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Volkswirtschaftliche Zeitfragen
die
Neues im Einzelhandel
Der Einzelhandel widmet seine ganze Aufmerk-
anäemessenen Verhältnis zu der Zahl der beschäftig- wirtschaft gibt es leider nicht — ten Gehilfen zu halten. Es kämmt nun darauf an, 61 000 betragen, 'N der Zeit van Januar b'S
besteht.
Der Austausch ist jedoch vor allem Mittel der völkischen Erziehung: aus der Verbindung und aus der Kenntnis anderer Verhältnisse erwächst die Liebe zur eigenen Heimat und der Stolz auf das eigene Volkstum und die eigene Landschaft. Zugleich weitet sich der Blick für die Fragen des Bauerntums und des Volkes, feien sie politischer, wirt-
handels-Schutzgesetz, das Fachprufungen bei Neuzulassungen vorsieht, insofern segensreich gewirkt hat, als fachunkundige Personen dadurch dem Einzelhandel ferngehalten wurden. Beispielsweise stellt die Einzelhandelsvertretung der Industrie- und Handelskammer Bochum fest, daß in 135 Fällen die erforderliche Sachkunde zur Errichtung oder Ueber- nahme eines Geschäftes bei der Fachprüfung verneint werden muhte. Das waren 68 v. H. der Fälle. Diese Mitteilung ist charakteristisch für die Lage. Die Ausbildungsmöglichkeiten müssen im gesamten Einzelhandel in Zukunft so vorzüglich sein, dah ein ausgelernter Lehrling nach einigen Jahren weiterer I Praxis als Angestellter wirklich in der Lage ist, einen Geschäftsbetrieb selbständig zu leiten. Darum ^muh auch die Lehrlingszüchterei unter allen Umstünden vollständig ausgemerzt werden. Im Vorjahr , hat die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in Verbindung mit der Deutschen Arbeitsfront und der Reichsjugendführung kaufmännische Musterlehroerträge herausgegeben, in denen dem Lehrherrn die Verpflichtung auferlegt wurde, die Zahl der Lehrlinge in einem
nicht genau trennen läßt.
Schließlich soll darauf hingewiesen werden, dah mit der U m s a tz st e u e r v e r a n l a g u n g des Jahres eine Umsatzsteuerstatistik verbunden wird. Man will durch die Statistik einen besseren Ueberblick über die verschiedenen Gewerbezweige und über die Verteilung der Gewerbezweige innerhalb des Reiches bekommen. Ausdrücklich wird darauf hingewie- sen, daß die so gefundenen statistischen Zahlen von großer Bedeutung für wirtschafts- und finanzpolitische Erwägungen der Reichsregierung sein werden. Deshalb ist es selbstverständliche Pflicht, die Angaben ordentlich und genau zu machen.
Jahren bereits fast restlos zu beseitigen.
Durch die zunehmende Motorisierung der Landwirtschaft wurde darüber hinaus eine neue volkswirtschaftliche Beziehung zwischen Nährstand und Handwerkswirtschaft geschaffen. Die Zahl der Lastkraftwagen und Schlepper hat auf dem Lande ganz erheblich zugenommen; so hat beispielsweise die Grenzmark Posen-Westpreußen eine Rekordzunahme von 323,7 v. H. zu verzeichnen, und in vielen anderen ländlichen Bezirken werden erhebliche Erweiterungen des bisherigen Bestandes gemeldet. Die Zulassung von Personenkraftwagen hat in den Städten unter 50 000 Einwohnern — eine Sonderstatistik über die Personenkraftwagen m der Land, wirtschaft gibt es leider nicht — tm Jahre 1934
Im übrigen wird es sich empfehlen, daß die Gemeinden in unserer Heimat schon aus Tradition Windschutzstreifen, Einzäunungen von öffentlichen Plätzen usw. vorzugsweise mit Maulbeerhecken durchführen. Friedrich der Große hat zu seiner Zeit ich persönlich sehr um die Einführung der Seidenraupenzucht bemüht. Es gelang ihm, die Kokonernte seines Landes, die 1765 nur zu 2540 Pfund Gröge (Rohseide) verarbeitet werden konnte, soweit zu fördern, daß bis zu 14 000 Pfund ©rege hergestellt werden konnte. Nach dem Tode des großen Königs ging der Seidenbau durch Interesselosigkeit der Bevölkerung stark zurück, um mit dem Einfall der Franzosen im Jahre 1806 durch Aufhebung des Einfuhrverbotes usw. ganz zu erliegen. In der Zeit nachher, als die Wirtschaft liberalistisch bestimmt war, wurden alle Anlaufe zur neuen Einführung des Seidenbaues in Deutschland absichtlich im Keime erstickt, da der Arbeitsvorgang der Erzeugung in primitiveren Ländern künstlich besonders niedrig entlohnt wurde und so den Kokonspekulanten große Verdienste einbrachte.
Im Staate Adolf Hitlers wird der Wirtschaft gegenüber ein ganz anderer Standpunkt eingenommen. Heute ist der Seidenbau im Reichsnährstand straff organisiert. Die Lieferung keimfreier Seidenraupeneier ist gesichert, so daß eine Seuchengefahr bei einigermaßen sauberer Haltung der
gleich hinauslaufen.
Auf dem Gebiete der Gesetzgebung sind auch für \ den Einzelhandel mehrere Neuerungen eingetreten. So ist durch die Neufassung der gesetzlichen Bestimmungen über Maße und Gewichte manches verändert worden, im besonderen Umfange allerdings für das Gast- und Schankstättengewerbe. Ein weiterer Erlaß regelt den Verkauf von Einzelhandelswaren in Apotheken, wobei auf Belange aller Beteiligten Rücksicht genommen wird. Eine Abänderung der 3. Verordnung über den vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks hat im Hinblick auf „handwerkliche N e b e n b e tr i e b e", auch für den Einzelhandel Bedeutung. Die Abänderung wird sich praktisch dahin auswirken, daß z. B. in einem Einzelhandelsunternehmen der Kraftfahrzeugbranche, in dem die Reparaturwerkstatt unter der verantwortlichen Leitung eines Handwerksmeisters steht, die Gesamtbetriebsführung in Zukunft dem Kaufmann vorbehalten bleiben kann. Es ist also eine Erleichterung eingetreten, die deshalb zu begrüßen ist, weil sich in manchen Branchen die Tätigkeit des Einzelhändlers von der des Handwerkers
fallen.
Ich möchte zum Schluß in dieser Beziehung noch einige Zahlen geben, die allerdings nur als Anhaltspunkte dienen. Die Feststellung des wirklichen Reinertrages ist abhängig von der Leistungsfähigkeit des einzelnen Züchters. 1000 bis 1500 Maul- beerpflanzen ergeben im ausgewachsenen Zustand Futter für durchschnittlich 50 000 Raupen, die etwa 150 Kilogramm frische Kokons liefern mit einer Roheinnahme von durchschnittlich 255 Mark. Betriebsausgaben sind, außer der Amortisation der Pflanzung bzw. Pacht, etwa 60 Pfund abzuziehen. Um einheitliche Erfolge zu erzielen, würde es sich empfehlen, daß Interessenten sich in Beispielsraupe- reien die notwendigen Kniffe aneignen.
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Die Ausgabe des Landjugendaustausches
Von *^ans Bofinger, Veichsabieilungsleiter im Reichsnährstand.
Die praktische Seite der Einzelhandelswirtschaft zeigt uns, dah der Fortschritt in der Umsatzentwick- lung sich 1935 fortgesetzt hat. Die Steigerung hat von 1934 auf 1935 3 v. H. betragen, nachdem bereits 1934 sich der Einzelhandelsumsatz gegenüber 1933 um 16 v. H. erhöht hatte. Damit ist der Tiefpunkt in der Umsatzentwicklung, der 1932 erreicht war gegenüber den Jahren der Hochkoniunktur 1928\ .) wieder bis aus 70 v. H. aufgeholt worden. Der Gesamtumsatz des Einzelhandels hat 1935 rund 24,5 Milliarden Mark betragen. 2IU besonders echt wird die Belebung des Weihnachtsgeschäfts angesehen und zwar durch die innere Zusammensetzung des Umsatzoerlaufes in wichtigen Gruppen des Facheinzelhandels. Inzwischen liegen nun bereits Meldungen über den Verlauf des Innen-
Ausverkaufes vor, aus denen man im allgemeinen entnehmen kann, daß flotte Umsätze er-
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Bei Berücksichtigung dieser Momente sind aus der Beschäftigung mit Seidenbau manche Einkünfte zu holen. Hinsichtlich der Ausnutzungsmöglichkeit der Maulbeerhecken zur Fütterung von Seidenraupen muß folgendes gesagt werden: Die Maul- beersträucher eignen sich deshalb gut zu Hecken, weil sie neben ihrem freudigen Grün, das der Landschaft ein einzigartig lebendiges Gepräge gibt, vollkommen ungezieferfrei sind. Auch sind sie stark verzweigt und eignen sich dementsprechend genau so gut zu Windschutzstreifen, wie andere für diese Zwecke empfohlene Laubsträucher. Die Dichte der Hecke wird noch gefördert durch ausgiebigen, aber richtigen Schnitt, der durch die Entnahme des Laubes zu Fütterungszwecken ausgeübt wird. Richtig ist eine Hecke dann beschnitten, wenn die Schnitt- form dem Wuchs derselben eine pyramidenähnliche Gestalt gibt, d. h. unten breit und oben schmal, weil so von allen Seiten die Sonne herankann. Maulbeerhecken sind von Dorfgemeinden usw. zu Umrahmungen von Plätzen und Wegen, von der Eisenbahn als Windschutzstreifen usw. anzupflanzen, die an Seidenbauinteressenten gegen geringes Pachtgeld für ihre Zucht abgegeben werden können. Jede Gemeinde kann mit gutem Gewissen an die Anpflanzung von Maulbeerhecken gehen, ohne finanzielle Einbuße zu befürchten. Wenn einmal die Hecken soweit herangewachsen sind, daß sie Hochst- ernten an Futter abgeben (nach etwa 7 Jahren), werden sich bestimmt Abnehmer für dieses Futter finden, besonders wenn die Oberhäupter der Gemeinden sich über den Seidenbau genauer infor= mieren und sich darüber klar werden, daß durch Verpachtung an Interessenten dem Etat der Gemeinde eine Einnahmequelle entsteht; auch kann daran gedacht werden, Wohlfahrtsempfangern so Gelegenheit zu geben, sich durch Befassung mit Seidenbau ihre Lebenshaltung zu verbessern.
Die Maulbeerpflanze entstammt den tropisch feuchten Landstrichen Südindiens. Sie wird deshalb auch gerade in einem diesen Landstrichen ähnlichen Klima mit feuchtem, gutem Boden am üppigsten wachsen. Aber sie hat sich durch jahrtausend- lange Kultur in Gegenden, die mit ihrem H^mat- klima nichts mehr zu tun haben, so akklimatisiert, daß sie heute bis in den hohen Norden hinein ohne Gefahr angepflanzt werden kann. Je nach Farbe der Rinde unterscheidet man Varianten weißer (morus alba) und schwarzer (morus nigra) Maulbeeren. Auch nach der Blattform hat man wiederum verschiedene Spielarten. Für den Seidenbau eignet sich am besten die weiße Maulbeere mit großen, wenig eingeschnittenen Blattern, da dwse die größtmögliche Laubmasse garantiert Bei Gewinnung der Pflanzen aus Saat ist daraus zu achten, daß Sämlinge mit mehrfach geschlitzten Blättern von vornherein ausgemerzt werden. Da in manchen Gegenden meist trockene Sandboden für die Anpflanzung zur Verfügung stehen, ist Der künftige Standort, obwohl die Maulbeere lockeren Sandboden besonders liebt, doch zur Erzielung aus- giebiger Blatternten zunächst vorzubereiten Es >st da,u notwendig, datz der Boden auf 60—100 cm rigolt, datz er mittels Aushub aus Strotzengrabem Rasenerde Kompost und mit Jauche durchtränktem Torfmull unter Berücksichtigung notwendiger Saure- bindung mittels Kalk verbessert wird B°, Hecken- Dflaniunaen empfiehlt sich eine Pflanzweite inner- halb der Reihe von 50 Zentimeter und Entfernung Eine ’f“ ÄÄ Reihen bis es. s'S'.äsj'S durch Geflügelhaltung die übrige Bodenslache au
Handwerk undLandwirtschast.
Von Gustav-Erich Daun.
Die engen Beziehungen und volkswirtschaftlichen Verknüpfungen zwischen Handwerk und Landwirtschaft sind doppelter Natür. Einmal ist der Bauer Erzeuger der Nahrungsmittel, die das Nahrungsmittelhandwerk weiterverarbeitet und dem Verbrauch als letzter Verteiler zuführt; zum andern ist der Bauer und Landwirt Auftraggeber des Landhandwerkers und Kleinstadthandwerkers. Die gegenseitigen Austauschbeziehungen lassen sich gerade zwischen Handwerk und Landwirtschaft am klarster verfolgen; es ist daher verständlich, daß der Niedergang des deutschen Handwerks mit dem drohenden Zusammenbruch des deutschen Nährstandes zeitlich und tatsächlich zusammenfiel. Der Bauer und Landwirt deckt seinen Bedarf hauptsächlich beim Handwerksmeister, mit dem ihn auch meist noch freundschaftliche, persönliche Beziehungen verbinden. Eine große Anzahl von Handwerkszweigen, so die Schmiede, Sattler, Stellmacher, Wagenbauer, Böttcher, Müller und Bäcker, aber auch Bekleidungshandwerker arbeiten auf dem Lande und in den kleinen Städten fast ausschließlich für den Bauern. Hinzu kommt noch, daß rund 150 000 Handwerker auf Grund ihres landwirtschaftlichen Nebenbetriebes selbst Landwirte sind.
Genau so wie das Handwerk durch die Agrarkrise in den Strudel der Schuldenwirtschaft mit hineingezogen wurde, genau so beginnt jetzt auch wieder das Handwerk zu gesunden, nachdem infolge der nationalsozialistischen Agrarpolitik, mit ihrer Marktordnung und ihrem Festpreissystem innerhalb des Bauerntums und der Landwirtschaft eine fühlbare Besserung der Wirtschaftslage eingetreten ist. Erzeugungsschlacht und Arbeitsschlacht, diese beiden Feldzüge gegen die deutsche Not, ergänzen sich auf das innigste. Jeder Erfolg der Erzeugungsschlacht, der Leistungssteigerung Der landwirtschaftlichen Produktton, wirkt sich auf das Wirtschaftsleben der anderen Abschnitte der deutschen Gesamtwirtschaft aus. Ganz besonders die Tatsache, daß die deutsche Landwirtschaft im Wirtschaftsjahr 1934/35 351 Millionen Mark, also 62 Millionen Mark mehr als 1932/33, für Neubauten und Unterhaltung von Gebäuden ausgeben konnte, läßt die Belebung erkennen, die in diesem Falle das Bau- handwerk auf dem Lande und in den Klein- und Mittelstädten erfahren hat. Auch von den 475 Millionen Mark, die die Landwirtschaft im Jahre 1934/35 wieder für den Ersatz und die Unterhaltung von Geräten und Maschinen ausgeben konnte, ist ein beträchtlicher Teil der Handwerkswirtschaft zugute gekommen, und es gelang, die erschreckend große Arbeitslosigkeit bei den Handwerkern auf dem Lande und in den Kleinstädten in den letzten
schastlicher oder blutsmäßiger Art.
Wer nun so ein kleines Stück der deutschen — vielleicht auch im zwischenvölkischen Austausch der ausländischen — Welt gesehen hat, verläßt nicht aus jeden äußeren Anreiz hin die Landarbeit, sondern bleibt dem Bauerntum in Erkenntnis seiner Abgaben treu. Mit der Treue zum Land hängt zusammen die Verbundenheit des jungen Bauerntums im ganzen Reich, eine wirkliche Kameradschaft der Arbeit, die zwischen den Jungen über die Grenzen ber* Stammesart hinweggreift.
Und daraus kommt dann die wünschenswerte Verbindung des Blutes der verschiedenen deutschen Volks- und Landesteile, die nicht nur für die blutsmäßige Aufzucht des Landvolkes von größtem Wert ist, sondern auch den kulturellen Beziehungen erst eine dauerhafte Grundlage gibt. Das wird besonders wichtig sein zur Stärkung der Verbindung des jungen Bauerntums im Süden und Westen Deutschlands mit dem in den östlichen und nordöstlichen Gebieten. Die Richtung des Austausches wird überhaupt im wesentlichen diese Richtung zum Osten einhalten müssen. Es fällt nicht schwer, Gründe dafür zu nennen. Die Hilfe geeigneter Arbeitskräfte ist für die Landwirtschaft in den Ostgebieten eine Lebensfrage, weil dort die Volkszahl durch zwei Jahrzehnte stetiger Abwanderung beschränkt wurde. Vernachlässigung und politische Not der vergangenen Zeit zeigen dort Spuren, wie sie den bäuerlichen Kerngebieten in der Mitte des Reiches nicht bekannt sind. Daher gibt es — auch wenn man von dem wirtschaftlichen Nutzen eines Arbeitseinsatzes der Landjuvend anderer Gaue absieht — kein Gebiet, das sich für die Erziehung deutscher Menschen besser eignen würde. Erziehung aber ist für uns nie Endziel. Auf die Erziehung folgt der Einsatz! Wer einmal im Landjugendaustausch das harte Schicksal dieses Landes im Osten und die Notwendigkeit seiner Erhaltung und vollen Erschließung erkannt hat, weiß, daß hier Zukunftsland ist, das auf tüchtige Hände und ausdauernden Willen wartet. Und manche, die im Austausch dort ' hinqekommen sind und wieder nach Hause fuhren, ..... " *- rsri™, wo der preußische
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LJ* Parole: helfen miil"
Die Sicherung der Ernährung und die Erhaltung der erbbiologischen Werte des Landvolkes machen unser Volk gegen den Bolschewismus immun. Es ist unserem heutigen Denken eine Selbstverständlichkeit, die Verwirklichung dieser beiden staatspolitischen Ziele mit der Erziehung des bodenstämmigen bäuerlichen Menschen zu beginnen. Millionen dieses Landvolkes sind berufstätige junge Menschen bis zu 21 Jahren. Darüber hinaus weitere Hunderttausende, die als Unverheiratete nach ländlichen Begriffen zur Landjugend gehören. Dem neuen Staat kann es nicht gleichgültig fein, was mit dieser Äugend geschieht und was sie treibt. Deshalb wird die deutsche Landjugend von den beiden Gemeinschaften des Bauerntums und der Jugend, von Reichsnährstand und Hitlerjugend, zusammen be-
Deutscher Seidenbau.
Äon tOiplomtolonialtvirf Gustav Reuter.
Das Aufbauwerk Adolf Hitlers ist auf solchen Grundlinien oorwärtsgetrieben, daß Aufbauwerte, die früher als nutzlos oder gar schädlich zur Seite geschoben wurden, heute besonders in den Bereich der tatsächlichen Auswertung gezogen werden. Oft ist es auch der Masse gar nicht bewußt, welche Werte oder wo die Werte in manchen Dingen stecken! Dies ist das Urteil, das man gegenüber der üblichen Skepsis zum deutschen Seidenbau fällen muß. Eine Propaganda, die im Seidenbau eine Goldgrube sehen wallte, hat viele enttäuschte und verärgerte Volksgenossen geschaffen, als die hohen Versprechungen hinsichtlich großer Realverdienste nicht eingehalten wurden. Anderseits ist aber auch das Urteil nicht berechtigt, daß Seidenbau in Deutschland aus klimatischen und wirtschaftlichen Gründen überhaupt nicht durchführbar sei; dagegen sprechen heute doch allzu sehr die tatsächlichen Erfolge aus der Praxis. Allerdings find bei der Inangriffnahme von Seidenbau folgende Gesichtspunkte vorauszusetzen:
1. Seidenbau soll man niemals unberufen im Haupterwerb betreiben, sondern nur zur Verwertung des Laubes von Maulbeerhecken, die auch andere Zwecke erfüllen, z. B. als Schutzstreifen, als Umfriedungen usw.
2. Die Betriebsgröße ist nur in solchem Rahmen zu halten, daß von Familienmitgliedern die an und für sich leichten Arbeiten des Fütterns und Pflegens jo erfolgen können, daß Arbeitslohn effektiv nicht in Rechnung gestellt zu werden braucht.
3. Der Raum zur Durchführung der Zucht ist so zu wählen, daß ein Mietwert in geldlicher Hinsicht nicht ins Gewicht fällt. Entweder man kann sich aus ideellen Gründen zu einer Vermietung nicht entschließen und hat durch Auswertung mit Seidenbau eine Einnahmequelle, die den nackten Mietwert des Raumes weit übersteigt, oder ein Raum ist so primitiv, daß er nicht vermietet werden kann und sich für den Seidenbau vielleicht besonders gut
gemeinen Kenntnisse und Erfahrungen. Wie Wanderschaft im Handwerk, oder die Auslandfahrt des Seemannes durch die allgemeine Ausbildung gleichzeitig eine Steigerung der Fähigkeiten in der Arbeit bedingen, wird auch beim Landjugendaustausch diese Wirkung nicht ausbleiben. Der Landjugend wird so die Möglichkeit einer Ausbildung gegeben, wie sie in anderen Berufen seit langer Zeit
und Handelskammer Flensburg Richtlinien heraus- gegeben, die beispielsweise herangezogen werden sollen. Danach kann in einem Betrieb — neben dem Lehrherrn, auch wenn er keinen Gehilfen zur Seite hat, aber insofern er ständig selbst mitarbeitet — ein Lehrling beschäftigt werden. Ein zweiter Lehrling kann erst dann eingestellt werden, wenn mindestens zwei bis vier Angestellte im Betriebe tätig sind; ein weiterer Lehrling darf erst beschäftigt werden, wenn mindestens drei weitere Gehilfen tätig sind. Somit kann ein Betrieb, in dem 11 bis 13 Angestellte vorhanden sind, 5 Lehrlinge aufnehmen. Dabei ist zu beachten, daß Hausdiener und Lagerarbeiter nicht als Gehilfen gelten. Es wird auch darauf hingewiesen, daß unter Umständen bei lieber« tretung dieser Vorschriften von den Verwaltungsbehörden die Entlassung eines entsprechenden Teils der Lehrlinge auferlegt werden kann.
Sehr beachtenswert ist eine Reichsgerichtsentscheidung, nach der Werbegaben „Zugaben" sind. In Diesem Zusammenhang ist es nicht ohne Interesse, daß die Tschechoslowakei nach deutschem Muster ebenfalls ein Zugabeverbot erlassen hat. Der internationale Charakter des Wettbewerbsrechts tritt immer deutlicher in die Erscheinung, so daß die Bestrebungen gerechtfertigt sind, die auf einen Aus-
iimolten Auslassungen des Leiters der Kom-I zielt worden sind- Die ganze Umsatzentwicklung Die ]unQn ö NSDAP Bern- prägt eben deutlich den augenblicklichen Volkswirt- ÄöMo®,r Sb’nullen Seifen 6« schastlichen Zustan? aus, dadurch erhöhte Arbeits-
a?°l beachtet worden- Wenn Kohler gesagt hat- datz leistung gekennzeichnet wird-
Kaufkraft und Währung keine Experimente vertra- Der Einzelhandel widmet seine ganze Aufmerkgen und daß der nationalsozialistische Staat feine' ramEeit &er fachkundlichen Ausbildung und Wirtschaft nicht auf einer Konjunktur im her- Weiterbildung nicht nur der Lehrlinge, son- gebrachten Sinne aufbaue, sondern aus Arbeit, so bern cuä) ber Angestellten und der Geschäftsinhaber, sind das Feststellungen, die auch für Die Emze - $at |id) immer wieder bei den Fachprüfungen
Handelswirtschaft richtunggebende Wahrheiten ent- einzelnen Kammern gezeigt, daß das Einzelhalten. Der Einzelhandel gehört zu denienigen: Zwei- - — ----------- -
gen der Volkswirtschaft, die besonders f^nsuhlig-auf alle Vorgänge des sozialen und wirtschaftlichen Lebens reagieren. Der Einzelhandel hat in den letz- ten Jahren bereits die Feststellung machen können, daß eine Steigerung der Kaufkraft nur durch eine Steigerung der Leistung erreicht werden kann.
^Di°'b7s^Psl°nzz°it für die Maulb°-r° ist das Frühjahr Es steht bei dem verhältnismnßig spaten QXn eine lange ^n33eü 3ur Verfügung
im'L'utig^ Nnd piki-rt- Eancking- md ° - brauchbar zu empfehlen- Eme gute Pflanz-Joü aus gereiftes Holz und neben einer langen Pfahlwurz noch unbeschädigte Nebenwurzeln besitzen - A-tt-re rweiiäbriae Bilanzen sind weniger geeignet, da oie LchstÜmsstockung buid) zu starke Be chadigun des schon ziemlich starken Wurzel ystems zu groß ot- £ verkehrsreichen Strotzen und Chausseen eignet s - eine Einfassung durch Maulbeerhecken- die tzrr_Sei denraupenzucht ausgenutzt werden fallen, weniger --- - ba die Blätter, verstaubt und verschmutzt,kemideales^turau Futter für die Seidenraupen abgeben.
treut.
Die körperliche und geistige Ertüchtigung der Landjugend und ihre berufliche Leistung und Wohlfahrt sind völkische Notwendigkeiten. Ihre höchste Ehre aber muß es sein, auf den Höfen zu arbeiten, auch wenn es dem einzelnen mehr Mühe bringt, als es anderswo finden mag. Wenn man darüber Rechenschaft geben will, ob die Landjugend heute diese Verpflichtung erkannt hat, braucht man nur die Tatsache anzuführen, daß sich am 11. Februar mehr als 250 000 männliche und weibliche Wettkämpfer aus der Landjugend freiwillig zum Berufswettkampf stellten. Diese Tatsache beweist, wie rückhaltlos die Landjugend sich zu ihrer Berufsarbeit und zur Werkgemeinschaft aller jungen Deutschen bekennt. Für diese Landjugend des Jahres 1936 gilt wirklich das Wort des Reichsbauernführers R. Walther Darre: „Die Jugend steht immer da, wo gekämpft wird, und nicht dort, wo tau end Bedenken jedes Fortschreiten hemmen. Die im Willen und Ziel geschlossene deutsche Jugend des Landes stellt sich mit all ihren Maßnahmen in den Dienst der deutschen Agrarpolitik. So unscheinbar sie im Augenblick scheinen mögen, so wichtig ist ihre Wirkung auf weite Sicht, wie es bei den Fragen der Erziehung naturgemäß ist.
Der Landjugendaustausch wird m diesem Jahre auf breiter Grundlage in Angriff genommen in der Erkenntnis, daß es sich hier um eine Maßnahme handelt, die nicht nur für die Erziehung, sondern gerade auch für die Praxis große Bedeutung besitzt Alle Jungbauern und Jungbäuennnen und ebenso die jugendlichen Gefolgschaftsangehongen landwirtschaftlicher Betriebe, Junggartner und alle übrigen jungen Angehörigen der im Reichsnährstand zusammengeschlossenen Berufe werden von der Möglichkeit und dem Sinn eines Tausches ihres Arbeitsplatzes mit einem entsprechenden in einem anderen Gau Deutschlands unterrichtet. In der Regel wird der Zeitraum des Austausches ein Jahr betragen. Bei der praktischen Erprobung in den beiden letzten Jahren wurden gute Erfahrungen aemadit Für die Landjugend besteht der Zweck und .
W?rt des Austausches 1. in der beruflichen Weiter- haben dieses Land im Osten, .
bilöung im fremden Betrieb bei oft andersartiger Staat gewachsen ist, im Herzen mitgenommen. Wirtschaftsweise, 2. in einer Bereicherung der alb
Zucht ausgeschaltet ist. Der Absatz der Kokons ist I daß man sich klar darüber wird, was em ange. gesichert durch die vorn Reichsnährstand eingerich^ rnessenes Verhältnis ist. Dazu hat die Industrie teten „Spinnhütten". Jrn Jahre 1934 wurden nach RGnithiirh Ricktlmien heraus
Deutschland noch 2 667 900 Kilogramm Rohseide, Abfallseidengespinste und Seidenzwirne im Werte van 23 822 000 Mark eingeführt. Es ist hier nationale Aufgabe, praktische Frontarbeit zu leisten. Die Gemeinden leisten soziale Arbeit, wenn sie durch ausgiebige Anpflanzung von Maulbeerhecken auf ihrem Eigentumsgebiet Grundlagen dafür schaffen, daß Volksgenossen mit verhältnismäßig geringen Betriebskosten bei leichter Arbeitsleistung Einnahmen erhalten, die immerhin ins Gewicht


