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21.

Aus -en preußischen Nachbargebieten

n a t

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preise.

konzert I. 13: Nachrichten, auch bezirk. 13.15: Schloßkonzert II.

Einheitliche liundholzvermessunq und Holzsortenbildung im ganzen lieich.

aus dem Sende« 14: Nachrichten.

rung dar.

Auf die Gießener Wohnungsverhält- ' nifse eingehend, brachte der Referent an Hand von Zahlenmaterial den Beweis, daß entsprechend der Zunahme der Bevölkerung und der Haushal- hingen in Gießen noch ein Mangel an Kleinwoh­nungen besteht. Trotz der 2120 neuerbauten und m Kürze vollzählig verfügbaren Wohnungen wird der Fehlbedarf mit rund 240 Wohnungen errechnet, wofür in erster Linie Volkswohnungen zum Preise von 25 bis 35 Mark in Betracht kämen. Die Reichs­regierung hat den Bedarf an solchen Dolkswohnun- gen erkannt und eine Aktion zu deren Bau einge­leitet, indem sie für jede Wohnung Zuschüsse bis zu 1000 Mark zur Verfügung stellt. Gießen ist durch eine glückliche Grundstückspolitik noch in günstiger Lage. Leider fehlt aber die Industrie, die Sied­lungshäuser oder Kleinwohnungen für ihre Gefolg­schaften bauen könnte.

Nach dem vom Rechner G ö b erstatteten Rech­nungsbericht, der geordnete Kassenverhältnisse er­gab, sprach noch der Geschäftsführer des Landes­verbandes, Fuchs (Mainz), zu den Mieterfraaen. Einleitend stellte er fest, daß die Mieterschutzgesetze weder aufgehoben noch gelockert worden, sondern durch den vom Dezember 1934 erlassenen Voll­streckungsschutz erweitert worden seien. Damit sei am besten auch die Notwendigkeit der Mieterorganisa- Hon begründet, die die Reichsregierung noch braucht, weil sie die vielen Einzelarbeiten weder selbst, noch durch die Parteidienststellen erledigen kann. Die Mieterschutzvereine seien als alleinige Vertreter der Mieter staatlich anerkannt worden.

In Hessen sei es so, daß die Regierungsstellen die Mietervereine aufgefordert haben, dahingehend aufklärend zu wirken, daß die alten Mieterschutz, gesetze vorerst noch weiter bestehen und daß ins­besondere Mieterhöhungen gesetzlich bestraft wer- den, solange noch Wohnungsnot besteht. Die Ent- Wicklung der letzten 10 Jahre beweist, daß der Zug von den großen nach den billigeren Wohnungen an­gehalten habe. Das kouimende Mieterschutzgesetz solle einen Ausgleich zwischen Hausbesitzer und Mieter schaffen und Wege zur Hausgemeinschaft und damit zur Volksgemeinschaft weisen. Die gan­zen Bestrebungen gingen darauf hinaus, für ein gesundes und den Verhältnissen entsprechendes Wohnen der Volksgenossen zu sorgen und sie durch ein gesichertes Heim wieder zu solchen Lebens«

pflege zu erwerben. Der Kursus wurde mit einer Feier im Saale des Gastwirt von Bittendorf beschlossen. Zur Feier waren viele Gäste, u. a. auch die Kreisfrauenschaftsleiterin Bender (Wetzlar), erschienen, die über die Aufgaben der NS.-Frauen- schaft sprach. Schwester Klara sprach über die Auf­gaben der deutschen Frau und Mutter, machte be­sonders auf die Gefahren der Rassenmischung auf­merksam, sprach über die Verhütung erbkranken Nachwuchses und über die Entwicklung der Ge­burtenzahlen in Deutschland. Die Kursusteilnehme- rinnen wurden mit Diplomen ausgezeichnet, die von der Kursusleiterin überreicht wurden. Die Frauenschaftsleiterin dankte der Schwester für ihre Mühewaltung und überreichte ihr als Zeichen der Anerkennung ein Bildwerk. Musik, Lieder und Ge- dichtvorträge verschönten den Abend. Demnächst findet auch in Launsbach ein solcher Müt- terfchulungskursus statt, zu dem sich be­reits 36 Teilnehmerinnen gemeldet haben.

Raubüberfall auf eine Kronberger Bank

Der Täler erhängte sich in der Arrestzelle.

LPD. Kronberg. 24. April. In Kronberg er­eignete sich Donnerstag abend ein Vorfall, der stark an Wildwest-Romantik anklingt. Ein etwa 18jäh- riger junger Wann aus Kronberg betrat um 6.30 Uhr die Büroräume der Zahlstelle mit einer schwarzen Gesichtsmaske und vorge­haltenem Revolver und rief den beiden an­wesenden weiblichen Angestellten zu: ..Hände hoch! herumdrehen!- Zugleich schnitt er die Fernsprech­leitung durch und raubte aus dem Kassenschrank nahezu 1700 Mark. Er verließ sodann unter Drohungen den Raum und fuhr mit dem Fahrrad

3. Strahenbahnverkehr.

Haltestelle: Unterfchweinstiege der Linie

4. Eisenbahnverbindung: Bahnhof Mitteldick.

5. preise:

samten deutschen Waldbesitz die notwendige Vor- 14.10: Wunschkonzert. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: aussetzung für eine geordnete und allgemeingültige Kinderfunk. 15.45: Unterhaltungsmusik. 16.45: Wer Preis- und DerkaufspoliHk schafft. Ohne diese nun- kennt die Meister deutscher Erzählkunst? Ein

Platz A und B,30 Mark; Platz C,50 Mark; Uebergang von Platz B zu Platz C: 0,20 Mark. Kin­der unter 14 Jahren die Hälfte.

Kassen sind geöffnet von 14 bis 21 Uahr.

Deutsches Volk auf deutscher Erde. 20: Opernkon- zert. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Sportspiegel des Sonntags. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Zwei Stunden musika« lischer Hochgenuß.

Montag, 27. April.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Schloß«

Gefängnis bestraft.

Rundfunkprogramm

Sonntag, 26. April.

Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Orgelmusik, Improvisation von Helmut Walcha. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. Rudolf Heß ein Kämpfer und Mensch. 10: Dom Glauben der jungen Gemeinschaft, eine Mor­genfeier der Hitler-Jugend. 10.30: Chorgesang. 11.15: Südwestdeutfche Erzähler. Friedrich Carl Butz. 11.30:Aus der Heimat hinter den Blitzen rot..." Eine Folge. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: Das Volk erzählt. 15: Deutsche Scholle. 16: Nette Sachen aus Köln. 18: HJ.-Funk. 18.30: Kleine Liebelei. 18.50: Sportbericht. 19:

etwa sechs Jubilarinnen mit ihren Dienstherrschaf­ten erschienen, die mindestens 20, zum Teil sogar 50 Jahre in einem Hause dienen. Die Vorsitzende begrüßte die zu Ehrenden mit herzlichen Worten; dann sprach der Vorsitzende des Kreismannerver- eins vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisdirektor Dr. Lotz, ihnen seine warme Anerkennung aus für die Gefolgschaftstreue, die sie ihren Arbeitgebern er­wiesen haben. Er wünschte ihnen noch langes und gesundes Wirken in der Familie, die ihnen zur Heimat geworden ist. Im Anschluß an seine An­sprache erfolgte die Verteilung von Broschen und Diplomen, eine Gabe des Landesverbandes. Diese Ehrung erfolgte zum letztenmale durch das Rote Kreuz, wie Kreisdirektor Dr. Lotz betonte; in Zu­kunft wird sie durch die Deutsche Arbeitsfront aus- geführt. Eine zwanglose Kaffeestunde vereinte Ju­bilarinnen, Hausfrauen und den Vorstand des Roten Kreuzes.

** Treffen der Straßburger Feld- a r t i l l e r i st e n. Die ehemaligen Angehörigen des 2. Oberelsässischen Feldartillerie-Reglments Nr. 51 und dessen Kriegsformationen, die Reserve-Feld- artillerie-Regimenter Nr. 57, 239 und 271, Leichte Kolonnen Nr. 938. 1326, 1327; Ariillerle-Munl- tionskolonnen 2/XV, 3/XV, 1355, 1356, 1357 und Jnfanterie-Munitions-Kolonne Nr. 2 treffen sich in Dortmund am 31. Mai und 1. Ium (Pfingsten) zu einem großen Regimentswiedersehen. 2inrnel= düngen sind zu richten an der Führer des Regi­mentsoereins: Hermann Schmidt, Düsseldorf, Adersstraße Nr. 53, oder an Wilhelm Wehrum, Gießen, Wetzsteingasse 6.

** Eine Schafbockversteigerung des Landesverbandes der Schafzüchter in Hessen-Nassau findet am Mittwoch, 29. April in Lich statt. Interessenten seien auf die heutige An­zeige hingewiesen.

Erste Luftschiff-Landung in Iranksuri

Amtliche Mitteilung.

Der Gießener Mieteroerein hielt gestern im .Küh­len Grund" seine Jahreshauptversammlung ab, zu der der Dereinsleiter Moos u. a. auch den Ge­schäftsführer des Landesverbandes begrüßen konnte. Schriftführer Prümer gab einen ausgezeichneten Jahresbericht, der zugleich ein Ueberblick über die Entwicklung der Mieterbelange im neuen Reich war. Er wies einleitend auf die Verschmelzung der zwei Richtungen der Mieterbewegung unter der Führung des Bundes deutscher Mieteroereine zur neuen Spitzenorganisation hin. In gleicher Weise wurden die noch weiter zersplitterten Hausbesitzer zu einer Einheitsorganisation zusammengefaßt. Die Zusammenarbeit dieser beiden Spitzenorganisationen erwies sich sehr erfolgreich im neuen Einheitsmiet- vertrag. Die Auswirkungen auf die Ortsvereine zeigten sich in Gießen durch die (E i n r i d) t u n t b e r Mietausgleichs st elle, die sich bewahr: hat. Es konnten seit ihrem Bestehen (Januar 1935) 28 Fälle behandelt werden, von denen 24 ohne An­rufung des Gerichtes ausgeglichen wurden. Der Schriftführer gab dann eine Ueberfidjt über die letzten Verbandstage. Er wies ferner auf die Wich­tigkeit einträchtigen Zusammenlebens zwischen Hausbesitzer und Mieter, besonders in der Frage des Luftschutzes hin.

In eingehender Weise legte er dann die Förde­rung des Wohnungsbaues durch die Reichsregle-

Fwd. Der Reichsforstmeister hat soeben eine Ver­ordnung bekanntgegeben, die Vorschriften über ein­heitliche Messung und Sortenbildung des Rund­holzes enthält und damit die bis jetzt geltenden, nach Ländern verschiedenartigen Vorschriften und Gebräuche in Fortfall kommen läßt. Während seit­her die Holzkäuferschaft bei ihren Einkäufen die Vielzahl verschiedener Bestimmungen und Ge­bräuche beachten mußte, werden in Zukunft in ganz Deutschland einheitlich Messungsvorschriften und einheitliche Sortierung Geltung haben. Der neuen Anordnung kommt insofern eine besondere Bedeutung zu, als sie auch für den Gemeinde- und Privatwald bindend ist und damit für den ge-

bebingungen zu führen, wie sie ihnen als Heimat« liebenden Volksgenossen zukommen.

Gießener Wochen Marktpreise.

* G i e ß e n, 25. April. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 bis 1,60 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10%, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klasse D 9, unaezeichnete 8, (Enteneier 9 bis 11, Gänseeier 30, Weißkraut, das Pfund 15 bis 18, Rotkraut 18 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Römisch- kohl 12, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mark, Tomaten 45 bis 50, Zwiebeln 12 bis 14, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Rhabarber 20 bis 25, Kartoffeln 5, 10 Pfd. 45 Pf., der Zentner 3,70 bis 3,90 Mark, Aepfel, das Pfund 25 bis 35 Pf., Nüsse 48, Zwetschenhomg 40 bis 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mark, Suppen­hühner 85 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 45 bis 65, Salat 15 bis 25, Salatgurken 50 bis 60, Oberkohlrabi 20 bis 22, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 50, Rettich, alte 5 bis 20, neue, das Bündel 30 bis 40, Radieschen, das Bündel 15 Pf.

**@in Fünfundsiebzigjähriger. Am kommenden Montag, 27. April, kann der 23er« messungsrat i. R. Alexander Ludwig, Löber- traße 18 wohnhaft, seinen 75. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist von seiner Arbeit im Dienste der Feldbereinigung von Gießen, Lich, Holzheim und in anderen Gemeinden weiten Kreisen der Bevölke­rung bekannt. Der Jubilar ist seit langen Jahren treuer Leser des Gießener Anzeigers.

* D e r Alicefrauenverein (Deutsches Rotes Kreuz) veranstaltete wie man uns berichtet am Donnerstag eine kleine Feier zur Ehrung langjähriger Hausangestellter. Es waren

* Garbenteich, 24. April. Dieser Tage fand im hiesigen Rathaus die Vereidigung und Ueber- reichung der Ausstellungsurkunde unseres neuen Gemeinderechners Karl Kullbach II. im Beisein der Ratsherren durch Bürgermeister Burk statt.

* Annerod, 25. April. Am heutigen Samstaa feiern die Eheleute Schmiedeobermeister Heinrich Haas III. und Ehefrau Marie, geb. Dörr, das Fest der silbernen Hochzeit.

Die Schäden des Nachwinters an der Bergstraße.

LPD. Darmstadt, 24. April. Die Schaden des Kälte- und Schneeeinbruchs der letzten Wochen lassen sich allmählich abschätzen. Im Odenwald und an der Bergstraße darf man wohl noch mit einer mittleren Kirschenernte rechnen, wenn auch die Kronen der Bäume vielfach durch Schneebruch mitgenommen wurden. Das andere Frühobst scheint jedoch mehr gelitten zu haben, insbesondere die Steinfruchtarten, Aprikosen, Pfirsiche usw. Auch in den Gärten ist mancher Schaden an den Frei- lanbbeeten und Sträuchern entstanden. In den Forsten ist allerdings teilweise ganz erheb­licher Schaden durch den Schnee entstanden;- ganze Bestände stehen mit abgebrochenen Kronen da, und es wird der Hilfe von arbeits­losen Volksgenossen oder des Arbeitsdienstes be­dürfen, um das Holz zu erfassen und die Stucke neu anzupflanzen.

Schöffengericht Gießen.

Der Gustav Reichelt aus Bönstadt entroen- bete im vorigen Jahre einem Arbeitskameraben 2000 österreichische Schillinge, hänbigte diese seiner aus Belgien zu Besuch weilenden Kousine aus, die den Betrag in Belgien umwechselte. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 8 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von 4 Monaten 4 Wochen Untersuchungshaft.

Der H. O. aus Selters und der L. B. aus Lich wurden wegen fahrlässiger Tötung zu je 2 Mo­naten Gefängnis verurteilt. Die Angeklagten fuhren am 14. Dezember vorigen Jahres mit vier Pferbewagen in ben Walb, um Holz abzufahren. Unterwegs kehrten sie ein unb sprachen tüchtig dem Alkohol zu. In angetrunkenem Zustanb bestiegen bie Angeklagten bann ihre Fuhrwerke. O. schlief ein, sobaß ein Wagen teilweise eine Böschung hinunterrutschte. Während ber Angeklagte B. mit seinem Gespann ben Wagen aus biefer Lage be­freien wollte, schlug biefer um unb begrub einen Arbeiter unter sich, ber sofort tot war.

Wegen Betrugs unb schwerer Urkundenfälschung würbe ber W. R. aus Waldgirmes unter Ein­beziehung einer durch Urteile ber Großen Straf­kammer unb bes Schöffengerichts erkannten Strafe zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr verurteilt. Dem Angeklagten ftanb in keinem Dienst ein Auto zur Verfügung. Er fälschte, um sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen, Quittungen über bie Garagenmiete.

Der H. R. aus Bingenheim unb der I. G. be­stellten in einer Fabrik eine Bandonika. Um sich in ben Besitz bes Instruments zu bringen, machten sie . auf bem Bestellzettel falsche Vermögensangaben , unb gaben eine Person als Bürgen an, bie in Wirklichkeit nicht existierte. R. schrieb außerdem ; eine Karte an die Firma, die er mit falschem Na- . men unterzeichnete. Während in der gestrigen . Hauptverhandlung R. in vollem Umfang geständig : war, verlegte sich G. aufs Leugnen. Das Gericht ; erkannte gegen R. als den Haupttäter auf zwei Monate und 3 Wochen Gefängnis, un« i ter Anrechnung von zwei Monaten und 20 Tagen , Untersuchungshaft. G. wurde mit einem Mo-

hatte. Nach ben Bestimmungen ber Wertungssinge- ; orbnung muß nunmehr jeber dem DSB. ange- I schlossene Gesangverein sich innerhalb von drei Jahren den Wertungsrichtern stellen. Die ersten Wertungssingen in den verschiedensten Gauen ha- . ben bereits ftattgefunben unb beweisen, baß bie vom DSB. ausgestellten Richtlinien sich allgemein bewähren. Zweck ber Wertungssingen ist eine Höherentwicklung ber Leistung ber deutschen Man­nergesangvereine, die durch die Begutachtung, bie sich auch auf bie Literatur bezieht, gefördert wer­ben soll. Aus allen Teilen des Reiches wird dem DSB. über erfolgreich verlaufene Wertungssingen berichtet. Dabei spielen besonders die schriftlichen Gutachten ber Wertungsrichter eine Rolle, bie über ben Stand jedes teilnehmenden Vereins genaue Auskunft erteilen.

Einebnung von Erbbegräbnisplähen auf dem Alten Friedhof.

Die Bürgermeisterei veröffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil eine öffentliche Aufforderung an bie Inhaber ober Verfügungsberechtigten von Erbbegräbnissen auf bem alten Friedhof am Nah­rungsberg, in ber verlangt wirb, biefe Erbbegräb­nisse binnen einer Frist von brei Monaten instand- zusetzen und zu unterhalten. Alle Erbbegräbnisse, bie bis zum 1. August 1936 noch nicht instandgesetzt finb, werben eingeebnet werben. Die interessierten Familien ober Verfügungsberechtigten seien auf bie Bekanntmachung besonbers hingewiesen.

Neuer Lehrgang für Anfänger in der Deutschen Kurzschrift.

Von ber Ortsgruppe Gießen ber Deutschen Stenografenschaft wird uns geschrieben:

Die Kurzschrift ist so recht das Kinb unserer Zeit. Frisch unb munter nimmt sie uns Arbeit ab unb sorgt fllr Entlastung. Wie angenehm unb mühelos ist bas Schreiben, wenn man bie Kurzschrift ver- wenbet. Wie leicht huscht bie Hanb über bas Pa­pier, wie rasch werben bie Schriftzeichen hmge- zaubert. Man soll nicht sagen: Ich habe bie Kurz­schrift nicht nötig. Wie klein ist bie Mühe, bie ein­malig aufgeroenbet wirb, im Vergleich zu ben Vor­teilen, bie man dauernd hat. Gerade jetzt, wo bie vereinfachte Schriftform gelehrt wirb, ist bie Mühe am geringsten.

In Gießen ist bas Interesse an ber Kurzschrift außerorbentlich groß. So sind z. B. bie 9 Lehr­gänge, bie von ber Deutschen Stenografenschaft in ber Alten Pestalozzischule in ber vergangenen Woche eröffnet würben, von rund 350 Teilnehmern, Volksgenossen aller Berufe, Lebensalter unb Stänbe, auch einer Anzahl Schüler besucht. Infolge biefer starken Beteiligung unb UeberfüHung einzelner Kurse eröffnet vorerst bie Ortsgruppe Gießen ber Deutschen Stenografenschaft am fommenben Diens­tag, 28. April, in ber Alten Pestalozzischule, Wer- nerwall, einen weiteren Anfängerlehrgang in ber Deutschen Kurzschrift nach ber neuen Schriftform vom 30.1.1936. Man beachte bie heutige Anzeige.

Jahreshauptversammlung des Mietervereins Gießen.

0 Hörnsheim, 24. April. Die hiesige Spar- unb Krebitkasse beging biefer Tage bie Feier ihres 25jährigen Bestehen s. Neben ben Mlt- gliebern nahmen zahlreiche Gäste teil. Die Genossen­schaft hatte in ben letzten Jahren einen stetigen Auf­stieg genommen. Die Bilanzsumme für bas abge­laufene Geschäftsjahr betrug 194 645,34 Mark. Der erzielte Reingewinn belief sich auf 800 Mark. Dem Vorstanb unb bem Aufsichtsrat würbe Entlastung er­teilt. Die ausscheibenben Vorstanbs- unb Aufsichts- ratsmitglieber würben einstimmig wiedergewählt. Oberrevisor Berg hielt im Verlaufe der Feier einen längeren Vortrag über die Bedeutung des Genosfen- schaftswesens im neuen Staat. Dem Geschäftsführer der Genossenschaft Anton E n g e IV. unb bem 93er« waltungsmitglieb Lanbwirt Johannes B e p l e r II. würben für ihre treuen Dienste je eine Urfunbe über­reicht. Die Genossenschaft ließ bem Geschäftsführer einen Sessel überreichen. Zwölf Mitglieber, bie seit 25 Jahren ber Genossenschaft angehören, würben mit Ehrenurkunben bebacht. Kreisbauernführer Velte überbrachte bie Glückwünsche ber Kreisbauernschaft. Geschäftsführer Schwarz von ber Bäuerlichen Hauptgenossenschaft sprach über ben genossenschaft­lichen Warenverkehr. Bei kameradschaftlicher Unter­haltung blieb man noch geraume Zeit beisammen.

0 Lützellinden, 24. April. Die hiesige, burch den Tod bes Pfarrers Koch verwaiste Pfarrstelle ist nunmehr bem Kanbibaten ber Theologie Johannes Brückmann von Atzbach übertragen worben.

GGroß-Rechtenbach, 24. April. Im Distrikt Eichhöll finb Wilbschweine sehr zahlreich auf­getreten. Auf einigen ausgestellten Aeckern ist burch

davon.

Rach kurzer Zeit erschien der Räuber ohne Maske wieder in der Zahlstelle und wollte 20 Mark auf ein Konto einzahlen. Die mittlerweile von dem Uebersall verständigte Polizei kam in diesem Augen­blick hinzu und verhaftete den von den Angestellten als den Täter sofort wledererkannten jungen Mann. Die geraubte Summe trug er noch voll­zählig bei sich. Der Räuber wurde auf der Mache sofort einem ersten Verhör unterzogen und g e st a n d die T a t e i n. Als er am späten Abend erneut vernommen werden sollte, fand man ihn in seiner Zelle erhängt auf.

Kreis Wetzlar

0 Wetzlar, 24. April. Die Jahreshauptver­sammlung bes Bezirksobstbauverbandes fanb biefer Tage im Saale Ackermann statt. Geschäfts­führer Kreisobstbauinspektor K i l p gab einen Ueberblick über das verflossene Geschäftsjahr. 1935 war, so führte er u. a. aus, ein schlechtes Obstjahr. Die Preise lagen hoch. Der Anbau ber Zwetsche, ber in ben letzten Jahren um etwa ein Drittel zurückgegangen ist, soll weiter geförbert werden. Die Schädlingsbekämpfung wurde intensiv be­trieben. Fast alle Gemeinden des Kreises haben Obstbaumspritzen angeschafft. Die Winterspritzung wurde an 128 600 Obstbäumen durchgeführt. Die Gesamtkosten hierfür betrugen 17 024 Mark. Der Bezirksobftbauverband zählt noch 292 Mitglieder. Dreizehn örtliche Obstbauvereine sind angeschlossen. Die Zahl der persönlichen Mitglieder ist um 115 zurückgegangen, da in den Kreis orten viele Obst­und Gartenbauvereine gegründet wurden. Die weitere Gründung von solchen Vereinen soll ge­fördert werden. Die Einnahmen des Verbandes betrugen 1309,40 Mark, die Ausgaben 1134,25 Mark. Das Vermögen des Verbandes beläuft sich auf 1185,80 Mark. Der Voranschlag für 1936 wurde festgestellt. Im weiteren Verlauf ber Versammlung zeigte Diplomlandwirt Grünewald (Gießen) einen Obstbaufilm, während Kreisobstbauinspektor Kilp einen Vortrag über die Sommerspritzungen hielt. Es wurde beschlossen, die Obstbauausstellung 1936 in Dorlar abzuhalten. Bezirksbauernführer Langsdorf forderte dazu auf, den starken Ab­gang an Obstbäumen durch umfangreiche Neuan­pflanzungen zu ersetzen.

I # Wißmar, 24. April. Die hiesige N S. > Frauenschaft hielt einen 12tägigen Säug- 1 lingspflegekursus ab, der von Schwester i Klara Schuler geleitet wurde. 36 Frauen und t Mädchen nahmen daran teil. Der Kursus erschien - besonders wichtig deshalb, weil viele junge Mäd- i chen seit ihrer Schulentlassung im Berufsleben s stehen unb bisher wenig Gelegenheit hatten, sich ) Kenntnisse für ihren eigentlichen Beruf als Haus- . frau unb Mutter auf dem Gebiete der Säuglings«

b) von Oberforsthaus, Mörfelder Landstraße, Forst- haus Mitteldick, Bahnhof Mitteldick, Parkplatz: östlich Bahnhof Mitteldick bzw. Mörfelder Land­straße und Seitenwege.

2. Fußgänger und Radfahrer.

Zuwege siehe Plan. Für Radfahrer sind an den Toren Parkplätze eingerichtet.

Voraussichtlich wird am Montag, 27. April, das LuftschiffGraf Zeppelin" in Frankfurt a. M. landen, und nach einiger Zeit zur Sud­amerikafahrt wieder auffteiaen. Das Schiff ist ab 17 Uhr zu erwarten, die Ausreise wird gegen 19 Uhr stattfinden. Ob das Luftschiff tatsächlich an- kommt und zu welchen genauen Zeiten, wird am Montag, 27. April, 13 Uhr stündlich durch Rundfunk bekanntgegeben.

1. kraflwagenverkehr.

Die direkten Zufahrtsstraßen zum Flug- und Luft­schiffhafen Rhein-Main sind für ben Kraftverkehr gesperrt. (Hainpfab-, Rehbock- unb Kirch-Schneise ab Bahnhof Mittelbick). Ausnahmen: bie mit Wa« gentarten vorgesehenen Fahrzeuge.

a) von Oberforsthaus- Alte Mainzer Straße, Forst- haus Unterfchweinstiege. Parkplatz: Spielwiese südwestlich Unterschweinstiege.

mehr erreichte Vereinheitlichung aus, diesem urich» Hgen forst- unb holzwirtschastlichen Gebiet ist eine restlose Durchführung ber Marktordnung auf bem Holzmarkt nicht möglich. . .

Aus ben einzelnen Bestimmungen sei besonders hervorgehoben, daß nunmehr Bezeichnungen w Langholz, Abschnitte usw. allgemein gulhg fest« gelegt sind und dadurch in Zukunft sowohl für ben Käufer als auch ben Verkäufer unliebsame Ver­wechslungen und Mißverständnisse ausgeschlossen werden. Sämtliches Rundholz wird in Zukunft in ganz Deutschland ohne Rinde vermessen, was eine wesentliche Erleichterung für Preisüberwachung unb Preisvergleich mit sich bringt. Die Verordnung bringt weiterhin für die Holzgüteklassen fefte ren Rahmen, soweit dies bei bem

Rohstoff Holz möglich ist. Grubenholz, Papierholz und Schwellenholz sind als wichtigste Gebrauchs­klassen besonders ausgeschieben und nach Ausmaßen und Beschaffenheit besonders festgelegt. Darüber hinaus werden noch eine ganze Reihe von Olnzei- Vorschriften festgelegt, die für ben Holzhandel prak­tisch von allergrößter Bedeutung sind.

Somit stellt bie neue Verordnung, bie am 1. ün. 1936 in Kraft tritt, einen weiteren Schritt vor­wärts bar in ber Vereinheitlichung ber deutschen Forstwirtschaft, in ber Erleichterung bes Verkehrs der Holzerzeuger mit bem Holzhandel und Hoiz- verbrauch unb bamit eine weitgehende Verbesserung bes Rundholzgeschäftes durch Fortfall der seither noch bestehenden länder- und gebietswelsen Hem­mungen.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.