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Zreitag, 2 Z. September 1936

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. 225 Zweiter Blatt

Wieder feiert das deutsche Volk sein Erntedankfest

OJl.-tfpoit

Velten,

Keßler,

Henny

Helmut Feller, Hrch.

Lollar.

Ring

189 Teilnehmer beim Feldbergrennen

eines Weltmeisters, auch wenn er nur eine gebrauchen kann und völlig untrainiert im erscheint.

Dietz, 2. Luise Weigandt, 3. Elfriede Mehl.

Schülerinnen Mittel st ufe: 1. Elli Luh, 2. Hilde Vielmetter, 3. Luise Faber.

Schülerinnen Unter st ufe: 1. Meta Klotz, 2. Gretel Lenz, 3. Hilde Peter.

Volkstümlicher Dreikampf.

beiden einträchtig nach Hause. Aber wenn das Mädchen fröhlich die Erntekrone. (Scherl-M.)

Mit dem Feldbergrennen auf der 12 Kilometer langen Kanonenstraße im Taunus schließt am näch- en Sonntag der DDAC. die diesjährige Motor- sport-Rennzeit ab. Roch einmal versammeln sich hier die Fahrer der deutschen Spitzenklasse zu einem ernsthaften Kampf, wird doch bei dieser Gelegen­heit gleichzeitig auch der letzte Lauf um die Deutsche Straßenmeisterschaft für Motorräder mit und ohne Seitenwagen und außerdem die Deutsche V e r g m e i st e r s ch a f t für Kraftwagen ausgetragen. Im vorigen Jahre drückte Stuck auf dem Auto-Union-Renn- wagen den absoluten Streckenrekord auf 6:22,3 Min. und erzielte dabei einen Durchschnitt von 112,9 km/st! In diesem Jahre steht der junge Rose meyer, der erfolgreichste Fahrer der ge­rade zu Ende gehenden Saison, im Vordergrund des Interesses. Ob es ihm oder vielleicht gar seinem ebenfalls gemeldeten Stallgefährten v. Delius gelingen wird, den Streckenrekord zu unterbieten? Möglich ist das bei gutem Wetter schon, denn die Beschaffenheit der Straße ist gerade auf dem obe­ren Teilstück, das im vorigen Jahre den Fahrern sehr zu schaffen machte, viel besser geworden.

Die Meldeliste verzeichnet insgesamt 189 Nen­nungen. Selbstverständlich hat die Bedeutung dieser Veranstaltung, mit der ja die letzten Meister­schaftsläufe verbunden sind, fast ausnahmslos die gesamte deutsche Extraklasse angezogen. Bei den Motorradfahrern wird es u. a. in der 500-ccm-Klasse und in den beiden Seitenwagen­klassen wieder einen erbitterten Kampf zwischen den Rennställen von NSU. und DKW. geben. Beson­deres Interesse verdient auch der Zweikampf BMW. gegen Adler bei den Sportwagen, um so mehr, als der Münchener Rennfahrer Schweder hier in der 1,5, und 2,0-Liter-Klajse starten wird. Gespannt

Nach schwerer Arbeit auf dem Felde reiten die Erntedankfest kommt, dann tragen die jungen

Merkwürdiger Weltmeister Braddock.

Zwei Monate Trainings-Pause aber Schaukämpfe.

Seit einigen Wochen verschanzt sich der ameri­kanische Schwergewichts-Weltmeister James I. Braddock hinter einer Handverletzung, die es ihm unmöglich macht, seinen Titel gegen den ein­zig anerkannten Herausforderer Max Schmeling zu verteidigen. Glaubte man schon damals nicht recht an die durchsichtigen Gründe, so wird es jetzt immer offensichtlicher, daß der Amerikaner vor Schmeling kneift.

Die Newyorker Box-Kommission beschäftigte sich in diesen Tagen wieder mit Braddock, der von seinem behandelnden Arzt ein Attest einreichte, m dem es heißt, daß der Weltmeister noch m i n - denstens zwei Monate in Behandlung bleiben müßte, bevor er mit dem Training beginnen könne. Die Tatsache wurde zur Kenntnis genommen, gleichzeitig besaß Braddock aber die

durchgeführten Einzel- und Mehrkämpfen wurden im Durchschnitt sehr gute und beachtliche Leistun­gen erzielt. Drei Wanderpreise zwei Sportler­statuetten und eine Metallplakette mit dem Kopf und dem Wort des FührersDie Voraussetzung zur Tat ist der Wille und der Mut zur Wahrhaf­tigkeit", von der Gemeinde Lollar und zwei hie­sigen Geschäftsleuten gestiftet erhielten die besten im Neunkampf, Fünfkampf und Geräteturnen.

Leichtathletik im Tv. Heuchelheim.

Bei dem am Sonntag in Hanau ausgetragenen Gaukampf Hessen Südwest konnte Hans Neide! beweisen, daß er auch gegen Gegner, die der ersten Klasse angehören, gewinnen kann.

Auf schwerer, regendurchweichter Bahn traten die Gebrüder Neidel gegen Haag, den deutschen Rekordinhaber über 10 000 Meter, und Waffen- schmidt (beide 98 Darmstadt) zum 5000-Meter-Lauf an. Die ersten vier Runden führte Franz Neidel, dann schob sich Hans Neidel nach vorn, und beide legten, abwechselnd führend, zwei Runden zurück. In der siebten Runde übernimmt Hans Neidel die Führung und erreicht in persönlicher Bestzeit von 15:53,8 Minuten vor Waffenschmidt 15:59 Minuten, Haag 16:08 Minuten und Franz Neidel 16:13 Minuten das Ziel.

Fuhball der Gauliaa Hessen.

Im Gau XII (Hessen) spielen zunächst zwei Unter­legene des Vorsonntags, Kurhessen Marburg und Altmeister Borussia Fulda, zusammen. Die Borussen befinden sich noch nicht in gewohnter Form, doch erscheint ein Erfolg über die Marburger ziemlich sicher. Spvgg. Niederzwehren und Gerania Fulda, die das Ende der Tabellezieren", versuchen in ihrer Partie, vom Tabellenschwanz wegzukommen und möglichst weit nach oben zu rutschen. Ein offener Kampf steht hier bevor. Hessen Bad Hersfeld schließ­lich, das sich in diesem Jahre besonders viel vor-

Schüler Unter st ufe: 1. Artur 2. Erwin Peter, 3. Albert Weiß.

Jugend Turnerinnen: 1. Hildeg.

2. Hilde Artz, 3. Else Dietz.

Schülerinnen Oberstufe: 1.

Turner-Aliersireffen des Kreises 8 in Dillenburg.

Am Samstag und Sonntag, 26. und 27. Sep­tember, findet als turnerische Abschluß-Veranstal­tung des Sommer-Halbjahres 1936 in Dillenburg das Alterstreffen der Turner des Kreises 8 statt. Die Altersturner aus wohl allen Kreisorten freuen sich auf dieses Treffen. Jahraus, jahrein vermitteln ste innerhalb des Vereins ihr Wissen und Können der Jugend, lange Jahrzehnte sind sie mit der Turn­sache verwachsen und auf den Turnfesten in Kreis und Gau wirken sie als Kampfrichter und Riegen­führer, und deshalb ist es verständlich, wenn sie nun einmal für sich, zu ihrem Fest, zusammenkommen wollen. Sie wollen in echter turnerischer Kamerad­schaft zusammen fröhlich sein, und sie wollen selbst­verständlich bei dieser Gelegenheit auch turnen. So­gar einen Wettkampf hat man ausgeschrieben, und man hat allerorten sich tüchtig darauf vorbereitet.

Der Wettkampf wird in drei Klassen ausgetra­gen, seine Hebungen sind entsprechend den Alters­klassen verschiedenartig zusammengesetzt. Die verschie­denen Klassen sind vorgesehen für das Alter von 3238 Jahre, von 3945 und über 45 Jahre.

Die Festfolge des Treffens sieht am Samstag einen Kameradschaftsabend vor, am Samstagvor­mittag werden die Wettkämpfe in der Turnhalle ausgetragen, und nachmittags ist man nach einem Spaziergang mit Familien gemütlich zusammen. Die Alterstreffen der vorhergehenden Jahre in Braunfels und Lich waren sehr schöne Veranstal­tungen und man hofft, daß auch daß diesjährige Treffen von unseren Altersturnern schön durchge- führt werden wird.

Abturnen des Tv. Großen-Linden

Am vergangenen Sonntag fand das Abturnen des Turnvereins Großen-Linden statt. Vom frühen Vormittag bis um die Mittagszeit wurden Wett­kämpfe ausgetragen, an denen etwa 100 Jugend­liche und Schüler beteiligt waren. Die 1. Fußball­mannschaft hatte sich die 2. Fußballmannschaft von Leihgestern und die 1. Jugendmannschaft hatte sich die 1. Jugend des VfB. Gießen zu einem Spiel verpflichtet.

Nach einem Umzug durch die Stadt fanden am Nachmittag in der Turnhalle Schauturnen und andere Vorführungen statt. Der Besuch der Ver­anstaltung war sehr gut. Es wurde viel Neues ge­zeigt, ganz besonders gefielen die von der Turne­rin Ida Fett eingeübten Singspiele der Schülerin­nen. Das Gezeigte an den Geräten usw. war eben­falls sehr gut, besondere Erwähnung verdienen die Leistungen des Turners Richard Seth, der seine schwierigen Hebungen in bestechender Schönheit und Exaktheit ausführte.

In seiner Schlußansprache dankte der Vereins­führer Dr. Römer allen denen, die zum Gelingen des heutigen Tages beigetragen hatten. Die An­sprache, in der er auch an die großen Erfolge bei den Olympischen Spielen erinnerte, klang in einem Sieg-Heil" auf den Führer aus. Anschließend hieran nahm der Oberturnwart die Preisverteilung vor.

Die Ergebnisse:

Jugendturner Oberstufe: 1. Otto Weiß, 2 Hermann Schorge, 3. Erich Velten.

Jugendturner Hnterstufe: 1. Rudi Jun­ker, 2. Heinz Fischer, 3. Hans Braun.

Schüler Ober st ufe: 1. Heinz Junker, 2. Hans Weiß, 3. Erwin Gümbel.

Jugendturner: 1. Wenzel, Helmut Velten.

*

Turnverein

Der Turnverein Lollar

trug am Sonntag als Abschluß des Sommertrainings die diesjährigen Vereinsmeisterschaften aus. Bei den verschiedenen

Volk und Boden.

Bon Or. Erich Schmidt.

Volkstum und heimatlicher Boden sind Begriffe, die untrennbar zusammengehören. Ohne die Erhal­tung und Verteidigung des heimatlichen Bodens vermag kein Volkstum seine nationale Selbständig­keit und Freiheit behaupten. Immer also wird ein Volk um so kräftiger und gesünder sein, je mehr es mit seinem Boden verwurzelt ist. Die Boden- besitzverhältmsse sind deshalb für jedes Volk von entscheidender Bedeutung. Der Boden läßt sich nicht beliebig vermehren. Moore und Oed­länder in landwirtschaftliche Kultur zu bringen, er­fordert Arbeit und lange Sicht. Ist der Boden im Besitz von einer verhältnismäßig geringen Zahl von Großgrundbesitzern, hat ein Land kein starkes und' gesundes freies Bauerntum, so ist der soziale Volksaufbau in seiner Wurzel krank. Folgen, die dann eintreten können, sehen wir deut­lich an den heutigen Vorgängen in Spanien, das weit mehr als 100 Jahre infolge seiner un­glücklichen Bodenbesitzverhältnisse von inneren Fieberkrämpfen geschüttelt wird.

Wir haben in Deutschland Bauerntum und Großgrundbesitz. Alle Betriebsgrößenklassen vom Zwergbetrieb bis zum Riesenbetrieb mit 30 000 und mehr Hektar sind bei uns vertreten. Heber die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe und ihre Gliederung nach der Betriebsgröße geben die Be­triebszählungen genaue Auskunft. Auch die Besitz­verhältnisse sind bei der Betriebszählung von 1933 in summarischer Form fertiggestellt worden, indem geklärt wurde, wie groß bei den land- und forst­wirtschaftlich benutzten Flächen das eigene Land, das Pachtland und das Deputatland bei den ver­schiedenen Betriebsgrößen ist. Aber auch diese Zäh­lung gßbt über die Besitzverhältnisse im einzelnen keinen Aufschluß. Man kann nur annähernde Er­gebnisse ermitteln, indem man die Zahl der Be­triebe mit der Zählung der Betriebsinhaber in der Land- und Forstwirtschaft vergleicht. Das aber er­gibt folgendes Bild: Bei der Betriebszählung von 1933 wurden 3 046 875 landwirtschaftliche und 939 282 forstwirtschaftliche Betriebe insgesamt ge­zählt. Als Betriebsinhaber land- und forstwirt­schaftlicher Betrieb im Hauptberuf wurden 2 070 792 Personen ermittelt, im Nebenberuf 953 761. Das zusammen 3 024 553 Betriebsinhaber, also fast eine Million weniger als Betriebe in der Land» und Forstwirtschaft. Wenn auch sehr viele Betriebe gleichzeitig Land- und Forstwirtschaft betreiben, so geht doch schon hieraus hervor, daß recht viele Be­sitzer mehrere Betriebe haben müssen. Diese Tat­sache wird dadurch unterstrichen, daß in Deutschland 1 453 644 Betriebe land- und fortstwirtschaftlicher Art ganz oder teilweise auf Pachtland ange- w i e s e n sind. Das von ihnen gepachtete Land macht die Gesamtfläche von 4 445 1 90 Hektar aus, beträgt also mehr als 10 v. H. der 36 748 494 Hek­tar, die Eigenbesitz der land- und forstwirtschaft- lichen Betriebe sind. Hierbei ist auch noch zu be­achten, daß mit steigender Betriebsgröße die Be- deutung des Pachtlandes abnimmt, also besonders bäuerliche Betriebe auf Pachtland ange»

spruchslos und begnügt sich mit den Schaustellungen Hand

Hnverfrorenheit, um die Erlaubnis z u klei­neren Kämpfen nachzusuchen. Der Ver­treter der Boxkommission fand scheinbar nichts da­bei, daß der Weltmeister auf der einen Seite zwei Monate lang mit dem Training aussetzen muß, da­bei aber Kämpfe austragen will, denn er erklärte, daß die Kommission an sich nichts gegen solche 23ier» und Sechs-Rundenkämpfe habe, Braddock aber in diesem Falle 5 0 0 0 Dollar Garantie für den Schmeling-Kampf hinterlegen müsse. Allem Anschein nach ist sich die NBC. jetzt auch darüber klar, daß Braddocks Handverletzung nur ein Manöver ist, und will den Amerikaner mit der Garantiesumme zum Titelkampf zwingen. Rich­tiger wäre es allerdings gewesen, Braddock wäh­rend der Zeit seiner angeblichen Trainingsunfähig­keit auch Kampfverbot zu erteilen.

Vielleicht ist das amerikanische Publikum so an»

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fallen von der landwirtschaftlich benutzten Gesamt­fläche 24,7 v. H. auf die Betriebe mit 100 ha und mehr. Von diesem Durchschnitt weichen die Verhält­nisse in den einzelnen preußischen Provinzen recht stark ab. Den größten Anteil haben bie Be­triebe mit 100 ha und mehr an der landwirtschaftlich benutzten Gesamtfläche der Provinz in Pommern mit 45,4 v. H. Dann folgen Ostpreußen mit 35,4, Bran­denburg mit 33,5, Grenzmark Posen-Westpreußen mit 31,3, Niederschlesien mit 30,9, Sachsen mit 26,2, Oberschlesien mit 22,7, Schleswig-Holstein mit 15,6, während die Zahlen lauten für Westfalen nur 5,9, Hessen-Nassau 6,6 und Hannover 11,9 sowie für die Rheinprovinz 4,9 und die Hohenzollernschen Lande 5,7. .

Sehr stark vertreten ist der Großgrundbesitz auch i n Mecklenburg und in Anhalt. Das erkennt man aus der Tatsache, daß in Mecklenburg die Be­triebe mit 100 ha und mehr sogar 54 v.H. der ge­samten landwirtschaftlich benutzten Flachen aus­machen, in Anhalt 35,9. In ganz Bayern dagegen beträgt ihr Anteil nur 4,2 v.H., in Württem­berg sogar nur 3,2 v. H. und, um noch em Beispiel zu nennen, in Schaumburg-Lippe 3,7 v. H. Jedenfalls zeigen auch diese Zahlen, wie wertvoll es ist, daß durch die vom Reichsernährungsminister ge­wünschte Erhebung endlich Klarheit geschaffen wird über die Besitzverhältnisse an unserem deutschen Boden.

Die angegebenen Prozentzahlen beziehen sich auf 1 die Gesamtziffer der landwirtschaftlich benutzten l Flächen. Vergleicht man nicht nur die landwirtschaft- i lich benutzten Flächen, sondern die Betriebsflächen i überhaupt, rechnet man also die forstwirtschaftlich, : gärtnerisch benutzten Flächen und die Haus- und Hof- i flächen hinzu, so ergibt sich, daß die Betriebe mit 100 I und mehr Hektar von der gesamten Betriebsfläche von 41 425 000 ha 37,9 v. H. ausmachen. Das ist in i der Hauptsache in dem Heberwiegen des Groß- und Größtbetriebes in der Forstwirtschaft begründet. : Haben doch 2036 forstwirtschaftliche Betriebe mit je 1000 und mehr Hektar von der forstwirtschaftlichen Gesamtfläche, die 12 427 883 ha ausmachte, allein 6 015156 ha, also fast die Hälfte.

Die landwirtschaftlichen Betriebe über 100 ha ver­fügen, wie aus obigen Zahlen hervorgeht, über 5 311 000 ha der landwirtschaftlich benutzten Flächen in Deutschland. Hier handelt es sich zum Teil um Großbetriebe mit weit über 1000 ha. Einzelangaben können hierüber aber nur schätzungsweise gemacht werden, da eine genaue Ausgliederung der landwirt­schaftlichen Betriebe mit 200 ha und mehr noch nicht vorliegt. Erst die vom Reichsernährungsminister an­geregte Erhebung wird hierüber genaue Klarheit schaffen.

Großgrundbesitz ist in allen deutschen Landesteilen neben bäuerlichen Betrieben anzutreffen. Aber sein Anteil an der gesamten landwirtschaftlich benutzten Fläche ist doch recht verschieden. In Preußen!

wiesen sind.

Einsichtsvolle Männer haben schon vor Jahr­zehnten die Notwendigkeit betont, über die land­wirtschaftlichen Besitzverhältnisse resllose Klarheit zu schaffen. So schrieb z. B. bereits im Jahr 1888 der bedeutende Statistiker Conrad:Während man sehr sorgfältig in jedem Jahr registriert, wieviel Bohnen,' Runkel-, Weiß-, Mohr- und Kohlrüben gebaut und geerntet werden, fehlt es noch an jeder genaueren Feststellung der Zahl der Grundbesitzer und der Gröhe ihres Besitzes." Es hat auch nicht an Versuchen gefehlt, etwa durch Vergleiche der landwirtschaftlichen Betriebsstatistik mit der Ver­mögenssteuerstatistik die Geheimnisse der Besitz­verhältnisse endgültig zu enthüllen. Bei solchen Be­rechnungen gelangte 1931 Rautenberg zu dem Ergebnis, daß die 22 715 damals ermittelten Großgrundbesitzer bei der Zahl der Grund­besitzer nur 6 auf 1000 ausmachen, also nur 0,6 v. H , daß sie dagegen 23,8 v. H. der land- und forstwirtschaftlichen Flächen besitzen. Ferner gelangte Rautenberg bei seinen Berechnungen zu einem land­wirtschaftlichen Grundbesitz der Kirchen von ^JeOtzO endlich wird restlos Klarheit über die land­wirtschaftlichen Besitzoerhältnisse geschaffen werden. Der Reichs- und preußische Minister für Ernährung und Landwirtschaft hat beim Statistischen Reich-,- amt die Durchführung einer genauen Erye- b u n g über die Grundbesitzverteilung im Deutschen Reich' beantragt. Sie wird mit Zustimmung des Justizministers zur Ausführung kommen. In Zu fammenarbeit mit dem Reichsnährstand wird das Statistische Reichsamt einen Fragebogen fur d e Er­hebung ausarbeiten, her einen genauen statistischen Aufschluß über die Besitzverhaltnisse an dem Deut schen Grund und Boden geben wird.

(F5 ist selbstverständlich, daß die Erhebung nicht zur Durchführung gelangt UM nachher >n °ers analen Aktenschränken zu verschimmeln. Sie wird vielmey genaue und einwandfreie Unterlagen^ge► en 1für a Maßnahmen die im Sinne einer verftarrten eiebUnq/poIitif und einer zahlenmäßigen Steigers notwendig werden. In diesen Tagen h 3-

a n a i a e r Senat eine Anordnung erlayen, o ?n?Ä7a7df/so wirklichkeit-wahr-n °°rbUdl.ch°n Siedlungsmaßnahmen des großen d 6

Wer in Danzig einen Landbesitz ntajt Dränung» gemäß verwaltet und nicht für einefinng ß Lirtschaftung sorgt, wird in Zukunft Gefahr laufen, Minister angeregte Erhebung soll saröc.e3n

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darf man auch auf das Zusammentreffen von Kohlrausch (Magic-Midget) mit Bäumer (Austin), Stösser und Brudes (beide MG.) sein. Fast alle Namen dieser umfangreichen Liste haben einen guten Klang im deutschen Motorsport.

Die Vogelsberg-Geländefahrt der Motorgruppe Hessen.

NSG. Zum drittenmal wird vom Nationalsozia­listischen Kraftfahrkorps, Motorgruppe Hessen, eine Vogelsberg-Geländefahrt durchgeführt. Sie ist eine Gelandeprüfungsfahrt für Krafträder mit und ohne Seitenwagen, für Personenkraftwagen und Last­kraftwagen. Die Vogelsberg-Geländefahrt dient zur Prüfung und Schulung der Fahrer im Gelände. Die Strecke ist etwa 150 Kilometer lang und führt über Straßen jeder Ordnung. Nennberechtigt sind alle Fahrer, die im Besitz der Internationalen Fah­rerlizenz 1936 oder des nationalen Fahrerausweises 1936 der ONS. sind und ihren Wohnsitz im Bereich der Motorgruppe Hessen oder den entsprechenden Gauen des DDAC. haben. Die Fahrer müssen An­gehörige des NSKK., DDAC., des Reichsheeres, der SS., SA., HI., Polizei, des Reichsarbeits- bienftes, der Reichsbahn oder Reichspost sein.

Wie bei allen kraftfahrsportlichen Veranstaltun- aen, die von der Motorgruppe Hessen nun schon seit Jahren in bewährter Weise durchgeführt wer­den, liegt mit das Hauptgewicht auf den Mann­schaftskämpfen. Denn gerade in diesem Teil des Wettbewerbs wird die Disziplin, Kameradschaft und Fahrkunst den höchsten Ausdruck finden. Der Start erfolgt am 4. Oktober 1936, 7 Hhr, in Tübin­gen. Zur Verteilung kommen Plaketten in Gold, Silber und Eisen; weiterhin werden für besondere Leistungen wertvolle Ehrenpreise vergeben.

Betriebs­größe in ha

Zahl der Betriebe

ihre lcmdw. benutzte Fläche insgesamt in ha in v. H.

0,51 2

2 __ 5

834 014

787 707

864 000

2 376 000

3,3

8,9

5 __ 10

619 209

3 889 000

34,7

10 __ 20

450 517

5 337 000

34,7

20 __50

267 094

6 275 000

33,2

50 __100

54 491

2 572 000

33,2

100200

16 542

1 371 000

19,9

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200 u. mehr

17 301

3 940 000

19,9

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