Frankreich imb die belgische NeukralM. Äon Karl von Schoch, Generalleutnant a.O.
Seit einer Reihe von Jahren wird von den verantwortlichen Staatsmännern immer wieder be- iont: Herstellung des Vertrauens ist die erste Voraussetzung für die Gesundung der Weltwirtschaft, und ohne Rückkehr eines solchen Ver- irauens ist an einen wahren Frieden nicht zu denken. Trotzdem erleben wir dauernd dasselbe: das Mißtrauen, der Todfeind jeder wirklichen Derstän- vigung, scheint unausrottbar. Einen schier klassischen Beweis dafür haben vor kurzem wieder unsere westlichen Nachbarn geliefert. Der König der Belgier hatte am 14. Oktober im Ministerrat die Rückkehr zur Neutralitätspolitik an- aekündigt. Sie war zwar im Jahre 1830 bei der Loslösung Belgiens von Holland ausdrücklich beschlossen worden, aber jahrelang vor dem Krieg aufgegeben zu Gunsten eines einseitigen Bündnisses mit den Westmächten. In Frankreich war die Presse einig in der „Verurteilung" der neuen belgischen Haltuna, und die französische Regierung hat bereits die Befestigung der Grenze sowohl gegen Belgien als auch gegen die Schweiz beschlossen.
Sucht man sich ernstlich Rechenschaft zu geben über diese merkwürdige Einstellung unserer Nachbarn, so stößt man sofort auf jenes Mißtrauen, das der französischen Nation zur zweiten Natur geworden scheint; es findet seinen Ausdruck in dem Schlagwort von Frankreichs „S i ch e r h e i t", das seit der Beendigung des Weltkrieges förmlich das A und O der französischen Außenpolitik geworden ist, und, so abgedroschen es klingen mag, seine Wirkung doch nie verfehlt. Und daß diese Sorge nicht
Jlur wenigen Gottbegnadeten hat zu allen Zeiten die Vorsehung die Mission aufgegeben, wirklich unsterblich Neues zu gestalten. Damit sind diese aber die Wegweiser für eine lange Zukunft, und es gehört mit zur Erziehung einer Nation, den Menschen vor diesen Großen die nötige Ehrfurcht beizubringen, denn sie sind die Fleischwerdung der höchsten Werte eines Volkes.
Adolf Hitler,
aus der Kulturrede auf dem Parteitag 1933.
nur ein Vorwand, sondern echt ist, beweist eben die Tatsache, daß der französische Generalstab sich zu einer reinen Abwehr-Maßregel, nämlich der Spe r- rung der neutralen Grenzen, entschlossen hat. Ueberall wittert man für Frankreich Gefahr und stellt dabei etwa folgenden Vergleich an:
Bei Ausbruch des Weltkrieges war unsere Ostfront gegenüber Deutschland durch eine 230 Kilometer lange Befestigungslinie von Belfort über Nancy bis Verdun so gut wie unangreifbar; fast unmittelbar nördlich schlossen sich die belgischen Fe st ungen von der Grenze bis Antwerpen an, zusammen eine starke Verteidigungsfront von 450 Kilometer. Um die übrigen Grenzen brauchen wir uns so gut wie gar nicht zu sorgen; die Schweizer Grenze (300 Kilometer) konnte ebenso unbesetzt bleiben, wie die 400 Kilometer lange Strecke gegenüber Spanien; schließlich durften mir seit dem 1. November 1902 bereits mit der italienischen Neutralität rechnen und konnten daher noch vor der Marneschlacht unsere letzten Beobachtungstruppen von der italienischen Grenze wegziehen. Alles in allem waren also 1000 Kilometer mehr a l s zwei Drittel unserer gesamten Landesgrenzen, vor feindlicher Bedrohung sicher.
Weiter argumentiert man in Frankreich: Demgegenüber sieht es heute wesentlich ungünstiger aus. Gewiß, unsere Festungsfront gegen Deutschland (Maginotlinie) ist noch stärker als 1914; aber sie ist auch von 230 auf 380 Kilometer Breite angewachsen und erfordert dementsprechend eine weit stärkere Ausstattung mit Personal und Material. Sicherlich war das bisherige Bündnis mit Belgien für uns Franzosen vorteilhafter als die jetzige Absicht der Neutralität, von der wir gar nicht wissen, ob und wie lange sie im Ernstfall durchgehalten werden kann. Auf alle Fälle wird den französischen Militärs die Sperrung der 380 Kilometer langen Grenze gegen Belgien ein unbedingtes Erfordernis, weil sonst die Maginotlinie einfach in der Luft hängt.
Wie steht es um die Schweizer Grenze? Die Franzosen wagen selbst nicht zu behaupten, daß die Neutralität dieses Landes von Deutschland angetastet würde. Sie blicken aber mißtrauisch nach Italien. Die Hauptpässe an der französisch-italienischen Grenze (der Mont Cenis und der Mont Pel- voux) sind schon längst durch französische Befestigungen gesperrt. Wenn die Kriegsgeschichte den Alpenübergang eines Hannibal und Napoleon I. als
besonders kühne Unternehmungen preist, jo darf nicht übersehen werden, daß in beiden Fällen jede Abwehr durch einen Verteidiger gefehlt hat. Bleibt noch die P y r e n ä e n f r o n t. Es droht von dorther keine Gefahr. Aber sind wir, so fragt sich Paris, so ganz sicher davor, daß nicht eines Tages ein nationalistisch gewordenes Spanien eine eigene Politik macht?
Es gibt ein gesundes Mißtrauen, mit dem jeder Generalstabschef bei seinen Mobilmachungsvorarbeiten gerüstet sein muß, um schwere Enttäuschungen im Ernstfall zu vermeiden. Ein solches gesundes Mißtrauen hat Moltke in den Jahren 1866 bis 1870 beherrscht. Nur wenige wissen heute noch, daß in seinen Kriegsvorbereitungen damals der Zweifrontenkrieg einen sehr breiten Raum eingenommen hat; auch die Gegnerschaft Dänemarks, Belgiens und sogar Hollands wird in die Berechnungen einbezogen. Und aus derselben Vorsicht n * er die eigene Stärke lieber zu schwach als zu slark annehmen; trotz der abgeschlossenen Schutz- und Trutzbündnisse hat noch im Frühjahr 1870 der Feldmarschall persönlich eine Marschtafel ausgearbeitet, in der nur die norddeutschen Kontingente berücksichtigt waren. Nachträglich mag uns das heute etwas übertrieben vorsichtig erscheinen; tatsächlich hat im Juli 1870 vor allem das rückhaltlose Bekenntnis des Bayernkönigs zur Bundestreue und die sich daran entzündende nationale Begeisterung erst die bedenklichen Wünsche nach einer bewaffneten Neutralität des Südens ein für allemal zum Schweigen gebracht.
Neben der gebotenen Vorsicht gibt es aber auch
ein übersteigertes, ja krankhaftes Mißtrauen, dem Frankreich rettungslos verfallen erscheint. Dieses krankhafte Mißtrauen hat vor allem die Feder geführt bei dem Diktat von Versailles, das Deutschland zu völliger Wehrlosigkeit verdammte (war doch dem 100 000-Mannheer selbst die Führung eines Verteidigungskrieges untersagt). Dom gleichen krankhaften Mißtrauen war Frankreich beseelt in seinem Bestreben, diesen würdelosen Zustand für Deutschland förmlich zu verewigen; aus dem gleichen Mißtrauen hat es bewußt alle Verhandlungen zu einer ehrlichen Rüstungs-Beschränkung sabotiert, ja sich dem Bolschewismus in die Arme geworfen.
Nun sieht man sich in diese Sackgasse völlig verstrickt; die eigene bürgerliche Presse hat kürzlich das Bündnis mit Sowjetrußland als „Wahnsinn" bezeichnet, da sie mit Recht vor allem die Zersetzung des Heeres durch den Kommunismus befürchtet. Erft vor kurzem hat Jaques D o r i o t in einer Massenversammlung den Warnungsruf erschallen lassen: „Ich glaube ernstlich daran, daß die beste Garantie für den Frieden in Westeuropa die Herstellung normaler Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschlands ist." Es wird wohl vorläufig noch ein Prediger in der Wüste bleiben, und Frankreich wird wieder ungezählte Milliarden opfern, um das Schreckgespenst seiner durch Belgiens Neutralität „bedrohten" Grenze zu bannen. Wenn je, so paßt auf solches Mißtrauen das Wort: „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie sortzeugend immer Bches. muß gebären."
Der Bau von Arbeiterwohnungen steht allem voran.
Bevorzugter Einsatz von Kapital, Baustoffen und Arbeitskräften.
Berlin, 24. Nov. (DNB.) Die Siedlungs- und Wohnungspolitik des Dritten Reiches sieht ihre Aufgabe darin, Wohnstätten zu schaffen, die für die minderbemittelten werktätigen Volksgenossen, geeignet und erschwinglich sind. Im Rahmen des Vierjahresplanes muß alles daran gesetzt werden, um die Bautätigkeit zu den Arbeiter- wohnstätten zu verlagern. Der Bedarf an Kleinsiedlungen, Kleineigenheimen ist bei weitem am größten. Der Reichsarbeitsminister hat daher alle Behörden angewiesen, alles in ihren Kräften liegende zu tun, damit der Bau von Arbeiterwohnstätten in Zukunft noch in weit größerem Umfange gefördert wird als bisher. Mit öffentlichen Mitteln dürfen überhaupt nur noch Wohnungen gefördert werden, die für die Arbeiterschaft bestimmt und geeignet sind. Auch alle Vergünstigungen, wie sie von Gemeinden und sonstigen öffentlichen Körperschaften für den Wohnungsbau noch gewährt werden (Hergabe billigen Landes, Vergünstigungen bei den Anliegerleistungen und Anschlußgebühren usw.) sollen möglichst ausschließlich den Ärbeiterwohnstätten zugute kommen. Ebenso ist bei der Handhabung der Baupolizei auf die besondere Förderung der Arbeiterwohnstätten Bedacht zu nehmen.
Für den Wohnungsneubau steht nur eine b e - schränkte Kapitalmenge zur Verfügung. Ferner nötigt der gewaltige wirtschaftliche Aufschwung, der in Deutschland eingetreten ist, zum Haushalten mit den Baustoffen und Arbeitskräften. Es geht nicht an, daß das verfügbare knappe Hypothekenkapital oder die Baustoffe und Baufacharbeiter für weniger dringliche Wohnungsbauten in Anspruch genommen werden, wenn dadurch der Bau von Kleinsiedlungen, Volks- wohnungen, Landarbeiterwohnungen usw. in Frage gestellt wird. Ist dies der Fall, so muß notfalls gegen die betreffenden Bauvorhaben vorläufiger Einspruch eingelegt werden. Mit den Arbeitsämtern sollen die Wohnungsbehörden künftig engste Fühlung halten, um den Ueberblick über die Durchführbarkeit der Bauprogramme zu gewährleisten. Es ist im Augenblick nicht möglich, das Lohnniveau allgemein zu erhöhen. Um so größeres Gewicht muß darauf gelegt werden, daß für den Arbeiter menschenwürdige, aber auch seinen Einkommensverhältnissen angepaßte Wohnstätten geschaffen werden. Der deutsche Arbeiter kann überzeugt sein, daß auf diesem Gebiet alles geschieht, was nur irgendwie möglich ist.
Leistungsreserven -er Landwirischafi.
Die Gondertagungen des Reichsbauerntages.
Goslar, 24. Nov. (DNB.) Im Rahmen der Fachsitzungen des Reichsbauerntages kam neben Fragen des Luftschutzes und der Sippenforschung die Neubildung des deutschen Bauerntums zur Sprache. Dr. von Modrow von der Landesbauernschaft Pommern wies darauf hin, daß es genugSiedlungswillige gebe. Seit der Errichtung der Reichsstelle für die auslandsdeutschen Bauernsiedler haben rund 20 000 Siedlungsbewerber den neuen Bauernschein erhalten, von denen bisher über 9000 Familien eingesetzt waren. Der Hauptteil der Beratungen galt den L e i - stungsreservenderLandwirtschaftfür die Erzeugungsschlacht. Wie Dr. F e n s ch nachwies, sind die Ertragsreserven vor allem i n Bauernbetrieben zu suchen, zumal der weitaus größte Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche auf kleine landwirtschaftliche und bäuerliche Betriebe entfällt. Bei einem Vergleich der Erträge verschiedener größerer Klassen und bei der Untersuchung der Leistungen von Betrieben, die unter gleichen Ertragsbedingungen arbeiten, ergaben sich außerordentlich große Ertragsunterschiede, die stärker werden, je kleiner die Betriebsgröße ist. Zur Erreichung der Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes kommt es darauf an, den allgemeinen Durchschnitt den Leistungen des besten Drittels der Betriebe nahezubringen. Diesem Ziel dient auch die ständige statistische Kontrolle der. einzelnen Betriebe in sog. Kreiswirtschaftsmappen, die neuerdings zur Einführung kommt.
Ein Sondergebiet der Ertragssteigerung wurde mit den Milchleistunasprüfungen behandelt. Gegenwärtig sind 200 Leistungsinspektoren tätig, die bei den Landesbauernschaften zusammengefaßt sind. Die Ende des vorigen Jahrhunderts aufgenommene Milchleistungsprüfung hatte im Jahre 1914 3,4 v. H. aller Küye erfaßt. Anfang 1934 waren es 11 v. H., 1935 schon 14 o. H., und nach der Einführung der Pflichtprüfun'g nunmehr 36 v. H. Jetzt sind die Schlüsse für die praktische Arbeit zu ziehen, vor allem in der Ausmerzung der leistungs- fchwachen Tiere und der sachgemäßen Ausbildung des Personals. Auf der gleichen Linie liegt die Durchführung der neuen KörOrdnung, nach der künftig nur angeförte Vatertiere zur Zucht verwendet werden dürfen.
Gleichzeitig find auch die Beratungen der Reichshauptabteilung III fortgesetzt worden, wobei die Getreidewirtschaft, die Kartoffelwirtschaft und die Zuckerwirtschaft behandelt worden sind. Dabei wurde die Bedeutung einer schnellen und vollständigen Ablieferung der Brotgetreidekontinge n t e , der Ausbau der Trocknungsanlagen zur Gewinnung von Zuckerfuttermitteln und die Besserstellung der Kleinbetriebe im Rüben- anbaurecht nach Maßgabe der Viehhaltung unterstrichen.
Die Sondertagungen brachten weiter Beratungen über den Arbeitseinsatz auf dem Lande. Der ostpreußische Landesbauernführer Spick- f cf) e n sah es ebenso wie der thüringische Landes
hauptamtsleiter Reinhardt als selbstverständlich an, daß der Landarbeiter in die Gemeinschaft des Volkes eingegliedert werde. Die Lebenshaltung der Landarbeiter müsse besonders durch Deputat, Wohnung und Landnutzung erhöht werden, Zwang zur freien Arbeit dürfe es in Zukunft auf dem Lande nicht mehr geben. Auch die Frax des Landarbeiters gehöre ins Haus. R e i n k r von der Bauernhochschule Goslar betonte die Notwendigkeit der Verwurzelung des Landarbeiters im Dorf und der Gewährung eines Lohnes, der feiner Arbeit entspreche. Reichsabteilungsleiter Dr. W i n • t e r schilderte die Versuche, die Zahl der Landarbeiterkräfte zu erhöhen und die Arbeitsanforderungen durch Rationalisierung herabzudrücken.
Oberforstmeister Freysoldt betonte die Notwendigkeit der Aufforstung und intensivsten Pflege des Bauernwaldes. Das Brennholz könne weiterhin durch Kohle ersetzt werden, während hochwertiges Nutzholz dringend gebraucht würde. Oberforstmeister Dr. Jäger führte aus, daß auch der Holzoerkauf aus dem Bauernwald durchaus zur planmäßigen Bedarfsdeckungswirtschaft beitragen könne.
Auch die Brauwirtschaft wurde behandelt. Die Zahl der gewerblichen Brauereien habe gegenüber der Vorkriegszeit um fast 70 v. H. abgenommen, und auch die bestehenden Brauereien seien meist nur mit 50 v. H. ausgenutzt. Die Brauwirtschaft müsse verstärkt in die Erzeugungsschlacht eingeschaltet werden.
Oie neue Neichsanleihe.
Im Zuge der weiteren Durchführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben begibt das Deutsche Reich aufs neue 500 Millionen Mark 4'/2prozentige auslosbare Reichsschatzanweisungen zum Kurse van 983/«. Mit diesen Bedingungen entspricht die neue Neichsanleihe fast vollständig jener vom Juli 1936. Wie alle vorhergegangenen Anleihen des Reiches — in den letzten Jahren wurden insgesamt 3,5 Milliarden Mark im Anleiheweg dem Reiche zur Verfügung gestellt — wendet sich auch diese an alle deutschen Volksgenossen. Alle sollen, so weit es in ihren finanziellen Kräften steht, dazu beitragen, dem Reich die für die Verwirklichung seiner großen Ausgaben erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen.
Wie verwendet das Reich nun die Anleihemittel? Mit Hilfe der aufkommenden Gelder löst es die übernommene kurzfristige Verschuldung, die es durch Ausgabe von Schatzanweisungen oder Wechseln gemacht hat, ab, d. h. es wandelt kurzfristige Schulden in langfristige um. Die Unbeirrbarfeit unserer Währungspolitik, die zu wiederholten Malen gerate in der letzten Zeit anläßlich der Währungsabwertungen anderer Länder betont worden ist, müßte schon allein genügen, um sich dieses neuen Anlagemittels gern und willig zu bedienen. Besondere Anziehungskraft gewinnt es noch durch den Zinssatz von 4 Vt v.H. Daß zudem im nationalsozialistischen Deutschland niemand am Rentenmarkt und insbesondere am Markt der Reichsanleihe bisher auch nur einen halben Pfennig verloren hat, dürfte der beste Beweis für das Angeratensein dieser Anlage sein. Die Reichsanleihe kann auch zu besonders günstigen Bedingungen bei den Kreditinstituten und auch bei der Reichsbank be 1 iehen werden. Außerdem können die Anleiheanteile jederzeit auf dem breiten und gepflegten Rentenmarkt risikolos verkauft werden. Unter diesen Umständen ist es eine Selbstverständlichkeit für jeden national denkenden Deutschen, bei der Anlage seines flüssigen Geldes auch die Reichsanleihe einzubeziehen und ihre Zeichnung nicht nur denen überlassen zu wollen, die direkt durch Reichsaufträge Sondergewinne erzielt haben, sei es, daß sie Lieferungen für die Reichsautobahnen, für große öffentliche Bauten ober für die Anlage wichtiger Jndustriewerke erhalten hatten. Wenn der Dezem- ber/Januar für die Anleihezeichnung festgesetzt wurde, so weil diese Monate zu den günstigsten Terminen des Geldmarktes gehören. Der Januar ist einer der großen Zinstermine des Jahres, außerdem werden vielfach zu diesem Termin Son- dergewinne ausgeschüttet.
Wetterbericht
des Neichswetterdienstes. Ausqabeort Frankfurt.
Mit der weiteren Abkühlung des auf dem Festlande liegenden Hochdruckgebiets macht sich bei uns in zunehmendem Maße eine Umgestaltung der Gesamtwetterlage geltend. Von Westen her ist bereits etwas feuchtere Luft nach Deutschland vorgedrungen, sie gab zu verbreiteter Nebelbildung und Eintrübung Anlaß, die auch die höheren Berge schon zum Teil erfaßt hat. Bei nur schwacher Luftbewegung ist aber eine durchgreifende Milderung noch nicht zu erwarten.
Aussichten für Donnerstag: Dunstig- trübes Wetter, strichweise mit leichten Niederschlägen, schwache Winde, Temperaturen um Null.
Lufttemperaturen am 24. November: mittags 4,9 Grad Celsius, abends —3,3 Grad; am 25. November: morgens —2,2 Grad. Maximum 4,9 Grad, Minimum heute nacht — 4,1 Grad.
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