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Oberhessen.

Eihung der SrünbergerRatsherren.

4- Grünberg, 23. März, lieber die jüngste Sitzung der Ratsherren ist im Anschluß an unsere Meldung vom Samstag über den städti­schen Voranschlag für 1936 noch folgendes zu berichten:

Nach den bereits mitgeteilten Darlegungen des Bürgermeisters Wagner trug Stadtrechner Geh- r i n g e r die einzelnen Kapitel des Voranschlags vor, die in den wichtigsten Rubriken folgende Zahlen aufweisen:

Abteilung A: Betrieb.

Einnahme

Ausgabe

Rechnungsrest

3 815,40

500,

Gebäude

4 994,78

2 661,20

Grundstücke

2 798,99

2 318,10

Wald

33 499,50

22 899,50

Äagden, Fischereien

1 396,80

22,94

Schäfereien

2 000,

468,

Messen und Märkte

1 220,

795,

Waagen

160,

60,

Wasserversorgung

16 509,24

13 200,97

Kleinkinderschule

350,

1 291,73

Badeanstalt

2 062,17

3 148,15

Förderung der Hitlerbewegung

696,

1114,92

Allgemeine Verwaltung

1 530,50

26 027,60

Oeffentliche Sicherheit

.

6 055,44

Gesundheitspflege

0,09

2 293,80

Feuerlöschwesen

683,88

2 254,63

Armenpflege Schulen:

1 225,30

13 117,20

a) Volksschule

2 389,44

9 271,27

b) Ober-Realschule

2 500,

28 044,64

c) Bäuerliche Werkschule

3 131,25

4 551,26

Evangelische Kirche

22,50

3 460,87

Eisenbahn

.

333,82

Friedhöfe

273,14

932,57

Straßen

200,80

8 237,26

Kanäle

3 339,

5 566,11

Landwirtschaftszwecke

660,

5 811,59

Grenzverhältnisse

.

210,

Oeffentliche Anlagen

.

300,

Soziale Fürsorge

7 010,97

14 602,65

Gemeinnützige Zwecke

Sondersteuern

,

644,

(Hunde-, Vergnügungs-, Bür

ger-, Bier-, Getränkesteuer)

22 285,

2 017,32

Reichssteueranteile

17 460,

Ergänzungsmittel

,

1888,95

Kapitalzinsen

282,40

1 697,62

Schuldentilgung

167,10

1 367,10

Gemeindeumlagen

58 000,

2 976,

Abteilung B: vermögen.

Kapitalerneuerungsfonds

3 403,23

3 385,65

Schulden, 17,58

Die in der Haushaltssatzung vorgesehene Fest­setzung der Steuerausschläge erfolgte in fol­gender Weise:

1. Grundsteuer:

a) von Gebäuden und Bauplätzen 33,9 Pf.,

b) von land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken 65,7 Pf. von je 100 Mark Steuer­werk.

2. Gewerbesteuer.

a) vom Gewerbekapital 74,3 Pf. von je 100 Mark Steuerwert,

b) vom Gewerbeertrag 333,6 Pf. von je 100 Mark Steuerwert.

3. Sondergewerbesteuer:

a) bei Gebäuden unter 7000 Mark je 45,75 Pf. von je 100 Mark Steuerwert,

b) bei Gebäuden über 7000 Mark je 39,93 Pf. von je 100 Mark Steuerwert.

4. Bürgersteuer:

500 v. H.

Die weiteren Tagesordnungspunkte.

Fürsorgelasten für ärztliche Hilfe­leistungen u s w. Hierzu teilte der Bürger­meister mit, daß im Hinblick auf das starke An­wachsen dieser Lasten zukünftig derartige Kosten ohne vorherige Bewilligung durch die Bürgermeiste­rei nicht mehr übernommen würden, außerdem sei eine Befristung der Kostenübernahme etwa 8 bis 14 Tage vorgesehen, endlich soll in beson­deren Fällen (z. B. Behandlung mit Höhensonne) ein amtsärztliches Gutachten ausschlaggebend sein.

Vergebung städtischer Fuhrleistun- g e n. Entsprechend den von der Regierung erlasse­nen Richtlinien soll versucht werden, mit der Orts­gruppe der im Reichsverband organisierten Fuhr­unternehmer durch freie Vereinbarung die Ver­gebung zu regeln. Wie Bürgermeister Wagner hierzu mitteilte, sind bei der seither üblichen öffent­lichen Ausbietung Preise von 1,30 RM. pro Stunde für einen Doppelspänner gefordert worden. Der Satz von 2 RM. pro Stunde wird dagegen von einer Seite für reichlich hoch gehalten. Vielleicht sollen die im Verband befindlichen Unternehmer zur Abgabe schriftlicher Angebote aufgefordert werden.

F a s e l w e s e n. Die beiden landwirtschaftlichen Vertreter bekundeten gemeinsam, daß kein Bedürf­nis für die Anschaffung eines Bullen besteht, be­züglich des Ebers wünscht der eine Anschaffung eines neuen, während der andere dies verneint. Bürgermeister Wagner will Kreisveterinärrat Dr. Fuchs in dieser Sache hören.

Abschluß einer Waldbrandversiche­rung. Bürgermeister Wagner teilte mit, welche Behandlung diese Sache auf dem Gemeindetag in Rüsselsheim gefunden hat. Eine Versicherung wird daher nicht abgeschlossen.

Anlegung von Fischteichen. Hierzu gab Architekt Balser Erläuterungen. Vorgesehen ist das Gelände nächst der Wilden Grube mit drei Fischteichen für Karpfen. Die Sache wurde einst­weilen zurückgestellt.

Entwurf eines Wappens der Stadt G r ü n b e r g. Auf eine Anregung zu dieser Sache im Hinblick auf die bevorstehende 750-Jahrfeier hatte man sich an das Staatsarchiv in Darmstadt gewandt. In einem Gutachten von dort wurde fest- gestellt, daß der Reiter nicht das eigentliche Wap­pen, sondern nur als Wappenträger anzusehen ist, dagegen enthält sein Schild das geschichtliche Stadt­wappen: den Thüringer Löwen. Allgemein ist man der Ansicht, daß der Löwe von vielen Orten als Wappen in Anspruch genommen wird, während der Reiter wohl als Seltenheit zu werten sei. Gleichzeitig mit dem Muster eines Wappens

diesjährigen Vergütung für Fütterungszucker und mit der Ernennung der Beauftragten für Bienen­zucht innerhalb der Ortsgruppe beschäftigten, wur­den noch verschiedene Fragen über die Auswinterung besprochen. Mit dem Hinweis auf die Pflicht jedes deutschen Imkers, bei der bevorstehenden Reichstags­wahl für den Führer zu stimmen, wurde die Ver­sammlung mit dem Bekenntnis zum Führer ge­schlossen.

< B e u e r n, 24. März. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt ihre ordentliche General­versammlung ab. Der Aufsichtsratsvorsitzende Albert Ranft begrüßte die Genossen, besonders den noch lebenden Gründer der Kasse, Konrad Walter. Die im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder wurden in der üblichen Wtzise geehrt. Aus dem von Direktor Linden st ruth erstatteten Geschäfts­bericht ging hervor, daß die Kasse auch im abgelau­fenen Geschäftsjahr eine günstige Entwicklung nahm. Der Umsatz belief sich auf weit über eine Million Mark und hat gegenüber dem Vorjahr eine erheb­liche Steigerung erfahren. Zu Anfang des Geschäfts­jahres betrug die Zahl der Mitglieder 341, am Schluß des Geschäftsjahres 403 Mitglieder. An neuen Spar­büchern wurden 66 ausgegeben. Die Bilanz schließt in Einnahme und Ausgabe mit 462 727,46 Mk. ab. Die Gewinn- und Verlustrechnung verzeichnet als Abschlußsumme 28 064,17 Mark. Der Reingewinn beläuft sich auf 3000 Mark. Die Haftsumme der 403 Mitglieder steht mit 201500 Mark fest. Die Jahres­rechnung und die Bilanz wurden genehmigt. Dem Vorstand und dem Auffichtsrat konnte Entlastung erteilt werden. Entsprechend einem Vorschlag des Vorstandes wurde beschlossen, auf jeden Stamm­anteil 6 Mark zu verteilen. Die gesetzliche Revision ließ erkennen, daß die Kasse vorzüglich geführt ist. Dem Rechner wurde herzlicher Dank ausgesprochen. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglie­der wurden wiedergewählt. Weiter wurde beschlos­sen, dem Winterhilfswerk 50 Mark zu überweifen.

sprechung wichtiger geschäftlicher Mitteilungen, der Vorsitzende bekanntgab, die sich u. a. mit

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(Löwen) hat das Staatsarchiv auch ein Muster für eine Stadtfahne mitgesandt, welche die Farben grün-rot aufweift im Gegensatz zu den jetzigen Farben der Stadtfahne: blau-weiß-rot.

Beitritt der Stadt zum Reichsbund der Kinderreichen. Der Beitritt der Stadt als korporatives Mitglied wurde gutgeheißen. Hier­bei teilte Bürgermeister Wagner mit, daß in Zukunft die Beiträge an Vereine seitens der Stadt einer genauen Nachprüfung unterzogen würden.

Zum Schluß der Sitzung teilte Bürgermeister Wagner noch mit, daß er von Architekt Balfer das Rathaus gründlich habe untersuchen und als Ergebnis einen auf sieben Jahren verteilten Voranschlag zur Ausbesserung aufstellen lassen. Zu­nächst seien der äußere Anstrich, der vordere Haus­flur und das Wachtlokal vorgesehen.

CanöfrPis Bietzen

£ Wieseck, 24. März. Die Arbeiten am Kriegerehrenmal schreiten rüstig vorwärts. Die Erd- und Maurerarbeiten sind ziemlich beendet. Die monumentalen Ausmaße und die Auswahl des Platzes an der Friedhofsmauer an der Ecke Rabe- nauer- und Alten-Busecker Straße verleihen dem Erinnerungs- und Mahnmal eine besondere Note.

X Wieseck, 24. März. Die Evangelische Frauenhilfe hatte zu ihrem Schlußabend am Sonntag die NS. - Frauenfchaft eingeladen, die dieser Einladung zahlreich gefolgt war. Auf die Be­grüßungsansprache von Dekan Sattler antwortete die Seherin der NS.-Frauenschaft, Frau M ö b u s, und betonte die gemeinsame Aufgabe beider Ver­bände im Dienst am Volk und für den Führer. Freu­dige Aufnahme bildeten musikalische und deklamato­rische Darbietungen von Jugend aus den Familien

J) Saubringen, 24. März. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, daß Lieferungen und Arbeiten für die Ge­meinde nur noch an Mitglieder der NSV. vergeben werden.

# Staufenberg, 24. März. Die Deutsche Arbeitsfront veranstaltete hier in der Filiale von Rinn & Eloos einen Betriebsappell unter Leitung des Ortsgruppenwalters Vogel. Der Appell wurde mit dem Deutschlandlied eröffnet. So­dann sprach Kamerad Jung, der Geschäftsführer der Deutschen Arbeitsfront in Gießen, über die kom­mende Reichstagswahl. Seine Ausführungen fanden reicherhBeifall. Der Appell schloß mit dem Horst- Wessel-Lied.

00 Allendorf a. d. Lumda, 24. März. Heute vollendete der seit 18 Jahren im Ruhestand lebende Forstwart Konrad Krieger II. von hier in voller aeistiger und körperlicher Frische sein 8 3. Le­bensjahr. Der Jubilar entstammt einem alten Geschlecht. Ein Bruder starb vor kurzem im nahezu vollendeten 97. Lebensjahr.

f A l l e n d o r f a. d. L d a., 24. März. Die Orts- fachgruppe Lumdatal im Reichsbund Deutscher Imker, früher Zweigverein des Oberhessischen Bienenzüchtervereins, hielt im Gasthof Zur Eisenbahn", dahier, eine gut besuchte Ver­sammlung ab. Nach Begrüßung durch den Vereins­führer, Lehrer Schmidt (Keffelbach), erstattete der Rechner den Kassenbericht, der einen Ueberschuß von 65,25 RM. einschließlich einiger Ausstände aufwies. Die Ortsgruppe zählt 40 Mitglieder, die sich auf mehrere Dörfer der Umgegend verteilen. Nach Be-

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Adolf Hitler vollbracht

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Der Arbeiter braucht Erholung

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der Mitglieder. Pfarrassistent Z s ch a u (Gießen) er­zählte fast eine Stunde sehr anschaulich aus eigener Erfahrung über unser Brudervolk in Oesterreich. Bei gemeinsamen religiösen und Volksliedern verging schnell die Zeit. Der Ortsgeistliche ermahnte u. a. nach Verlesung von Friedrich Lienhards ..Ein deutsch Vaterunser", daß jede Frau am Wahltag ihre Pflicht tue. Es schloß sich dann der am letzten Abend der Winterarbeit übliche Kaffee und Kuchen an, mit dem am folgenden Tage auch noch eine Reihe von Volks­genossen erfreut werden konnte.

OO Trohe, 24. März. Dieser Tage hielt die Milchabsatzgenossenschaft Trohe ihre Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende H. Schmidt I. erstattete den Geschäftsbericht. Der Rechner H. Schwarz verlas die Bilanz, die von der Versammlung gutgeheißen wurde. Da der bis­herige Vorsitzende H. Schmidt I. wegen hohen Alters sein Amt niederlegte, wurde Ortsbauernfüh­rer Philipp Rühl an feiner Stelle ernannt. Im verflossenen Geschäftsjahr wurden an die Molkerei in Gießen insgesamt 91 000 Liter Vollmilch abge­liefert. 4000 Liter Vollmilch wurden im Orte ver­kauft. Von der Molkerei wurden 45 000 Liter Magermilch und 600 Pfund Butter zurückgeliefert. Infolge der Neuordnung durch die Feldbereini­gung wurde auch der hiesige Friedhof ver­größert. Die Hecke mußte auf drei Seiten ent­fernt werden, sie wird aber wieder angepflanzt. Etwa 1000 Weißdornsetzlinge stehen dafür zur Ver­fügung. In den nächsten Tagen wird hier mit Hilfe der Motorspritze von Alten-Buseck eine Spritzung sämtlicher Ob ft bäume ohne Ausnahme vorgenommen. Die Spritzmittel beschafft die Gemeinde, die Unkosten werden später auf die einzelnen Baumbesitzer umgelegt. An Ostern werden aus unserer Volksschule fünf Kinder, vier Mädchen und ein Knabe entlassen und konfirmiert. Sechs Kinder werden neu in die Schule ausge­nommen.

Außerdem wurde der Beschluß gefaßt, zu dem bis­herigen einen zweiten Düngerstreuer anzuschaffen, ferner eine Ringelwalze und hiermit einen Beitrag zur Erzeugungsschlacht zu leisten. Der Aufsichtsrats- vorsitzende Otto Ranft ermahnte zum Schluß die Mitglieder, auch weiterhin dazu beizutragen, daß sich die Kasse auf gesunder Grundlage weiterentwickeln könne. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler un5 mit den gemeinsam gesungenen ersten Versen des Deutschlandliedes und des Horst- Wessel-Liedes fand die Versammlung ihren offiziellen Abschluß. Kameradschaftlich blieb man noch ge­raume Zeit beisammen.

5 Steinbach, 24. März. Die Evangeli­schen Vereine hatten die Alten unserer Gemeinde am Sonntagnachmittag in den Saal desEinhorn" eingeladen. 64 Männer und Frauen waren der Einladung gefolgt, darunter die älteste Frau unserer Gemeinde, Frau Witwe Mana Sophia Schneider, geb. Reuschling, und der älteste Mann, Johannes Balser L, im 88. und 80. Jahre. Nachdem der Evangelische Frauenchor die Gäste mit zwei Chören erfreut hatte, begrüßte der Leiter der Vereine die Erschienenen. Er betonte besonders, daß es ein Bedürfnis gewesen sei, den alten Gemeindegliedern eine Feierstunde zu berei­ten und sprach über das rechte Verhältnis von jung und alt. Hierauf folgte die Bewirtung mit Kaffee und Gebäck, dabei bedienten die Chormitglieder. Die Spielschar des Frauenchores bot dann ein Märchenspiel, das bei dem flotten Spiel und den hübschen Dekorationen und Kostümen starken Bei­fall fand. Der Chor sang hierauf noch zwei Lieder. Dann folgte gemeinsamer Gesang vonLobe den Herrn", und Pfarrer D ö l l sprach das Schluß­wort, das auf Lob und Dank gestimmt war. Die Gäste brachten durch eine der Großmütter und einen Vertreter der Männer ihren Dank zum Aus­druck dem Evangelischen Frauenchor, den Spiele­rinnen, der Evangelischen Frauenhilfe, dem Diri­genten, Musikmeister Schleuse und dem Leiter der Vereine Pfarrer D ö l l, der darauf noch die Hoffnung aussprach, daß gelegentlich eine ähnliche Veranstaltung für die Alten ausgeführt werden solle und daß nur durch die Mithilfe der beiden Evangelischen Vereine der heutige Tag möglich ge­wesen sei.

I Hausen, 23. März. Die Frauenhilfe und die Frauenschaft Haufen hielten ihren gemeinsamen Schlußabend ab. Schön geschmückte Tafeln empfingen die Besucher im Rathaussaal zu der harmonisch verlaufenen Veranstaltung. Die beiden Vereinigungen kamen den Winter über alle vierzehn Tage zu einem gemeinsamen Abend zu­sammen. Pfarrer Steiner dankte in feinem Be- grüßungswort der Führerin der Frauenschaft Frl. Schäfer für ihre verständnisvolle Mitarbeit und gab seiner Freude über dieses gemeinsame Arbeiten im Sinne wahrer Volksgemeinschaft Ausdruck. Rasch verliefen die Stunden frohen Zusammenseins bei Kaffee und Kuchen, von welch letzteren die Kranken im Dorfe noch bekamen, um ihnen auch eine kleine Freude zu bereiten.

* Lang-Göns, 24. März. Nachdem vor einigen Wochen etliche schwere Löffel-Bag­ger hier am Bahnhof ausgeladen und aufgestellt worden waren, um sich dann im Schneckentempo durch die Ortsstraßen zu bewegen, fesselten gestern die hiesige Einwohnerschaft, besonders die Jugend, mehrere Riesenpflüge von ungeheuren Aus­maßen, die von Dampfwalzen gezogen wurden. Die Maschinen dienen zu Rodungsarbeiten.

Dorf G i l l, 23. März. Am Samstagabend fand in der Kirche eine sehr gut besuchte Film- feierftunbe, von der Inneren Mission veran­staltet, statt. Es wurde der FilmSegenspuren der Liebe" gezeigt, der Zeugnis ablegte von der Viel­seitigkeit der Arbeit der Inneren Mission und der die Besucher mit den zahlreichen Anstalten, Erzie­hungsheimen, Krankenhäusern, Säuglingsheimen. Erholungheimen, Herbergen und Hospizen bekannt machte. Das Schlußwort sprach Pfarrer Grethe, der die Gemeindemitglieder aufforderte, die Arbeit der Inneren Mission auch in der Zukunft weit- gehendst zu unterstützen. Kollekte und Schriftenver­kauf ergaben den Betrag von 55 Mark.

Große Strafkammer Gießen.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte das Gericht gegen den bereits einschlägig vorbe­straften Franz O d e r m a 11 aus Nieder-Florstadt wegen Sittlichkeitsoerbrechens im Sinne des § 176 Abf. 3 StGB, und verurteilte ibn zu einer Zucht­hausstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Dem Verurteilten wurden die bürger» lichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren aberkannt.

Sodann stand der August Hirth aus Michelbach wegen Blutschande vor den Schranken des Gerichts. Der Angeklagte hatte sich in unglaublicher Weise an seinen beiden Töchtern vergangen. Das Gericht erkannte in Anbetracht der Schwere der Tat auf fünf Jahre Zuchthaus und Ehrverlust auf die gleiche Dauer. Auf die erkannte Strafe werden vier Monate der Untersuchungshaft angerechnet.

Rundfunkpronramm

Donnerslag, 26. vlär;.

6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Musik am Morgen. 10.15: Schulfunk. Volksliedersingen. 10.45: Nach­richten. 11: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskon- zert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei. 15: Wirtschaftsbericht: 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhaltungsmusik. 17.30: Musik von Hans Fleischer. 18: Konzert. 19: Unter- Haltungskonzert. 19.45: Der Tagesspiegel des Reichs- senders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Bunte Welt. 22: Nachrichten (anschließend auch aus dem Sendebezirk.) 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Sinfonie- konzert.

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Evangelische Gemeinden.

Mittwoch, den 25. März.

Gießen. Fohanneskirche. 18 Uhr: 5. Passions-An- dacht; Pfr. Bechtolsheimer.

Donnerstag, den 26. März.

Gießen. Kapelle des Allen Friedhofs. 20.15 Uhn Passions-Andacht; Pfarrassistent Weckerling.

Freitag, den 27. März.

Gießen. Pelruskapelle (Wetzlarer weg). 20 Uhr: Passions-Andacht; Kandidat Dietrich.

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