ÖJ.Jpori
Olympia-priislW der deutschen Turmspnnger
Nachdruck verboten!
6. Fortsetzung.
Bei den im kämpfen um Schützenbundes Schützenoereins 3062 Ringen.
Durch diesen
in er
b^,9ßanrin"ift es denn passiert, Oskar?" fragte Hyl- mar heiser. ,
,So gegen acht Uhr, Herr Hylmar.
Wolfgang richtete sich mühsam auf. „Er hat um diese Zeit bei Garmisch an der Straßenkreuzung gesessen und auf uns gewartet."
Nies belegte hier den dritten Platz mit 12,83 Meter. Den Dreikampf hat ebenfalls Kley gewonnen.
Die 8-Jugendlichen siegten auch in verschiedenen Konkurrenzen, jedoch war bei Abgang des Zuges noch keine genaue Siegerliste zu erhalten.
Bei den Frauen war die Beteiligung ebenfalls so zahlreich, daß auch hier die Sieger noch nicht errechnet waren.
Erfolgreiche Gießener Schützen.
Franz Darsicke deutscher Marathonmeister.
Sag doch, Oskar!"
„Herr Wolfgang müssen sich fassen."
„Also wahr!"
Wie ein Klotz fiel er dem herzuspnngenden Bruder in die Arme. Sie führten ihn zu zweien behüt- sam die Treppe hinauf. Aus einer Nische leuchtete roter Samt, eine Glasvitrine spiegelte. Die Uhr, die in der Mitte des langen Korridors an schweren Messingketten hing, zeigte zehn Minuten vor elf.
„Ich will zu Baterl" wimmerte Wolfgang das lähmende Schweigen, das ihn umfing, als im Schlafzimmer auf dem Diwan gebettet lag.
„Wir gehen beide zu ihm, Wolfgang, sobald du dich besser fühlst."
„Ich bin ganz wohl!
Ja" sagte Hylmar und winkte Oskar, das Glas Kognak an den Mund des Bruders zu setzen. Trink das erst, Wolfi. Dann gehen wir! — Erst trinken", bat er, als sich dessen Lippen aufeinan-
Links: Erhardt Weiß (Neptun Dresden), Sieger im Kunstspringen der Männer. — Rechts: Käthe Köhler (Hamburger Turnerbund), Siegerin im Turmspringen für Frauen. (Presse-Bild-Zentrale-M.)
Der Mond trat aus den Wolken und formte seltsame Schatten, die fratzenhaft neben dem Wagen herhuschten.
Kraftfahrer! Achtung! Bauarbeiten! ■
Verfluchtes Gold!
Roman von 3- Gchneider Ioerstl.
Urheberrecht: Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.
„Ja!--Er hatte die Hände auf den Knien
liegen und den Mund zum Sprechen geöffnet.
„Aber das ist ja Unsinn, mein Junge! Du bist krank, Wolfi! Laß mich fahren! Ja? — Komm! Er war schon aus dem Wagen gesprungen, lief um ihn herum und schob den Bruder vom Führersitz weg nach der anderen Seite hinüber. „Soll ich zurückfahren, damit du siehst, daß es nur Einbildung ^Wolfgang Amselmann wandte das Gesicht halb zurück Er war weiß und der Mund verzerrt. „Vater hatte in letzter Zeit so schwere Anfälle."
„Ja, Wolfgang. — Wir machen jetzt, daß wir so rasch wie möglich nach Hause kommen."
„Es ist noch weit, Hylmar."
„Zwei Stunden kaum!"
Wolfgang Amselmann saß zusammengekauert, als friere er. Die Maschine kam schnell auf Touren Der Zähler schnellte hinauf: 100 Kilometer! 115! ^Murnau kam in Sicht. „Soll ich nach Hause telephonieren?" fragte der lungere Amselmann. .Würde es dich beruhigen? Ja, Wolfgang?
Ich weiß nicht", kam es zögernd „Fahr lieber zu', ^Almar Wir können sonst möglicherweise uber- hauM nicht mehr fahren, wenn wir wissen was — „Sei nicht kindisch, Wolfi! In einer Stunde smd wir daheim."
Die Scheinwerfer schickten breite Lichtbundel vor- aus. Ein Reh setzte über die Strafte hinweg. Schwer schlug ein Nachwogei gegen Kuhier und blieb nut ^schmetterten Flügeln liegen. Gelände flog vor- über: Wald, Felder. Wasser rauschte.
Als gelte es eine Flucht, rannte die Maschine den Hirschberg hinauf. „Nun sind wir bald z Hause, Wolfgang!"
„Ja!"
Wieder Schweigen.
Sieg besteht jetzt für den Verein die Möglichkeit, den Bezirksmeister-Titel zu erringen. Zu dieser Meisterschaft ist die Mannschaft nunmehr wieder angetreten und hat folgendes Ergebnis erzielt: Heinrich Appel (Stand 175 Meter) 831 Ringe; Willi Georg (Wehrmann 175 Meter) 855 Ringe; Georg Schilling (Pistole 50 Meter) 958 Ringe; Wilhelm Scheid (Kleinkaliber 50 Meter) 591 ! Ringe. Zusammen ö235 Ringe.
Nkststätten zu schaffen. Auch die Bedeutung der Wurzelpflege durch stete Offenhaltung der Baumscheiben, der Schnitt der Jungbäume, der Bäume im tragbaren Alter und der umgepfropften Stämme wurde besprochen und allgemeine Richtlinien gegeben. Als man auf dem Weitergange in den mit Obstbaumkarbolineum gespritzten Baumbestand kam, rechts der Provinzialstraße Gießen—Lich, da fiel die erfolgreiche Spritzarbeit so recht in die Augen. Dunkelgrünes, volles Laub, kaum Blutlaus- befyll und Blattläuse und kraftstrotzendes Wachstum! Mit herzlichen Dankesworten an den Rundgangführer schloß der Vereinsvorsitzende, Baumwart Haas, die aufschlußreiche Veranstaltung.
)( Lich, 22. Juni. Die Evangelische Frauenhilfe unternahm gestern bei schönstem Sommerwetter ihren diesjährigen Ausflug. 40 Mitglieder nahmen teil. Die Abfahrt erfolgte gegen Mittag. In flotter Fahrt ging es über Gießen— Wetzlar durch das herrliche Lahntal. In Weilburg wurde die erste Rast gemacht. Hier besichtigte man unter sachkundiger Führung die Stadt- und Schloßkirche und das dem preußischen Staat gehörige Schloß. Das nächste Ziel war Limburg, dessen Wahrzeichen, der stattliche Dom, schon von weitem grüßte. Nach einer Kaffeepause im evangelischen Gemeindehaus übernahm Pfarrer Velten die Führung. Man war überrascht, bei dem Rundgang durch die Stadt noch so viele alte, gut erhaltene Fachwerkhäuser zu sehen. Daß man auch im Dom einkehrte war selbstverständlich. Daneben wurde die evangelische Kirche nicht vergessen. Den Abschluß des Ausfluges bildete eine Fahrt hinauf nach der Schaumburg, bei der man Gelegenheit hatte, das malerisch gelegene Diez zu bewundern und von der stattlichen Höhe der Burg noch einmal im Abendsonnenschein einen Blick in das einzigarttg schöne Lahntal zu werfen. Nach einer leiblichen Stärkung im Waldecker Hof wurde die Heimfahrt angetreten.
H o l l e d e r mit ihrem Gezwitscher aus Hrem Nest. Das Schwalbenpaar selbst aber sitzt zur Nachtzeit aus den Ecken eines Bilderrahmens.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
LPD. Wetzlar, 22. Juni. Dr.-Jng. Herbert S e d l a c z e k von den Stahlwerken Röchling- Buderus AG., Wetzlar, wurde zum ordentlichen Professor für Hüttenmaschinen und Walzwerkskunde an der Technischen Hochschule in Aachen ab 1. Oktober 1936 ernannt.
* Frankenbach, 22. Juni. Für die schon längere Zeit erkrankte Zigarrenmacherin E. B. von hier wurde durch die Betriebsgefolgschaft eine Geldsammlung vorgenommen. Die Sammlung brachte einen Betrag von 23,50 Mark ein, der ihr nach ihrem Kuraufenthaltsort übersandt wurde.
Erfolge Gießener Leichtathleten in Bad HerSfetd.
Am vergangenen Sonntag starteten die Leichtathleten des DfB.-R. beim Bezirkssportfest der Reichsbahn-Turn- und Sportvereine in Bad Hersfeld. Wie alljährlich, so konnten sie auch diesmal schöne Erfolge erringen.
Bei den Aktiven waren es besonders die beiden Kugelstößer Luh und Herrmann, die mit chönen Leistungen aufwarteten. Otto Luh siegte mit 14,32 Meter vor Herrmann mit 14,08 Meter. Für Herrmann eine feine Leistung! Im 100-Meter- Lauf wurde Otto L u h in 11,6 Sekunden Dritter. K. Pfaff lief über 1500 Meter ein ansprechendes Rennen und wurde nach hartem Endkampf guter Dritter in 4:32,6 Minuten. Die 4X100-Meter° Staffel des VfB.-R. wurde ebenfalls dritte in 46,6 Sekunden.
Die Jugendlichen machten ihre Sache wieder am besten. Helmut M ö l l gewann die 75 Meter in 9.3 Sekunden vor Kley, VfB.-R. Auch im Weitsprung siegte H. Möll mit 6,15 Meter vor Kley, der 6 Meter sprang. Das Kugelstoßen gewann Kley mit einem Wurf von 14,10 Meter. Kurt
„Herr Wolfgang!"
„Ja", sagte dieser mit aufeinanderschlagenden Zähnen, „und wenn ich tausend Jahre alt werde, vergesse ich das nicht. Ich kann zehn Eide darauf schwören. — Warum hat man ihn nicht hierhergebracht? Kann dieses Haus nicht eine Nacht seinen toten Herrn beherbergen?"
„Der Arzt hat es so angeordnet", verteidigte sich Oskar. „Der Herr Kommerzienrat wurde sofort ins Leichenhaus übergeführt."
„Ist unsere Mutter verständigt worden?" fragte Hylmar.
„Sofort!"
Der Chauffeur erhielt zehn Minuten später den Auftrag, die beiden Brüder nach dem Leichenhaus zu fahren. Nach einer Stunde kamen sie wieder zu» rück: die Gesichter weiß, die Augen rot verschwollen.
Der alte Oskar hielt die Tür zu dem kleinen Speisezimmer geöffnet und hatte ein so flehendes Bitten in den Augen, daß Hylmar eintrat und den Bruder mit sanfter Gewalt hinter sich Herzog. Die satten Farben des Seidendamastes, mit dem der große Eckdiwan und die schweren Stühle bespannt waren, schufen eine heimelige Wärme. Die verschleierten Wandleuchter warfen gedämpftes Licht über den hohen Raum und ließen die Bilder der prächtigen Gobelins nur halb erraten.
Georg Amselmann hatte eine Schwäche für Gobelins gehabt.
Nun hingen die Augen feines jüngsten Sohnes an ihnen und verschleierten sich zusehends, bis sis überliefen.
„Die Herren sollten jetzt eine Kleinigkeit zu sich nehmen", erinnerte Oskar bescheiden und schenkte dunklen Wein in die geschliffenen Kelche. Das Brat- Huhn war kunstvoll zerteilt und wieder zusammen- gesetzt. Wolfgang nahm Gabel und Messer zur Hand, würgte an den Bissen und sah nach Hylmar hinüber, der die Finger um die Serviette geklemmt hielt. „Wann kann sie frühestens da sein?--"
Und zu Oskar gewandt, fragte er: „Hat die Mutter keine Depesche geschickt?"
„Bis jetzt ist keine eingelaufen, Herr Wolfgang. Ich werde aber noch einmal nachsehen." Als er zurückkam, hob er bedauernd die Achseln. „Die Frau Mama ist vielleicht gar nicht in Paris."
Hylmar nickte. — Man wußte überhaupt nie« mals, wo sich die Mama aufhielt.
(Fortsetzung folgt!)
rück. Vielleicht kamen sie heute gar nicht mehr. Sie hatten ja keine Ahnung. Blieben möglicherweise unterwegs bei Bekannten am Staffelsee oder sonst irgendwo. Sie hatten ja so viele Freunde. Man wußte nicht, wohin man telephonieren oder ein Telegramm schicken sollte. — Schrecklich war das!
Besser wäre es, man wüßte die Adresse der Gnädigen. Aber die hatte wohl die Depesche schon längst in Händen und lief nun in Paris von einem Kaufhaus ins andere, um ihrer Trauertoilette den letzten Charme zu geben. Der machte es kaum was aus, wenn Georg Amselmann ihr nicht mehr über die Treppe herab entgegenkam.
Aergerlich stapfte er wieder zurück, vernahm em Hupensignal und sah, wie der Gärtner nach dem Tor lief. Er selber rannte nach der Diele und ließ die Lichter auf flammen. Wo der Teppich einen Streifen Boden freiließ, spiegelte gelbes Parkett.
Jetzt! erwog er. — Jetzt. Er hatte sich genau zurechtgelegt, was er sagen wollte. Aber jedes Wort blieb ungesprochen, als Wolfgang Amselmann über die Schwelle stürzte und auf ihn zulief. „Sag, daß es nicht wahr ist! — Daß es nicht wahr ift! —
Beim Marathonlauf, den 59 Läufer beendeten, siegte B a r s i ck e (Poft Breslau) in der Zeit von 2:51:22,2.
(Scherl-Bilderdienst-M.)
VfB. Reichsbahn Gießen.
VfB. - R. I — TNG.Val.I 1:2.
Bei diesem Spiele wurde von den beiden Mannschaften nichts Ueberwältigendes gezeigt. Es mag daran gelegen haben, daß sowohl die Platzbesitzer als auch die Soldaten nicht komplett antraten. Zu allem Ueberfluß hatten die beiden Gegner bei Beginn nur zehn Mann zur Stelle, um sich erst im Laufe des Spieles zu ergänzen Die Gießener hatten folgende Aufstellung heraus- gebracht: Balser; Hauptfeld, LeutheuserII; Papelter, K. Kugel, Fenster; Euler, L. Schmidt, Fehling, Szponik.
Balser im Tor spielte fehlerlos, auch die Verteidigung war gut. In der Läuferreihe hatte Feuster wiederholt Gelegenheit, seine ausgefeilte Technik unter Beweis zu stellen. Der neue Mittel- läufer spielte mit großem Kräfteeinsatz, ohne aber überzeugen zu können. Kapeller als Außenläufer zeigte erneut, daß das hohe Alter für ihn spiele- risch kein Hinderungsgrund ist. Der Gießener Sturm war alles andere, nur keine Einheit und ließ auch bis auf Szponik den körperlichen Einsatz vermissen. Der beste Mannschaftsteil der Soldaten war die Hintermannschaft und hier besonders die schlagsichere Verteidigung. Die übrigen Mannschaftsteile konnten befriedigen, obwohl ihr Sturm gegenüber dem der Gießener etwas voraus hatte.
Die Gießener fanden sich sofort und konnten immer wieder die gegnerische Hintermannschaft durchbrechen. Aus einer Ecke resultierte der erste Erfolg der Platzbesitzer. Schmidt trat den Eckball bis zum freistehenden Szponik, der durch Kopfstoß den Schlußmann der Soldaten schlug. Von diesem Tore ab übernahmen die Soldaten das Kommando und wurden zeitweise stark überlegen. Bei einem Gedränge im Gießener Strafraum erzielte ihr Halbrechter den Ausgleich. Kurz vor der Pause ging der Gießener Angriff geschlossen vor. Die damit herausgearbeitete Torchance wurde jedoch verschossen. Ein Angriff der Soldaten und der Rechtsaußen flankte hoch vors Tor, wo ein Spieler des Jnnensturmes durch Kopfstoß das Siegestor erzielte. In der zweiten Halbzeit konnten die Soldaten weiterhin im Feldspiel dominieren. Ohne jedoch dieser lieber» legenheit durch Erfolge Ausdruck verleihen zu tonnen. Mit dem Schlußpfiff hatte die Militärmann- schast einen verdienten Sieg erfochten.
Zugendfußball der Spielvgg. 4900.
1900 1. Jugend — Großen-Linden 1. Jugend 1:0.
Das am Samstag ausgetragene Spiel beider Mannschaften brachte nicht die Leistungen, die man sonst von beiden zu sehen pflegt. Großen-Linden trat mit Ersatz an, gab sich aber keinesfalls geschlagen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes
Mai ausgetragenen Mannschafts- die Meisterschaft des Deutschen wurde die 1. Mannschaft des Gießen e. V. Kreismeister mit
Unterwegs leuchteten die Sonnwendfeuer der deutschen Jugend auf, im Wagen erklangen deutsche Heimatlieder und ließen rasch die drei Stunden stimmungsvoller Nachtfahrt vergehen. Noch lange werden die starken Eindrücke der Fahrt durch deutsches Land die Frauen in ihrem Alltagsleben begleiten.
= Lauter, 22. Juni. Am morgigen Mittwoch feiert der älteste Einwohner unseres Ortes Heinr. M e b u s in völliger körperlicher und geistiger Frische seinen 8 7. Geburtstag. Jahrzehntelang hat er in der hiesigen Gemeinde und in Klein- Eichen die Schafe gehütet. Alltäglich kann man den Jubilar, der unter dem Namen „der alte Schäfer" jedem Kinde bekannt ist, auf der Dvrf- straße sehen, wenn er feinen Spaziergang zu seinem Bruder macht, der im 82. Lebensjahr steht.
! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 21. Juni. Das heiße Wetter der letzten Tage brachte den Bauern eine Fülle von Arbeit. Im Vordergrund steht die Heuernte. Sie macht rasche Fortschritte und wird wohl schon in den nächsten Tagen beendet sein. Das Ergebnis ist äußerst gut, und es gibt eine Menge Heu. Die Winterfrucht ist nur zum Teil durch den starken Regen umgelegt worden, im allgemeinen ist der Stand als gut zu bezeichnen. Durch die Wärme bedingt wächst auch das Unkraut. Dadurch gibt es bei den Hackfrüchten viel zu tun. Die Kartoffeln sind durchweg schon gehackt und zum größten Teil auch schon behäufelt. — Die Obstaussichten haben sich leider verschlechtert. Trotz der äußerst reichen Blüte haben Aepfel und Kirschen nur ganz schwachen Behang, dagegen hängen die Zwetschen, auch das andere Steinobst, ziemlich voll, auch die Birnen haben gut angesetzt. Die Apfelblüten scheinen doch unter der Kälte gelitten zu haben, und die Befruchtung konnte nicht erfolgen, da die Bienen nicht fliegen konnten. Ebenso traten gerade in diesem Jahre die Baumschäd- linge massenhaft auf.
Kreis Alsfeld.
ch Alsfeld, 22. Juni. In der vergangenen Woche feierte der letzte Veteran von 1870/71 der hiesigen Veteranen- und Kriegerkameradschaft, Kamerad Branzel, seinen 8 9. Geburtstag. Der Kriegsveteran machte den Krieg 1870/71 m der reitenden Batterie des Nieder-Schlesischen Feld- Artillerie-Regiments Nr. 5 mit und nahm an einer größeren Anzahl von Schlachten teil, so an den Schlachten von Weißenburg, Wörth, Sedan und an der ®ekigerung von Paris. Der Allveteran erfreut sich noch einer guten körperlichen und geistigen Frische. Vom Führer und Reichskanzler erhielt er -essen Bild mit Unterschrift. Ferner erhiel der Jubilar eine Geldehrengabe als Geburtstagsgeschenk. Die Glückwünsche des Kyffhäuferbundes überbrachte ihm der hiesige Kameradschaftsführer.
r'r Cb erst ad t, 22. Juni. Die Heuernte geht bereits hier ihrem Ende entgegen. Von dem überaus günstigen Wetter beeinflußt, konnte sämtliches Heu aus unserer Gemarkung fast im Laufe einer Woche unter Dach gebracht werden. Da in unserer Gemeinde nicht viele Wiesen sind, wird soeben noch viel Heu auswärts gemäht, hauptsächlich in den benachbarten Klosterwiesen.
Kreis Schollen
# Groß-Eichen, 23. Juni. Ein Schwalbenpaar hat in dem Schlafraum des Bäckergesellen von Bäckerei und Wirtschaft Ed. Rahn fein Rest auf die elektrische Lichtampel gebaut. Im vorigen Jahre hatte sich das Paar diesen Platz ausgesucht und neun Junge groß gebracht. Da der Bewohner sich über diese Skubenkameraden sehr freute und sie unbehelligt ließ, ist das Schwalbenpaar auch dieses Jahr wiedergekommen und hat den alten Nistplatz bezogen. Fünf junge Schwcilbcken, welche bereits flügge sind, erfreuen den Bäckergesellen Hans
„Das geht gerade noch ab", sagte Hylmar, weniger aus Besorgnis, als um seine eigene Stimme ,<u hören. Das Tempo verlangsamte sich. Die Rader holperten über groben Schotter. Em breiter Wa- gen hatte immerhin Vorsicht 5U üben, um nicht über den Rand zu geraten. „Diese ewigen Bau- ar^6agteft du etwas?", fragte Wolfgang aus feinem
Saft 'es^bKbfinnig ist, den ganzen Sommer über die Straften aufgeriffen zu haben! — Wenn du jetzt nicht redest —kutschiere ich uns glattweg 111 Ich ^ebe^a"^»™'- Wieweit ist noch nach Müncken fiti'mar?" Man merkte es der Stimme ^n daß sie an jedem einzelnen Wort zu würge,, "Achtundsechzig Kilometer!" „So weit noch!
Klein-Ellbach!
Vorsichtig fahren
30 Kilometer.
Mit 70 donnern die beiden Amselmanns durch. Ein weißes Lichtbündel flitzt an dem huschen vorüber hinter dessen grünem Geranke Mana Terry schläft Der Mond steht als geheimnisvolle Blume 3u inbertiefblAuen sich in dem Mühlenwecher, der verstohlen gegen blIüren und^ Fensterläden der Säufer sind ge- jammen. .
Die Villa ^i'I^Pfe^e^lcb“nCnuTnesfiten n^AInft^tßur an’ber Nordseite, wo die Gesinde- Vk ÜL 'S- Ranzigsten Male den Weg nach dem Parktor und wieder zu>
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