literarisches Preisrätsel. 17: Unterhaltungsmusik. 17.30: HJ.-Funk. 18: Unterhaltungskonzert. 19: Lieder und Klaviermusik. 19.45 Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt: Mit der Mordkommission unterwegs. 20: Rückblick auf die 4. Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Musik zur „Guten Nacht". 24 bis 2: Nachtmusik.
Dienstag. 28. April.
6 Uhr: Choral — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 9.15: Alemannische Rundschau. 10: Schulfunk. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk^). 13.15: Mittagskonzert IL 14: Nachrichten. 14.10: Das Phänomen der Stimme (II) Heinrich Schlusnus. 15: Wirtschaftsbericht. Dividende oder Reserve. 15.15: Das deutsche Lied. 16: „Ein Liederkranz". Unterhaltungsmusik, 17.30: SOS — Schiff in Seenot! Aus der Arbeit der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. 18: Blasmusik. 19: Lustige Geschichten. Don Luwig Thoma. 19.15: Zwischen 7 und 8: Was Freude uns macht! 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Der Bettelstudent. Operette in 3 Akten. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Unterhaltungs- und Volksmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Wie zu erwarten, werden die Zufuhren in Brotgetreide in diesen Frühjahrswochen rasch geringer, da die Hauptvorräte der Landwirtschaft abgestoßen sind.
In Weizen sind aber die Mühlen, auch unseres Bezirks, noch ausreichend versorgt, so daß sie ihren Einkauf auch heute noch auf beste Qualität und passende Lieferfrist einstellen. Die Frankfurter
Mühlen sind dagegen darauf bedacht, zur Erhaltung ihrer Mehlsorten Wetterauer Weizen zu erhalten. Das Angebot aus Nord- und Mitteldeutschland auf dem Wasserwege hat beachtlich abgenommen, so daß man hierfür jetzt allgemein wieder die erhöhte Handelsspanne von 6 Mark fordert. Von Kleberweizen werden nur wirklich ausgesuchte Qualitäten von den Mühlen ausgenommen.
Am R o g g e n m a r k t ist die Lage unverändert; aus unserer Provinz kommen nur kleinste Mengen an den Markt, die rasch an die Mühlen abgesetzt werden. Aber auch das norddeutsche Angebot ist kleiner geworden, so daß es nur mehr mit der erhöhten Handelsspanne von 8 Mark je Tonne er- hältlich ist.
Allmählich beginnt sich die Verringerung des Angebotes von Mahlware auch am M e h l m a r k t auszuwirken, in dem das im Winter beobachtete Ueberangebot von Mehl verschwunden ist. Bei aus- geglichenem Angebot und stetiger Nachfrage vollziehen sich die Umsätze in Roggenmehl in normalem Rahmen.
In Brau- und Jndustriegerste spielt das Geschäft keine Rolle mehr. Auch Futtergerste ist belanglos.
In Hafer werden die kleinen Andienungen unserer Landwirtschaft schnellstens untergebracht, dagegen ist das Geschäft in dem angebotenen norddeutschen Hafer schwierig. Das Interesse für Futtermittel läßt mit fortschreitender Jahreszeit nach, um so mehr, als der Landwirtschaft wirtschaftseigene Futtermittel in Heu, Stroh und Hackfrüchten zur Verfügung stehen.
Nur Kleie, Schnitzel und Oelkuchen, also hochwertige Futtermittel, bleiben nach wie vor begehrt.
R a u h f u t t e r selbst, wie Heu und Stroh, finden bei der Landwirtschaft wenig Beachtung und werden von der Industrie bzw. den gewerblichen Verbrauchern, langsam gekauft.
s.jixfpoit
Gießener Wehrmacht bei der Odenwaldfahrt.
Am morgigen Sonntag findet eine große Odenwaldfahrt statt, an der auch diesmal wieder Angehörige der Gießener Wehrmacht, der Panzerabwehr, teilnehmen. Leutnant Kahl fährt auf Adler- Kübelsitz mit, Oberschirrmeister Frey sowie die Gefreiten Ische und Weiß nehmen auf Zündapp mit Beiwagen teil, und die Gefreiten Seeger und Reinke starten auf NSU.-Solomaschinen. Feldwebel Wiegand fährt auf einem Hanomag- Personenkraftwagen im Wettbewerb.
Leistungsproben der Gießener Leichtathletik-Trainingsgemeinschafi.
Vom Leichathletik-Gaufachamt Hessen sind für den morgigen Sonntag in den einzelnen Leichtathletikzentren des Gaues Leistungsproben für die Mitglieder der Trainingsgemeinschaften angesetzt. In Gießen finden diese für die Saison 1936 erstmalige gnePügurfncdneLchxastxxKm2fuPrü chck chckj Prüfungen morgen nachmittag auf dem 1900=
Sportplatz statt. Wenn auch in Anbetracht der frühen Saison und der seitherigen ungünstigen Freilufttrainingsverhältnisse die Leichtathleten , noch ein Stück von ihrer Bestform entfernt sind, so werden die morgiaen Wettkämpfe doch schon wichtige Anhaltspunkte bieten, zumal die Leute ein intensives Wintertraining durchgemacht haben. Es kommen folgende Wettbewerbe zum Austrag: 100-Meter- Lauf, 800 Meter-Lauf, 1500-Meter-Lauf, 5000-Me- ter-Lauf, Weitsprung, Hochsprung, Dreisprung, Stabhochsprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen und Speerwerfen.
Reichsfporllehrer Waitzer bei der Gießener Trainingsgemeinschaft.
Nach seinem Hallentrainingsabend Anfang Januar d. I. wird nun Reichssportlehrer Waitzer auch ein Bahntraining für die Gießener Trainingsgemeinschaft abhalten, und zwar findet dies am kommenden Montagnachmittag (ab 5 Uhr) auf dem Uni» versitäts-Sckortplatz statt. Her Waitzer wird aus dem reichen Schatz feiner Erfahrungen und seines Wissens den Gießener Leichtathleten sicherlich viel zu vermitteln haben.
in dem Kreis Gießen noch nicht so sehr bekannt ist, verspricht man sich einen schönen Kampf.
Die 1. Iugenomannschaft vom Sportverein Garbenteich tritt ebenfalls zum Gesellfchaftsspiel in Watzenborn-Steinberg an. Hier wird voraussichtlich der Gastgeber die bessere Mannschaft stellen. Man hofft hier auf einen klaren Sieg der Teutonen.
Schiedörichterappell der Kameradschaft Gießen.
Im Gegensatz zu den sonstigen Schiedsrichterappellen, die in erster Linie der Vertiefung der Regelkenntnis dienen, soll dieser alljährliche Appell
zeigen, inwieweit die einzelnen Schiedsrichter die körperliche Voraussetzung der Leitung eines Spieles noch besitzen. Gleichzeitig hiermit soll eine Durchprüfung der Anwärter in bezug auf Spielleitung stattfinden. Da in solchen Spielen — es finden zwei Spiele der Schiedsrichter-Kameradschaft Gießen mit Mannschaften des VfB.-R. statt — Fälle mit Absicht herbeigeführt werden, die sonst in den meisten Spielen überhaupt nicht vorkommen, so haben auch alle Schiedsrichter Gelegenheit, ihr eigenes Können nachzuprüfen Eine Aussprache nach den einzelnen Spielen durch die zuständigen Referenten mit kurzer Kritik soll die sinngemäße Anwendung der Regel fördern.
Handball im Kreis VIII llahn-Dill).
Die Aufstiegspiele in den einzelnen Klassen haben zweifellos noch mehr als die eigentlichen Dflichtspiele d-as weitestgehende Interesse der Handballer gefunden. Nicht nur die Bezirksklasse, sondern vor allem die unteren Klassen haben auf Grund ihrer ausgeglichenen Spielstärke am ersten Tage schon ausbezeichnete Kämpfe gebracht, die zu den besten Hoffnungen Anlaß geben. Schon die Paarungen für den kommenden Sonntag haben es in sich und sollten, wenn nicht wiederum unerwartete Ergebnisse eintreten, uns schon einen Schritt weiterbringen.
In der Bezirksklasse steht, weil nur drei Mannschaften beteiligt sind, ein Spiel auf dem Programm und zwar
Tv. Wetzlar — To. Vilbel. Die Wetzlarer sollen, wie verlautet, durch Soldaten ihre Mannschaft aufgefrischt haben und zur Zeit eine in jeder Beziehung ausgezeichnete Elf ins Feld stellen. Es muß abgewartet werden, wie sich die neuen Leute bewähren.
Die 2. Kreisklasse sieht folgende Begegnungen vor:
To. Gröningen — Tv. Dutenhofen. Die Gäste haben durch die unerwartete Niederlage vom vergangenen Sonntag nicht nur ihre Anhänger schwer enttäuscht, sondern haben auch dazu beigetragen, daß der Sieger wieder vollkommen offen geworden ist. Das Treffen in Grüningen sieht zwei gleichwertige Mannschaften im Kampf, von denen jede gewinnen kann. Entscheidend wird sein, welche Mannschaft sich am ersten zurechtfindet und welche über die größeren Kraftreseroen verfügt.
To. Alsfeld — Tv. Allendorf a. d. L d a. Die Platzbesitzer gehen nach ihrem schönen Sieg über Dutenhofen mit den besten Aussichten in den Kampf. Es ist kaum anzunehmen, daß es Allendorf gelingen wird, Alsfeld auf eigenem Platz auch nur einen Punkt abzunehmen.
In der Jugendklasse stehen sich gegenüber:
Tv. Münchholzhausen — Tv. Ruttershausen; Tv. Lang-Göns — Tv. Lützellinden.
Münchholzhausen hat bei seinem ersten Spiel so wenig gezeigt, daß der Ausgang des Spiels gegen Ruttershausen afs vollkommen offen bezeichnet werden muß. Es ist sogar nicht ausgeschlossen, daß die
Gäste bei einigermaßen Glück zu einem Sieg, zum mindesten aber zu einem Unentschieden kommen. — Ueberaus spannend dürfte das Zusammentreffen von Lützellinden und Lang-Göns werden. Beide Mannschaften haben ihre ersten Spiele gewonnen, Lützellinden sogar ganz eindeutig. Aus dem Grunde ist der Ausgang des Kampfes vollkommen offen.
Der Freundschaftsspielbetrieb ist mit Rücksicht auf die schlechte Witterung nicht sehr groß. Nur einige unentwegte Mannschaften haben Treffen abgeschlossen.
Tv. Holzheim — To. Hochelheim. Nach dem Ausgang des Vorspiels zu urteilen, sollten die Platzbesitzer sicherer Sieger werden. Bei der Eigenart der Mannschaft der Gäste wäre aber eine Voraussage verfehlt, zumal man bald wieder einmal bessere Leistungen erwarten könnte, nachdem sich in der letzten Zeit eine Niederlage der anderen anschloß.
To. Katzenfurt — Tv. Niedergirmes. Die Katzenfurter benutzen einen freien Sonntag, um ein altes Rückspiel ausautragen. Es wird sich bei diesem Spiel zeigen müssen, inwieweit sich die Spielstärke gehoben hat, nachdem das Vorspiel hoch verloren ging. Vorher spielen die beiderseitigen Jugendmannschaften.
Tv. Nauborn — Tv. Atzbach. Die Naubor- ner haben, obwohl Atzbach ziemlich lange pausiert hat, keine Chance, zu einem Erfolg zu kommen. Wir erwarten einen sicheren Sieg der Gäste.
Tv. Pohl-Göns — Tv. Münchholzhausen. Münchholzhausen ist in seiner Spielstärke außerordentlich zurückgegangen. Aber auch Pohl- Göns verfügt nicht mehr über die Mannschaft von ehedem. Trotzdem wird es einen sicheren Sieg der Platzmannschaft geben.
Christel Cranz in der Schweiz.
Am Sonntag veranstaltet der Skiklub Engelberg einen Riesentorlauf vom Titlisgipfel (3239 Meter ü. M.) nach Trübsee (1800 Meter) über insgesamt 5 Kilometer, wobei 20 Tore zu passieren sind. Die deutsche Olympiasieaerin Christi Cranz, ihr Bruder Rudi und Der Norweger Birger Ruud haben neben anderen bekannten Skiläufern ihre Meldung zu diesem Wettbewerb abgegeben.
Bankgeschäfte einst und jetzt.
Vom Tempelpriester zum modernen Kapitalverwaiter.
Fußball der heimischen Mannschaften.
VfB.-BeichSbahn Gießen.
VfL.Germania 94 Frankfurt auf dem Daldsportplah.
Mit diesem Spiele hat das Gießener Publikum erneut Gelegenheit, einen Vertreter der Frankfurter Bezirksklasse spielen zu sehen. Die Frankfurter Germanen zählen zu den Mannschaften, die auf Grund ihrer Tradition auch heute noch den süddeutschen Fußball spielen, wie wir ihn schon öfters gesehen haben. Leider war es ihnen, die Pioniere des Frankfurter Fußballs waren, nicht vergönnt, sich in der Gauliga zu behaupten. In der vergangenen Spiel- faifon konnte die Mannschaft trotz der Abwanderung ihres überragenden Mittelläufers, den zweiten Platz der Gruppe Nordmain erringen. Die Germanen spielen mit: Meisel; Worba, Bauer; Gärtner, Köhler, Fischer; Kurr, Schäfer, Kirchner, Korf, Kirchgäßner. Dieses Spieleraufgebot ist das stärkste, das die Germanen zur Zeit zu stellen imstande sind. Die überragenden Leute dieser Elf sind Köhler, Kirchner und Korf, die ihr Können in der Nachwuchself des Mainbezirks schon erfolgreich unter Beweis gestellt haben. Unter diesen Umständen ist es selbstverständlich, daß die Gießener ebenfalls mit ihrer stärksten Mannschaft zur Stelle sind. Mit Rücksicht auf die letzten Gießener Ergebnisse der Grünweißen können sie diesem Spiele ruhig entgegensetzen, denn sie haben immer wieder gezeigt, daß ihr Können mit dem des Gegners wächst. Auf Grund der gegebenen Vorbedingungen erwartet man einen technisch auf hoher Stufe stehenden Kampf. Leiter des Spieles ist R ü f p e I e r (Gleiberg).
Die 3. Mannschaft spielt gegen die der Schiedsrichter-Kameradschaft Gießen und sollte sich erfolgreich durchsetzen können.
Nach einjähriger Pause treten auch die Alten Herren wieder einmal auf den Plan. Gegner ist eine Mannschaft der Schiedsrichter-Kameradschaft Gießen, die sich aus den öfteren Schiedsrichtern zusammensetzt.
Jugendfuhball.
VfB.-R. 1. Jgd. — Butzbach l.Jgd.: Die Gießener sollten in diesem Spiele den sicheren Sieger stellen, da die Gäste nicht das reife Können der hiesigen Jugend erreichen dürften.
VfB.-R. 2. Jgd. — Großen-Linden 2. Jgd.: Hier sollten ebenfalls die Hiesigen einen Sieg erringen können.
Die 3. Jgd. spielt in Klein-Linden und dürfte sich kaum behaupten können.
VfB.-R. 1. Schüler — DsR. Butzbach 1. Schüler: Die Schülermannschaft der Gäste war in den vergangenen Jahren immer ein beachtlicher Gegner. Da die augenblickliche Spielstärke unbekannt ist, so muß der Ausgang des Spieles als offen bezeichnet werden.
Die Kleinsten des Vereins spielen gegen Watzenborn-Steinberg.
Spielvereiriigung 1900 Gießen.
VfV. Kirchhain I. — 1900 I.
Der Gegner für Sonntag ist abermals ein Vertreter der Bezirksklasse des Kreises Marburg. VfB. Kirchhain, der in der Tabelle an vorletzter Stelle steht, ist ein nicht zu verachtender Partner. Besonders auf eigenem Platz ist er sehr spielstark. Die Blauweißen, die in der Aufstellung Wißmar; Zeller, Lippert; Sinning, Heilmann, Hain; Ranft, Güvther, Enders, Rinderknecht, Henkelmann antre
ten, müssen schon stark aus sich herausgehen, wenn sie ein achtbares Resultat zustande bringen wollen.
Großen-Linden I — 1900 II.
Die Reserve fährt nach Großen-Linden. Auch hier bedarf es restlosen Einsatzes der Spieler, wenn ein Sieg herausspringen soll, denn die Elf der Turner ist zur Zeit in einer erstaunlich guten Form. Die in den letzten Spielen erzielten Resultate sind keine Zufallserfolge, sondern beruhen auf einer sehr soliden Mannschaftsfeistung.
Jugend-Fußball.
Ab Sonntag werden nochmals Gruppenspiele durchgeführt, an Denen die erste und zweite Jugend von 1900 teilnimmt. Die erste Jugend empfängt die gleiche Mannschaft Klein-Lindens. Die Gäste verfügen über eine stabile Mannschaft, gegen die die Blauweißen einen schweren Stand haben werden.
In Lich muß die zweite Jugend der dortigen ersten gegenübertreten. Die Gastgeber sind auf eignem Boden schwer zu schlagen, jedoch sollte dies für die Blauweißen kein Grund sein, auf den Sieg von vornherein zu verzichten.
Zum fälligen Schülerpflichtspiel empfangen die ersten Schüler Alten-Buseck. Alten-Buseck stellt eine kräftige Mannschaft, jedoch sollten die kleinen 1900er diesen Nachteil durch technisch besseres Spiel auszugleichen versuchen.
Zu einem Freundschaftsspiel fährt die zweite Schülerelf nach Lich, um ihre Kräfte mit der dortigen ersten Schülermannschaft zu messen.
Sport-Club 1921 Naubringeu.
Aufstiegspiel zur Kreisklasse 1: Daubringen I — Garbenteich I.
Am Sonntag treffen sich zum Aufstiegspiel die Meister der 2. Kreisklasse Daubringen I — Garbenteich I. Daubringen wird hier zu beweisen haben, daß die Mannschaft auch gegen stärkere Gegner bestehen kann, denn der Elf von Garbenteich geht ein guter Ruf voraus. Daubringen muß besser auf der Scheibe sein wie in den letztgezeigten Spielen. Heber den Ausgang des Kampfes ist keine Voraussage möglich.
Gpielvereinigung 1926 Leihgestern.
Für den nächsten Sonntag hat sich die Spvgg. Leihgestern die 1. Mannschaft des So Hungen zum Gesellschaftsspiel verpflichtet. Es dürften sich zwei gleichstarke Mannschaften gegenüberstehen, die sich ja nicht unbekannt sein werden. Im vergangenen Jahre trugen die Mannschaften zwei Spiele aus, die jeweils mit 2:0 für Den Platzherren enbeten. Man Darf gespannt sein, wer sich am nächsten Sonntag siegreich behauptet. Vielleicht Dürfte Der Vorteil Des eigenen Platzes ausschlaggebenD sein.
Vor Dem Spiel Der ersten Mannschaften treffen sich Die IugenDmannfchaften Der Spvgg. Leihgestern unD To Großen-LinDen zum fälligen Serienspiel. Wer hier Sieger bleibt, Dürfte erst beim Schlußpfiff feststehen.
„ FC.Teutonia-Watzenborn-Steinberg
Am morgigen Sonntag wirD Der Kreisklassenmeister Oberschmitten zu einem Gesellschaftsspiel bei Den Teutonen weilen. Dieser Titel beweist schon einen großen Teil seines Könnens. Obwohl Dieser Verein
Es ist recht interessant, einmal einen kurzen Blick auf Die geschichtliche Entwicklung des Bankwesens zu werfen. Welch ein Unterschied zwischen den Banken Des Altertums unD Des Mittelalters auf Der einen Seite unD Den gewaltigen Bankinstituten Der Jetztzeit auf Der anderen Seite! Die Banken bzw. die bankartigen Einrichtungen des Altertums und Mittelalters sahen ihre Hauptaufgabe darin, Die ihnen anoertrauten Gelder aufzubewahren und Münzen umzuwechseln. Im alten Griechenland waren es vorwiegend die Priester, die sozusagen nebenberuflich in der Rolle von Bankiers auftraten. Ein bedeutendes Ansehen genossen die Tempel von Delphi und Ephesos, Die als besonders sicher galten, so daß ihnen unbedenklich Geld und Wertgegenstände zur Aufbewahrung anvertraut wurden. Außer den Priestern finden wir aber noch eine andere Gruppe von Bankiers vor, die das Geschäft im „Hauptberuf" betrieben. Sie hießen Trapeziten und befaßten sich in erster Linie mit her Annahme von Depositengeldern sowie mit der Zahlungsvermittlung. Man unterschied bei dieser Gruppe zwischen solchen Bankiers, Die Geld ausliehen, und solchen, die das Wechseln in fremde Münzen besorgten. Die Geldausleiher nahmen hohe Zinsen, zum Teil 12 bis 14 v. H.
Den Trapeziten im alten Griechenland entsprachen im alten Rom die Argentarii, die in der Hauptsache fremde Geldsorten ankauften oder verkauften, auch Gelder zur Aufbewahrung annahmen und Darlehen gegen Unterpfand gewährten. Nach der Völkerwanderung nahm die Bedeutung der römischen Bankiers ab. Sie waren bis zur Zeit Der Kreuzzüge lediglich Geldwechsler. In der Folgezeit gesellte sich mit der zunehmenden Zersplitterung des Münzwesens ein neues Gewerbe hinzu, und zwar das Münzwechselgeschäft, welches in der ersten Zeit die Goldschmiede besorgten. Aus dem Münzwechsel ging alsdann das Depositengeschäft hervor. Von der Errichtung regelrechter Banken kann man von dem Augenblick an sprechen, wo die bisher von Einzelpersonen betriebenen Bankgeschäfte an Gesellschaften, an den Staat oder an Die Gemeinben übergingen. Damit war her Grunhstein zum heutigen Depositengeschäft gelegt. Mit Fug unD Recht kann man also seit Diesem Zeitpunkt von Den Vorläufern unserer moDernen Banken reDen. Erwähnenswert ist noch. Daß im Jahre 1587 in Rom eine Staats-Girobank errichtet wurde.
Nicht minder interessant ist eine Betrachtung der Anfänge des Bankwesens in England und Frankreich. In England waren die ersten Bankiers Juden, die unter der Regierung Wilhelm des Eroberers nach England gekommen waren. Sie waren vor allem Geldausleiher; bemerkenswert ist, daß sie sich dabei häufig bereits Des Wechsels bedienten unter Berechnung hoher Zinsen. Seitens Der Bevölkerung wurde ihnen ein starker Haß entgegengebracht, Der sich oft in Tätlichkeiten Lust machte. König EDuarD I. verbannte 15 000 JuDen und nahm ihnen kurzerhanD ihr Vermögen weg. Hiernach ging Das Bankgeschäft auf Die Lom- b a r D e n über. Diese nahmen einmal Depositen, Die sie verzinsten, zum anbern gaben sie Darlehen gegen UnterpfanD. Hierauf ist Die noch heute gebräuchliche Bezeichnung Lvmbarhgeschäft zurückzuführen. Im 17. Iahrhunhert stoßen wir auf Die Golhschmiehe, hie Geld- unb Wechselgeschäfte betrieben unb beren Anweisungen zu- nehmenhe Bebeutung erlangten. Diese Anweisungen (Noten) waren bie Vorläufer her Schecks. Das Bankgeschäft blieb auch bis zur Gründung her Bank von Englanh in den Händen her Goldschmiede
Das französische Bankwesen Hat gleichfalls interessante Etappen aufzuweisen. Mancher wird sich entsinnen, daß bas Frankreich Lub- rotgs XIV. finanziell vollkommen Heruntergewirtschaftet war. Der „Sonnenkönig" nahm in seiner höchsten Not ein Angebot bes Schotten John Law an, her bie finanzielle Reorganisation burch- zuführen sich für befähigt hielt. Der Plan schlug jeboch restlos fehl. Spekulationsmanöver, in bie sich der Staat eingelassen hatte, sowie ein ungeheuer großer Notenumlauf, ohne entsprechende Deckungsmittel führten zum Ruin der von Law ins Leben gerufenen Bank. Das Resultat der Lawschen Experimente war die Erschütterung des gesamten Geld- und Kreditwesens Frankreichs. Nach einem wech- selvollen Aus und Ab trat schließlich mit der im Jahre 1800 oorgenommenen Gründung her Bank von Frankreich eine gewisse Beruhigung ein. Die Banque de France würbe von Napoleon Bonaparte als Privat-Aktienbank mit einem Kapital von 30 Millionen Franken gegrünhet. Napoleons Wunsch war, baß bie Bank vor allem billigen Kredit mit möglichst seltener Veränderung des Zinsfußes gewährte.
Und nun zu Deutschland. Lassen wir unsere Gedanken in die Zeit des dreißigjährigen Krieges zurückschweifen. 1619 kam es zur Gründung der Hamburger Bank. Ihr Ziel war dahin gerichtet, ebenso wie bie übrigen Girobanken, bie Münzoer- schlechterung unb Münzbeschneibung zu unterbinben. Krebite würben nicht gewährt. Umschriften und Abhebungen erfolgten burch Anweisungen über ein bestimmtes Quantum Silber. Die Depositen- unb Girogelber wurden zu einem Teil gegen Unterpfand ausgeliehen. Mit der Errichtung der Reichsbank am 1. Januar 1876 wurde das deutsche Bankwesen in neue Bahnen geleitet. Man halte sich vor Augen, daß es im Jahre 1873 im Gebiet des Deutschen Reiches infolge der vielen Länder, bie jebes ihr staatliches Svnberbasein führten, 144 Arten papierener Wertzeichen unb 33 zur Notenausgabe berechtigte Institute gab. Erwähnenswert ist noch, baß es bis Mitte bes 19. Jahrhunberts so gut wie gar keinen Giro- unb Kontokorrentverkehr gab. Im mobernen beutschen Bankwesen schälte sich als hie wesentlichste Aufgabe her Banken bie Krebit- vermittlung heraus, mit anberen Worten: Leihkapitalien würben angesammelt unb wieher ausge» liehen.
Es würbe im Rahmen biefer Ausführungen zu weit führen, auf bie Entwicklung im einzelnen einzugehen. Es genügt an biefer Stelle her Hinweis, baß auch bas beutfche Bankwesen nicht immer bie Entwicklung genommen hat, bie erstrebenswert war. Man heute nur an bas Jahr 1923 unb bie barauffolgenben Jahre Banken schossen wie Pilze aus her Erbe. Auch in her Krehitgebarung ist nicht immer alles so gewesen, wie es Hätte sein sollen. Die UebernaHrne her Macht burch ben Führer hat nun aber bie fernere Entwicklung bes beutschen Bankwesens in gefunbe Bahnen geleitet. In erhöhtem Maße hat heute her Bankleiter unb Bankier volkswirtschaftliche Aufgaben zu erfüllen. Wie her Staat stets besorgt sein muß, baß im Rahmen Der volkswirtschaftlichen Notwenbigkeiten her pri- vattvirtschaftlichen Initiative roeitgebenbe Freiheit eingeräumt wirb, so erhält unter biefem Gesichts- punkt bie beutsche Bankwirtschaft ihr festgeformtes Gesicht. Erst kürzlich wies Bernharb Köhler auf bie große Aufgabe bes fachkunbigen, instinktsicheren unb verantwortungsbewußten Bank- leiters unb Bankiers hin. Es wirb in Zukunft nicht bei her gegenwärtig überroiegenben Rolle her


