fleisch und für Fettware n. Beschickung: 1403 Viertel Rindfleisch, 113 ganze Kälber, 4 ganze Htimmel, 456 halbe Schweine, 2 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80, b) 69. Bullenfleisch a) 76. Kuhfleisch a) 75. b) 65, c) 54. Ftirsenfleisch a) 80, b) 69 (alles jeweils Höchstpreise). Kalbfleisch b) 95 bis 105, c) 85 bis 95. Hammclfleijch b) L'O bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter 60 bis 65 (65 bis 70), Flomen höchster Preis 80. Marktverlauf lebhaft.
Marktverlegung: Der auf Pfingstmontag fallende Markt wird auf Dienstag, 2. Juni verlegt.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 454: Flotter Verlauf <)er Rotterdamer Javatabak-Versteigerung. — 455: Bekanntmachung KP 139 der Ueberwachungsftelle für unedle Metalle betr. Kurspreise. — 456: Zu der Versendung von Zinsscheinen ins Ausland. — 457: Zahlungsaufträge und Schecks auf die UdSSR, nur noch in Reichsmark. — 458: Bekanntmachung KP 140 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.
Preußen.
Kreis Dehlar.
* Waldgirmes, 25. Mai. Die 73 Jahre alte Witwe Katharina Räuber zog sich bei einem unglücklichen Fall einen schweren Oberschenke l b r u ch zu, der ihre Ueberfüfjrung in die Gießener Klinik erforderlich machte.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H
Berlin
Srümrun a. M.
25-Mai
lurtf
25.5.
98,5
103,25 103,13
115,13
115,13
115,13
100,3
100,3
100,4
100,3
98,5
98,6
98,5
96,9
96,9
96,9
173,75
170,75
101,2
101,3
92,65
92,75
11 125 1
1 140 ।
A 154 I
117,4 117,75
117,65
117,65
97
97
2,486
2,490
152
101,65
Vanknolen.
DiMntfd)'
101,75
101,75
102
97
97
97
97 ।
Ol
31,65
Mannesmann-Röhren
9,75
io]
206
101,65
101,75 I
94,75
109,4 I
94,75
109,4
94,75
109,4
53,5
89,5
143,25
101,25
130,5
94,5
22,5
118
184,5
112
128,5
134
Schildert SEo. ... Siemens S HalSke -.'ahmeqer & <io. .
101,25
121,4
127,5
105,75
37
150
7
V 5
6 6
44
423
189
183
32
98
208
143,5
136,5
236,5
129,5
94,13
0,685 42,03 0,138 3,047
55,30
46,80
12,385
5,455 16,365 167,96
19,48 0,725 5,654 62,24 48,95
11,25 63,86 80,31
33,90
10,28
98,25
103 I
191,5
140,5
134
102,5
95,5
135,5
149
191,5
140,5
129,5' 181
44,65
415
190
182
124,75
139,5
154
94,75
109,4 i
o 5
6 O 7 0
8 0 0
B 12 11
233,5
129
94,13
22,5
129,5
182
Schlußkurs
8¥i\ . 0
. d . ft
W|
102 121,75 127,75 105,5
169 133,5
102 95,25
112
128,25
133,25
192,25
140 I
101,5
122,5
128
106
168
133,25
103
96
54,5
92,5
142,25
101
118,25
185
111
54 91,75 142,5
101 123,75 117,75 184,75
87,5
44,5
415 189,75 182,75
37,13
150,25
132,75
152
133
142,25
138,5
134,4
149,4
190,5
140,25
Mansieider Bergbau .. ftuiviucrfe...........
tHlieinHdje Braunkohlen Rheinstabl ...........
Bereinigte Stahlwerke. Olavi Minen ........
Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth
170,75
244
111
128,75
132,75
109,25
55 91,75 141,9 100,25 122,13
118,4 185,5
87
44
423
55 184
37
150,13
133
152,5
132,75
142,25
3. ®. Farben-Industrie
Scheideansiatt.......
Goldschmidt .
RütgerSwerle Metallgcjellschast
4% Oesterreichische Goldrente...
4,2o% Oellerieichische Silbcrrentt 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staawrente v. 191c 4^i% decgi. von 1913.........
6% abgesl. Goldmexikaner von 99
4% Türkische Bagdabbahn-Anleihe Serie l......... ...........
Gritzner..................
Mainkraftwerke Höchst a.M..
Süddeutscher Zucker......
37,13 | 150,65 I
132,5 ।
152,5
31,5 |
99,5 I
206 l
Juenoä titt. Brüssel ... Rio de Ian. Sofia .....
Kopenhagen Danzig.... London.... HeistngsorS. Laris .....
Holland ... Italien.... Iavan Jugoslawien OSlo.....
Wien Lissabon... Stockholm.. Schwei- ... Spanien... Prag......
Budapest .. Qeutjod ...
Hyp.«Bank.Ltqu.-Goldvie. ■ • • 4%% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanstalt, Pfandbriefe R 19 454% ebem. 7% Pr. Landespfand
brieianst., Gold Komm. Cbl. 20 Sleuerguiich Berrecknungsk. 34-38
31,25
2,65
8,9
8,6
8,65
13,5
2,7
9
8,7
8,65
13,5
174
244,5 |
112 1
129 1
133,75 I
A.E.G...................... o
Bekula 8
sflcttr. Lieferungsgesellschaft ... 6 Licht und Kraft .............
.selten & Guilleaume 4
GejeUfch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität g
Mein. Wests. Elektr 6
31,75
2,85
9,1
8,7
8,7
13,4
31
2,7
8,9
8,55
8,6
13,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L
. 6 . 8 . 7
133,25 133,25 142,75 । 142,5 — । 138,75
134,5 134,75
149,25 148,75
6 133,25
8 102,75
8 96
22,5 22,65
131,65 130,75
129,5 129,75
181 | 182
Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelber- Eernentwerk Karlstadt..
6J2% ehem.
23 5. | 25 5
101,13 101,25
23.5
144
136,75
233
130,13
94,75 I
Arte
0,689
42,11
0,140
3,053
55,42
46,90
12,415
5,465
16,405
168,30
19.52
0,727
5,666
62,36
49,05
11,27
63,98
80,47
33,96
10,30
Schultheis Patzenhoser Aku (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg...................
Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas Daimler Motoren Deutsche Linoleum Ctenftcin & Koppel Westdeutsche Kaufhof Ehade......................
Accumulaloren Iabrik
Conti-Gummi..............
23 5
101
98,1
25 d.
101,13
98.5
BuderuS ................... . ini 9
Deutsche Erdöl .............. 4 122*5
Harpener................. L'/r 128,25
Hoejch Eisen—Küln-Neuessen .. 3 106,25
Ilie Bergbau .......
Ille Bergbau Genüsse
Klöcknerwrrke .......
Schwirl. Abend« bön-
25.5
143,5
I 125 I 125
I =1 -
(5.d?lu6' Mittag börse
Amtliche Notierung
Selb '
Datum | 23.5 ..... 6'/r1143,75 ....... 6 — ..... 12 —
Damm | 6% Deutsche Reichsanleihe 0. 1921 4% Deutsche Relchsanl. von 1931 Doung-Anleihe von 1980 . Dentiche Anl.-Abids.-Schuld mii
Auelos.-Rechten ............
4%% Deutsche ReichSpostfchayan Weisungen von 193 t, I
4’,To ehern. 8% Heisischer Volke üaat 1929 (rüdjnhlb. 102%) ..
4%% ehem. 8"/«, Hessische Landes banl Darmsladl Gold R. 12...
6*/i% ehern. 4^,% Heg. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau
4'/,% ehern. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldichuidverschr tR.i Lderhessen Provinz-Anleihe m> Auslol.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Ausloi. Rechte» 4%% ehern.8% Kraul'. Hyp. Ban
Goldpse. 16 unkündbar bi» 193 6!2% ehem. 414% Franks. Hyp
Bank-Liyu «Pfandbriefe......
Frantiuri a.M.
Berlin
Gchluß« turS
cvchiuir.. Abend« l'ör>1
Schluß« tun»
edilußt. Miltag« bör e
Datum
23-5
25 5
23 5-
25 5
4% veogt. Serie h...........
—
9,75
—
—
6% Mumün. vereint). Rente v. 19Ob
——
—
6,9
6,95
114 °»Ruman.vereinst.Rentcv.1913
d—
9,65
9,75
9,7
4% Rumänische vereinh. Rente .
5,65
5,6
5,75
5,7
-%% Anatolier .............
42,9
42,25
42,6
42
^amburg-Amerikg.Paket .....V
rmmdurg-Südam. Dampfschiff . 0
16,5
16
16,4
16,13
32,5
32
norddeutscher Llona .........O
18
17,75
18.13
——
.i.Ä. für Verkehrswesen Akt. .. 0
120,75
121,5
120,75
—
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
—
—
117,5
117,75
Commerz- und Privat Bank ... 4 Deutsche Bank und $isconto»
93
93,25
93
93,25
Gesellschaft................ 4
95
95,25
95
95,25
Dresdner Bank.............. 4
95,75
95,5
95,75
95,5
Aeichsbank ................ jv
190,5
191,5
190,5
188,5
, laniiuri a. M.
äerun
rur6 bflr(e
,ur*'X börse
23 Mai
Am liche Geld
Notierung Ärlkf
0,685
0,689
42,03
42,11
0,138
0,140
3,047
3,053
55,27
55,39
46,80
46,90
12,38
12,41
5,455
5,465
16,36
16,40
167,95
168,29
19,48
19,52
0,725
0,727
5,654
5,666
62,21
62,33
48,95
49,05
11,27
11,25
63,83
63,95
80,30
80,46
33,89
33,95
10,275
10,295
2,486
2,490
25erlin,25.2)101 l Geld
Br ef '
Amerikanische Roten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
französische Noten...............
Holländische Noten...............
2,438
41,88
55,05
12,35
16,315
167,54
62,03
63,64
80,13
33,56
2,458 42,04 55,27
12,39 16,375 168,22
62,27
63,90
80,45
33,70
Norwegische Noten ..............
Deutsch Lesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten..............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten................


