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25 Jahre im Dienste der Volksgesundheit

Oberheffen

95 Jahre alt.

bildete ein- ßlejifen Einwohnern hohes Ansehen genießt, hat mg des K e n arbeitsreiches, wechselvolles Leben hinter sich.

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Cir stammt aus demFritzelschen" Hause in der ^iegngasse. Am 25. November 1841 wurde er ge- hrei. Schon in früher Jugend verlor er die Mut­ier. 2a es in dem landwirtschaftlichen Betrieb des

Lechwerden der Fischereipächter über das Fisch- Verben in der Nidda durch Abwässer hr Hefrag in Wölfersheim hatten den Crclg, daß das Werk jetzt eine Anlage errichtete, h der den Abwässern vor dem Ablassen in den s'lchlauf das für die Fische so gefährliche Phenol 'n3ogen wird. Nunmehr dürfte ein Fischsterben in re' Nidda wohl nicht mehr vorkommen.

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s atirs immer sehr viel zu tun gab, mußten er und s 'm Bruder während der Schuljahre tüchtig mit- rljn. An eine sorgsame Pflege und häusliche Be- reung war infolgedessen nicht zu denken. Oft ver- iifen die beiden Buben die lindernde Hand der 'Mer und ein gutes Wort, nach dem sich ihr Kin- i.rchrz sehnte. Rauh wuchsen sie auf, hart waren ine Jugendjahre. Trotz dieser freudlosen Jugendzeit eiwickelte sich Jost Scheid zu einem stämmigen Lurchen, der seinem kerngesunden Bauerngeschlecht c'le Ehre machte. So ist er denn auch während fite ganzen seitherigen Lebens niemals ernstlich

3. Erste Hilfe bei den Erkrankungen in der Familie. 4. Hautpflege, Atmung und Schönheit. 5. Licht, Luft und Sonnenbad. 6. Die Ernährung des gesunden und kranken Menschen. Es waren einige 30 aus­wärtige Redner, Aerzte, Lehrer, Heilpraktiker und Wanderredner tätig.

Um die Bedeutung der Frau, als Hüterin der Volksgesundheit, besonders zu würdigen, bildete sich eine Frauengruppe aus erfahrenen Müttern. Einige der älteren Mitglieder nahmen sich in dankenswer­terweise der Jugend an und wanderten mit ihr. Zu fröhlicher Geselligkeit fanden sich die Mitglieder und Freunde hin und wieder zusammen, und so wurde in Unterhaltung und ernster Arbeit für die Gedanken geworben, die den einzelnen selbst für seine Gesundheit verantwortlich machen. Der Mensch muh lernen, mit der ihm zur Verfügung stehenden Lebenskraft Haus halten. Einnahme und Ausgabe müssen sich die Wage halten. Heilmittel, im Sinne von Zaubermitteln, gibt es nicht. Die Kräfte, wie Licht, Luft, Wasser, Erde, Ernährung, Ruhe und Bewegung, die unser Leben erhalten, sind auch ausreichend, um den erkrankten Menschen wieder zurecht zu helfen.

Am Ende der ersten 25 Jahre bekennt der Ver­ein in dankbarer Freude, daß die Gedanken, die einst ängstlich und zaghaft von seinen Mitgliedern verbreitet und die von den vergangenen Regierun­gen bewußt und unbewußt bekämpft wurden, durch unsere jetzige Regierung Anerkennung finden. Unser Führer, der Stellvertreter des Führers, Gauleiter Streicher setzten sich dafür ein, daß die Dolksheil- weisen in der Medizin nutzbar gemacht werden.

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Gasherde, Wasch- u. Svültische

K. Kolb 3. Thörner Aachs.

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Butzbach, 24.Noo. (LPD.) Bei einer Feuer- vchrübung geriet hier am Montagabend eine Leiter mit der Hochspannungsleitung in Berührung. Der an der Leiter stehende Wehr- mtnn Wilhelm Berner, der mit dem Aufwinden Vir Leiter beschäftigt war, kam durch die Eisenteile kl Feuerwehrleiter mit dem Strom in Verbindung inj wurde auf der Stelle getötet. Zwei Käme- ulen, die ihm zu Hilfe eilten, erlitten leichtere Verletzungen.

!)jt hat Herr Scheid manches interessante Erleb- Ü5 aus seiner Müllerburschenzeit erzählt. So kam is sucht selten vor, daß der Müllerwagen auf den men Ueberlandfahrten steckenblieb, da es ja da- nas noch keine Straßen im heutigen Sinne gab inl die Wege oft grundlos und voller Schlaglöcher Dien. Dann mußten die schweren Säcke abge- Än und die schlechten Wegstrecken mehrmals pas- iet werden. Mit 36 Jahren heiratete Herr Scheld. öi|5 der Ehe gingen drei Kinder hervor, ein Mäd- hy und zwei Knaben, wovon der eine schon im Mir von zwei Jahren verstarb. Die beiden übri- gin Kinder leben heute noch, und zwar in recht pnihn Verhältnissen. Jost Scheld war lange Jahre im mihenoorstand tätig. In den Gemeinderat wurde er Dreimal gewählt. Durch Fleiß, Sparsamkeit, 2i:Eraft und Hilfsbereitschaft hat sich der Jubilar die Achtung der gesamten Einwohnerschaft erwor- t-r.

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»Harbach, 25. Nov. Heute feiert unser älte- ' M Einwohner, Landwirt I o st Scheld, seinen £15. Geburtstag. Der Jubilar, der unter den

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Inh beri(J,tl; glt'se» seien auch nicht die überaus wichtigen mehr- [n^_*Die 66 atenilichen Lehrkurse. Im ganzen waren es zwölf, mdweft, W gehalten wurden, über Themen, wie z. B.: 1. ' "" l';t praktischen Anwendungsformen des Naturheil- vfkfchrens. 2. Gesundheitspflege in der Familie.

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a»fnt£rffam zu machen, feien nur einige der The- MkN hier genannt: 1. Behandlung und Heilung der xMkulose mit natürlichen Mitteln. 2. Der Kampf giifln Unzucht und Geschlechtskrankheiten. 3. Wege tzekämpsung des Krebses. 4. Die Arterienver- Mfo und wie man ihr begegnen muß. 5. Natür- liige Verjüngung. 6. Wie gewinne und erhalte ich Au'uiöe und starke Nerven? usw. Außerdem fan- böi etwa 200 kleine Veranstaltungen statt, die im frflpflberen der Pflege der Mitglieder dienten. Ver-

bei Naturheiloerein Gießen kann in diesen Tagen man uns schreibt auf sein 25jähriges Be- ftHjor zurückblicken. Nur wenige beherzte Männer uw grauen waren es, die sich im November 1911 n! riem Naturheilverein zusammenschlossen. Sie Mllin die Gedanken einer vernünftigen Lebens- ut(b natürlichen Hellweise kennen lernen und dafür ^rbin. Es galt, durch Wort und Schrift, Gedan- kMistausch und Erfahrung für bessere eigene Ge- liKdiiit zu sorgen und die eigene Familie möglichst Vr ttankheit zu bewahren. Wie es ja ganz na- ist, wollte man die eigenen guten Erfahrun- qjn iuä) anderen Menschen mitteilen, und so trat ferein in eine große und erfolgreiche Werbe- ein. Es wurden im Laufe der Jahre etwa 6ii gn&e öffentliche Vorträge in unserer Stadt ge- HM, die sich eines guten Besuches erfreuten.

Um auf Die Bedeutung der Arbeit des Vereins

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n Kein Fischsterben mehr in der Nidda.

Bin für LPD. Friedberg, 24. Nov. Die jahrelangen erjtaiM e 6' ---- '* "

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Löwen--rog. Kilbinger, Se tenw.69, Drog.WinterhoH. KrenzplatzlO.

Festnahme eines ^steklameschwindlers.

Friedberg, 24. Nov. (LPD.) Die hiesige Kriminalpolizei nahm den steckbrieflich gesuchten Betrüger Herbert Koziol aus Beuthen fest, der seit etwa fünf Monaten in zahlreichen Gegen­den Deutschlands Schwindeleien in großem Ausmaße beging. Er wurde dem Amtsgericht zu­geführt, das Haftbefehl gegen ihn erließ. Koziol hatte sich als Reklamevermieter ausgegeben und war jeweils, nachdem er entsprechende Beträge für die im voraus zu entrichtende Miete einkassiert hatte, verschwunden.

Nur noch gegen Barzahlung.

)) Lauterbach, 24. Nov. Die Schuhma­cher-Innung des Kreises Lauterbach gibt bekannt, daß ab 1. Dezember dieses Jahres kein Jnnungsmitglied mehr Waren und Arbeiten abliefern darf, wenn nicht sofort bar bezahlt wird. Da jedes Jnnungsmitglied zur Einhaltung dieses Beschlusses gezwungen ist, ist ein Abwandern der Kundschaft nicht möglich. Auf diese Art Hilst sich ein Handwerk, das durch das eingerissene Borgun­wesen so zu leiden hatte, daß mancher Schuhmacher nicyt mehr in der Lage war, Ware oder Rohma­terial zu kaufen. (Einen gleichen Beschluß hat die Schuhmacher-Innung für den Kreis Gießen bereits ab 1. November in Kraft gefetzt. Die Schriftltg.)

Weihnachtsmeste des Handwerks in Lauterbach.

}) Lauterbach, 24. Nov. In der Zeit vom 8. bis 22. Dezember wird das Handwerk des Kreises Lauterbach in der Kreisstadt eine Weihnachtsausstellung veranstalten. Dies­mal ist nicht nur das Kunstgewerbe zugelassen, son­dern jede gute Handwerksarbeit, die allerdings vor der Aufnahme erst durch einen Ausschuß ge­prüft werden wird. Die Schau, die als Verkaufs­messe gedacht ist, soll u. a. ein fertiges, in Ge­meinschaftsarbeit hergestelltes Bauernzimmer in neuer, ansprechender Form bringen.

Landkreis (Sieben

8 Alten-Buseck. 24 Nov Gestern wurde im hiesigen Gemeindewald mit den Holzfäl - lungsarbeiten begonnen. Es sollen im Lause des Winters ungefähr 1400 Meter Nutz- und Brenn­holz gefällt werden Daß sich im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nur wenige zu Den Fällungs­arbeiten aemeldet haben, beweist, daß in unserem Orte die Arbeitslosigkeit fast völlig behoben ist. Dieser Tage sand die Luftschutz-Grund­schulung mit dem 8. Schulungsabend ihren Ab­schluß. Der Ortsgruppenführer des Luftschutzes. Dr. Haas, erklärte in einem längeren Vortrag den Zweck und die Durchführung von Hausübungen und sprach über das Verhalten der Hausgemein­schaft, über die Tätigkeit der Selbstschutzkräfte und über das Verhalten tm Schutzraum während Luft­gefahr und Fliegerangriffen. An seine Ausführun­gen schloß sich eine kurze Hausübung der anwesen­den Luftschutzhauswarte an. In üblicher Weise schloß dann Dr. Haas den Lehrgang mit einem Hinweis auf die Wichtigkeit derartiger Schulungen für das gesamte Volk.

)) Lollar, 24. Noo. Zur Zeit werden die Kurven an der Landstraße zwischen unserem Dorfe und Kirchberg erweitert. Die scharfe und un­übersichtliche Doppelkurve bei Kirchberg, die die Ursache schon vieler Unfälle gewesen ist, wird durch Verbreiterung der Straße bis zu acht Meter fast vollständig beseitigt. Zu einem schweren Unfall hätte eine der morschen, vom Wind geknickten Pappeln, die auf der Straße zwi­schen Trais und Mainzlar bis in der Fahrbahn lag, führen können. Der Geselle eines hiesigen Schlossermeisters wollte mit dessen Auto einem ent-

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f-chl gewesen. Noch heute macht er wenn man f|iin hohes Alter berücksichtigt einen verhältnis- mäßig rüstigen Eindruck. Als Jost Scheld zum

iisiin'g herangereift war, mußte er auf Verdienst rjü* j)je Llstia. Der Vater hatte gebaut und brauchte Geld, Gießen, bie t «F die letzten Rückstände zu begleichen. So ging ml StT- roe 65 damals Sitte war den Winter whc. 2?" E" als Drescher in die Wetterauer Bauerndörfer.

-luf diesen Wanderfahrten kam er bis nach Hatters- Biein und Flörsheim. Vorübergehend war er auch tiein Bahnbau der Strecke GießenFulda beschäf­tigt. Dann ging er als Taglöhner in die Kolben- iMe bei Ettinashaufen, aus der er nach einigen Staren die Müllerstochter als Gattin heimführte.

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gegenkommenden Kraftwagen ausweichen, wurde aber von dem Lichtschein geblendet, so daß er den Stamm nicht sah, dagegen rannte und dann noch an einen Baum stieß. Der Wagen wurde erheb- lich beschädigt, der Fahrer blieb zum Glück un­verletzt.

* Lollar, 25. Nov. Der Geflügel- und Brieftaubenzuchtverein Lollar ver­anstaltet im Januar 1937 eine große lokale Ausstellung, zu der bis jetzt bereits 200 Tiere ge­meldet sind.

§ Queckborn, 24. Nov. Gestern abend fand auch in unserem Dorfe eine Verdunkelungs­übung statt. Dank dem Verständnis der Einwoh­ner für die Wichtigkeit einer solchen Ucbung lag das ganze Dorf vollkommen abgedunkelt. Die Pa­trouillen gingen in einzelne Häuser, um sich zu über­zeugen, daß die Anordnungen gut eingehalten waren. Man war aber gern allen Verfügungen nachgekommen, innen brannten wohl die Lampen, aber von außen sah man keinen Lichtschein. Auto­fahrer.. die von Grünberg kamen, berichteten, daß man keine Lichter in unserem Ort hätte wahrneh­men können. Die Uebung wäre noch eindrucksvoller verlaufen, wenn keine so klare, mondhelle Nacht gewesen märe, Im Anschluß an die Uebung fand eine Schulung f ü r Luftschutz statt, die von Vertretern des Luftschutzbezirks Grünberg abgehal­ten wurde. Die Jungmädel sammelten am vorigen Samstag für das W H W. drei Körbe voll Kinderwäsche. Sie waren mit gleichem Eifer bei der Arbeit, wie damals die Pimpfe des Jungvolks bei der Brotsammlung.

= Allendorf (Lahn), 25. Nov. Am morgigen Donnerstag begeht der Veteran Heinrich Häuser von hier seinen 9 0. Geburtstag. Er hat die Feldzüge von 1866 und 1870/71 mitgemacht. Aktiv diente er beim Hessischen Jägerbataillon in Mar­burg. Er ist der letzte Veteran in unserer Gemeinde, gleichzeitig auch der älteste Einwohner.

* Watzenborn-Steinberg, 24. Noo. Ein nicht alltägliches Erlebnis war aus An­laß des vergangenen Totensonntags der evangelischen Gemeinde unseres Ortes beschieden. Schon lange vor Beginn war das Gotteshaus bei weitem überfüllt. Niemand konnte mehr Einlaß finden. Kaum konnte der Geistliche bis zur Kanzel Vordringen. Vor dem Gotteshaus standen noch viele Kirchenbesucher. In Rücksicht auf diese entschloß man sich, im Geiste der Nächstenliebe und der Volksgemeinschaft, den G o t - tesdienst völlig ins Freie zu verle­gen. Trotz der empfindlichen Kälte harrte jeder­mann aus. Anschließend on den Gottesdienst sand noch eine kurze Feier am Ehrenmal der Gefallenen des Weltkrieges statt, so daß die andächtige Ge­meinde insgesamt anderthalb Stunden im Freien aushielt.

s. Lang-Göns, 24. Noo. Seit einigen Tagen herrscht in unserer Gemeinde unter den jüngeren

Kindern eine st arke Grippe-Epidemie. In den beiden unteren Schulklassen fehlt beinahe die Hälfte aller Schüler. Doch ist der Verlauf der Krankheit bis jetzt ziemlich harmlos.

* Lang-Göns, 24. Noo. Auch in unserem Dorfe war seither noch ein Pferd, das den ganzen Krieg mitgemacht hatte und da» Gnadenbrot erhielt. Der Besitzer, Gastwirt Alfred Rompf, mußte es nun vor einigen Tagen wegen Altersschwäche erschießen lassen.

I Ober-Bessingen, 25.Noo. Im Saale von Keil fand eine Filmvorführung statt, die sehr gut besucht war. Der erste Film zeigte die herrlichen deutschen Wintersportgebiete und gefiel sehr gut. Auch der zweite Film unter dem Titel Soldaten Kameraden" wurde mit großem Bei­fall aufgenommen. Die Holzhauerarbei» t e n haben in den hiesigen Waldungen ihren An­fang genommen.

(D Bellersheim, 24.Nov. Bei der Treib­jagd im hiesigen Walde wurden neun Hasen und zwei Füchse zur Strecke gebracht. Mehr Glück hat­ten die Jagdpächter bei einem vor einigen Tagen Dorgenommenen Trieb in dem Wiesengrund (Ried), bei dem 18 Hasen erlegt w"rden konnten.

* Hungen, 23. Nov. Bei Holzfällungs­arbeiten im hiesigen Gemeindewald wurde ge­stern der 17 Jahre alte Heinrich Schuld von hier von einem Ast eines stürzenden Baumes so unglücklich getroffen, daß der bedauernswerte junge Mann mit einem Schädelbruch nach der Chirur­gischen Klinik in Gießen gebracht werden mußte. Sein Befinden ist den Umständen entsprechend gut.

Preußen.

1938 Deutsches Sängerfest in Frankfurt.

LPD. Frankfurt a. M., 24. Nov. Auf der Jahreshauptversammlung des Sängerkreises 14 Frankfurt wurde erstmalig der Plan bekanntge­geben, im Jahre 1938 ein großes Deutsches Sänger- fest zu veranstalten zur Erinnerung an das vor 100 Jahren in Frankfurt a. M. vom 28. bis 30. Juli 1838 veranstalteteAllgemeine deutsche Sängerfest", das erste Sängerfest in Deutschland. Aus dem Ueberschuß dieses ersten Sängersestes wurde die Mozartstiftung gegründet, die bis zum heutigen Tage ihre Aufgabe, junge deutsche Musiker zu för­dern und ihnen das Studium zu ermöglichen, er­füllt. Das große deutsche Sängerfest 1938 wird ge­meinsam mit der Mozartstiftung durchgeführt wer­den.

Kreis Marburg.

* Sichertshausen, 25. Noo. Am morgigen Donnerstag können die Eheleute Fr. H e 11 ch e das Fest der Silbernen Hochzeit feiern.

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Arbeitstagung des Kachamts Turnen im Kreis 11, Wetterau-Dogelsberg.

Der Führerrina des Kreisfachamtes Turnen des Kreises 11 Friedberg (Dogelsberg-Wetterau) führte in der Turnhalle der Bad-Nauheimer Turnge­meinde eine Arbeitstaguna durch, an der außer dem Mitarbeiterstabe des Kreisfachamtsleiters auch eine Anzahl verdienter Turner aus dem Kreise teilnahm. Eine kurze Feier gab der Tagung die Einstimmung. Sodann entbot Kreisfachamtsleiter Dr. med. Siegert (Stockheim) herzlichen Gruß. Nach der Verpflichtung des neuen Kreisfachamts- spielwarts Erich Trapp (Friedberg) nahm Dr. S i e g e r t, anknüpfend an das Wort Hindenburgs Die Treue ist das Mark der Ehre" die Ehrung verdienter Turner vor. Der Gau Hessen hat den bekannten Turnern Hch. Billasch und Hch. Dietz aus Friedberg-Fauerbach und Fritz Hart­mann (Bad-Nauheim) ehrenhalber die neu ge­stiftete Gauehrennadel des Gaues XII Hessen ver­liehen, um damit das Lebenswerk dieser um die Turnsache so verdienten Turnoeteranen zu ehren. Mit Worten besonderer Anerkennung und unter dem lebhaften Beifall der Turnkameraden über- reichte der Kreisfachamtsleiter das schlichte Ehren­zeichen.

Dem aus dem Kreisführerring scheidenden Kreis- männerturnmart Jakob Eschenfelder (Büdin­gen), der aus beruflichen Gründen nach Lauterbach übersiedelt, widmete Dr. Siegert Worte des Dankes.

Ein kurzer Bericht Dr. Siegerts über die Ende September in Kassel stattgefundene Arbeitstagung des Gaufachamtes war dann Ausgangspunkt für die fachliche Arbeit. In eingehender Besprechung wurden zunächst die Termine für das Tum- jahr 1936/37 festgelegt. Noch in diesem Mo­nat setzt auf allen Arbeitsgebieten die Lehr­gangstätigkeit ein. Im Dezember beginnen die Vereinswettkämpfe. In den Unterkrei­sen kommen in den nächsten Wochen die Vereins­führerbesprechungen zur Durchführung. Der Schu­lungsarbeit im Winter werden dann die Wett­kampfoeranstaltungen im Sommer 1 9 3 7 folgen. Diese nehmen am 6. Juni ihren An­fang mit dem W e i d i g - B e r g f e st auf dem Schrenzer bei Butzbach, das wahrscheinlich gauoffen erstmals zur Durchführung kommt. Das Kreisturnfest findet am 4. Juli in Büdes­heim in Verbindung mit der 50-Jahrfeier des dor­tigen Turnvereins statt. Das reichsbundgauoffenc Bergfest auf dem Hvherodskvpf, mit dem nächstes Jahr auch der D H C. fein Hoherods- fopffeft zusammenlegen wird, kommt am 2 9. 21 u g u ft zur Durchführung. Freudig wurde einem Antrag von Turner Dietz (Friedberg-Fauerbach) zugestimmt, das für den 19. September vorgesehene

Kreis-Alterstresfen in dem Ossenheimer Wäldchen zu veranstalten und damit das Andenken an die 400 im Weltkriege gefallenen Turner des früheren Gaues Wetterau zu ehren, denen man dort ein Ehrenmal errichtet hat. Mit einem Treugelöbnis zum Führer konnte die anregend verlaufene Ar­beitstagung beschlossen werden. Am Nachmittag unternahmen die noch anwesenden Teilnehmer einen Gang auf den Johannisberg.

3m Auftrage des ZOK. nach Tokio.

Der Leiter der Sportabteilung im Organisations­komitee der XI. Olympischen Spiele in Berlin, Wer­ner Klingeberg, ist vom Internationalen Olym­pischen Komitee als ständiger Derutreter nach To­kio, dem Schauplatz der XII. Weltspiele, berufen worden. Diese ehrenvolle Berufung stellt zugleich eine Würdigung der deutschen Arbei­ten für die Olympischen Spiele bar; soll doch Klingeberg, der seit langem für die Olympische Idee tätig ist, auf Grund seiner Erfahrungen von Tokio aus die Verbindung zu den nationalen Ko­mitees und den internationalen Sportverbänden aufrecht erhalten. Weiterhin wird Klingeberg dem Japanischen Olympischen Ausschuß beratend zur Seite stehen. Erst kürzlich hat ja eine japanische Studienkvmmissivn in Deutschland alle die Welt­spiele betreffenden Fragen eingehend an Ort und Stelle mit den zuständigen Sachbearbeitern be­sprochen.

Die guten Eindrücke werden nun vertieft durch Material, das den Japanern von deutscher Seite zur Verfügung gestellt wird. Vor allem sind in To­kio bisher einige Sportarten wie Reiten, Segeln, Schießen u. a. international gesehen noch nicht so berücksichtigt wie in Europa und Amerika. Dazu kommt das große Gebiet der Uebungsftättenfrage, dem von japanischer Seite große Beachtung ge­schenkt wird. Weiterhin müssen die Ausschreibungen und Programme den internationalen Regeln ent­sprechen; das alles ist Aufgabe des ernannten deut­schen Vertreters, der im Juni 1937 in Warschau und auf den weiteren internationalen Komitee- Sitzungen über diese Fragen Bericht erstatten muß. Wir dürfen auf diese Ernennung besonders stolz sein, hat doch damit das Internationale Olympische Komitee erneut seine große Hochachtung vor Deutschland zum Ausdruck gebracht.

Reife nach Nippon.

Neben seinen vielen anderen Aufgaben ist Ja­pan auch besorgt um die möglichst günstige Reise für die aktiven Teilnehmer. Von Bedeutung ist da­bei natürlich auch die Frage der Reisekosten. Um hier Erleichterungen zu schaffen, beabsichtigt das Ja­panische OK., die europäischen Teilnehmer an den Spielen mit all ihren Geräten, Booten, Pferden

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