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abhängt. Die damaligen Vorschläge des Führers stellten also Frankreich vor die ernsteste Verantwortung. Sie bildeten den Brennpunkt in den deutsch-fran­zösischen Beziehungen. Ausweichen heiße, das Problem nicht anpacken wollen.

England sehe die Gefahren der französischen Haf­tung und versuche in den Grenzen des Möglichen zu verhindern, daß Paris von der auch für London gangbaren Hauptstraße abweiche. Das negative Programm Englands für die Dreierbegegnung wolle vermeiden, daß Frankreich mit einer aus der Nervosität geborenen Geste die Aussichten der Vorschläge Hitlers gefährde, die Lon­don selbst in den sicheren Hafen zu steuern ver­suche. Um jedoch dieses Ergebnis zu erreichen, sei es, wie das Blatt nochmals betont, notwendig, daß

Deutschland und Italien am gleichen Verhandlungstisch zugegen

sind, und daß Paris sich zu den Besprechungen mit einer anderen Gesinnung einfindet.

Austakt.

London, 23. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die französische Abordnung zur Konferenz der drei Restlocarno-Mächte ist gestern Abend unter Führung des Außenministers D e l - b o s in London angekommen. Sie besteht aus dem Generalsekretär des Außenministeriums Leger, dem Vizedirektor für politische und wirtschaftliche Angelegenheiten am Quai d'Orsey M a s s i g l i und dem Kabinettchef R o ch a t. Ministerpräsident Blum wird, wie verlautet, mit seiner Frau heute früh im Flugzeug ankommen.

Die erste Sitzung der Dreimächtekonferenz wird am Donnerstagvormittag um 10.30 Uhr im Hause des Ministerpräsidenten beginnen. Die englische Abordnung besteht aus Baldwin, Eden und Lord Halifax. Auch die weiteren Sitzungen werden in der Downingstreet Nr. 10 stattfinden.

Der diplomatische Korrespondent des Reuter- Büros schreibt, daß heute mit der Dreimächte- Tagung der erste Abschnitt der Bemühungen um eine Bereinigung der gegenwärtigen europäischen Probleme beginne. Die einzige unmittelbare Aufgabe der Tagung sei, eine Entscheidung über die Form herbeizuführen, in der Deutsch­land zu einer Fünfmächte-Tagung, die auch I t a- l i e n einbeziehen werde, eingeladen werden solle.

Die Fünfmächle-Tagung solle eine neue west­europäische Vereinbarung an Stelle des Lo­carno-Vertrages herbeiführen.

Am Schluß der gegenwärtigen Tagung werde diese Form der Einladung durch eine Verlautbarung be­kanntgegeben werden. Diese könnte, wenn alles gut ginge, schon heute Abend ausgegeben werden. Das Ziel der Londoner Tagung sei von Großbri­tannien sorgfältig umgrenzt worden. Es habe vermeiden wollen, daß ein Fehlschlag der am Weißbuch vom 19. März erwähnten Versöh- nungsbemühungen festgestellt, und daß Europa in zwei Lager geteilt werde.

Nichts wünsche Großbritannien weniger als auf der heutigen Tagung das Zustandekommen eines Westblockes zu fördern.

Frankreich habe hauptsächlich auf die Abhal­tung dieser Tagung gedrängt, weil es die west­lichen Demokratien leitende gemein­same Ideologie zu demon st Zieren wünsche.

Die Generalstabsabmachungen.

London, 22. Juli. (DNB.) An den Außen- m i n i ft e r wurden auch am Mittwoch wieder mehrere Anfragen wegen der bevorstehenden L o - carno-Besprechungen gerichtet, deren Be­antwortung jedoch nichts Neues ergab. Als der Oppositionsliberale Mander fragte, ob in der Zwischenzeit die General st absabrnachun- gen voll wirksam bleiben würden, antwortete Eden, das treffe für die vor einiger Zeit ge­troffenen Abmachungen gewiß zu.

Das Sowjet-,/Paradies".

Wachsende Korruption.

Moskau, 22. Juli. (DNB.) Die Fälle von Amtsvergehen hoher Funktionäre der sowjetrussischen Wirtschaftsbetriebe und Volkskom­missariate haben sich in der letzten Zeit bedenklich gehäuft.

Mitte Juni wurde eine Reihe führender Beamter der Wirtschaftsbetriebe we­gen Verstöße gegen die bestehenden Vorschriften über Geld- und Zahlungsverkehr von der Staats­anwaltschaft belangt. Vor kurzem wurde, wie erin­nerlich, die gesamte Leitung der Sowjet- staatsbank abgesetzt und erst vor wenigen Tagen der stellvertretende Volkskommissar der Holz­industrie, Sokolnikow, degradiert.

Das Blatt der bolschwestischen Partei, die P r a w d a", richtet jetzt schärfste Angriffe auch gegen das Volkskommissariat für Staatsgüter. Die Leitung des Volkskommissariats hätte seit Mo­naten den auf den Staatsgütern beschäftigten Landarbeitern die Löhne nicht ausbezahlt. Deshalb würden diese Arbeiter häufig von den Staatsgütern desertieren. Auf einigen Staatsgütern hätten die Leiter, um ihre Betrügereien machen zu können, Ersatzgeld in Form von Brot­karten und Lebensmittelbons einge­führt. Besonders auffallend fei, daß der Geldmangel bei den Lohnzahlungen für die Landarbeiter im krassen Widerspruch stehe zu den in jüngster Zeit stark gestiegenen Bezügen der Funk­tionäre des Volkskommissariates. Durch angeb­licheUeberstunden" und besonderePrämien" er­hielten diese nebenbei noch Summen bis zu 3000 Rubel monatlich.

Beisetzung der Mutter des Reichsbauernführers.

Die Mutter des Reichsbauernführers Frau Eleo­nore D a r r ö wurde auf dem Friedhof in Goslar beigesetzt. An der Trauerfeier nahmen zahl­reiche Vertreter der Bewegung, des Staates, der Wehrmacht, der Stadt Goslar und der Deutsche Reichsbauernrat teil. Dem Sarg wurden u. a. K»-änze der schwedischen Gesandtschaft, der Reichs- leuuhg der NSDAP., des Reichskriegsministers Generalfeldmarschall von Blomberg, des Mi­nisterpräsidenten Generaloberst Göring, des Reichsministers K e r r l, des Reichsführers der SS. Himmler, des Reichsarbeitsführers Hier!, des braunschweigischen Ministerpräsidenten, des Ober­bürgermeisters der Reichsbauernstadt Goslar, der Gauleitung und des Deutschen Reichsbauernrates vorausgetragen.

Der Weltkongreß für Freizeit und Erholung.

Oer Auftakt. - Geleitworte von Mitgliedern der Reichsregierung.

Hamburg, 23. Juli. (DNB.) Der Hamburger Hauptbahnhof stand am Mittwochnachmittag und -abend im Zeichen der Ankunft der ausländischen Abordnungen zum Weltkongreß für Frei­zeit und Erholung. In der Halle, auf den Bahnsteigen und vor dem Hauptbahnhofrestaurant harrten stundenlang viele tausende Volksgenossen, um die ausländischen Gäste und die schon in großer Zahl aus allen Teilen Deutschlands eintrefsenden Volksgenossen in Hamburg herzlich zu begrüßen. Nacheinander trafen ein: eine aus 32 Kongreß­teilnehmern bestehende holländische Gruppe unter der Führung von Frau Baronin van der Minne-Buma, eine aus 16 Mitgliedern be­stehende norwegische Volkstanzgruppe unter der Leitung von Fräulein S e m b, eine aus rund 30 Personen bestehende dänische Volkstanzgruppe unter der Führung von Herrn Thyregaard, eine belgische Abordnung, die von Professor Marinus angeführt wird, eine aus vier Mitgliedern be­stehende italienische Abordnung, sodann die zweite holländische Gruppe, die nach der offiziellen Be­grüßung ein holländisches Volkslied zu Gehör brachte und als Dank für den überwältigenden Empfang mehrstimmig das Deutschlandlied fang. Unter der Führung von Professor Müller er­schien darauf die aus etwa 30 Köpfen bestehende Luxemburger Abordnung auf dem Platz.

Reichsminister Dr. Frick

hat zum Weltkongreß für Freizeit und Erholung ein Geleitwort gegeben, in dem es u. a. heißt: Der Weltkongreß für Freizeitgestaltung und Er­holung wird die Vertreter aller jener Staaten in Hamburg und Berlin zusammenführen, die den Schritt von der Erkenntnis der Notwendigkeit der Freizeitgestaltung zur Tat bereits zurückgelegt haben.

Die materialistische Wirtschaftsauffassung der Ver­gangenheit hatte kein Verständnis dafür, daß der schaffende Mensch ebensosehr wie des gebührenden Lohnes auch der Erholung und der Freude bedarf, um seine Arbeitskraft, fein Lebensglück und feine Spannkraft zu erhalten. Wer täglich in den großen oder kleinen Betrieben an der Arbeit steht, der sehnt sich nach Erholung und Freude.

Weil mir alle die Freude als eine so große seelische Kraft erkennen, hat auch die deutsche Or­ganisation für Freizeitgestaltung sich den Namen Kraft durch Freude" gegeben und eine geradezu ungeahnte Bedeutung im deutschen Volk erlangt.

Am dem Weltkongreß für Freizeitgestaltung wer­den Ine Vertreter vieler Völker ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet austauschen. Der Kongreß dient dem großen Gedanken, daß die Freude die Quelle neuer Kraft ist, und damit auch der Verständigung der Völker und dem Frieden."

Reichsminister Freiherr von Heuratö hat ßum Weltkongreß für Freizeit und Erholung ebenfalls ein Geleitwort gegeben, in dem es u. a. heißt:

Der Weltkongreß für Freizeit und Erholung hat sich eine Aufgabe gestellt, deren Lösung für alle Völker der Erde von größter Bedeutung ist. Ein Sehnen nach Vertiefung und Selbstbesinnung, nach Befreiung von dem Druck und Lug materialistischen Denkens geht durch die Menschen. Die Weae zu zei­gen, auf denen dieses Sehnen zur Erfüllung ge­langen kann, ist das hohe Ziel des Weltkongresses. Es ist ein Ziel, das in ganz besonderem Maße ge­eignet ist, nicht nur innerhalb der einzelnen Län­der Klassen und Stände zusammenzubringen, son­dern darüber hinaus zwischen den Völkern selbst ein starkes, friedensicherndes Band zu knüpfen. Für uns Deutsche rft es eine große Freude, den Teil­nehmern des Kongresses auf deutschem Boden deutsche Art und Volkstum zeigen und gleichzeitig unsere Achtung vor fremder Art und fremdem Volkstum beweisen zu können."

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Bulgarischer Arbeitsdienst beim Freizeit-Weltkongreß in Hamburg.

Eine Abordnung des Königlich Bulgarischen Arbeitsdienstes traf unter der Führung von Oberst George G o r b a n o f f zur Teilnahme an dem Weltkongreß für Freizeit und Erholung in Hamburg ein. Im Namen des Reichsarbeitsführers Hier! begrüßten Vertreter des Reichsarbeitsdienftes die bulgarischen Gäste. (Scherl-Bilderdienst-M.)

MI. ein Lebensideal, ein neuer Lebensstil.

Zieichsleiter Dr.Ley spricht vor der presse.

Hamburg, 23. Juli. (DNB.) Reichsleiter Dr. Ley, der am Mittwochnachmittag im Flugzeug in Hamburg eingetroffen war, empfing im Hotel Vier Jahreszeiten" die zahlreichen zum Welt­kongreß nach Hamburg gekommenen Vertreter der in- und ausländischen Presse. An dem Empfang nahmen ferner Vertreter des Reichs­ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, der Reichsleitung der NSG.Kraft durch Freude" und viele führende Männer der Partei, des Staates und des deutschen Organisationsausschusses teil.

Für die Presseabteilung des Kongresses hieß Pg. Kiehl den Reichsleiter Dr. Ley und die Vertreter der Bresse aufs herzlichste willkommen. Er teilte mit, daß die Zahl der aus allen Teilen der Welt nach Hamburg gekommenen Besucher alle Erwar­tungen übertroffen habe.

Reichsleiter Dr. Leh

schilderte sodann die Entwicklung des Freizeit- und Erholungswerkes im neuen Deutschland. Er führte aus, daß der Sozialismus in erster Linie ein seelisches Problem darstelle und daß daher das deutsche Freizeit - und Erholungs­werk auch kein Ersatz für minderge­zahlte Löhne sei.

Kraft durch Freude" sei auch kein Vergnü- gungsunternehmen, kein Verkehrsverein, son­dern eine weltanschauliche, eine seelische Ange­legenheit. Man habeKraft durch Freude" aus dieser Erwägung heraus auch nicht allein geschaffen für die Freizeit, sondern auch für die Arbeitszeit.

Dr. Ley erinnerte an die Aufgabengebiete und an die bereits erzielten großen Erfolge bei dem Stre­

ben nach Schönheit der Arbeit, Schönheit des Dor­fes, Gestaltung der Werkspausen. Diese Erfassung und Durchdringung des gesamten Lebens der Schaffenden mache den Unterschied aus zwischen dem deutschenKraft-durch-Freude"-Werk und den bisherigen ausländischen Freizeitbestrebungen.

Kraft durch Freude", so rief Dr. Ley aus, be­schäftigt sich nicht nur mit dem Menschen außer­halb seines Betriebes, sondern mit dem gesamten Menschen von morgens bis abends.

Kraft durch Freude" ist für uns ein Lebens­ideal, ein neuer Lebensstil. Lin weiteres Haupt­merkmal des deutschen Freizeit- und Erholungs­werkes sei, daß es nicht ein Geschenk der Besitzenden, nicht Almosen und Wohlfahrt sei, sondern aktive Mobilisierung der Energien der Gemeinschaft im Volk.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der Menschheit", so erklärte Dr. Ley,daß eine Idee hinausgetragen wird in die Welt durch die Lebens­freude. Wir verlangen nicht, daß andere Völker das Gleiche tun wie wir. Unser sehnlichster Wunsch ist nur, daß die Vernunft und die Einsicht bei allen Völkern der Erde Einzug halten und die Völker zur Lebensfreude und zur Lebensbejahung erzie­hen mögen.

Wir freuen uns, daß wir in der heutigen schönen Zeit arbeiten und schaffen können, und wir wünschen, daß alle Völker glücklich werden gemeinsam mit dem deutschen Volk."

Die Ausführungen Dr. Leys hinterließen bet allen Anwesenden den tiefsten Eindruck. Mit einem Gruß an die Presse der Welt und mit einem Sieg­heil auf den Führer und Reichskanzler schloß Wal­ther Kiehl den Presseempfang.

Entscheidung in Spanien in Sicht?

General Franco kündigt bevorstehenden Einmarsch in Madrid an.Das Ziel der Mitiiär- gruppe: Schluß mit dem Marxismus und den Söldlingen Moskaus. - Rote Milizen fordern Diktatur des Proletariats.

Die Lage der Reichsdeutschen.

Berlin, 22. Juli. (DNB.) Wie wir erfahren, liegen Meldungen der deutschen Botschaft in Madrid vor, wonach in Madrid bisher Reichsdeutsche nicht zu Schaden gekommen sind. Eine Reihe von Reichs­deutschen war im Verlauf der letzten Tage fest­genommen worden, diese sind aber auf sofortige Schritte der Botschaft hin größtenteils wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Von der Polizei wurde der Botschaft der Schuh von Leben und Eigentum der Reichsdeutschen zugesichert.

Auch vom Generalkonsulat Barcelona liegt eine Meldung vor, wonach auch dort Reichs­deutsche von den Ereignissen nicht betroffen worden sind.

Moskaus Saat im Ausgehen?

Die Roten Milizen bekennen sich offen zu Moskau.

Paris, 23. Juli. DerFigaro" meldet aus Madrid eine schwere innenpolitische Krise. Die Milizen hätten die Diktatur des Proletariats und die Ablösung der Regierung Giral durch Longo La - ballero gefordert. In Madrid habe über­haupt während der letzten drei Tage unter den marxistischen und kommuni st ischen Massen eine heftige Unzufriedenheit ge­herrscht, die der Regierung Giral den Vorwurf machten, nach dem Rücktritt Quirogas versucht zu haben, ein rechtsgerichtetes Kabinett unter B a - r i o als Ministerpräsident zufammenzusiellen. Die Madrider Regierung fei von den Milizen gezwun­gen worden, diesen vor ihrem Abmarsch nach Nor­den im Falle eines Sieges die Teilnahme an

der Regierungsgewalt zuzusichern und den roten Milizen und S t u r m t r u p - pen in Zukunft die Rolle der Armee zu ver­sprechen.

Auch der rechtsgehendeJour" weist darauf hin, daß die Lage der Regierung Girat schwierig s ei. Am Mittwochabend habe Präsi­dent A z a n a durch ein Dekret einen Regiernngs- ausschuh mit vollkommenen Verfügungsvollmach- ten über sechs Provinzen eingesetzt. Die Stra - henkämpfe in der Hauptstadt dauerten an, die Ordnung und Sicherheit werde nur noch von den Syndikalistischen Organisationen ausgeübt. Erstmunaen desGenerals Franco Bevorstehende Einnahme Madrids.

Ein Wort an die Arbeiter.

Paris, 23. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Havas-Meldung aus Ceuta habe General Franco mit Hilfe eines Nadiofenders der Zioil- garde angekündigt, daß die unmittelbare Einnahme von Madrid bevor st ehe.

Der ständige Sitz des Führers der Militärgruppe bleibe vorläufig T e t u a n. Weiter habe General Franco in einer Kundgebung an die Zivilgarde von ganz Spanien den Einheiten der Garde ge­dankt für die Hilfe, die sie der Armee bei dem Befreiungswerk Spaniens geleistet hatten. Er hat die Zivilgarde für ihre Aufopferung zur Vater­landsliebe beglückwünscht und wörtlich hinzufügt:

Unsere Bewegung ist nicht gegen die Arbeiter- ftaffe gerichtet, wie es die Regierung glauben lassen möchte. Unsere Bewegung ist nur einfach spanisch und will das Wohl des Va- terlanbes und der Familie."

Eine Meldung aus Biarritz besagt, daß die Nachricht von einer Gefangennahme des Führers der Militärgruppe in Katalonien, Gene­

ral Goded, unrichtig sei. Der General soll vielmehr von der oberhalb Barcelonas liegenden Festung MontJuich aus, die von den Aufrührern besetzt sei, die Bombardierung Barcelo­nas le^en.

Der Führer der spanischen Militärgruppe, Gene­ral Franco, hielt am Mittwoch über den Sender Tetuan in Marokko eine Ansprache.

Er forderte darin die Bevölkerung auf, der republikanischen nationalen Bewegung zu ver­trauen, die endgültig die Marxisten und die Moskauer Söldlinge aus treiben werde. Die Bewegung werde getragen vom gesamten spa­nischen Heer. Bald werde, so sagte er weiter, das spanische Volk den Tag der Befreiung von der Marxistenherrschaft feierlich begehen.

Franco forderte schließlich die noch zur Regierung haltenden Regimenter der Nationalgarde auf, zu ihm überzutreten.

Im gleichen Sinne sprach auch General Mola über spanische Sender. Die Ausrottung des Bolschewismus, so sagte er u. a., gehe über die Standesinteressen und sei eine nationale Pflicht.

General de Llano kündigt Einmarsch in Madrid an.

Lissabon, 23. Juli. (DNB. Funkspruch.) Ge­neral b e Llano hat über den Sender Sevilla einen Aufruf verlesen, in dem es heißt:

3d) hoffe in kürze die Mitteilung machen zu können, daß meine Truppen in Madrid einmarschiert sind. Die Heeresgruppe des Ge­nerals Mola befindet sich fast in Sichtweite der Hauptstadt. Gestern nachmittag haben sich zwS> weitere Heeresgruppen in Bewegung gesetzt. Die erste ist aus Fremdenlegionären zusammen-