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Die innere Einheit

der nationalsozialistischen Weltanschannng

König Fuad von Aegypten gestorben

Heichsleiter Bosenberg spricht vor den Kreisleitern

zustand

igens und die Tatsache, innere ya»mng aucy v«

Ideologie alter Mächte I Tat m Erscheinung getreten ist.

einer

zu

bestaunen, die auch in uns bei der Besichtigung ein leises Gefühl des Neides auf das große Erleben, das den Kameraden bevorsteht, aufkommen lassen.

Hessen-Raffans Mrernachwnchs ans der Ordensbnrg Vogelsang.

Kairo. 25. April. (DNB. Funkspruch.) König Fuad von Aegypten ist nach kurzem schwe­rem Krankenlager am heutigen Samstagvormittag geworben.

Oie erste Krankheitsbotschast.

Seine Unabhängigkeit, innere Kompromihlosig. feit und Sicherheit des Ringens und die Tatsache, daß er sich außerhalb der*

Oie Fahrt.

NSG. Ahrweiler, 24. April, 14 Uhr. Punkt 5 Uhr beginnt in der Kreisführerschule zu Frank­furt eine aufgeregte Stimmung zu herrschen: der große Tag ist da, der den Führernachwuchs Hessen- Nassaus auf die Ordensburg bringen soll. In einen Omnibus verfrachtet zieht die Elite unseres Gaues hinaus, stolz, aber doch etwas mit banger Unge­wißheit, da jeder weiß, daß im kommenden Jahr allerhöchste Anforderungen an ihn gestellt werden. Als unterwegs die letzte Neuigkeit bekannt wird, daß bei den verlangten Mutprüfungen außer alpi­nen Hebungen auch Fallschirmabsprünge gefordert werden, da wächst der Respekt vor dem, was kom­men soll, ins Ungemessene.

Kurze Aufenthalte in Bacharach und Boppard nehmen jedoch die Kursisten wieder derart von den landschaftlichen und baulichen Reizen des Rhein­landes gefangen, daß jede Hemmung schnell über­wunden ist.

In Koblenz wird unseren Freunden bie Über­raschung zuteil, von dem Vertreter des Gauleiters Simon, seinem persönlichen Adjutanten Claus Jakobs, und den Gauamtsleitern W o l f r u m und Bang in ihrem Gaugebiet willkommen ge­heißen zu werden. Vom Ehrenbreitstein herüber grüßt sie noch einmal der Gau Hessen-Nassau, der ihnen Ausgang und hoffentlich für manchen auch wieder das Ziel sein wird.

In Ahrweiler im herrlichen Ahrtal wird zum letztenmal Rast gemacht. Der Landrat, Kreisleiter Dr. Peter ©immer, ein alter hessen-nassauer Studentenbundskamerad, und der Kreiswalter der DAF. begrüßen unsere Jugend noch einmal vor dem entscheidenden Schritt.

Auf der Ordensburg.

NSG. Burg Vogelsang, 24. April, 15.30 Uhr. Begeisterte Freude bricht aus, als man von weitem Deutschlands bewährtes Luftschiff(B r aj Zeppelin" sichtet. Kurz darauf sind wir endlich am Ziel.

Schon geraume Zeit vorher ist in den Gesichtern unserer Mannschaft ein Wandel festzustellen: alles wird leuchtenden Auges kritifch gemustert, ohne daß es trotz Kälte, Gebirge und einem düster grau über­zogenen Himmel der guten Stimmung Abbruch tun kann, selbst nicht der die Eifel noch stellenweise be­deckende Schnee vermag das.

Der stellvertretende Kommandant und Schu­lungsleiter der Ordensburg, Parteigenosse Fried­rich, nimmt die Hessen-Nassauer in seine Obhut, und es dauert nicht lange, dann verlieren wir sie aus den Augen. Sie tauchen unter und werden wohl bald die phantastischen Einrichtungen der Burg

zu schweren Besorgnissen Anlaß. In von sieben Aerzten unterzeichneten Verlautbarung wird mitgeteilt, daß in der Erkrankung des Königs, einer ansteckenden Mundentzündung, eine Kompli­kation eingetreten sei. Sein Zustand habe sich in­folge größerer Blutungen verschlechtert.

Eine Amnestie des Führers.

Berlin, 24. April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat am 23. April 1936 unter Gegenzeichnung des Reichsministers der Justiz Dr. Gürtner ein neues Gesetz über die Gewäh­rung von Straffreiheit unterzeichnet.

Das neue Straffreiheitsgesetz, für dessen Erlaß kriminalpolitische Erwägungen maß­gebend waren, unterscheidet drei Gruppen von Straftaten, für die eine Gnadenvergünstigung ge­währt werden soll: ,

1. Diejenigen Fälle, in denen sich der Tater durch Uebereifer im Kampf für den nativ - nalsozialistifchen Gedanken bat hin­reißen lassen. Ausgenommen sind vorsätzliche ^anD1 lungen, durch die der Tod eines Menschen herbei- g'esührt worden ist, sowie Handlungen, bei denen die Art der Ausführung oder die Beweggründe eine gemeine Gesinnung des Täters erkennen las­sen. Die hiernach unter das Straf frelhettsgesetz fallenden Straftaten werden ohne Rücksicht aus die Höhe der rechtskräftig erkannten oder der zu er­wartenden Strafe amnestiert. Noch nicht vollstreckte, rechtskräftige Strafen werden erlassen. Anhängige Verfahren werden eingestellt, wenn die Tat vor dem 20. April 1936 begangen ist, neue Verfahren wer­den nicht eingeleitet.

2. Die Fälle der politischen Nörgler und Schwätzer. Hier handelt es sich

a) um Straftaten gegen das Gesetz gegen heim­tückische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutze der Parteiuniformen vom 20. Dezember 1934 (RGBl. I Seite 1269) mit Ausnahme der Zuwiderhandlungen gegen § 3 (Tragen von Uni­formen bei der Begehung strafbarer Handlungen) und § 5 Absatz 1 (unerlaubter Handel mit Uni­formen und Uniformteilen), sowie। um. ©trap taten nach § 134a und b RStGB. (öffentliche Be­schimpfung des Reiches, der Partei und ihrer Glie­derungen, der Fahnen ufw.) und Vergehen gegen den fog. Kanzelparagraphen (staatsfeindliche Aeuhe- rungen von Geistlichen; . ,

b) um Beleidigungen des Führers und Reichs­kanzlers und anderer leitender Persönlichkeiten des Staates oder der NSDAP, sowie um andere im politischen Meinungsstreit begangene Beleidigungen oder Körperverletzungen und sonstige strafbare Un- mutsäuherungen.

London, 25. April. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung aus Kairo gibt der Gesundheits- des Königs Fuad von Aegypten

Straffreiheit tritt auch für Straftaten gegen 8 330a StGB. (Begehung strafbarer Handlungen im Vollrausch) ein, wenn diese Verübung einer der vorbezeichneten Straftaten zum Gegenstand haben.

Bei dieser zweiten Gruppe der politischen Nörgler und Schwätzer tritt Straffreiheit jedoch nur für die leichteren Fälle, d. h. nur für diejenigen ein bet denen lediglich Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als sechs Monaten erkannt oder zu erwarten ist. Außerdem werden diese Falle nicht ohne weiteres amnestiert, vielmehr werden rechts- kräftig erkannte Strafen nur unter der Bedingung erlassen, daß der Täter nicht binnen eines Zeit­raumes von drei Jahren nach Gewährung des be­dingten Erlasses ein Verbrechen oder ein vorsätz­liches Vergehen verübt. Ist das Verfahren noch anhängig, so wird es nicht ohne weiteres nieder­geschlagen, sondern bis zum Urteil durchgefuhrt und die Vollstreckung der Strafe in gleicher Welse auf Wohloerhalten ausgesetzt.

3. Die sogenannten Bagate l l delikt e, d. h. alle sonstigen Straftaten, für die keine höhere Strafe als Freiheitsstrafe bis zu emem Monat ober Gelbstrafe, bei der bie Ersatzfreiheitsstrafe nicht mehr als einen Monat beträgt, rechtskräftig erkannt ober zu erwarten ist. Bei diesen kleinen ©trafen kommt es auf bie Art der Straftat, die Beweggründe usw. nicht an.

Nähere Bestimmungen über bie Durchfubrung des Straffreiheitsgesetzes enthält die Verordnung des Reichsministers der Justiz vom gleichen Tage, die u. a. auch bestimmt, welche Gerichte über den Antrag auf Einstellung anhängiger Verfahren zu entscheiden haben und welche Rechtsmittel den Be­teiligten zur Verfügung stehen.

Geburtstagsglückwünsche des Führers für Generaladmiral paeder.

Berlin, 24. April. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat an den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, General­admiral Rae der, anläßlich feines 60. G e - burtstages am 24. April 1936 folgendes Tele­gramm gerichtet:

Mein lieber Generaladmiral Raeder!

Zu Ihrem 60. Geburtstage spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche aus. Ich verbinde hiermit meine besten Wünsche für Ähr persönliches Wohlergehen und gebe der Hoffnung Ausdruck, daß mir Ihre wertvollen Dienste zum Aufbau der Kriegsmarine noch viele Jahre erhalten bleiben.

Adolf Hitler."

besonderen Feier ihrer Bestimmung übergeben werden soll, wurden die Reden Dr. Leys und des Führers von der Ordensburg Crössinsee Über­tragen. Etwa 1500 Bauhandwerker, die den Bau haben vollenden helfen, Vertreter der westdeutschen Gaue der NSDAP, und zahlreiche andere Vertre­ter der Partei und des Staates versammelten sich in dem offenen Saal der Burg. Während sie noch auf die ^Übertragung warteten, kam von Norden das LuftschiffGraf Zeppelin" von seiner Amenka- reise und grüßte den stolzen Bau. Bald klangen durch den Lautsprecher die Worte Dr. Leys und anschließend die des Führers.

Oie Feier

auf der Ordensburg Gontbofen.

Sonthofen (Allgäu), 24. April. (DNB.) Mit- ten in die Allgäuer Berge ist in dem langgestreck­ten Rücken des Kalvarienberges über (Sonthofen die nationalsozialistische Ordensburg eingebettet In ihrer bodenständigen Holzbauweise paßt sie sich voll­ständig in die Landschaft ein. Gegenwärtig sind die Werkleute noch mit der Innenausstattung der be­reits im Rohbau fertiggestellten Burg beschäftigt. Vor wenigen Wochen gab Reichsorganisationsleiter Dr. Ley bei einer Besichtigung dem Architekten und Leiter des Baues, Pg. Heinrich Giesler- Sonthofen den Auftrag, dem bereits stehenden Teil der Burg einen weit größeren Bau noch an­zufügen. Bisher war die Ordensburg Allgau nur für die Aufnahme von 400 Parteigenossen einge­richtet, nun sollen die Bauten so erweitert werden, daß jeweils 1000 Mann hier untergebracht wer­den können.

Am Freitagnachmittag marschierte die gegenwär­tig etwa 200 Mann zählende Belegschaft des Baues, Politische Leiter, die Gliederungen der Be- roegung, sowie die Abteilung Sonthofen des Reichs- arbeitsdienstes im Burghof auf.

Gauschulungsleiter Matheis gab ferner Freude darüber Ausdruck, daß Reichsorganisationsleiter Dr. L e y gerade das Allgäu erwählt habe, als es galt, den Bauplatz für die dritte Ordensburg zu finden. Sodann hörten die im Hof angetretenen Gliederun­gen und die Baubelegschaft die Rundfunkübertra­gung aus Crössinsee.

Aus diesem einen Kern entwickeln sich nunmehr die Strebungen nach allen Richtungen, und die natio­nalsozialistische Revolution wird erst dann gesiegt haben, wenn auf allen Gebieten des Lebens diese innere Haltung auch durch die nach außen sichtbare

stelle, sei das Geheimnis vom Sieg des National­sozialismus und das Vorzeichen unseres Weiter­kämpfens. In diesem Kampf achte der National­sozialismus die religiösen Gefühle anderer Gemein­schaften, aber er verlange auch die Achtung unserer Weltanschauung.

Diese Gesamthaltung des geistigen Charakters, so fuhr Reichsleiter Rosenberg fort, der den Mut aufgebracht hat, daß der Deutsche sich wieder zu sich selbst bekennt, die Entschlossenheit, in Schick- salszeiten auch seine Sache auf Nichts zu stellen, die Erkenntnis der rassischen Kräfte und Kampfe in der Dölkergeschichte und die unerbittliche Wert­rettung der Charakterwerte:

das macht die Einheit der nationalsozialistischen

Weltanschauung aus.

Sie, mein Führer, heute vor sich, und ich hoffe und glaube, daß es Ihnen gefällt.

Das wir hier wollen, das ist in ganz kurzen Dorten gesagt: Wir wollen den Nachwuchs für die Führer der Partei, die Politischen Leiter, zu ganzen Kerlen erziehen.

Ich will im einzelnen nicht auf die Grundsätze ein- aehen, die wir hier verwirklichen wollen. Mut, Kraft, Wille und Gehorsam können vor allen Din­gen diese Männer mit hinausnehmen, wenn sie diese drei Jahre durchlaufen haben. Äch hoffe vor allem, daß diese Männer aus dieser Burg auch ein großes Erlebnis mit nach Hause nehmen für ihr ganzes Leben. Gewiß, wir haben das Glück, mein Führer, mit Ihnen die Kampfzeit durchlebt zu haben. Dieses Erlebnis wird nie wieder sein. Niemals werden andere dieses Glück haben dürfen. Aber trotzdem hoffe und glaube ich, daß diese Bur­gen in der Lage sein werden, allein durch ihren Anblick, durch ihre Schönheit und durch ihre Härte den Männern auf diesen Burgen ein ewiges Er­lebnis zu sein.

So übergebe ich Ihnen, mein Führer, diese drei Burgen als ein Geschenk der schaffenden deutschen Menschen, der Arbeiter, der Unter­nehmer, Handwerker, aller, die in der Deutschen Arbeitsfront vereinigt sind. Diese Burgen sind eine Dankesschuld für Ihr großes Derk und Ihren Wut, Deutschland befreit zu haben. Ein Gelöbnis lege ich gleichzeitig ab: Ich will alles, was an mir liegt, tun, daß in diesen Burgen Dünner erzogen werden, die Ihr großes Erbe würdig und treu verwalten. Auch ein weiteres Gelöbnis gebe ich Ihnen, mein Führer: Diese Männer, die hier hinausgehen, werden gehor­chen gelernt haben, werden freu und Kame­raden für das ganze Leben sein!

Burg Vogelsang hört den Führer.

DrbensburgBoge Ifang, 25. April. (DNB.) Auch in der an einem steilen Berge des herrlichen Urftsees in der Nordeifel sich erhebenden Ordensburg Vogelsang, die Ansang Mai noch in einer

den neuen Führer der Wafd-Partei seit dem Tode Zaghluls 1927, zu stürzen. Als dessen Sturz sich gegen die englische Politik und König Fuad auswir­ken zu wollen schien, löste Fuad, offenbar auf An­raten Englands, das ägyptische Parlament zunächst für die Dauer von drei Jahren auf.

Im Sommer 1929 trat Fuad eine zweite Europa- reife an, die ihn auch nach Deutschland führte. Von London, wo er gemeinsam mit seinem dama­ligen Ministerpräsidenten Mahmud Pascha weilte, kehrte er dann früher als beabsichtigt gewesen, jm August 1929 in fein Land zurück, weil durch die Verhandlungen mit der inzwischen zur Macht ge­kommenen Labour-Party ein für Aegypten uner­wartet günstiges britisch-ägyptisches Abkommen er- reicht worden war. Durch dieses wurde die Un­abhängigkeit Aegyptens insofern sicher- gestellt, als es eine eigene Vertretung im Völker­bund erhielt, die englischen Besatzungstruppen zu­rückgezogen, die englischen Konsulargerichte abge­schafft und durch gemischte Gerichte ersetzt werden sollten. v ... .

Das Jahr 1930 wurde für Aegypten und König Fuad zu einem Krisenjahr erster Ordnung. Sobald sich herausgestellt hatte, daß für England die Un­abhängigkeit Aegyptens nur auf dem Papier be­stand, wurde die an Macht stark gewachsene Wafd- Partei, die nach dem Sturze Adly Paschas mit Nahas Pascha wieder zur Regierung gekom­men war, bedrohlich aktiv. Fuad zeigte sich aber als starker Mann, er schickte Nahas Pascha heim, vertagte das Parlament auf unbestimmte Zeit und gab Aegypten im Oktober 1930 trotz aller Wider­stände eine neue Verfassung, wodurch Par­lament und Regierung ihre Selbständigkeit verloren. Oer polnische Ministerbesuch

in Budapest.

Budapest, 24.April. (DNB.) Die politi­schen Verhandlungen zwischen dem pol­nischen Ministerpräsidenten Koscialkowski und dem ungarischen Ministerpräsidenten G ö m b ö s begannen Freitag vormittag. Es nahmen daran teil der Außenminister von Kanya, der Buda­pester polnische Gesandte L e p k o w s k i und der ungarische Gesandte in Warschau Hory. Zu Be­ginn wurde ein polnisch-ungarisches Auslieferungs­abkommen und ein Protokoll über die Förderung des polnisch-ungarischen Warenverkehrs unterzeich­net. lieber den Inhalt der politischen Besprechungen werden amtlich keinerlei Mitteilungen gemacht. In diplomatischen Kreisen besteht die Auftastung, daß eine eingehende Aussprache über die gesamte i n ternationale Lage als notwendig empfun­den werde. Man vermutet, daß auch die Stellung­nahme der beiden Staaten zu der Lage der unga­rischen und der polnischen Minderheiten in der Tfchechoslowakei erörtert worden ist.

Die politischen Besprechungen wurden am Frei­tagnachmittag beendet. Weitere politische Verhand­lungen werden nicht mehr geführt.

Der polnische Ministerpräsident K o s c i a l k o w. s k i gab Freitag abend vor der internationalen Presse in deutscher Sprache eine Erklärung ab. Er betonte, daß ihn der außerordentlich herzliche Emp­fang, der ihm von der ungarischen Regierung und der ungarischen Nation bereitet worden sei, tief ergriffen habe. Er wolle deshalb feinen aus tie­fem Herzen kommenden Dank aussprechen. Ebenso wie Ministerpräsident G ö m b ö s auf dem polni­schen Königsschloß Wawel unter dem Eindruck der tausendjährigen, Polen und Ungarn verknüpfenden Bande gestanden habe, so empfinde auch er in Un­garn aufs tiefste die enge Verbundenheit, die seit Jahrhunderten die beiden Nationen um­schließe. Ein derartiges Band könne aber nicht nur eine Erinnerung bleiben. Die Geschichte der letzten anderhalb Jahrzehnte habe erwiesen, wie irrtümlich die Ansicht sei, daß sich die Entwicklung der Bezie­hungen zwischen den Nationen nur auf materielle Faktoren stützen könne. Das moralische und gei­stige Band zwischen der polnischen und der ungari­schen Nation schasse eine natürliche und dauernde Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zwi­schen den beiden Ländern.

Achmed Fuad Pascha wurde am 26. März 1868 als Sohn des verstorbenen Khediven Ismael Pascha geboren. Der nach Kriegsausbruch 1914 von England abgesetzte Khediv Abbas Hilmi war sein Onkel. In Turin und Rom genoß er militä­rische Ausbildung. Dann trat er in türkische Mi­litärdienste, wo er u. a. als Militärattache in Wien verwendet wurde. In Wien erlernte er die deutsche Sprache. Später kehrte er nach Aegypten zurück, wo er seine großen Güter bewirtschaftete, gleichzeitig aber auch vom Khediven mit amtlichen und repräsentativen Aufträgen betraut wurde. Auch bemühte er sich um das höhere Bildungswesen in Aegypten durch Schaffung einer Universität in Kairo. Nach der Entthronung von Abbas Hilmi wurde zunächst dessen Onkel Kussein zum Sultan von Aegypten ernannt. Nach dessen Tod im Jahre 1917 folgte ihm Achmed Fuad als erster Sultan von Aegypten auf den Thron. Im Jahre 1922, als die Engländer Aegypten als unabhängigen souverä­nen Staat aber unter militärischer Aufsicht Englands anerkannten, nahm er als Fuad I. den Königstitel an und regelte die Thronfolge nach dem Erstgeburtsrecht in direkter männlicher Linie. Danach ist sein Sohn Prinz Faruk Thronfol­ger. Der frühere Khediv Abbas Hilmi wurde ausdrücklich vom Thronfolgerecht ausgeschlossen, nicht dagegen seine Nachkommenschaft.

Die politische Stellung Fuads wurde durch die Proklamierung Aegyptens zum unabhängigen Staat nicht leichter, da einesteils das Erreichte der natio­nalistischen Opposition zu gering erschien, andern- teils Fuad beständig unter Englands Druck stand. Die Spannung zwischen den Parteien steigerte sich, und als König Fuad nach der Ermordung des Sir- dar Sir Lee Stark Ende 1924 die Kammer bis auf weiteres auflöste, schien die junge Selbständigkeit des Landes ernstlich gefährdet zu sein. Erst 1926 kam es zu neuen Kammerwahlen, nach denen Eng­land den Verzicht Zaghluls, des Führers der Wasdpartei", auf die Kabinettsbildung erzwang.

Im Sommer 1927 unternahm König Fuad einen politstchen Besuch in London, bei dem das Verhält­nis Englands zu Aegypten grundlegend besprochen wurde. Bald danach gelang es England, den bis­herigen Ministerpräsidenten Nahas ° Pascha,

Der Abschiedsabend.

NSG. Frankfurt a. M., ?3- April. Eine schlichte, aber in ihrem Verlauf würdige Abschieds- feier vereinigte am Donnerstagabend imKölner Hof" in Frankfurt Menschen, deren Aeuheres allem schon sie von einem Alltagstreffen abhebt. Ernste und doch wieder freudige Kameraden saßen beisam­men, um für eine lange Zeit unseren Gau m höchster Berufung zu verlassen. Der Aelteste ist 34, der Jüngste 24 Jahre; alle Berufe sind bunt durch­einander gemischt: technische Angestellte, Studenten, Maschinenschlosser, Elektromonteur, Metzger Kon­ditor, Molkereigeihilfe, Buchdrucker, Postschaffner usw. In einem aber sind sie alle gleich: es gibt keinen unter ihnen, der nicht schon mindestens vor 6 bis 7 Jahren teilweise sogar schon vor 12 und 13 Jahren als wftrklicher Kampfer sich erwiesen hätte. Von den 22 Berufenen aus dem Gaugebiet, denen dieser Abend gilt, sind 12 Träger des goldenen Ehrenabzeichens, und zwei dieser 22 haben eine höhere Parteinummer als 300 000! Sie sind alle charakterlich, leistungsmäßig und in rassi­scher Hinsicht eine wahrhafte Auslese unter den Besten unseres Gaues.

Das ist Hessen-Nassaus Führernachwuchs, der zur Ordensburg Vogelsang in der Eifel einberufen ist. Ein jeder von ihnen weiß aus der Kampfzeit von Not und Leid zu erzählen: Arbeits­losigkeit, Geschäftsaufgabe, Abbruch des Studiums, dazu Saalschlachten, Straßenkämpfe, Verletzungen, Gefängnis, all das kann jeder als feinen Anteil am Sieg Des Nationalsozialismus in die Waagschale werfen.

Mitten unter ihnen als alter Kamerad und Kampfgefährte sitzt Gauamtsleiter H e y s e als Ver­treter des (Bauleiters. Aus feinen kurzen prä­gnanten Begrüßungsworten klingt freudiger Stolz auf diese Manner, die zwar jetzt aus dem Kampf- oerbanb Hessen-Nassau ausscheiden müssen, die aber ein tiefverwurzelndes Gefühl der Verbundenheit mit ihrem Heimatgau begleitet, das sie die kommenden schweren Tage überwinden läßt. Die Grüße und Wünsche des Gauleiters sind das Letzte, das ihnen auf den Weg mitgegeben wird.

Noch einige Stunden frohes Beisammensein soll ihnen den Abschied erleichtern. Der Reichsfender fängt das Zusammengehörigkeitsgefühl dieser gro­ßen Familie mit dem Mikrophon ein, wobei es zu launigen Unterhaltungen kommt; Emil Seiden­spinner vom Frankfurter Opernhaus trägt sei­nen Teil zur Kurzweil des Abends bei.

Gaufchulungsleiter Ruder verabschiedet die Parteigenossen mit den besten Wünschen, bie be­vorstehende Zeit so zu erleben, wie es im Sinne der Bewegung liegt.

Berlin, 24. April. (DNB.) Als letzter Redner der Freitag zu Ende gehenden Tagung der K r e i s l e i t e r in Crössinsee sprach Reichsleiter Alfred Rosenberg über das Fundament und die innere Einheit der national sozialistischen Welt­anschauung. Nach dem Bericht desVölkischen Be­obachters" führte der Redner nach einer umfassen­den Klärung der Begriffe aus, daß die Epoche der geistigen Völkerwanderung jetzt zu Ende fei, und er glaube, daß Deutschland zu sich selber heimge­funden habe. Das sei die große Tat, die mir Dem Führer verdanken, und in Der unsere Derpslichtung liege.

Deutschland habe seht ;um ersten Male die geistige und weltanschauliche Situation erkannt, und es fei ihm der Führer erstanden, der die große innere Wendung des Volkes durch eine

Idee erreichte.