gung eines Ausweises an Parkplätze im Uebungsgebiet gewiesen. Die Z u - !chauersammelplätze, die in der Nähe von ehenswerten Kampfhandlungen eingerichtet werken, können nur zu Fuß erreicht werden. Alle Zuschauer werden dringend ersucht, sich zu diesen Sammelplätzen zu begeben, wo sie durch besonders beauftragte Leitungstruppen sachgemäß über die Gefechtshandlungen unterrichtet werden. Der Aufenthalt von Einzelpersonen oder kleinen Zuschauergruppen in unmittelbarer Nähe der Truppe kann nicht gestattet werden. An den Parkplätzen und Zuschauersammelstellen befinden sich Unfallstationen und Sanitätsmannschaften des Roten Kreuzes.
Reichsminister Nr. Goebbels in Athen.
Athen, 22. Sept. (DNB.) Reichsmimster Dr. Goebbels nahm am Dienstag eine eingehende Besichtigung der antiken Baudenkmäler und Ausgrabungen vor. Zunächst fand ein Besuch auf der Akropolis unter Führung des Direktors K i p a r i s s i s und des Stellvertreters des deutschen Archäologischen Instituts Dr. W r e d e, Landesgruppenleiter der NSDAP., statt. Der Rundgang durch die ehrwürdigen Kultstätten des alten Hellas machte den tiefsten Eindruck auf den Minister, der seinen griechischen Begleitern wiederholt seine Bewunderung über die unvergänglichen Zeugen höchster Kultur Ausdruck gab. Die unterhalb der Akropolis gelegenen neuen Siedlungen der griechischen Flüchtlinge und Rückwanderer, die von den schwierigen Problemen des heutigen Griechenlands und ihrer Lösung künden, erweckten gleichfalls das besondere Interesse des Reichsministers. Anschließend fand ein Besuch des Theseustempels am Fuß der Akropolis statt. — Am Nachmittag besuchte Dr. Goebbels die deutschen Ausgrabungen von Kerameikos mit den freigelegten antiken Begräbnisstätten. Am Abend waren der Reichsminister und seine Beoleiter Gäste des Kommunalministers und Staats- kommissars Kotzias.
Litwinows Manöver in Genf.
Mffolim empfängt dieMienfahrer der deutschen Hitlerjugend
unseren Augen die Schönheiten dieses bewunderungswürdigen Landes ausgenommen, und sie sind uns zum Erlebnis geworden. Größer noch als die Stunden, in denen wir durch Ihr schönes und kraftvolles Land reisten, ist dieser
Augenblick, wo wir vor Ihnen stehen!"
Der Reichsjugendführer kommandierte „Still- gestanden!" und brachte auf die in Benito Mussolini verkörperte stolze italienische Nation ein dreifaches Sieg-Heil aus. Aus Hunderten von Kehlen brausten dem Duce herzliche Heilrufe entgegen.
Die Ansprache Mussolinis.
Muffolieni gab seiner Freude über den Besuch der deutschen Jugend in Italien Ausdruck und erklärte, daß die nationalsozialistische und die faschistische Jugend sich nicht nur in ihrer äußeren Disziplin ähnlich seien, sondern sie durchpulse auch eine ähnliche g e i st i g e Idee, die die Größe und Macht der beiden Staaten ausmache. Er hoffe, daß fich die HI. im Lande der Schwarzhemden wohlfühte, bei jenen Männern, die auch durch Hingabe ihres Blutes bereit feien, für die Größe und Ehre ihrer Kation zu kämpfen. Eine starke und geeinte Jugend trage zur Kraft und Gröhe der beiden Staaten bei und bilde den geistigen Widerstand gegen die Gegner der Ordnung und der nationalen Lebenskraft in der Welt.
Nach dem Königsmarsch und der Giovinezza spielte der HJ.-Musikzug das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied. Der Duce schritt dann nochmals durch die Reihen der deutschen Jugend und verabschiedete sich von ihnen mit dem Ruf „Auf Wiedersehen!" Vor dem Palazzo Venezia hatte die Menschenmenge geduldig ausgeharrt. Als der Reichsjugendführer und die deutschen Jungen das Regierungsgebäude verließen, wurden sie von der italienischen Bevölkerung durch herzliche und begeisterte Zurufe nochmals gefeiert.
begrüßte. Schon nahten die ersten Reihen der Hitler- Jugend, vorweg der Musik- und Spielmannszug, der in mustergültiger Ordnung vor dem italienischen Regierungschef einschwenkte. Gebietsführer Lang- an f e meldete dem Duce die Einheiten der nationalsozialistischen Jugend. Es folgte der Fanfaren- und Trommlerzug, der bei der italienischen Bevölkerung besonders herzlichen Beifall hervorrief. Gefolgschaft auf Gefolgschaft des Jungvolkes und der Hitler-Jugend marschierte dann mit ihren Fahnen am Duce vorbei. Mussolini grüßte jede einzelne Reihe. Der Duce war sichtlich erfreut über die prachtvolle Disziplin der nationalsozialistischen Jugend.
Empfang im Palazzo Venezia.
Nach dem Vorbeimarsch begab sich der Reichsjugendführer mit seinen Begleitern und den 452 Hitlerjungen in den Palazzo Venezia. Die HJ.- Formationen nahmen im großen Empfangssaal Aufstellung. Als Mussolini den Saal betrat, wurde er von den deutschen Jungen mit Heilrufen begrüßt. Gemeinsam mit dem Reichsjugendführer schritt er die Front der Formationen ab. Darauf nahm Reichsjugendführer Baldur von Schirach das Wort zu einer kurzen Begrüßung in italienischer Sprache:
„Exzellenz! Vor einigen Augenblicken habe ich vor dem Symbol der Toten Italiens den Lorbeerkranz der deutschen Jugend niedergelegt. Jetzt aber grüße ich im Kamen des jungen Deutschlands in Ihrer Person das lebende und wieder ft andene Italien. Die Herzen dieser Jungen, die augenblicklich vor Ihnen stehen, sind tief bewegt. Kiemals konnte unsere Jugend im Ausland bisher vor einem so hohen und wohlwollenden Gastgeber antreten. Dank der Gastfreundschaft Eurer Exzellenz und des gesamten italienischen Volkes, dank der wunderbaren Vorbereitung und Betreuung durch meinen lieben Kameraden und treuen Freund Renato Ricci haben wir mit
Rom, 22. Sept. (DNB.) Am Dienstagnachmittag nahm Mussolini auf dem Piazza Venezia unter ungeheurer Anteilnahme der Bevölkerung den Vorbeimarsch der Hitlerjugend ab und empfing anschließend den Reichsjugendfuhrer und die 452 Hitlerjungen im Palazzo Venezia. Dem Vorbeimarsch gingen K r a n z n i e d e gen voraus. Im Zentralhaus der Faschistischen Partei, dem Palazzo Littorio legte der Reichsjugendführer an dem im Lichthof gelegenen Ehrenmal der faschistischen Gefallenen, der „Capella Dottva , einen Kranz nieder mit der Schleifeninschrift „Den Gefallenen der faschistischen Revolution — die Hitlerjugend. Mit klingendem Spiel zogen die Kolonnen der HI und des Deutschen Jungvolks von hier zum Nut t o - n alt) en f mal, dem Vittoricmo, m dem sich am Sockel des Reiterstandbildes das Grabmal des Unbekannten Soldaten befindet. Gleichzeitig mit der deutschen Jugend trafen hier Formationen der Balilla und der Avantgardisten ein. Von deutscher Seite waren zugegen Geschäftsträger von Pies en Gesandschaftsrat Prinz Schaumburg-Lippe sowie die Militärattaches. Auf dem weiten Platz wohnte eine große Menschenmenge, darunter auch zahlreiche Mitglieder der deutschen Kolonie, dem feierlichen Akt bei. Gegen 16.30 Uhr erschien der Reichsjugendführer und der Führer der faschistischen Jugend vor dem Ehrenmal, und während der Musikzug der Hitlerjugend gedämpft die italienischen und die deutschen Nationalhymnen intonierte, erwiesen die beiden Jugendführer den italienischen Toten des Krieges mit erhobener Rechten die Ehrenbezeugung. Dann legte der Reichsjugendführer am Grabe des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder.
Der Vorbeimarsch vor Mffolim.
Wenige Minuten später betrat der Duce den Piazza Venezia, um den Vorbeimarsch der deutschen Jugend abzunehmen. Langanhaltende, stürmische Rufe „Duce, Duce!" und immer wieder Händeklatschen brausten über den Platz, als Mussolini den Reichsjugendführer Baldur von Schirach herzlich
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Der Sinn -es spanischen Bürgerkriegs.
Anstrengung einer Nation, den würgenden Griff des Bolschewismus abzufchütteln
Die von den Gerichtsbehörden zur A u f d e ck u n g der revolutionären Umtriebe in Belgien geführte Untersuchung beschränkt sich auf die Tätigkeit einer linksrevolutionären Gruppe unter Führung des ehemaligen Linkssozialisten Walter D a u g e. Heber die Machenschaften der Moskauer Kommunisten sind noch keine näheren Angaben gemacht worden. Man hat einen Briefwechsel zwischen Sauge und Trotzki beschlagnahmt, aus dem hervorgeht, daß Trotzki die revolutionären Bestrebungen der genannten Gruppe unterstützt. Man hat Anweisungen Trotzkis zur Vorbereitung eines Generalstreiks, zur Anzettelung von Teilrevölten und zur Bewaffnung der Arbeiter gefunden.
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London, 23. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die „Morning Post" veröffentlicht einen Brief des früheren spanischen Botschafters in London, Marquis d e Merry del Dal. Er erklärt, daß der spanische Konflikt nicht ein Kampf zwischen dem Faschismus und der Demokratie fei, sondern ein Kampf zwischen allen denjenigen, die Recht und Ordnung verteidigen auf der einen Seite und dem Kommunismus oder der Anarchie auf der anderen Seite. Der Kampf in Spanien sei die verzweifelte Anstrengung einer Nation, den würgenden Griff des Bolschewismus abzuschütteln. Der Präsident des nationalen Verteidigungsausschusses, General Cabanellas, sei überzeugter Republikaner, General Franco und General Mola seien keine Faschisten. Ihre Anhänger setzten sich aus allen politischen Parteien, nämlich aus Republikanern, Royalisten, konservativen Arbeitern und Faschisten zusammen. Der nationalistische Verteidigungsausschuß sei der sichtbare Ausdruck einer Nationalpartei, die sich aus allen Faktoren mit Ausnahme der kleinen linksrepublikanischen, kommunistischen und anarchistischen Banden des Präsidenten Azana zusammensetze.
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gekommen sei, wo er in einem Fliegerlager der Roten Armee tätig fei.
Weitere Untersuchungen ergaben, daß in einer Kunstschmiedewerkstätte in Schaerbeck, einem Stadtteil von Brüssel, unter Leitung eines Holländers im Geheimen Waffen aller Art für die Rote Armee in Spanien angefertigt wurden. Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Zubehörteile aus der Wasfensabrikation und Schriftstücke, in denen der wahre Bestimmungsort der Lieferungen verschleiert ist. Als Bestimmungsort der Waffen sind die v e r s ch i e d e n st e n Länder, u. a. Mexiko und Litauen, aufgeführt. Die Polizei hat aber diese Täuschungsmanöver erkannt.
Nm dieZulassung der abessinischenVertreter
Genf, 22. Sept. (DNB.) Der Dollmachtenprü- fungsausschuß der Völkerbundsoersammlung beschloß einstimmig, die Frage der Zulassung der abessinischen Vertreter dem Haager Gerichts- b o f zur gutachtlichen Stellungnahme zu überweisen. Ein Juristenausschuß wird die Form der Anfrage festsetzen, die am Mittwoch der Versammlung unterbreitet werden soll. Die Versammlung wird zu entscheiden haben, ob das Haager Verfahren aufschiebende Wirkung haben soll, d. h. ob die abessinischen Vertreter bis zum Vorliegen des Gutachtens zur Teilnahme an den Arbeiten der Versammlung z u g e l a s s e n werden sollen oder nicht.
Unter der Ueberschrift »Kommissar Litwinow trübt das Wasser" meldet die polnische Agentur Iskra aus Genf, daß nach allgemeiner Ueberzeugung Litwinow eine erhebliche Rolle bei dem Beschluß des Vollmachtenausschusses gespielt habe, das Haager Tribunal anzurufen. Litwinow solle sogar der Verfasser des entsprechenden Antrages gewesen sein. Das Spiel Litwinows bezwecke zweifellos, die Fünfmächte-Konferenz unmöglich zu machen oder jedenfalls zu er» schweren. Moskau fei sich darüber klar, daß seine Einladung zu dieser Konferenz immer weniger wahrscheinlich werde und fürchte, daß ein Erfolg dieser Konferenz eine weitere Schwächung der sow- jettussischen Einflüsse auf Frankreich herbeiführen werde. Die Verweisung der Frage der abessinischen Vollmachten an den Haag mache die Hoffnung auf eine baldige Wiederbeteiligung Italiens an den Dölkerbundsarbeiten zunichte, erschwere die Vorbereitungen der Fünfmächte-Konferenz und trübe damit die allgemeine internationale Lage. Das Spiel Litwinows in Genf lasse erkennen, daß die Wege der sowjetrussischen und der französischen Diplomatie in Genf s i ch getrennt hätten. Während Frankreich Italien den Weg nach Genf ebnen wolle, suche Sowjetrußland diesen zu verbarrikadieren. Es sei klar, daß Sowjetrußland mit allen Mitteln danach strebe, Frankreich zu isvlie- ren und damit in die bequemere Position des einzigen politischen Partners Frankreich zu kommen. — Auch das Pariser „Oeuvr e" unterstreicht die Haltung Litwinows in Genf. Anstatt England und Frankreich zu folgen, die ein Interesse an der Rückkehr Italiens nach Genf hätten und dafür sogar gewisse Grundsätze opferten, habe Litwinow flipp und klar erklärt, daß er sich an die Grundsätze des Völkerbundes zu halten wünsche, ohne sich um Sonderbelange zu kümmern.
Marxistische Wühlarbeit in Belgien.
Sozialistischer Parteisekretär vermittelt Waffen und Lnstruktionspersonal für die spanische Rote Armee. — Revolutionäre Agitation der Trotzkisten.
Sine Warschauer Korrupllons- affare.
Falschungsversuch zugunsten betrügerischen französischen Kapitals.
Das „Deutsche Nachrichtenbüro" meldet: Kürzlich hatte in Polen eine Korrupttonsaffäre bei den Warschauer Elektrizitätswerken Aufsehen erregt. Das Warschauer Elektrizitätswerk, das im Besitz einer französischen G e - s e l l s ch a f t, der Sociöts Industrielle d'Energie Electrique, war, wurde daraufhin durch Gerichtsentscheidung in den Besitz der Stadt Warschau übergeführt, während die ftanzösischen Inhaber der Konzession aus Polen flüchteten. Neuerdings behauptet nun der „Krakauer Illustrierte Kurier", daß die französische Gesellschaft, die früher der Konzessionär des Warschauer Elektrizitätswerkes war, im Besitz des deutschen Elektro- Weltkonzerns Siemens sei. In Wirklichkeit sei also nicht französisches, sondern deutsches Kapi- „tal an der Korruptionsaffäre beteiligt. Diese Behauptung des polnischen Blattes, die auch in andere polnische Zeitungen überging, ist eine krasse Lüge. Der Siemens-Konzern steht, wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, der kompromittier- ten französischen Gesellschaft völlig fern. Keine der dem Hause Siemens gehörenden Gesellschaften besitzt Aktien der „Socists Industrielle d'Energie Electrique" und ebensowenig Aktien ihrer Kon- zessionsgesellschaft, der „Compagnie d'Electrique Darsovie". Es bestehen keinerlei unmittelbare oder auch nur mittelbare Verbindungen zwischen dieser französischen Gesellschaft und den Siemensfirmen. Welchen Zwecken der „Krakauer Illustrierte Kurier" mit dieser Lügenmeldung gedient hat, bleibt feit« zustellen."
Auf die Frage, ob die zukünftige Regierung Spaniens eine Diktatur oder ein faschistisches Regime fein werde, sei zu antworten, daß das spanische Volk zur Zeit um sein Leben kämpfe, und daher keine Gelegenheit zu akademischen Erörterungen dieser Art vorhanden sei. Bis das Land wieder geordnet sei — aber nicht länger — sei ein militärisches Regime nach dem (Siege über die Marxisten unvermeidlich. Später könne wieder eine normale Lage hergestellt werden, in der die Autorität, das Volk, die Gerechtigkeit, die Freiheit und die soziale Gleichberechtigung unter modernen Formen zu einem wohlorganisierten und gesunden Ganzen zusammengefaßt würden.
Portugal verteidigt seine Unabhängigkeit.
London, 23. Sept. (DNB. Funkspruch.) Englische Blätter berichten, daß der an der Völkerbundssitzung in Genf teilnehmende Außenminister der Madrider Regierung del V a y o in einer Note an die am Nichteinmischungsabkommen beteiligten Mächte wegen angeblicher Verletzung des Abkommens durch gewisse Staaten protestieren wolle. Del Vayo habe damit gedroht, Sanktionen gegen Portugal zu verlangen. Der portugiesische Vertreter de Vasconcellos habe betont, daß Portugal das Waffenausfuhrverbot peinlich beachte. Seine Regierung befürchte jedoch im Falle eines Sieges der spanischen Marxisten, daß diese die Einverleibung Portugals in einen iberischen Staatenbund planten. Wenn die Kommunisten triumphier-
Vrüffeler Kabinettsrat.
B r ü s s e l, 22. Sept. (DNB.) Am Dienstagnachmittag fand unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten oan Zeeland ein Kabinettsrat statt. Justizminister Bovesse berichtete über die vorläu- igen Ergebnisse der Haussuchungen im ganzen Land, die noch nicht abgeschlossen sind. Der Justizminister legte eine Reihe von Verordnungen und Gesetzentwürfen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung vor. Es wurde ein Ausschuß aus zwei sozialistischen und zwei katholischen Ministern sowie dem liberalen Justizminister eingesetzt, der die vorgesehenen Maßnahmen vorbereiten soll.
Wie bereits gemeldet, hat kürzlich ein Beauftragter der Madrider Regierung, ein angeblicher Hauptmann Huesca, in der Eisenbahn zwischen Brüssel und Antwerpen seine Mappe mit sehr belastenden Schriftstücken verloren. Aus den Schriftstücken ergibt sich mit unzweideutiger Klarheit, daß der Generalsekretär der belgischen sozialistischen Partei, Jean D o 1 v i g n e, als Mittelsmann zwischen den roten Streitkräften in Spanien und belgischen Waffenlieferanten dient.
Die flämische Zeitung „Standaard" meldet, daß der Generalsekretär entgegen den Klchteinmischungserklärungen der sozialdemokratischen Minister, mit dem neuen Geschäftsträger der spanischen Regierung in Brüssel Vereinbarungen über die Rekrutierung und die Entsendung von Unteroffizieren der belgischen Armee als Jnstruktionspersonal für Spanien eingegangen ist. Das Kriegsministerium veröffentlichte eine lakonische Mitteilung, daß zwei Fliegerunteroffiziere seit einigen Tagen flüchtig seien, daß man aber nicht wisse, wohin sie sich begeben hätten. „L'Avenir de Luxembourg" meldet, daß der eine Fliegerunteroffizier in Spanien an-
Belgische Abwehr.
Die Volksfront-Spezialisten in Belgien möchten lieber heute als morgen ihr Vaterland im marxistischen Sinne umkrempeln. Es hat bereits recht bedenkliche Streiks gegeben, es ist auch mancherlei anderes zu verzeichnen gewesen, was namentlich die wachsamen Flamen immer wieder zu Demonstrationen gegen ein weiteres Hand-in-Hand-Arbeiten mit dem verbündeten Frankreich veranlaßte. Aber die Volksfront-Wühlmäuse haben nicht locker gelassen, sie behandeln Belgien bereits als ein Objekt ihrer menschheitsbeglückenden Politik. Einige lieber» raschungen, die die Oeffentlichkeit in diesen Tagen mit der belgischen Arbeiterpartei erlebte, bestätigten lediglich das, was Pessimisten schon seit einiger Zeit prophezeien. Da werden Waffenschiebun- gen für Spanien durchgeführt, da wird in den Bereich der Armee eingegriffen und einigen Unteroffizieren der Befehl erteilt, zur spanischen Luftwaffe zu „flüchten", da wird mit dem Sowjetbotschafter verhandelt, während noch weiter linksstehende Kreise, die allerdings noch nicht Hammer und Sichel als Knopflochschmuck tragen, B e - fehle Trotzkis entgegennehmen und sich in der Vorbereitung von (Streifs, der Anzettelung von Revolten und der Bewaffnung revolutionärer Elemente üben. Suchen die einen Belgien hin- und herzuschieben, so sind es die anderen, die fleißig am Werke sind, aus diesem Belgien eine kleine Räterepublik mit spanischem Vorgeschmack zu machen. Diese wenig erfreulichen Zustände bei unserem belgischen Nachbarn sind so gefährlich geworden, daß ich nun auch die Brüsseler Regierung zu Gegenmaßnahmen aufzuraffen beginnt, die, das wünschen wir im Interesse Belgiens und Europas, von Erfolg begleitet sein mögen.
ten, werde Portugal möglicherweis gezwungen sein, , zum Kriege zu schreiten, um seine Unabhängigkeit zu bewahren. Es sei daher nicht überraschend, daß Portugal einen Sieg des Generals Franco wünsche. Kein anderes Land sehe sich derselben Gefahr gegenber wie Portugal.
DasEndederroienVluthmschast ausdenValearen.
Hendaye, 23. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der Militärkommandant der Balearen-Inseln berichtete an General Franco telegraphisch Einzelheiten über die Wiedereroberung von Ibiza. — Die kommunistischen und separatistischen Horden aus Cataluna und Valencia haben die Insel in einem troff« losen Zustand hinterlassen. Die Hauptstadt war gänzlich verlassen. Die eingeschüchterte Bevölkerung war, erfüllt von Angst und Schrecken über den Anblick der von den roten Horden begangenen Morde, in d i e Berge geflüchtet. Ohne auf Frauen und Kinder Rücksicht zu nehmen, schändeten die Roten die Kirchen, zerstörten die Häuser der Bevölkerung und plünderten Banken und öffentliche Gebäude. Mit bestialischer Rohheit wurden Frauen zusammengetrieben und geschändet, nachdem man sie vorher ihrer Schmucksachen beraubt hatte. „Kapitän" Bayo gab den Befehl, die Befehlshaber und Offiziere des Heeres und die Unteroffiziere der Guardia Civil zu ermorden. Er selbst eignete sich dann über 2 Millionen Pesetas an. Die in der Festung untergebrachen Gefangenen wurden mit Handgranaten und Maschinengewehren ermordet. Nur wenige entgingen diesem traurigen Los. Einige der Eingekerkerten zerstörten in ihrer Verzweiflung, als sie die roten Mörder kommen hörten, die Gitter der Gefängnisfenster und stürzten sich aus 15 Meter Höhe auf die Straße. — Aus Mallorca flohen sie unter Zu- rütflaffuna ihres gesamten Kriegsmaterials. Mehr als 2 00 0 Ermordete waren das traurige Ergebnis ihrer Herrschaft. Eingezogen waren sie allerdings unter der Ankündigung: „Wir sind lieber» bringet der Kultur und Zivilisation, die Befreier der Städte".
DieAationalistenkurzvorToledo.
Paris, 23. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie das Hauptquartier des Generals Franco um 9.30 Uhr mitteilt, hat der Vormarsch der nationalistischen Truppen anderTalavera-FrontzurEin-! nähme der Ortschaft Torrijos, kurz vor( Toledo, geführt. Die Roten haben bei Torrijos wie- berum starke Verluste erlitten, unter denen sich auch der Kommandant Lopez Herrero befindet. Zahl' reiche Gefangene konnten gemacht werden. An bet baskischen Front haben die nationalistischen Truppen V e r g a r a eingenommen.


