Einzelbild herunterladen

Uhr. Ende 2130 Uhr. Mittwoch-Miete. 10. Vor­stellung.

Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß die Vorstellung am Samstag, 28. November, von Figaros Hochzeit", Oper von W. A. Mozart, um 19.30 Uhr beginnt, um den auswärtigen Besuchern die Möglichkeit einer früheren Rückreise zu bieten. Die Aufführung endet um 22.45 Uhr. Die Vor- stellung findet für den Theaterring der NS.-Kul- turgemeinde statt. Freier Kartenverkauf zu Tages­preisen nur an der Abendkasse.

Hitler-Lugend Bann 116 Gießen.

Betr.: Spielfchar I.

3te Spielschar I (MHI., Nachrichten-, Flieger-, und Motorschar) tritt Donnerstag, 26. November, 20 Uhr an der Banndienststelle, Wartweg 19, an. Dorträge überNahrung undErncihrung

Nahrung und Ernährung ist durch den Vierjahres­plan des Führers zu einer wichtigen Angelegenheit des deutschen Volkes geworden. <Jn deren Mittel­punkt steht aber unser eigener Körper, der ernährt werden soll, und stehen die Vorgänge, die sich in ihm bei der Ernährung abspielen. Die Wissenschaft hat in diese Vorgänge weitgehend Einblick gewin­nen können. Es wird jedem Volksgenossen nur zum Vorteil gereichen, wenn auch er sich Kenntnis davon verschafft, denn er wird dann nicht nur mit einem Mindestmaß von Nahrung ein Höchstmaß von Lei­stung seines Körpers erzielen, sondern auch über die unergründliche Weisheit des Schöpfers staunen können, die diese Wunderwerke der Ernährung in unserem Körver geschaffen hat. In einer Reihe von öffentlichen Vorträgen werden die Herren Professor Dr. Burk er uno Professor Dr. Seiler das Thema behandeln.

Feierliche ileberreichung der Kaufmannsgehilfen-Briefe.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt uns mit:

In Anwesenheit der Vorsitzenden der Unteraus­schüsse fand im großen Sitzungssaal der Industrie- und Handelskammer Gießen die feierliche lieber« reichung der Kaufmannsgehilfenbriefe an diejenigen Lehrlinge statt, die die Herbst-Kaufmanns- aehilfenprüfung mit Erfolg abgelegt haben. Der Leiter des Prüfungsausschusses, Karl Horst, richtete an die Gehilfen Worte der An­erkennung für ihre bisherige Leistung im Beruf und knüpfte daran die Mahnung, daß sie auch in ihrer zukünftigen Berufsarbeit sich zu einem tüch- tigen deutschen Kaufmann entwickeln möchten. Un­ser Volk brauche für seine kommende Entwicklung auch im Beruf des Kaufmannes Männer, die über gute Fachkenntnisse verfügten und die sich stets bei chrem Handeln nicht von eigennützigen Gründen leiten lassen würden, sondern die das Gesamtwohl unseres Volkes im Auge hätten.

Auch der Vertreter der Deutschen Arbeitsfront, Beckmann, sowie der Vertreter der Lehrerschaft im Prüfungsausschuß, Dr. Müller, richteten an die jungen Kaufmannsgehilfen Worte der Anerken­nung und wiesen sie auf die bedeutsamen Aufgaben hin, die der deutsche Kaufmann in seinem Berufs­leben zu erfüllen hätte.

** Sterbefälle in der Stadt Gießen. In der Zeit vom 15. bis 23. November verstorben in unserer Stadt folgende Personen: Aus Gie­ßen: 15. Christian Amend, ohne Beruf, 63 Jahre alt; 16. Rudolf Friedrich Wichelm Weber, Werk­meister, 71 Jahre alt; 16. Barbara Kühn geb. Doll­hofen, ohne Beruf, 76 Jahre alt; 17. Anni Hage- böcke, 11 Tage alt; 20. Katharine Hillgärtner, geb. Zecher, ohne Beruf, 81 Jahre alt; 22. Johannes Muhl, Taglöhner, 76 Jahre alt. Auswär­tige: Koyden, 15. Katharine Franz, geb. Weiß, ohne Beruf, 41 Jahre alt. Eichelsdorf, 15. Anna Würz, geb. Acker, ohne Berus, 45 Jahre alt. Großen-Buseck, 16. Fritz Müller, Spengleraeselle. Alsfeld, 19. Lina Egner, geb. Hill, ohne Beruf. Krofdorf, 20. Eleonore Schmidt, geb. Seipp, 33 Jahre alt. Niederkleen, 22. Auguste Cunz, ohne Berus, 78 Jahre alt. Büdingen, 21. Else Hock, Hausgehilfin, 16 Jahre alt. Gettenau, 23. Wilhelm Glaub I., Maurer, 78 Jahre alt.

** Angehörige der 3. Kompanie des Pionierbataillons 36 gesucht! In einer wichtigen Ermittlungssache sucht die Kriminalpoli­zei Personen, die im Jahre 1918 der 3. Kompanie des Pionierbataillons 36 angehört haben. Diese

Wege im Rebel.

Roman von Käthe Mehner.

(Copyright by Aufwärts-Derlag, Berlin SW 68.)

16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Aufmerksam sah der Generaldirektor seine Sekre­tärin an:

Also hören Sie zu: Es handelt sich natürlich wie­der um die Sache mit dem Tagebau der Grube Margret" in dem Prozeß mit den Vereinigten Zuckerwerken. Sie wissen da ja Bescheid!"

Ja, gewiß!" erwiderte die Sekretärin sofort, dieMargret" soll schadenersatzpflichtig gemacht werden! Aber macht Ihnen das wirklich soviel Sorgen? Ist nicht das Werk im ganzen leistungs­fähig gemi£, um über diese Kosten leicht hinweg-

Das ist es ja gerade!" unterbrach der General- direktor.Gewiß haben wir die Lagerstätten und dis andern wertvollen Gruben und Schwelereien! Aber das schlimme ist, daß ich auch für diese nicht mehr garantieren kann! Man hat mich nicht richtig informiert! Man hat mir den wahren Stand der Gruben verschleiert! Und jetzt ist es zu spät, noch etwas daran zu ändern!"

Jetzt verstehe ich!" rief Inge Schlicht leise aus. "Sie wollen sagen, daß eben deshalb soviel vom Ausgang des Prozesses abhängt! Sind denn die Aussichten dafür so ungünstig?"

Wenn ich das nur selbst wüßte, Fräulein Schlicht! Eben darin besteht ja meine ganze Sorge! Und so lange ich nicht weiß, wie das Gutachten über die GrubeMargret" ausfällt..."

.. »Hat nicht Herr Dr. Rammelt das Gutachten übernommen? Soviel ich weiß, ist er doch als ein tüchtiger Mann bekannt."

Das allerdings! Aber ebensosehr ist bekannt, daß er sich bei solchen Gutachten meist einseitig unter­richten läßt!"

Die Sekretärin nickte.

Davon habe ich auch gehört! Ebenso auch, daß es sehr schwierig sein soll, mit ihm persönlich zu verhandeln!"

Ganz recht, Fräulein Schlicht! Und deshalb habe ich mich ja auch überreden lassen, Fräulein Will-! noff..

Kameradschastsabend der Gießener ASKOV

953«1

6«

schaftsführer Bonh ard in der üblichen Weise schlossen.

Kirche und Schule.

Konferenz der Geistlichen des Evangelischen Dekanats Gießen.

Jeder Hilst dem WHW.!

Opferfpenden vom Lohn oder Gehalt sind an be Dinterhilf swerk des Deutschen vog. kes, Kreisführung Del ter au in ßen, Postscheckkonto Jlr. 23 o33, oder auf desjy Bankkonto 6100 bei der Bezirkssparkasse Gießen y überweisen.

'Naii

sich von den Betreffenden größere Beträge aushän- digen, die er aber für sich zur Befriedigung seiner hochstaplerischen Bedürfnisse verpraßte.

Der Angeklagte hat als Vertreter einer Versiche­rungsgesellschaft Volksgenossen zum Eintritt in diese dadurch bewogen, daß er ihnen der Wahrheit zu­wider vorspiegelte, mit dem Abschluß der Versiche­rung seien nicht nur der Versicherungsnehmer, son­dern auch sämtliche Familienmitglieder mitversichert, obwohl er keine Familienoersicherungen abschlie­ßen durfte. Durch diese Methoden erschwindelte sich der Angeklagte größere Prämienbeträge. Eine alte, kranke Frau, die er nicht mehr versichern durste, bewog er ebenfalls zum Eintritt. Aber nicht ge­nug damit. Eine große Anzahl Bauern aus dem Vogelsberg brachte er um Beträge, die zusammen­gerechnet in die Tausende gehen. Er versprach un­verschuldet in Not geratenen Volksgenossen, die sich an ihn zwecks Darlehenshingabe wanden, Darlehen zu vermitteln und schloß für die von ihm Be­trogenen Zwecksparverträge ab. Nach Einzahlung von 20 v. H. das beantragten Kapitals sollten die Darlehensnehmer das von ihnen beantragte Kapi­tal erhalten. Der Angeklagte ließ sich jedoch diese Bettäge auf sein Sparkonto einzahlen und behielt das Geld für sich. So betrog er u. a. auf diese ge­meine Art einen Monteur aus Hungen über 900 Mark.

Der Angeklagte, der bis jetzt fünfmal wegen Betrugs und Urkundenfälschung, darunter einmal von dem hiesigen Schöffengericht zu einem Jahr und fünf Monaten Gefängnis vorbestraft ist, hat sich durch diese betrügerische Machenschaften erheb­liche Einnahmen verschafft, die er in hochstaple- rischer Weise für sich verbrauchte.

Die Verhandlung dauerte am gestrigen Dienstag bis in die Abendstunden; sie wird heute fortgesetzt.

Erbach, 25.^

Ziburtstag. M

Einwohnern hol ..eitsreiches, wachst inunt aus demr $e. Sm 25.3to , Schon in «ruher » r Jg es in dem lanm immer sehr viel 3 | W während d lün eine sorgsame «rimar infolgedesse j&ie beiden Bube Riinb ein gutes D

Die Kameradschaft Gießen der NS.-Kriegsopfer- versorgung hatte ihre Mitglieder und eine Anzahl Gäste auf den gestrigen Dienstag zu einem Kame­radschaftsabend im Sale des Cafö Leib eingeladen. Die Veranstaltung war von Männern und Frauen so stark besucht, daß der Saal und die Galerie fast vollständig besetzt waren. Die SA. bewies ihre Ver­bundenheit mit den Kameraden der NSKOV. durch die Anwesenhett des Sturmes 11/R 116.

Komm. Kameravschastsführer Bonhard leitete den interessanten Abend mit einer Reihe von dienstlichen Mitteilungen ein. Er gab zu­nächst bekannt, daß er zum kommissarischen Kame- radschaftsführer der Kameradschaft Gießen bestellt worden sei, die Ortsgruppe jetzt Kameradschaft heiße und statt Zelle oder Stützpunkt die Bezeichnung Abteilung", statt Block die BezeichnungUnter­abteilung" geführt werde, es demnach künftig auch Abteilungsführer" bzw.Unterabteilungsführer^ heiHe.

Sodann gedachte er, während sich die Versamm­lung von ihren Plätzen erhob, der Gefallenen des großen Krieges, der im nationalsozialistischen Frei» heitskampf ermordeten Kämpfer der Bewegung, des kürzlich verstorbenen Kameraden Wagner (Frank­furt a. M.) und der mit dem UbootU18" ver­lorenen Kameraden unserer Reichsmarine. Das An­denken an diese Verstorbenen wurde von der Ver­sammlung in einer Minute Schweigens geehrt.

Der Reichskriegsopferführer Oberlindober wird am kommenden Montag für einige Stunden in Gießen weilen und hier in einem engeren Kreise einen Vortrag halten. Die Kameradschaft Gießen der NSKOV. wird den Reichskriegsopferführer mit einem Ehrensturm empfangen und ihm dergestalt den Gruß der Gießener Kameraden darbringen.

Die Sprechstunden des kommissarischen Kamerad­schaftsführers Bonhard werden künftighin täglich nur in der Zeit von 10 bis 12 Uhr abgehalten. Die außerordentlich große Fülle von Verwaltungsarbeit aller Art macht diese Beschränkung der Sprechstun­denzeit zwingend notwendig, weil andernfalls eine geordnete Führung der Dienstgeschäfte nicht ge» währleistet werden kann. Aus den gleichen Gründen ist auch die Beschränkung der Sprechstundenzeit der mit den Angelegenheiten der Hinterbliebenenfürsorge beauftragten Frau Müller nur auf jeden Mitt­woch von 10 bis 12 Uhr erforderlich.

Als komm. Kassenwart wurde vom komm. Ka- meradschaftsführer der Kam. Montag bestimmt. Bei dieser Gelegenheit betonte Kam. Bonhard

Im Markussaal zu Gießen tagte am gestrims Dienstagnachmtttag unter dem Vorsitz von Dekw Sattler, Wieseck, bei gutem Besuch die Koni«» renz der Geistlichen des Dekanats Gießen, die i* Pfarrassistent Bangert, Gießen, mit Verlesuu einer Andacht und Gebet eröffnet wurde. Begrüß wurden von dem Leiter besonders die neu in ben Dekanat eingezogenen Pfarrer i. R. Göbel, fein< her in Wolf, Pfarrverwalter Damerau, Pfau:- assistent Bangert und C o r v i n u s, Gießen, ab.; Gast auch Dekan Widmann, Schotten.

Bei dem ersten Punkt der TagesordnungSilier, lei aus dem Amt und für das Amt", wurde einii Reihe von Gegenständen erörtert, wie die Erhoü- tung evangelischer Kindergärten, Beurlaubung rrn Konfirmanden zu Schulungskursen und Mitarbeit: der Geistlichen an der Tagespresse.

Der Obmann der Dekanatskirchengesangoereinu Pfarrer Weisel, Heuchelheim, hielt dann einer Vortrag überOrganisatorisches aus dem Gebirl: der Kirchenmusik". Er behandelte die einschlägi-) gen Fragen sehr gründlich und erläuterte bab« auch die Vereinbarung zwischen der deutschen Evangelischen Kirche und der Reichsmusikkammn! vom 11. Oktober 1936.

Personen werden gebeten, sich bei der Frankfurter Kriminalpolizei, Polizeipräsidium, Zimmer 402, oder bei der nächsten Polizeidienststelle zu melden. Wetter interessiert die Mitteilung, ob irgendwo eine Kameradschaft ehemaliger 36er besteht.

♦♦ Kyffhäuser-Derbandstag in Gie­ße n. Am 13. Dezember findet in unserer Stadt ein Verbandstag statt, zu dem auch der Landesführer Hessen des Kysfhäuserbundes, Generalleutnant a. D. Fett sein Erscheinen zugesagt hat.

* Tragisches Ableben im Gießener Bahnhof. Gestern gegen 12.30 Uhr ereignete sich im Bahnhof Gießen em tragischer Vorfall. Der Maschinist Ernst Fischer aus Homberg (Nieder­rhein), der von der dortigen Ortskrankenkasse zur Kur nach Bad-Nauheim verwiesen worden war und sich auf der Reise zum Kurort befand, erlag plötz­lich auf der Treppe zum Bahnsteig 3 einem Herz­schlag. Der bedauernswerte Kranke, der vom Bahn­steig 6 kam, dabei einen schweren Koffer trug und den Anschlußzug nach Bad-Nauheim erreichen wollte, brach zusammen und war sofort tot. Der sofort herbeigerufene Kreisarzt konnte nur noch den Tod durch Herzschlag feststellen.

Große Strafkammer Gießen.

Der mehrfach oorbeftrafte, 26 Jahre alte Karl Hch. Graulich in Köddingen (Kreis Schotten) ist einer ganzen Reihe strafbarer Handlungen angeklagt.

Es wird dem Angeklagten zur Last gelegt, in den Jahren 1934 und 1935 in verschiedenen Orten Ober­hessens eine größere Anzahl betrügerischer Mani­pulationen vorgenommen zu haben, indem er als Vertreter einer Krankenkasse Volksgenossen durch falsche Vorspiegelungen zum Eintritt in diese Kasse bewegte. Außerdem versprach er verschuldeten Land­wirten Hilfe durch Darlehensvermittlung. Er ließ

A hat Herr Schell »aus feiner MM laicht feiten vor, b Hm Ueberlanöfahr noch feine Strc «-die Wege oft gru

Dann mußte! und die schlechte «i werden. Mit 36 ; der Ehe gingen d »und zwei Knabe, W von zwei Jahre

Mr leben heu IIS Verhältnissen. £ Rtnoorftanb tätig. 'Jftimal gewählt. £*n8 d-r ge|ai1 ^MerUnfaüe 24-3!°° |S b"°8 geriet ii mi* der tz A Der q, ?Ä>m!8ern M &r mi 'Wen, J .°ul her St

Berber

w L n der N WbsV 'N W ÄS hQ®ert w

«a. Der Vater hatte i die letzten Rückstän i w e; tomafe iieix dxWx u\ tii W diesen MndnW bi'im und Mrstzrm. tiiirn Bahnbau der 5

in unseren einstigen Kolonien dar, und er brach; einwandfrei den Nachweis dafür, daß jene marn stische Kritik auf keinerlei Sachkenntnis begrün^ war.

Im Geiste machte man dann die Reise des tragenden durch Südafrika bis nach Kapstadt nr wobei man ebenfalls über Land und Leute, kehr und Wirtschaftskultur, Bevölkerungsfra- usw. viel Interessantes zu hören bekam. Unter b;- aleichen Gesichtspunkten wickelte sich die Reise vs° Kapstadt durch die englische Kronkolonie Rhode ab, wobei der Vortragende bei einem kurzen Ri blick auf die Entstehungsgeschichte jener Kolonie das erstmalige koloniale Auftreten des deuts Volkes an der afrikanischen Ostküste klar ma welche Chancen Deutschland etwa um die des vorigen Jahrhunderts in jenem Erdteil an Hand hatte, aber durch die damalige Uninteressi heit an den kolonialen Dingen nicht zu nützen v stand. Weiter ging die Reise durch das bei Kongo-Gebiet und schließlich nach der Ueberfa über den Tanganjika-See durch unser frü Deutsch-Ostafrika. Von diesem Lande berichtete Vortragende wiederum so eingehend, wie aus serem einstigen Kolonialbesitz in Südwest. M» lernte dabei die Landschaft in ihren wichtigst Erscheinungen und Lebensgrundlagen kennen, ® fuhr von ihren Schönheiten und von ihren Na» teilen, nahm an einer Reise in das Kilimandscharo. Gebiet teil, konnte sich auf einer Kaffeeplantca umschauen und auch den Urwald in feinen de» schiebeneu Arten kennenlernen. Am Schlüsse gini; die Fahrt zurück zur Küste, wobei der 23orfragenh bei der Schilderung seines Besuches in Darcs Salam Erinnerungen an die Kriegszeit, insbefom dere an die siegreiche Abwehrschlacht bei Tanz gab.

Den Aus klang des Vortrages bildete ein grofr? Gesamtüberblick über die Bedeutung des kolonial besitzes für ein Volk, insbesondere auch für unfe- deutsches Volk. Dabei wurde klargemacht, welch: Entwicklungsmöglichkeiten unser Volk mit dem Ver­lust seiner Kolonien eingebüßt hat, zugleich auft die Wichtigkeit und Berechtigung des Kolonialgeda^ kens bargelegt. Die Versammlung dankte dem Mi ner, der seine Schilderungen durch die VorführuiH schöner Lichtbilder bereicherte, mit lebhaften BeifM Hierauf wurde der Abend vom komm. Kamera!»

Müde und langsam kehrte er in das Verwal­tungsgebäude zu feiner Arbeit zurück.

X.

Mit großen, harten Schritten, im Blick und Ge­sichtsausdruck die Zielsicherheit ihrer bereits fest gefaßten Pläne, betrat Olga Willnoff wenige Mi­nuten nach ihrer Rückkunft den von großstädtischem Leben wimmelnden Wartesaal des Hauptbahn­hofs.

An einem kleinen Tisch nahm sie Platz, bestellte sich starken Kaffee.

Ehe sie an die Ausführung ihrer Pläne ging, mußte sie noch einmal alle Möglichkeiten und Wege in Ruhe überlegen! Das Wichtigste war dabei zu­nächst einmal ihr Besuch bei Rammelt! Alles hing nun davon ab, ob sie den Einblick in das Gut­achten, das ihr wiederum Walter Brands Ergeben­heit versichern sollte, geschickt genug mit der Ent- deckung von Jannas und Gerhard Brands Be- Ziehungen zueinander zu verbinden ober gegenein- anber auszuspielen verstanb!

Sie fragte sich, ob es geraten wäre, jetzt gleich hinauszufahren ober ben Adenb abzuwarten wenn bie Wahrscheinlichkeit, Rammelt zu Hause anzutreffen, bebeutenb großer war. Nach kurzem Ueberlegen entschieb sie sich hierfür. Nur jetzt nicht voreilig fein, bachte sie.

So las sie Zeitungen, vertrieb sich bie Zeit so gut es gehen wollte, unb beschloß schließlich,' bie restlichen Stunben ins Kino zu gehen, wo ihr bie Zeit am schnellsten vergehen würbe.

Als sie zwei Stunben barauf im Autobus saß der sie in schneller Fahrt in bie Nähe ber Sieb» hingen am Ranbe ber Vorstabt trug, in ber Ram- melts Villa gelegen war, hatte bie Dunkelheit be- reüs eingesetzt.

Eine schwere, feuchte Luft, Nebel unb Tauwetter verratend, quoll Olga entgegen, als sie dem In- neren des Wagens entflieg.

Dis zu Kommens Haus zu gehen, nahm etwa noch eine Viertelstunde in Anspruch, keine erfreu» lüfte Aussicht bei diesem Wetter unb einer solch einsamen Gegenb! 1

Trotzbem empfanb Olga weit eher Aerger als Grauen über ben einsamen, schneenassen Weg Sie hätte boch lieber ein Taxi nehmen sollen dacht sie unzuftieden, während sich ihr Unmut mit jedem Schritt, ben sie in bem feuchten, sich unter ihren Absätzen ballenden Schnee tat, noch ver» größerte.

Walter Brand brach plötzlich abrupt ab. Wie blitz­artig entstand vor ihm das Bild Olgas, ihre ver­lockende, verführerische Gestalt? Gerade in diesem Augenblick verhandelte sie vielleicht mtt bem Bevoll- mächtigten... Warum, warum nur hatte sie ihn ohne Nachricht gelassen! War es nicht bas am meisten, was ihn quälte, mehr fast als alle Sorgen zusammen?--

Wir wollen ben Brief von gestern beenben!" sagte er plötzlich mit heiserer Stimme, immer noch starr vor sich hinsehenb.

Betrübt senkte Inge Schlicht bie Augen, griff bann in bie Tasten ber Schreibmaschine, um bas Diktat aufzunehmen.

Doch auch jetzt blieb Walter Branb nicht lange bei seiner Arbeit. Fast mitten im Satz anhaltend, griff er nach feinem Hut unb verließ mit bem zwischen ben Zähnen hervorgestoßenen, halb er­stickten Ausruf:Ich halte bas nicht länger aus!" bas Büro.

Kopffchüttelnb unb mit bem Ausbruck tiefsten Mitgefühls sah Inge Schlicht ihm nach.--

Kur wenige Schritte von bem Verwaltungsge- bäube ber Branb A.-G. befanb sich eine öffentliche Fernsprechzelle. Zu biefer lenkte Walter Brand seine Schritte.

Er wollte allein sein, ungestört mit Olga Will» noff sprechen können! Vielleicht war sie boch schon wieder zu Hause oder hatte sich wenigstens ange­meldet!

Mit hastigen Fingern wählte er bie Nummer.

Fast augenblicklich melbete sich bie bünne Stimme ber Justizrätin.

2lch, Herr Generalbirektor persönlich! Womit kann ich Ihnen bienen, Herr Generaldirektor?"

Haben Sie schon Nachricht von Ihrem Fräulein Tochter?" stieß Walter Branb eilig bie Worte her- vor.

Nachricht von Olga? Leider nein, Herr General­direktor. Noch gar keine Nachricht! Wir nehmen an, daß sie Herrn Doktor Rammelt gestern noch nicht hat sprechen können!"

Unmutig hängte Walter Brand nach kurzem Dank wieder an. So half es eben nichts. Er mußte in Geduld warten, bis Olga selbst zurückkam. Unb boch, schoß es ihm wie eine Enttäuschung burch ben Kopf, wenigstens eine kurze Nachricht oon ihr hatte er boch erhofft gehabt, wenigstens einen persönlichen Gruß, wenn sie geschäftlich auch noch nichts hatte erreichen können.

bie bringende Notwendigkeit ber pünktlichen Bei­tragszahlung, ba bie Rechte jebes Mitgliebs nur bann voll gewahrt werben können, wenn bie Bei­träge orbnungsmäßia unb pünktlich geleistet wer­ben; bas ist besonders wichtig im Hinblick auf Todesfälle.

Weiter wurde bekanntgegeben, daß ber Kame- rabfchaftsführer in Zukunft öfter (etwa alle sechs bis acht Wochen) Versammlungen ber Kamerlä- schaft anberaumen will, in benen bie Rebner Vor­träge ber verschiedensten Art halten unb baburch ben Besuchern guten geistigen Gewinn bieten sollen.

Lichtbildervortrag von Kam. Prof. Hummel.

Jrn Anschluß an die bienstlichen Mitteilungen hielt Karn. Prof. Dr. Hummel, Gießen, einen fesselnben Lichtbildervortrag über feine Reise burch Afrika. Der Vortragenbe verstanb es, ben aufmerk­samen Zuhörern in übersichtlicher Weise Erlebnisse unb Einbrücke von feiner Afrika-Reise im Jahre 1929 zu vermitteln. Die Reise führte Professor H u m m e I burch unser früheres Deutsch-Sübwest- afrika, bann burch Sübafrifd, weiter burch bie eng­lische Kronkolonie Rhobesien, fobann burch bas Kongogebiet unb schließlich burch unsere frühere Kolonie Deutsch - Ostaftika. Anschaulich wußte ber Vortragenbe zunächst Land unb Leute Deutsch- Südwestafrikas zu schilbern, angefangen in Swa- fopmunb, bann ben etwa 50 Kilometer breiten Sanbwüstengürtel, weiter hinein in bas allmäh­lich immer fruchtbarer merbenbe Innere bes Lau­bes mit seinem Diehreichtum unb mit ben verschie- benften Negervölkern, die dort ihr Leben führen, sodann Leben und Wirken ber Europäer, unter denen auch heute noch bie Deutschen einen großen Anteil haben. Man erhielt weiterhin interessante Aufichlüfse über bas Verkehrswesen, z. B. Eisen­bahn, Auto, Ochsengespanne usw., erfuhr mancher­lei von ber industriellen Arbeit im Laube, ins­besondere z. B. vom Kupferbergbau unb von ben bamit zusammeuhäugeuben Arbeitersieblungen ber Neger, sowie deren Existenzbebiuguugeu, bie mit ber heimatlichen Scholle eng verbunden finb und nur in ausgesprochenen Größstäbteu, wie z. B. in Kapstabt, ein schwarzes Proletariat entstehen, im übrigen aber biese üble Erscheinung bes Volks­lebens nirgenbnju auffommc.t ließen. In biefem Zusammenhänge legte ber Vortragenbe bie völlige Unrichtigkeit ber in früheren Jahren geübten mar» xistischeu Kritik an ber Verwaltung unb dem Leben

Doch endlich tauchten auch bie Lichter ber Sied­lung auf. Dann schon, etwas abseits unb schon nw ber näher ber Vorstabt zu, erkannte sie bie Umrifa ber Rammeltscheu unb Bergmaunscheu Dillen.

Aufatmeub zog sie wenige Minuten später di« Klingel, neben der in großen schwarzen Setterr der Name Rammelt angebracht war.

Ralf Rammelt blieb, bie Türklinke zu seinem Arbeitszimmer in ber Hanb, mit 30rngeröteter: Stirne stehen.

Wie oft soll ich es Ihnen noch sagen, Paulina baß Sie in meiner Abwesenheit niemanden mein Arbeitszimmer zu führen haben!"

Aber Fräulein Willnoff ist boch gerabe erst w* gekommen, unb ich bachte boch, Fräulein Willnow konnte..."

Sie haben gar nichts zu benfen, sondern sch nach meinen Angaben zu richten! Ein für allemal 2ch hoffe. Sie haben mich jetzt verstauben, Pau­line!"

jawohl, Herr Doktor!"

Voller Verlegenheit wagte Pauline kaum aufzu» blicken.

Also gehen Sie jetzt zu Fräulein Willnoff hin­ein, unb faaen Sie ihr, baß ich mich nur noch un^ Ziehe, unb bann sofort zu ihrer Verfügung stehe!

Bereits während Rammelt bie Treppe zu seinem Schlafzimmer hinaufstieg, legte sich ber augenblM- liche Unmut, ben er über Paulines Nachlässiqleitl empfunden hatte. Er vergegenwärtigte sich DlflQI Willnoffs seltsames Gesicht, ihre rätselhaften 2Iug^ fragte sich unwillkürlich, was sie wohl hergefuh"ii haben mochte. Ob sie vielleicht Ianua bei ihm vei- mutete. Doch Ianua würbe ihr gewiß längst r,0lT1 Oberhof aus geschrieben haben! Nun, er wurde e- ja erfahren!Iebenfalls keine unangenehme Ab­wechslung!" sagte er laut vor sich hin, während ea sich eine elegante Krawatte band.

. Seltsam eigentlich, baß Ianua unb Olga Freun­dinnen waren? bachte Ralf seine Gebauten weitet. Wie anbers war Olga Willnoff als Ianua, Verein Schönheit fast zu ruhig war, nicht reizte unb lock!« wie bie Olgas, beren ganze Person immer von ei was Geheimnisvollem, Erregendem umroittern schien! Unb wie anbers war auch Olga in ihre» Art, wie anbers als Ianua mit ihren erobern Empfinblichkeiteu, ihrer engen Vorstellung voin Liebe unb Ehe, ihrer Nüchternheit-, bie feinen Ehr­geiz, fein Temperament, feine Pläne niemals ver­stehen würbe ... ^Fortsetzung folgt.)

ch sehnte. Rauh w s igeitbjahre. Trotz

H Mite sich 2ost S, in -En, der seinem kei äs Hit machte. So stv; gmzen seitherige hu! gmesen. Roch he: st. Hohrs Alter berück igig rüstigen Eindri. Wich herangereift n

Sie fe? K'KS f.f man die Är* n)olüe m>en th<

MWh auf machen- f£

h--Ä «k leine B-r-

ZLto Kni

n',?

Illi