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Aus der Vrovimialbauvistadt. »entsteht als Frucht einer hingehenden und selbstlosen ' Mainz und ließ sich 9 Leistung eine auch in schweren Stürmen unzerstör- Krieger bekam für He

eine Armbanduhr schenken.

Hepp etwa 15 RM. überwiesen.

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NSG. Nachdem am 25. Februar die Beiträge m Reichsnährstand fällig waren, kann heute fest-

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3Um v».w/«itu.y<,|(uiiu ।uuiy uiuicn, lumi ycuie jeji® gestellt werden, daß ein Teil der beitragspflich­tigen Bauern, Landwirte und Fischer mit den fäl­lig gewesenen Zahlungen noch im Rückstand ist. Da die Finanzämter nunmehr mit der kostenpflich­tigen Einziehung der Beträge beginnen werden, wird den säumigen Beitragspflichtigen im eigenen Interesse geraten, die Beiträge unverzüglich an die zuständige Finanzkasse einzuzahlen.

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Der im DistriktMühlberg" gelegene Ge­mein d e st e i n b r u ch, der vorübergehend stillge­legt war, wurde an den Landwirt Johannes Knorz von hier gegen eine Jahrespacht von 65 Mark neu verpachtet. Der Pächter besitzt an der ....... ", einen Privatbruch, der soweit aus-

Schont die Frühlingsblumen!

Nicht mehr lange dauert es und überall beginnt es zu sprießen und zu knospen. Einer der ersten Sträucher, in denen das Leben sich rbgt, ist die Hasel. Ganze Wolken goldgelben Blütenstaubes ent­führt weithinaus der Wind ihren an den schlanken Zweigen schaukelnden Kätzchen. Hast du schon ein­mal die Fruchtblüten entdeckt, die an kleinen run­den Knosven sitzen?

Bald folgt die Weide, in deren honigreiche Kätzchen unsre Bienen auf ihren ersten Fahrten langentbehrte Labe finden. Nun dauert es nicht mehr lange, bis auch die Bodenblumen unserer Wälder und Wiesen erwachen. Schon blühen am Rain die ersten Veilchen und auf den Wiesen die Schlüsselblumen. Am Waldrand prangt ein kleiner Strauch, der Seidelbast, im Schmucke seiner röt­lichen, stark duftenden Blüten. Buschwindröschen, Scharbockskraut, Lerchensporn und das eigenartige Lungenkraut, dessen Blüten zuerst rot und später violett, und blau gefärbt sind, schmücken den Boden unserer Laubwälder.

Alle diese Vorfrühlingspflanzen gehören zum Bild unserer Heimat. Freilich sind manche unter ihnen, wie der Seidelbast oder das große wilde Schneeglöckchen, vielerorts ganz ausgerottet wor­den, an den anderen können wir uns aber noch fast überall bei unseren ersten Frühlingswanderungen erfreuen. An uns liegt es, dafür zu sorgen, daß auch für unsere Nachkommen die Heimatnatur die gleiche Quelle der Erquickung und Verjüngung sein wird. Darum wollen wir, wenn wir überhaupt

Kundgebung mit Pfarrer Münchmeyer

am 28. Februar um 8.30 Uhr in der Volkshalle zu Gießen.

Wem wäre aus der Kampfzeit in Gießen nicht der Harne Wünchmeyer bekannt? Wer könnte vergessen, wie er mit den Gießener Parteigenossen und SA.-Kameraden von der Turnhalle zur Parallelversammlung ins Cafe Leib marschierte? keine Gefahr, keine Gemeinheit konnte ihn abhalten, vom Hationalsozialismus zu predigen.

Ebenso wie damals versteht er es auch heute noch, die Gegner zu treffen und die Menschen mitzureißen und zu begeistern für die hohen Ziele des Rakional- sozialismus.

Kein Weg darf zu weit und kein Wetter zu schlecht sein, wenn Gelegenheit geboten ist, diesen Redner der Alken Garde zu hören.

Alle Volksgenossen aus Gießen und Umgebung sind zu dieser Kundgebung ein- geladen.

Vorverkaussstellen: Kreisleitung Gießen. Geschäftsstellen der Gießener Orts­gruppen. Geschäftsstelle der DAA. Eintritt 20 ps.

Die Volkshalle ist geheizt.

£ Wieseck, 25. Febr. Die Freiwillige Feuerwehr führt zur Zeit eine Werbeaktion für den Reichsluftschutzbund durch. Es ist Pflicht jedes Deutschen, sich von der lebenswichtigen Bedeutung des Luftschutzes zu überzeugen und für tätige Mitarbeit im Selbstschutz sich gewinnen zu laßen. Im Interesse der Sicherheit der Heimat darf erwartet werden, daß möglichst ein Mitglied in jeder Familie dem RLB. angehört. Die ausqeqebe-

£ Groß-Felda, 24. Febr. Anschließend an eine Uebung fand die Generalversammlung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr statt. An Stelle des verstorbenen Vereinsdieners Joh. Wahl wurde Karl Göbel ernannt. Bei der Kontrolle der Aus­rüstungsgegenstände ergaben sich keine Anstände. Wachtmeister D ö r r s ch u ck machte einige Ausfüh­rungen über Absperrung und Umleitung des Ver­kehrs in Brandfällen. Ehrenkommandant Heinrich Karl Schneider dankte für die treuen Dienste und ermahnte die Jugend, sich zur Verfügung zu stellen. In froher Kameradschaft war man dann noch einige Stunden beisammen.

Preußen.

Kreis Wehlar.

* Wißmar, 25. Febr. Heute gegen Abend erlitt der Ernst Gugels berger, der sich mit seinem Fahrrad unterwegs in der Richtung nach Krof­dorf befand, durch einen Sturz eine schwere Kopfverletzung. Er mußte durch die Sanitäts­kolonne Gießen in ärztliche Behandlung gebracht werden.

Dornholzhausen, 25. Febr. In unse­rer Gemarkung hält sich zur Zeit eine Wander­schafherde auf, die voraussichtlich 4 Wochen hier verbleiben wird. Der Besitzer der Herde zahlt an die Gemeinde für die Ausübung der Weide­nutzung eine Entschädigung von 40 Mark monat­lich. Die Gemeinde verpachtet ihrerseits den Pferch an ortsansässige Grundstücksbesitzer und erhält dafür eine Vergütung von 2,50 RM. für je 3 Nächte.

< Niederkleen, 25 Febr. In der letzten Zeit ist in unserer Gemeindejagd wieder Schwarz­wild aufgetreten und hat an den mit Winterge­treide bestellten Grundstücken Schaden angerichtet. Im benachbarten Gemeindewald Dornholzhausen hatten dieser Tage Bauersleute, die Holz abfuhren, am hellen Tage eine Begegnung mit Schwarzkitteln.

Die Reichsflraßensammlung der OAZ.

Eine große Kameradschaft verbindet heute in dem von nationalsozialistischem Geist beseelten Deutschland alle Volkskreise miteinander. Dieses Band, das ehrlich ist, ist wohl eine der ausgepräg« testen Zeiterscheinungen. Wir haben genug An­lässe gehabt, bei denen einer für alle und alle für einen, ohne nach Stand und Personen zu schauen, sich einsehten. Von dieser engen Verbundenheit aller Volkskreise miteinander legt die letzte Reichs- strahensammlung des Winterhilfswerkes 1935/36 am 29. Februar und 1. Würz 1936 wiederum Zeug­nis ab.

Tausend und aber Taufende deutscher Volksge­nossen stellen sich an diesen Tagen zur Verfügung. Reben den Betriebsführern der größten Werke, neben den führenden Männern aus Handwerk und Zindel. neben den bekannten Vionieren der Deut- fchen Arbeitsfront steht der Betriebswalter, der Block- und Zellenwalter, sie alle wollen mitsam­meln für die Kameraden, die noch in Rot sind. Schulter an Schulter stehen sie alle da, als Glie­der einer großen Gemeinschaft, die irgendwo in Werkstatt oder Büro ihre Pflicht erfüllen.

Sie kennen am Sonntag nur eine Parole: Wir kennen die Rot, wir helfen mit!

Das Gericht erkannte gegen Hainstadt wegen passiver Bestechung auf eine Gefängnis st rafe von 2 Jahren unter Anrechnung von 6 Mo­naten und 3 Wochen Untersuchungshaft, gegen seine Ehefrau auf 2 Wochen Gefängnis und gegen Hepp wegen aktiver Bestechung auf 11 a h r Gefängnis.

Amtsgericht Gießen.

Der W. K. aus Beuern fuhr in Gießen mit seinem Motorrad über den Kirchenplatz in die Kirch- straße. Dabei schnitt der Angeklagte die Kurve und fuhr einen Radfahrer an. Das Gericht verurteilte ihn zu 2 0 R M. Geldstrafe.

Wegen Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsord­nung wurde der H. H. aus Butzbach durch Strafbefehl mit 2 5 R M. G e l d ft r a f e belegt. In der geftn-

. ersten Frühlingsboten abpflücken, uns nur ein bescheidenes Sträußlein mit nach Hause nehmen und streng darauf achten, daß wir nicht eine Pflanze mit der Wurzel ausreißen. Vor allem gilt es ferner, auf alle Volkskreise und besonders auf die Jugend einzuwirken, daß jeder das Seinige zum Schutze, zur Erhaltung und Schonung unserer Frühlingspflanzen beiträgt.

gen für das Jahr 1936 für die Freiwillige und die Pflichtfeuerwehr auf die nachfolgenden Tage festgesetzt: 26 April, 15.15 Uhr für die Frei­willige Feuerwehr; 10. Mai, 7 Uhr: Freiwillige Wehr; 14. Juni, 7 Uhr: Pflichtfeuerwehr; 28. Juni,

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l Uhr: Freiwillige Wehr; 2. August, 7.30 Uhr: * gebeutet ist und infolgedessen stillgelegt wird.

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** D i e Ausgabe von Brenn st ofs-Be- z u g s s ch e i n e n betrifft eine Bekanntmachung des städtischen Wohlfahrtsamtes in unserem heutigen Blatte, auf die wir besonders Hinweisen.

** Torpedobootsfahrer-Wi,eder- sehensfeie r. Die ehemaligen Kameraden der Zerstörerflottille Flandern, Torpedobootsflottille Flandern und der VII. Flottille begehen anläßlich der Einweihung des Marine-Ehrenmales am 30. Mai 1936 eine gemeinsame Wiedersehensfeier. Alle Kameraden werden gebeten, umgehend ihre Anschrift, Dienstgrad und Bordkommando an Wal­demar Meyer, Hamburg 5, Greifswalder Straße 161, einzuschicken.

Große Strafkammer Gießen.

Die Kammer hatte sich gestern mit den Eheleuten Anton H a i n st a d t aus Butzbach und dem Alexan­der Hepp, zur Zeit in der dortigen Zellenstraf­anstalt, zu beschäftigen. Der Angeklagte Hainstadt ist als Strafanstaltsoberwachtmeister in Butzbach tätig gewesen. Bei dieser Tätigkeit hat er dem Angeklagten Hepp außerhalb der gewöhnlichen Mahlzeiten Nah­rungsmittel der verschiedensten Art beschafft. Hain­stadt hat ferner Briefe des Angeklagten Hepp aus der Anstalt geschmuggelt und ihm Schreibpapier aus Dienstbeständen zur Verfügung gestellt. Die ange­klagte Frau Hainstadt hat die von ihrem Manne an Hepp gegebenen Nahrungsmittel vorbereitet und sich somit der Beihilfe schuldig gemacht. Der Angeklagte Hepp hatte den Eheleuten als Entgelt die Zahlung eines größeren Geldbetrages in Aussicht gestellt, den er ihnen nach seiner Entlassung aus der Strafanstalt insbesondere für die Ausbildung ihres Sohnes zur Verfügung stellen wollte. Im Laufe der Beweis­aufnahme wurde der frühere katholische Straf- anstaltsgeistliche Pfarrer Wilhelm Krieger als Veuge vernommen. Krieger, der wegen strafbarer Handlungen bereits vom Dienst suspendiert ist, kam hnrtr5fjn ^n-5erü.e des Angeklagten Hepp, der ihm dort seine Wunsche auftrug. Krieger veranlaßte so- dann Hainstadt, dem Hepp regelrechte Unterstützung zuteil werden zu lassen. Was in dieser Beziehung Hainstadt nicht fertigbrachte, holte Krieger selbst nach. Er schrieb u. a. für Hepp Briefe an ein Mädel in

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wieder abgeholt. Ein Vortrag über den Luft­schutz findet am Donnerstag, 20.30 Uhr, bei Gast­wirt Braun statt. An alle Hausfrauen ergeht die Aufforderung, zu diesem Vortrag zu erscheinen. Unkostenbeitrag 10 Pfennig.

-^ Reiskirchen, 25. Febr. Am Samstag hielt der hiesige TurnvereinGut Heil" im SaaleZum Hirsch" fein Wintervergnügen ab. Nach dem Einmarsch der Turner und nach einem Gedichtvortrag hieß der Vereinsführer Ewald Jünger die Besucher willkommen. Im Verlaufe des Abends zeigten die Turner am Pferd, die Schüler mit Bodenturnen ihr Können; großes Interesse fanden ferner die Keulenübungen, Frei­übungen her Schüler, Vorführungen der Schüler und Turner am Barren, das Turnen am Reck so­wie eine gut gestellte Pyramide. Ze'llenleiter Lehrer Roth hielt eine Ansprache, in der er das Kämpfen und Sterben des SA.-Sturmführers Horst Wessel in das Gedächtnis zurückrief und über den Mord an dem Landesleiter Gustlo ff sprach. Schließ­lich berichtete er über den großen Erfolg der Olym­pischen Winterspiele. Im Verlauf des Abends ge­langte ein Theaterstück zur Aufführung. Die Kapelle Möbus erfreute mit guter Musik. Sämtliche Dar­bietungen des Abends fanden reichen Beifall.

"Y* Watzenborn-Steinberg, 25. Februar. Der hiesige MännergesangvereinJu­gendfreund" feierte am Sonntagabend im voll­besetzten Saale des VereinslokalsZur Krone" sein 48. Stiftungsfest in Form eines Konzert- und Theaterabends. Der Vereinsführer Karl Häuser be­grüßte zunächst u. a. die Mitglieder der Bruder- uereine, seine Ansprache klang aus mit einem drei­fachen Sieg-Heil auf das deutsche Lied, den Män­nergesang und auf den Führer und Kanzler Adolf Hitler. Der Chor unter der Stabführung des Dirigenten Albert Schleuse (Steinbach) zeigte in den Chören und Volksliedern sein gutes gesang­liches Können. Die Konzertmusik 'der Kapelle Schleuse fand reichen Beifall und trug sehr zum Ge­lingen des Abends bei. Im zweiten Teile der Ler- anftaltung kam ein Dolksstück mit Musik und Ge­sang zur Aufführung, das dank der guten Darstel­lung als voller Erfolg zu buchen war. Die Zu­hörer dankten mit reichem Beifall. Mit Tanz en­dete die wohlgelungene Veranstaltung.

/ L i ch, 25. Febr. Der Wehrführer der F r e i- willigen Feuerwehr L i ch hat die Uebun-

Löschkarren und Volksgemeinschaft.

Manche Leser mögen diese Ueberschrift sonderbar und eigenartig finden. Sie ist es keineswegs. Sie erinnert vielmehr an eine wichtige Aufgabe, der sich heute und in der Zukunft niemand in Deutsch­land entziehen kann: an die Notwendigkeit und Möglichkeit des Selbstschutzes der Bevölkerung gegen die aus der Luft drohenden Gefahren. Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, daß das mo­derne Flugzeug die Menschen zwingt, schon in Frie­denszeiten Maßnahmen zum Schutze von Haus und Wohnung vorzubereiten und Uebungen durchzufüh- rcn, um den Aufgaben gewachsen zu sein, die der Ernstfall stellt. Nur so können Panik und Verzweif- luna verhindert werden, die die gefährlichsten Ver­bündeten eines Angreifers sind, weil sie den Willen 3U Abwehr und Widerstand zu brechen vermögen.

Die Volksgenossen müssen wissen, daß und wie man sich helfen kann. Belehrung und Aufklärung finden sie in den Ausbildungskursen des Reichsluft­schutzbundes. Dessen Tätigkeit ist für die Zusammen- sassung aller Kräfte zum Selbstschutz von ausschlag­gebender Bedeutung geworden. Er ist ein Erzieher ZU volksgemeinschaftlichem Denken und Handeln. Menschen, die sich vordem kaum gekannt und jeden­falls nichts zu sagen hatten, werden von diesem Bunde, der ein Teil der Landesverteidigung ist zu gemeinsamer Arbeit im Interesse von Volk und Familie vereinigt. Der Luftschutzhauswart vor allem ist der Träger derVolksgemeinschaft im Kleinen"; er ist der Mann, der diesem Grundsatz des nationalsozialistischen Staates in dem ihm an- vertrauten Hause Geltung zu verschaffen hat.

Noch stärker kommt dieser tragende Gedanke des Nationalsozialismus bei der Arbeit her Luftschutz- gemeinschaften zum Ausdruck. Sie sind bekanntlich die Helfer der Hausfeuerwehr, wenn besondere Not­lage den Einsatz des Löschkarrens innerhalb eines Blockes erforderlich macht. So wächst durch die un­ermüdliche, Stadt und Land zugleich umfassende Arbeit des Reichsluftschutzbundes das Gefühl der Zusammengehörigkeit und Verbundenheit, der Wille zur Abwehr von Gefahren wird gefördert, und es

Der Jude Albert Weiler aus Frankfurt a. M. gab sich bei einem Kundenbesuch als Arier aus und verstand es, sich auf diese Weise einen Auftrag zu beschaffen. Durch Strafbefehl erhielt er an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche 3 5 R M. Geldstrafe. Sein Einspruch blieb ohne Erfolg.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

Pflichtfeuerwehr; 23. August, 15.15 Uhr: Uebung für beide Wehren; 6. September, 7.30 Uhr: Frei­willige Wehr; 20. September, 15.15 Uhr: Uebung für beide Wehren.

"Y" Nonnenroth, 25. Febr. Der Obst- und Gartenbauverein Nonnenroth hielt am Sonntag bei Mitglied Gastwirt Otto Strack seine diesjährige gut besuchte General­versammlung ab. Nach Erledigung verschiedener geschäftlicher Fragen erstattete der Vorsitzende M i ß l e r den Tätigkeitsbericht über das abgelau­fene Vereinsjahr. Er erwähnte darin besonders den guten Besuch des Demonstrationsoortrags über die Süßmostbereitung im Herbst des vergangenen Jahres. Eine ganze Anzahl Familien haben, der Anregung dieses Vortrages folgend, versuchsweise Apselsaft hergestellt und sind mit diesem Versuch sehr zufrieden. Der Reichsnährstand, dem die Obst­und Gartenbauvereine angeschlossen sind, und die Behörden wenden der pfleglichen Behandlung der Dbftbaumanlagen seine besondere Aufmerksamkeit zu. Eine örtliche Kommission unter Führung des Herrn Miß! er hat in diesen Wochen auf einem besonderen Kontrollgang die DbftbaumEuIturen einer kritischen Prüfung unterzogen, um den Obst- baumzüchtern, sofern es notwendig erschien, 'be­stimmte Verhesferungsvorschläge zu machen. Es wurde beschlossen, eine zweite, und zwar größere Obstbaumspritze zu beschaffen, da die vorhandene den gesteigerten Bedürfnissen nicht mehr genügt. Der Verlauf des Abends zeigte, daß das Jtttereffe an den Fragen des Obstbaues in hiesiger Gemeinde ehr rege ist. Einen überzeugenden Beweis von Opferfreudigkeit lieferte die Gemeinde Nonnenroth gelegentlich der P f u n d f a m m l u n g, die durch die Schule durchgeführt wurde. Die Sammlung hatte das schöne Ergebnis von 58 Pfund der verschiedensten Lebensrnittel, obwohl das kleine Dörfchen nur etwa 75 Familien umfaßt.

Kreis Alsfeld.

# Ober-Ohmen, 24. Februar. Der hiesige MännergesangvereinGermania" hielt ein Wintervergnügen ab, das unter der Leitung des Dirigenten Daupert (Ulrichstein) in gesang­licher und musikalischer Hinsicht ausgezeichnete Dar­bietungen brachte. Vereinsführer Rausch wies auf die Pflicht und Pflege des deutschen Liedes hin. Unter Leitung des Chormeisters Daupert ge­langten sodann zwei Strauß-Walzer zum Vortrag, die großen Beifall fanden. Zwei humorvolle Büh­nenstücke wurden ausgezeichnet aufgeführt. Musik und Tanz bildeten den Abschluß des Abends. Nachdem im Rahmen der Notstandsarbei­ten der Weg nach der Rahnsmühle fertiggestellt wurde, konnte dieser Tage mit dem Ausbau der Hohl" begonnen werden. Von der früher geplan­ten Ausbesserung des Weges an feiner Einmün­dung in die Straße am Kirchberg ist man abge­kommen.

Die Bauernregeln künden für diesen Tag:Hat der äschrige Mittwoch Eis, wird's im Mai gar heiß".Wie der Ascherltag, so der Karfreitag". Wenn's am Aschermittwoch regnet, ist ein schlech­tes Frühjahr zu erwarten"; doch gilt auch dies als Wahrheit:Aschermittwochregen bringt dem Früh­obst Segen".

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40tägige votzösterliche Fastenzeit. Auf Lärm folgt Stille, auf Ausgelassenheit und Lebensgenuß Einkehr und Selbstbetrachtung. Bis ins vierte Jahrhundert zu­rück geht in der christlichen Kirche die Geschichte der 40tägigen Fastenzeit. Die Fastenzeit dauert vom Aschermittwoch bis Karsamstag und erinnert an das 40tägige Fasten Jesu in der Wüste. Zählt man die Tage im Kalender, so erhält man vorn 26. Februar bis 11. April 46 Tage. Davon gehen aber 6 Sonn­tage ab, die nicht als Fasttage gelten. Die Sonn­tage werden im Kalender mit besonderen lateinischen Namen bezeichnet und heißen: Jnvocavit, Remi- niscere, Oculi, Laetare, Judica und Palmarum. Diese Worte siyd entnommen dem Eingangsgebet her jeweiligen Sonntagsmesse. In einigen Gegen­den heißt man den Sonntag Laetare auch Brot­sonntag, weil an ihm das Evangelium von der Speisung der Fünftausend mit wenigen Worten verlesen wird. Der vorletzte Sonntag vor Ostern, Jüdica, wird im Volk auch Passionssonntag, in Ti­rol Schwarzer Sonntag genannt, weil da der Herr sein Leiden und Sterben vorausgesagt hat. Pal­marum ist der Palmsonntag.

Die lateinischen Fastensonntagsnamen kommen auch in einem alten Hägerspruch vor. Da in der Fastenzeit die Schnepfen kommen und ziehen, sagen die Jäger:Oculi, da kommen sie / Laetare, das ist das Wahre / Judica, sie sind auch noch da/Pal­marum, lirum, larum."

Dornoiizen.

Tageskalender für Rlillwoch.

NSG.Kraft durch Freude": Ab 20.30 Uhr all­gemeine Körperschule im Lyzeum. Stadttheater: 19.30 bis 22.30 UhrUndine". Gloria-Palast, Seltersweg:Soldaten-Kameraden". Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Herz ist Trumpf".

Stahltheater Gießen.

Heute von 19.30 bis 22.30 Uhr Erstaufführung her OperUnhine" von Lortzing. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrehe. 19. Mittwoch-Abonnement.

Rückständige Beiträge zum Reichsnährstand.

Sparkaffenbücher nicht vergessen!

Einige Jahre vor Ausbruch des Weltkrieges er­eignete sich bei der Erneuerung einer Kirche eine luftige Geschichte. Als man nämlich es war 1907 die Haube des Kirchturms zu Stralau abnahm, and man in ihr ein Sparkassenbuch der Berliner Sparkasse, ausgestellt im Jahre 1823, mit einer Einlage von 25 Talern. Dieser Betrag war dazu bestimmt, die Reparaturkosten tragen zu helfen, wenn sich eine Ausbesserung am Turm einmal als notwendig erweisen sollte. Als die Ueberholung der Kirche fast drei Menschenalter später stattfand, war das Kapital auf 1168 Mark angewachsen. Diese kleine Erzählung zeigt, wie wertvoll beharrliches Festhalten eines Sparkassenbuches sich auswirken kann und wie ein anfangs kleines Kapital durch Zinsgutschriften allmählich eine stattliche Hohe er­reicht. Aber auch eine andere Lehre enthält sie; es zeigt sich nämlich, daß ein Sparkassenbuch leicht in Gefahr kommen kann, vergessen und damit ver­nachlässigt zu werden. Es ist auf jeden Fall un­zweckmäßig, ein Sparkassenbuch, mag es auch zum wertvollen Familienbesitz zählen, lange Zeit unbe­achtet zu lassen. Zu einem Sparkassenbuch gehört, daß hin und wieder Neueinzahlungen, und seien es auch nur kleine Beträge, geleistet werden.

Aschermittwoch.

Gestrenge Herren regieren nicht lange", heißt es im Sprichwort. Der Prinz Karneval ist ein mun­terer, toller, lebenslustiger und lebenlassender Fürst. Er ist keineswegs streng, und er regiert doch nicht lange. Aber nicht, weil ihn seine eigenen Unter­tanen stürzen. Nein, er überspannt nach einer an­deren Seite den Bogen. Sein unersättliches, rasen­des Lebenstempo und vor allem die außerordent­lichen Tribute an klingender Münze oder knisternden Scheinen, die er für die Teilnahme an feinem Triumphzug fordert, raubten den meisten feiner Anhänger Den Atem, wörtlich und bildlich ge­nommen.

So versinkt denn alljährlich die Überschäumende Lebensfreude in der wenig erfreulichen Aschermitt­woch-Morgenstimmung. Grauer als je hängen nach durchwachter Nacht die düsteren Wolken am winter­lichen Himmel, schlechter denn je schmeckt die Alltags­arbeit. Die Alltagskost ist schal und bitter; beschei­dene Genüsse bieten zunächst keinen Reiz mehr; wie ausgebrannt sind Hirn und Geldbeutel, und fast tra­gisch wäre diese Stimmung, lebte nicht bei aller Müdigkeit doch noch der Gedanke: aber schön war's doch! Mit dem letzten Geigenstrich am Aschermitt­woch ist auch Prinz Karneval entflohen, zurück ins Reich der Phantasie, wo er nun wieder ein Jahr lang Zeit hat, sich von den Strapazen keines kurzen Erdenwallens zu erholen.

Mit dem Aschermittwoch hängen mancherlei Ge­bräuche zusammen, so das Geldoeutelwaschen, dann das Werfen von Heringsseelen an die Wand und der sog. Katerschmaus, zu dem aber selten noch das Geld reicht.

die er jedoch nicht ablieferte, sondern für sich behielt. Die Strafkammer lehnte aus allen diesen Gründen eine Beeidigung des Zeugen Krieger ab, her im ein­zelnen seine Aussagen sehr vorsichtig zu formulieren üerftanh.

In seinem Plähoyer betonte her die Anklage ver­tretende Oberstaatsanwalt, daß mit ben schärfsten Strafen derartige Verbrechen begegnet werden müsse. Die Tatsache jedoch, daß Hainstadt von An­fang an geständig war unb über seine Tat wirkliche Neue empfanb, sei zu berücksichtigen, baß her da- malige katholische Anstaltsgeistliche eine wenig rühmliche Rolle spielte unb baher ein schlechtes Bei­spiel abgab Der Vertreter her Anklage beantragte gegen Hainstabt 2 Jahre unb 6 Monate, gegen feine Ehefrau 3 Monate unb gegen Hepp 1 Jahr Gefängnis.

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gen Hauptverhanblung würbe festgestellt, baß Angeklagte auf her Straße Klein-Linben Großen- Lmden in rücksichtsloser Weise einen Kraftwagen überholte. Die Strafe würbe baher auf 40 R M. erhöht.