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furchtbares Hochbahnunglück in Ehikago.
Auf dem Hochbahnhof Granville in Lhikago
eignete sich ein schweres Hochbahnunglück. Ein in voller Fahrt befindlicher Lxpreßzug fuhr auf einen auf dem Bahnhof haltenden Lokalzug auf. Die Wirkung war furchtbar. Die letzten Wagen des Lokalzuges, die in einer veralteten Holzkonstruktion gebaut waren, wurden vollkommen zertrümmert. Durch den Zusammenprall wurden die Insassen viele Weier weit auf die Gleise und die sechs Meter tiefer liegende Straße geschleudert. Bisher konnten zehn Tote und 75, teilweise schwer. Verletzte, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, geborgen werden. Die Polizei fürchtet, daß unter den Trümmern noch eine größere Zahl weiterer Todesopfer begraben liegt.
Aufsehenerregender Abtreibungsprozeß gegen einen jüdischen Arzt.
Der Herr über Leben und Tod nahm heute meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante
Frau Lina Schmidt, geb. Wagner
in ihrem 71. Lebensjahre zu sich. Ein sanfter Tod erlöste sie von ihrem schweren Leiden.
Eine gro^e Zahl von weiteren Glückwunschtelegrammen, die zum 75. Geburtstage des großen Gelehrten eingelaufen waren, legten Zeugnis ab von der Wertschätzung und Verehrung, deren sich der Gefeierte in weitesten Kreisen erfreut. Es lagen ferner u. a. telegraphische Glückwünsche vor vom Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß, vom Reichskriegsminister von Blomberg, Generaladmiral R a e d e r, Reichsarbeitsführer Hier!, Reichssportführer von Tschammer- O st s n , ferner von der Reichsärztekammer, der Reichsjugendführung und von vielen Persönlichkeiten der medizinischen Welt. Auch fand sich eine große Zahl von Gratulanten ein, die ihre Glückwünsche persönlich überbrachten. Ministerialdirektor Vahlen überbrachte die Urkunde über die Verleihung des Adlerschildes des Deutschen Reiches. In der begleitenden Ansprache betonte er, es fet ihm eine besondere Ehre und Freude, im Namen und im Auftrage des Führers und Reichskanzlers diese Urkunde zu überreichen. Er bringe damit den besonderen Dank des Führers und des Reichserziehungsministers zum Ausdruck für die hingehende und aufopfernde Arbeit, die Professor Bier als Arzt, als Forscher und insbesondere als Lehrer des ärztlichen Nachwuchses zum Nutzen von Volk und Staat geleistet habe. Nach Dankesworten von Professor Bier für die ihm zuteilgewordene hohe Auszeichnung sprach Reichsärzteführer Dr. Wagner dem greisen Gelehrten für die Aerzte- schast Deutschlands sowie im Namen von Staat und Partei die herzlichsten Glückwünsche aus.
Frau Marie Reusch
geb. Steinbach
wurde uns am 21. November durch den Tod entrissen.
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Das Zweibrücker Schwurgericht verurteilte nach zweitägiger Verhandlung den Christian Riech- m a n n und die Ehefrau Anna Bißbort, beide aus Contwig in der Westpfalz, wegen Mordes zum Tode. — Damit hat ein Kapitalverbrechen eine Aburteilung gefunden, das im Herbst 1935 in der ganzen Rheinpfalz größtes Aufsehen erregte. Völlig rätselhaft war damals das spurlose Ver- chwinden des Metzgers Adam Bißbort, des Ehemannes der Angeklagten Bißbort und Schwagers von Riechmann. Voruntersuchung und Gerichtsverhandlung haben einwandfrei ergeben, daß die beiden Angeklagten und die inzwischen durch Selbstmord geendete Ehefrau Riechmanns den Bißbort am Abend des 17. Oktober 1935 gemeinschaft- l i ch ermordet und die Leiche im Backofen des ländlichen Anwesens verbrannt haben. Der Prozeß ergab weiter, daß der Hauptbeweggrund des schleußlichen Verbrechens in jahrelangen ehebrecherischen Beziehungen der jetzt Derureilten
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Wirbelsturm zerstört einen Flugplatz auf Malta.
Der Halfar-Flugplatz in Malta wurde durch einen schweren Wirbelsturm teilweise zerstört. Mehrere große Flugzeugschuppen wurden aus ihrem Betonunterbau herausgerissen und viele Meter weit getragen. 20 Flugzeuge von dem englischen Flugzeugträger „Glorious" wurden stark beschädigt.
26 deutsche Berge über 1000 Meter hoch.
Der höchste deutsche Berg ist bekanntlich die Zug. spitze mit 2963 Meter. Es folgen der Watzmann (2714), der Große Krottenkopf im Allgäu (2657), die Mädelegabel (Allgäu, 2645), /er Hohe Göll (Berchtesgadener Alpen, 2522), die Wettersteinspitze (2296), der Untersberg (Berchtesgadener Alpen, 1975), der Wendelstein (1837), die Benediktenwand (Jsarwinkelgebirge, 1802), der Herzogstand (Jsar- winkelgebirge, 1731), die Schneekoppe (1603) und das Hohe Rad (1509) im Riesengebirge, der Feld- berg (1493) im Schwarzwald, der Große Arber (1457) im Bayerischen Wald, der Rachel (1452) im Böhmerwald, die Sturmhaube (1436) im Riesengebirge, der Glatzer Schneeberg (1424), der Belchen (1414) im Schwarzwald, der Fichtelberg (1214) im Erzgebirge, die Hornisgrinde (1164) im Schwarzwald, der Brocken (1142) im Harz, der Hinterberg (1127) im Jsergebirge, der Einödriegel (1126) im Bayerischen Wald, der Schneeberg (1051) im Fichtelgebirge, der Lemberg (1015) im Schwäbischen Jura, die Hohe Eule mit 1014 Meter im Eulengebirge.
Internationales Bridge-Turnier in Wiesbaden.
Im Kuvhaus zu Wiesbaden findet in diesen Tagen ein internationales Bridge-Turnier unter Leitung des Korvettenkapitäns a. D. Clare statt. Außer dem Ausland werden die deutschen Gaue Baden, Hessen, Württemberg und insbesondere das Rheinland stark vertreten sein.
Der Spiegel aus Papier.
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Luthergemeinde
Biblische Woche
Heute abend 20 Uhr in der Kapelle des Alten Friedhofs:
Matth. 6, 1-18 . 74280
„Suchet zu allererst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit“ Pfarrer Marx, Friedberg.
Kunst und Wissenschaft.
Oer Führer verleiht Geheimrat Bier den Adlerschild des Deutschen Reiches.
Der Führer und Reichskanzler hat mit Urkunde vom 24. November 1936 dem Geheimen Medizinalrat Professor Dr. August B i e r in Sauen (Mark) aus Anlaß seines 7 5. Geburtstages in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um die deutsche medizinische Wissenschaft und seines großen ärztlichen Könnens, insbesondere auf dem Gebiet der Chirurgie, den Aülerschild des Deutschen Reiches verliehen. Außerdem hat der Führer und Reichskanzler Geheimrat Bier telegraphisch seine persönlichen Glückwünsche ausgesprochen.
die sich bei ihm einer Operation unterzogen hatten, später unter Drohungen mißbraucht hatte.
Jüdische Provokateure in Polen verurteilt.
Dor einigen Monaten war es in Przytyk (Polen) zu schweren Zusammenstöße nzwischen polnischen und jüdischen Markthändlern gekommen, die auf beiden Seiten Todesopfer gefordert hatten. Bereits in erster Instanz hatte das polnische Gericht festgestellt, daß die Zwischenfälle in den stark verjudeten Marktplätzen von jüdischer Seite provoziert worden waren. Nunmehr hat auch das Appellationsgericht in Lublin in allen wesentlichen Punkten den Urteilsspruch der ersten Instanz bestätigt, obwohl von jüdischer Seite eine Reihe von Protestkundgebungen veranstaltet worden war. Die Strafen zahlreicher angeklagter Juden wurden erhöht. Insgesamt erhielten 45 Angeklagte Zuchthausstrafen zwischen acht Jahren und neun Monaten.
Große Betrügereien eines Juden.
Zollfahndungsstelle und Kriminalpolizei in Köln sind mit der Aufklärung umfangreicher Betrügereien und sonstiger Straftaten des ins Ausland geflüchteten 55jährigen Juden Alfred Oppenheimer beschäftigt. Oppenheimer hatte es zum Teil unter Benutzung gefälschter Unterlagen, Büan- zen und falscher Steuererklärungen sowie durch Vorschieben einer Scheinfirma in gerissener Weise verstanden, sich den Anschein eines sehr kapitalkräftigen Großkaufmanns und vermögenden Hausbesitzers zu geben und feine Umwelt über seine Kreditwürdigkeit zu täuschen. So sind zahlreiche Personen, darunter viele Gewerbetreibende, um große Summen geschädigt worden.
Großfeuer in Düren.
Elche zwischen Meer und Memel von Martin Kakies
Insgesamt 120 Seiten mit 82 hervor- ragenden Naturaufnahmen des Verfassers auf 56 Kunstdrurktafeln.
In Leinen gebunden RM. 3,60.
Aus dem Inhalt: Parade imFrühling- Ein Elchkalb torkelt ins Leben-ImAommer- glühen — Elk, der Schaufler vom Meer — Die hohe Zeit — Der Kapitalschaufler von Helenawerder — Der Starke und der Dolch- endige-Auf der Hochdllne-Elche im Schnee. Der Verfasser. Hauptschriftleiter de» „Tie« meler Dampfbootes", ist in seiner Heimat bekannt als ein ausgezeichneter Elchkenner. Sein Leben lang hat er dieses urwüchsige Tier der heimischen Landschaft auf der Ku- rischen Nehrung beobachtet und bietet nun aus feiner umfangreichen Lichtbildsammluug die schönsten Ergebnisse seiner jahrzehntelangen Kamerajagd in einer überraschenden Fülle und Vielseitigkeit. Martin Kakies hat wirklich das Intimste aus dem Leben der Elche zu allen Jahreszeiten mit seinem gau- berkasten belauscht und kann uns nun so ziemlich alle Geschehnisse aus dem Elchgebiet zwischen Meer und Memel in ganz ausgezeichneten Lichtbildreihen vor Augen führen. Datz er aber nicht nur einer unserer besten Naturlichtbildner, sondern auch ein außergewöhnlich begabter Schriftsteller ist, der seine Erlebnisse spannend und unterhaltsam zu berichten weiß, wird die Freude am Besitz dieses schönen Buches verdoppeln.
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Ein jüdifcher Arzt, der geradezu bewußt an Ausrottung mehrerer burgenländischer Bezirke ~ arbeitet hat, hat sich in mehrtägiger Verhandlung wegen verbotenen Eingriffes in unzähligen Fällen und überdies wegen Schändung vor einem Wiener Gericht zu verantworten. Der burgenländischen Landesregierung war es aufgefallen, daß die Geburtenziffer in einigen Bezirken des nördlichen Burgenlandes, die sich sonst durch eine große Bevölkerunasvermehrung auszeichneten, plötzlich auffällig abzusinken begann. Längere Zeit konnte man sich diese Tatsache nicht erklären, bis sich schließlich der Verdacht ergab, daß der aus Galizien zugewanderte jüdische Arzt Dr. Edmund Segall in großem Stile Schwangerschaftsunterbrechungen vornahm. Der Arzt wurde verhaftet. Nunmehr wurde tatsächlich festgestellt, daß der Jude in einer Ortschaft eine förmliche Abtreibungsklinik eingerichtet hatte. Die Zahl seiner Verbrechen läßt sich auch nicht annähernd feststellen. Bei der Untersuchung kam auch zutage, daß er zahlreiche Frauen,
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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Reichserziehunasminister R u st hat an Geheimrat Prof. Dr. Bier das folgende Glückwunschtelegramm gesandt:
Sehr geehrter Herr Geheimrat!
Nehmen Sie zu Ihrem 75. Geburtstage meine herzlichsten Glückwünsche entgegen. Sie gelten nicht nur dem hervorragenden Vertreter medizinischer Wissenschaft an der Universität Berlin und dem bedeutenden Direktor der Universitätsklinik, sondern auch dem großen deutschen Arzte. Ich verbinde mit diesen Glückwünschen den Dank für alles, was Sie dem Staate geleistet haben und womit Sie einem Heranwachsenden Geschlecht deutscher Aerzte und Mediziner ein Vorbild sind.
Heil Hitler!
Rust, Reichserziehungsminister.
Element mit 16 Schlauchleitungen bekämpfte, war an eine Rettung des Möbelhauses nicht zu denken. Die Feuerwehrleute mußten sich auf den Schutz der Nachbargebäude beschränken. Em angrenzendes dreistöckiges Eckhaus konnte nur mit großer Mühe vor der völligen Vernichtung bewahrt werden. Die beiden obersten Stockwerke fielen den Flammen zum Opfer. Das Möbelhaus mit einem großen Möbellager sowie die Schreinerei im Hinterhaus brannten vollständig aus. Der Schaden wird auf über 100 000 RM. geschätzt. Die Ursache des Brandes konnte noch nicht geklärt werden. Vier Feuerwehrleute trugen Rauchvergiftungen davon. Einige andere erlitten Brandwunden.
Riesenbrand in Budapest.
In einer der vergangenen Nächte wütete in den Anlagen der Hanf-Jute- und Textilwarenindustrie AG. in Budapest ein Riesen feuer, das erst nach mehrstündiger Arbeit lokalisiert weriden konnte. Bei den Löscharbeiten geriet eine Abteilung Feuerwehrmänner in eine bedrängte Lage. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsarbeiten kam ein Feuerwehrmann ums Leben, während 12 Feuerwehrleute, darunter ein Feuerwehrkommandant und ein Rettungsarzt, erhebliche Brandwunden erlitten.
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