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Ein Denkmal nationalsozialistischer Aufbauarbeit.

Oer Gauleiter beim Richtfest der Heimstättensiedlung Irankfurt/Heddernheim.

Graf Zeppelin" undLZ 129" (Hindenburg) zur großen Deulschlandsahri gestarlel.

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Hundert Stellen in Angriff genommen. Es folgen noch in dieser Woche der Beginn der Siedlungen Dreieichenhain, Langen, Auerbach, Fürth und Lorch am Rhein und die zweiten Bauabschnitte in Vilbel, Klein-Kroßenburg und Neu-Isenburg, ferner der Baubeginn der neuen Frankfurter Großsiedlung Bonames mit zunächst 92 Stellen. Weitere 1400 Stellen sind planungsmäßig abgeschlossen und wer» den nach Abschluß der Siedlerverträge in Bau ge­nommen; außerdem sind weitere Gruppensiedlun­gen in Arbeit.

In seiner anschließenden Ansprache wies der Gauleiter auf den Unterschied zwischen der Siedlung des nationalsozialistischen Staates und der früheren .Feit mit ihren Experimenten hin. Der deutsche Arbeiter kommt meist vom Lande und will mit der Scholle verbunden blei­be n. Diesem Streben dient auch diese Siedlung. Unser Gau steht heute ander Spitze im Sied­lungswesen des Reiches, und diese Stellung wollen wir auch halten. Der Gauleiter gab dann den Befehl zum Aufziehen der Richtkrone, der Polier sprach den Richtspruch und mit einem Sieg- Heil auf den Führer schloß die Kundgebung. Im Anschluß daran fand im Volkshaus unter Teil­nahme des Gauleiters eine Feier statt.

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Ferner werden von Bord Erinnerung szettel abgeworfen, die einen Stempel von der Deutschland­fahrt tragen. Die Flugzettel werden eine schöne Er­innerung für viele Volksgenossen darstellen.

Heber den Städten werden ferner in großer Menge Fallschirmkapseln mit Haken­kreuzflaggen abgeworfen werden. An Bord desLZ 129" (Hindenburg") ist eine Lautsprecher­anlage eingebaut, mit der über den Städten aus dem Luftschiff Musik gesendet werden wird. Die Reichsrundfunkgesellschaft hat an Bord eine Sendestation eingerichtet, die die Möglichkeit von Rundfunkreportagen von Bord des Luftschiffes geben wird. Durch die Bordscheinwerfer und die Beleuchtung beider Schiffe werden sie auch nachts jederzeit sichtbar sein.

Letzte Vorbereitungen vor dem Start.

Etwa 80 Fahrgästen ist es vergönnt, an dieser einzigartigen Luftreise als Gäste der Reichs­propagandaleitung der NSDAP, teilzu­nehmen. Die Zahl der Gäste setzt sich zusammen aus Vertretern des Reichsluftfahrtministeriums, des Pro­pagandaministeriums, alten verdienten Partei­genossen, verdienten Soldaten der Luftwaffe aus dem Unteroffizierstand, Mitgliedern der Reichswahl­leitung, Vertretern der Presse und des Films. Aus­gerüstet mit dem Stimmschein für den Wahlsonntag, denn erstmalig in der Geschichte der Luftfahrt wird der WahlaktineinemLuftfahrzeug voll­zogen, sind die mit dem Fahrtausweis Beglückten nach Friedrichshafen geeilt.

Donnerstag früh, 3.45 Uhr, erfolgte das große Wecken. Am Horizont zeigte sich der erste Schim­mer eines neuen schönen Frühlingstages, als die Autobusse mit den Gästen der Deutschlandfahrt an den großen Hallen eintrafen, wo die letzten Vorbereitungen für den Start getroffen wurden.

55 000 Kilo Rohöl liegen inLZ 129" (Hinden­burg") für die Dieselmotoren. Außerdem galt es, Verpflegung für rund 10 0 Person en einschließlich der Besatzung zu verstauen. Es ist selbstverständlich, daß sich auch die beiden Luft­schiffe in diesen Tagen in den Dienst des großen Werkes unseres Führers stellen, das am Sonn­tag seine letzte Erfüllung finden soll.

Kurze Unterbrechung der Fahrt desLZ 129".

Friedrichshafen, 26. März. (DNB. Funk­spruch.) Das LuftschiffLZ 129 mußte seine Deutschlandfahrt heute in Stuttgart kurz unterbrechen und noch einmal nach Fried­richshafen zurückkehren, um eine für die Deutschlandfahrt notwendige technische Anlage um- z u t a u s ch e n. Das LuftschiffLZ 127" setzt in­zwischen seine Fahrt programmäßig fort und be­findet sich zur Zeit in Franken.LZ 129 wird in Friedrichshafen noch am Vormittag wieder star- ten und sich später mitLZ 127" wiederum Ber­einigen. Beide Luftschiffe setzen dann gemeinsam ihre Fahrt fort.

NSG. Wieder geht in unserem Gau eine neue Siedlung ihrer Vollendung entgegen. Draußen vor den Toren der Stadt Frankfurt a. M. in Heddernheim hat das Heimstättenamt der NSDAP. 44 neue Siedler st ellen geschaffen, unb in wenigen Monaten werden 44 Siedlerfami­lien hier einziehen. Zu dem heuttgen R i ch t f e st , an dem die gesamte Bevölkerung von Heddernheim Anteil nahm, war der Gauleiter selb st er­schienen.

Zu Beginn der Kundgebung gab Dr. Darf e s vom Gauheimstättenamt einen Ueberblick über die hier geleistete Arbeit. Er betonte besonders, daß diese Heimstätten keine Klassensiedlungen stnd, sondern daß sie ein Abbild der großen deut­schen Volksgemeinschaft darstellen. Unter den 44 Siedlern sind nicht weniger als 25 Berufe vertreten. Dr. Darjes konnte außerdem be­richten, daß zur gleichen Zeit 20 neue Sied­lungsabschnitte mit zunächst 427 Stel­len in Angriff genommen werden und zwar in Bickenbach, Eberstadt, Wiesbaden, Heusenstamm, Hofheim und Nackenheim. In Groß-Gerau, Gon- lenheim und Mühlheim wird der zweite Bauab- Ichnitt begonnen. In der Siedlung Rüsselsheim wurde in einem vierten Bauabschnitt das zweite

Reichsluftfahrtministers von General K e t t e l r i n g eröffnet wurde, machten Staatskommissar Dr. Lip­pert und Architekt Prof. S a g e b i e l Mitteilun­gen über dieses einzigartige Bauvorhaben. Dr. Lip­pert wies darauf hin, daß das Gefamtprojekt un­mittelbar auf Anregung des Führers zu­rückzuführen ist. Bereits 1934 beauftragte der Füh­rer gelegentlich einer Landung auf dem Flughafen Tempelhof die Berliner Flughafengefellfchaft, die Unterlagen für eine Erweiterung des gesamten Ge­ländes zu geben, da der Flughafen viel zu klein geworden war. Darüber hinaus zeigten die Sta­tistiken, wie gewaltig seit der Machtübernahme der Luftverkehr in Tempelhof im Anwach- s e n begriffen ist.

Der Führer brachte immer wieder zum Aus­druck, daß in wenigen Jahren bei Reisen über 800 Kilometer kein Mensch mehr daran denken würde, ein anderes Verkehrsmittel a l s das Flugzeug zu wählen. Heute werden be­reits täglich über 1000 Passagiere in Tempelhof ab­gefertigt. Es war daher höchste Zeit, mit dem Neu­bau zu beginnen. Aber auch rein flugtechnisch war eine erhebliche Vergrößerung des Rollfeldes not­wendig. Außerdem war es erforderlich, eine erheb­lich größere Blind- und Schlechtwetter­landebahn zu errichten, um jederzeit ein ge­fahrloses Landen au ermöglichen. Die Erneuerung soll als Gemeinschaftswerk durchgeführt werden, bei dem das Reich, vertreten durch den Reichsluftfahrtminister, der auch die Hauptlast der Finanzierung übernimmt, den Vorrang für Pla­nung, Entwurf und Bauausführung hat. Anschlie­ßend gab Prof. Dr. Sagebiel Einzelheiten des Bauplanes bekannt.

Tat zu geben scheint. In der Vorhalle des Hauses ist nämlich ein Rekrutierungsanschlag entdeckt worden, in dem junge Iren zum Ein­tritt in bie britischeArmee oderFlotte aufgefordert werden. Das Auffinden dieses Plakates hat in englischen Kreisen Die Annahme entstehen lassen, daß die Beteiligung des Admirals an diesem Rekrutierungsfeldzug mög­licherweise der Beweggrund zu der Tat war. Tatsache ist, daß im Freistaat Irland in letz- ter Zeit eine umfangreiche Propaganda gegen den Eintritt junger Iren in britische Heeres- ober Ma- rinebienfte entwickelt würbe.

Berlin erhält den größten Flughafen der Welt.

Auf bem Tempelhofer Felb ist mit ben Bauarbei­ten zur Erweiterung des Flugplatzes begonnen worben, bie Berlin zum größten Flughafen b e r Welt werden lassen. Durch dieses gigantische Werk, das auf die Initiative des Führers zurückgeht und maßgeblich von ihm deinflußt wurde, wird die gegenwärtig 600 Morgen umfassende Anlage auf rund 1600 Morgen erweitert werden. Allein bas Rollfeld, das jetzt anderthalb Kilometer mal einen Kilometer mißt, wird einen Umfang von 2,5 Kilometer mal 1,5 Kilometer er­halten. In 15 etwa 12 Meter hohen Großhal - len, bie mit ihrer in einem Oval oerlaufenben Front von 1500 Meter Länge eine geschloffenes Ganzes bilben, werden Unterstellmöglichkelten für nicht weniger als 120 Großverkehrsflugzeuge sowie zahlreiche Sport- und Gastmaschinen geschaffen. 1939 durfte der Weltflughafen betriebsfertig sein.

In einer' Pressekonferenz, bie im Auftrage bes

Friedrichshafen, 26. März. (DNB. Funk- ßpruch.) heute früh um 6 Uhr sind bie beiden Luft­schiffeGraf Zeppelin" unbLZ 12 9" ljh inbenburg") zur großen Deutschland- ßahrt aufgestiegen. 20 Fahrgäste gehen an Bord »desGraf Zeppelin", Angehörige bes Reichsluft- ffahrtminifleriums und des Propagandaministe­riums. 5.35 erhält der Kommandant desGraf Zeppelin", Kapitän von Schiller, die letzten Wettermeldungen und gibt Befehl zur Ausfahrt. Am 6 Uhr tritt das stolze Schiff seine große Deutschlandfahrt an. Es zieht ein Schleife über der Stadt und überfliegt sein Schwesterschiff, das auf dem Flugplatz Löwenthal zum Start be­reit ist. 6.15 Uhr erhebt sich das neue Lust- schiffLZ 12 9 (h indenburg") zur gro­ßen Deutschlandfahrt. Während der zweitägigen Fahrtenpaufen erhielt LZ 129 in schöner gotischer Schrift den ff oh en KamenHindenburg" aufgemaU.

Tag und Aacht über den deutschen Gauen

Auf dieser Deutschland-Fahrt soll der Bevölke­rung in allen deutschen Gauen Gelegenheit gegeben werben, biefe Meisterwerke beut» __d) e r Jngenieurkunst zu sehen, bevor beibe schiffe ihren' Fahrtenbetrieb über bem Ozean auf» nehmen. Arn ersten Tage geht die Fahrt ber Lutt- chiffe, bie unter Führung ber Kapitäne Leh­mann (LZ 129") unb von Schiller (LZ 127") iilehen, von Friebrichshafen nach München, weiter über Nürnberg nach Leipzig, von dort nach Dres­den, weiter nach Breslau. Von Breslau fahren die Luftschiffe nachts voraussichtlich nach Tilsit. Die Fahrtroute für bie nächsten Tage hängt jedoch von ber Wetterlage ab unb es ist möglich, daß bie Tagesprogramme untereinanber ausge­ll u s ch t unb hier unb ba abgeändert werden.

Bisher ist geplant, baß bie Luftschiffe am 27. März o.on Tilsit aus nach Königsberg zum Tannen- «b-ergbenkmal, über Danzig nach Stettin ohren. Von dort aus soll es nach Hamburg xehen. In ber Nacht zum Samstag werben bie Luft­schiffe voraussichtlich nach Helgolanb fahren.

Am Samstag soll bie Fahrt von Flensburg über Bremen nach Münster, vorbei am »tiefe berg nach Hannover gehen. Von Hannover ist eine Fahrt rach Halle, von bprt nach Berlin vorgesehen.

In ber Nacht zum Sonntag werben bie Luft- Ichisfe über Branbenburg unb voraussichtlich über Wittenberg, Kassel unb von ba nach Dortmunb jähren, wo sie am Sonntagmorgen eintresfen sollen. Ion bort würbe bie Fahrt über Essen, Düsseldorf n ach Köln, Koblenz, an ber Mosel entlang nach Erier unb Saarbrücken gehen. Von Saarbrücken □ürbe bie Reise nach Frankfurt über Main z, rach Heibelberg, Karlsruhe, Freiburg zurück nach Zriebrichshafer gehen.

Die beiben Luftschiffe werben über großen Stabten mit Scheinwerfern angestrahlt werben.

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Krisis imöstmeichischenprivawersichermigsweseii

Staatliche Reformmaßnahme zur Rettung der Phönix.

lichen Sitzuni rung ber grö*M , ,

sellschatt PHönir in letzter Zeit eine außerordent­liche Verschlechterung erfahren hat. Eine amtliche Mitteilung besagt, baß eine allge­meine Reform des österreichischen Versicherungswesens erforderlich wurde, obgleich ähnliche Mißstände bei andern Versiche­rungsgesellschaften nicht vorgefallen seien.

Die Maßnaymen sind gum Teil ähnliche, wie sie anläßlich des Zusammenbruches der Kredit-Anstalt durchqeftihrt worden sind. So wurden die Sonber- oertrage ber Direktoren für aufgelöst erklärt. Die Kollektivverträge ber Versicherungsangestellten sol­len burch neue Verträge ersetzt werben.

Das neue Versicherungsreformgesetz sieht die Schaffung eines Versicherungsfonds vor, in den alle Versicherungsgesellschaften einzu­zahlen haben und aus den Lucken der Prä­mienreserven aufgefüllt werden sollen. Praktisch bedeutet das, daß die anderen Versiche­rungsgesellschaften zur Stützungder Phönix herangezogen werden. Ein Prämienregister

unter staatlicher Kontrolle wird die Wertpapiere und sonstigen Vermögensbestände, aus denen die Prämienreferven zusammengesetzt sind, verzeichnen. Verfügungen über diese Werte können nur mit staatlicher Zustimmung getroffen werden. Auch eine Belastung ber Versicherten ist in Aussicht genom­men. Es soll eine Kürzung ber Auszah­lungsansprüche vorgenommen werben unb zwar bei allen österreichischen Versicherungsan­stalten.

Der im vorigen Monat verstorbene Generalbirek­tor ber Phönix, ber Jube Berliner, soll angeb­lich Selbstmorb begangen haben. Die Geschäfts­führung Berliners war wegen ihrer zu weit ge­spannten Expansion in ber österreichischen Öffent­lichkeit bekannt unb zum Teil Gegenstanb besorgter Kritik. Die österreichische Phönix-Gesellschaft verfügt auch über ausgebehnte Verbindungen in mehreren mitteleuropäischen Staaten. Für die Dringlichkeit der Regierungsmaßnahmen sind kennzeichnend, baß ber außerordentliche Ministerrat zusammengetreten ist, ohne die Rückkehr des Bundeskanzlers Dr. S ch u s ch- n t g g unb bes Außenministers aus Rom abzu­warten.

Wien, 26. März. (DNB. Funkspr.) Der öster­reichisch^ Ministerrat würbe zu einer außerorbent- g einberufen, weil bie Finanzgeba- ipten österreichischen Versicherungs-Ge- ö n i r in letzter Z,

Für gleichmäßige Rohstoffversorgung.

Aussprache im englischen Oberhaus. Verständnis für den deutschen Schritt.

Lonbon, 26. März. (DNB. Funkspruch.) Im englischen Oberhaus fanb eine bedeutsame Aus­sprache über bas Problem ber Rohstoffver- te ilung unb in biesem Zusammenhang auch b e s Kolonialbesitzes statt. Der konservative Lord L u g a r b verlangte eine Politik der offenen Tür. Er erwähnte den in dem deutschen Memo­randum zum Ausdruck gebrachten Wunsch nach kolonialer Gleichberechtigung und er­klärte, daß er, falls jemals die deutschen Friedens­vorschläge eine Grundlage für Verhandlungen bie­ten sollten, ernstlich hoffe, daß die Kolonialfrage ebenfalls berücksichtigt werde.

Der konservative Lord Redesdales betonte, es sei zu hoffen, daß Deutschland einige feiner Ko­lonien zurückgegeben würden. England habe mit Deutschland keinerlei Streitigkeiten, soweit ein Haß gegen Deutschland vorhanden sei, sei er der Furcht entsprungen.

Warum solle England sich an dem offensicht­lichen europäischen Wunsch nach einer Einkrei­sung Deutschlands beteiligen? Es sei ihm un­möglich, die Haltung von Leuten zu verstehen, die sich einbildeten, man könne unendlich lange auf einer großen Nation herumtreten. Deutsch­land sei keine andere Wahl geblie­ben, als aus dem Völkerbund auszutreten. Deutschland habe ein Recht auf Gleich­berechtigung und es fei nicht gewillt, diese Gleichberechtigung in homöopathischen Dosen auf besonderen Wunsch entgegenzunehmen.

Es bestehe kein Zweifel, daß Deutschland längst die ihm zukommende Gleichberechtigung Haden würde, wenn es von England abhänge. Aus Grün­den, die er niemals verstanden habe, scheine Eng­land seine Anweisungen für diese Dinge aus bem Auslanbe zu erhalten. Ein großer Teil ber antinationalsozialistischen Propaganba in England trage auslänbischen Stempel. So werde beispiels­weise die Behandlung der Juden in gröb­lichster Weise falsch bargeftellt. Wenn man die eng­lischen Zeitungen gelesen habe, und sich dann nach

München oder Berlin begebe, so sei der Anblick eines Juden das letzte, was man erwarte. Tatsäch­lich aber sei es überall voll von Juden. Man treffe sie in den Restaurants, in den Läden und Ver­gnügungsstätten, kurzum überall, und niemand trete ihnen zu nahe, solange sie sich anständig be­nähmen und den für sie erlassenen Bestimmungen entsprächen.

So viel sei sicher, daß hitlerDeutschland vor bem Bolschewismus bewahrt habe. Wenn für nichts anderes, so verdiene er für diefes allein den tiefsten Dank nicht nur Deutschlands unb nicht nur Europas, son­dern der gesamten zivilisierten W e l L 3n drei Jahren habe Hitler das deutsche Volk aus den liefen einer vollständigen Ver­zweiflung hervorgehoben und bie Selbstachtung dieses Volkes wieder hergestellt, könne irgend jemand Hitlers einwandfreie Aufrichtigkeit oder feinen Wunsch bezweifeln, mit seinen Nachbarn in Frieden leben zu wollen?

Der parlamentarische Unterstaatssekretär für die Kolonien, Lord P l y m o n t h , erklärte, daß die von Hoare abgegebene Versicherung, daß die Re­gierung bereit sei, bie Frage ber Rohstoffe allgemein zu erörtern, eine Versicherung fei. Die bie Regierung einhalten werbe. Die Regierung verfolge bie Politik, alles in ihren Kräften Stehenbe zu tun, um bie ben Welthanbel hindernden Schranken abzubauen und den Strom bes internationalen Handfs in ber ganzen Welt zu vergrößern. Was Deutschland, Italien unb Japan wünschen, seien nicht gleiche Gelegenheiten, sondern vielmehr ausschließliche Gelegen­heiten in gewissen Gebieten. Japan unb Italien hätten ben Außenhandel dem Ausbau ihrer Rüstungen untergeordnet. Alle drei Nattonen könn­ten sämtliche Rohstoffe haben, die sie von englischen Kolonien wünschen, wenn sie bereit wären, dafür z u zahlen. (!!) Die grundlegende Notwendigkeit bestehe darin, die Devisen- und Wäh­rungsschwierigkeiten in ber Welt zu lösen.

Aus aller Well.

Der Führer verleiht Professor Dr. Max Ahle die Goethe-Medaille.

Der Führer unb Reichskanzler hat mit Ur- funbe vom 21. März 1936 bem Professor Dr. Max U h l e in Berlin-Grunewald anläßlich feines 80. G e- burtstages am 25. März 1936 in Anerkennung feiner hohen Verbienste um bie archäologische unb geschichtliche Erforschung Amerikas, mit der er gleichzeitig auch für bie beutsche Wissenschaft Wert­volles geleistet hat, bie Goethe-Medaille für Wissenschaft unb Kunst verliehen.

Hakenkreuz über dem Aconcagua.

Am Sonntag, ben 22. März, ist zum ersten Mal bie Besteigung bes h ö ch st e n Berges Amerikas, bes 7010 Meter hohen Aconca­gua durch den deutschen Bergsteiger Link ge­lungen. Link hißte nach seiner bergsteigerischen Großtat auf dem eisbebeeften Gipfel bie Haken­kreuzfahne, bie argentinische Nationalfahne und bie Olympia-Flagge. Die Besteigung erfolgte im Rahmen einer deutschen Corbilleren-Expebition, die von bem in Argentinien ansässigen Deutschen Link unb bem Holländer Kolzey als Beitrag zur Olympia-Werbung unternommen wird und im Februar in aller Stille aufgebrochen war.

Neue Aeberschwemmungen in Amerika.

Infolge neuer schwerer Regengüsse führen der Monongehela und andere Ströme Amerikas wieder Hochwasser. Abermals sind weite Gebiete Penn- lnlvaniens und Westvirginiens überschwemmt. Wiederum haben bie Wasser großen Schaben an- gerichtet, bie Wieberaufbauarbeiten finb badurch außerordentlich behinbert. Die Uferstraße in Pitts- burg ist nun zum zweiten Male überflutet. Die Zahl ber Todesopfer in ben Ueberfchwem- mungsgebieten ist auf über 2 0 0 gestiegen.

26 Tote bei einer Dynamit-Explosion in Mexiko.

Auf bem Bahnhof von lultenango im Berg- werksgebiet bes Staates Mexiko ging ein Wag­gon mit Dynamit in bie Luft. 26 Personen würben getötet unb 60 verletzt. Der größte Teil bes Bahnhofs ist zerstört.

Eisenbahnunglück auf der Strecke RomFlorenz.

Aus ber Strecke RomFlorenz entgleisten in ber Nähe des Trafimenischen Sees infolge Achsen­bruches bes Heizwagens vier Schnellzugwagen. Drei Fahrgäste würben getötet, zwölf zum Teil schwer verletzt.

Vom Führer begnabigt

Der Führer unb Reichskanzler hat bie vom. Schwurgericht in Gera burch Urteil vom 7. Nov. 1935 gegen den 1915 geborenen Johannes Krehl aus Gera wegen Mordes erkannte Todesstrafe in eine Zuchthausstrafe von 15 Jahren

umgewandelt. Krehl, der zur Zeit der Tat erst 19 Jahre alt und gut beleumundet war, hat am 6. März 1935 fein sieben Monate altes uneheliches Kind getötet, um sich die Eheschließung mit dessen Mutter zu erleichtern. Er stand hierbei unter dem Druck wirtschaftlicher Sorgen. Die Tat hat er nach einem plötzlich gefaßten Entschluß ausgeführt unb noch vor bem Tobe bes Kindes ernst, wenn auch erfolglos versucht, ben Tob bes Kindes durch In­anspruchnahme eines Arztes abzuwenden.

Gesicherte Sozialleistungen.

Wpd. 185 Mill. RM. betrug im Jahre 1932 der Fehlbetrag der Invalidenversicherung. Das bedeu­tete drohenden Verlust der Altersrente für Millionen von Arbeitern. Die Bei­tragseinnahmen aus der Angestelltenversicherung waren in diesem Krisensahr auf 288 Millionen RM. gesunken. Durch den planmäßigen Ausbau und die Neuordnung des Sozialversicherungswesens konnte im vergangenen Jahre die Invalidenver­sicherung mit einem Einnahmeüberschuß von 203 Millionen RM. abschließen. Die Bei­tragseinnahmen aus der Angestelltenoersicherung stiegen wieder auf 350 Millionen RM

Wetterbericht

des Reichswetterbienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die von Osten anrückende Schlechtwetterzone hat das Wesergebiet erreicht. Gleichzeitig hat aber ein über dem Westausgang des Kanals liegender Wirbel eine Regenzone bis nach Ostfrankreich vor­geschoben. Voraussichtlich wird letztere auch über unser Gebiet hinwegziehen und Witterungsver­schlechterung bringen. Anschließend kann wieder mit Auslockerung gerechnet werden. Doch bleibt mit Luftzufuhr aus Südwesten der Witterungscharakter unbeständig und zu einzelnen Niederschlägen geneigt.

Aussichten für Freitag: Zunächst be­deckt und vielerorts auch Regen, anschließend Wit­terungsbesserung, doch nicht durchaus beständig, Tagestemperaturen um 10 Grad, lebhaftere, meist südliche und südwestliche Winde.

Lufttemperaturen am 25. März: mittags 16,5 Grad Celsius, am 25. März: abends 9,8 Grad, am 26. März: morgens 7,5 Grad; Maximum 17 Grad, Minimum heute nacht 6,5 Grad. Erd- temperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 25. März: abends 9,7 Grad, am 26. März: morgens 7,6 Grad, Sonnenscheindauer 6,2 Stunden.

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