Einzelbild herunterladen

gung eines Ausweises an Parkplätze im Uebungsgebiet gewiesen. Die Z u - !chauersammelplätze, die in der Nähe von ehenswerten Kampfhandlungen eingerichtet wer­ken, können nur zu Fuß erreicht werden. Alle Zuschauer werden dringend ersucht, sich zu diesen Sammelplätzen zu begeben, wo sie durch besonders beauftragte Leitungstruppen sachgemäß über die Gefechtshandlungen unterrichtet werden. Der Aufenthalt von Einzelpersonen oder kleinen Zuschauergruppen in unmittelbarer Nähe der Truppe kann nicht gestattet werden. An den Parkplätzen und Zuschauersammelstellen befinden sich Unfallstationen und Sanitätsmann­schaften des Roten Kreuzes.

Reichsminister Nr. Goebbels in Athen.

Athen, 22. Sept. (DNB.) Reichsmimster Dr. Goebbels nahm am Dienstag eine eingehende Besichtigung der antiken Baudenkmäler und Aus­grabungen vor. Zunächst fand ein Besuch auf der Akropolis unter Führung des Direktors K i p a r i s s i s und des Stellvertreters des deutschen Archäologischen Instituts Dr. W r e d e, Landes­gruppenleiter der NSDAP., statt. Der Rundgang durch die ehrwürdigen Kultstätten des alten Hellas machte den tiefsten Eindruck auf den Minister, der seinen griechischen Begleitern wiederholt seine Be­wunderung über die unvergänglichen Zeugen höch­ster Kultur Ausdruck gab. Die unterhalb der Akropolis gelegenen neuen Siedlungen der griechischen Flüchtlinge und Rückwan­derer, die von den schwierigen Problemen des heutigen Griechenlands und ihrer Lösung künden, erweckten gleichfalls das besondere Interesse des Reichsministers. Anschließend fand ein Besuch des Theseustempels am Fuß der Akropolis statt. Am Nachmittag besuchte Dr. Goebbels die deutschen Ausgrabungen von Kerameikos mit den freigelegten antiken Begräbnisstätten. Am Abend waren der Reichsminister und seine Be­oleiter Gäste des Kommunalministers und Staats- kommissars Kotzias.

Litwinows Manöver in Genf.

Mffolim empfängt dieMienfahrer der deutschen Hitlerjugend

unseren Augen die Schönheiten dieses bewun­derungswürdigen Landes ausgenommen, und sie sind uns zum Erlebnis geworden. Größer noch als die Stunden, in denen wir durch Ihr schönes und kraftvolles Land reisten, ist dieser

Augenblick, wo wir vor Ihnen stehen!"

Der Reichsjugendführer kommandierteStill- gestanden!" und brachte auf die in Benito Mus­solini verkörperte stolze italienische Nation ein drei­faches Sieg-Heil aus. Aus Hunderten von Kehlen brausten dem Duce herzliche Heilrufe entgegen.

Die Ansprache Mussolinis.

Muffolieni gab seiner Freude über den Besuch der deutschen Jugend in Italien Ausdruck und er­klärte, daß die nationalsozialistische und die faschi­stische Jugend sich nicht nur in ihrer äußeren Disziplin ähnlich seien, sondern sie durchpulse auch eine ähnliche g e i st i g e Idee, die die Größe und Macht der beiden Staaten ausmache. Er hoffe, daß fich die HI. im Lande der Schwarzhemden wohlfühte, bei jenen Männern, die auch durch Hin­gabe ihres Blutes bereit feien, für die Größe und Ehre ihrer Kation zu kämpfen. Eine starke und geeinte Jugend trage zur Kraft und Gröhe der beiden Staaten bei und bilde den geistigen Widerstand gegen die Geg­ner der Ordnung und der nationalen Lebenskraft in der Welt.

Nach dem Königsmarsch und der Giovinezza spielte der HJ.-Musikzug das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied. Der Duce schritt dann noch­mals durch die Reihen der deutschen Jugend und verabschiedete sich von ihnen mit dem RufAuf Wiedersehen!" Vor dem Palazzo Venezia hatte die Menschenmenge geduldig ausgeharrt. Als der Reichsjugendführer und die deutschen Jungen das Regierungsgebäude verließen, wurden sie von der italienischen Bevölkerung durch herzliche und be­geisterte Zurufe nochmals gefeiert.

begrüßte. Schon nahten die ersten Reihen der Hitler- Jugend, vorweg der Musik- und Spielmannszug, der in mustergültiger Ordnung vor dem italienischen Re­gierungschef einschwenkte. Gebietsführer Lang- an f e meldete dem Duce die Einheiten der national­sozialistischen Jugend. Es folgte der Fanfaren- und Trommlerzug, der bei der italienischen Bevölkerung besonders herzlichen Beifall hervorrief. Gefolg­schaft auf Gefolgschaft des Jungvolkes und der Hit­ler-Jugend marschierte dann mit ihren Fahnen am Duce vorbei. Mussolini grüßte jede einzelne Reihe. Der Duce war sichtlich erfreut über die prachtvolle Disziplin der nationalsozialistischen Jugend.

Empfang im Palazzo Venezia.

Nach dem Vorbeimarsch begab sich der Reichs­jugendführer mit seinen Begleitern und den 452 Hitlerjungen in den Palazzo Venezia. Die HJ.- Formationen nahmen im großen Empfangssaal Aufstellung. Als Mussolini den Saal betrat, wurde er von den deutschen Jungen mit Heilrufen begrüßt. Gemeinsam mit dem Reichsjugendführer schritt er die Front der Formationen ab. Darauf nahm Reichsjugendführer Baldur von Schirach das Wort zu einer kurzen Begrüßung in italieni­scher Sprache:

Exzellenz! Vor einigen Augenblicken habe ich vor dem Symbol der Toten Ita­liens den Lorbeerkranz der deut­schen Jugend niedergelegt. Jetzt aber grüße ich im Kamen des jungen Deutschlands in Ihrer Person das le­bende und wieder ft andene Italien. Die Herzen dieser Jungen, die augenblicklich vor Ihnen stehen, sind tief bewegt. Kiemals konnte unsere Jugend im Ausland bisher vor einem so hohen und wohlwollenden Gastgeber antreten. Dank der Gastfreundschaft Eurer Ex­zellenz und des gesamten italienischen Volkes, dank der wunderbaren Vorbereitung und Be­treuung durch meinen lieben Kameraden und treuen Freund Renato Ricci haben wir mit

Rom, 22. Sept. (DNB.) Am Dienstagnachmittag nahm Mussolini auf dem Piazza Venezia unter ungeheurer Anteilnahme der Bevölkerung den Vorbeimarsch der Hitlerjugend ab und empfing anschließend den Reichsjugendfuhrer und die 452 Hitlerjungen im Palazzo Venezia. Dem Vorbeimarsch gingen K r a n z n i e d e gen voraus. Im Zentralhaus der Faschistischen Partei, dem Palazzo Littorio legte der Reichsjugendführer an dem im Lichthof gelegenen Ehrenmal der faschistischen Gefalle­nen, derCapella Dottva , einen Kranz nieder mit der SchleifeninschriftDen Gefallenen der fa­schistischen Revolution die Hitlerjugend. Mit klingendem Spiel zogen die Kolonnen der HI und des Deutschen Jungvolks von hier zum Nut t o - n alt) en f mal, dem Vittoricmo, m dem sich am Sockel des Reiterstandbildes das Grabmal des Unbekannten Soldaten befindet. Gleich­zeitig mit der deutschen Jugend trafen hier Forma­tionen der Balilla und der Avantgardisten ein. Von deutscher Seite waren zugegen Geschäftsträger von Pies en Gesandschaftsrat Prinz Schaumburg-Lippe sowie die Militärattaches. Auf dem weiten Platz wohnte eine große Menschenmenge, darunter auch zahlreiche Mitglieder der deutschen Kolonie, dem feierlichen Akt bei. Gegen 16.30 Uhr erschien der Reichsjugendführer und der Führer der faschisti­schen Jugend vor dem Ehrenmal, und während der Musikzug der Hitlerjugend gedämpft die italieni­schen und die deutschen Nationalhymnen intonierte, erwiesen die beiden Jugendführer den italienischen Toten des Krieges mit erhobener Rechten die Ehrenbezeugung. Dann legte der Reichsjugend­führer am Grabe des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder.

Der Vorbeimarsch vor Mffolim.

Wenige Minuten später betrat der Duce den Piazza Venezia, um den Vorbeimarsch der deutschen Jugend abzunehmen. Langanhaltende, stürmische RufeDuce, Duce!" und immer wieder Händeklat­schen brausten über den Platz, als Mussolini den Reichsjugendführer Baldur von Schirach herzlich

i Der Gönn UjjerH

ift oieder d »»u'i B uns

S'S- s»° Sie h°nk die 3-D11"

. Meer

I (gmier*!' orUuM»

Ns deutsche N rs>.

Land

I O auch L"d-d-u

gegangen W Tage seinem die Scholle legenheit, un nig fümmer! für den Seg einst Zwei S konnten uno Der Stadter leben tann, onbern bet seines Volkes

Kein ander Im verflossen' der Erntedai haben es ve, aus eigener Leistung der deutend gro1 gang an gleichzeitig Verbrauch c

Der Sinn -es spanischen Bürgerkriegs.

Anstrengung einer Nation, den würgenden Griff des Bolschewismus abzufchütteln

Die von den Gerichtsbehörden zur A u f d e ck u n g der revolutionären Umtriebe in Belgien geführte Untersuchung beschränkt sich auf die Tä­tigkeit einer linksrevolutionären Gruppe unter Führung des ehemaligen Linkssozialisten Walter D a u g e. Heber die Machenschaften der Mos­kauer Kommunisten sind noch keine näheren Angaben gemacht worden. Man hat einen Brief­wechsel zwischen Sauge und Trotzki be­schlagnahmt, aus dem hervorgeht, daß Trotzki die revolutionären Bestrebungen der genannten Gruppe unterstützt. Man hat Anweisungen Trotzkis zur Vorbereitung eines Generalstreiks, zur Anzettelung von Teilrevölten und zur Bewaffnung der Arbeiter gefunden.

Das Bewuß Bauern aud Kraft und fe gesamten Boi darum, daß Höchstleistung Bauerntum i und intensiv' den. Der Bai nicht für ß( brauchen, mit Industrie un märe ohne St jung und b; die praktisch' sreiheit kaun

So wird einem Festti Bolk dankt a der den beul Achtung bew Wchten geg «erden ließ,

Lebens^ werden chn . Bewußtsein

Arbeit uns tägliche Bri

M

London, 23. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Morning Post" veröffentlicht einen Brief des früheren spanischen Botschafters in London, Mar­quis d e Merry del Dal. Er erklärt, daß der spanische Konflikt nicht ein Kampf zwischen dem Faschismus und der Demokratie fei, sondern ein Kampf zwischen allen denjenigen, die Recht und Ordnung verteidigen auf der einen Seite und dem Kommunismus oder der An­archie auf der anderen Seite. Der Kampf in Spanien sei die verzweifelte Anstrengung einer Nation, den würgenden Griff des Bol­schewismus abzuschütteln. Der Präsident des nationalen Verteidigungsausschusses, General Cabanellas, sei überzeugter Republi­kaner, General Franco und General Mola seien keine Faschisten. Ihre Anhänger setzten sich aus allen politischen Parteien, nämlich aus Republikanern, Royalisten, konserva­tiven Arbeitern und Faschisten zusammen. Der nationalistische Verteidigungsausschuß sei der sicht­bare Ausdruck einer Nationalpartei, die sich aus allen Faktoren mit Ausnahme der kleinen linksrepublikanischen, kommunistischen und anarchi­stischen Banden des Präsidenten Azana zusammen­setze.

WG. §j Nem flame: Hafenstab Fr seine Ej hjn weiter ur w stanben [ Wen mit ur Leiter, $ra Mause nu ? 'm ^°den. daß beie

Und q ^nn un

gekommen sei, wo er in einem Flie­gerlager der Roten Armee tätig fei.

Weitere Untersuchungen ergaben, daß in einer Kunstschmiedewerkstätte in Schaerbeck, einem Stadtteil von Brüssel, unter Leitung eines Holländers im Geheimen Waffen aller Art für die Rote Armee in Spanien ange­fertigt wurden. Die Polizei beschlagnahmte zahl­reiche Zubehörteile aus der Wasfensabrikation und Schriftstücke, in denen der wahre Bestimmungsort der Lieferungen verschleiert ist. Als Bestimmungs­ort der Waffen sind die v e r s ch i e d e n st e n Länder, u. a. Mexiko und Litauen, aufgeführt. Die Polizei hat aber diese Täuschungsma­növer erkannt.

Nm dieZulassung der abessinischenVertreter

Genf, 22. Sept. (DNB.) Der Dollmachtenprü- fungsausschuß der Völkerbundsoersammlung be­schloß einstimmig, die Frage der Zulassung der abessinischen Vertreter dem Haager Gerichts- b o f zur gutachtlichen Stellungnahme zu überwei­sen. Ein Juristenausschuß wird die Form der An­frage festsetzen, die am Mittwoch der Versammlung unterbreitet werden soll. Die Versammlung wird zu entscheiden haben, ob das Haager Verfahren auf­schiebende Wirkung haben soll, d. h. ob die abessi­nischen Vertreter bis zum Vorliegen des Gutach­tens zur Teilnahme an den Arbeiten der Versamm­lung z u g e l a s s e n werden sollen oder nicht.

Unter der Ueberschrift »Kommissar Litwi­now trübt das Wasser" meldet die polnische Agentur Iskra aus Genf, daß nach allgemeiner Ueberzeugung Litwinow eine erhebliche Rolle bei dem Beschluß des Vollmachtenausschusses gespielt habe, das Haager Tribunal anzurufen. Litwinow solle sogar der Verfasser des entsprechenden An­trages gewesen sein. Das Spiel Litwinows bezwecke zweifellos, die Fünfmächte-Konferenz unmöglich zu machen oder jedenfalls zu er» schweren. Moskau fei sich darüber klar, daß seine Einladung zu dieser Konferenz immer weniger wahrscheinlich werde und fürchte, daß ein Erfolg dieser Konferenz eine weitere Schwächung der sow- jettussischen Einflüsse auf Frankreich herbeiführen werde. Die Verweisung der Frage der abessinischen Vollmachten an den Haag mache die Hoffnung auf eine baldige Wiederbeteiligung Italiens an den Dölkerbundsarbeiten zunichte, erschwere die Vorbereitungen der Fünfmächte-Konferenz und trübe damit die allgemeine internationale Lage. Das Spiel Litwinows in Genf lasse erkennen, daß die Wege der sowjetrussischen und der französischen Diplomatie in Genf s i ch getrennt hätten. Wäh­rend Frankreich Italien den Weg nach Genf ebnen wolle, suche Sowjetrußland diesen zu verbarrika­dieren. Es sei klar, daß Sowjetrußland mit allen Mitteln danach strebe, Frankreich zu isvlie- ren und damit in die bequemere Position des einzigen politischen Partners Frank­reich zu kommen. Auch das PariserOeuvr e" unterstreicht die Haltung Litwinows in Genf. An­statt England und Frankreich zu folgen, die ein Interesse an der Rückkehr Italiens nach Genf hät­ten und dafür sogar gewisse Grundsätze opferten, habe Litwinow flipp und klar erklärt, daß er sich an die Grundsätze des Völkerbundes zu halten wünsche, ohne sich um Sonderbelange zu kümmern.

Marxistische Wühlarbeit in Belgien.

Sozialistischer Parteisekretär vermittelt Waffen und Lnstruktionspersonal für die spanische Rote Armee. Revolutionäre Agitation der Trotzkisten.

Sine Warschauer Korrupllons- affare.

Falschungsversuch zugunsten betrügerischen französischen Kapitals.

DasDeutsche Nachrichtenbüro" meldet: Kürzlich hatte in Polen eine Korrupttonsaffäre bei den Warschauer Elektrizitätswerken Auf­sehen erregt. Das Warschauer Elektrizitätswerk, das im Besitz einer französischen G e - s e l l s ch a f t, der Sociöts Industrielle d'Energie Electrique, war, wurde daraufhin durch Gerichts­entscheidung in den Besitz der Stadt War­schau übergeführt, während die ftanzösischen In­haber der Konzession aus Polen flüchteten. Neuer­dings behauptet nun derKrakauer Illustrierte Kurier", daß die französische Gesellschaft, die früher der Konzessionär des Warschauer Elektrizitätswerkes war, im Besitz des deutschen Elektro- Weltkonzerns Siemens sei. In Wirklichkeit sei also nicht französisches, sondern deutsches Kapi- tal an der Korruptionsaffäre beteiligt. Diese Be­hauptung des polnischen Blattes, die auch in andere polnische Zeitungen überging, ist eine krasse Lüge. Der Siemens-Konzern steht, wie von zu­ständiger Stelle mitgeteilt wird, der kompromittier- ten französischen Gesellschaft völlig fern. Keine der dem Hause Siemens gehörenden Gesellschaften besitzt Aktien derSocists Industrielle d'Energie Electrique" und ebensowenig Aktien ihrer Kon- zessionsgesellschaft, derCompagnie d'Electrique Darsovie". Es bestehen keinerlei unmittelbare oder auch nur mittelbare Verbindungen zwischen dieser französischen Gesellschaft und den Siemensfirmen. Welchen Zwecken derKrakauer Illustrierte Kurier" mit dieser Lügenmeldung gedient hat, bleibt feit« zustellen."

Auf die Frage, ob die zukünftige Regierung Spaniens eine Diktatur oder ein faschistisches Re­gime fein werde, sei zu antworten, daß das spa­nische Volk zur Zeit um sein Leben kämpfe, und daher keine Gelegenheit zu akademischen Erör­terungen dieser Art vorhanden sei. Bis das Land wieder geordnet sei aber nicht länger sei ein militärisches Regime nach dem (Siege über die Marxisten unvermeidlich. Später könne wieder eine normale Lage hergestellt werden, in der die Autorität, das Volk, die Gerechtigkeit, die Freiheit und die soziale Gleichberechtigung unter modernen Formen zu einem wohlorganisierten und gesunden Ganzen zusammengefaßt würden.

Portugal verteidigt seine Unabhängigkeit.

London, 23. Sept. (DNB. Funkspruch.) Eng­lische Blätter berichten, daß der an der Völker­bundssitzung in Genf teilnehmende Außenminister der Madrider Regierung del V a y o in einer Note an die am Nichteinmischungsabkommen beteiligten Mächte wegen angeblicher Verletzung des Abkom­mens durch gewisse Staaten protestieren wolle. Del Vayo habe damit gedroht, Sanktionen gegen Portugal zu verlangen. Der portugie­sische Vertreter de Vasconcellos habe betont, daß Portugal das Waffenausfuhrverbot peinlich beachte. Seine Regierung befürchte jedoch im Falle eines Sieges der spanischen Mar­xisten, daß diese die Einverleibung Por­tugals in einen iberischen Staaten­bund planten. Wenn die Kommunisten triumphier-

Vrüffeler Kabinettsrat.

B r ü s s e l, 22. Sept. (DNB.) Am Dienstagnach­mittag fand unter dem Vorsitz des Ministerpräsi­denten oan Zeeland ein Kabinettsrat statt. Justizminister Bovesse berichtete über die vorläu- igen Ergebnisse der Haussuchungen im gan­zen Land, die noch nicht abgeschlossen sind. Der Ju­stizminister legte eine Reihe von Verordnungen und Gesetzentwürfen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung vor. Es wurde ein Ausschuß aus zwei sozialistischen und zwei ka­tholischen Ministern sowie dem liberalen Justiz­minister eingesetzt, der die vorgesehenen Maßnah­men vorbereiten soll.

Wie bereits gemeldet, hat kürzlich ein Beauf­tragter der Madrider Regierung, ein angeblicher Hauptmann Huesca, in der Eisenbahn zwischen Brüssel und Antwerpen seine Mappe mit sehr belastenden Schriftstücken verloren. Aus den Schriftstücken ergibt sich mit unzweideutiger Klar­heit, daß der Generalsekretär der belgischen sozia­listischen Partei, Jean D o 1 v i g n e, als Mittels­mann zwischen den roten Streitkräften in Spanien und belgischen Waffenlieferanten dient.

Die flämische ZeitungStandaard" mel­det, daß der Generalsekretär entgegen den Klchteinmischungserklärungen der sozialdemo­kratischen Minister, mit dem neuen Geschäfts­träger der spanischen Regierung in Brüssel Vereinbarungen über die Rekru­tierung und die Entsendung von Unteroffizieren der belgischen Ar­mee als Jnstruktionspersonal für Spanien eingegangen ist. Das Kriegsministe­rium veröffentlichte eine lakonische Mitteilung, daß zwei Fliegerunteroffiziere seit einigen Tagen flüchtig seien, daß man aber nicht wisse, wohin sie sich begeben hätten. L'Avenir de Luxembourg" meldet, daß der eine Fliegerunteroffizier in Spanien an-

Belgische Abwehr.

Die Volksfront-Spezialisten in Belgien möchten lieber heute als morgen ihr Vaterland im marxi­stischen Sinne umkrempeln. Es hat bereits recht bedenkliche Streiks gegeben, es ist auch mancherlei anderes zu verzeichnen gewesen, was namentlich die wachsamen Flamen immer wieder zu Demonstra­tionen gegen ein weiteres Hand-in-Hand-Arbeiten mit dem verbündeten Frankreich veranlaßte. Aber die Volksfront-Wühlmäuse haben nicht locker ge­lassen, sie behandeln Belgien bereits als ein Objekt ihrer menschheitsbeglückenden Politik. Einige lieber» raschungen, die die Oeffentlichkeit in diesen Tagen mit der belgischen Arbeiterpartei erlebte, bestätig­ten lediglich das, was Pessimisten schon seit einiger Zeit prophezeien. Da werden Waffenschiebun- gen für Spanien durchgeführt, da wird in den Bereich der Armee eingegriffen und einigen Unteroffizieren der Befehl erteilt, zur spa­nischen Luftwaffe zuflüchten", da wird mit dem Sowjetbotschafter verhandelt, während noch weiter linksstehende Kreise, die allerdings noch nicht Ham­mer und Sichel als Knopflochschmuck tragen, B e - fehle Trotzkis entgegennehmen und sich in der Vorbereitung von (Streifs, der Anzettelung von Revolten und der Bewaffnung revolutionärer Ele­mente üben. Suchen die einen Belgien hin- und herzuschieben, so sind es die anderen, die fleißig am Werke sind, aus diesem Belgien eine kleine Räte­republik mit spanischem Vorgeschmack zu machen. Diese wenig erfreulichen Zustände bei unserem bel­gischen Nachbarn sind so gefährlich geworden, daß ich nun auch die Brüsseler Regierung zu Gegenmaßnahmen aufzuraffen beginnt, die, das wünschen wir im Interesse Belgiens und Europas, von Erfolg begleitet sein mögen.

ten, werde Portugal möglicherweis gezwungen sein, , zum Kriege zu schreiten, um seine Unab­hängigkeit zu bewahren. Es sei daher nicht überraschend, daß Portugal einen Sieg des Ge­nerals Franco wünsche. Kein anderes Land sehe sich derselben Gefahr gegenber wie Portugal.

DasEndederroienVluthmschast ausdenValearen.

Hendaye, 23. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der Militärkommandant der Balearen-Inseln berichtete an General Franco telegraphisch Einzelheiten über die Wiedereroberung von Ibiza. Die kommunisti­schen und separatistischen Horden aus Cataluna und Valencia haben die Insel in einem troff« losen Zustand hinterlassen. Die Hauptstadt war gänzlich verlassen. Die eingeschüchterte Bevölkerung war, erfüllt von Angst und Schrecken über den Anblick der von den roten Horden begangenen Morde, in d i e Berge geflüchtet. Ohne auf Frauen und Kinder Rücksicht zu nehmen, schändeten die Roten die Kirchen, zerstörten die Häuser der Bevölkerung und plünderten Banken und öffent­liche Gebäude. Mit bestialischer Rohheit wurden Frauen zusammengetrieben und geschändet, nachdem man sie vorher ihrer Schmucksachen beraubt hatte. Kapitän" Bayo gab den Befehl, die Befehlshaber und Offiziere des Heeres und die Unteroffiziere der Guardia Civil zu ermorden. Er selbst eignete sich dann über 2 Millionen Pesetas an. Die in der Festung untergebrachen Gefangenen wurden mit Handgranaten und Maschinenge­wehren ermordet. Nur wenige entgingen die­sem traurigen Los. Einige der Eingekerkerten zer­störten in ihrer Verzweiflung, als sie die roten Mörder kommen hörten, die Gitter der Gefängnis­fenster und stürzten sich aus 15 Meter Höhe auf die Straße. Aus Mallorca flohen sie unter Zu- rütflaffuna ihres gesamten Kriegsmaterials. Mehr als 2 00 0 Ermordete waren das traurige Ergebnis ihrer Herrschaft. Eingezogen waren sie allerdings unter der Ankündigung:Wir sind lieber» bringet der Kultur und Zivilisation, die Befreier der Städte".

DieAationalistenkurzvorToledo.

Paris, 23. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie das Hauptquartier des Generals Franco um 9.30 Uhr mitteilt, hat der Vormarsch der nationalistischen Truppen anderTalavera-FrontzurEin-! nähme der Ortschaft Torrijos, kurz vor( Toledo, geführt. Die Roten haben bei Torrijos wie- berum starke Verluste erlitten, unter denen sich auch der Kommandant Lopez Herrero befindet. Zahl' reiche Gefangene konnten gemacht werden. An bet baskischen Front haben die nationalistischen Truppen V e r g a r a eingenommen.